9.01 Avalon – Teil 1
Avalon – Part 1

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Teal’c: Wo ist der Rest deines Teams, Colonel Mitchell?

Mitchell: Eigentlich ist es immer noch SG-Ich.
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Szene: Torraum, SGC

Colonel Cameron Mitchell, gekleidet in seiner blauen Uniform, geht langsam und ehrfürchtig die Rampe zum Sternentor hinauf. Oben angekommen bleibt er stehen, sieht sich den gigantischen Ring an.
Beobachtet wird er von Walter und einem Techniker aus dem Kontrollraum heraus.

Techniker: Wer ist das?

Walter: Lieutenant Colonel Cameron Mitchell. Vor zwei Jahren. Ein Luftgefecht über Antartika. SG-1 fand den Antiker Außenposten und löschte Anubis Flotte aus.

Techniker: Das ist er?

Walter: Ja, das ist er.

Cameron: geht in die Hocke, als er das Stargate berührt.


[FLASHBACK]

Episode: Die Verlorene Stadt – Teil 2

Szenen, die wir nicht in der Episode gesehen haben.

Mitchell fliegt an der Spitze der F-302.

Michtell: Denken Sie immer daran, was auch immer passiert, wir sind hier, um SG-1 auf jeden Fall zu schützen.

Die F-302 nehmen Position ein.

Mitchell: Zuerst die Al‘kesh vornehmen, dann die Gleiter. Tief fliegen Mädels und Jungs. Promtheus gibt uns Deckung.

Das F-302 Geschwader fliegt auf die heranrasenden Al‘keshs und Gleiter zu. Ein Gefecht der Superlative breitet sich über dem einzigen Frachtschiff aus, in dem sich SG-1 befindet.

Co-Pilot: Links durchbrechen, ein Gleiter bei drei Uhr.

Prometheus naht SG-1 zur Hilfe.

Carter: Prometheus.

Hammond (Funk): SG-1, hier spricht Hammond. Hören Sie mich?

Carter: Ja, Sir. Es ist schön Sie zu sehen!

Während die Prometheus wie ein Kolloss über SG-1 hängt, sind die anderen damit beschäftigt die anderen Feinde zu bekämpfen.

Co-Pilot: Kontakt. Ein Bandit direkt vor uns. Kommt immer näher.

Mitchell: Zähler eins. (Er visiert den Feind an) Fox two, Fox two. So ist schön.

Doch bevor sie den Al‘kesh vor sich abschießen können, der auf die Prometheus zu fliegt, werden sie selbst getroffen.

Co-Pilot: Haben Treffer erhalten. Linkes Triebwerk ausgefallen. Kontakt. Zwei Banditen auf ultrasechs.

Die Gleiter, die Mitchell jagen versuchen dennoch ihr Glück, um die F-302 endgültig abzuschießen.

Red: Blue Leader, wir haben eure Sechs.

Die Gleiter werden abgeschossen.

Mitchell: Guter Schuss, Red.

Aber dann passiert das Unglück. Red, der sie gerade noch gerettet hat, wird von einem weiteren Gleiter getroffen. Die F-302 zerschellt in einem Feuerball.

Co-Pilot: Er wurde getroffen!

Michtell: Redmond!

Co-Pilot: Er ist weg!

Während Mitchells qualmender Gleiter weiterfliegt, sehen wir nur, wie die lezten Fetzen der F-302 von Red auf das Eis flattern.


[FLASHBACK ENDE]

Die Tür zum Torraum öffnet sich und Walter geht auf Mitchell zu.

Walter: Chief Master Walter Harriman. (Mitchell richtet sich auf und geht die Rampe wieder hinunter) Der General erwartet Sie.

Mitchell (geht an Walter vorbei): Größer als ich es mir vorgestellt habe.

Walter: Ja, Sir. (Ruft ihm nach) Willkommen im Stargate Kommando!


CREDITS


Szene: Landrys Büro, SGC

Es gibt einen neuen General im SGC, General Hank Landry. Vereinzelt stehen noch Kartons herum, die ausgepackt werden wollen, aber ansonsten ist alles schön eingerichtet. Ob der Baketballkorb an der Wand noch aus Jacks Amtszeit stammt, weiß ich im Moment gerade nicht.
Walter führt ihn in das Büro.

Walter: Nehmen Sie bitte, Platz. General Landry wird bald hier sein. Es läuft gerade noch ein Briefing für SG-12.

Mitchell: Danke, Sergeant.

Walter: Okay.

Er verlässt das Büro und Mitchell schaut hinaus in den Besprechungsraum, wo wir einzelne Stimmen hören, die von der Mission berichten. Landry hat uns den Rücken zugewandt.


[FLASHBACK]

Auf einem Air Force Hangar haben sich einige Piloten neben einer F-302 gesammelt.

Mitchell: Okay, Leute, hört mal her. Es gibt eine Änderung im Plan. Neue Befehle von General Hammond. Wir verfolgen nicht weiter Anubis’ Mutterschiff. SG-1 ist mit einem Frachtschiff unterwegs nach Antarktika.

Banks (sein Co-Pilot): SG-1?

Mitchell: Die glauben, sie haben die Verlorene Stadt der Antiker gefunden.

Redmond (skeptisch): Auf Antarktika?

Mitchell: Es spielt keine Rolle, was sie vorhaben. Es ist SG-1 und wir halten ihnen den Rücken frei. Geschätzte Ankunftszeit neun Minuten. Der Feind wird mit allem angreifen, was er hat. Okay, auf die Pferde, Leute!

Redmond: Dann wollen wir mal.

[FLASHBACK ENDE]


Schließlich betritt Landry das Büro.

Landry: Marines. Noch nie mein Fall. Sie sind bestimmt Colonel Mitchell.

Mitchell: Ja, Sir. Ist schön hier zu sein, Sir.

Landry: Ihre Dienstakte ist sehr überzeugend, Mitchell. Wo ist da der Hacken?

Mitchell: Sir?

Landry: Niemand ist perfekt. Jeder hat irgendeine Art von Schwachstelle. Was ist Ihre?

Mitchell: Ich bin manchmal etwas ungeduldig, Sir.

Landry: Tja, alle Piloten haben Typ A Persönlichkeiten. Ich spreche von Ihrem Kryptonit. Keine Sorge, ich finde es schon raus. Walter!

Walter (über Gegensprechanlage): Auf Ihrem Tisch liegen die Personalmappen, die Sie anfordern wollten, Sir.

Landry (ruft laut): Anfordern wollte? Walter, ich bin Ihnen zu –

Walter (Gegensprechanlage): Sie müssen zum Sprechen auf den Knopf drücken, Sir.

Landry (für einen Moment sprachlos): Danke, Walter. (Er geht zur Kaffeemaschine hinüber) Also, am schwierigsten war es für mich, mich daran zu gewöhnen, dass hier alle ihren Job fantastisch machen. Tatsache ist, ich brülle gerne mal die Leute an, aber ich kriege hier niemals ne Chance.

Mitchell: Ich werde versuchen den Durchschnitt zu senken, Sir.

Landry: Ah, da hat ja mal jemand Sinn für Humor. Das soll die Leute dazu bringen Sie zu mögen, obwohl Sie so perfekt sind?

Mitchell: Nein.

Landry (hält einen Aktenstapel hoch): Das wartet auf Sie. Fangen Sie an.

Mitchell: Sir?

Landry: Sie haben doch gerade die verquäckte Stimme des kleinen Sergeant mit den übersinnlichen Kräften gehört, das sind Ihre Personalakten. Stellen Sie Ihr Team zusammen.

Mitchell: General, ich bin hier, um SG-1 zu verstärken.

Landry: Colonel, Sie sind hier, um SG-1 zu führen.

Mitchell (sieht ihn überrascht an): Äh, was ist mit Liteunenant Colonel Carter?

Landry: Sie ist die Leiterin der Stargate Forschungsabteilung in Area 51.

Mitchell: Seit wann?

Landry: Seit letzter Woche.

Mitchell: Und Daniel Jackson?

Landry: Doktor Jackson hat um seine Versetzung gebeten. Teal’c hat das Programm vor über einem Monat verlassen. Hat General O’Neill Sie nicht darüber informiert?

Mitchell: Nein.

Landry: Tja, das ist typisch Jack. (Hängt weitere seiner Auszeichnungen auf) Wissen Sie, ich habe den Schlüssel für diesen Schreibtisch eine Woche lang gesucht, bis er endlich zugegeben hat, dass er nie einen hatte. Der Mann hat an seinem Schreibtisch nie eine Schublade geöffnet.

Mitchell (etwas verwirrt): Tut mir leid, Sir… der Grund weshalb ich mich für SG-1 beworben habe… wieso ich, wieso ich so hart gearbeitet habe…

Landry: Sie kommen ziemlich schnell ins Stottern, wenn sich eine unerwartete Herausforderung stellt. Ihre Akte sagt, dass Sie ausgezeichnete Führungsqualitäten hätten. (Reicht ihm den Stapel Akten) Nehmen Sie die Akten, Colonel, suchen Sie sich ein Team, bevor ich anfange diese Einschätzung anzuzweifeln.

Mitchell: Ja, Sir.


Szene: Daniels Büro, SGC

Auch hier steht alles voller Kartons. Nur wird hier nicht ausgepackt, sondern eingepackt, womit Daniel auch beschäftigt ist. Mitchell stattet ihm einen Besuch ab. Er klopft einmal gegen die Aktenschränke und Daniel schaut auf. (Heute mal mit einem überfälligen Dreitagebart)

Mitchell: Doktor Jackson.

Daniel: Colonel.

Sie schütteln sich die Hand.

Mitchell: Meine Freunde nennen mich Cameron.

Daniel: Daniel. Ahm, wie geht’s Ihnen?

Mitchell: Es geht mir gut, danke.

Daniel (kümmert sich um seine Katalogisierung): Ja, ich habe gehört, dass Sie kommen.

Mitchell: Ja, und ich habe gehört, dass Sie gehen.

Daniel: Ja. Endlich. Sie wollen… Sie wollen nicht helfen?

Mitchell: Nein. Eigentlich wollte ich Sie überreden nicht auszusteigen.

Daniel: Das ist ein Witz.

Mitchell: Mir wurde das Kommando von SG-1 übertragen.

Daniel (erstaunt): Wow… Ahm, schön für Sie. Sie haben es verdient.

Mitchell: Ich denke, das Stargate Center braucht Sie noch.

Daniel: Das gilt auch für einige andere Leute.

Mitchell: Sie sind weltweit der führende Experte für die Antiker.

Daniel: Richtig, und deswegen gehe ich nach Atlantis – die Stadt der Antiker.

Mitchell: Daniel, General O’Neill hat mir die Wahl eines jedes von mir gewünschten Postens überlassen. Ich wählte SG-1. Das bedeutet Colonel Carter, Teal’c und Sie. Nicht zwei Buchstaben und ein Bindestrich und eine Zahl.

Daniel: Das ist nett.

Mitchell: Ich wollte an vorderster Stelle mit den Besten arbeiten und ich wollte von Ihnen lernen.

Daniel: Okay, das ist alles sehr schmeichelhaft, aber –

Mitchell: Das war nicht meine Absicht.

Daniel: Es tut mir leid. Ich weiß, ich schulde Ihnen noch was, so wie wir alle.


[FLASHBACK]

Camerons F-302 schwebt mit qualmenden Raum über das Eis.

Banks: Wir haben eine Turbine verloren.

Carter: Aufgepasst, Blue Leader, hier Carter. Wir haben einen weiteren Banditen im Anflug.

Mitchell: Ich sehe ihn, Major.

Das Ziel wird markiert.

Mitchell: Fox two!

Die Raketen werden abgefeuert und der Al’kesh ist Geschichte. Sie fliegen durch eine gewaltigen Feuerball.

Mitchell: Okay, Auftrag erledigt.

Wir sehen, wie Sam aus dem Fenster des Frachtschiffes schaut.

Carter: Das war ganz schön eng.


[FLASHBACK ENDE]

Mitchell: Na gut, Jackson. Ich will nicht, dass Sie weitermachen, weil Sie mir einen Gefallen schulden, es sei denn Sie hätten daran gedacht.

Daniel: Nein, nein, nein, ich wollte Ihnen mein Apartment anbieten.

Er legt den Schlüssel auf den Tisch und verschwindet.

Mitchell (leise): Na klar.


Szene: Darkara

Die Jaffa haben schon einiges geschafft. Mitchell versucht sein Glück bei Teal’c.

Mitchell: Man, ich bin begeistert, was du hier aufgebaut hast.

Sie gehen durch die Hallen des Tempels.

Teal’c: Diese uralten Antikersäulen konnten gerettet und restauriert werden.

Mitchell: Tja, das gibt ja ein echtes Hoher Rat Gefühl. Ich hoffe, ihr macht ne Menge Vorher und Nachher Bilder.

Teal’c: Wo ist der Rest deines Teams, Colonel Mitchell?

Mitchell: Eigentlich ist es immer noch SG-Ich. Das ist einer der Gründe, weshalb ich hier bin. Ich hatte gehofft, du könntest mir vielleicht helfen.

Teal’c: Ich kann dir die Namen von ein paar ehrenwerten Kriegern anbieten.

Mitchell: Gute Idee. Ich weiß, du bist beschäftigt.

Teal’c: Wir versuchen hier ein ganz neues Regierungssystem zu bilden, das sich über die Jaffa – Welten in alle Galaxien erstreckt.

Mitchell: Ja, und wie läuft das so?

Teal’c: Nicht gut.

Mitchell: Tja, deine Leute haben gerade erst den Göttern abgeschworen. Du musst ihnen etwas Zeit lassen.

Teal’c: Zu viele hängen hier immer noch an einer alten Kultur, voller antiquierter Rituale und akzeptieren Veränderungen nur zögerlich.

Mitchell: Ich habe gehört Major Davis und SG-7 versuchen dir zu helfen.

Teal’c: Das hat auch wieder viele Probleme verursacht. Viele von uns misstrauen den Tau’ri wie einem möglichen Feind. Sie sehen das vorgeschlagene Regierungssystem als ein Mittel ihre gerade gewonnene Freiheit zu kontrollieren. Meine Loyalität gegenüber den Tau’ri ist nicht sehr hilfreich, wenn es darum geht die Stimmen der traditionellsten Jaffa zu gewinnen.

Sie bleiben in einer großen Halle stehen.

Mitchell: Wow. Politik stinkt einfach überall.

Teal’c: In der Tat.

Mitchell: Na schön, vielleicht war’s doch gut, dass ich hier war. Wenn das hier nicht funktioniert und solange ich noch Platz in meinem Team habe –

Aber Cameron wird von Rak’nor unterbrochen, der auf sie beide zukommt.

Rak’nor: Teal’c. Der Rat ist wieder zusammengetreten.

Teal’c: Ich muss gehen.

Mitchell: Natürlich.

Teal’c (im Weggehen): Hat mich gefreut, Colonel Mitchell.

Mitchell: Ja.

Teal’c (rufend): Ich schicke dir die Namensliste, sobald ich Zeit dazu finde.

Mitchell (steht schließlich ziemlich alleine dar): Viel Spaß! (Zu sich selbst oder an irgendeinen Gott) Hatte ich erwähnt, dass ich in heiliger Mission hier bin? Na schön, vergiss es. (Ein Jaffa geht an ihm vorbei) Jo, willst du zu SG-1 kommen? (Und dann eine Hak’tyl) Hi. Cameron Mitchell. Colonel. Entschuldigung, kannst du mir sagen, wo es hier zum Stargate… (Ein weiterer Jaffa) Chaapa’ai? Nur so die ungefähre Richtung…


Szene: Kontrollraum, SGC

Sein letzter Versuch das letzte Mitglied von SG-1 umzustimmen. Über Videoübertragung redet er mit Sam.

Carter: Hi, Cameron.

Mitchell: Hey! Sam, schön Sie zu sehen.

Carter: Tut mir leid, dass ich mich jetzt erst melde. Wir hatten Probleme mit der Kontrolle des neuen Hyperantriebs. Außerdem war der Uplink mit dem Langstrecken – Plotting - Programm blockiert, das von den Asgard übertragen wurde. Ich will Sie nicht langweilen. Wie geht’s Ihnen? Sie sehen gut aus.

Mitchell: Danke. Hören Sie, Sam, kommen Sie wieder zurück zu SG-1.

Carter: Ich habe gehört, Sie haben das Kommando erhalten. Glückwunsch.

Mitchell: Ich meine es ernst. Sie können trotzdem die Forschungsabteilung leiten, so wie Sie es schon immer getan haben. Abgesehen davon ist Doktor Lee beleidigt, weil Sie seinen Posten bekommen haben.

Carter: Wirklich?

Mitchell: Nein, das habe ich erfunden.

Carter: Ich hatte meine Gründe für diesen Job.

Mitchell: Ich hatte auch meine Gründe für diesen Job. Einer davon war die Arbeit mit Ihnen – und bitte sagen Sie jetzt nicht: Das ist nett.

Carter: Sie sind auch ein hervorragender Mann.

Mitchell: Das ist nicht dasselbe. Was ist, wenn die Welt gerettet werden muss?

Carter: Wenn die Welt gerettet werden muss, bin ich da und tu was ich kann.

Mitchell: Aber was ist, wenn die Welt gerettet werden muss, weil ich Mist gebaut habe und das nur, weil Sie nicht da waren? Tun wir einfach so als hätte ich das nicht gesagt.

Carter: Einverstanden.

Technikerin (aus dem Hintergrund vom neuen Raumschiff): Liteunenant Colonel Carter auf die Brücke. Lieutenant Colonel Carter, bitte melden Sie sich umgehend auf der Brücke.

Carter: Tut mir Leid, ich kann nicht länger mit Ihnen reden.

Mitchell: Ja. Ich lade Sie zum Frühstück ein, wenn Sie wieder auf festen Boden stehen.

Carter: Alles klar. Wir sehen uns.

Sie verschwindet und Cameron winkt niedergeschlagen. Er lehnt sich in seinem Stuhl zurück.

Mitchell: Tja, Walter, so wie es aussieht, kriegen wir die Band nicht zusammen.


[FLASHBACK]

Er wird von einem Gleiter verfolgt.

Mitchell: Ich kann ihn nicht abschütteln! Energie umleiten auf die –

Er wird getroffen.

Mitchell: Banks, alles okay?

Aber sein Co-Pilot antwortet nicht.

Mitchell: Banks! Ich verliere Kontrolle. Halten Sie durch! Aufstieg! Aufstieg! Verdammt, Aufstieg fehlgeschlagen. Mayday, Mayday, wir gehen runter! Ich wiederhole: Wir gehen runter!

Unaufhaltsam rasen sie auf die Eisschicht zu und schlagen dann irgendwann auf dem Boden auf. Eine ganze Schneelawine wird hinter ihnen hergezogen.

[FLASHBACKENDE]


Szene: Landrys Haus

Landry und Jack sitzen auf der Terrasse und spielen eine Runde Schach.

O’Neill: Und haben Sie sich schon entschieden, wie der Schreibtisch stehen soll? Eher schräg oder parallel zur Tür?

Landry: Ist das wirklich Ihr Ernst? Kommen Sie extra aus Colorado Springs, um mich das zu fragen?

O’Neill: Nein, ich musste die Papiere für mein Haus unterschreiben, für mein Auto, das Motorrad…

Landry: Ich werde nie den Tag vergessen, bei mir Zuhause auf der Veranda, als Sie dastanden und sagten Sie erzählen mir jetzt was über das Stargate Programm. (Er lacht leicht) Ich dachte, einer von uns muss den Verstand verloren haben.

O’Neill: Da mag vielleicht was dran sein. Und wie läuft es bisher für Mitchell?

Landry: Tja, Sie hätten im ruhig sagen können, dass SG-1 aufgelöst wurde. Der hat Augen gemacht.

O’Neill: Ja, kann ich mir vorstellen.

Landry: Er wird auf die Füße kommen. Der Mann ist ein Stehaufmännchen.

O’Neill: Er hat auch den Besten der Besten, der auf ihn aufpasst.

Landry: Ein General ist nur so gut wie die Leute, die er befehligt.

O’Neill: Wer hat das gesagt?

Landry: Das war ich. (Er setzt seine Schachfigur demonstrativ auf ein Feld) Ich meine, Douglas Mac Arthur hat vielleicht was Ähnliches gesagt.

O’Neill: Hat er nicht auch so was gesagt, wie: „Es gibt keine Alternative zum Gewinnen“? (Jack setzt seinen Zug)

Landry: Eigentlich hat er gesagt: „Im Krieg gibt es keine Alternative zum Sieg“. (Mit seiner Bierflasche wirft er seinen König um; die beiden stoßen an) Sie scheinen ein Händchen dafür zu haben.


Szene: Besprechungsraum, SGC

Cameron muss sich jetzt doch die Personalakten durchlesen. Ein großer Stapel steht auf der einen Seite, während gerade mal zwei Mappen auf der anderen Seite liegen.

Linguistin: Ich spreche fließend Mandarin, Französisch, Spanisch, drei Dialekte der Goa’uld, Teneeze, Golap und die noch unbekannte Sprache der Höhlenmenschen PK3-447. Und natürlich die Antikersprache, geschrieben und gesprochen. Nur zu, sagen Sie etwas.

Mitchell: Nein, das ist okay. Ich glaube Ihnen.

Linguistin: Tua puta ego. Was soviel heißt wie „Ich glaube Ihnen“. „Das ist okay“ ist eine moderne Redensart, die nicht direkt ins Antikische übersetzt werden kann. Aber---

Mitchell (schließt die Akte): Das ist wirklich nicht nötig.

Linguistin: On na matta netario.

Mitchell (stützt sein Kinn, auf seine Hand ab): Danke.

Etwas später ist der nächste Kandidat dran. Der Offizier sitzt vor ihm, ganz steif und hochgeschlossen.

Dave: Siebenundachtzig Missionsstunden auf zweiunddreißig außerirdischen Planeten, Feindkontakt bei vier verschiedenen Gelegenheiten.

Mitchell: Ich hatte gehofft, Sie könnten mir etwas über sich erzählen. Etwas Persönliches.

Dave (ein wenig überrascht): Äh, die meisten nennen mich Dave.

Mitchell (schaut in der Akte nach): Ihr Name steht hier drauf.

Dave: Ja.


Wieder etwas später. Diesmal ist ein Physiker an der Reihe. Mitchell schiebt sich ein Kaugummi in den Mund, während die beiden Stapel langsam an Gleichgewicht gewinnen.

Wissenschaftler: Die magnetischen Eigenschaften des Planeten machen ihn zu einer guten Wahl zu Langzeitstudien positiv geladener Ionen auf Neuronen des Gehirns…

Und der nächste bitte… Mitchell schielt hinter der Akte hervor, aber gegenüber von ihm ist er Platz leer. Man hört nur eine Stimme vom Boden.

Marine: Fünfundzwanzig, sechsundzwanzig, siebenundzwanzig, achtundzwanzig, neunundzwanzig, dreißig… einunddreißig, zweiunddreißig…

Cameron schaut über den Tisch hinüber und wir sehen, wie der Kerl Liegestütze macht.

Wieder etwas später dreht sich Mitchell gelangweilt im Stuhl, als zwei Wissenschaftler mit einer Tafel vor ihm stehen. Die Aktenstapel haben sich zu Mitchells Gunsten verschoben.

Wissenschaftler: Wir haben den Androidenkörper von PX3-989 modifiziert und sind zurzeit dabei die Erfahrungen jedes SG-Teams Mitglieds seit Beginn des Programms einer lebensfähigen, künstlichen Intelligenz zu übertragen.

Mitchell: Augenblick mal, soll das heißen, dass dieses Ding tatsächlich existiert?

Wissenschaftler: Wir haben die Finanzierung noch nicht komplett. Aber wir hatten gehofft mit Ihrer Unterstützung den Finanzausschuss gewogen zu stimmen.

Das ist nicht das, was er hören wollte. Er dreht sich wieder in seinem Stuhl, bis er schließlich aufsteht und hinüber zum Fenster geht.

Wissenschaftler: Treffen Sie bitte noch keine Entscheidung. Wir haben einen kompakten, aber gründlichen dreihundertachtzig Seitenbericht für Sie vorbereitet, der …

Mitchell hört ihm nicht mehr zu, denn er ist mit seinen Gedanken ganz woanders.


[FLASHBACK]


Mitchell ist abgestürzt. Er liegt irgendwo mit seiner Maschine im Eis. Über Funk hört er den Sieg von SG-1.

Kirkland: Tausende von leuchtend, gelben… keine Ahnung, was es ist, die kommen von der Oberfläche. Ich weiß nicht, was das ist. Sie reißen die Flotte des Feindes in Stücke! Oh mein Gott! Sie sind wunderschön.

Mann (Funk): Es sind Antikerwaffen. Es ist SG-1. Sie haben gefunden, was sie gesucht haben. Die feindlichen Schiffe werden zerstört, sie explodieren! Überall, wohin wir sehen!

Langsam schließt Mitchell seine Augen, während der eisige Wind über ihn hinweg fegt.


Szene: Krankenhaus

Verschwommen tauchen aus Mitchells Sicht Bilder aus. Wie eine Krankenschwester ihm einen neuen Tropf gibt.

Krankenschwester: Keine Angst. Sie werden wieder gesund sein.

Später, als er erneut das Bewusstsein wieder gewinnt, stehen Arzt und Krankenschwester hektisch über ihm. Der Arzt horcht ihn ab.

Arzt: Er hat innerliche Blutungen. Wir brauchen einen Ultraschall.

Als er das nächste Mal seine Augen öffnet, steht ein Offizier vor ihm.

Offizier: First Liteunenant Banks wurde heute Morgen um 0843 geborgen.

Ein anderes Mal ist seine Mutter bei ihm.

Mitchells Mutter: Cameron? Cameron!

Dann ist wieder der Arzt da. Die Stimmen sind jetzt viel deutlicher zu verstehen.

Arzt: Damit ist die Möglichkeit, dass Sie wieder Laufen lernen gering. Mit Hilfe der Physiotherapie können Sie…

Und auch Daniel besucht ihn.

Daniel: Keiner von uns wäre heute ohne Ihren Einsatz hier.

Genau wie Sam und weitere Offiziere.

Carter: Die Ehremedaille des Kongresses ist die höchste Auszeichnung für Tapferkeit und Kampf gegen eine feindliche Streitmacht für ein Mitglied der Streitkräfte der Vereinigten Staaten von Amerika. Im Namen des Präsidenten…

Natürlich darf auch Jack nicht fehlen.

O’Neill: Werden Sie bald gesund. Wenn Sie das schaffen, dann können Sie bald alles tun, was Sie wollen. Ich meine… beruflich gesehen! Und alles, was Sie wollen. Na ja, natürlich nicht… nicht *alles*…


[FLASHBACK ENDE]


Szene: Torraum, SGC

Der Alarm geht los und Mitchell kommt zu Landry in den Torraum gelaufen.

Mitchell: Was gibt es, Sir?

Landry: Ich wollte Sie einfach hier haben. SG-12 hat sich vor fünf Minuten gemeldet. Sie müssen jeden Augenblick eintreffen.

Walter (Lautsprecher): Empfange Identifizierungscode. Iris wurde geöffnet.

SG-12 kommt zusammen mit niemand anderen als Vala Mal Doran kommt durch das Tor spaziert. Sie trägt einen schwarzen, engen Lederanzug und ihren Mantel hat sie lässig über die Schulter geworfen. Sie bleibt erst einmal stehen und stemmt eine Hand in die Hüften.

Vala: Tja, jetzt starrt mich doch nicht alle so an.

Landry: Willkommen im Stargate Center. Ich bin General Landry.

Vala geht die Rampe hinunter.

Vala: Vala. Vala Mal Doran. Danke für die nette Begrü8ungsparty. Wir hatten ne tolle Zeit, bis wir uns gefunden haben, was Jungs? (Sie schaut hinüber zu Mitchell) Ich weiß, wir kennen uns nicht. Das hätte ich bestimmt nicht vergessen.

Landry: Lieutenant Colonel Cameron Mitchell.

Mitchell: Schickes Outfit.

Vala (lächelnd): Danke. (Sie geht einmal provokativ zwischen den beiden Männern durch die kleine Lücke) NIcht dass ich nicht begeistert wäre so viel Testosteron zu meiner Verfügung zu haben, wo ist mein Daniel?


Szene: Besprechungsraum, SGC

Daniel betritt den Besprechungsraum und bleibt erst einmal stehen als er Vala sieht, die ihn zuckersüß anlächelt.

Daniel: Okay, wo ist sie?

Vala: Ich find’s auch fantastisch dich wieder zu sehen. Wie ist es dir ergangen?

Daniel: Die Tafel, die zu dem sagenhaften verschollenen Antikerschatz führt.

Vala (stütz sich auf dem Tisch ab, während sie die andere Hand in die Hüften stemmt): So eine Tafel gibt es nicht.

Daniel: Was?

Vala: Ich habe gelogen. Und ich wollte es dir persönlich sagen. (Flüsternd) Ich bin schwanger.

Landry stöhnt auf.

Vala: Es ist ziemlich sicher deins. Jedenfalls stehen die Chancen… (Sie verzieht kurz ihren Mund) Eins zu zehn? (Und zwinkert dann noch Mitchell zu)

Sie kann sich ein Grinsen nicht mehr verkneifen und Daniel macht auf dem Absatz kehrt.

Landry (mahnend): Doktor Jackson! (Er bleibt stehen) Wir haben sie Ihretwegen durch das Tor gelassen.

Daniel: Tut mir Leid, Sir, ich muss noch so viel einpacken.

Landry (steht auf und geht zu ihm): Die Daedalus fliegt erst in zwölf Stunden. Sehen Sie sich das zumindest mal an.

Und damit verschwindet er. Mitchell öffnet den Metallkoffer. Vala holt eine Tafel heraus.

Vala: Danke.

Widerstrebend geht Daniel zu ihr und nimmt ihr die Tafel ab.

Daniel: Ah, tja, ich weiß nicht, wo du das her hast, aber du bist reingelegt worden. Das ist irgendein Kaudawelsch.

Er gibt ihr die Platte zurück.

Vala: Dazu gehört noch ein Code.

Daniel und Mitchell sehen sich die Tafel erneut an.

Daniel: Aber den kann ich nicht in ein paar Stunden knacken.

Vala: Tja, ich kenne den Code.

Die beiden schauen erstaunt auf.

Daniel: Wozu brauchst du mich dann?

Vala: Na ja, es zu lesen ist okay. Es zu verstehen ist was anderes. Das Individuum, von dem ich sie habe hat mir versichert, dass der Schatz, der darin beschrieben wird, hier auf der Erde ist. Ich hätte mit dem Schiff kommen und selbst danach suchen können, aber ich weiß nichts über euren Planeten. Außer, dass er einen ziemlich interessanten, wenn auch limitierten Genpool hat.

Die beiden schauen auf und sehen sich dann an, bevor sie wieder zurück zu ihr schauen. Aber Vala lächelt sie nur an.


Szene: Daniels Büro, SGC

Trotz allem macht Daniel sich daran die Tafel zu entschlüsseln.

Daniel: Und wo hast du die hier?

Vala: Die Jaffa haben ihre Freiheit erlangt, aber es gibt immer noch ein paar Goa’uld da draußen. (Sie stöbert durch Daniels Sachen) Die haben allerdings ihre Dynastien verloren und sind auf der Flucht oder verstecken sich.

Daniel: Zweifellos schmieden sie Pläne wie sie wieder an die Macht kommen.

Vala: Ja, und in der Zwischenzeit haben sie heftige Probleme ihren Lebensstil aufrecht zu erhalten, an den sie sich die letzte fünftausend Jahre so gewöhnt haben. Abgesehen davon sind zurzeit eine ganze Reihe von hochinteressanten Artefakten auf den Markt.

Sie stützt sich mit den Ellbogen neben Daniel auf dem Tisch ab.

Vala: Aber das ist nicht die Frage. Die Frage ist: Was ist sie wert?

Daniel: Die Antiker sind nicht unbedingt bekannt für ihre geheimen Goldschätze… (Er nimmt einen neuen Gegenstand in die Hand) Wie diese hier zum Beispiel.

Es sind goldene, rechteckige Platten. Nicht sehr groß, vielleicht dass sie gerade um das Handgelenk passen würden. Vala nimmt ein zweites, welches identisch aussieht, in die Hand.

Daniel: Einen Augenblick. Diese Markierungen sind Goa’uld Zeichen. Ich dachte, die wären von den Antikern. Was haben die damit zu tun.

Vala (weiß etwas): Die sind eigentlich nur lose mit der Tafel verbunden.

Daniel: Ja, wie?

Vala: Kennst du zufällig den Goa’uld Nut?

Daniel: Den Goa’uld Nut? Ja. Oder meinst du die ägyptische Göttin?

Vala: Genau.

Daniel: Nein, noch nie von ihm gehört.

Vala: Es waren die zeremoniellen Hochzeitsarmbänder. Sie trug das eine und ihr vorübergehender Mann das andere.

Daniel: Vorübergehend?

Vala: Ja, sie hatte viele. Eines der wenigen bewundernswerten Dinge an ihr.

Und damit schlägt sie Daniel hier Armband um das Handgelenk.

Daniel: Au!

Sie schnappt sich seins.

Daniel: Was soll das? (Er zieht daran, aber es geht nicht ab) Wache!

Zwei Wachen treten hervor und richten ihre Waffen auf Vala.

Daniel: Okay, das war lustig. Jetzt nimm es wieder ab.

Vala: Erst wenn wir den Schatz gefunden haben.

Daniel: Was?

Vala (schlägt das andere Armband um ihr eigenes Handgelenk): Diese Armbänder schweißen uns zusammen. Die Tafel gehört mir und ich will meinen fairen Anteil an dem Schatz haben.

Daniel starrt sie fassungslos an, während wir bei ihr nur ein erfreutes Lächeln sehen.


Szene: Lees Labor, SGC

Doktor Lee versucht mit einer Säge das Armband von Daniels Handgelenk zu entfernen, aber es klappt nicht. Frustriert lässt er es über sich ergehen. Doktor Lee hört schließlich auf.

Lee: Das ist das dritte Blatt, das ich verbraucht habe. Es wird mir nicht gelingen, es von der Hand zu entfernen. Aber wenn wir die Hand entfernen… Okay, ich weiß, das klingt nicht nach einer wünschenswerten Lösung, aber ich habe gehört, dass Doktor Bennett bei wieder annähen von…

Daniel (gelangweilt): Ich dachte SG-12 hätte sie genausten untersucht?

Lee: Haben sie auch. Und, und, und zu ihrer Verteidigung zu diesem Zeitpunkt haben die Armbänder keine Energiesignatur gezeigt. Ich meine, selbst jetzt ist sie kaum messbar.

Daniel: Wie kann das sein? Wie funktioniert das?

Lee: Na ja, äh… ich weiß es nicht.

Daniel nimmt seine Hand wieder an sich.

Lee: Nein, nein, ich brauche nur etwas mehr Zeit.

Daniel: Ich finde es schon raus.

Er nimmt die Schutzbrille ab und setzt seine eigene auf, als er das Labor verlassen will. Doch kaum hat er die Tür erreicht, bricht er plötzlich ohnmächtig zusammen.

Lee: Oh, hey! Alles in Ordnung?

Er rennt zu Daniel und kniet sich neben ihm.


Szene: Valas Quartier, SGC

Landry betritt Valas Quartier und sie leuchtet ihn mit einer Schreibtischlampe an.

Vala: Bist du gekommen, um mich zu foltern?

Landry: Wie alt bist du?

Vala (stellt die Lampe wieder auf den Tisch): Hm, mentale Misshandlung wird auch keinen Erfolg haben.

Landry: Ich habe eine Tochter in deinem Alter. Sie hört nicht mehr auf mich seit sie zwölf wurde.

Vala umkreist den General.

Landry: Es spielt keine Rolle, was ich sage oder tue.

Vala: Du willst mich doch nicht mit deinem Privatleben langweilen, obwohl ich zugeben muss, das könnte mich schwach machen.

Landry (aufgebracht): Ich mag es nicht ausgetrickst zu werden!

Vala: Ich bin nicht hier, um jemanden zu schaden. Ich hoffe sehr das hier führt zu etwas Fabelhaften für uns alle, aber es ist nicht leicht da draußen. Und ich bin sicher, du kannst verstehen, dass ich tun muss, was nötig ist, um sicher zu sein…

Landry: Ich bin genauso wenig an deiner rührseligen Lebensgeschichte interessiert, wie du an meiner. Ich will nur, dass du weißt, dass Doktor Jackson empfohlen hat dich durch das Tor zu lassen. Er hatte gehofft, dass das, was du anzubieten hattest hilfreich sein könnte. Und jetzt ist er derjenige, der ein außerirdisches Gerät am Handgelenk trägt. Wie das dann ausgeht, was du letztendlich davon haben wirst, überlasse ich natürlich komplett ihm. (Vala legt ihre Hände auf seine Schultern) Also, wenn ich an seiner Stelle wäre, dann…

Doch weiter kommt er nicht, denn plötzlich bricht auch sie zusammen. Sofort kommen die Wachen herein. Ziemlich verblüfft sieht sich Landry um.


Szene: Krankenstation, SGC

Langsam erlangt Daniel wieder das Bewusstsein. Teal’c sitzt an seiner Seite.

Daniel (erstaunt): Teal’c?

Teal’c (steht auf): Daniel Jackson.

Und auch Mitchell hat treu an seinem Bett gesessen. Genau wie Teal’c, steht er ebenso auf.

Mitchell: Wie geht’s Ihnen?

Daniel: Ahm, gut… denke ich. Ich weiß nicht, was passiert ist. Ich…

Mitchell: Das ist das Armband.

Daniel schaut auf sein Handgelenk.

Teal’c: Wir nennen sie Kor’mak.

Mitchell: Der Mann kennt sich aus.

Daniel: Ja, sie sagte, das sei so ne Art Hochzeitsarmband des Goa’uld Nut.

Teal’c: Ich glaube nicht, dass das zutreffend ist.

Daniel: Nein?

Teal’c: Nein.

Daniel (ernüchternd): Dachte ich’s doch.

Teal’c: Ich habe nur am Rande davon gehört und das ist ziemlich lange her. Ich glaube, es war Cronus, der diese Technologie benutzt hat. Wenn ein wertvoller Gefangener von den Jaffa transportiert werden sollte, befestigte er ein Armband wie dieses sowohl an dem Gefangenen als auch an den Jaffa, der für ihn verantwortlich war. Wenn sie getrennt wurden, sei es auch nur vorübergehend, wurden sie beide krank und starben.

Daniel: Beide?

Vala (liegt im Hintergrund ebenfalls im Krankenbett): Das ist so ziemlich das Dümmste, was ich jemals gehört habe!

Daniel stützt sich auf einen Ellbogen auf.

Daniel: Du hast es nicht gewusst?

Vala: Na ja, ich wusste, dass es dich krankmachen würde, aber ich konnte nicht ahnen, dass es genauso auf mich wirkt.

Daniel (wütend): Wieso konntest du das nicht erahnen?

Vala: Weil die Person, von der ich sie gestohlen habe, nichts davon gesagt hat!

Wütend wirft Daniel sein Kissen auf sie, aber Vala kickt es mit ihren Beinen auf den Boden. Aufgebracht lässt Daniel sich zurück in das andere Kissen fallen.

Mitchell: Eine Frage, wozu ließen die Goa’uld solche Dinger entwickeln?

Teal’c: Um den Jaffa für seine Inkompetenz zu bestrafen.

Mitchell: Ja, natürlich.

Daniel: Kannst du es abnehmen?

Teal’c: Tut mir leid, Daniel Jackson. Doch wie ich schon sagte, habe ich von dieser Technologie kaum Ahnung.

Daniel (verliert seine Nerven und dreht sich erneut zu Vala um): Bitte sag mir, dass du weißt, wie man das abnimmt!

Vala: Ja, natürlich weiß ich das. (Daniels Kopf fällt auf seine Brust) Ich meine, ich gehe davon aus, dass die Person, der ich sie gestohlen habe, in diesem Punkt ehrlich war. (Sie grinst ihn an, wie schon bereits auf der Prometheus, als er sie aus dem Badezimmer befreit hat.)

Daniel: Dann tu es.

Vala: Alles klar. Sobald ich den Schatz gefunden und meinen Anteil habe.

Daniel: Na schön, nur um das klarzustellen. Wenn ich sie töte, sterbe ich?

Teal’c: Genauso, wenn du dich von ihr entfernst.

Die Hoffnungen sind dahin. Mühevoll reibt sich Daniel die Stirn.

Mitchell: Oder wir suchen einfach den Schatz. (Daniel sieht ihn an) Die Daedalus ist vor zwei Stunden gestartet. Entschuldigung.

Er wird es wohl nie bis nach Atlantis schaffen. Ergeben lässt sich Daniel zurück in die Kissen fallen.

Mitchell: Also, die Tafelinschrift ist ein Antikercode, ja? Ich weiß, es ist nicht die verlorene Stadt Atlantis, die wir suchen, aber was immer es ist, es müsste die Suche wert sein. Oder Sie müssen die Braut heiraten.

Vala (grinsend): Ja! Lass uns Babys machen!

Daniel atmet einmal tief durch.


Szene: Daniels Büro, SGC

Nachdem das nun geklärt ist, übersetzt Daniel die Tafel.

Daniel: Bist du sicher, dass das der passende Code ist?

Vala begutachtet weiterhin Daniels Museumsähnliche Sammlung.

Vala: Ja, wieso?

Daniel (mürrisch): Ich fasse es nicht, dass ich dafür die Daedalus verpasst habe!

Vala: Du kommst drüber weg.

Mitchell (zu Teal’c): Musst du nicht zurück nach Darkara?

Teal’c: Der Hohe Rat hat sich auf morgen vertagt.

Mitchell: Neugierig?

Teal’c: Korrekt.

Mitchell: Siehst du, es ist toll, nicht wahr? Wieder Teil des Teams zu sein, wieder zusammen ein cooles Antikergeheimnis aufzudecken. Na schön, wir arbeiten nicht alle daran, aber ich wette, Doktor Jackson wird jeden Augenblick eine wichtige Information entdecken, die uns auf ein großes Abenteuer schickt.

Daniel (sitzt an seinem Computer): Das kann nicht stimmen.

Vala: Wieso nicht?

Sie gehen alle zu Daniel hinüber.

Daniel: Na ja, das ist ein Teil der Datenbank, die die Atlantisexpedition zurückgebracht hat. Vor allem ist es eine Liste der Namen von Antiker, die den Planeten verließen, als er von den Wraith belagert wurde.

Teal’c: Vor tausenden von Jahren.

Daniel: Ja.

Vala: Und was hat das mit der Tafel zutun?

Daniel: Also, die Tafel spricht von einem Schatz, aber es gibt keine spezifischen Hinweise darauf, wo er ist.

Vala (setzt sich auf den Schreibtisch): Tja, er soll auf jeden Fall hier sein. Das hat mir die Person, der ich sie gestohlen habe, gesagt… (Sie wird von den dreien ungläubig angestarrt) Bevor ich sie gestohlen habe!

Daniel: Tja, ich glaube, er ist hier und ich glaube, ich weiß auch, wo er ist.

Mitchell: Okay, Auszeit! (Er macht das berühmte Zeichen, das alle Sporttrainer kennen) Wenn die Tafel nichts sagt…

Daniel: Sie sagt nichts genaues, aber sie ist gezeichnet von einem Kerl namens Myrddin.

Daniel sieht sie erwartungsvoll an, aber niemand hat eine Ahnung, worauf er hinaus will.

Mitchell: Hör ich zum ersten Mal.

Daniel: Das glaube ich nicht. Das Verrückte ist, dass der Name auch in der Datenbank erscheint.

Teal’c: Der Antiker, der diese Tafel geschrieben hat, ist von Atlantis zur Erde zurückgekehrt.

Daniel: Ja.

Mitchell: Ich habe einen Onkel Marvin, aber ich kenne sicher keine… Myrddins.

Daniel: Na ja, wir würden den Namen anders aussprechen. Schon mal was von Merlin gehört?

Mitchell: Merlin? König Arthus und die Ritter der Tafelrunde? Einer davon war Merlin.

Daniel (nickt): Ja.

Mitchell: Der war ein Antiker?

Daniel: Es sieht so aus.

Mitchell: Seht ihr, *das* ist es, was ich gemeint habe.

Er sieht Teal’c an und zeigt auf Daniel.


Szene: Besprechungsraum, SGC

Daniel hält eine seiner bekannten Vorträge über die Mythologie der Personen, um die es sich dreht. Hier geht es um Arthur und seine Krieger.

Daniel: Artus wurde dann in einem Boot von Merlin weggebracht. Angeblich war er auf den Weg nach Avalon, weil es nach der Legende ein verzauberter Ort ist, wo sich die Toten treffen. Damals glaubten einige, dass Artus nicht gestorben ist, sondern eines Tages zurückkehren würde. Nach allem, was wir über die Antiker wissen, könnte Avalon der Ort sein, an dem Merlin Artus den Sterblichen half aufzusteigen.

Teal’c: Ist es den Antikern nicht untersagt sich in die Existenz von Sterblichen einzumischen?

Daniel: Aufgestiegenen Antikern ja, aber möglicherweise ist Merlin nicht selbst aufgestiegen, sondern war den Menschen in der Evolution weit voraus.

Landry (ein wenig ungeduldig): Was hat das damit zu tun, wo der angebliche Schatz vergraben ist?

Daniel: Na ja, es gibt widersprüchliche Interpretationen, doch immer wieder Hinweise auf die Ritter der Tafelrunde, die große Schätze aus den entferntesten Winkeln von Artus Reich zusammentrugen und in der magischen Festung von Avalon…

Mitchell (unterbricht ihn): Inklusive des Heiligen Grals.

Daniel: Könnte man sagen.

Vala (hat sich aufmerksam aufgerichtet): Und dieser Gral, was ist der Wert?

Mitchell dreht sich mit einem bestimmten Blick zu Vala um.

Vala: Was ist?

Daniel: Elfhunderteinundneunzig glaubten Mönche das Grab König Artus gefunden zu haben. Auf dem Steingrab lag ein Bleikreuz mit der Inschrift: „Hic Iacet Sepultus Inclitus Rex Arturius in Insula Avallonis“ „Hier liegt König Artus, gestorben auf der Insel Avalon.“ Aber das wurde nicht ernst genommen, bis zum Jahre 1278 bis Heinrich II das Grab exhumieren ließ. Seither ist Glastonbury, ein kleines Städtchen, etwa 200 Kilometer westlich von London, eine Pilgerstätte für die Gläubigen.

Landry (steht auf): Ja, ja, und worauf wollen Sie hinaus?

Mitchell steht ebenfalls auf, aber Landry winkt nur ab, das er sich setzen soll.

Daniel: Nach einer keltischen Legende ist der Glastonbury Hügel, der über der Stadt thront, eigentlich hohl. Und darin befindet sich der Eingang zur Unterwelt von Avalon.

Landry: Hat dort niemand bisher eine geologische Untersuchung durchgeführt?

Daniel: Es gab wissenschaftliche Studien, die sich –

Landry (ungeduldig): Jackson!

Daniel: Ich spreche hier von den Antikern, Sir. Es ist durchaus denkbar, dass der unterirdische Eingang irgendwie versiegelt wurde.

Mitchell: Sir, wir könnten die Asgard Sensoren einsetzen, die an Bord der Prometheus sind, um etwas zu finden, was wir bisher nicht gesehen haben.

Landry (erleichtert): Danke. Tja, vor zwei Jahren hätte ich auch nicht geglaubt, dass wir eine Meile unter dem Eis von Antarktika einen Antiker Außenposten finden. (Er schaltet das Licht wieder ein) Ich rufe den Präsidenten an. Ich bin sicher, er wird den britischen Premierminister informieren wollen.

Damit verschwindet er in seinem Büro und Mitchell steht auf. Er geht zu Daniel hinüber.

Mitchell: Das war fantastisch. Haben Sie schon mit Carter gesprochen?

Daniel: Ah, ja, sie kann nicht kommen.

Mitchell: Was? Das ist ein Riesending. Wir könnten vor einer weiteren Entdeckung der Antikertechnologie stehen.

Daniel: Es wird sie sicherlich sehr interessieren, was wir finden.

Er klopft ihm einmal auf die Schulter und geht. Vala hakt sich bei ihm ein.

Vala: Hey. Sie will sich nur rar machen.

Mitchell: Tja, das sagt die richtige.

Gemeinsam verlassen sie den Besprechungsraum.


Szene: Prometheus

Sie machen sich fertig, ziehen ihre Uniformen an und bewaffnen sich.

Mitchell: Und wie schätzen Sie die Reichweite dieser Dinger ein?

Daniel fängt eine Weste auf, die Mitchell ihm zuschmeißt.

Daniel: Na ja, Doktor Lee schätzt sie etwa auf dreißig Meter oder so. Mehr als eine halbe Stunde außerhalb dieser Grenze und wir spüren die Wirkung.

Mitchell: Falls wir wirklich was finden sollten, wäre es gut, wenn ich das mit Teal’c überprüfen könnte.

Daniel: Ich habe dafür die Daedalus verpasst. Wenn es einen Antiker Stützpunkt zu entdecken gibt, dann bin ich dabei.

Mitchell: Das bedeutet, wir müssen sie mitnehmen.

Daniel: Der Punkt geht an Sie.

Mitchell: Hören Sie, ich will Sie dabeihaben, das wissen Sie, aber vielleicht reicht es auch, wenn wir Funkkontakt halten.

Techniker (über Lautsprecher): Lieutenant Colonel Mitchell bitte im Kontrollraum 2 melden.

Sie machen sich alle auf den Weg.


Szene: Kontrollraum 2, Prometheus

Vala, Daniel und Mitchell und Teal’c betreten den Raum.

Vala: Also, das bringt Erinnerungen zurück.

Daniel: Inwiefern?

Vala: Hier habe ich dich doch damals gefesselt.

Daniel: Nein.

Vala (sieht sich um): Doch, ich bin mir ziemlich sicher, dass ich dich hier fertiggemacht habe.

Sie streichelt ihm über die Wange.

Mitchell: Okay entschuldigt mich, Leute.

Er zwängt sich zwischen den beiden hindurch.

Mitchell: Marks, wir sieht’s aus?

Marks: Na ja, dank der Asgard Sensoren haben wir es geschafft die Energieverzerrung zu verhindern, die normalerweise den Tiefensonar fehlgeleitet hätte. Wir haben eine große Haupthöhle gefunden und dazu ein Netzwerk an Tunneln und ein paar kleinere Höhlen.

Mitchell: Gut gemacht, Lieutenant.

Vala (beugt sich nach vorne): Kannst du auch feststellen, was da drin ist? Etwa, große Mengen an Edelmetall?

Daniel zieht sie von dem sichtlich nervösen Lieutenant zurück.

Marks: Äh, wie ich schon sagte, wir konnten nur den Umfang der Höhlen aufzeichnen.

Mitchell (deutet auf den Bildschirm): Können Sie uns da reinbringen?

Marks: Na ja, es ist fast eine Meile unter der Erde und es gibt keinen sichtbaren Zugang von der Oberfläche aus.

Daniel: Der Asgard Beamer.

Marks: Schon versucht. Scheint den Energieschilde, der die Höhlen schützt, leider nicht durchdringen zu können.

Vala: Ringtransporter. (Sie bekommt fragende Blicke von Daniel und Cameron) Die Antiker waren die Torbauer, nicht wahr? Sie haben auch die Ringtransporter erfunden. Sie mussten da irgendwie rein und rauskommen und ich weiß, dieses Schiff hat Ringe und es ist –

Daniel: Ja, schon gut, schon gut. Sie hat Recht.

Marks: Wenn es da unten Ringe gibt, dann müssten wir sie fixieren können. Aber die Funkgeräte funktionieren dann nicht.

Mitchell (legt eine Hand auf Daniels Schulter): So wie es aussieht, gehen wir alle.

Vala formt stumm ein triumphierendes „Yes“ mit ihrem Mund, während Daniel weniger begeistert ist.

Marks: Da sind Sie auf sich allein gestellt.

Mitchell: Die Dame zuerst.

Vala (sieht Daniel an): Tja, dann nach dir.

Und er geht, gefolgt von Vala.

Mitchell (zu Teal’c): Komm schon, das macht doch Spaß, oder?

Er und Teal’c bilden die letzten im Bunde.


Szene: Höhle

Per Ringtransporter werden die vier mal eben nach unten geschickt. Die Höhle ist stockduster und kaum, dass sie unten sind, tanzen auch schon die ersten Lichtkegel an der Wand herum.

Mitchell: Verrückt. Und leer.

Vala (seufzt): Also, ich war nicht mehr so enttäuscht seit ich mit Daniel Sex hatte.

Teal’c beleuchtet Daniel kurz, aber sie machen sich ohne große Worte auf die Suche. Vor einem Klotz auf dem Boden bleiben sie stehen. Plötzlich taucht in dem Stein ein Schwert auf.

Mitchell: Ein Schwert im Stein.

Vala: Was hat das zu bedeuten?

Daniel: Weißt du, König Artus hat mal ein Schwert aus einem Stein gezogen als Beweis seiner königlichen Abstammung.

Mitchell: Exkalibur.

Daniel: Eigentlich ist es eine falsche Überlieferung. Denn Exkalibur wurde von der Herrin des Sees in Avalon geschmiedet und König Artus übergeben, nachdem das Schwert, das er aus dem Stein gezogen hatte in einer Schlacht zerbrach.

Mitchell spuckt einmal in die Hände und zieht an dem Schwert. Es lässt sich nicht bewegen.

Vala (flüsternd zu Teal’c): Versuch du es, Muskelmann, und du bekommst die Hälfte.

Teal’c sieht Vala einen Augenblick an und diese nickt ihm lächelnd zu.

Mitchell (lässt schließlich von dem Schwert ab): Ja, das sitzt da drin ganz schön fest.

Und dann erscheint plötzlich das Hologramm von Merlin. Teal’c richtet seine Waffe auf die Erscheinung und die anderen weichen ein Stück zurück. Er sieht aus, wie wir ihn kennen. Ein langer weißer Bart, ein weiter Mantel und einen Stock in der Hand.

Merlin: Willkommen, Ritter der Tafelrunde, Männer der Ehre, Anhänger des Pfades der Redlichkeit. Nur die mit einem Reichtum an Wissen und edlen Geist, erhalten Zutritt zur Unterwelt. Im Lagerhaus der Reichtümer von Ambrosius Aurelianus. Erweist ihr euch als würdig, wird euch alles offen gelegt.

Mitchell hat das Hologramm umkreist. Er schaut hin und wieder hinauf zu Decke.

Daniel: Einfach unglaublich.

Das Hologramm verschwindet.

Daniel: Es gibt Spekulationen, dass Ambrosius und Artus dieselbe Person sind, dann wäre er bei der Schlacht an Berg Badon 74 gewesen. Das ist in der Tat faszinierend, also Ambrosius war der Sohn von Kaiser Konstantin und damit…

Vala (geht zum Schwert): Ja, ja, faszinierend ist das eine, was es genau nicht ist. Möglicherweise erweisen wir uns als würdig, damit uns alles offenbart wird. (Sie legt ihre Hand um das Schwert)

Daniel: Ich habe keine Ahnung, aber irgendwas sagt mir, dass ein nobler Geist für dich ein Problem sein könnte.

Vala: Du weißt gar nichts über mich.

Daniel: Alles, was aus deinem Mund kommt ist eine Lüge.

Mitchell: Zwingt mich nicht euch beide zu trennen.

Teal’c hat sich in der Zwischenzeit etwas abgeseilt und die Höhle weiter beleuchtet.

Teal’c: Vielleicht ist ja was in diesen Gängen?

Er leuchtet in die Richtung.

Mitchell: Seht ihr, genau deswegen ist er hier. Genial. Wir werden uns trennen. Ich gehe mit Teal’c. Hey, warte auf mich!

Mitchell läuft hinüber zu seinem Jaffa, während Daniel und Vala ziemlich zermürbt am Schwert zurückbleiben. Wenig begeistert lächeln sie sich an und machen sich dann auf den Weg den anderen Gang zu erkunden.


Szene: Gang, Teal’c und Mitchell

Langsam schreiten sie den Gang entlang und durchleuchten alles.

Mitchell: Das wäre aber auch zu einfach gewesen, wenn der Schatz hier offen herumliegen würde. Vielleicht geht es nur mir so, aber ich bin froh, dass wir beide uns so angefreundet haben.


Szene: Gang, Vala und Daniel

Die beiden machen es nicht anders, nur das Daniel hier die Führung übernimmt.

Vala: Gib mir eine Waffe.

Daniel: Nein.

Vala: Es könnte irgendein ekliges Wesen dort unten geben, das den Schatz bewachen soll.

Daniel: Von hunderte von Jahren?

Vala: In einer Form des Stasis oder des Winterschlafes. Was ist, wenn es unsere Anwesenheit fühlt, aufwacht und Hunger nach menschlichen Fleisch verspürt?

Sie leuchtet Daniel mit der Taschenlampe einmal ins Gesicht.

Daniel: Das ist einfach nicht der Stil der Antiker.

Vala: Und dennoch.

Daniel: Ich bin sicher, wenn es dort unten ein Monster gibt, hat es mehr Angst vor dir als du vor ihm. Vor allem, wenn es dich erst einmal kennen gelernt hat.

Vala seufzt nur.


Szene: Gang, Mitchell und Teal’c

Sie gelangen schließlich in eine Sackgasse. Ein Raum mündet an dem Gang, in dem sich eine Art Altar befindet. Als sie sich dem Raum nähern, beginnen plötzlich wie Silvesterknaller Fackeln auf dem Boden anzuspringen. Vorsichtig betritt zuerst Mitchell den Raum. Er geht hinüber zu dem Altar.

Mitchell: Sieh dir das an.

Jetzt betritt auch Teal’c den Raum. Er dreht sich zum Ausgang um, doch gerade als er weit genug drin ist, fährt eine Wand vor dem einzigen Weg nach draußen. Erfolglos versuchen sie die Wand aufzuhalten, aber diese ist viel zu schnell und viel zu schwer. Sie sind gefangen.

Mitchell: Okay, das ist jetzt weniger gut. (Über Funk) Jackson, melden Sie sich. (Keine Antwort) Jackson, können Sie mich hören?

Leider keine Antwort.


Szene: Gang, Vala und Daniel

Die beiden gelangen zu einem ähnlichen Raum. Auch als sie die Grenze überschreiten, erwachen die Fackeln zu neuem Leben.

Daniel: Wenn du erkennst, dass das Kerzenlicht Feuer ist.

Vala: Hä?

Daniel: Schon gut.

Gemeinsam betreten sie den Raum. Und auch hier schließt sich ihr Ausgang von Zauberhand. Genau wie ihre beiden Kollegen sitzen sie in der Falle. Daniel kniet sich vor die Wand, aber keine Chance. Schließlich richtet er sich wieder auf.

Daniel: Na schön, das Hologramm sagt: „Nur die, die voller Wissen und noblen Geistes sind, können passieren“.

Auf ihrem Altar stehen zwei Schalen mit einem jeweiligen Deckel darauf.

Daniel (geht darauf zu): Das muss ein Test sein.

Vor den Schalen sind Inschriften in den Stein gemeißelt.

Vala: Was steht da?

Daniel: Hier steht. „Das Universum ist unendlich“.

Vala: Das klingt irgendwie unendlich nutzlos. (Sie leuchtet auf die zweite Inschrift) Und was ist damit?

Daniel: Der Schatz ist in diesem Topf.

Vala: Wirklich? Ich hatte mir etwas Substanzielleres erhofft. Aber was soll’s?

Sie greift nach dem Deckel, aber Daniel hält sie auf.

Daniel: W-Warte!

Vala: Zu offensichtlich?

Daniel: Nur eine Minute. (Er überlegt kurz und Vala will wieder zu der Schale greifen) Noch keine Minute. Noch immer nicht.


Szene: Kammer, Teal’c und Mitchell

Die beiden haben einen ganz anderen Test zu bestehen. Vor ihnen liegen acht kleine Platten mit verschiedenen Symbolen. Gegenüber von den Platten sind Inschriften in den Stein gemeißelt.

Mitchell:
Na schön, ich nehme an, das muss so ne Art Puzzle sein. (Er stellt seine Taschenlampe ab) Kannst du die Inschrift lesen?

Teal’c: Nein.

Mitchell (verzieht das Gesicht): Hm, also ich nehme an, wir sollen diese Steine in eine bestimmte Reihenfolge legen. Wie siehst du das?

Teal’c leuchtet weiterhin die Wände ab. Schließlich feuert er auf die Wand, die sich vor ihren Ausgang geschoben hat. Mitchell wirbelt schreiend zu ihm herum.

Mitchell: WOW! WOW! WOW! MANN! Das gibt Querschläger! (Er fuchtelt mit seinem Finger in der Luft herum)

Und dann wendet er sich seinem Puzzle wieder zu. Er nimmt den ersten Stein und legt ihn vor sich hin, dann die restlichen.


Szene: Kammer, Vala und Daniel

Ungeduldig läuft Vala auf und ab. Daniel hat sich offensichtlich immer noch nicht entschieden.

Vala: Also gut, wie wär’s damit? Wir öffnen beide. Der Topf, wo der Schatz drin ist, ist der richtige.

Daniel: Nein, das ist der falsche Weg. Es gibt zwei Töpfe. Der Sinn der Übung ist es sicherlich nur einen Topf zu öffnen.

Vala: Das besagt, der Schatz ist da drin. (Sie leuchtet auf den Topf)

Daniel: Das könnte aber auch ein Irrweg sein.

Vala: Also, dann erst den goldenen?

Daniel: Nein.

Vala: Na schön, dann den silbernen.

Daniel: NEIN! Nein, nicht!

Aber zu spät. Vala öffnet den silbernen Topf, doch der ist leer.

Vala: Ziemlich leer. (Vala schaut auf) Wenn ich etwas hasse, dann sind es falsche Versprechungen. (Sie legt den Deckel wieder drauf) Na schön.

Sie will nach dem goldenen Deckel greifen, aber Daniel schnappt sich ihre Hand.

Daniel: Jetzt höre endlich auf damit.

Vala: Wieso? Wir sitzen hier doch bereits fest! Schlimmer kann’s doch gar nicht sein!

Wenn sie wüsste. Kaum hat sie die Worte ausgesprochen, erschüttert ein merkwürdiges Beben den Raum. Staub rieselt in großen Mengen von der Decke und diese bewegt sich langsam auf sie zu.

Daniel: Das hättest du besser nicht gesagt.

Vala: Ich habe geahnt, dass es ein Fehler war. Aber da war’s schon raus.


Szene: Kammer, Mitchell und Teal’c

Mitchell legt die Steine in einer anderen Reihenfolge zurück auf ihren Platz.

Mitchell: Na gut, das hat nicht funktioniert.

Doch auch sie beide erleidet dasselbe Schicksal. Ein Beben erfüllt die Kammer, Staub rieselt von der Decke und diese setzt sich in Bewegung.

Teal’c: In der Tat.

Mitchell (seufzt): Das gibt’s doch nicht.

Hastig beginnt er die Steine neu zu mischen.


Szene: Kammer, Vala und Daniel

Vala öffnet die goldene Schale, aber auch die ist leer.

Vala: Diese ist ebenfalls leer.

Daniel: Ich weiß.

Vala: Das ergibt keinen Sinn!

Daniel: Ich weiß!


Szene: Kammer, Mitchell und Teal’c

Während Mitchell die Steine neu legt, versucht Teal’c die Decke zu stützen, um seinen Kollegen mehr Zeit zu kaufen.

Mitchell: Uno Momento! (Er setzt den letzten Stein ein) Zwei sind geschafft. Wir haben etwa nur noch eine halbe Milliarde Kombinationen vor uns!

Teal’c: Hast du immer noch Spaß, Cameron Mitchell?


Szene: Kammer, Vala und Daniel

Die Decke kommt unaufhaltsam näher.

Vala (verzweifelt): Und was machen wir jetzt?

Daniel: Das weiß ich nicht!

Vala: Das weißt du nicht? Dann ist das wohl ein schlechter Zeitpunkt, um dir zu sagen, dass ich enge Räume hasse!


Szene: Kammer, Mitchell und Teal’c

Während Mitchell puzzelt, versucht Teal’c noch immer die Decke zu stützen, aber er steht schon leicht gekrümmt da.

Mitchell: Hast du auch manchmal ein schlechtes Gefühl gehabt?


FORTSETZUNG FOLGT…

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