8.15 Joe
Citizen Joe


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Joe (mit gebrochener Stimme): Sie brauchen nur zu wissen, dass Sie mein Leben ruiniert haben.
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Szene: Jacks Haus

Jack betritt bepackt mit Einkaufstüten sein Haus. In der anderen Hand hält er sein Handy und telefoniert mit Sam.

Carter (über Telefon): Wie wär’s mit Montagfrüh?

O’Neill: Nein, da habe ich mit jemanden einen Termin von der CIA – Johnson oder so ähnlich. Es geht um die Kinsey Geschichte.

Er geht in seine Küche, um dort die Tüten abzustellen.

Carter (über Telefon): Und haben Sie schon Pläne für’s Wochenende?

O’Neill: Oh ja, natürlich! Gigantische.

Sam befindet sich auf dem Stützpunkt. Sie steht im Korridor am roten Telefon.

Carter: Ja, ich ebenso wenig.

O’Neill (über Telefon): Moment mal, ich bin gerade mit einen ganzen Sack voller Zutaten für mein weltberühmtes Omlettrezept hereingekommen.

Carter: Weltberühmt? Was ist da drin?

O’Neill: Eier.

Carter (über Telefon): Ich glaube kaum, dass man dazu Rezept sagen kann.

Im Grunde stellt Jack gerade ein paar Bierflaschen auf den Tisch.

O’Neill: Ach, Sie haben ja keine Ahnung. Da gibt’s ne geheime Zutat. Darf ich nur nicht sagen, sonst müsste ich Sie erschießen.

Carter (kennt ihn ziemlich gut): Es nennt sich Bier, habe ich Recht?

O’Neill: Carter…

In diesem Moment stürmt ein Mann mit einer Pistole herein und bleibt vor Jack stehen.

O’Neill: Ich melde mich wieder.

Carter: Ich wusste es!

Grinsend und triumphierend legt sie auf.

Die Hand des Mannes zittert, Jack starrt ihn einfach nur an.

O’Neill: Hallo.

Mann: Sie sind Jack O’Neill.

O’Neill: Ja. Was mich interessiert, wer sind Sie?

Der arme Kerl scheint sichtlich nervös zu sein.

Mann (mit gebrochener Stimme): Das spielt keine Rolle, für niemanden. Sie brauchen nur zu wissen, dass Sie mein Leben ruiniert haben.


CREDITS


Szene: Sieben Jahre früher

Der Mann, Joe, und seine Frau Charlene stöbern bei jemandem herum, die einen privaten Flohmarkt aufgebaut haben, um den Plunder aus ihrer Garage loszuwerden.

Sharlene: Wir hätten viel früher kommen sollen, als es noch die echten Schnäppchen gab.

Joe: Schatz, es ist sieben Uhr früh.

Sharlene: Joe, fang dort drüben an und sieh zu, dass du dort eine Lampe für’s Ferhnsehzimmer findest.

Joe geht in die Richtung, als seine Frau plötzlich etwas entdeckt hat.

Sharlene: Ach du meine Güte! Hast du gesehen, hier gibt’s diese alten, englischen Teedosen.

Joe geht weiter, sieht sich hier und da um, durchblättert ein paar Comics, als ihm ein merkwürdiger Gegenstand ins Auge fällt. Es ist rund und schwarz. Neugierig nimmt er es in die Hand. Er betrachtete es eingehend, doch schaut dann auf einmal auf. Er scheint das Stargate zu sehen, wie sich das Wurmloch etabliert und es geht noch weiter…


[Vision]

Episode: Die Invasion – Teil 3 (Within the Serpents Grasp)

SG-1 hat den Torraum abgeriegelt, um ungestört gegen den Befehl zu verstoßen, dass das Stargate außer betrieb ist.

Stimme: Sicherheitsverletzung!

Daniel: Sie haben gerade Korridor C-9 geöffnet.

O’Neill: Okay, gehen wir.

Die vier stürmen in den Torraum und verschwinden durch das Tor. Die übliche Reise durch das Sternentor beginnt.

[Vision Ende]


Zurück auf dem Flohmarkt schaut Joe überrascht auf das kleine Ding in seiner Hand. Verwirrt dreht er sich zu einem Mann um.

Joe (deutet auf das Ding): Verzeihen Sie, wie viel?


Szene: Joes Friseursalon „Styling Joe“

Offensichtlich gehört Joe der Laden und er schneidet einem Mann gerade die Haare. Neben ihm auf dem Stuhl sitzt sein Kollege Bert und ihr jüngerer Auszubildender Gordie.

Joe: Jedenfalls kommt da ein Mann in die Bar und sieht da einen Affen sitzen. Verzeihung nein, er sieht einen Gorilla. Ja, genau, da sitzt also dieser Gorilla und trinkt eine Cola. Also sagt der Mann zu dem Barkeeper: 'Verrückt, was ist mit dem Gorilla vor seiner Cola?’ Und der Barkeeper sagt: 'Genau, der Affe bestellt normalerweise ne Cola.’ (Niemand lacht) Ich meine ein Bier, er trinkt sonst ein Bier.

Bert: Ist es ein Affe oder ein Gorilla? Das sind nämlich zwei verschiedene Paar Schuhe.

Joe: Ist doch egal. Es könnte auch ein Meerschweinchen sein oder so. Fakt ist…

Kunde (Fred): Joe, Fakt ist, sei froh, dass du Haare schneiden kannst.

Sie beginnen alle zu lachen und Joe pinselt Fred nur noch die Haare aus dem Nacken.

Fred: Sind wir jetzt fertig?

Joe (nimmt den Umhang ab): Alles klar.

Fred: Denn irgendjemand braucht da draußen heute ein neues Auto, ob er es weiß oder nicht, ist mir egal. Hä, ich verspüre, wie mich heute das Verkäuferglück durchströmt. (Er steckt Joe ein paar Geldscheine in die Brusttasche) Freunde, war mir ein Vergnügen.

Joe: Danke, Fred.

Bert: Bis dann, Fred.

Joe greift lächelnd in seine Brusttasche, als er eine neue Vision hat.


[Vision]

Episode: Die Invasion – Teil 3 (Within the Serpent’s Grasp)

SG-1 befindet sich auf Apophis’ Mutterschiff, wo sie sich verstecken. Wir sehen einen großen Sarkophag vor dem Stargate stehen, ebenso wie Jaffa – Wachen und andere Untergebenen. Der Sarkophag öffnet sich.

Apophis: Verbeugt euch und erweist meinem Sohn, den mächtigen Krieger, Klorel, die Ehre.

Ska’ara erhebt sich aus dem Sarg und die Wachen knien vor ihm nieder.

Klorel: Kel, Apophis.

SG-1 kann nur tatenlos zusehen.

[Vision Ende]


Joe schüttelt kurz mit dem Kopf. Er sieht hinüber zu seinen Mitarbeitern, die nichts bemerkt haben und zieht den ovalen Stein, den er vom Flohmarkt gekauft hat, aus seiner Brusttasche. Betrachtet ihn kurz und steckt ihn dann wieder zurück.


Szene: Joes Haus, Abend

Joe, Sharlene und ihr Sohn Andy sitzen am Tisch um zu Abend zu essen.

Sharlene: Joe, wir lesen ein unglaubliches Buch diese Woche im Buchclub. Es heißt 'Das Herz einer Frau’, das ist eine so wahnsinnig starke Geschichte und jedes Mal, wenn ich daran denke –

Joe: Willst du eine Geschichte hören?

Sharlene: Oh natürlich, Schatz, tut mir leid, was hast du heute im Laden erlebt?

Joe: Nein, das hat nichts mit der Arbeit zu tun. Ich habe eine Geschichte.

Sharlene: Wie meinst du das?

Joe: Na ja, wie in den Romanen, die du liest – nur etwas anders.

Sharlene: Hm, na gut. Fang an.

Joe: Sie handelt von außergewöhnlichen Abenteurern – die nennen sich SG-1 und sie reisen zu anderen Planeten durch eine außerirdische Vorrichtung. Sie nennen es Stargate. Ihr Anführer ist der furchtlose Colonel Jack –


[Vision]

Episode: Die Invasion – Teil 3 (Within the Serpant’s Grasp)

Teal’c: O’Neill, sei bereit für –

Doch da ist es bereits zu spät. Jack wird gegen die Wand geschleudert. Teal’c sieht ihn mit einer hochgezogenen Augenbraue an.

Teal’c:… eine extreme Verlangsamung.

O’Neill (bemüht sich aufzustehen): Danke, Teal’c.

Klorel gesellt sich neben ihn, als Jack aus dem Fenster schaut.

Klorel: Du wirst deinen Heimatplaneten ein letztes Mal sehen, bevor du und alle auf deinem Planeten zerstört werden. Und dann wird eure Art das Volk der Goa’uld nie mehr belästigen.

Jack starrt aus dem Fenster, während die Erde immer näher kommt.

[Vision Ende]


Andy: Und wer sind die Goa’uld, Dad?

Joe: Die Bösen, Engel.

Sharlene: Und dieser Ska’ara oder so ähnlich?

Andy: Ja, du hast doch gesagt, sein Name wäre Klorel.

Joe: Ich weiß, es ist etwas kompliziert, aber Geduld, ich bin noch gar nicht bei dem guten Teil.


[Vision]

Episode: Die Invasion – Teil 3 (Within the Serpant’s Grasp)

Klorel bearbeitet Daniel mit dem Handgerät.

O’Neill: Ska’ara!

Ohne, dass er eine Wahl hat, schießt Jack auf seinen jungen Freund. Getroffen lässt Klorel von Daniel ab und er fällt zu Boden. Jack rennt auf ihn zu und dreht ihn um.

O’Neill: Ach, Ska’ara, es tut mir leid.

[Vision Ende]


Andy: Das war alles?

Joe: Ich denke schon. Jedenfalls für’s erste.

Andy: Und was ist mit der Erde?

Joe: Das weiß ich selbst nicht. Ich meine, dass… dass habe ich mir noch nicht so genau überlegt.

Andy: Aber die Geschichte geht doch weiter, Dad. Du kannst nicht mittendrin aufhören.

Joe: Ich mache dir einen Vorschlag, du erledigst all deine Pflichten und erfährst den Rest der Geschichte morgen.

Andy: Pflichten? Was sind wir? Pfadfinder?

Sharlene (mahnend): Andy!

Joe: Los, mach deine Schularbeiten.

Reumütig nimmt sich Andy seinen Teller und stapft damit in die Küche.

Sharlene: Er ist so was von altklug geworden.

Joe: Sie hat dir nicht gefallen, oder?

Sharlene: Na ja, du weißt doch, ich bin kein großer Science Fiction Fan, aber sie… sie war, sie war so genau erzählt… Wie ist dir das auf einmal eingefallen?

Joe (zuckt mit den Schultern): Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Ist mir einfach so zugeflogen.

Sharlene: Es ist unglaublich, wirklich.

Joe (nickt ein paar Mal): Hm mh… Was hat dir daran nicht gefallen?

Sharlene: Versteh mich nicht falsch, sie war aufregend. Es ist nur so, dass ich persönlich lieber Geschichten über Zwischenmenschliche Beziehungen höre und weniger über Dinge, die durch’s Weltall fliegen.

Jetzt ist es sie, die mit den Schultern zuckt.


Szene: Joes Friseursalon

Joe: Ein gigantischer Feuerball erleuchtet die Nacht! (Er reißt seine Arme in die Luft)

Bert und Gordie sehen ihn abwartend an. Fred liegt wieder auf dem Stuhl, diesmal zur Rasur.

Fred: Und diese Leute sind wer?

Joe: Ja, eine Spezialeinheit der US Air Force.

Fred: Aber sie reisen zu anderen Planeten?

Joe: Durch das Stargate.

Gordie: So was ähnliches, wie ne Zeitreisemaschine?

Joe: Ein Gerät von den Außerirdischen, das ein stabiles Wurmloch erschafft, das Reisen zu anderen Welten ermöglicht. Es hat mit Zeitreisen nichts zu tun.

Bert (hebt seine Hand): Boss, eine Frage. Äh, diese Goold—

Joe: Goa’uld.

Bert: Goa’oo—

Joe: Goa’uld.

Bert: Wie dem auch sei, die Bösen jedenfalls. Sie sagen, die hätten Schlangen im Kopf?

Joe: Symbionten, ja.

Gordie: Und was ist mit den Typen, bei denen sie im Bauch sitzen?

Joe: Das sind andere. Die heißen Jaffa. In ihnen wachsen die Symbionten heran, bis sie reif sind für die Implantation. (Er deutet auf seinen Kopf)

Fred: Also wirklich, Joe, das ist verwirrend.

Bert: Er hat Recht, Boss, warum gibt es nicht nur einfach eine Art vom Bösen? Die haben die Schlangen im Kopf und die machen die böse und Ende.

Aber Joe schüttelt nur mit dem Kopf.

Fred: Und wir nennen sie Schlangenmenschen.

Gordie: Ja, Schlangenmenschen klingt gut.

Joe: Die heißen aber nicht Schlangenmenschen, die heißen Goa’uld. Und die Jaffa sind keine Bösen, es sind versklavte Krieger, die fälschlicher Weise die Goa’uld für ihre Götter halten. Das ist nicht verwirrend, das ist kompliziert.

Er wirbelt mit dem Rasiermesser über Fred herum, welches es vorsichtig betrachtet.

Fred (räuspert sich): Ich fand es sehr spannend, im Ernst.

Gordie macht sich wieder an die Arbeit den Boden zu fegen, Bert versinkt hinter seiner Zeitung und Joe setzt seine Arbeit fort.


Szene: Joes Haus, Abend

In seinem Arbeitszimmer hängt Joe am Telefon und ruft bei der Air Force an.

Soldat (Telefon): United State Air Force, was kann ich für Sie tun?

Joe: Ahm, hallo, ich versuche einen Ihrer Offiziere zu erreichen. Einen Colonel Jack O’Neill – mit zwei 'L’

Soldat (Telefon): Nennen Sie bitte Ihren Namen und den Grund Ihres Anrufs.

Joe: Mein Name?

Soldat (Telefon): Ja, bitte.

Joe: Ah, ja, ja, sicher, äh, mein Name ist Joe… Smith. Okay, mir ist klar, dass Colonel O’Neill möglicherweise nicht erreichbar ist, wahrscheinlich auf einer wichtigen Mission unterwegs, aber ähm, das ist sicherlich eine merkwürdige Frage, aber ich weiß nicht, ob Sie Colonel O’Neill persönlich kennen, äh, könnten Sie mir eine Beschreibung von ihm geben? Sie wissen schon, Größe, Gewicht, Schuhgröße, Sinn für Humor, solche Dinge.

Soldat (Telefon): Das kann ich unmöglich, Sir.

Joe: Oh, aber ja, sicher. Nationale Sicherheit. Jedenfalls, habe ich Sie richtig verstanden, es gibt tatsächlich einen Colonel Jack O’Neill in der Luftwaffe?

Soldat (Telefon): Gibt es eine Nachricht, die Sie ihm hinterlassen wollen, Sir?

Joe: Schon gut, danke!

Schnell legt er auf. Er kann es kaum fassen, Jack O’Neill gibt es tatsächlich.


Szene: Andys Zimmer

Joe erzählt seinem Sohn, der bereits im Bett liegt, eine weitere Geschichte.

Joe: Und dann am Ende wurde Rya’c aus Apophis’ Fängen befreit. Teal’c, Drey’auc und Rya’c waren wieder eine Familie.

Andy: Aber Teal’c geht doch wieder zurück zum Stargate Kommando und kämpft für die Freiheit der Jaffa?

Joe: Ja, natürlich, aber erst muss er Drey’auc und Rya’c an einen sicheren Ort bringen.

Andy: Damit die Goa’uld keine Bomben mehr in Rya’cs Zähne setzen können?

Joe: Ganz genau. Und jetzt musst du schlafen.

Er gibt seinen Sohn einem Gutenachtkuss und steht auf.

Andy: Coole Geschichte, Dad.

Joe lächelt ihn an und schaltet dann das Licht aus.


Szene: Wohnzimmer, Joes Haus

Joe sitzt vor den Fernseher und sieht sich ein Basketballspiel an. Sharlene sitzt auf dem Sofa und liest ihr Buch, aber schielt immer wieder zu ihrem Mann hinüber.

Sharlene: Joe, woher hast du die Geschichten, die du in letzter Zeit erzählst?

Joe (zuckt mit den Schultern): Hm, keine Ahnung.

Sharlene: Komplette Geschichten mit solchen Handlungen einfach so? Sie fliegen dir einfach zu?

Joe (erneutes Schulterzucken): Könnte man sagen.

Sharlene schaltet den Fernseher aus und geht zu ihrem Mann hinüber. Sie setzt sich auf den Fußhocker.

Joe: Warum siehst du mich so an?

Sharlene: Ich glaube, du hast den Zugang zu deiner Kreativität – der Urquelle deiner Fantasie – entdeckt.

Joe: Was?

Sharlene: Ich habe schon mal gelesen, dass so etwas vorkommt. Du öffnest dich deiner schöpferischen Kraft.

Joe: Meiner schöpferischen Kraft?

Sharlene (nickt): Hm mh. Das nennt man Midlifecrisis.

Joe: Tatsächlich?

Sharlene: Nur, dass du nicht deiner Jugend hinterher trauerst, indem du dir einen Sportwagen zulegst oder Paragliding lernst, du suchst deine Unsterblichkeit in der Kreativität.

Joe (sieht sie verwirrt an): Wir können uns keinen Sportwagen leisten.

Sharlene: Schatz, das ist wundervoll. Das bedeutet, dass du nicht auf eine Affäre mit einer Jüngeren aus bist.

Sie schaltet das Spiel wieder ein, aber Joe ist offensichtlich mehr als verwirrt.


Szene: Joes Friseursalon, vor sechs Jahren

Bert: Moment mal, Moment, ich dachte Teal’c hätte sein Gesicht vor O’Neill vor diesem Kopfgreifding gehalten. Wieso hat es ihn nicht zuerst erwischt?

Joe: Leute, ich habe doch gesagt, wartet mit euren Fragen, bis ich fertig bin. Also, das was noch übrig war von Colonel O’Neills Verstand, war fähig eine Toradresse anzuwählen, eine, die sie bisher noch nie angewählt hatten.


[Vision]

Episode: Die Fünfte Spezies (The Fifht Race)

Jack fliegt durch das Tor auf den Asgard Planeten Otalla. Hinter einer Säule schaut einer kleiner Asgard hervor, um den Neuankömmling zu begutachten. Jack sieht sich um, als plötzlich zwei von den grauen Kerlen vor ihm stehen.

[Vision Ende]


Bert: Die Asgard? Klar, die kleinen, grauen Kerlchen.

Gordie: Halt die Klappe und lass ihn ausreden, Bert.


[Vision]

Episode: Die Fünfte Spezies (The Fifht Race)

Jack kniet sich vor den kleinen Asgard hin.

O’Neill: Okay, nicht, dass ihr glaubt, ich wäre undankbar, denn ich bin euch wirklich dankbar, dass ihr das Zeug aus meinen Kopf holen konntet, aber ehrlich, Leute, euch sollte klar sein, dass wir da draußen existieren. Auch wenn wir noch nicht bereit sind für euer Wissen, wir geben uns Mühe, okay?

Der Asgard streckt Jack die Hand entgegen und dieser schüttelt sie. Nach und nach kommen auch die anderen Asgards zum Vorschein.

Asgard: Ihr habt bereits den ersten Schritt getan auf dem Weg die fünfte Rasse zu werden.

[Vision Ende]


Bert: Aber was ist mit den Furlings, tauchen die auch wieder auf?

Joe: Oh, aber natürlich. Ich bin mir sicher, es gibt noch viele Geschichten über sie.

Gordie und Bert werfen sich fragende Blicke zu, Joe entgeht das nicht.

Joe: Ich meine, ich denke mir eine aus.

Gordie (lachend): Furlinge, klingt niedlich. Wie Ewocks.

Er fegt weiter.


Szene: Joes Haus, morgens

Sharlene holt die Zeitung herein, während Andy am Frühstückstisch sitzt und Joe gerade die Treppe herunter kommt.

Sharlene: Andy, iss schön auf, sonst verpasst du noch den Bus, Liebling.

Joe: Guten Morgen.

Sharlene: Guten Morgen.

Sie küssen sich flüchtig.

Sharlene: Und du wirst heute den Rasen mähen, junger Mann. Hinter unserem Haus sieht es ja aus wie in einem Dschungel.

Andy: Nach der Schule, Mum, versprochen.

Joe: Okay, Sohn, wenn du den Rasen gemäht hast, dann erzähle ich dir alles über die Reetou.

Andy: Cool! (Sharlene setzt ihm den Schulrucksack auf)

Sharlene: Und jetzt lauf, Liebling.

Andy: Bis dann Mum, bis dann Dad.

Er rennt aus dem Haus.

Sharlene: Die Reetou?

Joe: Na die große Krise beim Stargate Center.

Sharlene: Joe, versteh das bitte nicht falsch, aber vielleicht solltest du dich mit deinen Geschichten etwas zurückhalten.

Joe: Wieso?

Sharlene: Ach nichts, es ist nur, na ja, die Leute im Ort zerreißen sich das Maul.

Joe: Das Maul? Wer denn?

Sharlene: Nicht jeder will Geschichten von Jack O’Neill und SG-1 hören, nur weil er sich die Haare schneiden lässt.

Joe: Denen gefallen doch meine Geschichten.

Sharlene: Vielleicht sind sie einfach nur höflich, Schatz. Und es geht auch nicht nur um deine Kunden. Sam von der Drogerie hat gesagt, du würdest ihn andauernd voll quatschen und auch Marjorie von der Bank und auch Lenny von der Tankstelle…

Joe: Sharlene, du hast doch von meiner schöpferischen Kraft gesprochen und jetzt willst du, dass ich aufhöre?

Sharlene: Vielleicht wäre es besser, du würdest sie aufschreiben.

Joe: Du meinst, wie ein Schriftsteller?

Sharlene (nickt): Ja, versuch es doch mal, dann kannst du sie in deinem Laden auslegen wie Zeitschriften und dann kann jeder selbst entscheiden, ob er sie lesen will.

Joe denkt ernsthaft darüber nach.


Szene: Schlafzimmer, Joes Haus

Während seine Frau seelenruhig neben ihm schläft, dreht Joe Däumchen. Er hält das Gerät in der Hand und starrt an die Decke.


[Vision]


Episode: 1969 (1969)

SG-1 befindet sich in der Lagerhalle, in der das Stargate steht. Sie werden von ein paar Soldaten abgehalten wieder in ihre Zeit zurückzureisen. Sie haben sich hinter ein paar Kisten versteckt, während Jack mit dem Zat auf ein paar Soldaten schießt.

Carter: Sir, es kommt genau auf den Zeitpunkt an. Noch ein paar Sekunden!

O’Neill: Wir haben aber keine Zeit mehr. Los jetzt!

Sam, Daniel und Teal’c machen sich auf den Weg die Rampe hinauf zu rennen, als Jack ihnen noch Feuerschutz gibt, bevor er selbst durch das Tor – gefolgt von ein paar Kugeln – durch das Tor hechtet.

[Vision Ende]

Szene: Wohnzimmer, Joes Haus, selbe Nacht

Joe sitzt an seinem Laptop schreibt seine Visionen nieder.

Joe (schreibend): Der junge Lieutenant Hammond stand vor der schwierigsten Entscheidung seines Lebens. Doch das fremde Quartett sah kaum aus wie sowjetische Spione.

Im Hintergrund sehen wir, wie eine müde Sharlene ins Wohnzimmer geschlurft kommt.

Sharlene: Schatz, es ist drei Uhr morgens, komm ins Bett.

Joe: Ich will nur noch diese Geschichte zu Ende bringen.

Sharlene: Das hast du letzte Nacht auch schon gesagt und die Nacht davor. In vier Stunden klingelt der Wecker. Wenn du tot müde bist, kannst du unmöglich den Leuten die Haare schneiden. (Aber Joe schreibt weiter) Joe?

Joe: Bin gleich fertig.

Und er schreibt weiter. Resigniert geht Sharlene wieder zurück ins Bett.


[Vision]

Episode: O’Neill und Laira ( A Hundred Days)

Wir sehen, wie sich Jack von Laira verabschiedet.

Joe (erzählend): Sie umarmten sich und sahen sich ein letztes Mal in die Augen. Mit großer Traurigkeit im Herzen ging er davon und sie sah ihm nach und fragte sich, ob sie ihn je wieder sehen würde. Das war’s.

[Vision Ende]

Szene: Joes Friseursalon

Eine Kundin – Cindy - sitzt im Stuhl und ihr wurde von Bert die Haare geschnitten. Joe sitzt daneben.

Cindy (bedrückt): Die arme Frau. Ob sie wohl ein Kind von ihm erwartet?

Joe (reicht ihr ein paar Taschentücher): Da müssen Sie wohl auf die Fortsetzung warten.

Auch Bert wischt sich eine Träne weg.

Gordie: Das darf doch wohl nicht wahr sein.

Bert: Was denn, ich habe nur was im Auge.

Cindy: Oh, du hast so ein weiches Herz. (Sie küsst Bert auf die Wange) Bis heute Abend, Liebling. Auf Wiedersehen.

Joe: Auf Wiedersehen, Cindy.

Sie verlässt den Salong, als der Postbote – Calvin – hereingestürmt kommt.

Calvin: Morgen, Freunde!

Joe: Hey, Calvin.

Calvin: Joe, sieht aus als hättest du Post von ein paar Zeitungen aus New York.

Sofort springt Joe auf und schnappt sich die Briefe. Sie werden zwischen Bert und Gordie aufgeteilt. Alle drei werden gleichzeitig geöffnet.

Joe (lesend): Wir haben Ihr Manuskript erhalten, aber leider blah blah blah blah blah blah…

Bert (lesend): Danke für Ihr Interesse, viel Glück für die Zukunft.

Gordie: Ich finde, Sie hätten nicht die über Seth schicken sollen. Es war nicht eine der Besten.

Bert: Die haben Hathor abgelehnt? Aber die war genial!

Joe kneift seine Augen zusammen.


Szene: Wohnzimmer, Joes Haus, vor drei Jahren.

Wieder einmal sitzt Joe an seinem Laptop und schreibt eine Geschichte auf.

Andy (jetzt um einiges gewachsen): Dad! Also wirklich, das solltest du dir ansehen.

Er lässt von seiner Geschichte ab und geht hinüber zu seinem Sohn, der auf der Couch liegt und Fernsehen schaut.

Joe: Was ist denn?

Andy: Zieh dir das rein.

Im Fernsehen sehen wir ein Vorschau von Wormhole X-Treme.

Stimme: Vier außergewöhnliche Helden in einer sensationellen, neuen Science Fiction Serie. Mit Nick Marlowe als cooler Colonel Danning.

Marlowe: Tatsache ist, dass Colonel auf meiner Uniform steht.

Fassungslos kniet sich Joe vor den Fernseher. Er kann es einfach nicht glauben.

Andy: So etwas wie originelle Ideen gibt es nicht mehr. Es werden die alten Geschichten nur immer und immer wieder aufgewärmt. Sie landen im Schmelzpegel der Mittelmäßigkeit.

Stimme:… Und mit Douglas Anders als Grell, einen Roboter.

Entrüstet stemmt Joe die Hände in die Hüften.

Stimme: Wurmloch Extrem diesen Herbst.

Joe: Die haben meine Idee gestohlen.


Szene: Joes Friseursalon

Fred: Hey, wie ist eigentlich die Klage, die ihr gegen diese Sendung angestrebt habt, ausgegangen? Wie hieß die doch gleich?

Joe: Wurmloch Extrem? Ach, die wurde schon nach einer Folge wieder abgesetzt.

Gordie: Miese Quoten.

Fred läuft mit einem Handtuch auf dem Kopf herum, um sich die Haare abzutrocknen.

Bert: Mir hat sie gefallen. Nicht so sehr, wie Ihre Geschichten, Boss.

Fred setzt sich in den Stuhl und ihm wird der Umhang umgelegt.

Joe: Ich habe sogar eine Neue. Ist mir letzte Nacht eingefallen. SG-1 findet heraus, dass ein riesiger Asteroid auf die Erde zusteuert.

Fred: Ich habe den Film gesehen, der knallt auf Paris.

Joe: Nein, das hier ist anders. Es fängt damit ein, dass ein Amateurastrologe –

Fred (unterbricht ihn): Schon gut. Joe, sei mir nicht böse. Bin einfach nicht in der Stimmung.

Joe: Ach komm schon, willst du nicht erfahren, wie SG-1 ihn aufhält? (Er antwortet nicht) Also gut, ich erzähl’s dir. Major Carter gelingt es das Hyperraumfeld vom Frachtschiff aus so zu erweitern, dass es nicht –

Fred (genervt): Joe, nichts für ungut, aber wie oft retten diese Leute die Welt noch vor Apophis? Wie oft haben sie es schon geschafft? Fünf, sechs Mal?

Joe: Es geht doch um Anubis. Apophis ist tot.

Fred: Wo ist der Unterschied? Was soll denn das? Es wird langsam langweilig. Ich meine, es muss doch andere Dinge geben über die wir reden können, nicht nur SG-1.

Joe dreht sich zu seinen beiden Kollegen um, aber die schauen lieber weg.

Fred: Spielt einer von euch Golf?

Keine Antwort.


Szene: Wohnzimmer, Joes Haus

Mal wieder hängt er vor seinem Laptop. Sharlene fasst sich ans Herz und geht auf ihn zu.

Sharlene: Joe, hast du eine Sekunde Zeit?

Joe: Augenblick, Schatz, es läuft grad so gut.

Sharlene: Schatz, hör auf zu tippen.

Joe: Zu schreiben.

Sharlene: Bitte.

Er hört tatsächlich auf und sieht zu ihr auf.

Joe: Was gibt’s?

Sharlene: Hör bitte auf damit.

Joe: Habe ich doch.

Sharlene (setzt sich auf den Stuhl neben ihm): Ich meine, du sollst für immer aufhören.

Joe: Was?

Sharlene: Ich bin unsere Bücher durchgegangen.

Joe: Sharlene…

Sharlene: Joe, diese Woche hast du den Laden drei Mal früher geschlossen, um nach Hause zu kommen und zu schreiben.

Joe: Ich habe den Laden geschlossen, weil das Geschäft nicht so gut lief.

Sharlene: Und du siehst nicht woran das liegt?

Joe: Keine Angst. Ich muss nur ein paar Geschichten veröffentlichen und einen Agenten finden. Dann wird alles besser.

Sharlene nickt nur und knallt ihm dann einen ganzen Stapel von Briefen auf den Tisch.

Sharlene: Dreihundertsechsundzwanzig. Das ist die Zahl der Absagen, die du erhalten hast.

Joe: Ich brauche doch nur eine Zusage.

Sharlene: Die lesen sie gar nicht mehr. Sie schicken sie ungeöffnet zurück.

Joe: Bert und Gordie finden sie toll.

Sharlene: Die arbeiten für dich. Was sollen sie sonst sagen?

Joe: Du hast sie nicht einmal alle gelesen.

Sharlene: Ich kenne bisher 'Seelenwanderung', 'Das Licht', 'Der Wächter'.

Joe: Okay, ich gebe zu, die waren vielleicht ein winziger Fehlschlag, aber insgesamt werden sie besser, oder?

Sharlene (schüttelt mit dem Kopf): Das weiß ich nicht.

Joe: Was meinst du, wo das Problem liegt, sag’s mir. Vielleicht kann ich es lösen.

Sharlene: Na ja, ich habe einfach das Gefühl als wäre das Zusammenspiel des Teams nicht mehr so, wie es am Anfang war.

Joe (erstaunt): Sie gefallen die alle nicht?

Sharlene: Nein, das nicht. Mir gefällt nur nicht, was es mit dir anstellt.

Joe: Du willst wirklich, dass ich aufhöre.

Sharlene: Das Schreiben kann doch nicht wichtiger sein als dein Beruf, als deine Familie.

Joe: Also, ehrlich, Sharlene, ich glaube nicht, dass ich aufhören kann.

Sharlene: Warum nicht?

Joe: Diese Geschichten, ich glaube…

Sharlene: Du glaubst, du glaubst was?

Joe: Ich glaube, sie sind wahr, Sharlene. (Sie starrt ihn schockiert an) Ich denke sie mir nicht einfach aus, sie passieren. Irgendwo. Ich kann sie sehen, das hängt mit dem Stein zusammen.

Sharlene (seufzt): Joe…

Joe: Ich kann’s nicht erklären, aber ich glaube, der Stein sorgt dafür, dass ich unglaubliche Dinge sehe.

Sharlene: Von denen du glaubst, dass sie wirklich passieren?

Joe: Ja. Hier probier’s mal. (Er sucht nach dem Stein) Wo ist er?

Sharlene: Joe.

Joe: Hast du ihn genommen? (Sie sieht ihn schief an) Sharlene! Was hast du damit angestellt? (Aufgeregt) Sharlene! Was hast du mit meinem Stein angestellt?!

Er fängt an den Mülleimer zu durchwühlen und leert den gesamten Inhalt auf den Boden aus.

Sharlene: Ich habe es für dich getan.

In diesem Moment kommt Andy herein gerannt.

Andy: Wow. Jetzt ist er völlig ausgetickt, oder?

Sharlene: Joe, bitte. Du brauchst Hilfe.

Joe: Sohn, wenn du weißt, wo er ist, sag es mir! Ich bin nicht böse, ich will nur meinen Stein.

Andy (zweifelnd): Mum?

Sharlene: Lass ihn da bitte raus. (Joe schnappt sich die Taschenlampe und rennt nach draußen) Joe, mein Gott, du machst uns Angst!


Szene: Vor dem Haus

Joe hat sämtliche Mülltonnen durchwühlt. Der Inhalt liegt großzügig verteilt auf dem Boden, bis er den Stein endlich gefunden hat. Euphorisch reißt er seine Arme in die Luft.

Joe: JA!


[Vision]


Episode: Die Entscheidung (Mediaran)

Wir sehen, wie Daniel vor dem Tor steht. Oma hat es gerade aktiviert. Er dreht sich zu Jack um.

O’Neill: Wo wirst du jetzt hingehen?

Daniel: Ich weiß es nicht.

Jack nickt lächelnd und Daniel erwidert es. Und dann verschwindet er durch das Sternentor.


Szene: Krankenstation, SGC

Wir sehen den einbandagierten Daniel. Auf dem Monitor ertönt plötzlich ein lang gestrecktes Piepsen. Daniel ist tot.


[Vision Ende]

Weinend kniet Joe auf den Boden.

Joe: NEIN! Er darf nicht sterben! (Langsam steht er auf) Er ist tot. Daniel ist tot!

Ein Nachbar kommt mit ein paar Müllsäcken um die Ecke, hält aber an, als er Joe sieht, doch dieser dreht sich nur schluchzend um und verschwindet.


Szene: Joes Friseursalon

Niedergeschlagen sitzt Joe auf einen der Stühle, während Gordie wie immer fegt und Bert sich seine Augenbrauen kämmt.

Bert: Gordie, hör mit der Fegerei auf.

In diesem Moment betritt Calvin der Postbote den Salon. Er hält wieder einmal einen Umschlag in der Hand.

Bert: Calvin.

Calvin: Meine Herren.

Gordie: Hallo.

Calvin: Nicht viel los.

Joe (teilnahmslos): Was hast du heute, Calvin?

Calvin: Sieht aus wie ein Staple Rechnungen und noch ein paar Briefe von diesen Zeitschriften.

Joe: Wirf sie weg.

Calvin: Da ist allerdings auch noch ein Brief von der Air Force.

Joe: Lies ihn vor.

Calvin (öffnet ihn): Sehr geehrter Mister Spencer, bezüglich Ihrer Bitte eines Termin bei Colonel Jack O’Neill, bedauern wir Ihnen mitteilen zu müssen, dass… (Er hört auf zu lesen) Hey, Joe, wenn du dir so sicher bist, dass alles wahr ist, dann solltest du mehr tun als nur Briefe schreiben. Ruf die einfach mal an. Sag ihnen, dass du weißt –

Joe: Soll das ein Witz sein? Ich wäre sofort weg vom Fenster.

Calvin: Ehrlich?

Joe: Natürlich. Wenn mich die Regierung nicht holen würde, dann ganz sicher der NID. Habe ich oft erlebt. Weißt du nicht mehr Armin Sellik? (Er schnippst einmal) Tot.

Calvin: Genau. Na schön, also, ich… ich muss noch meine Tour fahren. Tja, dann alles Gute, Jungs.

Gordie: Danke, Cal.

Bevor Calvin verschwindet drückt er Gordie noch die Rechnungen in die Hand.


Szene: Joes Friseursalon

Joe schließt den Laden ab und geht ziemlich betroffen die Straße hinunter, als er plötzlich stehen bleibt. Er sieht auf.


[Vision]


Episode: Am Abgrund (Abyss)

Jack sitzt in seiner Gefängniszelle, als plötzlich eine Stimme neben ihm ertönt.

Daniel: Hi, Jack. (Er winkt)

O’Neill (erstaunt): Daniel.

Daniel: Ich wollte nur mal sehen in welche Klemme du dich gebracht hast.


[Vision Ende]


Joe kann es gar nicht fassen. Vor lauter Freude springt er schließlich jubelnd in die Luft.

Joe: JA! Ja! (Er beginnt zu lachen und hüpft seitlings die Bäume hoch)


Szene: Joes Haus

Freudestrahlend schmeißt er die Tür auf.

Joe: Sharlene, bist du zu Hause?

Er rennt durch das Haus.

Joe: Sharlene! Sharlene, das glaubst du einfach nicht! (Er trifft sie im Schlafzimmer, wo sie dabei ist ein paar Sachen zu packen) Sharlene, da bist du ja. Schatz, es ist unglaublich. Stell dir vor, Daniel lebt. Ja, er ist zu einer höheren Existenzebene aufgestiegen, aber –

Er hält inne, als er den gepackten Koffer sieht.

Joe: Was machst du da?

Sharlene: Andy und ich gehen für eine Weile zu meiner Mutter. Wenn du auch nur das geringste Interesse hast, um unsere Ehe zu retten, dann such dir jemanden, der die helfen kann.

Joe: Sharlene, ich brauche keine Psychiater. Sharlene!

Sie verlässt das Haus mit gepackten Koffern. Joe rennt ihr nach.

Joe: Schatz, tu das nicht. Bitte. Komm schon! Schatz, komm schon. Wir können das alles regeln. (Sie verstaut die Koffer im Kofferraum und steigt ins Auto) SCharlene, unsere Probleme sind gering im Vergleich zu… Warte! Lass, lass uns reden! Können wir denn nicht darüber reden?

Sharlene (schluchzend): Lebwohl, Joe, ich rufe dich irgendwann an.

Und damit fährt sie davon.

Joe: Sharlene! Warte! Sharlene!


Szene: Joes Friseursalon

Joe hat alles abgedeckt. Offensichtlich ist er kurzfristig umgezogen. Er sitzt an einem Tisch und schreibt einen Brief.

Joe (schreibend): Sehr geehrter, Colonel O’Neill, ich weiß, dass Sie beschäftigter Mann sind und deshalb ist mir nicht ganz klar, ob je einer der Briefe, die ich Ihnen geschrieben habe, bis zu Ihnen gekommen ist. Ich habe ihnen eine Menge Briefe geschrieben und unzählige Nachrichten bei der Air Force hinterlassen, aber ich habe bisher keine Antwort von Ihnen erhalten. Aus diesem Grund habe ich keine andere Möglichkeit als mein Leben selbst in die Hand zu nehmen und mit Ihnen abzurechnen. Ich weiß alles.

In diesem Moment stolpert jemand durch den Vorhang und wirft eine Lampe um. Erschrocken schnappt Joe nach Luft. Es ist nur Gordie.

Joe: Gordie!

Gordie: Entschuldigung.

Joe: Du hast mich zu Tode erschreckt!

Gordie: Entschuldige, ich…

Joe: Ist schon gut, Gordie. Ich bin nur froh, dass du es bist.

Gordie: Boss, falls es Ihnen recht ist, gehen Bert und ich jetzt nach Hause. Sieht ganz so aus als käme heute keiner mehr.

Joe (resigniert): Ja.

Gordie: Ahm, ich weiß, dass ist ein schlechter Zeitpunkt, aber…

Joe: Was ist los, Gordie?

Gordie: Na ja, es gibt nicht mehr allzu viel zu tun und ich habe jetzt ne Anfrage von Piggly Wiggly

Joe: Ich vestehe schon, du musst tun, was du tun musst.

Gordie: Danke, Boss. Gute Nacht.

Auf den Weg nach draußen stolpert Gordie erneut über die Lampe.

Joe: Nacht.

Kurzerhand zerknüllt Joe den Brief an Jack und schmeißt ihn in den Mülleimer. Doch dann steht er auf, fischt den Brief wieder heraus und zerpflückt ihn in tausend kleine Teile.


[Vision]


Episode: Alles auf eine Karte – Teil 1 (Fallen)

Wir sehen Daniel nackt auf dem Feld liegen.

[Vision Ende]

Szene: Raum, Joes Friseursalon

Joe sitzt spät abends noch am Computer und schreibt eine Geschichte. Wir hören Sam aus dem Off.

Carter (Off): Aktiviere Hyperantrieb.


[Vision]


Episode: Alles auf eine Karte – Teil 2 (Homecoming)

Wir sehen, wie das Schiff durch den Hyperraum rast.

O’Neill: Ich ziehe die Maschine steil nach oben.

Sie rasen über Anubis’ Schiff hinweg.

[Vision Ende]


Joe sitzt schon fast apathisch in seinem Sessel und starrt vor sich hin.

O'Neill (Off): Kommt schon, Jungs, lasst euch was einfallen!


[Vision]

Episode: Orpheus (Orpheus)

Jack schießt auf das Lager und die zu flüchtenden versuchenden Jaffa. Das Schiff, welches die ganze Zeit durch Energieaggregate in der Luft hing, geht langsam zu Boden.


[Vision Ende]


Joe starrt weiterhin nur auf einen rauschenden Fernseher, während in seinen Kopf ein ganz anderer Film spielt.


[Vision]

Episode: Evolution – Teil 2 (Evolution – Part 2)

Jack schießt auf Chalo, welcher die tausend Schuss in die Brust überlebt, bis Burks aus dem Hinterhalt auftaucht und ihn regelrecht wegpustet.

[Vision Ende]


Und es geht immer weiter, einmal die ganze siebte Staffel durch. Joes Sitzposition hat sich nicht geändert.


[Vision]

Episode: Helden – Teil 2 (Heroes – Part 2)

Jack wird von einem Jaffa – Krieger niedergeschossen. Wie in Zeitlupe schreit Sam auf und rennt zu ihm.

Carter: NEIN!

Jack geht zu Boden, als ein Al’kesh über sie hinweg fliegt.


[Vision Ende]


Auch das rührt Joe wenig. Er reibt den Stein abwesend gegen seine Schläfe.


Szene: Park, vor einem Jahr

Joe sitzt auf einer Bank und scheint auf jemanden zu warten. Er hält eine braune Mappe in der Hand. Er steht auf, als Charlene auf ihn zukommt.

Joe: Danke, dass du Zeit für mich hast. Du siehst gut aus.

Sharlene: Wie geht’s dir?

Joe: Oh, mir geht’s gut. (Sie setzen sich) Ah, sehr gut. Ahm, Sharlene, es tut mir leid, was alles passiert ist. Ich habe dich und Andy vertrieben, das ist mir jetzt klar.

Sharlene: Joe…

Joe (hält seine Hand hoch): Lass mich erst ausreden. Ich – ich war so in meine Geschichten vertieft, dass ich gar nicht gemerkt habe, was zählt. Ich verspreche dir, ich kümmere mich um den Wiederaufbau meines Geschäfts, den Lebensunterhalt meiner Familie, wenn du mir nur eine Chance gibst.

Sharlene: Es ging mir niemals ums Geld, Joe. Es war deine Besessenheit für diesen Stein.

Joe: Ich weiß, ich weiß und ich schulde euch beiden eine Erklärung. Deswegen habe ich Beweise mitgebracht, dass meine Visionen wahr sind. (Er zeigt ihre eine Fotografie; es zeigt Jack und Kinsey, wie sie sich die Hände schütteln (Episode: Das Machtkartell (Smoke and Mirrors)) So sieht dieser Jack O’Neill in Wirklichkeit aus. Ich weiß, was du denkst, aber ich schwöre dir, ich hatte dieses Bild im Kopf laaaange bevor es in der Zeitung war.

Sharlene: Joe…

Joe: Und hier, dieser Bericht über extreme Sonnenaktivitäten vor sechs Jahren. Das war genau der Zeitpunkt zu dem SG-1 Apophis’ Flotte zerstört hat. Und der hier über das Sinken eines russischen U-Boots, das geschah zum selben Zeitpunkt, als Anubis’ Raumschiff in den Pazifik gestürzt ist.

Sharlene: Das bedeutet doch nur, dass du richtige Menschen und Ereignisse sie dazu nutzt sie in deinen Fantasien auftreten zu lassen.

Joe: Das sind keine Fantasien! Jack O’Neill ist der Chef des Stargate Kommando.

Sharlene (wütend): Es gibt kein Stargate Kommando! (Joe starrt sie fassungslos an) Ich will ehrlich sein, ich habe mit mehreren Ärzten über deine Symptome gesprochen und sie sind davon überzeugt, du leidest an einer so genannten manischen Psychose, die auch oft in Verbindung mit Wahnvorstellungen auftreten. Aber mit einer Therapie und Medikamenten kannst du wahrscheinlich ein normales Leben führen.

Joe hört ihr nicht zu, sondern starrt hinauf in den Himmel. Langsam steht er auf.

Joe: Oh mein Gott. Sie kämpfen auf Antarktika um das Überleben der Erde.


[Vision]

Episode: Die verlorene Stadt – Teil 2 (The lost City – Part 2)

Wir sehen die Schlacht über Antarktika, wie sich Gleiter und C-301 Flieger bombadieren, während das Frachtschiff versucht ein Loch in die Eisdecke zu schmelzen. Wie ein Koloss kommt die Prometheus zum Schutz.


[Vision Ende]


Joe (starrt hinauf in den Himmel): Anubis Flotte ist in die Erdumlaufbahn eingetreten!

Sharlene: Joe, hör auf. Es ist nicht wahr.

Joe: Du verstehst es nicht! Wenn es Jack nicht gelingt die Antiker – Technologie in seinem Kopf zu nutzen sind wir alle tot!

Sie sieht ihn nur voller Mitgefühl an.

Sharlene (steht auf): Lebwohl, Joe.

Sie lässt ihn stehen.

Joe: Es passiert wirklich, Sharlene! Du wirst sehen! Es ist wahr!


Szene: Joes Haus

Das Haus wird verkauft. Möbelpacker sind dabei das Hab und Gut einzuladen. Joe steht einfach nur in der Einfahrt und sieht dem ganzen Treiben zu. Als alle verschwunden sind, steigt er schließlich in ein Taxi und fährt davon.


Szene: Jacks Haus, Heute

In seinem Wagen, bleibt er vor Jacks Haus stehen. Aus seinem Handschuhfach nimmt er sich eine Pistole. Heute ist Tag der Abrechnung.

Wir befinden uns wieder in der Situation vom Anfang. Joe zielt mit der Waffe auf Jack.

O’Neill: Okay, hören Sie, das ist offenbar nicht gerade Ihre Stärke. Also, bitte nehmen Sie die Waffe runter, bevor etwas geschieht.

Jack will auf ihn zugehen, aber Joe hält ihn auf.

Joe (nervös): K-k-k-kommen Sie nicht näher!

O’Neill: Ich weiß, dass diese Waffe nicht echt ist. (Er öffnet eine Schublade) Allerdings, meine schon.

Er zeigt sie Joe und dieser flippt total aus.

Joe (vollkommen verängstigt): Oh Gott! Tut mir leid, tut mir leid! Sie haben Recht, die ist nicht echt! (Er schmeißt seine Waffe auf den Boden und hebt seine Hände hoch) Bitte schießen Sie nicht.

O’Neill: Ich will Sie nicht erschießen.

Joe: Tut mir leid! I-Ich dachte nur, dass wäre die einzige Möglichkeit, damit Sie mir zuhören.

O’Neill: Ach, da wo Sie hinkommen, wird man Ihnen zuhören. (Er legt seine Pistole weg und holt sein Handy heraus) Die haben nichts anderes zu tun als sich anzuhören, was Sie zu sagen haben. Sie tragen nette, weiße Kittel, haben gepolsterte Wände –

Joe: Bitte warten Sie! Sie sind Brigadier General Jack O’Neill, Leiter des Stargate Kommandos in Cheyenne Mountain. (Jack ist wenig beeindruckt) Vorher waren Chef des SG-1 Teams, das jetzt von Lieutenant Colonel Samantha Carter geführt wird. Sie waren mal auf einen Planeten, der Argos heißt, da ließen Naniten in Ihrem Blut Sie künstlich altern. (Langsam schaut Jack auf) Ihnen wurde das gesamte Archiv des Antikerwissens in Ihr Gehirn projiziert – zweimal! Sie haben ne Vorliebe für die Simpsons, fürs Angeln, Mary Steenburgen, die Farbe oliv und Sie sind ein miserabler Tischtennisspieler!

O’Neill: Haben wir uns schon mal gesehen?

Joe: Mein Name ist Joe Spencer. Ich bin Friseur. (Jack schaut aus, als ob ihm das was sagen würde) Und es ist alles wahr. Habe ich Recht? Alles, was ich gesehen habe, das Sternentor, die Goa’uld, die Asgard… es ist alles wahr. Sagen Sie mir, dass es wahr ist. Ich muss es wissen.

O’Neill: Also, zunächst einmal, Joe, ich bin kein miserabler Tischtennisspieler.

Joe starrt ihn nur an, Jack ebenso irritiert zurück.


Szene: Krankenstation, SGC

Joe wird Blut abgenommen. Jack steht neben ihm und fährt sich mit beiden Händen über den Mund.

Joe: Nur unter uns beiden, ich erkenne natürlich die Analogie: Burns als Goa’uld.

O’Neill (zeigt erleichtert auf ihn): Danke!

Joe: Und keine Angst, ich verliere kein Wort über Ihre Gefühle für –

Er hält inne, als er Jacks Blick sieht und kurz über seine Schulter schaut. Sam kommt auf sie zu. Jack gibt ihm zu verstehen, dass er den Mund halten soll. Joe springt vom Bett auf.

Joe (streckt ihr die Hand entgegen): Es ist mir eine solche Ehre. Ich weiß nicht, wie ich Ihnen danken soll für all das, was Sie für unseren Planeten tun. Da gibt es gar keine Worte.

Carter: Ich freu mich auch Sie kennen zu lernen. (Sie grinst über seine Schulter Jack hinweg an, nach dem Motto: Wer ist das und Was soll das?)

O’Neill: Joe Spencer.

Sam nickt, aber versteht nicht.

Joe: Am meisten hat mich beeindruckt, wie Sie damals die Sonne gesprengt haben.

Carter (sprachlos): Oh, danke. Ich hatte ein bisschen Hilfe.

Joe: Und was die Geschichte mit Pete Shanahan angeht –

In diesem Moment befindet sich einen bestimmende Hand von Jack auf Joes Schultern, um ihn zum Schweigen zu bringen.

O’Neill (mahnend): Joe.

Und dann kommt auch Daniel dazu.

Joe: Doktor Jackson! (Auch ihm wird die Hand geschüttelt) Sie glauben nicht, wie froh ich bin, dass Sie zurück sind. Nicht das Jonas ein schlechter Mann war, aber nach allem, was Sie zusammen durchgemacht haben, gehören Sie einfach zu SG-1.

Sam und Daniel verstehen partout nicht woher er all dieses Wissen hat.

Daniel: Danke. Jack?

O’Neill: Er ist Friseur.

Joe lächelt sie an.

Daniel: Und in dein Haus eingedrungen?

O’Neill: Ja.

Daniel: Zweimal hintereinander.

O’Neill: Hm mh.

Daniel: Alarm.

O’Neill: Ich dachte an einen Hund.

Joe: Sie könnten auch einfach Ihre Tür abschließen.

Jack schaut langsam zu Joe hinüber.


Szene: Besprechungsraum, SGC

Sam ist eifrig mit ihrem Laptop zugange, wo sie vermutlich Joes Ergebnisse analysiert. Joe sitzt schräg gegenüber von ihr, als auch Jack schließlich Jack und Teal’c hereinkommen. Joe steht auf.

Joe (begrüßt Teal’c nach Jaffa Tradition und fasst ihm am Arm): Shal’kek nem’ron!

Teal’c sieht verwirrt zu Jack.

O’Neill: Joe. Der Friseur.

Teal’c: Bitte nimm Platz.

Sie setzen sich alle wieder hin.

O’Neill: Wie sieht’s aus, Carter?

Carter: Die Untersuchungen haben ergeben, dass Joe das gleiche Antikergen besitzt wie Sie.

Joe: Ich wollte Sie nur wissen lassen, falls Sie mich auf unseren Stützpunkt in Antarktika zur Rettung des Planeten brauchen, ich bin für Sie da.

O’Neill: Vielen Dank.

Joe nickt nur, Teal’c schielt fragend zu Sam, welche sich auf die Lippen beißt und kurz die Augen schließt.

Carter (dreht den Laptop herum): Ansonsten ist seine Physiologie vollkommen normal.

Teal’c: Viele Menschen tragen das Antikergen in sich.

Joe: Ja, stimmt. Wie, wie kommt’s, dass nur ich diese Dinge sehe?

O’Neill: Ja, gute Frage. Bitte eine Erklärung.

Carter: Leider ist unser Wissen über die Antikerphysiologie ziemlich begrenzt. Wir können nur sagen, dass es Joe irgendwie gelungen ist Zugriff auf große Mengen geheimer Informationen zu erlangen. Vor allem in Bezug auf SG-1. Und das diese Visionen offenbar in Verbindung mit einem Stein stehen.

O’Neill: Und noch irgendwas?

Carter: Daniel untersucht den Stein. Er hat gesagt, er ist ihm bekannt vorgekommen.

Teal’c: Du bekommst diese Visionen nur, wenn du dich in der Nähe des Steins aufhältst. Vielleicht gibt es eine Verbindung zwischen dem Stein und deiner genetischen Disposition.

Joe: Ich weiß, dass so eine Frisur einen verändert, aber war dein Kopf früher nicht golden?

Teal’c hat darauf keine Antwort. Er zieht nur eine Augenbraue hoch. Doch er wird auch von Daniel erlöst, der in diesem Moment zu ihnen stößt.

Daniel: Ich glaub, ich hab’s. Hat ne Weile gedauert bis ich drauf gekommen bin, aber –

Er legt zwei identische Steine auf den Tisch.

Joe (überrascht): Sie haben auch so einen?

Daniel: Die gehören zusammen. Jack, weißt du noch, P3R-233? Auf –

Joe: Auf dem Sie den Quantumspiegel entdeckt haben, der Sie in eine alternative Realität geschickt hat. Da waren die Goa’uld Herren über die Erde.

Daniel – ein wenig überrascht – nickt zustimmend. Jack nimmt einen Stein in die Hand.


[Flashback]


Szene: Daniels Büro

Diese Szene gibt’s in keiner Folge – eine Missing Scene. Daniel, hier mit längeren Haaren, archiviert gerade ein paar Gegenstände, als Jack hereinkommt.

O’Neill: Hey, Daniel.

Daniel: Hey, Jack.

O’Neill: Ist das alles, was wir mitgebracht haben von –

Daniel: P3R – 233. Wollen Sie mir beim katalogisieren helfen?

O’Neill: Mann, meine Lieblingsbeschäftigung. Aber leider muss das warten. Hammond hat ne Besprechung angesetzt. Wir haben Geheimdiensterkenntnisse erhalten.

Jack nimmt einen Gegenstand in die Hand (es ist der runde Stein).

O’Neill: Die sagen, Apophis ist doch nicht so tot, wie wir geglaubt haben. (Er schaut den Stein an) Irgendwas über… Chulak. (Mit einem komischen Blick schaut er auf)


[Flashback Ende]


Daniel: Die Steine waren wahrscheinlich irgendein Antikerlangstreckenkommunikationsgerät, was auf der Basis einer psychischen Verbindung funktionierte. Jack hat wohl die Verbindung aktiviert, als er den anderen Stein in die Hand nahm. (Sam nickt verstehend) Demnach ist eine gewisse Nähe der Steine erforderlich, um eine Verbindung aufzubauen. Wenn man bedenkt, dass der Stein im Stützpunktarchiv eingelagert wurde…

O’Neill: Aber das erklärt noch nicht, wie der andere Stein… wo, wo haben Sie ihn gefunden?

Teal’c: Auf einem privaten Flohmarkt.

Joe: Der Mann, von dem ich ihn gekauft habe, hat gesagt, sein Großvater hat diesen Stein in Ägypten gefunden.

Carter: Aber das erklärt noch nicht, wie die Verbindung hergestellt wurde. Wenn der Stein, den General O’Neill angefasst hat hier war, wie konnte Joe dann alles sehen, was der General außerhalb der Erde erlebt hat?

Daniel: Vielleicht hat er nur das mitbekommen, was Jack in seine Berichte geschrieben hat. Der Stein lag immerhin nur ein paar Ebenen höher. (Er zeigt an die Decke)

Joe: Deswegen waren die Geschichten so einfach zu schreiben. Ich hatte das Gefühl als hätte jemand schon die ganze Arbeit für mich getan.

O’Neill: Und Sie haben gesagt, die wurden alle abgelehnt?

Joe nickt mit einem schiefen Lächeln. Jack verzieht schmollend den Mund.

Carter: Moment, wenn die Steine so funktionieren, wie Daniel es gesagt hat, hätte General O’Neill dann nicht auch etwas aus Joes Leben sehen müssen?

Daniel: Theoretisch ja, schon.

Alle Augenpaare richten sich erwartungsvoll auf Jack. Joe schielt vorsichtig in seine Richtung.


[Vision]


Szene: Joes Friseursalon

Diesmal umgekehrt. Wir sehen Joe in seinem Laden beim Zeitungslesen, dabei, wie er sich seine Nasenhaare schneidet, wie er die Kämme sauber macht.


Szene: Bowlingbahn

Eine Bowlingkugel rast auf die Kegel zu und versenkt alle neune.


[Vision Ende]

Jack betrachtet Joe von der Seite. Dann lächelt er.

O’Neill: Bowlingtraining Donnerstagabend?

Jetzt ist Joe an der Reihe überrascht auszusehen.

Joe: Das wissen Sie?

O’Neill: Sie sind talentiert, mein Freund.

Daniel: Augenblick, Jack. Du hast seit sieben Jahren Ereignisse aus dem Leben eines Friseurs aus Indiana gesehen und es nicht erwähnt?

O’Neill: Doch. Das habe ich. Ich habe es erzählt.

Daniel schaut hinüber zu Teal’c und Sam. Diese schüttelt nur sprachlos den Kopf.

Carter: Nein. Nein, haben Sie nicht, Sir.

O’Neill: Ach nein?

Daniel: Und du findest es nicht merkwürdig?

O’Neill: Eigentlich nicht. Ich fand es ziemlich … entspannend.

Joe zuckt nur mit den Schultern. Und jetzt zaubert sich auch ein Lächeln auf Sams Gesicht.


Szene: Park

Wieder einmal sitzt Joe wartend auf der Parkbank. Sharlene trifft sich ein zweites Mal mit ihm. Er steht auf, als sie vor ihm stehen bleibt.

Joe: Sharlene.

Sharlene: Ich habe nur zehn Minuten, dann muss ich wirklich wieder zurück an die Arbeit.

Im Hintergrund sehen wir einen schwarzen Truck parken.

Sharlene: Ich weiß nicht recht, wie ich das sagen soll... Ich will die Scheidung.

Joe: Ich weiß. Du hast jedes Recht dazu. Aber, bevor es soweit ist, möchte ich, dass du jemanden kennen lernst. (Er deutet hinter sie und wir sehen Jack – ganz in Uniform – auf die beiden zugehen) Da kommt er schon. Sharlene, das ist General Jack O’Neill von der United State Air Force.

Jack nimmt seine Mütze ab und klemmt sie sich unter den Arm.

O’Neill (hält ihr seine Hand entgegen): Freut mich Sie kennen zu lernen, Ma’am.

Ein wenig perplex schüttelt Sharlene die Hand.

O’Neill: Ich denke, wir haben einiges zu besprechen. Bitte.

Sie setzen sich auf die Bank.

O’Neill: Diese Geschichten, die Ihr Mann erzählt hat, sind wahr…

Und dann zoomt die Kamera aus und die drei unterhalten sich.


ENDE

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