8.19 Möbius – Teil1
Moebius – Part 1

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Carter: Wenn wir die Zeitlinie verändern – und die Zukunft ist bereits beeinflusst – könnten wir Veränderungen in Gang setzen, die nicht wieder rückgängig zu machen sind. (Jack verdreht kurz die Augen) Wir haben schon zu viel getan.
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Anmerkung: Ich werde die alternativen Personen nicht ständig mit Alt – Carter oder dergleichen beschreiben, nur wenn es nicht anders geht. Ansonsten behalte ich die alten Namen bei.


Szene: Sams Labor, SGC

Sam hat ihr Notebook geöffnet auf dessen Bildschirm eine Abbildung der Daedalus.

Carter: Die Daedalus. Sie hat ein paar Vorteile gegenüber der Prometheus. Die fortschrittliche Alien – Technologie wurde von Anfang an integriert, anstatt nachträglich eingebaut zu werden.

Daniel und Teal’c sind ihre Zuhörer.

Daniel: Wann ist sie flugbereit?

Carter: Der Asgard – Hyperantrieb wird erprobt. Sobald die Tests erfolgreich sind, ist sie einsatzfähig.

Daniel: Hoffentlich dürfen wir diesmal alle mit.

Carter: Tja, beim letzten Mal war unsere Personaldecke einfach zu dünn.

Daniel: Nachdem Anubis Geschichte ist, die Replikatoren verschwunden sind…

Auf Teal’cs Gesicht breitet sich ein breites Lächeln aus.

Carter: Es gibt immer noch ein paar Systemlords, aber ohne ihre Jaffa – Armeen haben sie viel von ihrer Macht eingebüßt.

Teal’c: In der Tat.

Plötzlich klingelt das Telefon. Sam nimmt den Anruf entgegen.

Carter (in den Hörer): Carter. Eine Sekunde. (Sie reicht den Hörer Daniel) Für dich.

Daniel nimmt das gute Stück entgegen.

Daniel: Hallo? Ja, hi. (Er lauscht einen Augenblick) Was? Nein, ich habe noch vor einer Woche mit ihr gesprochen. Ja, ich, ich komme natürlich. Danke.

Betroffen legt er auf.

Carter: Was ist denn?

Daniel: Catherine Langford ist gestern gestorben.

Nicht nur Daniel scheint diese Nachricht mitzunehmen. Sam und Teal’c sind ebenso betroffen.


INTRO


Szene: Friedhof

Daniel hält eine Ansprache, während die Trauergäste um das Grab von Catherine versammelt stehen.

Daniel: Catherine Langford war nicht nur liebenswürdig und großzügig. Sie hatte ein enormes Talent, nämlich die grenzenlose, vorurteilslose Neugier eines Kindes. Sie sah die Welt nicht so wie sie war, sondern wie sie sein könnte. Und sie erkannte Fähigkeiten in Menschen, die andere nie entdeckt hätten. Ähnlich wie bei ihrem Vater, haben ihre eigenen Beiträge zur Wissenschaft die Welt mehr verändert als die meisten Menschen ahnen. Wer kann schon sagen wo ich heute wäre, wenn ich sie nicht getroffen hätte. Sie hat mein Leben mehr verändert als ich es mir je hätte vorstellen können.

Nach seiner Rede legen die Gäste Rosen auf den Sarg. Am Ende ist Daniel der letzte, der noch an ihrem Grab steht. Doch dann geht eine junge Frau mit roten, lockigen Haaren auf ihn zu.

Sabrina: Doktor Jackson?

Daniel (dreht sich um): Hm?

Sabrina: Hallo.

Daniel: Hallo.

Sabrina: Ich bin Sabrina Gossling, die Nichte von Catherine.

Daniel: Oh ja, freut mich.

Sie schütteln sich die Hände.

Sabrina: Ich wollte Ihnen für Ihr Kommen danken und für Ihre Ansprache. Ich weiß, dass sie sich gefreut hätte.

Daniel: Nein, es war… es war eine Ehre.

Sabrina: Also meine Tante hat mir viel von Ihnen erzählt. (Daniel sieht sie einen Moment fragend an) Ist schon verrückt. Ich habe mir Sie immer als eine Art Indiana Jones vorgestellt mit einer Lederpeitsche, der die Bösen aus den alten Tempeln vertreibt.

Daniel: Ja, aber für gewöhnlich lasse ich die Peitsche zuhause.

Sabrina (lächelnd): Genau, ich ebenfalls. Ähm… sie wollte, dass Sie das hier bekommen.

Sabrina zieht das Medaillon mit dem Auge des Ra aus ihrer Tasche. Das Medaillon, welches Daniel bereits im Film bei sich trug und Catherine durch das Tor zurückgeschickt hat.

Daniel: Nein, Sie sind ihre Familie. Sie sollten es behalten.

Sabrina: Für sie waren Sie eine Art Sohn.

Sie legt in seine Hand und Daniel betrachtet es einen Augenblick.

Daniel: Danke.

Sabrina: Da sind noch einige Kleinigkeiten, die ich Ihnen geben sollte, aber die konnte ich heute nicht mitbringen. Könnten Sie mir vielleicht Ihre Adresse geben?

Daniel: Ja, sicher.

Sabrina (lächelnd): Gut.


Szene: Vor Daniels Labor, SGC

Jack steht mit verschränkten Armen und mit der Schulter an der Wandgelehnt auf dem Korridor und beobachtet das lebhafte Treiben von Siler und anderen SG-Mitgliedern, die eifrig damit beschäftigt sind Sachen in den Raum dahinter zu liefern. In diesem Moment kommt Daniel um die Ecke.

Daniel (überrascht): Jack.

O’Neill: Daniel.

Daniel: Was ist denn los?

O’Neill: Warst du kürzlich mal online shoppen?

Siler gibt Jack beim Hinausgehen eine Liste mit den Anlieferungen.

Daniel: Wie kommst du denn darauf?

O’Neill: Na ja, du hast ne Lieferung bekommen.

Er gibt Daniel den Clipchart.

Daniel: Aus Catherines Nachlass.

O’Neill: Ja, sieht fast so aus als wäre es ihr gesamter Nachlass.

Noch während Daniel die Auflistung durchgeht, begibt er sich in sein kleines Museum. Jetzt hat es den Namen wirklich verdient, denn als er aufschaut, ist der Raum bis unter die Decke mit irgendwelchen Gegenständen gefüllt.

Daniel: Ach du Sch…ande. Scheint ihre gesamte Sammlung zu sein.

O’Neill (berührt kurz seine Schulter): Deshalb ziehe ich Briefmarken vor.

Und lässt Daniel in dem Durcheinander alleine stehen.


Szene: Besprechungsraum, SGC

Jack hat gerade ein Briefing mit SG-13, die außergewöhnliche Steine mitgebracht haben. Einer sieht aus wie der andere. Balinsky, der Archäologe in dem Team, hebt vorsichtig eine der Steine aus dem Koffer.

Balinsky: Außerdem haben wir mehrere Trolietsteine. (Gelangweilt nimmt Jack sie entgegen und ohne draufzuschauen legt er sie wieder weg) und eine Mesostaseplatte mit gut erhaltenen Mikrometernkristallen.

Auch dieser Stein bekommt dasselbe Maß an Aufmerksamkeit. Jack schielt zu ihm hoch.

Balinsky: Wir führen noch weitere Tests durch, aber wir hoffen, dass Sie den Bericht morgen früh auf Ihrem Tisch haben.

O’Neill (mit einem sarkastischen Unterton und aufgesetzten Lächeln): Lassen Sie mich nicht zu lange warten.

Balinsky (aufgeregt): Nein, Sir.

Das Lächeln verschwindet und der Stein auch, aber Balinsky hat bereits den nächsten in der Hand.

Balinsky: Und das hier dürfte Sie brennend interessieren. Denn wie Sie unschwer erkennen können –

Er kommt nie dazu den Satz zu Ende zu führen, denn in diesem Moment kommt Daniel hereingestürmt.

Daniel: Jack! Ich… wir müssen reden!

Als er das Briefing bemerkt kommt er leicht stolpernd zum Stehen.

Daniel: Oh, tut mir leid, ich wollte nicht stören.

O’Neill (greift nach Daniels Arm): Doch! Wenn es wichtig ist, *musst* du uns unterbrechen. Es *muss* sein.

Daniel: Ich glaub, wir haben ein ZPM gefunden.

Jack springt auf, während Daniel unsicher in Balinskys Richtung schielt.

O’Neill: Ja! (legt kurz seine Hand auf Balinskys Schulter) Gute Nummer mit den Steinen. (Zu Daniel, der bereits unruhig wird) Los.

Gemeinsam sprinten sie aus dem Besprechungsraum.


Szene: Daniels Labor, SGC

Noch genauso voll gestellt wie am Anfang, aber das Hauptaugenmerk liegt auf einem alten, ägyptischen Buch.

Daniel: Unter den Dingen, die Catherine mir hinterlassen hat, war auch das hier. Die Originalausgabe von „Das Auge der Sonne“.

Er hält das Buch hoch.

Daniel: Es ist die einzig noch existierende. Es beschreibt die Sitten und Rituale der Antiker für ihren Sonnengott Ra. Und während ich es durchgeblättert habe, ist mir das hier aufgefallen.

Er deutet auf ein Bild von einem Pharao, der ein Gegenstand in der Hand hält. Man könnte es wirklich als ein ZPM deuten.

Teal’c: Offenbar ein Zero Point Module.

Daniel: Ras Verehrer bezeichneten es als „Das Herz des Lichtes“. Dieses Wandgemälde ist 1858 entdeckt worden. Es wurde später durch ein Feuer zerstört.

Carter: Aber das ZPM wurde nie gefunden?

Daniel: Nein.

Die drei tauschen erstaunte Blicke aus.


Szene: Besprechungsraum, SGC

Etwas später. Die Besprechung wird fortgesetzt.

Carter (schiebt Jack ein paar Unterlagen zu): Wir haben um eine ausgedehnte Satellitenbeobachtung vom Gizeh – Plato gemacht und nach einer Engergiesignatur gesucht, wie die, die vom ZPM ausging, das wir in der Nähe von Taonas fanden. Selbst wenn es unter Erde und Stein verschüttet wäre, hätten wir es finden müssen, aber Fehlanzeige. Tut mir leid, Daniel, aber falls es noch dort ist, ist es vermutlich leer.

Daniel: Nein, das glaube ich nicht. Nach dem Text war es ein religiöses Artefakt, eine Ikone. Es wurde nie als Energiequelle benutzt.

Teal’c: Vielleicht hat Ra das Gerät einfach mitgenommen, als er die Erde verlassen hat.

Carter (zuckt mit den Schultern): Ja, dann könnte es jetzt sonst wo sein.

Daniel: Wir wissen nicht wo es jetzt ist, aber wir wissen wo es *war*.

Jack sieht ihn mit zusammengeniffenen Augen an. Er kann Daniel noch nicht ganz folgen, aber Sam ist ihm bereits einige Meilen voraus.

Daniel: In Gizeh, dreitausend vor Christus.

Sam schüttelt nur mit dem Kopf.

Carter: Das ist unmöglich dein ernst.

O’Neill: Was denn?

Daniel: Es ist unsere einzige Chance.

O’Neill: Was denn?

Carter: Nein, wir waren uns einig.

O’Neill: Wenn ich noch einmal „Was denn“ sagen muss, dann rollen Köpfe.

Daniel: Wir haben eine Zeitmaschine. Wir gehen zurück und holen das ZPM.

O’Neill: Ich durfte noch nicht mal zurückgehen, um das Basketball – Endspiel vom letzten Jahr zu sehen.

Daniel (schließt kurz seine Augen und schaut an die Decke): Jack, das ist *die* Möglichkeit. Ra hat nie gewusst, was das bedeutet. Wir könnten zurückgehen und es holen ohne den Zeitablauf zu ändern.

Carter: Theoretisch gesehen hat er damit Recht.

O’Neill (ungläubig): *Sie* wären damit einverstanden?

Carter: Ich bin nicht glücklich darüber, aber es gibt keine historischen Beweise, dass je ein Goa’uld ein ZPM benutzt hat. (Für Jack bricht gerade eine Welt zusammen. Alles scheint irgendwie verkehrt zu sein. Er versteht sie einfach nicht mehr) Was bedeuten würde, dass es nicht vermisst werden kann. Wir müssten extrem vorsichtig sein und möglichst kaum in Kontakt mit den Menschen dieser Zeit treten.

O’Neill: Ja, das ist das eine. Aber ich habe gedacht das Ding funktioniert nicht.

Carter: Niemand in Area 51 war in der Lage die Zeitmaschine einzuschalten. Es ist ihnen kaum gelungen sie vom Boden hochzubekommen, aber Sie waren in der Lage damit zu fliegen.

Teal’c: In der Tat. Du verfügst über hervorragende Fähigkeiten Antiker – Technologie zu kontrollieren.

Daniel: Jack, mit einem funktionsfähigen ZPM währe unsere Energieversorgung für immer gesichert und wir könnten ein Wurmloch zur Pegasusgalaxis öffnen.

Jack schaut abwechselnd zwischen Sam und Daniel hin und her.


Szene: Umlaufbahn der Erde

Sie wollen es wirklich tun. Der Puddle – Jumper umkreist die blaue Kugel.

Daniel: Also, vergiss nicht Jack, dreitausend vor Christus. Nachdem Sam die Zeitmaschine angeschlossen hat, musst du nur an dieses Datum denken, an nichts anderes.

O’Neill: Das Ding ist von den Antikern. Woher sollen die Wissen was „vor Christus“ heißt?

Carter: Ihr Verstand kontrolliert es. Die Antiker – Maschine müsste es auf Ihr Zeitkonzept übertragen.

O’Neill: Sollten wir nicht vielleicht zuerst einen kürzeren Zeitsprung wählen? Sagen wir neunzehnhundertacht?

Carter: Sir, wir konnten anhand der Datenaufzeichnungen feststellen, dass diese Technologie nur bei Zeitsprüngen von mehreren Jahrhunderten funktioniert.

Sam hat alles angeschlossen und die Zeitmaschine beginnt zu leuchten.

Carter: Ich glaub, das war’s.

Daniel (beschwörend): Dreitausend vor Christus.

O’Neill: Soll’s vielleicht ein bestimmter *Tag* in diesem *Jahrtausend* sein?

Daniel schließt nur seine Augen und Jack tut es ihm schließlich gleich. Wir sehen, wie sich die Zeitmaschine auflädt. Plötzlich wird das Schiff von einer Art Hülle umgeben, man könnte sogar meinen, sie hätten eine unsichtbare Mauer durchbrochen.

O’Neill: Was ist passiert?

Daniel: Ich habe nichts gespürt.

Carter (kommt aus dem hinteren Teil nach vorne): Die Zeitmaschine hat reagiert. Versucht das Funkgerät.

Daniel: Stargate Kommando, hier Daniel Jackson, hören Sie mich?

Sam schaut währenddessen aus dem Fenster und runzelt leicht die Stirn. Aber auch auf den Funkspruch hören wir nur Rauschen. Mittlerweile steht auch Teal’c auf. Sein Blick ist ebenfalls auf die Sterne vor sich gerichtet.

Daniel (versucht es erneut): Stargate Kommando, hier ist Daniel Jackson. Bitte melden.

Teal’c: Die Sternenbilder sehen anders aus.

Carter: Vor fünftausend Jahren sahen die Sternenbilder sicherlich anders aus. Es hat funktioniert.

O’Neill: Ha.


Szene: Gizeh, vor fünftausend Jahren

Man ist inzwischen auf der Erde angekommen und parkt den Puddle – Jumper in einer kleinen Dünenbucht. Auch im Inneren geht es rege zu. Die Uniform wurde mittlerweile durch alte, braune Gewänder aus dem Ägypten ersetzt.

Daniel (hantiert mit einer Kamera herum): Endlich können wir beweisen, dass die großen Pyramiden vor der vierten Dynastie entstanden sind.

Carter: Wie willst du das denn zeigen? Dich ins Bild stellen und eine Zeitung von heute hochhalten?

Daniel: Das ist der Traum eines jeden Archäologen. Ich werde so viel filmen wie ich nur kann.

Carter: Aber sei vorsichtig. Wir wollen nur das ZPM. Rein und raus, minimale Interaktion, minimale Wirkung. Ich meine es ernst. Das gilt für alle (Sie bleibt vor Jack stehen und sieht ihn prüfend an) Sir.

O’Neill: Schon kapiert. Schon gut.

Carter: Und das hier ist für Sie.

Sie reicht ihm eine Art Fernbedienung der Antiker.

Carter: Wir haben festgestellt, dass die Schiffstarnung per Fernsteuerung aktiviert wird.

O’Neill: Nett.

Nach und nach verlassen sie den Puddle – Jumper. Als sie alle draußen sind lässt Jack es à la David Copperfield verschwinden.


Szene: Nomadensiedlung, Gizeh

Nach einem kleinen Spaziergang haben sie eine kleine Siedlung erreicht. Die ganze Szenerie erinnert ein wenig an Abydos, aber sie scheinen es wirklich geschafft zu haben. Kinder spielen, Frauen kümmern sich um das Essen… alles wie man es sich vorstellt. Jack, Sam und Teal’c stehen etwas außerhalb, während Daniel die Kommunikation übernimmt. Dieser verabschiedet sich gerade von zwei Männern und kehrt zu seinem Team zurück.

Daniel: Tja, mein Altägyptisch ist etwas eingerostet, aber ich glaube, ich habe sie verstanden. Das sind Katep und sein Bruder Selatis.

Er deutet auf die beiden.

O’Neill (winkt ihnen zu): Hey Leute.

Daniel (drückt kopfschüttelnd seine Hand nach unten): Sie sind unterwegs auf einen Pilgermarsch zu einem Tempel von Ra.

O’Neill: Tja, das nenne ich Timing.

Daniel: Ich sagte, wir sind Reisende aus dem Osten und sie haben uns angeboten hier zu nächtigen.

Carter (verzieht kurz ihren Mund): Ich hatte eigentlich gehofft, wir müssen nicht so lange hier bleiben. Tut mir leid, ich habe ständig Angst, dass ich auf einen Käfer trete und die Zukunft verändere.

Daniel: Aber wir können nicht einfach so in einen Tempel marschieren. Eine öffentliche Audienz wäre doch sicherlich sehr günstig.

Carter: Stimmt, wir sollten möglichst nicht zu sehr auffallen.

Sie sieht kurz zu Jack und dieser erwidert den Blick.

O’Neill (leicht genervt): Ja. Aber was viel wichtiger ist, haben die gesagt, was es zu Essen gibt?

Daniel starrt ihn einen Augenblick nur an.


Szene: Tempel von Ra, nächster Tag

SG-1 und O’Neill haben sich der Pilgermannschaft angeschlossen. Eine Bahre wird von zwei Männern in einen großen Saal getragen. Unsere vier Zeitreisenden halten sich eher im Hintergrund.

Jaffa: Kree! Tel’lok!

Alle knien sich hin. Um nicht aufzufallen, knien sich SG-1 und Jack ebenfalls hin. Der Jaffa tritt zur Seite und aus dem hinteren Raum kommt Ra. Er trägt eine gigantische ägyptische Maske, ist in edlen Gewändern gekleidet und wir begleitet auf Dienerinnen. Langsam lässt er sich auf seinen Thron nieder.

Jaffa: Shal’ka!

Die Männer öffnen hast in demütiger Haltung die Bahre. Es befinden sich zahlreiche Schmuckstücke darin. Ra beugt sich etwas nach vorne und begutachtet sie kurz.

Ra: Rush'nel. Rush'nel jal'na!

Einer der Männer – Selatis – nimmt eine Handvoll Schmuckstücke heraus, steht auf und reicht sie Ra, aber der Jaffa stößt ihn mit seiner Stabwaffe wieder zurück auf den Boden.

Daniel (leise): Offenbar ist er von den Opfergaben nicht beeindruckt.

Ra: Ta'mel a'kel mal'tal. Za'ra nak shon

Daniel: Er sagt, er wird mangelnden Respekt seiner Anhänger nicht tolerieren.

Der Jaffa aktiviert seine Stabwaffe. Im selben Augenblick holt Jack vorsichtig seine Waffe hervor.

Carter (mahnend): Sir.

O’Neill: Lassen Sie mich das gleich erledigen, dann muss ich das nicht in fünftausend Jahren tun.

Carter: Das können Sie nicht tun. Wir wissen nicht welche Auswirkungen das haben könnte.

Ra gibt eine entsprechende Handgeste und der Jaffa erschießt Selatis. Dann erhebt sich Ra einfach und verschwindet wieder nach hinten in sein Kämmerchen.

Jaffa: Kree! Reela nak!

Trauernd schließt Katep seine Augen. Dann tragen er und ein paar weiteren Männern seinen toten Bruder nach draußen. SG-1 tritt in den Schatten, während die Jaffa die Bahre dennoch mitnehmen und die Menschen den Tempel verlassen. Unauffällig folgen die vier den beiden Jaffa. Nacheinander schauen sie um die Ecke.

Daniel: Das muss die Schatzkammer sein. Wenn das ZPM irgendwo ist, dann sicher da.

Sie schauen sich einen Moment an und hören dann die stampfenden Schritte einer Wache. Kurzerhand erschießt Jack ihn mit einer Zat und gemeinsam ziehen sie ihn in ihr versteck.
Kurze Zeit später hat Teal’c sein staubiges Gewand gegen die Kriegerrüstung eingetauscht.

Jack lehnt mit verschränkten Armen gegen die Wand.

O’Neill: Und ihr denkt, die lassen uns da einfach reinspazieren und das Ding mitnehmen?

Daniel in derselben Pose gegen eine Wand gegenüber.

Daniel: Na ja, die wissen gar nicht was ein ZPM ist. Für sie ist es so gut wie jedes andere unter dutzenden von rituellen Objekten, die sie gelegentlich nutzen. (Schaut Teal’c an) Abgesehen davon trägt er diesen schicken Anzug.

In diesem Moment fährt der Helm über Teal’cs Kopf.

O’Neill: Viel Glück.

Teal’c verbeugt sich noch kurz, bevor er sich auf den Weg macht.


Szene: Tempel von Ra, etwas später

Ungeduldig warten die drei auf Teal’c Rückkehr. Jack schaut kurz um die Ecke, dann auf seine Uhr.

O’Neill: Komm schon, Teal’c.

Daniel: Wir hätten es mitbekommen, wenn er Probleme hätte.

Und genau in diesem Moment sind Schritte zu vernehmen. Vorsichtshalber pressen sich die drei so gut es geht gegen die Wand. Der Jaffa kommt genau auf sie zu. Alle ihre Zats sind entsichert, aber glücklicherweise brauchen sie sie nicht, denn der Krieger hält ihnen das ZPM entgegen. Jack nimmt es an sich.

O’Neill: Nett!


Szene: Wüste, Gizeh

Man macht sich auf den Rückweg und sie wollen gerade über die letzte Düne klettern, als sie etwas sehen, was ihren Plan ein wenig ins Schwanken bringt. Ohne zu überlegen, verstecken sie sich hinter den Dünen. Ihr unsichtbares Schiff ist umstellt von Jaffa, aber nicht weil sie das Schiff sehen, sondern weil sich durch einen Sandsturm eine Art Sanddecke über den Jumper gelegt hat. Und selbst Jaffa wissen, dass Sand nicht in der Luft liegen kann.

Carter: Ach du meine Güte.

O’Neill: Oh, jetzt haben wir ein kleines Problem.

Daniel: Sieht nach einem Sandsturm aus.

Teal’c: Die Jaffa werden Verstärkung anfordern, falls sie es noch nicht getan haben. Wir müssen uns beeilen.

Carter (hält Jack zurück): Sir, das geht nicht.

O’Neill (hat seine Waffe gezogen): Nicht das erste Mal, dass wir uns mit ein paar Jaffa anlegen.

Carter: Sie wissen was ich meine. Das ist genau die Art von hochwirksamer Einmischung, die wir vermeiden sollten.

Teal’c: Die haben das Schiff. Wird das die Zukunft nicht stärker verändern als alles was wir tun könnten?

Carter: Nicht notwendigerweise. Sie wissen nicht was es ist und selbst wenn, könnten sie es nicht bedienen. Keiner von denen hat das Gen. Nicht einmal Ra könnte es zum funktionieren bringen.

Daniel: Und? Was sollen wir jetzt tun?

Carter: Gar nichts.

O’Neill: Gar nichts?

Carter: Na ja, so in etwa .

O’Neill: Na, ich habe ne bessere Idee. Wir holen uns jetzt einfach unser Schiff.

Carter: Wenn wir diese Jaffa töten und sogar in Gefangenschaft geraten, könnten wir die Zukunft massiv verändern. Wenn Sie glauben, wir könnten einfach nach vorne und dann wieder zurückgehen…

O’Neill: Die blicken doch gar nicht durch. Dann parken wir das Ding, wo es niemand finden kann.

Carter: Wenn wir die Zeitlinie verändern – und die Zukunft ist bereits beeinflusst – könnten wir Veränderungen in Gang setzen, die nicht wieder rückgängig zu machen sind. (Jack verdreht kurz die Augen) Wir haben schon zu viel getan. Tut mir leid, Sir, ich hätte das hier niemals zulassen dürfen.

Sie entfernen sich von ihrem Schiff und gehen durch die Dünen zurück.

O’Neill: Also, was ist jetzt? Verbringen wir den Rest unseres Lebens hier?

Carter: Tja, wir wissen, dass es irgendwann eine Rebellion geben wird. Die versklavten Menschen erheben sich und Ra verlässt die Erde. Daniel hat das vor neun Jahren auf Abydos erfahren. Wenn es soweit ist, könnten wir unsere Zeitmaschine zurückbekommen ohne allzu sehr den Lauf der Zeit zu beeinflussen.

O’Neill: Wann soll die stattfinden?

Daniel: In ein paar Jahren. Das genaue Datum kenne ich nicht.

O’Neill (dreht sich zu ihm um): *Was*? Jahre?!

Carter: Sir, wir haben keine Wahl.

O’Neill: Carter, was ist mit diesem ZPM? Ich meine, wenn wir warten, schaffen wir es vielleicht nicht mehr das Ding in unsere Zeit zu bringen.

Carter: Die Zeitlinie zu bewahren ist wichtiger.

O’Neill: Also, genau betrachtet könnte vieles auch besser laufen.

Carter: Oder es könnte noch schlimmer kommen. Wir dürfen dieses Risiko nicht eingehen.

Daniel: Ich weiß, wie wir das ZPM in unsere Zeit bringen, auch wenn wir selbst es nicht schaffen. Einen Monat vor unserer Abreise wurde ein Grab der ersten Dynastie in der Nähe von Gizeh entdeckt. Wir müssen das ZPM nur in diesem Grab verstecken, damit es gefunden wird. Dann brauchen unsere zukünftigen Ichs diese Mission nicht zu unternehmen.

Carter: Tja, das klingt gewagt, aber es könnte funktionieren.

O’Neill: Carter, viele gute Menschen sind gestorben als Anubis die Erde angegriffen hat. Ihre Familien hätten bestimmt nichts dagegen, wenn wir die Zeitlinie ein bisschen beeinflussen.

Carter: Sir, ich weiß, es fällt Ihnen schwer. Ihr Instinkt sagt Ihnen die Dinge zu ändern, sie zu verbessern, aber diesmal ist es leider so, dass wir das nicht können. Wir müssen die Dinge so geschehenlassen wie sie gedacht waren.

Und sie laufen und laufen und laufen…


Szene: Gegenwart, Erde, in einem Klassenzimmer

Im Hintergrund sehen wir eine Tafel mit Definition von Nomen, Adjektiven, Verben und Adverbien. Daniel sitzt auf seinem Schreibtisch und spricht vor einer Gruppe von Ausländern.

Daniel: Englisch ist eine komplizierte Sprache. Eine Mischung aus vielen verschiedenen Einflüssen, etwa so ähnlich wie die englische Kultur. Sie zu verstehen heißt die Kultur kennen zu lernen und den Prozess der Integration, der sie ermöglicht hat.

Sein Erscheinungsbild hat sich verändert. Er trägt die Haare wieder etwas länger und seine gewöhnliche Brille hat einer eckigen Brille mit einem schwarzen Rahmen platz gemacht.

Die Einwanderer sitzen vor ihm scheinen nicht wirklich verstanden zu haben, was er ihnen vermitteln wollte.

Daniel: Na schön, fangen wir mit einem einfachen Gruß an. Oft ist das der beste Weg ein Gespräch anzufangen, um ein Thema von gemeinsamem Interesse zu finden. Jeder hat etwas zum Wetter zu sagen. Also fangen wir damit an. Einverstanden? Stellen Sie sich vor und dann sprechen Sie über’s Wetter.

Ein junger Mann meldet sich.

Daniel (zeigt auf ihn): Ja.

Der Mann steht auf.

Carlos: Hallo, mein Name ist Carlos. Du machst mich so heiß.

Daniel (starrt ihn einen Augenblick an): Na schön, nicht ganz richtig, aber Sie haben sich sehr gut vorgestellt.

In diesem Moment wird die Tür geöffnet und der Direktor schaut hinaun.

Direktor: Daniel, tut mir leid, wenn ich störe, aber da sind ein paar Leute, die Sie sprechen möchten.

Daniel (zu der Klasse): Ähm, entschuldigen Sie mich für einen Moment. Nur ganz kurz.

Er tritt an die Tür.

Daniel: Was denn für Leute?

Direktor: Die sind von der Air Force.

Er öffnet die Tür weiter und wir sehen Major Davis. Auch er hat sich verändert. Er trägt jetzt einen Schnauzer. Daniel starrt sie nur an.


Szene: Department of Aerospace Research, Washington DC

Man muss sagen auch unsere Sam sieht nicht so aus, wie wir sie in Erinnerung haben. Sie trägt wie Daniel eine Brille mit schwarzen Rahmen und Kleidung, die noch weit davon entfernt ist modern zu wirken.

Carter: Das ist doch einfach unglaublich! Sie sind ein mieser, erbärmlicher Kerl! Das waren *meine* Theorien über die Drehwellentechnologie und die Wirkung von Antischwerkraft auf Elektromagnetismus. Und das wissen Sie!

Wir sehen jetzt mit wem sie redet… mit niemanden. Der Schreibtisch vor ihr ist nicht besetzt.

Carter: Nur weil meine Fortpflanzungsorgane sich innen befinden und nicht draußen heißt das nicht… (sie verzieht das Gesicht) Ah! Ist das das grauenvoll! Wie kann man nur so reden?

Sie setzt gerade wieder an, als die Tür geöffnet wird.

Hershfield: Carter. (Er schaut sich im Büro um) Mit wem haben Sie gesprochen?

Carter: Niemanden.

Hershfield: Führen Sie etwa Selbstgespräche?

Carter: Nein.

Hershfield: Haben Sie meinen Artikel über Festtreibstoffraketen Korrektur gelesen?

Carter: I-Ich bin fast fertig. (Sie hält beide Daumen nach oben) Tolle Arbeit.

Hershfield: Danke. Machen Sie hier auch weiter so, Carter, dann haben Sie hier echte Möglichkeiten.

Sam lächelt noch, ist aber nicht überzeugt. In diesem Augenblick wird auch diese Unterhaltung von Davis unterbrochen.

Davis: Verzeihen Sie bitte. Major Davis, US Air Force.

Hershfield: Doktor Hershfield.

Sie schütteln sich die Hände.

Davis: Ich weiß wer Sie sind.

Hersfield: Tja, und um was geht es?

Davis: Um eine Angelegenheit der Nationalen Sicherheit. Ich fürchte, ich darf das hier nicht offen diskutieren.

Hershfield: Oh natürlich, das verstehe ich. (Er dreht sich kurz zu Sam um) Wir können unter vier Augen in meinem Büro sprechen.

Davis: Ähm, nein, ich, ich bin nicht hier, um mit Ihnen zu sprechen. Ich wollte zu Doktor Carter.

Sam schaut erstaunt auf. Und auch Hershfield dreht ungläubig zu ihr um.

Carter (erschrocken): Mir?


Szene: Marina, Bootsteg

Neben einem Boot mit dem Namen „Homer“ zieht ein Mann einen Fischkasten aus dem Wasser. Auf dem Boot sitzt ein gelangweilter Jack. Er wirft gerade leere Bierdosen quer über das Boot, als auch er einen Besuch von der Air Force bekommt, nur ist es hier unser Freund Samuels.

Samuels: Colonel O’Neill?

O’Neill: Samuels. Wollen Sie heute etwa mit Ihren Jungs ein Boot chartern?

Samuels: Nein, Sir. Ich wurde vom Pentagon geschickt, um Sie nach Washington zu bringen.

O’Neill: Interessiert mich nicht die Bohne.

Samuels: Eine Angelegenheit der Nationalen Sicherheit.

O’Neill (steht auf): Suchen Sie sich jemand anderen.

Samuels: Völlig ausgeschlossen. Wir brauchen Sie. Und wenn Sie erlauben, möchte ich es Ihnen unterwegs erklären.

O’Neill: Sammy, das hört sich einfach nicht lustig an.

Er klettert hinauf auf das Dach des Bootes, wo sich das Ruder befindet. Er scheint Probleme mit seinem Knie zu haben.

O’Neill: Oh Gott.

Er startet das Boot und fährt hinaus in den Sonnenuntergang. Samuels bleibt allein zurück.


Szene: Besprechungsraum, SGC

Daniel steht einsam und verlassen in dem großen Raum, als sich hinter ihm eine Tür öffnet und Sam hereinkommt. Nervös blickt sie sich um.

Davis: Wenn Sie hier bitte warten, Ma’m. General Hammond ist gleich bei Ihnen.

Daniel sieht sie erstaunt von oben bis unten an. Erst jetzt scheint auch Sam ihn registriert zu haben. Langsam geht Daniel auf sie zu.

Daniel: Hi.

Carter (kommt ihm entgegen): Hallo.

Daniel (streckt ihr die Hand entgegen): Daniel Jackson.

Carter (schüttelt die Hand): Samantha Carter.

Daniel: Ah, Doktor. Jackson.

Carter: Doktor Carter. Astrophysik.

Daniel: Archäologie.

Carter: Sie wissen nicht weshalb wir hier sind?

Daniel (fängt an zu lachen): Vor fünftausend Jahren vielleicht… aber heute, nein. Ich hoffe, Sie wissen es.

Carter: Leider nein.

Ein peinliches Schweigen breitet sich zwischen ihnen aus.

Daniel: Ich unterrichte Englisch für Ausländer.

Carter: Ministerium für Weltraumforschung.

Daniel: Oh!

Carter: Nein, nicht als Astronautin! (Sie fängt an zu lachen) Nein, ich, ähm… ich überprüfe wissenschaftliche Berichte anderer auf Ungenauigkeiten oder sachliche Fehler, bevor sie zum Direktor geschickt werden.

Daniel: Das ist… interessant.

Carter (nickt mehrmals): Ja… nicht wirklich.

Hammond befreit sich aus dieser peinlichen Situation.

Hammond: Doktor Jackson, Doktor Carter. Ich bin General Hammond.

Er ist der einzige, der noch so aussieht, wie wir ihn kennen. Er legt ein paar Akten auf den Tisch und deutet auf zwei Plätze.

Hammond: Bitte.

Sam dreht sich unschlüssig zu Daniel um, bevor sie sich beide auf die besagten Stühle setzen. Hammond gibt ihnen jeweils eine der Akten.

Daniel: Was ist das?

Hammond: Eine Vertraulichkeitsverpflichtung. Was wir jetzt gleich besprechen werden, wurde von der US Regierung als höchst geheim eingestuft. (Sam starrt ihn an, aber Daniel klappt seine Akte demonstrativ wieder zur)

Daniel: Und wenn wir nicht unterschreiben?

Hammond (mit einer Geste zur Tür): Dann können Sie gleich wieder gehen.

Sam fackelt nicht lange und schnappt sich den Kugelschreiber, der vor ihr liegt und unterschreibt die Verpflichtung. Daniel denkt noch einen Augenblick darüber nach, unterschreibt dann aber auch. Sam schiebt die Klausel Hammond zu und faltet ihr Hände. Hammond wartet noch bis Daniel fertig ist, bevor er die Besprechung beginnt. Er teilt ihnen diesmal Akten des SGC aus.

Hammond: Sie verfügen über ausgezeichnete Kenntnisse in Archäologie, nicht wahr, Doktor Jackson?

Daniel (schaut kurz auf): Ja, schon.

Hammond: Aber unter Ihren Kollegen finden Ihre Theorien bisher wenig Anklang.

Daniel: Da ist sicher was dran.

Hammond: Ägyptische Pyramiden als Landeplätze für außerirdische Raumschiffe?

Daniel (verteidigt sich): Das ist noch nicht wissenschaftlich bewiesen. Ich habe lediglich die Möglichkeit angesprochen auf der Grundlage der Forschung –

Hammond (unterbricht ihn): Schon gut, Doktor. Sie müssen Ihre Theorie nicht verteidigen. Vor einem Monat hat ein Team von Archäologen der Universität von Chicago eine alte ägyptische Grabkammer in der Nähe Gizeh entdeckt. Darin fanden sie Artefakte, die typisch für die damalige Zeit waren, außerdem einige Objekte, die noch nicht identifiziert wurden. Und eine Videokamera.

Sam hat ihn bisher nur mit großen Augen angestarrt.

Carter: Eine Videokamera?

Hammond: Sie war perfekt erhalten. Sie hat in einer Luftdicht verschlossenen Kanope gesteckt. (Er zeigt ihnen die Fotografie und tatsächlich die Kamera steckt in einem Gefäß) Die Technologie ist etwas anders als wir sie kennen, aber es ist uns gelungen die Batterien aufzuladen. Allerdings haben wir Sie nicht hergeholt, weil wir eine Kamera gefunden haben, wir haben Sie hergebeten wegen des Films, den wir in der Kamera gefunden haben.

Er dreht sich um und schaltet den Film ein. Wir sehen unseren Daniel, wie er die Kamera positioniert.

Daniel (auf Film): Okay, ich glaube, sie ist bereit. (Er geht ein Stück zurück, so dass wir ihn jetzt ganz sehen können) Also gut, mein Name ist Doktor Daniel Jackson, ich gehöre zu einem Team, das sich SG-1 nennt. Und wir haben gerade eine Zeitreise über fünftausend Jahre hinter uns.

Hammond sieht zu den Beiden hinüber. Sams Mund klebt förmlich auf den Boden und sie schaut zu Daniel hinüber, der nur erstaunt seine Brille abnimmt und es einfach nicht glauben kann.


Szene: Besprechungsraum, SGC

Das Video geht weiter.

Daniel (auf dem Film): Tatsache ist, dass wir nicht sicher sind, ob wir wieder zurückkommen. Die Kammer, in der Sie diese Kassette gefunden haben, müsste kurz vor unserer Abreise entdeckt werden – wir hoffen, dass sich die Zeitlinie nicht verändert hat. Warten Sie, was sind ein paar grundlegende Ereignisse? Ah, der Kommunismus ist in Osteuropa vorbei – die müssten auf den Weg zur Demokratie sein. Henry Hayes ist Präsident.

Alt- Carter: Henry Hayes?

Hammond: Unser Innenminister. Präsident Kinsey war nicht sehr amüsiert, als er diesen Teil des Films sah.

Hammond lässt den Film weiterlaufen.

Daniel (auf dem Film): Sam, hilf mir mal weiter. (Sam kommt ins Bild und winkt kurz) Ahm, Samantha Carter, Colonel der US Air Force und Mitglied von SG-1.

Alt – Carter kriegt den Mund nicht mehr zu und Alt – Daniel schaut sie verwirrt an.

Carter (Auf dem Film): Okay, ich finde, wir sollten ihnen vom Stargate erzählen.

Alt – Carter: Oh mein Gott.

Alt – Daniel: Was ist SG-1?

Hammond: Geduld.

Der Film geht weiter.

Daniel (auf dem Band): Ahm, Colonel Carter und ich arbeiten für das Stargate Kommando, das ist eine Einrichtung im Cheyenne Mountaine und in den letzten acht Jahren sind wir regelmäßig durch eine große, ringförmige Vorrichtung gereist, die sich Stargate nennt. (Alt – Daniel und Alt – Carter schauen noch immer verwundert auf die beiden auf dem Film) Sie müsste neunzehnhundertachtundzwanzig in Ägypten entdeckt worden sein.

Carter (auf dem Band): Und im Verlauf dieser Weltraummissionen sind wir in den Besitz von fortschrittlicher Technologie gekommen, die uns geholfen hat die Erde gegen mehre außerirdischen Angriffe zu verteidigen.

Daniel (auf dem Band): Falls die Dinge, über die wir sprechen, aus irgendeinen Grund nicht zu treffen, dann ist es möglich, dass wir die Zukunft unbeabsichtigt verändert haben, denn der Zweck dieser Aufzeichnung ist die dringende Bitte an Sie ebenfalls in der Zeit zurück zu reisen und alles in Ordnung zu bringen. Falls das Sternentor allerdings immer noch nicht entdeckt wurde, müssen Sie es suchen und zum funktionieren bringen.

Alt – Carter und Alt – Daniel können sowohl ihren Augen als auch Ohren immer noch nicht trauen.

Daniel (auf dem Band): Ach, Jack, möchtest du nicht auch etwas sagen?

O’Neill (auf dem Band): Nein, lieber nicht.

Daniel (auf dem Band): Wir gehören alle auf diesen Film.

Carter (auf dem Band): Wir haben keine Möglichkeit zu erfahren wie sich die Dinge verändert haben.

Daniel geht zur Seite und Sam atmet einmal tief durch, als Jack im Bild auftaucht.

O’Neill (auf dem Band): Äh… General Jack O’Neill. (Alt- Carter verzieht das Gesicht und sie und Alt – Daniel tauschen einen Blick ist. Beide sind sich einig, dass sie ihn nicht kennen) United States Air Force. Alles in Ordnung?

Daniel (auf dem Band): Erzähl ihnen von der Zukunft.

O’Neill (auf dem Band): Ähm, College Football wird samstags gespielt, die Profiliga sonntags. Und, ähm, es gibt keine Fische mehr in meinen See… nicht einen einzigen. Tja, ich glaube, das war’s dann, oder?

Hammond schaltet den Film aus und dreht sich zu ihnen um.

Daniel: Hat er *Sternentor* gesagt?

Carter: Und Zeitreisen?

Daniel (setzt seine Brille wieder): Was ist auf dem Film noch zu sehen?

Hammond: Details eines Sternentores. Äh, SG-1 zusammen mit einem vierten Mitglied. Unsere Experten sagen so eine Arte humanoider Alien.

Carter: Ah… wollen Sie uns sagen, dass wir in irgendeiner alternativen Zeitlinie Teil eines Teams sind, das zu anderen Planeten reist? Und die Erde gegen außerirdische Invasionen verteidigt?

Hammond: Ich weiß. Das ist schwer nach zu vollziehen, aber…

Daniel: W-Was ist mit dem Sternentor? Haben Sie’s gesehen?

Hammond: Wir haben bei den Koordinaten gesucht, die in den Aufzeichnungen genannt wurden, aber hatten kein Glück. Dieses Gebiet wurde bereits früher erforscht, neunzehnhundertvierunddreißig, durch einen Doktor Langford. Aber er hat nichts gefunden, außer einer Tafel mit Hieroglyphen, die bisher niemand übersetzen konnte. Wir haben gedacht, Sie würden es vielleicht gerne mal versuchen?

Daniel: Soll das ein Scherz sein?


Szene: Cafeteria, SGC

Sam sitzt alleine in der Kantine an einem Tisch und trinkt eine Tasse Kaffe, als Daniel zu ihr kommt.

Daniel: Hey.

Carter: Hi.

Er setzt sich gegenüber von ihr auf den Stuhl.

Daniel: Und? Was halten Sie davon?

Carter (schüttelt kurz den Kopf): Also, um ehrlich zu sein, ich weiß nicht recht, was ich davon halten soll.

Daniel: Ja.

Carter: Zeitreisen sind theoretisch möglich. Es gibt einige Forschungsarbeiten aus dem Bereich der Quantenphysik, die vermuten lassen, dass die Zeit fließt wie eine Flüssigkeit in unserer Galaxis.

Daniel versteht kein Wort.

Carter: Denkbar sind Zeitreisen sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft. (Sie fängt an zu lachen und hebt abwehrend ihre Hände) Aber dazu währe eine gigantische Menge an Energie nötig.

Daniel: Eigentlich habe ich von uns gesprochen. *Unser* anderes Ich. Ich denke, wir könnten sie „Die, die wir sein sollten“ nennen. Hatten Sie nie das Gefühl, dass Sie für etwas bestimmt sind? Etwas, dass einen mehr ausfüllt als ein Schreibtischjob?

Carter: Ich nehme schon an.

Daniel: Ich hatte schon immer das Gefühl mein Leben würde falsch laufen.

Carter: Na ja, kommt ganz drauf an. Im Guten wie im Schlechten.

Daniel: Dann sehen wir das als eine Möglichkeit an alles zu verändern. Angenommen wir finden dieses… Sternentor.

Carter: Was denken Sie denn, was die vorhaben? Sollen wir uns etwa einem Eliteteam von intergalaktischen Weltraumhelden anschließen? Seien Sie realistisch! Die haben uns doch nur deshalb diese Aufzeichnung gezeigt, weil wir darin vorkommen.

Daniel (zeigt auf sie): Genau!

Carter: Oh.


Szene: Gästequartier, SGC

Um Daniel herum sind Fotografien und Bücher verteilt und er lässt das Video noch einmal ablaufen.

Daniel (auf dem Film): Okay, das wäre so ziemlich alles über das Torwahlsystem. Die Adresse von Chulak, die Heimatadresse. Was noch? Ähm…(Er holt das ZPM) also das hier ist von großer Bedeutung. Wir nennen es ZPM.

Teal’c (auf dem Film): Daniel Jackson.

Daniel: (auf dem Film): Zero… Was ist?

Teal’c (auf dem Film): Ich glaube, die Batterie ist gleich alle.

Daniel (auf dem Film, beginnt ganz schnell zu reden): Okay, das ist sehr wichtig. Das ist ein Zero Point Module. Und sein Zweck ist –

Und da ist der Film zu Ende. Hinter Daniel taucht Hammond auf.

Hammond: Ein höchst unglückliches Timing.

Daniel: Ahm, dieses ZPM war bei der Kamera dabei?

Hammond: Ja, wir lassen es gerade von unseren Experten untersuchen. Wie läuft es mit der Übersetzung?

Daniel: Oh… puh… (Er nimmt eine Fotografie) Das ist ein ziemlich seltener Dialekt. Ich verstehe, warum Ihre Experten daran gescheitert sind.

Hammond: Aber?

Daniel: Aber es ist fast so, als hätte der, der die Tafel beschriebe hat, meine Forschung gekannt. Zweitausendfünfhundertfünfundneunzig vor Christus. Fünf Jahre nachdem das Team in die Vergangenheit ankam, gab es dort einen Aufstand. Die alten Ägypter erhoben sich gegen den Sonnengott Ra, weil sie ihn für einen Hochstapler hielten und dieser angebliche Hochstapler ist in einem fliegenden Schiff verschwunden und nahm das Sternentor mit.

Hammond: Das ist bedauerlich.

Daniel: Ja, aber die Tafel erwähnt noch einen Ort, wo es ein zweites Sternentor hier auf der Erde geben könnte.

Hammond: Wo?

Daniel: Ahm… so weit bin ich leider noch nicht.

Hammond: Danke, Doktor. Ich bin schon gespannt auf Ihren Bericht.

Daniel (hält ihn davor zurück zu gehen): Ah, General. Wenn es Ihnen recht ist, möchte ich mich der Expedition anschließen, um dieses zweite Tor zu finden.

Hammond ist nicht der Meinung und Daniel braucht die Antwort gar nicht zu hören.


Szene: Cafeteria, SGC

Sam sitzt wieder alleine an einem Tisch und Daniel setzt sich zu ihr.

Daniel: Sie hatten Recht. Die lassen uns da nicht ran.

Carter: Tja, also, das überrascht mich nicht.

Daniel: Ich habe noch nicht die komplette Übersetzung fertig. Das bedeutet, wir haben noch ein Druckmittel.

Carter (sieht sich kurz um und dann flüsternd): Was steht denn da drin?

Daniel (beugt sich nach vorne): Anscheinend gibt es ein zweites Sternentor irgendwo in Antarktika.

Carter: Irgendwo in Antarktika?

Daniel: Na ja, so genau steht’s da nicht. Da steht „Das Land der Kälte im Süden“ was meiner Meinung nach nur Antarktika sein kann.

Carter: Ein riesiges Gebiet… mit viel Eis.

Daniel: Ich nehme an, wer die Tafel geschrieben hat, konnte nicht Längen und Breitengrade in ägyptischen Hieroglyphen erklären.

Carter: Tja, also Sie sind noch nützlich für die. Ich weiß nur nicht, warum die mich hier behalten.

Daniel: Oh, aber ich werde nicht zulassen, dass man Sie ausschließt. Wir sind ein Team. Wir gehören zusammen.

Carter (lächelt ihn an): Das ist nett. Wirklich.

Daniel (grübelnd): Ja. Wir brauchen jemanden, der sich für uns stark macht. Jemand, dessen Wort etwas bedeutet.

Beide fangen an zu überlegen.


Szene: Marina, Bootsteg

Neben der „Homer“ steht ein Schild mit Tours, Fishing, Charters und Parties. Darunter gibt es die entsprechenden Preise. Jack hingegen ist damit beschäftigt sein Boot zu reparieren.

O’Neill (fluchend): Ah… verdammt…

Daniel und Sam tauchen am Steg auf. Sie sagen nichts, sondern warten bis Jack sie gesehen hat. Er richtet sich auf und sieht die beiden an.

O’Neill: Haben Sie Interesse an einer kleinen Tour?

Daniel: Jack O’Neill?

O’Neill: Ja.

Daniel: Ah, ich bin Daniel Jackson, das ist Samantha Carter. (Sam winkt ihm kurz zu)

Schweigen.

O’Neill: Seid ihr ein Paar?

Daniel: Nein! Nein, nein, wir haben uns gerade erst kennen gelernt.

O’Neill (steht auf und setzt sich auf eine Bank): Was wollen Sie?

Carter. Na ja… äh… wir wurden vor kurzem vom Militär angesprochen wegen einer Angelegenheit von … Nationaler Sicherheit.

O’Neill (hämmert weiter): Ja, na und?

Daniel: Ähm, das ist wirklich wichtig. Hätten Sie nicht etwas Zeit für uns?

O’Neill: Hundertfünfzig Dollar die Stunde für nen Bootsverleih.

Daniel: Wir wollen doch nirgendwo hinfahren.

O’Neill: Das ist Ihr Geld.

Sam und Daniel schauen sich an.


Szene: Auf dem Boot, etwas später

Sam und Daniel tragen orange Rettungswesten. Sie sitzen auf der einen Seite und Jack auf der anderen.

Daniel: Also, im Prinzip müssen wir folgendes tun: Das Sternentor finden und dann diese Zeitmaschine in die Finger kriegen.

Carter: Und diesen Außerirdischen namens Teal’c.

Jack bereitet unterdessen gelangweilt seine Angel vor.

Daniel: Genau, zuerst Teal’c finden, dann die Zeitreise, um die Vergangenheit zu ändern und die Zukunft zu ordnen. (Jack beschäftigt sich weiterhin mit seiner Angel) Hören Sie eigentlich zu?

O’Neill: Ich versuche es nicht zu tun.

Daniel: Ja, ich nehme an das klingt etwas verrückt.

O’Neill: Wirklich? Was davon? Ahm, ich nehme an, von dem Moment an, an dem ich Sie an Bord ließ.

Carter: Sie müssen uns nicht glauben. Wir bitten Sie nur sich das Video anzusehen und dann selbst zu entscheiden.

O’Neill: Tja, also, ich habe bereits entschieden. Hey, Ihr Zeit ist abgelaufen! (Er schaut auf seine Uhr)

Daniel: Also…ah… fasziniert es Sie nicht im Geringsten, dass irgendwo dort draußen noch etwas sein könnte? Etwas mehr als… *das*.

Jack schüttelt seinen Arm mit der Armbanduhr dran.

Daniel sieht ihn entrüstet an.

O’Neill: Nein.

Daniel: Sie und wir sind angeblich ein Team. Wir retten die Welt.

Carter: Und das öfter als einmal.

O’Neill (glaubt ihnen nicht): Ja… okay…schön. Von mir aus gern. Also… also wir drei… die Welt, wir retten sie… nett. (Fängt an zu lachen) Alles klar.

Carter (zu Daniel): Zu fassen, dass ich dafür meine Vielfliegermeilen dafür verschwendet habe.

Jack wirft ihnen ein Zeichen zu und zwar formen Zeigefinger und Daumen einen Kreis und er lächelt sarkastisch.

Daniel: Verzeihen Sie die Störung.

O’Neill: Kein Problem.

Sam und Daniel stehen auf. Sam will ihre Schwimmweste bereits abnehmen, aber Jack wackelt mit dem Finger, dass sie das nicht tun sollte. Sie muss erst das Boot verlassen haben. Also stehen die beiden kurze Zeit später auf dem Steg, wo sie sich dieser Dinger entledigen.

O’Neill: Nichts für ungut, hä?

Die beiden verschwinden.


Szene: Korridor, SGC

Sam und Daniel werden von einem Soldaten eskortiert.

Carter: Haben Sie eine Ahnung, was hier los ist?

Daniel schüttelt nur den Kopf, aber in diesem Moment treffen sie auf Major Davis.

Davis: Doktor Carter, Doktor Jackson.

Carter: Major, was ist los?

Daniel: Haben Sie das zweite Sternentor?

Davis: Nein, leider nicht. Aber wir haben beschlossen Ihnen etwas zu zeigen. (Davis dreht sich zu den beiden Posten vor der Tür um) Sergeant?

Sie öffnen die Tür und wir entdecken dort in diesem Raum den Puddle Jumper. Fasziniert bleiben die beiden vor dem Schiff stehen.

Daniel: Wow.

Davis: Wir glauben, SG-1 hat mit diesem Schiff die Zeitreise unternommen.

Sie gehe um das Schiff herum zu dem eigentlichen Eingang. Sam berührt die Außenhülle.

Carter: Wo haben Sie das her?

Davis: Es wurde in der Nähe der Grabkammer entdeckt, in der sich die Videokamera befand. Bitte.

Vorsichtig betreten sie das Schiff.

Carter: Unglaublich. (Dreht sich zu Davis um) Ist es betriebsbereit?

Davis: Noch nicht.

Sie gehen einmal ganz durch nach vorne

Carter: Auf dem Video hieß es, dass Jack O’Neill über ein bestimmtes Gen verfügt, dass es ihm ermöglicht dieses Ding zu fliegen.

Sie bleiben vor dem DHD stehen.

Daniel: Das ist die Schaltzentrale.

Carter: Richtig. Das Video besagt, dass es sowohl in der Lage war durch das Sternentor zu gehen als auch Zeitreisen durchzuführen.

Daniel: Dann ist das vielleicht der Wahlmechanismus.

Nur noch Zentimeter trennen sie davor das DHD zu berühren, als hinter ihnen eine penetrante Stimme auftaucht. Es ist unser lieber McKay

McKay: Fassen Sie ja nichts an.

Die beiden zucken zusammen.

McKay: Bitte, überlassen Sie das den Experten.

Rodney trägt ein blaues T-Shirt auf dem die Worte „Mr. Fantastic“ stehen.

Davis: Doktor Rodney McKay, der führende Wissenschaftler bei diesem Projekt.

McKay: Hi.

Davis: Das ist Doktor Carter, Doktor Jackson.

Beide strecken ihm die Hände hin, aber Rodney ergreift nur Sams.

McKay: Freut mich sehr.

Und schüttelt sie und schüttelt sie. Langsam verschwindet das Lächeln aus Sams Gesicht.

Davis: Wir hatten gehofft, sie könnten Ihnen behilflich sein.

Rodney lässt einfach nicht Sams Hand los und als er es schließlich tut, wischt Sam sich ihre Hand an ihrer Hose ab.

McKay: Hm, ja, dann danke.

Davis: Ich lasse Sie jetzt allein.

Die drei Wissenschaftler sind jetzt unter sich.

Carter: Und, ahm, haben Sie versucht die Toradresse anzuwählen, die Daniel Jackson auf dem Video erwähnt?

McKay: Nein. Warum sollten wir das tun?

Sam sieht ihn erstaunt an.

Carter: Na, um zu sehen…!

McKay: Natürlich haben wir das. Mein Sarkasmus. Wir haben die Adresse mehrmals angewählt und ohne Erfolg.

Daniel: Und irgendeine andere Kombination?

McKay: Verzeihen Sie bitte, was sind Ihre Fachgebiete?

Carter: Ah, Astrophysik.

Daniel: Archäologie.

McKay: Und ich höre Ihnen zu, weil…?

Carter: Wir auf dem Video sind.

McKay (zu Sam): Nein, Ihnen würde ich sogar zuhören, wenn Sie das Telefonbuch vorlesen würden.

Carter: Oh Mann.

McKay: Also, ich stehe auf diese Nummer mit der erotischen Bibliothekarin. Okay, wollen wir zusammen Mittagessen, damit ich Sie auf den neusten Stand bringen kann? Heute gibt’s Zitronenhuhn, mein Lieblingsessen.

Sam quetscht sich irgendwie an ihm vorbei und die beiden verlassen das Raumschiff.

McKay: Wir haben eine Menge zu besprechen.


Szene: Korridor, SGC

Daniel geht gerade um die Ecke, als Sam von hinten auf ihn zu gerannt kommt.

Carter: Daniel! Ist er hinter mir?

Daniel: Wer?

Carter: McKay. (Daniel schüttelt mit dem Kopf und Sam schaut noch einmal hinter sich) Ach, Gott sei Dank! Der Kerl kostet einem Nerven. Jetzt habe ich ihn abgehängt.

Daniel: Gibt’s schon Fortschritte mit dem Schiff?

Carter: Na ja, die Technologie ist uns weit voraus. Aber ich habe etwas, was wirklich wichtig ist.

Daniel: Was?

Carter: Dieser McKay hat doch vorhin gesagt, sie hätten ein paar Mal versucht die Sternentoradresse anzuwählen und nichts ist passiert.

Daniel: Ja.

Carter: Na, ist doch klar. Hier konnte nichts passieren.

Daniel beginnt zu verstehen.


Szene: Besprechungsraum, SGC

Daniel und Sam sitzen am Tisch, als Davis zu ihnen kommt.

Davis: Was haben Sie gefunden?

Daniel: Wir warten auf General Hammond. (Daniel zieht die Akte zu sich und faltet die Hände, Sam tut es ihm gleich)

Davis: Er ist beschäftigt. Erzählen Sie es mir. Ich entscheide, ob es wichtig genug für ihn ist.

Die beiden sehen sich kurz an und Daniel schiebt die Akte zu Sam hinüber, die sie wiederum zu Davis schiebt. Davis schlägt sie auf und wir sehen die Fläche von Antarktika mit einer Art Maske von Zielscheibe.

Carter: Ich habe unsere Versuche das Tor anzuwählen mit jüngsten seismischen Aktivitäten in Antarktika verglichen. Sie passen perfekt. Das Epizentrum befand sich in allen acht Fällen genau an derselben Stelle. Etwa fünfzig Meilen entfernt von McMurdo. (Sie deutet auf den roten Punkt) Dort werden Sie das zweite Tor finden. (Sie grinst ihn an)

Daniel: Wichtig genug?

Davis: Entschuldigen Sie mich.

Er nimmt die Akte mit und verschwindet. Sam lehnt sich in ihren Stuhl zurück.


Szene: Torraum, SGC

Reges Treiben. Alles wird für das Tor vorbereitet. Sam und Daniel betreten den Raum und gehen zu Hammond.

Carter: General, Sie wollten uns sehen.

Alle drei schauen nach oben, wo gerade das Tor durch die Decke herabgelassen wird.

Hammond: Es war genau dort, wo Sie gesagt haben. Gute Arbeit.

Carter: Danke, Sir.

Hammond: Ich möchte Ihnen beiden sagen, dass Sie Ihre Hilfe bei diesem Projekt sehr geschätzt wurde. Ihr Land schuldet Ihnen eine Menge Dank.

Beide sehen ihn an.

Daniel: Aber wir sind noch nicht fertig.

Hammond: Ich würde sagen *wir* sind noch nicht fertig. Sie beide jedoch werden mit dem Flugzeug zurück nach Hause fliegen. Ich bin sicher, ich muss Sie nicht an die Details der Verschwiegenheitsverpflichtung erinnern.

Carter: W-W-Warten Sie mal. Sie werden doch irgendwann ein Team durch das Tor schicken, oder?

Hammond: Dieses Team wird gerade zusammengestellt.

Daniel: Aber Sie kennen das Video. *Wir* sind das Team. Ich meine, wenn jemand gehen sollte, dann wir.

Hammond: Bedaure, Doktor Jackson, aber weder Sie noch Doktor Carter haben das Training oder die Qualifikation für eine Mission. Also vergessen Sie das.

Er dreht sich auf dem Absatz um. Die beiden können nur noch mit ansehen, wie das Tor in Stellung gebracht wird.


FORTSETZUNG FOLGT…

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