9.05 Höhere Mächte
The Powers that be


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Daniel: Die Ori sind böse wegen der Dinge, die sie verlangen, doch was ich noch nicht weiß und was mich wirklich beunruhigt, ist die Frage, warum sie das tun. Warum ist es ihnen so wichtig, dass die Menschen sie verehren?
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Szene: Kantine, SGC

Mitchell sitzt in der Kantine und isst einen roten Wackelpudding, als sich Vala neben ihn setzt.

Vala: Was tust du hier?

Mitchell: Mittag essen.

Vala: Stört es dich nicht, dass da draußen Priore arme, unschuldige Menschen für ihre Zwecke ausnutzen? Ihnen eine tyrannische Religion aufzwingen und was noch schlimmer ist, Abtrünnige töten?

Mitchell (schaut auf seine Uhr): Ist es dir langweilig geworden Jackson zu nerven?

Vala: Hey, du solltest doch eigentlich Stargate – Missionen anführen. (Sie stützt ihr Kinn auf ihre Hand) Also, lass uns losziehen, befreien wir die Galaxis von dem Bösen. Und egal was Daniel sagt, ich kann euch wirklich helfen. Ich weiß, wie es da draußen zu geht, ich bin belastbar, ich kann mit Waffen umgeben, abgesehen davon bin (jetzt etwas lauter) aufreizend attraktiv! (Sie lächelt den Soldaten einen Tisch hinter ihnen zu; dann an Mitchell gewandt) Ich wäre eine gute Ergänzung für jedes SG-Team.

Mitchell: Du hast illoyal und selbstsüchtig vergessen.

Vala: Wie wär's mit: unabhängig und erfinderisch?

Mitchell (deutet auf die Akte, die Vala geöffnet hat): Das ist eine Geheimakte.

Vala: (deutet auf eine Stelle in der Akte): Priore wurden bereits von dreiundvierzig verschiedenen Planeten gemeldet.

Mitchell (verschränkt die Arme): Ja, das steht da drin.

Vala: Zufälligerweise habe ich gute Beziehungen zu einem Planeten, den ihr als P8X-412 bezeichnet.

Mitchell: Definiere 'Beziehung' für mich.

Vala: Vertrau mir. (Mitchell steht auf und geht) Was ist? Wo gehst du hin?

Mitchell: Ich muss zu Landry.

Vala (verzieht ihr Gesicht): Wieso?

Mitchell (dreht um, um sich die Akte zu holen): Weil jemand, der dir vertraut offensichtlich in großer Gefahr schwebt. (Damit lässt er sie sitzen.)

Vala schnappt sich Mitchells Wackelpudding und will gerade den ersten Löffel nehmen, als Mitchell noch einmal zurückgelaufen kommt und ihr auch den aus den Händen reißt.

Szene: P8X-412

Wir befinden uns auf einem Wüstenplanet. Ein Camp ist um eine Pyramide gebaut. Das Innere der Pyramide ist mit Fackeln beleuchtet, im Zentrum auf eine Empore steht ein Thron, Steinstufen führen hinauf. Ansonsten ist alles recht dunkel und kahl. SG-1 und Vala betreten den Raum.

Vala: Na großartig, niemand hier.

Mitchell: Ich habe gedacht, die Leute würden dir vertrauen. Wieso schleichen wir hier rum und gehen ihnen allen aus dem Weg?

Vala: Ich habe es dir doch erklärt. Sie würden mich in diesem Aufzug nicht erkennen. Glücklicherweise habe ich ein paar Gewänder hier gelassen.

Vala verschwindet in Richtung eines Nebenraumes.

Mitchell: Was ist das mit ihr und ihren Klamotten?

Daniel (läuft ihr nach): Ich finde, wir sollten ihnen wirklich genauer erklären -

Vala (dreht sich zu ihm um): Es dauert nur eine Sekunde. Könnt ihr ein Mädchen nicht mal kurz allein lassen?

Daniel: Nein. Außerdem habe ich schon alles gesehen, was es zu sehen gibt.

Vala (grinst ihn an): Genau. Hört zu, dieser Raum hier hat keinen anderen Ausgang. Ich will mich nur kurz umziehen und bin gleich wieder da.

Sie verschwindet. In diesem Moment betritt ein Einheimischer die Pyramide. Er hält in seinen Händen ein goldenes Gefäß. Als er die Neuankömmlinge sieht, bleibt er erschrocken stehen.

Mitchell (hebt grüßend seine Hand): Hey.

Ängstlich rennt er davon, kommt aber nur ein paar Sekunden später bewaffnet und in Begleitung zurück. Die Einwohner zielen mit Stabwaffen auf SG-1, während diese ebenfalls ihre Waffen aktivieren.

Azdak: Das sind die Waffen unserer Göttin Qetesh. Wer seid ihr?

Mitchell: Ganz locker, Leute.

Azdak: Was habt ihr hier zu suchen?

Daniel (hebt seine Hände): Wir kommen in friedlicher Absicht.

Doch Azdak hört ihm nicht zu. Erstaunt reißt er seine Augen auf und senkt seine Waffe. Die anderen tun es ihm gleich und gehen auf die Knie, wo sie sich verbeugen. Überrascht lassen Mitchell, Daniel und Teal'c ihre Waffen sinken.

Azdak (schaut auf): Bitte vergebt uns. Wir haben so lange gewartet, wir befürchteten, Ihr kommt nicht mehr zurück.

Hinter den drei Männern erscheint Vala. Sie trägt jetzt ein sehr aufreizend Kleid, wie es auch die Goa'uld tragen würden.

Vala (Goa'uld Stimme): Dann seid ihr dumm. Ich würde euch nie verlassen. Ich bin eure Göttin.

Azdak senkt seinen Kopf und Vala schielt zu ihren Begleitern hinüber. Daniel kriegt seinen Mund nicht mehr zu, Mitchell sieht recht verwirrt aus und über Teal'cs Gesicht huscht so etwas wie Abscheu.

CREDITS

Szene: Im Innern der Pyramide

Menschen sitzen auf dem Boden, während sich ein paar stehend in der Mitte befinden. Sie scheinen eine Art Rollenspiel vorzutragen. Vala sitzt auf dem Thron und sieht sich alles an. Teal'c, Mitchell und Daniel sitzen seitlich der Stufen zum Thron.

Mann1: Ich habe dieses Galaxis immer wieder geplündert und alle Sterblichen versklavt, die ich getroffen habe. Diese Welt gefällt mir und ich werde sie mir zu eigen machen.

Mann2: Die gütige Göttin Qetesh würde solch einen Verrat niemals zulassen!

Daniel (flüsternd zu Mitchell): Nicht gerade Shakespeare.

Mitchell (flüsternd): Wieso wissen die nichts davon, dass die Goa'uld gestürzt wurden?

Daniel (flüsternd): Tja, die meisten Planeten sind völlig isoliert und es würde mich überraschen, wenn einer von denen wüsste, wie das Tor funktioniert.

Teal'c (flüsternd): Diesen Menschen müssen wir die Wahrheit sagen.

Daniel (flüsternd): Ich weiß.

Auf der „Bühne“ ist inzwischen eine Frau aufgetaucht.

Mann2: ... Oh barmherzige, wunderschöne Qetesh (Vala lächelt zufrieden) habe Mitleid mit ihm, denn er kennt deine Macht nicht.

Daniel nähert sich Vala und flüstert ihr ins Ohr.

Daniel: Was läuft hier?

Vala (Goa'uld-Stimme): Die spielen Theater. Keine Angst, ich glaube, es ist bald zu Ende, dann können wir essen.

Daniel: Das habe ich damit nicht gemeint.

Vala (Goa'uld – Stimme): Wir wollen verhindern, dass diese Menschen den Prioren zum Opfer fallen und genau das werden wir tun.

Daniel: So hatte ich mir das nicht vorgestellt.

Vala (Goa'uld-Stimme): Was du dir vorstellen kannst und was nicht interessiert mich nicht wirklich und jetzt tritt aus dem Antlitz deiner Göttin.

Daniel sieht sie noch einen Moment lang an, bevor er sich abwendet und Vala beginnt zu lächeln. Sie scheint offensichtlich Spaß an diesem kleinen Spielchen zu haben.

Frau:... Niemand darf Ansprüche auf meine Welt erheben und niemand darf jemals meinen Kindern Leid zufügen. (Sie hebt ihre Hand und der Mann beginnt rote Tücher aus seiner Brust zu ziehen, so als ob er verbluten würde)

Mann2: Dank sei Dir, Qetesh. Du bist wahrhaft unsere Göttin.

Das Schauspiel ist zu Ende und die drei verneigen sich vor Vala.

Vala (Goa'uld-Stimme): Hm.

Die Schauspieler treten zur Seite und Azdak tritt hervor.

Azdak: Wir haben nur wenig geprobt Gebieterin, aber ich hoffe, es gefällt euch.

Vala (Goa'uld-Stimme): Ja. Wie immer, Azdak, erfreust du deine Göttin sehr.

Azdak: Danke, Gebieterin. Wir haben euch sehr vermisst.

Vala: Und jetzt möchte ich gerne von dem Besucher hören, die durch das Chaapa'ai gekommen ist. Deine Göttin zu belügen ist sinnlos. Ich bin ebenso allwissend wie schön.

Daniel und Mitchell starren sie ungläubig an.

Azdak: Er hat gesagt, er wäre hier, um uns zu retten und dass unsere wahren Götter unsere Hingabe erwarten.

Vala (Goa'uld-Stimme): Lügen, um euch zu täuschen.

Azdak: Ich habe kein Wort von dem geglaubt, was er gesagt hat, Gebieterin. Ich schwöre es.

Vala (Goa'uld-Stimme): Aber einige von euch schon.

Azdak: Ihr ward zu viele Monde abwesend. Manche glaubten, ihr hättet uns verlassen. Sie waren schwach, Gebieterin. Bitte, vergebt ihnen.

Vala (Goa'uld-Stimme): War ich nicht immer barmherzig gegenüber denen, die Vergebung verdienten? (Azdak nickt) Geh jetzt, während ich mir eine Strafe für dich überlege.

Azdak: Ja, aber natürlich.

Die Menschen verlassen die Pyramide, bis nur noch Vala und SG-1 anwesend sind. Vala lächelt kurz und steht auf.

Vala (Goa'uld-Stimme, streckt sich): Tja, das war einfach.

Daniel (gereizt): Schalte das Ding aus.

Vala drückt auf einen Kristall in ihrem Gewand.

Teal'c: Wieso willst du diese Menschen weiterhin täuschen?

Vala: Das war einer der vielen Planten über die Qetesh geherrscht hat, als ich ihr Wirt war. Wie ihr wisst hat ein Tok'ra später den Symbionten entfernt, aber erst nachdem mich diese Menschen gequält hatten, weil sie glaubten wir wären ein und dieselbe.

Mitchell: Und sie konnten keinen Unterschied feststellen? Wieso ist das keine Überraschung für mich?

Vala (setzt sich neben Daniel auf die Stufen): Ich hatte nichts. Mir ging es schlecht. Glücklicherweise erfuhr ich, dass man an diesem kleinen Bergwerksaußenposten noch nichts von Qeteshs Abgang gehört hatte.

Daniel (ungläubig): Dann haben die weiterhin für dich Naquadah abgebaut?

Vala: Nur ein kleines bisschen. Die Mine war praktisch schon erschöpft als ich hier eintraf. Der Planet stellte einen sicheren Hafen für mich da, bis ich wieder auf eigenen Füßen stand.

Daniel: Hm.

Vala: Hey, ich habe niemanden getötet und niemanden gefoltert. Ich war eine wundervolle Göttin. Ihr könnt sie ruhig fragen.

Daniel (steht auf): Ich glaube, das werden wir.

Vala (springt auf und rennt Daniel nach): Wieso? Glaubst du mir etwa nicht?

Daniel (dreht sich zu ihr um): Genau, und ich bin nicht davon überzeugt, dass sie auf deine Befehle hören. Du wirst nicht verhindern, dass sie den Prioren folgen.

Vala: Ich bin immer noch ihre Göttin. Ich kann sie wohl kaum fragen, ob sie mir Gefolgschaft leisten.

Daniel: Habe ich auch nicht erwarten.

Er geht weiter, Vala folgt ihm. 

Vala (hält Daniel auf): Wieso denkst du, dass sie dir die Wahrheit sagen? Ihr seid für sie meine treuen Gefolgsleute.

Daniel: Dann muss ich ihnen wohl erklären, dass dem nicht so ist und dass wir dich, wenn es sein muss, töten würden.

Vala (bleibt überrascht zurück): Ich habe schon bessere Pläne gehört!

Mitchell: Mir gefällt er irgendwie.

Vala (dreht sich um): Sei still.

Sie stampft zurück zum Thron.

Szene: Korridor, SGC

Lam und Landry gehen gemeinsam durch das SG-Center.

Landry: Wie kommst du mit den Personalbeurteilungen voran?

Lam: Die sind fertig. Sie werden morgen früh auf deinem Tisch liegen. So war es doch vereinbart, oder?

Landry: Ja. Also, ich esse einmal im Monat mit den Leitern meiner Abteilungen zu Mittag, um den Kontakt zu halten und alles zu besprechen. Es hilft mir sie besser kennen zu lernen. Ich weiß, in unserem Fall -

Lam (bleibt stehen): Was? Was ist in unserem Fall?

Landry: Na ja, es ist doch so, dass ich dich besser kenne als etwa... Colonel Garett, den Versorgungsoffizieren.

Lam: Wirklich? Ich mage das zu bezweifeln. Colonel Garett ist wesentlich länger hier als ich.

Landry: Müssen wir das hier und jetzt austragen?

Lam: Du willst mit mir essen? Gut, ich bin da, morgen Mittag, wie befohlen.

Landry: Das ist kein Befehl.

Lam: Na gut.

Sie geht. Mit so etwas wie Bedauern sieht er ihr hinterher.

Szene: P8X-412

Daniel unterhält sich mit einem Einwohner.

Thatchner: Ich war lange Zeit krank, doch das ist vorbei. Während der letzten Ernten war ich für meine Familie eher eine Belastung als eine Hilfe. Ich konnte nicht einmal mehr auf eigenen Füßen stehen.

Daniel: Das geht aber jetzt ganz gut.

Thatchner: Der Prior, er hat mich geheilt. Er sagte, das wäre der Wille der Ori.

Azdak (kommt zu ihnen gelaufen): Gotteslästerer!

Mitchell (geht dazwischen): Bleib ganz ruhig.

Azdek: Tut mir Leid. Ich will nur nicht, dass er in meiner Gegenwart so über Qetesh redet.

Daniel: Wir sind nicht hier, um jemanden zu verurteilen, wir wollen nur hören, was er sagt. (Zu Thatchner) Fahre fort.

Thatchner: Das Juwel in seiner Stabwaffe glühte, er schwenkte sie über mir und ich fühlte mich besser als jemals zuvor. Als Gegenleistung wollte er nur, dass ich anderen davon erzähle, damit alle von den Wohltaten der Ori erfahren. Dann, nach seiner Rückkehr -

Teal'c: Wann wollte dieser Prior zurückkehren?

Thatchner: Schon morgen. Der Prior hat gesagt Qetesh ist eine falsche Göttin und wenn sie je zurückkehrt, würde er ihre Maske runterreißen!

Azdak: Du bist ein Narr! Sprich nicht weiter oder ich werde dich im Namen unserer wahren Göttin töten!

Er will auf Thatchner losgehen, aber wieder stellt sich Mitchell ihn in den Weg.

Mitchell: Ich habe gesagt, Ruhe bewahren.

Azdak: Du solltest dankbar sein, dass Qetesh so gütig ist. Und wenn sie den Prior für seine gemeinen Lügen getötet hat, bete, dass sie nicht auch dasselbe mit dir tut!

Daniel (wendet seinen Blick ab): Oh Mann.

Azdak (reißt seine Arme in die Luft): Ehre sei Qetesh! Ehre sei der einzig wahren Göttin!

Mitchell: Schon gut! Uns ist klar, was du sagen wolltest. Du solltest wissen, wann du aufhören musst.

Daniel: Ich denke, ich muss mal mit der wahren Göttin reden.

Mitchell nickt.

Szene: Im Inneren der Pyramide.

Daniel: Deswegen wolltest du zu diesem Planeten zurück!

Vala schließt eine goldene Truhe.

Vala (geht zu einer Steintruhe): Das gehört alles mir. Ich hab's mir verdient. Diese Leute haben es nur für mich aufbewahrt und wie du sagtest, können wir nicht hundertprozentig sicher sein, dass sie auf mich werden und sollte dieser Planet an die Priore fallen...

Sie läuft hinüber zur nächsten Truhe.

Mitchell: Moment mal. Dass du die wertvollsten Schätze dieses Planeten stiehlst, ist im Augenblick nicht unsere Sorge.

Vala: Ich mag deine Einstellung. Ich hatte mir überlegt euch mit zehn Prozent zu beteiligen, (sie kneift in seine Nase) aber jetzt erhöhe ich auf zwanzig.

Teal'c: Trotz deiner Rückkehr glauben viele dieser Menschen die Ori wären die wahren Götter und damit ihre Loyalität wert.

Vala: Ein weiterer Grund, warum wir das alle zusammenpacken und hier verschwinden sollten. Werdet ihr mir dabei helfen, oder was?

Teal'c: Andere glauben, du wirst den Prior töten, wenn er morgen zurückkehrt, um seine Macht zu demonstrieren.

Vala: Morgen? Morgen passt es mir gar nicht.

Daniel: Du musst diesen Menschen die Wahrheit sagen!

Vala: Ich muss vieles tun, Daniel, aber ich versichere dir, das gehört nicht dazu.

Teal'c: Wenn du ihnen nicht die Wahrheit sagst, werden wir es tun.

Vala: Ja, und was denkst du wohl, wem sie am Ende glauben werden?

Daniel: Den Menschen zu befehlen dir zu gehorchen und nicht den Ori, wird nicht funktionieren, wenn der Priori zurückkehrt.

Mitchell: Und das Letzte, was wir wollen, ist ein Duell der Götter – zumal wir wissen, dass du nicht allzu viel von einer Göttin hast.

Vala: Vergiss mein Angebot mit den zwanzig Prozent!

Daniel: Er hat Recht. Wir werden nicht eine Lüge durch eine andere ersetzen.

Vala: Also gut, womit wollen wir kämpfen? Wie können wir den Prior davon abhalten die Menschen zu missionieren?

Daniel: Tja, uns bleibt nicht allzu viel Zeit dafür. Wenn du dich als falsche Göttin zu erkennen gibst, den Menschen erklärst, dass du sie getäuscht hast, werden sie auch dem Prior gegenüber skeptischer sein.

Vala: Oder es könnte sie in ihren Glauben, dass die Ori die wahren Götter sind, noch bestärken

Daniel: Nein, diese Menschen müssen begreifen, dass sie auf gar keinen Fall die Ori als ihre Götter akzeptieren dürfen. Egal was passiert, sie müssen sie ablehnen. Wahre Erleuchtung beginnt immer mit der Wahrheit.

Vala: Bitte, die Wahrheit ist sowas von überbewertet.

Daniel (umfasst ihre Schulter): Hör zu, tue hier einmal das Richtige, okay? Ich verspreche dir, du wirst dich danach sehr gut fühlen. Vertrau mir.

Szene: Gefängniszelle

Wir sehen Vala in einer Gefängniszelle sitzen. Ihr Kleid hat sie abgelegt und trägt jetzt wieder die SG-Uniform. Wirklich glücklich sieht sie nicht aus.

Daniel: Wirklich... das, das ist doch nicht nötig.

Adzak: Wenn der Morgen graut, wirst du hingerichtet, Hochstaplerin! (Er spuckt vor ihre Füße)

Verärgert und enttäuscht verlässt Adzak den Zellenraum.

Vala (räuspert sich): Daniel. (Er neigt sich zum Gitter hin.) Wann stellt sich das gute Gefühl ein, wenn ich was Richtiges getan habe? Ich spüre noch nichts.

Szene: Zelle

Vala geht in wahrsten Sinne des Wortes die Wände hoch. Sie springt an die Stäbe und versucht sie irgendwie zu öffnen.

Vala: Nicht zu fassen, dass ihr einfach zugesehen habt, wie sie mich gefangen nehmen!

Daniel: Was hätten wir denn tun sollen?

Vala: Ihr habt doch Waffen, oder etwa nicht?

Daniel: Es waren weit über hundert Menschen!

Vala: Und?

Daniel: Bleib ganz ruhig. Wir werden dich hier schon rausholen.

Vala (verschränkt ihre Arme): Ach tatsächlich? (Daniel sieht sie einen Moment an und Vala atmet einmal durch) Da fühle ich mich doch gleich schon viel besser. Tut mir Leid, ich bin etwas nervös geworden, wegen der *Exekution* und so!

Daniel: Glaub mir, es wird nicht dazu kommen. Teal'c und Mitchell sprechen gerade mit ihnen.

Vala: Du weißt doch hoffentlich noch. Sollte ich sterben, wirst auch du sterben.

Daniel: Glaub mir, es wird sicherlich nicht dazu kommen. Vertrau mir.

Nach Luft schnappend dreht Vala ihm den Rücken zu und setzt sich auf ihr Bett.

Daniel: Es wird alles gut.

Szene: Thronsaal

Mitchell: Gut, sie hat einen Fehler gemacht – es war ein großer Fehler, ein Monsterfehler von mir aus – aber ihr könnt sie nicht einfach töten.

Azdak: Wieso nicht?

Mitchell (zu Teal'c): Erkläre es ihm.

Teal'c: Hat sie denn nicht einen Prozess verdient, um sich für ihre Taten zu rechtfertigen?

Azdak: Wir haben alle eine ziemlich genaue Vorstellung von dem, was sie getan hat und warum.

Mitchell (legt eine Hand auf seine Schulter): Deine Leute verlangen nach Führung. Sie werden sich an dich wenden und du musst entscheiden welche Art von Gesellschaft ihr wollt. Eine, in der Menschen hingerichtete werden ohne ein faire Gerichtsverhandlung?

Azdak: Ihr wollt also ein Mal Doran abhalten?

Mitchell (dreht sich zu Teal'c um): Ist das nicht ihr Name?

Azdak: Qetesh hat diesen Prozess vor mehreren Jahren eingeführt, als ein Weg Streitereien zwischen zwei Parteien beizulegen.

Mitchell: Gut. Hört sich vernünftig an. (Er geht zu Teal'c und haut ihm auf die Schulter) Halten wir ein Mal Doran ab.

Szene: Gefängniszelle

Vala versucht sich irgendwie zwischen den Gitterstäben hindurch zu quetschen. Bisher ist lediglich ein Teil ihres Beines draußen. Daniel schaut dem Spektakel zu, während er an den Gitterstäben gelehnt steht. In diesem Moment kommen Mitchell und Teal'c zu ihnen.

Daniel (geht auf sie zu): Hey, wie ist es gelaufen?

Mitchell: Na ja, wie soll ich sagen?

Vala hat es inzwischen aufgegeben.

Vala: Wie ist der Plan? Werdet ihr die Gittertüren aufsprengen? Werdet ihr mir Sperrfeuer geben, damit wir durch die versteckte Fluchtpassage entkommen können? Dazu müssen wir in den Raum, aus dem eigentlich kein anderer Weg raus führt.

Daniel haut gegen die Gitter.

Mitchell: Sie werden morgen das Gerichtsverfahren eröffnen.

Vala: Ich finde meinen Plan sympathischer.

Mitchell: Das ist eigentlich dein Plan. Du hast ihn eingeführt.

Vala: Tatsächlich! Ein Mal Doran. Und ich spiele dabei den Richter?

Mitchell: Glaube ich weniger.

Vala (wendet sich ab): Dann ist es kein richtiger Mal Doran.

Daniel: Es hätte kaum besser kommen können.

Vala: Also das sehe ich irgendwie anders.

Daniel: Nein, ein Prozess ist öffentlich. Wir können das Forum nutzen, um zu erklären, was es bedeutet ein falscher Gott zu sein und damit vor den Prior warnen.

Vala: Irgendwo hast du Recht. Nur wenn sie gegen falsche Götter aufgehetzt sind, könnten sie mich als Beispiel für andere töten.

Mitchell (zu Daniel): Okay, ich habe darum gebeten, dass Sie über Nacht hier bleiben dürfen.

Daniel (weniger begeistert): Sehr schön. Danke.

Mitchell (dreht sich um und macht sich auf den Weg. Er winkt ihnen noch zu): Ja. Also, wir sehen uns dann morgen früh.

Vala: Vielen Dank! Wie konnte ich nur jemals dein meisterhaftes Verhandlungsgeschick anzweifeln!

Daniel: Er tut, was er kann, Vala.

Vala: Genau das macht mir ja Angst.

Szene: Versammlung zum Mal Doran

Es befinden sich zwei Parteien im Raum. Auf der einen Seite SG-1 mir Vala und auf der anderen Azdak und einem Mann. In einem Kreis um sie herum stehen die anderen Bewohner. Azdak erhebt sich.

Azdak: Willkommen und ich danke euch allen, dass ihr gekommen seid. Im Gegensatz zu früher, wird das Urteil bei diesem Mal Doran bei euch liegen, meine Freunde. Eine allgemeine Abstimmung, nachdem beide Seiten sich präsentieren durften, werden wir darüber entscheiden, was geschehen soll mit der falschen Göttin Qetesh. (Zustimmendes Gemurmel)

Vala (flüsternd zu Daniel): Wie bekennen uns als unschuldig, oder?

Daniel: Du hast doch schon gestanden?

Vala: Aber eine Frau kann doch ihre Meinung ändern.

Azdak: Wir beginnen wie immer mit der Verlesung der Anklage. Der erste Anklagepunkt von sieben: Massenmord.

Vala (geschockt): Moment mal -

Azdak: Der zweite Anklagepunkt von sieben: Massenfolter.

Vala (zu Daniel): Ich habe nie getötet! Ich habe nie gefoltert!

Azdak: Der dritte Anklagepunkt von sieben.

Daniel (steht auf): Ahm... entschuldige bitte, tut mir Leid, dass ich unterbreche, die Person, die hier vor euch sitzt hat diese Dinge nicht getan.

Azdak: Du bekommst noch Gelegenheit deinen Fall zu präsentieren.

Daniel: Ja, da habe ich keine Bedenken. Ich wollte nur etwas klarstellen. Als Vala ihr Geständnis abgelegt hat, war klar, dass Vala nur Wirt für eine Goa'uld war, ein Parasit, der ihre Handlungen jahrelang kontrollierte. Es war dieser Goa'uld – Symbiont Qetesh der die Grolltaten verübte von denen du sprichst. Vala selbst kann jedoch nur für das verantwortlich gemacht werden, was sie getan hat, nachdem der Goa'uld entfernt wurde.

Azdak: Und wann genau war das?

Daniel schaut zu ihr hinunter. Sie flüstert ihm etwas ins Ohr.

Daniel: Ahm, vor vier Jahren.

Azdak: Na schön. (Er bespricht sich mit zwei weiteren Männern. Er kehrt in die Mitte zurück) Einverstanden, in der Annahme, dass deine Ausführungen wahr sind. Beginnen wir von vorn. (Daniel setzt sich wieder hin) Erster Anklagepunkt von vieren: Planetenweite Zwangsarbeit.

Daniel sieht sie an und Vala zuckt zustimmend mit den Schultern.

Mitchell (flüsternd zu Teal'c): Das wird ein langer Tag.

Teal'c: In der Tat.

Szene: Versammlung zum Mal Doran

Azdak legt seinen Fall vor.

Azdak: Ich, vielleicht mehr als irgendeiner von euch, fühle unendlich große Trauer wegen der Tatsache, dass ich meine Liebe und meinen Glauben so freimütig einer Hochstaplerin geschenkt habe, die nur das Naquadah aus unseren Minen wollte. Mit jedem Atemzug hat sie gelogen. Mit jedem Handgriff hat sie gestohlen. Bei jeder Gelegenheit hat sie uns betrogen. Den Zustand der Armut, den wir jetzt ertragen müssen, verdanken wir ihr. Es ist allein ihre Schuld. Das ist das, was ihr bedenken müsst!

Zustimmendes Gemurmel breitet sich aus.

Mitchell (zu Vala): Er ist gut.

Vala: Ich bin tot.

Jetzt ist Daniel an der Reihe. Er steht auf und tritt in die Mitte.

Daniel: Ja, sie hat gestohlen, sie hat euch betrogen, sie hat euch als Sklavenarbeiter benutzt – all das ist wahr.

Vala: So hatte ich mir meine Verteidigung nicht vorgestellt.

Mitchell: Sssht.

Daniel: Aber ihr habt das Wissen darüber allein deshalb, weil sie es euch gesagt hat. Sie hat die Wahrheit gesagt, obwohl sie wusste, was sie sich damit antut, welche Konsequenzen das haben würde. Fragt euch mal, warum sie das getan hat. Sie hat es getan, weil es eine große Gefahr in dieser Galaxie gibt und sie hat gedacht, ihr verdient es gewarnt zu werden. Sie hat euch die Wahrheit gesagt, um euch die Augen zu öffnen, um euch zu zeigen, wie gefährlich es ist eure Freiheit, euren freien Willen aufzugeben. In der Hoffnung, dass ihr bei anderer Gelegenheit nicht denselben Fehler noch einmal begeht. (Vala streckt zufrieden ihren Kopf hoch) Wir wissen, dass ein Prior der Ori hier gewesen ist. Er wurde geschickt, um euch zu überzeugen, Wesen zu huldigen, die mächtiger sind als wir alle. Aber ihr müsst wissen, dass sie genau wie Vala, keine Götter sind.

Plötzlich taucht ein Prior auf.

Prior: Du sprichst gut, Daniel Jackson vom Planeten Erde.

SG-1 erhebt sich mit gezogenen Waffen.

Prior (betritt den Raum und nimmt seine Kapuze ab): Was ist ein Gott? Welche Macht ist groß genug, damit ihr euch in demütiger Verehrung verbeugt?

Vala (flüsternd zu Mitchell und Teal'c): Das ist der Typ, der uns verbrennen wollte – sogar zweimal.

Prior: Es gibt nur ein Maß. Die einzige Frage, die ihr euch stellen solltet, ist, warum muss ich glauben?Was haben ich und alle anderen davon den Pfad des Ursprungs zu wählen? Diejenigen, die ewiges Heil suchen, können dem Wort der Ori folgen. Diejenigen, die es nicht tun, werden als Sterbliche von uns gehen, so einfach ist das. Auf euch wartet der Tag der Abrechnung an dem sich euer Schicksal entscheidet.

Mitchell (leise): Er ist auch ziemlich gut.

Vala: Wir sind echt erledigt.

Thatchner (tritt aus der Reihe hervor): Ich habe ihnen von den Ori erzählt, Prior. (Er geht auf die Knie) Viele von uns glauben.

Daniel: Aber nicht alle von uns.

Prior: Tu ziehst die Macht der Ori in Zweifel?

Daniel: Nein. Aber mir ist klar, wie sie sie erreicht haben. Und weil das so ist, bin ich nicht bereit meinen freien Willen aufzugeben und sie anzubeten.

Prior: Die Ori haben diesen Mann geheilt, dieser Mann war krank, dieser Mann konnte kaum laufen.

Daniel: Dieser Mann wurde durch Wissen geheilt. Wir haben Medizin, wir haben Methoden, die so ziemlich dasselbe erreichen. (Er nimmt das Goa'uld Heilgerät an sich) Dieses Gerät hat die Macht zu heilen, wenn du weißt, wie es zu benutzen ist, aber nicht durch magische Kräfte. Man nennt es Technologie.

Prior: Technologie?

Daniel: Ja. Wissen, Verständnis für die Funktionsweisen der Dinge, die Wissenschaften des Universums.

Prior: Mag dem so sein. Aber bedenke auch dies. Es gibt zwei Männer, der eine droht zu verhungern und der andere hat eine reiche Ernte in der Scheune. Wäre es nicht falsch, wenn der glückliche Mann seine Ernte horten würde? Sollte er sie nicht mit seinem hungrigen Bruder teilen? Und genau das gleiche gilt für Wissen und Verständnis. (Die Leute beginnen zu nicken) Wie du gesagt hast, haben die Ori ein größeres Verständnis vom Universum, aber viel bedeutender ist, sie sind bereit es mit uns allen zu teilen. Aus grenzenloser Liebe zu uns, ihren Geschöpfen, nur ein Narr würde sich abwenden.

Daniel: Du glaubst, nur weil die Ori mehr wissen als wir, würde sie das zu Göttern machen? Es sind Wesen, die einst so waren wie ihr und ich, aber sie haben sich entwickelt. Sie haben das Potenzial der Menschheit erkannt. Irgendwann im Laufe der Zeit haben sie dieses Wissen genutzt, um ihre leibliche Form abzulegen und als Energie auf eine andere, höhere Ebene der Existenz aufzusteigen.

Vala: Auf welcher Seite steht er?

Prior: Ihr seid alle Kinder der Ori, aber ihr wurdet vom Bösen angeführt. Die wahre Natur des Universums wurde euch vorenthalten von Mächten, die wollen, dass ihr vom Pfad des Ursprungs abkommt. Es wird Zeit eure Augen zu öffnen. Wir wollen, dass ihr euch vom Ziel leiten lasst.

Daniel: Ja, du hast Recht. Möglicherweise ist das Anhäufen von Wissen falsch, möglicherweise auch nicht, möglicherweise ist die Herausforderung etwas selbst zu lernen eine Etappe auf dem Weg zur Erleuchtung. Aber jemanden zu töten, weil er nicht euren Glauben teilt, ist trotz all eurer Macht großes Unrecht, ein Verbrechen. Wissen ist Macht, aber wie man diese Macht einsetzt definiert, ob sie gut ist oder böse.

Prior: Du entscheidest ganz allein.

Thatchner: Gib uns noch eine Chance. Ich flehe Euch an. Bitte, verschone uns alle.

Prior (legt eine Hand auf Thatchners Kopf): Glaubt an die Macht der Ori oder ihr werdet zu Staub.

Der Prior verschwindet. Einige der Bewohner folgen ihm. Daniel ist wenig davon begeistert.

Azdak: Führt die Gefangene zurück in ihre Zelle.

Daniel: Wartet.

Azdak: Das Mal Doran ist beendet. Wir müssen jetzt über ihre Strafe abstimmen und andere Probleme besprechen, die noch auf uns warten.

Daniel: Azdak, ich weiß, was die Ori euch anbieten wollen, klingt ziemlich verlockend.

Azdak: Wir sind von Armut geplagt. Unser Volk kann vielleicht nicht mehr lange überleben. Wir haben gehofft, unsere Göttin würde für uns sorgen. Warum sollten wir auf das Wissen und die Erkenntnisse, die unser Leben verbessern verzichten?

Daniel: Aber das erreicht ihr auch ohne eure Freiheit aufzugeben. Siehst du nicht, wie falsch es ist Glauben zu erzwingen, indem er deine Leute bedroht?

Azdak: Wie der Prior gesagt hat, wären wir nicht ignorant und hätten Strafe verdient, wenn wir nicht bereit sind die Wahrheit zu erkennen? (Er schüttelt mit dem Kopf und sieht Vala an) Verlasst uns. Wir müssen uns beraten.

Teal'c, Michtell und Vala erheben sich.

Szene: Kantine, SGC

Landry und Lam sind beim Essen. Allerdings sieht es alles andere als vertraulich aus.

Landry: Und? Bist du gut untergekommen?

Lam: Hm. Ich mag das Haus, das ich in Cimarron Hills gemietet habe.

Landry: Hm mh, das ist sehr schön. Du solltest es kaufen.

Lam: Tja, ich warte lieber noch. Ich weiß ja nicht, wie lange ich hier bleibe, also...

Landry: Wie geht’s deiner Mutter?

Lam: Warum rufst du sie nicht an und fragst sie selbst?

Landry: Warum musst du immer so gereizt sein? Ich bin doch auch nett. Um dir die Wahrheit zu sagen, ich weiß nicht, wo ich anfangen soll.

Lam: Was anfangen? Etwa bei: Glücklich bis ans Lebensende?

Landry: Ich hatte berufliche Pflichten.

Lam: Genauso wie ich jetzt. Und ich habe gedacht es sollte ein berufliches Gespräch über meine Abteilung sein, deswegen bin ich hier.

Landry (sieht wütend und verletzt aus; er erhebt sich): Entschuldige mich.

Er stampft aus der Kantine, die Tür schlägt gegen die Wand und Lam stützt genauso betroffen ihr Kinn auf ihre Hände.

Szene: Zelle, P8X-412

Vala sitzt in ihrer Zelle, während die anderen drei davor sitzen. Daniel direkt neben Vala, Teal'c und Mitchell etwas abseits. Die beiden sind in ein Kartenspiel vertieft.

Vala: Du musst noch an deiner Anti-Ori Rede feilen. Der Prior hatte mich fast überzeugt – na ja, nicht unbedingt überzeugt, ich bin nur schwer zu überzeugen.

Daniel: Ich weiß.

Vala: Du forderst die Menschen auf sich zu erheben und ihr Leben zu riskieren.

Daniel: Ich glaube wirklich, das ist der einzige Weg, wie wir uns gegen sie verteidigen können.

Vala: Warum legen wir sie nicht um? Du hast gesagt, die Priore sind Menschen, oder? Ein paar gut gezielte Schüsse und dann sieht schon alles anders aus.

Daniel: Wer Religionen studiert, erkennt, dass das Töten der Missionare nicht die Philosophie zerstört.

Vala: Das Problem ist, das was die Priore anbieten, klingt ziemlich gut – bis auf diese Nummer von der Unterwerfung und Verbrennung bei lebendigen Leibe.

Daniel: Das ist das eine und ich glaube, dass keiner von denen bisher das Kleingedruckte gelesen hat.

Vala: Was heißt das?

Daniel: Na ja, ich persönlich weiss, dass ohne jeden Zweifel die Priore böse sind.

Vala: Richtig unheimlich.

Daniel: Und glauben und sterben ist ihre archaische Moral. Die Ori sind böse wegen der Dinge, die sie verlangen, doch was ich noch nicht weiß und was mich wirklich beunruhigt, ist die Frage, warum sie das tun. Warum ist es ihnen so wichtig, dass die Menschen sie verehren?

In diesem Moment betritt Azdak den Raum. Er geht an Mitchell und Teal'c vorbei, direkt auf die Zelle zu. Daniel steht auf, genau wie Vala, die sich schon am Galgen hängen sieht.

Azdak: Wir haben entschieden, dein Leben zu verschonen.

Daniel atmet erleichtert aus.

Vala (überrascht): Wirklich? Danke.

Azdak: Deine Strafe wird Gefangenschaft für den Rest deines Lebens sein.

Vala (ungläubig): Was? Azdak, nach allem, was wir durchgemacht haben, wir zwei...

Azdak (tritt näher auf sie zu): Ich musste deine Füße massieren.

Daniel verzieht stöhnend das Gesicht, woraufhin er einen Schlag von Vala auf die Schulter kassiert.

Vala: Wurdest du nicht entsprechend entlohnt? Wie dem auch sei, vereinzelte Massagen hier und da sind wohl kaum ein Grund für eine lebenslange Haft!

Azdak: Du hast gelogen und die Menschen dieses Planeten versklavt.

Daniel: Was ist mit dem Prior?

Vala: Augenblickmal, wir sind noch nicht mit mir fertig.

Azdak: Doch sind wir. Was den Prior betrifft, ist die Bevölkerung gespalten. Viele glauben die Ori sind es Wert angebetet zu werden.

Daniel: Und du?

Ein weiterer Bewohner kommt zu ihnen gelaufen.

Bewohner: Thatchner ist krank geworden.

Daniel: Das ist der Mann, den der Prior geheilt hat.

Azdak: Ja.

Bewohner: Bitte beeile dich. Wir fürchten, er ist dem Tode nahe!

Der Bewohner rennt los und Azdak will ihm folgen, aber Daniel hält ihn auf.

Daniel: Warte, Azdak. Vielleicht können wir ihm helfen.

Szene: Dorf, P8X-412

Thatchner liegt auf dem Boden. Als Vala sich mit dem Heilgerät über ihn beugt, wehrt er sie ab.

Thatchner: Ich will dich nicht in meiner Nähe haben!

Vala: Sei ganz ruhig, Thatchner.

Daniel (zu Azdak): Keine Angst, sie wird ihm nicht wehtun.

Vala setzt zu einem erneuten Versuch an und diesmal lässt es Thatchner zu. Sie beginnt ihn zu heilen.

Vala (nachdem sie fertig ist): Na, wie fühlst du dich jetzt?

Thatchner: Was hast du mit mir angestellt?

Vala (zuckt mit den Schultern): Hm, Menschen ein gutes Gefühl zu geben ist ein Talent von mir.

Daniel (hilft Thatchner sich aufzusetzen): Setz' dich doch auf.

Thatchner: Ich verstehe noch nicht ganz. Wie hast du das angestellt?

Daniel (nimmt das Heilgerät): Na ja, das ist ein Werkzeug, ehrlich, wie ein Hammer und eine Schaufel, nur komplizierter. Wenn man etwas nicht gleich versteht, muss es nicht immer Zauber der Götter sein.

Szene: Dorf, P8X-412, später

Daniel, Azdak, Vala und Mitchell gehen durch die Straßen des Dorfes.

Azdak: Ihr denkt, wenn wir uns einig sind, den Prior sagen, wir werden uns nicht an seine Worte halten, dann würde er einfach gehen und uns zufrieden lassen?

Daniel: Tja, das kann ich nicht mit Sicherheit sagen, aber ich weiß, dass ihr euch wehren müsst.

Mitchell: Egal, was passiert, ihr könnt auf unsere Hilfe bauen.

Daniel: Also, letztendlich liegt es an dir und deinen Leuten.

Azdak (zu Vala): Weil du Thatchners Leben gerettet hast, habe ich beschlossen das Thema deiner lebenslangen Kerkerhaft neu zu verhandeln.

Vala: Danke. Und es gibt mir ein ziemlich gutes Gefühl.

Daniel: Ich bin mir sicher, du hast mit einer Belohnung gerechnet.

Vala: So würde ich niemals denken.

Daniel nickt nur, obwohl er die Wahrheit kennt. Vala schaut doch etwas verletzt aus.

Azdak: Apropos Belohnung, dein gesamtes Vermögen wird hier bleiben als Sühne für deine Verbrechen.

Vala: Also jetzt warte mal.

Doch dann kippt Azdak plötzlich nach vorne. Vala und Daniel können ihn gerade noch auffangen und wieder auf die Beine bringen.

Daniel: Alles okay?

Azdak (verwirrt): Ja... ja. Es war nur ein sehr langer Tag.

Der Bewohner kommt wieder angerannt.

Bewohner: Azdak, du musst sofort kommen!

Azdak: Was ist denn?

Bewohner: Viele von uns sind erkrankt.

Er und Azdak wollen sich auf den Weg machen, aber da bricht Azdak endgültig zusammen. Vala und Daniel knien sich neben ihn.

Szene: Plaza, Dorf

Man hat die Erkrankten auf eine Art Plaza versammelt, wo Vala versucht Azdak mit dem Heilgerät zu heilen, als auch schon der nächste zusammenbricht. Azdak scheint es nach der Behandlung wieder gut zu gehen.

Azdak: Danke. Du bist wahrhaft gesegnet.

Vala: Da wäre ich mir nicht so sicher. Ich tue nur mein Bestes.

Azdak: Wie viele von uns sind erkrankt?

Vala: Ich weiß es nicht genau, aber es sind sehr viele.

Daniel (kommt zu ihnen): Was immer es ist, es breitet sich in Windeseile aus. Komm mit, wir brauchen dich hier drüben.

Vala (zwinkert Azdak zu): Wir können später über meine Schätze reden.

Sie geht zu einem weiteren Kranken.

Szene: Kontrollraum, SGC

Über Video berichtet Mitchell dem SGC die Lage auf dem Planeten. Lam ist ebenfalls anwesend.

Mitchell: Wir tun, was möglich ist, um die Kranken zu isolieren. Vala benutzt das Heilgerät, um sie zu kurieren, aber es werden immer mehr.

Lam: Symptome?

Mitchell: Kreislaufschwäche, hohes Fieber, starke Brustschmerzen... ahm, Atemprobleme. Ein paar von den schweren Fällen sind einen Schockzustand gefallen, bevor Vala zu ihm kommen konnte.

Lam: Klingt nicht so als würde ein Erreger von Mensch zu Mensch übertragen, das ginge nicht so schnell. Es könnte sich um eine gemeinsame Quelle handeln. Möglicherweise Wasser oder Nahrung.

Mitchell: Ich... ich würde sagen, wir kennen die Quelle.

Landry: Offenbar wollen uns die Priore zeigen mit welchen Mitteln sie operieren.

Mitchell: Tja, sie versuchen definitiv Glaubwürdigkeit zu beweisen, Sir.

Lam: Wie geht’s Ihnen und Ihrem Team, Colonel?

Mitchell: Soweit ganz gut, aber ich denke, wir können Unterstützung brauchen.

Landry: Unterwegs, Colonel.

Mitchell: Danke, Sir.

Szene: Thronsaal, P8X-412

Vala sitzt auf den Stufen zum Thron. Sie sieht ziemlich niedergeschlagen aus. Daniel kommt zu ihr.

Daniel: Alles okay?

Er setzt sich neben sie auf die Stufen.

Vala: Nein.

Daniel: Du kriegst das hin.

Vala: Da bin ich mir nicht so sicher.

Daniel: Ich weiß, die Anwendung des Handgerätes muss dir viel abverlangen, aber wir brauchen deine Hilfe jetzt wirklich.

Vala: Jedes Mal wird es schwieriger, jedes Mal dauert es länger und es kommen immer neue dazu. Ich glaube nicht, dass ich das ganze Dorf retten kann.

Daniel: Du musst es versuchen.

Mitchell (Funk): Jackson, wir haben ein Problem.

Daniel: Geben Sie mir eine Minute.

Mitchell (Funk): Bitte sofort!

Daniel sieht Vala noch einen Moment an, als ob er sie auffordern würde mitzukommen, bevor er aufspringt.

Szene: Plaza, P8X-412

Vala entschließt sich doch wieder raus zu kommen. Azdak liegt hustend auf dem Boden.

Daniel: Ihm ging es gerade noch gut.

Mitchell: Tja, jetzt aber nicht mehr.

Vala kniet sich besorgt neben ihn. Er scheint Krämpfe zu haben.

Vala: Ich habe ihn eben geheilt. Wenn sie sich immer wieder infizieren, wird das nie ein Ende nehmen.

Azdak (geschwächt): Wir müssen nachgeben. Sie sind zu mächtig.

Vala (aktiviert das Handgerät): Nein. Es wird alles gut. Ich bin hier.

Szene: Korridor, SGC

Das medizinische Personal läuft mit Ausrüstung und Schutzanzügen zum Tor. Landry fängt Lam auf dem Weg dorthin ab.

Landry: Caroline!

Lam: Ich bin Chefmedizinerin auf diesem Stützpunkt. Es ist meine Entscheidung wer auf diese Mission geht. Ich bin Spezialistin was Infektionskrankheiten angeht, ich bin mit Abstand am besten hierfür qualifiziert.

Landry: Ich weiß. Ich bin dein Dad. Ich bin nur hier, um dir Glück zu wünschen und pass auf dich auf.

Lam: Danke. Das werde ich.

Und damit schließt sie sich ihrem Team an.

Szene: Plaza, P8X-412

Azdak scheint es immer schlechter zu gehen. Mitfühlend sieht Daniel auf ihn hinunter.

Daniel: Halt durch. Du darfst nicht aufgeben.

Neben ihm versucht Vala eine Frau zu heilen, aber sie sieht genauso besorgt aus. Leicht schüttelt sie mit dem Kopf. Genau in diesem Augenblick trifft endlich das Ärzteteam ein. Mitchell geht auf Lam zu.

Mitchell: Hey. Danke, dass Sie da sind.

Lam: Es ist schlimmer als ich gedacht hatte.

Mitchell: Tja, ist kein hübscher Anblick, hm?

Lam: Ich brauche einen Platz zum Arbeiten.

Mitchell (nickt): Kommen Sie.

Szene: Plaza, P8X-412

Das Team hat sich inzwischen ausgebreitet und macht sich an die Arbeit. Vala räuspert Daniel zu, welcher zu ihr kommt.

Daniel: Was ist?

Vala: Das Ding funktioniert nicht mehr. (Sie drückt ihm das Heilgerät in die Hand.) Tut mir Leid.

Daniel: Versuch es weiter. Tu wenigstens so, um ihnen Hoffnung zu geben. Das kannst du doch am Besten.

Vala: Siehst du, genau deshalb denke ich nie darüber nach Menschen zu helfen. (Sie hüpft einmal auf) Das ist nicht mein Ding! Und meinetwegen werden diese armen Seelen entweder sterben oder sich dem Prior ergeben in der Hoffnung, dass er ihnen hilft.

Daniel: Dich trifft daran keine Schuld.

Vala: Ich kann ihnen nicht helfen! Und wenn ich nicht so an meinen kostbaren Schätzen hängen würde, hätte ich nie meine große Klappe aufgemacht und wir wären nie hergekommen!

Daniel: Trotzdem hätten die Menschen entweder konvertieren müssen oder sie wären gestorben. Ein Dilemma, das dem Rest unserer Galaxis noch bevorsteht.

Lam kommt zu ihnen.

Lam: Kann ich kurz mit Ihnen sprechen?

Daniel gibt Vala das Gerät zurück und folgt der Ärztin. Sie sieht sich noch einmal um, bevor auch sie und Teal'c den beiden folgen.

Szene: Thronsaal, P8X-412

Sie gehen zusammen in den Saal.

Lam: Ich kann bis jetzt eine bakterielle Infektion ausschließen. Ich verabreiche ihnen einen antiviralen Coktail. Wir müssen abwarten und sehen, was geschieht.

Daniel: Können Sie sich erklären, warum das Handgerät seine Wirkung zu verlieren scheint?

Lam: Dazu müsste ich zumindest eine Vorstellung davon haben, wie das Gerät funktioniert, aber ich weiß, dass ein Virus mutiert und irgendwann immun wird gegen alle Angriffe. Jedenfalls haben wir es in diesem Fall mit etwas anderem als einem gewöhnlichen Grippevirus zu tun.

Daniel: Keine Ahnung, ob das hilft, aber wir wissen, dass die Antiker durch eine ähnliche Seuche fast ausgelöscht wurden. Ich erwähne das nur, falls zu diesem Thema weiter geforscht wurde.

Vala: Du denkst die Ori hätten sie infiziert?

Daniel zuckt mit den Schultern.

Lam: SG-1 ist mal von einem Virus infiziert worden und wurde dann von einer Antikerin geheilt. [Frozen] Die Symptome und das Fortschreiten der Krankheit sind auffallend ähnlich.

Teal'c: Hast du eine Erklärung dafür, warum wir noch nicht infiziert wurden?

Lam: Nein. Aber wir werden noch Ihr Blut untersuchen. Entschuldigen Sie mich.

Lam verschwindet zusammen mit Teal'c.

Vala (zu Daniel): Fühl meine Stirn. Ist sie heiß? Heißer als gewöhnlich? (Vala schnappt sich Daniels Hand und legt sie auf ihren Kopf) Na ja, du weißt, was ich meine.

Szene: Kontrollraum, SGC

Lam berichtet zum SGC.

Lam: Tut mir Leid, ich habe alles getan, um hierfür eine Lösung zu finden.

Landry: Hey, du wolltest immer Ärztin sein.

Lam: Ich habe schon schlimme Situationen erlebt, aber so etwas noch nicht.

Landry: Und auf Basis dieser Vergleiche, wie ist deine Prognose?

Lam: Wenn wir nicht bald den entscheidenden Durchbruch erzielen, dann brauchen diese Menschen ein Wunder.

Stimme (im Hintergrund auf dem Planeten): Doktor Lam, wir brauchen Sie hier dringend!

Lam: Ich muss los. Ende.

Sie unterbricht die Verbindung.

Szene: Pyramide, P8X-412

Lam betritt zusammen mit Daniel und Teal'c die Halle. Sie geht auf Vala zu, die ein Pad trägt.

Vala: Das ist bösartig, oder?

Lam: Das Virus zerstört seine inneren Organe. Er kann Gifte nicht im eigenen System verarbeiten. Er wird im Prinzip zu Tode vergiftet.

Vala: Können wir ihm noch mehr Medikamente geben?

Lam: Wie es aussieht könnte sich das Virus gegen die Behandlung wehren. Ich sage es nur ungern, aber ich kann nichts weiter tun.

Die Kamera schwenkt zu der Person, die auf dem Boden liegt – es ist Mitchell. Das Team sieht sich mehr als nur besorgt an.

Szene: Plaza, P8X-412

Es gibt die ersten Toten.

Lam: Todeszeitpunkt vierzehn Stunden und achtzehn Minuten nachdem die ersten Symptome aufgetreten sind.

Einer der Sanitäter bedeckt Azdaks Leichnam.

Lam: Bereiten Sie die Leiche für eine Autopsie vor.

Bevor der Sanitäter anfangen kann, kommt Vala auf ihn zu.

Vala: Kann ich kurz mit ihm allein sein?

Der Sanitäter nickt und lässt ihr etwas Zeit. Vala kniet sich neben Azdak und schlägt die Decke zurück. Betroffen muss sie ihren Blick abwenden.

Lam (zu Daniel): Das ist der erste, nicht der letzte. Ich muss zurück zu Colonel Mitchell.

Vala kämpft mit den Tränen, als sich Daniel neben sie hockt.

Daniel: Du hast alles getan, was du konntest.

Vala nickt.

Thatchner: Er ist zurückgekehrt! Der Prior der Ori ist zurückgekehrt.

Vala (weinend): Geh nur, Daniel.

Und genau das tut er schließlich auch.

Szene: Dorf, P8X-412

Der Prior schreitet durch die schon fast verlassenen Straßen des Dorfes.

Thatchner: Bitte, du musst uns retten. Vergib denen, die vor Ignoranz blind sind. Unsere Leute sterben, unsere Kinder sterben. Sie werden glauben, sie tun es bereits.

Prior: Doch nicht alle von euch.

Thatchner dreht sich zu Daniel und Teal'c um, die den Prior gegenübertreten.

Thatchner: Die gehören nicht zu uns. Sie sprechen auch nicht für uns.

Daniel: Wieso tust du das?

Prior: Aus dem kleinsten Samenkorn des Zweifels entspringt ein mächtiger, giftiger Baum des Übels.

Daniel: Ja, schon gut. Schenk' dir den Quatsch. Das hier ist meine Schuld, habe ich Recht? Ich habe diesen Menschen gesagt, wenn sie dir nicht beugen, den Ori nicht beugen, gibst du vielleicht auf und gehst. Aber ich habe mich geirrt. Das ist jetzt klar geworden. Doch du musst sie nicht töten, um mir etwas zu beweisen.

Prior: Siehst du deinen Fehler wirklich ein?

Daniel: Ich verstehe, dass hier nicht um dich und mich geht.

Prior: Aber natürlich geht es um alle Kinder der Ori.

Vala (schreitet bestimmt aus dem Hintergrund auf sie zu): Genug. (Mit ihrer Waffe stellt sie sich neben Daniel) Heile diese Menschen auf der Stelle!

Daniel: Vala -

Vala: Nein, Daniel. Ich habe genug von den Ori. Ich finde, wir sollten ihnen eine Botschaft schicken, oder wirst du sie heilen?

Prior: Nur ihr Glaube allein kann sie jetzt noch heilen.

Vala: Dann brauchen wir dich jetzt nicht mehr.

Sie beginnt auf den Ori zu schießen, die Salven jedoch dringen nicht in ihn ein. Kurz vor seiner Brust hängen sie in der Luft. Nach und nach fallen die Patronen in den staubigen Sand.

Thatchner: Höre sofort auf! (Zum Prior) Bitte, lass ihre bösen Taten nicht unser Untergang sein. Wir alle verbeugen uns vor der Macht der Ori.

Die restlichen Bewohner fallen auf die Knie.

Prior: Ehre sei den Ori.

Bewohner: Ehre sei den Ori.

Der Prior haut mit seinem Stab auf den Boden. Blaues Licht beginnt zu glühen und breitet sich aus. Die Anwesenden müssen ihre Blicke abwenden, um nicht geblendet zu werden. Es reicht bis in jede Ritze, jede Ecke. So auch in die Pyramide, wo Lam an Mitchells Seite sitzt. Keine Sekunde später wacht dieser auf.

Lam: Colonel?

Mitchell (stöhnend): Wow. Haben Sie ein paar Aspirin?

Ein Sanitäter kommt zu ihnen gelaufen.

Sanitäter: Doktor Lam.

Lam gibt ein Zeichen sich zu gedulden.

Lam (zu Mitchell): Wie fühlen Sie sich?

Mitchell: Echt zittrig. Aber wie wär's, wenn wir das einfach vergessen würden?

Lam: Okay. Warten Sie hier. Ich bin gleich wieder zurück.

Zusammen mit dem Sanitäter rennt sie nach draußen.

Mitchell: Hey, was habe ich verpasst?

Szene: Plaza, P8X-412

Erstaunt bleibt Lam stehen. Nach und nach wachen die Menschen wieder auf.

Lam: Oh mein Gott!

Sanitäter: Das ist noch nicht alles. Sehen Sie.

Selbst die Toten stehen wieder auf. Azdek erhebt sich. Er ist wieder am leben. Ungläubig betrachtet Lam die Szene vor sich.

Szene: Dorf, P8X-412

Langsam schreitet der Prior auf Vala, Daniel und Teal'c zu. Der Jaffa hebt seine Waffe. Vala zögert keine Sekunde. Der Prior bleibt vor Daniel stehen.

Prior: Erzähl anderen, was du heute gesehen hast.

Das sind seine letzten Worte. Er macht sich auf den Weg zurück zum Tor. Geschlagen bleibt SG-1 zurück. Sie haben einen mächtigeren Gegner als sie gedacht haben.

ENDE

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