9.03 Die Herkunft
Origin

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Doci: Die Macht und die Großartigkeit der Ori kann unmöglich negiert werden. Diejenigen, die den Pfad zur Erleuchtung ablehnen, müssen vernichtet werden.
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Christopher Judge: Was bisher bei Stargate geschah:

Episode: Avalon – Teil 2

Vala verbindet Daniel und sich mit den Armbändern.

Vala: Diese Armbänder schweißen uns zusammen.

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Daniel liest aus dem Buch vor, welches er in der Höhle gefunden hat.

Daniel: Hier steht, die Alteraner nannten ihre neue Heimat Avalon und dass sie dort viele Astriaporta bauten.

Mitchell: Sternentore.

Vala (liegt in einem Haufen von Gold): Die Antiker bauten die Sternentore.

Daniel: Ja, vielleicht nannten sie sich nicht immer die Antiker?

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Man hat ein Gerät mit ins Labor genommen. Daniel hat die Steine in der Hand, die wir bereits von Joe kennen.

Daniel: Mit Hilfe dieser Steine wurde offenbar eine Verbindung hergestellt, die es ermöglicht etwas durch die Augen des jeweils anderen zu sehen.

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Daniel und Vala befinden sich in den Körpern von Harrid und Sallis geschlüpft, zwei Menschen aus einer anderen Zeit.

Vala: Wo sind wir?

Daniel: Ich weiß es nicht. Aber offenbar stecken wir in den beiden.

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Während ihrer kleinen Reise werden sie von Lam beaufsichtig.

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Daniel: Es ist möglich, dass wir mit den anderen kommunizieren können, ohne in den Geist derer, mit denen wir verbunden sind, vollkommen einzudringen. Sie sind nur temporäre Transmitter.

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Vala und Daniel schreiten über den Hof. Es sieht alles nach dem tiefsten Mittelalter aus. Nicht wirklich fortschrittlich.

Vala: Nicht ganz das, was ich mir unter der Zivilisation der Torerbauer vorgestellt habe.

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Daniel: Euch ist es nicht erlaubt eure Geschichte zu erforschen?

Fannis: Nicht, wenn sie im Widerspruch zum Buch der Ursprünge steht.

Daniel: Dann seid ihr Ketzer?

Vala: Was ist, wenn diese Götter – die Ori – die Wesen sind, die von den Alteranern zurückgelassen wurden?

Daniel: Du denkst sie sind aufgestiegen? (Zu Fannis) Was wollt ihr dagegen tun?

Fannis: Wir sammeln so viele Beweise, wie wir können. Wir haben die Artefakte, die unsere Behauptung belegen, versteckt, falls einer von uns entdeckt werden sollte.

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Auf dem Ara im Hofe wird Vala festgeschnallt. Flüssiges Feuer wird in Rinnsälen durch ein Labyrinth von Bahnen in die Mitte geleitet, wo Vala sitzt.

Vala: Daniel!

Daniel (wird von den Männern zurückgehalten): Ihr tötet einen unschuldigen Menschen!

Alles ist zu spät. Vala geht in Flammen auf.

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Lam: Sie hat einen Herzstillstand! Code blau!

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Als das Feuer erlischt, sehen wir nur noch einen verbrannten Körper nach vorne gebeugt knien. Daniel löst ihre Fesseln als einer der Ori vor ihnen steht. Wie aus Zauberhand hat er Vala wieder zum Leben erweckt.

Prior: Ihr werdet mit mir kommen.

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Szene: Welt der Ori

Transportringe durchbrechen eine niedrige Wasseroberfläche. Vala, Daniel und der Prior sind in einer anderen Welt.

Daniel: Wo sind wir?

Prior: Auf der Ebene von Celestes.

Hinter ihnen erstrahlt eine goldene Stadt.

Vala: Und das da?

Prior: Ist die Stadt der Götter.

Gemeinsam machen sie sich auf den Weg zu der Stadt.

Daniel: Verrätst du mir auch wer du bist?

Prior: Ich bin ein Prior der Ori.

Daniel: Und wer sind die Ori?

Prior: Später. Alles zu seiner Zeit.

Szene: Tempelinnere

Der Prior führt Daniel und Vala zu einem Raum mit einem großen, langen Tisch in der Mitte. Als sie im Inneren sind, verschwindet er ohne Worte.

Daniel (ruft ihm hinterher): Ähm, ich nehme an, wir sollen einfach hier warten? Verstehe ich das richtig?

Aber die Türen schließen sich.

Szene: Wüstenplanet

Auf einem Planeten, ähnlich Abydos, wird das Sternentor aktiviert und ein weiterer Prior tritt hindurch. Mit seiner Bibel in der Hand schreitet er auf die Menschen zu.

Prior 2: Ehre sei den Ori.

 

INTRO

 

Szene: Besprechungsraum, SGC

Lam: Sowohl Daniels als auch Valas Zustand ist jetzt seit zwei Stunden stabil.

Landry: Was ist, wenn wir ihre Verbindung kappen?

Lam: Doktor Lee konnte die Steine bisher nicht entfernen.

Mitchell: Wir könnten C4-Sprengstoff versuchen, Sir.

Lam: Doktor Lee arbeitet daran die Energiequelle auszuschalten, aber da das Gerät direkt mit dem Gehirn verbunden ist, sollten wir mit äußerster Vorsicht herangehen.

Landry: Das ist schon klar, aber wenn einer von den beiden wieder ins Koma fällt, befehle ich dir alles zu unternehmen, was nötig ist, um das Ding abzuschalten! Teal'c, einen Augenblick, bitte.

Er verschwindet in seinem Büro und Teal'c folgt ihm. Lam ist alles andere als begeistert.

Landry: Was wissen wir über diesen komischen Typen namens Gerak?

Teal'c: Er war erster Primus von Munto, einem untergeordneten Goa'uld, der Ra gedient hat, um sich später aber Ba'al anschloss, als Ra getötet wurde. Nach dem Sturz der Goa'uld, führte Ba'als Armee einen Jaffa namens Hubrok. Hubrok war ein Alliierter von Bra'tac und wollte unseren Wunsch unterstützen die Jaffa – Nation zur Demokratie zu führen. Vor vier Monaten ist Hubrok allerdings verschwunden.

Landry: Und du denkst Gerak ist dafür verantwortlich?

Teal'c (nickt): Obwohl keine Beweise dafür entdeckt wurden. Allerdings ist es verwunderlich, dass sich Gerak gleich nach dem Verschwinden von Hubrok als Sprecher des Hohen Rates der Jaffa etablierte.

Landry: Welchen er kontrollieren konnte.

Teal'c: Durch eine Reihe wohl überlegter Manipulationen, fiel Gerak der Vorsitz geradezu in die Hände.

Landry: Tja, das macht ihn zu einen der mächtigsten Männer da draußen – jedenfalls soweit wir wissen. Ich nehme an, ich sollte den Mann mal kennen lernen.

Teal'c: Ich werde deine Einladung gerne überbringen.

Damit verlässt Teal'c das Büro.

Szene: Tempel, Stadt der Ori

Während Daniel am Tisch sitzt und ein Buch studiert, liegt Vala auf dem Tisch mit dem Kopf in Richtung Daniel und starrt an die Decke.

Vala: Also schön, was liest du da?

Daniel: Es enthält viel von anderen Religionen, die ich studiert habe. Sie haben den Hang ihre Doktrinen in einfachen fabelähnlichen Geschichten mit erfundenen Figuren zu verstecken.

Vala setzt sich auf.

Vala: Na, dann lies mir doch mal eine vor. Ich liebe Lügengeschichten.

Daniel (blättert weiter): Na ja, sie lehren vor allem den Wert der Meditation über die eigene Bedeutung. Den Pfad der Redlichkeit für... höher entwickelte Wesen.

Vala beißt in der Zwischenzeit in einen schönen, saftigen Apfel. Sie sieht zu Daniel, welcher sie nur anstarrt.

Vala: Was ist? Ich bin am verhungern.

Daniel: Das Feuer ist in ihrer Religion von zentraler Bedeutung.

Vala: Das wusste ich auch schon ohne dieses Buch.

Daniel: Nun, das ergibt Sinn. Feuer ist Licht, Energie, Wärme und doch wurde Feuer auf der Erde meist mit dämonischen Bildern in Verbindung gebracht. Dingen, die böse sind. Hölle, nicht Himmel.

Vala: Und?

Daniel: Ob die Antiker was damit zu tun hatten?

Sie legt sich auf den Bauch und stützt sich mit ihren Ellbogen ab.

Vala: Ich sag dir was, lies als erstes schon mal den Schluss, (Sie blättert nach ganz hinten) dann siehst du wie schon alles ausgeht, hm?

Gerade als sie einen erneuten Bissen nimmt, öffnet sich die Tür. Der Prior ist zurückgekehrt. Vala krabbelt vom Tisch und legt den Apfel zurück in die Obstschale. Angespannt schluckt sie das ganze Stückchen herunter.

Prior: Das Dorf Ver Ager ist verdorben.

Vala: Wir sind dafür nicht verantwortlich.

Daniel: Wir hatten Kontakt aufgebaut zu Harrid und Sallis mit Hilfe eines Kommunikationsgerätes, das vor langer Zeit von den Alteranern in unsere Galaxis gebracht wurde.

Vala: Auch bekannt als die Antiker?

Der Prior zeigt keine Regung.

Daniel: Also, Tatsache ist, wir, wir wollten nichts böses... wir sind Forscher.

Prior: Ihr hattet Kontakt zu den anderen in Ver Ager?

Daniel: Anderen?

Prior: Den Ungläubigen.

Vala: Äh, Augenblick mal. Sollen wir dir jetzt Leute verraten, die nicht an die Ori glauben?

Prior: Frömmigkeit wird belohnt. Wer vom rechten Weg abkommt, muss zurückgeführt werden.

Vala: Die, die vom Weg abkommen, landen doch im Feuer.

Prior: Die Männer verliehen allen Männern und Frauen einen freien Willen.

Vala (geht in die Richtung des Ori): Wenn die Ori so mächtig sind, warum brauchen sie dann uns? (Sie umkreist ihn) Um zu erfahren, wer an sie glaubt und wer nicht?

Prior: Die Ori sind nicht auf uns angewiesen.

Daniel: Wir müssen die Wahrheit über das Universum suchen, um Erleuchtung zu erlangen. Kommt mir durchaus bekannt vor.

 

Szene: Krankenzimmer, Labor

Mitchell beobachtet von einem Beobachtungsraum heraus Vala und Daniel. Lam ist gerade bei ihnen. Landry gesellt sich zu Mitchell, welcher gerade aufstehen will.

Landry: Schon gut, Colonel. Wie geht es ihnen?

Mitchell: Keine Veränderung, Sir.

Landry: Ich weiß, Sie machen sich Sorgen um sie, genau wie ich, aber ich habe noch eine andere Aufgabe für Sie.

Mitchell: Sir?

Landry: Wir haben gerade einen Bericht erhalten von Doktor Lindsay auf P3X-421.

Mitchell: Lindsay... die Anthropologin?

Landry: Sie arbeitet mit der menschlichen Bevölkerung dort und hilft ihnen den Verlust ihrer falschen Götter zu verkraften.

Mitchell: Probleme?

Landry: Tja, jedenfalls gestern ist dort Missionar durch das Tor gekommen und hat angefangen eine neue Religion zu lehren. Nicht, dass wir etwa ein Problem damit hätten, wenn Leute fremden Glaubens auftreten.

Mitchell: Ich nehme an, wir werden eine Menge Opportunisten treffen, die versuchen die Lücke der Goa'uld zu füllen, Sir.

Landry: Diese neu erlangte Freiheit wird sehr schnell in Verzweiflung umschlagen, wenn die Menschen nicht lernen sich auf eigene Füße zu stellen. Viele dieser – nennen wir es mal „geschützten Zivilisationen“ - könnten ziemlich leicht überrumpelt werden durch eine n Scharlatan mit einem Sack voller Lügen.

Mitchell: Und in diesem Fall?

Landry: Tja, dieses Missionar versucht offenbar die Echtheit seiner Behauptung zu beweisen, indem er Wunder vollbringt

Mitchell: Wunder... ja.

Landry erhebt sich, genau wie Mitchell.

Landry: Ich hätte gern, dass Sie sich das mit SG-12 einmal ansehen.

Mitchell: Ja, Sir.

Mitchell macht sich auf den Weg.

 

Szene: Tempel der Ori

Prior: Amica wurden seine Sünden vergeben und er hat den Weg zurück gefunden zur Gemeinschaft.

Ziemlich gelangweilt hängen Vala und Daniel auf dem Tisch.

Vala: Das fängt an mir auf die Nerven zu gehen.

Daniel: Ähm, entschuldige die Unterbrechung, aber, wenn du uns hergebracht hast, um uns zu missionieren, sollten wir dir wohl sagen, dass wir nicht auf der Suche nach neuen Göttern sind.

Prior: Der Wille der Ori hat euch hierher geführt.

Daniel: Wir können wohl nicht mit einem dieser Ori reden?

Prior: Selbstverständlich.

Hellhörig stehen Daniel und Vala auf. Jegliche Müdigkeit ist wie weggeblasen.

Daniel: Ahm, na prima! Das... das wäre toll.

Prior: Sprich und sie werden dich hören.

Daniel (versteht): Oh.

Vala: Na schön, du kannst uns ruhig weiter mit deiner Rhetorik quälen. Wir knicken nicht ein – ich vielleicht, aber wir verraten nichts, weil wir nichts wissen! (Zu Daniel) Habe ich Recht?

Daniel: Ähm, könnte ich mit deinem Boss reden? Dem, ähm... (er blättert im Buch herum) Dem Doci? Ahm, denjenigen, der die Worte der Ori spricht? (Er schaut erneut ins Buch) Vielleicht Egidius von Vandedare. Ich würde wirklich gerne etwas mit ihm vor dem Licht des Feuers sprechen.

Prior: Komm mit mir mit.

Die Türe öffnet sich und Daniel und Vala wollen den Prior folgen.

Vala: Hättest du das nicht schon vor Stunden fragen können? Müssen wir uns da ewig seine Sprüche anhören?

Prior: Nicht du.

Vala (bleibt stehen, die Türen beginnen sich zu schließen): Was? Nicht wer? Nicht ich? Aber ich -

Und da sind die Türen zu. Daniel dreht sich noch einmal um, folgt dann aber dem Prior.

Vala (Stimme hinter verschlossener Tür): Ich warte hier!

 

Szene: Torraum, SGC

Teal'c wartet vor der Rampe, dass jemand durch das aktivierte Stargate tritt. Gerak mit ein paar Soldaten passieren das Tor.

Landry (zu Teal'c): Eine beeindruckende Eskorte.

Und damit begrüßt er die Ankömmlinge.

Landry (bleibt vor Gerak stehen und streckt seine Hand aus): Willkommen.

Etwas verwirrt schüttelt Gerak die Hand.

 

Szene: Wüstenplanet

Der Prior 2 steht auf einer Erhebung und predigt aus seiner Bibel.

Prior 2: 'Während er da lag, in der Sonne starb, vom Sand der Wüste umgeben, sprach Petrus zum Felsen: „Nicht mit seinen Lippen, aber mit seinem Geist.“ Und der Fels vergoss Tränen von frischem Wasser und sein Durst wurde gestillt.' (Der Prior klappt das Buch zu) Fürchtet nicht die Ori. Fürchtet die Dunkelheit, die das Wissen des Universums verhüllt. Glaubt an die Wahrheit aller Dinge und dann werdet auch ihr den Weg zu Erleuchtung finden.

Von der Seite sehen wir, wie sich Mitchell mit Lindsay dem Prior nähern.

Mitchell: Und für den Menschen gibt es nichts größeres unter der Sonne als zu essen, zu trinke und Spaß zu haben. Ecclesiastes, mein Favorit. Meine Großmutter war ziemlich Bibelfest. Die Wochenenden bei Grandma, das waren endlose lange Sonntage in St. Hildas, der Kirche der göttlichen Offenbarung. Lieutenant Colonel Cameron Mitchell. Wie geht’s denn so?

Prior 2: Ich bin ein Prior der Ori.

Mitchell: Freut mich sehr.

Prior 2: Deine Ankunft hier wurde voraus gesehen.

Mitchell: Das ist kein Scherz? Du kannst also in die Zukunft sehen, ja?

Prior 2: Die Lektionen der vergangenen Tage lehren uns was die Zukunft bringen wird.

Mitchell: Ich würde auch gerne die Zukunft voraussehen können. Das wäre vor allem für die Lottozahlen praktisch. Na schön, wo kommst du her?

Prior 2: Woher wir kommen und wohin wir gehen, ist einerlei.

Mitchell: Ah, ich verstehe. „Wohin du auch gehst, du bist schon da.“ (Zu Lindsay) So ne Art Buckaroo Banzai. (Zum Prior) Ich komme von dem kleinen Planeten Erde.

Prior 2: Der Heimat von Daniel Jackson.

Lindsay: Den Namen hat er bisher nie erwähnt.

Mitchell: Du kennst also Doktor Jackson?

Prior 2: Von ihm haben wir euer Bedürfnis erfahren.

Mitchell: Was denn für ein Bedürfnis?

Prior 2: Der Offenbarung eures Schicksals.

Szene: Tempel der Ori

Die Tür zu einem weiteren Raum öffnet sich. Es ist der Raum des Doci. Ein großes Symbol der Ori hängt an der Wand, davor steht ein Steinaltar mit Kerzen. Als Daniel hereingeführt wird, hat der Doci ihm den Rücken zugewandt. Eine Wand ist durch ein schlichtes Gitter mit einem Tor von einer Feuerwand getrennt.

Prior: Doci.

Der Anführer dreht sich herum. Der sieht noch schlimmer aus als der Prior. Nur trägt er ein elegantes Gewand mit einem nach hinten hochstehenden Kragen, was das Symbol der Ori widerspiegeln soll.

Doci: Lass uns allein.

Der Prior verschwindet und die Türen schließen sich. Jetzt sind es nur noch Daniel und Doci.

Daniel: Hallo, ich bin -

Doci: Daniel Jackson.

Daniel (erstaunt): Richtig.

Doci: Von dem Planeten Erde.

Daniel: Na schön, du kennst also meinen Namen und meine Herkunft. Dann weißt du bestimmt auch, wie ich mit dem Verstand dieses Mannes verbunden bin. Was ich hier suche... verstehst du, wir sind Forscher. Wir würden gerne mehr von euch erfahren. Über eure Gesellschaft und eure Ursprünge.

Doci: Ein Prior wurde zu dem Ort geschickt von dem du gekommen bist.

Daniel: Wirklich? Das kannst du? Ich dachte, wir wären in einer anderen Galaxie

Doci: Es ist der erklärte Wille der Ori, dass wir den Glauben zu all denen tragen, die durch die wunderbare Schöpfung gesegnet sind.

Daniel: Alles klar... gut, ah, aber dann solltest du wissen, dass viele verschiedene Arten Menschen an diesem Ort gibt von dem ich komme. Menschen, die an viele verschiedene Dinge glauben.

Doci: Auch sie werden wir auf den Pfad der Erleuchtung führen.

Daniel: Na gut, aber ich denke, dir sollte klar sein, dass sie euren Weg nicht als den einzigen sehen.

Doci: Die Macht und die Großartigkeit der Ori kann unmöglich negiert werden. Diejenigen, die den Pfad zur Erleuchtung ablehnen, müssen vernichtet werden.

Daniel (schockiert): Schon klar. Das hatte ich befürchtet.

Szene: Korridor, SGC

Langry und Gerak laufen den Korridor entlang. Dahinter laufen Teal'c und ein weiterer Jaffa.

Langry: George Washington, einer der Gründerväter und erster Präsident unseres Landes, hat einmal gesagt: „Wahre Freundschaft ist eine Pflanze, die nur langsam wächst. Sie muss die Erschütterungen des Unglücks überstehen, bevor sie diese Bezeichnung verdient.

Gerak: Der erste Primus von Horus, Karrock von der Hochebene hat einmal gesagt: „Es ist ehrenhafter von der Hand des Bruders zu sterben, als einen angeblichen Freund zu töten.“

Landry: Er war ein weiser Mann.

Gerak: Er wurde getötet, kurz nachdem er eine der größten Schlachten in der Geschichte verloren hatte.

Landry: Tja, dann hoffe ich nur, dass es nicht sein Bruder gewesen ist.

Gerak: Ich bin es gewesen. Dieser Jaffa war in jeder Hinsicht ein Narr und hatte keinen ehrenhaften Tod verdient

Landry: Ich verstehe.

Die Unterhaltung wird durch den Alarm unterbrochen.

Walter (Lautsprecher): Außerplanmäßige Ankunft.

Landry: Tja, da muss ich mal kurz nachsehen. Teal'c, bitte führe unseren Gast in den Besprechungsraum.

Gerak und Landry nicken sich zu.

Szene: Tempel der Ori

Doci: Das Buch des Ursprungs sagt: „Jenen, die den Pfad zur Erleuchtung suchen, müssen wir den Weg dorthin weisen.“

Daniel: Schon klar, aber das lässt doch verschiedene Interpretationen zu. Ich glaube, ich weiß, was die Ori sind... ähm, wer sie sind. Und ich bestreite nicht, dass sie mächtige Wesen sind, aber wenn ich das richtig sehe, sind sie keine Götter. Ähnlich wie die aufgestiegenen Wesen, die ich kenne, haben sie einfach nur ein besseres Verständnis für das Universum.

Doci (entrüstet): Das zeichnet einen Gott aus. Die Anbetung durch Wesen, die sich ihm unterwerfen, reich an unendlichen Wissen, Macht und Verständnis, um die Verehrung der Ori zu rechtfertigen.

Daniel: Respekt, ja natürlich, aber... deswegen bringt man doch nicht in ihren Namen Unschuldige um. Ich versuche einfach zu verstehen, ob die Ori direkt zu dir gesprochen und dir gesagt haben, du sollst sie anbeten oder ob du etwas falsch interpretierst... aus Beweisen, die du gefunden hast, hast du dir selbst eine Religion entwickelt. Ich kann nicht für alle in meiner Galaxis sprechen, aber meiner bescheidenen Meinung nach, glaube ich nicht, dass irgendein Individuum oder eine Gesellschaft wahre Erleuchtung durch Furcht oder Versklavung erreichen kann, egal welche Macht als Beweis vorgeführt wird. Das haben die aufgestiegenen Wesen, die *ich*kenne jedenfalls begriffen. Versteh mich nicht falsch, wir sollten alle versuchen besser zu werden, wenn der Aufstieg wirklich der Gipfel ist, den wir erreichen wollen. Nur sollte es jedem alleine überlassen sein, wie er dort hinkommen will. Du kannst mich töten für das, was ich gesagt habe, aber nichts, was du sagst oder tust wird je meine Meinung ändern.

Doci: Komm.

Doci geht auf das Gitter vor Feuerwand zu. Er öffnet es und zusammen mit Daniel tritt er hinaus. Sie stehen vor einem Abgrund des Feuers.

Doci: Die Ori hören dich.

Doci hebt seine Arme. Irgendeine Energie scheint von ihm auszugehen, so dass Daniel ein paar Schritte zurück weicht. Einzelne Flammen schießen hervor und dringen in Doci ein. Seine Augen lodern. Langsam dreht er sich zu Daniel um. Als er spricht, sprechen die Ori.

Ori: Wir wollen keinen Blinden glauben. Du sollst nur glauben, was du siehst und was du als Wahrheit erkennst.

Szene: Besprechungsraum, SGC

Gerak und Landry haben sich im Besprechungsraum eingefunden. Teal'c hat bereits Platz genommen, während Walter noch die Berichtsmappen verteilt.

Landry: Ich weiß, dies hier ist nur ein Freundschaftsbesuch, aber im Namen der Führer unseres Planeten wurde ich gebeten ein paar Dinge dazulegen. Einige Punkte können wir auch später diskutieren. (Gerak schaut hinaus aus dem Fenster hinunter in den Torraum) Denn wir freuen uns auf einen hoffentlich offiziellen Staatsvertrag zwischen unserer Welt und der der Jaffa – Nation.

Gerak: Wer ist das?

Landry gesellt sich zu Gerak ans Fester. Mitchell kommt mit SG-12 und dem Prior durch das Tor.

Landry: Lieutenant Colonel Mitchell. SG-12 und ein Mann, den wir auf einen Planeten getroffen haben, der behauptet für Götter zu sprechen, die sich Ori nennen. Ich denke, wir sind uns noch nicht über die Folgen im Klaren, die sich aus dem Zusammenbruch der Goa'uld – Infrastruktur ergeben.

Gerak: In der Tat. Wir haben bereits den Aufstieg einzelner Individuen und Organisationen erlebt, die drohen uns herauszufordern.

Landry: Es gibt da draußen genauso viele Menschen wie Jaffa, aber wenn wir nicht weiter zusammenarbeiten, könnte der Sieg, für den wir beide so lange und hart kämpfen mussten, im Chaos enden.

Ein wenig empört wendet sich Gerak ab.

Szene: Tempel der Ori

Ori: Wir sind Ori.

Daniel: Und ihr befehlt diesen Menschen Euch anzubeten?

Ori: Wir sind ihre Schöpfer. Alle, die unseren Pfad folgen, werden Erleuchtung erlangen.

Daniel: Wisst Ihr, wer die Alteraner sind

Ori: Diejenigen, die den vorgegebenen Pfad verlassen, sind böse.

Daniel: Böse? Wieso?

Ori: Sie schützen dich.

Daniel: Tatsächlich. Ich hätte nicht gedacht, dass sie irgendwas für uns tun. War das ein Irrtum?

Ori: Die Wahrheit des Universums soll missachtet werden, doch alle werden die Macht der Ori kennen lernen.

Das Gespräch ist für den Ori beendet. Er verlässt den Körper von Doci.

Doci: Ehre sei den Ori.

Daniel starrt ihn einfach nur schockiert an.

 

Szene: Labor, SGC

Lam horcht Daniels Herzfunktionen ab.

Lam: Vitalfunktionen wieder normal.

Lee: Ich frage mich, was das zu bedeuten hat.

Lam: Weiß ich nicht, aber er stand irgendwie unter Stress.

Mitchell und der Prior 2 betreten den Beobachtungsraum über dem Labor.

Mitchell: Wir können die Steine nicht entfernen und die Funktion des Gerätes nicht beenden.

Prior 2: Es ist der Wille der Ori.

Mitchell: Ich habe mir gedacht, dass du das sagen würdest. Bist du sicher, dass du nichts tun kannst? Wenn du uns hilfst, garantiere ich dir, dass wir deinen Geschichten aufmerksam zuhören werden. Nenne es ein Wunder, wenn du es willst.

Prior 2: Als Hanonea vom Himmel fiel und während des Sturzes das Fliegen lernte, *das* war ein Wunder.

Mitchell: Richtig.

Szene: Besprechungsraum, SGC

Gerak, Teal'c und Landry verhandeln weiter.

Yat'yir: Die Planeten, die du erwähnt hast, verfügen alle über reiche Naquadah-Vorkommen.

Teal'c: Und darüber hinaus sind sie von Menschen bevölkert.

Yat'yir: Auf wessen Seite stehst du, Jaffa?

Teal'c beugt sich nach vorne, aber Landry ergreift das Wort.

Landry: Es gibt hier keine Seiten. Wir wollten uns nur mit euch unterhalten.

Gerak: Ich möchte zu gern den Prior der Ori kennen lernen. Wenn er den Glauben an falsche Götter predigt, dann ist das ein Grund der Sorge für uns. Er soll mir seine Lehre unterbreiten und ich will Fragen stellen.

 

Szene: Tempel der Ori

Daniel wird wieder zurück in den Raum, in dem Vala auf ihn wartet geführt. Er wartet bis sich die Türen geschlossen haben, bevor er zu ihr geht.

Vala: Was ist los?

Daniel: Es ist schlimm.

Vala: Schlimmer als verbrannt zu werden?

Daniel: Unsere aufgestiegenen Antiker und die Ori haben verschiedene Ansichten. Die Ori denken, weil sie aufgestiegen sind, sollten die Menschen sie anbeten – alle Menschen.

Vala: Und wenn sie es nicht tun?

Daniel: Dann haben sie ihr Leben verwirkt und werden vernichtet.

Vala: Die verstehen unter Erleuchtung offenbar etwas anderes als wir.

Daniel: Offenbar haben die Antiker unsere Existenz vor den Ori verborgen gehalten.

Vala: Um uns zu beschützen, ja?

Daniel: Ja. Die Ori denken, unsere Antiker sind böse, weil sie nicht mit ihnen die Geheimnisse des Universums teilen.

Vala: Also, ich hasse Geheimnisse – jedenfalls die, die ich nicht kenne.

Daniel: Die Ori wissen, dass unsere Galaxis von Menschen bevölkert wird und das verdanken sie *uns*.

Vala: Ich übernehme dafür nicht die Verantwortung! Neugier ist ein Teil der menschlichen Natur. Wenn den Antikern klar war, wie schlimm die Ori sind, hätten sie was dagegen unternehmen können!

Daniel: Freier Wille.

Vala (überlegt einen Moment): Genau. Wenn sie uns bis jetzt beschützt haben, warum sollten sie es nicht weiterhin tun?

Daniel: Die Antiker beschützen uns vielleicht vor den Ori, aber nicht vor ihren menschlichen Anhängern. Die Antiker halten sich aus den unteren Ebenen der Existenz heraus. Wenn jemand aus unserer Galaxis die Ori anbeten will, ist es allein seine Sache und sie werden nicht verhindern, dass Priore zu uns geschickt werden, denn eben ist einer durchgekommen.

Vala: Unfairer Weise verfügen die Priori über besondere Kräfte.

Daniel: Es sind Menschen, auch wenn sie vielleicht unglaubliche Fähigkeiten haben. Sie nutzen die Geheimnisse des Universums, die ihnen die Ori mitgeteilt haben, um ihre Göttlichkeit zu verbreiten. Wenn Menschen das Licht sehen, müssen sie...

Vala (besorgt): Was wollen wir tun?

Daniel: Keine Ahnung. Aber das Entsenden von Prioren ist erst der Anfang. Das wird ein Kreuzzug werden. Wir müssen die Erde warnen.

Vala: Wir müssen wieder wir selbst werden.

Szene: Tempel der Ori, Docis Raum

Hinter Doci taucht der Priori auf. Doci dreht sich zu ihm um.

Doci: Schaff die Ungläubigen zurück nach Ver Ager. Ihre Reinigung wird für immer der Beginn eines neuen Zeitalters sein. Das Böse hat eine große Anzahl an Ungläubigen auf einer fernen Welt hervorgebracht und wir müssen ihnen den Pfad zeigen.

Priori: Ehre sei den Ori.

Doci: Ehre sei den Ori.

Der Priori verschwindet.

 

Szene: Ver Ager

Vala und Daniel sind wieder zurück. Sie haben sich in ihrem Haus verschanzt und schauen aus dem Fenster und wenden sich dann schließlich ab.

Vala: Was machen wir jetzt? Warum hat er uns zurückgebracht?

Daniel: Wahrscheinlich will er uns benutzen, um noch andere Ungläubige zu finden.

Vala: Ich verstehe immer noch nicht, warum die Ori das nicht selbst erledigen. Sie sind doch angeblich Götter. Sind Götter nicht allsehend, allwissend und allmächtig.

Daniel: Das Universum ist unendlich. Unmöglich zu überwachen.

Vala: Das mag sein.

Daniel: Die haben nicht mal von unserer Galaxis gewusst. Erst jetzt, dank uns.

Vala: Das ist nicht unsere Schuld. (Als Sallis im Spiegel) Man sollte meinen sie haben zumindest ihr eigenes Volk im Begriff.

Daniel: Ich habe das Gefühl, die Ori überlassen ihren ergebensten Anhängern die Anwendung von Gewalt, als Lohn für ihre Loyalität.

Vala: Na schön, warum haben wir uns von den Prior hier her bringen lassen?

Daniel: Die hatten einfach keine Alternative. Außerdem habe ich das Gefühl, dass wir von hier aus am ehesten Kontakt zur Erde bekommen und sie warnen können.

Vala: Und wie?

Daniel: Fannis hat gesagt, seine Sekte hat noch andere Artefakte.

Vala: Du hoffst, dazu gehört auch ein Bedienungselement für die Steine?

Daniel: Ja, wenn wir es finden und die Steine aktivieren können, gelingt uns die Kommunikation in beide Richtungen.

Vala: Also gut, wenn der Prior uns benutzt, um andere Ungläubige zu finden, wie sollen wir dann Kontakt zu Fannis aufnehmen ohne ihn zu verraten?

Daniel: Das können wir nicht.

Vala nickt.

 

Szene: Besprechungsraum, SGC

Der zweite Prior steht jetzt vor Landry, Gerak und Teal'c.

Prior 2: Ihr glaubt nicht an eine höhere Macht?

Landry: Na ja, das ist kompliziert. Es gibt hier bei uns durchaus verschiedene Ansichten darüber.

Teal'c: Die Jaffa haben erst vor kurzer Zeit die Dominanz falscher Götter, die uns seit Generationen versklavt haben, abgeschüttet.

Gerak: Aber viele haben lange an den Pfad der Erleuchtung geglaubt.

Prior 2: Der Ursprung wird euch zu diesem Pfad leiten und all die, de seiner Weisheit vertrauen, werden aufsteigen. Ich bin hier, um das Wort unter den Ungläubigen zu verkünden, die von den Bösen in Abhängigkeit gehalten werden.

Mitchell (murmelt zu Landry): Ob er ahnt, dass er genauso klingt wie meine Großmutter?

Landry schüttelt schmunzelnd mit dem Kopf.

 

Szene: Haus, Ver Ager.

Vala legt sich einen Umhang um. Inzwischen ist es Nacht geworden.

Vala: Das ist eine ziemlich große Ortschaft. Fannis und seine Freunde werden sich Mühe gegeben haben die ketzerischen Artefakte zu verstecken.

Daniel (macht sich ebenfalls fertig): Wir müssen etwas tun.

In diesem Augenblick klopft es an der Tür. Vala schaut aus dem Fenster. Sie sieht eine Gestalt, verhüllt von einem Umhang. Sie schüttelt nur mit dem Kopf, da sie nichts erkennen kann. Schließlich öffnet Daniel die Tür. Es ist Fannis. Er lächelt Vala an, aber Daniel kann sein Gesicht nicht sehen und will gerade mit einem Gegenstand nach Fannis ausholen.

Vala: Nein, nein, nein, nein!

Daniel (schließt die Tür): Fannis!

Er schupst ihn weiter ins Haus herein.

Daniel: Du hättest nicht kommen dürfen! Sie wollen dich mit unserer Hilfe entlarven.

Fannis: Das habe ich vermutet. Entweder das oder ihr wärt der Macht der Ori erlegen.

Vala: Das ist vollkommen ausgeschlossen.

Daniel: Du musst verschwinden.

Fannis (legt eine Hand auf Daniels Schulter): Wenn ich euch behilflich sein kein euren Volk von unserer Notlage zu berichten, werden sie vielleicht eines Tages im Gegenzug das Wort hier verbreiten.

Vala wendet sich ab.

Daniel: Du hast gesagt, ihr hättet noch mehr Artefakte außer den Steinen?

Fannis: Ich zeige sie dir.

Er wendet sich zum Fenster.

Daniel: Nein, erzähl mir nur davon. Wir suchen ein langes, kuppelförmiges Objekt mit einem blauen Kristall. Die Steine gehören da hinein.

Fannis: Komm mit.

Vala hat unterdessen ihre „Bibel“ unter der Bettdecke hervorgezogen. Fannis geht zur Tür.

Daniel: Fannis! (Fannis dreht sich um) Du riskierst dein Leben.

Fannis: Harris, Sallis und ich und all, die dasselbe glauben wie wir, wissen, dass wir vielleicht unser Leben für den Kampf geben müssen. Ich kann nur hoffen, dass eines Tages die Wahrheit ans Licht kommt.

Zusammen verlassen sie das Haus.

 

Szene: Straßen von Ver Ager

Unauffällig folgen sie Fannis in eine Seitenstraße. In einem abgelegenen Raum öffnet Fannis eine Holzkiste. Darin befindet sich das Gerät, welches auch unsere Freunde in der Höhle gefunden haben. Daniel und Vala platzieren ihre Steine.

Daniel: Und los.

Der Kristall beginnt zu leuchten.

Szene: Labor, SGC

Lee (schaut auf Daniels Monitor): Wow, da ist gerade etwas passiert.

Lam leuchtet Daniel in die Augen. Er reagiert nicht auf das Licht, doch als sie seinen Puls an seinem Hals messen will, öffnet er schlagartig seine Augen und greift nach ihrer Hand.

 

Szene: Raum, Ver Ager

Jetzt stehen Harris und Sallis vor Fannis. Sie sind wieder sie selbst. Doch plötzlich beginnt Fannis nach Luft zu schnappen. Langsam aber stetig marschiert der Prior die Treppe zu ihrem Versteck hinunter. Sein Stab glüht und der Kristall in dem Gerät erlischt.

Daniel: Fannis!

Die Verbindung ist unterbrochen. Fannis geht in die Knie. Ohne Umschweife schleudert der Prior Daniel mit einer Handbewegung gegen die Wand, wo er auch in der Luft hängen bleibt. Fannis geht zu Boden.

Prior: Und die Menschen werden die Ungläubigen euren göttlichen Urteil ausliefern und ihre Sünden werden aufgewogen gegen alles, was gerecht ist und wahr.

 

Szene: Straßen von Ver Ager

Zwei Männer schleppen und tragen Vala zum dem Ara. Sie versucht sich zu wehren.

Vala: Die Ori sind groß! Ich liebe die Ori! Ich bin eine Gläubige!

Hinter ihr wird Daniel mitgezerrt.

Vala: Verdammt, was ist los mit euch? Ich habe doch gesagt, ich habe das Licht gesehen! (Zu Daniel) Ich glaube nicht, dass sie es mir abkaufen!

Daniel: Ja, ich habe dich schon besser erlebt.

Er versucht sich frei zu boxen, doch dafür erntet er nur eine Hieb in die Magengrube. Die beiden werden zusammen auf den Ara geschnallt.

Administrator: Glorreich sind die Ori, die uns den Weg zur Erlösung zeigen, die das Böse bekämpft haben, dass uns zur Todsünde verdammen würde. Die die alten Geister besiegt und für immer verbannt haben und jetzt mit der Stärke unseres Willens rufen sie uns auf standhaft zu bleiben gegen die Einflüsterung gegen alle Ungläubigen.

Vala: Na ja, war ein Versuch wert.

Daniel dreht sich ungläubig zu ihr um.

Szene: Besprechungsraum, SGC

Prior 2: Die Ori verbergen ihr Wissen nicht, wie es andere tun würden, die sich selbstsüchtig nur ihre Macht sichern wollen. Sie führen euch auf den Pfad, der im Buch des Ursprungs geschrieben steht.

Walter betritt den Besprechungsraum und flüstert Landry etwas zu.

Prior 2: Ihr müsst nichts weiter tun als ihre Lehren zu befolgen.

Landry (steht auf): Tut mir Leid, ihr müsst mich für einen Moment entschuldigen. Bitte mach weiter. Colonel.

Mitchell folgt Landry aus dem Raum. Lam erwartet sie bereits im Flur.

Lam: Sie waren für einen kurzen Moment wach und haben gleich wieder das Bewusstsein verloren.

Mitchell: Haben sie was gesagt?

Lam: Ja, allerdings.

 

Szene: Ara, Ver Ager

Während der Administrator aus dem Buch des Ursprungs vorliest, gesellt sich auch der Prior zu der Menschenmenge. Er bleibt vor dem Ara stehen.

Administrator: Führet uns auf den Pfad, damit wir triumphieren können über die Feinde unseres Glaubens und bei euch bleiben können am Ende aller Enden auf Ebene der ewigen Erleuchtung.

 

Szene: Besprechungsraum, SGC

Mitchell und Landry kehren zurück. Ihre Gesichtsausdrücke sprechen Bände. Mitchell zieht seine Waffe und richtet sie auf den Priori. Die Wachen tun es ihm gleich.

Gerak: Was hat das zu bedeuten?

Landry: Tut mir sehr Leid. Wir haben gerade Informationen über unseren Besucher erhalten, die verlangen, dass wir alle erdenklichen Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.

Mitchell: Wir müssen ihm den Stab wegnehmen, Sir.

Die Wache hinter dem Priori entwaffnet ihn.

Mitchell: Und du wirst mit uns kommen müssen.

Gerak: Ich will wissen, was ihr erfahren habt.

Prior 2 (tritt zurück gegen die Wand): Ich wollte nichts weiter tun als das Wort der Ori in eurer Welt verkünden.

Landry: Eigentlich hätte es nie dazu kommen dürfen.

Prior 2: Dann muss ich sofort abreisen.

Mitchell: Dazu wird es ebenfalls nicht kommen.

Szene: Ara, Ver Ager

Prior: Ehre sei den Ori.

Volk: Ehre sei den Ori.

Der Prori erhebt seine Stab und das Feuer im Kessel beginnt zu lodern.

 

Szene: Besprechungsraum, SGC

Prior 2: Ehre sei den Ori.

Er hebt seine Hand und der Stab fliegt aus der Hand der Wache zurück in seine. Der Stab beginnt zu glühen.

 

Szene: Ara, Ver Ager

Der Kessel wird langsam geneigt, so dass das flüssiger Feuer durch die Rinnsale fließen kann.

 

Szene: Besprechungsraum, SGC

Vor aller Augen beginnt der Priori plötzlich in Flammen aufzugehen.

 

Szene: Ara, Ver Ager

Das Feuer kommt ihnen immer näher. Vala sieht es mit einem versteinerten Gesicht herannahen. Sie kennt das ganze bereits.

 

Szene: Besprechungsraum, SGC

So schnell wie das Feuer aufgelodert war, so schnell ist es auch wieder verschwunden. Es gibt noch nicht einmal ein Brandloch. Erstaunt starren alle auf die Stelle, wo der Priori gestanden hat.

Walter (Lautsprecher): Code blau. Medizinischer Notfall im Observierungslabor 1. Ich wiederhole: Code blau!

Teal'c und Mitchell machen augenblicklich kehrt und rennen los.

 

Szene: Ara, Ver Ager

Es wird immer heißer und heißer. Vala und Daniel können nichts tun.

 

Szene: Observierungslabor 1, SGC

Lam: Das gleiche wie vorhin, nur diesmal sind beide betroffen.

Teal'c und Michtell gehen hinüber zu dem Gerät.

Lee: Vorsichtig, vorsichtig. Dieses Gerät holt seine Energie direkt aus dem Subraum. Eine Explosion könnte furchtbare Folgen haben. Sie dürfen es nicht sprengen.

Teal'c: Schicken wir es einfach durch das Stargate.

Mitchell: Geniale Idee.

Er beginnt die Kabel zu ziehen, die mit dem Gerät verbunden sind.

Lee: Es benutzt den Subraum, um mit einer Galaxis auf der anderen Seite des Universums zu kommunizieren. Es gibt keinen Grund zu glauben, das Ding würde nicht verbunden bleiben von einem anderen Planeten aus!

Mitchell und Teal'c heben das Gerät über Lee hinweg und schleppen es gemeinsam aus dem Raum.

Mitchell: Ich bin anderer Meinung. Sagen Sie denen, sie sollen mit dem Wahlvorgang beginnen.

Lee: Welche Toradresse?

Mitchell (kaum noch zu hören): Ganz egal!

Lee (greift zum Telefon): Na schön. Wird alles erledigt.

 

Szene: Ara, Ver Ager

Das Feuer erreicht den letzten Kreis. Der Priori steht teilnahmslos daneben.

 

Szene: Torraum/Kontrollraum, SGC

Das Tor wird angewählt.

Walter: Chevron 2 aktiviert.

Landry kommt die Treppe zum Kontrollraum hinunter gelaufen.

Walter: Chevron 3 aktiviert.

Landry: Walter?

Walter: Befehl von Colonel Mitchell, Sir.

Landry: Fahren Sie fort.

Walter: Chevron 4 aktiviert.

Teal'c und Mitchell rasen mit dem Gerät durch die Gänge.

Mitchell: Aus dem Weg! Macht den Weg frei!

Szene: Ara, Ver Ager

Daniel und Vala geraten mittlerweile ins Schwitzen. Nur noch wenige Sekunden trennen sie von dem Feuer.

 

Szene: Kontrollraum/Torraum, SGC

Walter: Chevron 6 aktiviert.

Mitchell (schreit vom Flur aus): Noch nicht, Walter! Noch nicht!

Walter: Wahlvorgang unterbrochen.

 

Szene: Ara, Ver Ager

Daniel und Vala versuchen sich trotz aller Möglichkeiten zu befreien.

 

Szene: Observationsraum 1, SGC

Eine Nullinie.

Lee: Blutdruck fällt. Herzfrequenz steigt. Wir haben einen Schockzustand!

Lam horcht Vala ab. Man kann sehen, wie sich die Augen unter ihren Lidern bewegen.

 

Szene: Torraum, SGC

Teal'c und Mitchell sprinten in den Torraum.

Mitchell: Jetzt!

Walter: Wahlfrequenz wird fortgesetzt. Chevron 7... aktiviert.

Gerade als sich der Strudel bildet und über die Rampe fegt, werfen Mitchell und Teal'c das Gerät in die Wasserfontäne. Gerade noch rechtzeitig können die beiden dem Strudel entgehen.

Szene: Ara, Ver Ager

In dem Moment, in dem das Gerät zerstört wurde, sehen wir nicht mehr Daniel und Vala in den Flammen sitzen, sondern Sallis und Harris.

 

Szene: Observationsrausm 1, SGC

Lam (macht die Paddles bereit): Ich brauche 200. Zurück!

Gerade als sie die Paddles auf Daniels Brust setzen will, öffnet dieser seine Augen. Im selben Moment schreckt Vala aus der Bewusstlosigkeit. Verwirrt sehen sich die beiden um.

Szene: Torraum, SGC

Langsam stehen Mitchell und Teal'c wieder auf. Oben im Kontrollraum klingelt das Telefon. Landry nimmt das Gespräch entgegen.

Landry: General Landry.

Nach ein paar Sekunden legt er auf. Er schaltet das Mikrofon ein.

Landry: Doktor Lam sagt, Daniel und Vala haben das Bewusstsein wieder erlangt. Gut gemacht.

Mitchell: Siehst du, genau das habe ich gemeint!

Die beiden reichen sich die Hand. Teal'c umfasst Mitchells Hand und beugt leicht seinen Kopf.

 

Szene: Tempel der Ori

Der Administrator wird zu Doci geführt.

Doci: Du hast den Ori gute Dienste geleistet.

Administrator (neigt den Kopf): Ich verbeuge mich in aller Bescheidenheit.

Doci: Komm, und siehe die Flammen, die zur Erleuchtung führen. (Der Administrator tritt hervor) Lass dich von ihrer Macht überfluten.

Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Doci tritt vorsichtshalber ein paar Schritte zurück, während der Administrator von einem weißen, hellen Licht umgeben wird, welches in ihn eindringt. Als er seine Augen öffnet, sieht er genauso aus wie ein Priori. Seine Augen haben jegliches Leben verloren. Langsam dreht er sich zu Doci um.

Doci: Große, heilige Armeen werden sich zusammentun, deren Ziel es ist, alle zu bekämpfen, die dem Bösen folgen. Im Namen der Götter werden Raumschiffe gebaut, die unsere Krieger zu entfernten Planeten tragen und wir werden den Glauben verkünden unter allen Ungläubigen. Die Macht der Ori wird überall zu spüren sein und die Bösen werden aus dem Universum getilgt.

Administrator: Ehre sei den Ori.

Doci: Ehre sei den Ori.

 

Szene: Daniels Büro, SGC

Vala entfernt die Bänder mit einem Stein. Wie von Zauberhand öffnet sich das Band. Anschließend wiederholt sie die Prozedur bei ihren eigenem Band.

Daniel: Danke.

Vala lächelt ihn an und wenn sie noch etwas hätte sagen wollen, so wird sie doch von Mitchell unterbrochen, der gerade durch die Tür geschneit kommt.

Mitchell: General Landry wartet bereits auf uns.

Sie folgen Cameron.

 

Szene: Besprechungsraum, SGC

Landry: Sie glauben, wir müssen damit rechnen, dass noch mehr dieser Priore auftauchen?

Daniel: Es würde mich jedenfalls nicht überraschen.

Mitchell: Aber wie? Wir wissen, dass einer durch das Stargate kam, aber wenn ihre Galaxis so weit entfernt ist...

Vala: Ich nehme an, die Ori haben die Macht vieles zu ermöglichen.

Daniel: Dennoch wäre es für die Priore eine Reise ohne Wiederkehr.

Mitchell: Wahrscheinlich haben die kein Problem damit sich zu opfern.

Landry: Glauben Sie die Antiker in unserer Galaxis werden die Ori weiterhin davon abhalten ihre Macht zu nutzen, um uns anzugreifen?

Daniel (schüttelt mit dem Kopf): Ich kann es bloß hoffen.

Mitchell: Und wie bekämpfen wir diese Typen?Damit meine ich sowohl ihre Botschafter als auch ihre Männer. Es könnte viele Menschen geben, die ihre Botschaft interessiert.

Teal'c: Wir müssen darauf vertrauen, dass viele genug wissen, um die falschen Götter zu erkennen.

Vala: Ja, aber wir meinen nicht Menschen, die Schlangen in sich tragen und ein hoch entwickeltes Verständnis für Technologie zeigen.

Daniel: Die Macht der Ori ist nicht vorgetäuscht. Die Priori werden den Menschen Beweise für ihre Götter anbieten.

Landry: Ein Beweis für mächtige Wesen ist kein Beweis für Gott.

Daniel: Das wollte ich damit auch nicht sagen.

Mitchell: Nur, weil wir wissen, dass es Wesen auf einer höheren Ebene gibt, heißt es nicht, dass nicht andere Wesen auf einer noch höheren Ebene existieren, die sie zerstören könnten. So ähnlich hätte sich meine Großmutter ausgedrückt.

Vala: Das Universum ist angeblich unendlich.

Landry: Was es meiner Auffassung nach unmöglich macht alles zu wissen. Ich meine, irgendwo da draußen muss auch noch Platz für Glauben sein. Ich hatte auch eine Großmutter.

Landry erhebt sich, genau wie Mitchell.

Mitchell: Also, wir machen weiter so wie bisher, Sir?

Landry: Wir halten uns bereit. Wir werden unsere Stärken gegen ihre Schwächen stellen. Das ist eine ziemlich gute Strategie für jede Art von Geschäft. (An Daniel und Vala) Ich bin froh, dass es Ihnen beiden wieder gut geht.

Und damit verschwindet er in seinem Büro.

Mitchell: Amen.

Szene: Daniels Büro, SGC

Daniel tippt etwas ab, vielleicht seinen Bericht. Man weiß es nicht. Jedenfalls bekommt er unerwarteten Besuch. Erstaunt schaut Daniel auf.

Daniel: Hey. Wow, was zum Teufel tust du hier?

Jack bedenkt ihn mit einer hochgezogenen Augenbraue.

O'Neill: Ich freue mich auch dich zu sehen.

Daniel (steht auf): Nein, tut mir Leid. Ich habe einfach nicht erwartet dich zu sehen.

O'Neill: Na ja, ich war... zufällig in der Gegend. Und ich habe eine kleine Überraschung für Mitchell.

Daniel: Oh... von der letzten war er begeistert. Dass du ihm verschwiegen hattest, dass wir uns alle andere Aufgaben gesucht haben.

O'Neill: Ja... tut mir Leid, dass die Deadalus weg war.

Daniel: Tut es nicht.

O'Neill: Du hast Recht. Tut es nicht. Hör zu, ich hatte gerade ein Gespräch mit Landry über... verschiedene Dinge.

Daniel: Ja.

O'Neill: Klingt so, als könnte es ein Problem werden.

Daniel: Na ja, wir hatten es schon öfters mit schlimmen Typen zu tun.

O'Neill: Ja, ich erinnere mich. Verrückt kostümierte.

Daniel: Wir haben schwieriges überstanden.

O'Neill: Und wir haben immer gewonnen.

Daniel: Ja, aber hattest du nie das Gefühl, es geschah deshalb, weil da jemand aufgepasst hat? Ich glaube, das würde ich sonst niemanden sagen, aber zum ersten Mal habe ich Angst.

Jack zieht überrascht seine Augen hoch.

O'Neill: Und ich habe Hunger.

Daniel (nickt schließlich mit einem Lächeln): Ich auch.

O'Neill: Gehen wir.

Daniel: Mmh hm.

Sie machen sich auf den Weg.

Szene: F-302, Luftraum

Mitchell darf eine F-302 fliegen. Jack sitzt hinter ihm.

Mitchell: Ja... Mann, das ist gut. Echt aufregend.

O'Neill: Ja.

Mitchell: Ich weiß nicht, warum ich nicht schon früher wieder in den Sattel gestiegen bin, General. Und Sie dürfen so eine Kiste nur so zum Spaß fliegen?

O'Neill: Das ist das Tolle daran, wenn man ein General ist. Man kann so ziemlich alles tun, was man will.

Mitchell: Ich nehme an, nachdem man die Welt so sieben bis acht Mal gerettet hat.

O'Neill: Wer zählt das schon?

Mitchell: Teal'c. Ehrlich gesagt spricht er ziemlich häufig von Ihnen.

O'Neill (schaut nachdenklich) Ah... Also, Mitchell, ich hörte, Sie haben immer noch nicht Ihr Team zusammengestellt.

Mitchell: Ich hoffe immer noch, dass es nicht nötig ist, Sir. Wieso? Hat General Landry darüber etwas gesagt, Sir?

O'Neill: Ja, hat er.

Mitchell: Wenn Sie es mir verraten, Sir.

O'Neill: Er hat gesagt, Mitchell wird das schon hinkriegen.

Mitchell: Danke, Sir. Was dagegen, wenn ich die Nachbrenner aktiviere, Sir?

O'Neill: Oh, bitte.

Mitchell: Danke, Sir.

Und sie fliegen und fliegen und fliegen bis zum...

ENDE

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