8.13 König Arkhan
It’s good to be King


++++++++++++++++++++++++++

O’Neill: Gott! Ich vermisse diese Reisen ins Weltall!

++++++++++++++++++++++++++

Szene: Besprechungsraum, SGC

Sam unterrichtet SG-1 und Jack von ihrer derzeitigen Situation. Dabei läuft sie auf und ab.

Carter: Der Krieg zwischen Ba’al und den Systemlords hat ein kritisches Stadium erreicht. Die Tok’ra haben herausgefunden, dass Bastet und Olukun tot sind. Morrigan hat kapituliert und Yu und Amatherasu ziehen ihre Armeen zusammen. Vermutlich ein letztes Aufbäumen.

Teal’c: Wie vorausgesagt konnten es die Jaffa nicht mit den Kull-Kriegern aufnehmen.

Carter: Die Tok’ra haben uns außerdem darüber informiert, dass einige der Systemlords angesichts der drohenden Niederlage nach Fluchtorten suchen. Planeten, die sie vor langer Zeit verlassen haben sollen jetzt als Rückzugsorte dienen.

O’Neill: Und das betrifft uns inwiefern?

Daniel: Auf einen dieser Planeten, der zum System Lord Ares gehörte, haben die Tok’ra vor zwei Jahren einen gewissen Harry Maybourne verbannt.

O’Neill: Und das betrifft uns inwiefern?

Daniel schaut zu Sam mit einem 'Sag du es ihm’ – Blick.

Carter: Die Tok’ra haben im Augenblick keine Kapazitäten frei. Sie empfehlen uns dringend Maybourne zu holen, bevor es die Goa’uld tun.

Teal’c: Wenn nicht, wird Harry Maybourne von den Goa’uld gefangen genommen. Folter, endlose Verhöre, am Schluss steht der Tod.

O’Neill (seufzt): Na schön, okay. Holt ihn.

Carter: Ja, Sir.

Und sie machen sich auf den Weg.


Szene: Planet

Als SG-1 die Wurmlochreise hinter sich hat, treten sie hinaus auf einen immer grünen, bewaldeten Planeten. Perfektes Wetter, die Sonne strahlt, kann doch eigentlich nichts mehr schief gehen. Langsam machen sie sich auf den Weg und sehen sich dabei immer wieder in der Gegend um.

Carter: Nach Angaben der Tok’ra sollen die Menschen dieser Welt ziemlich primitiv sein.

Daniel: Kein Telefon, kein Licht, keine Autos. Maybourne wird sicher froh sein hier wegzukommen.

Teal’c: Was ist mit den anderen Bewohnern?

Carter: Wir werden sie umsiedeln. Es bleibt ihnen nicht mehr viel Zeit. Ares könnte innerhalb weniger Tage hier sein.

Teal’c hebt seine Hand, er hat etwas gehört. Und keine Sekunde später tauchen aus den Büschen und hoch gewachsenen Gräsern bewaffnete Menschen aus. Sie zielen mit Armbrüsten auf SG-1. Auch wenn ihre Ausrüstung noch so primitiv ist, die drei sind in der Minderheit und umzingelt.

Carter: Wir sind als Freunde gekommen!

Teal’c: Wir sind Alliierte der Tok’ra.

Daniel: Wir suchen einen Freund von uns. Harry Maybourne. Kennt ihr den Mann? Ein verlogener Typ, Fischaugen… nein?

Gerran: Ihr werdet uns zum Dorf folgen und König Arkhan treffen. Er wird eure wahren Absichten erkennen.

Sie gibt den Männern ein Zeichen und SG-1 wird in das Dorf eskortiert.


Szene: Dorf

Primitiv beschreibt die Lebensweise der Menschen ziemlich passend. Es erinnert aus der Zeit des Mittelalters. Flaggen und Wappen hängen an den Steinwänden, das Leben spielt sich noch hauptsächlich innerhalb der Burgmauern ab. Eine Frau füllt an einem fließenden Brunnen Wasser auf, während woanders über offenen Kesseln und Dreifüße gekocht wird.

Gerran führt sie in die Stadt hinein.

Daniel: Nicht gerade gutgläubige Typen, hm?

Teal’c: Was die Frage aufwirft, ob Harry Maybourne noch am Leben ist.

Carter: Hoffentlich haben die Tok’ra ein gutes Wort für ihn eingelegt.

Daniel: Vielleicht sollten sie dasselbe für uns tun.

Sie werden durch einen kleinen Mauergang geführt zu einem Thron. Um den Thron herum schwirren junge Frauen, die eine fächert dem König zu, die andere, die genau vor ihm steht, füttert ihn mit Obst. Schließlich dreht sie sich weg und wir sehen den grausamen König. Es ist niemand anderes als Harry Maybourne selbst. Er hat seine Augen geschlossen und hat somit seinen neuen Besuch noch nicht entdeckt.

Daniel und Teal’c staunen nicht schlecht.

Carter (überrascht): Maybourne!

Und dann öffnet er seine Augen und verschluckt sich fast an dem Obststück in seinem Mund.

Gerran: Das ist König Arkhan. Mein Fürst, unsere Jagdgruppe hat diese Fremdlinge am Tor aufgegriffen.

Maybourne: Hey, Leute! Lange nicht gesehen!

Er beginnt zu lachen, aber seine Gäste finden das so überhaupt nicht lustig.


INTRO


Szene: Dorf

Maybourne (lachend): Ich hätte es wissen müssen. Ich hätte wissen müssen, dass ihr kommt.

Daniel: Sie haben uns erwartet?

Maybourne: Ja, so in etwa. Wo ist Jack?

Carter: *General* O’Neill ist im Stargate Center.

Maybourne: Is nicht wahr. *General* O’Neill? Klingt irgendwie verkehrt. Dennoch, schön für Jack. Ist doch nett, dass er es so weit gebracht hat.

Teal’c: Das gleiche kann man wohl von dir sagen.

Maybourne (schaut an sich herunter, wie er in Fell bekleidet dasitzt): Öh… Das? Ja, schon. Ist ne lange Geschichte.

SG-1 ist noch immer wenig begeistert, als Maybourne plötzlich aufspringt.

Maybourne: Essen! (Er wirft seinen Umhang ab) Getränke für unsere Gäste!

SG-1 ist ziemlich sprachlos. Maybourne geht zu einem großen Tisch und wird von seinen Gästen verfolgt.

Carter: Wir haben keine Zeit dafür.

Maybourne (nimmt sich eine Frucht von einem Teller): Ihr solltet eine davon probieren. Die nennen sich, äh…? (Er schaut zu Gerran)

Gerran: Ojenfrucht

Maybourne: Genau. Es ist so eine Art Kreuzung zwischen Guava und einer Mango.

Daniel: So eine Art Guango?

Maybourne: Das klingt großartig. (Er steigt auf die Bank) Hört mal her. Ab sofort trägt die Ojenfrucht die neue Bezeichnung Guango. Ich habe entschieden.

Bis auf Gerran und SG-1 sind alle hellauf begeistert und klatschen freudig in die Hände. Harry steigt von seinem kleinen Podest herunter, Sam sieht ihn nur entrüstet an.

Maybourne: Das mit den Namen macht mir am meisten Spaß. Ihr solltet mal die Grateful Dead Gräber besuchen.

Carter (reicht es jetzt): Maybourne, Sie müssen hier verschwinden. Sie sind in Gefahr.

Maybourne: Ich weiß. Die Goa’uld kommen hierher. Aber Sie sollten sie auf jeden Fall schälen, bevor Sie sie essen. Ich finde die Schale etwas säuerlich.

Carter: Sie wissen, dass die Goa’uld kommen?

Maybourne: Oh ja.

Er setzt sich und beginnt die Frucht zu schälen. Daniel setzt sich auf den Tisch, während Sam und Teal’c neben ihn stehen bleiben.

Teal’c: Die Tok’ra haben dich gewarnt.

Maybourne: Von den Tok’ra habe ich nichts mehr gehört, seit die mich hier abgesetzt haben.

Carter: Woher wissen Sie es?

Maybourne: Ich kann die Zukunft lesen.

Sam glaubt ihm kein Wort und verdreht die Augen und schielt in Daniel Richtung, der nur ungläubig seine Augenbrauen hochzieht.

Maybourne: Ehrlich.

Carter (wütend): Was ziehen Sie hier diesmal ab?

Gerran: Er spricht die Wahrheit. König Arkhan ist ein Prophet. Er hat eure Ankunft vorhergesehen, genauso wie die Niederlage unserer Feinde.

Maybourne: Gerran hat Recht. Gehört alles zu meiner Prophezeiung.

Carter (beugt sich nach vorne auf den Tisch und ihr Geduldsfaden neigt sich dem Ende zu): Maybourne, was soll dieses Kindertheater hier?

Dann steht Harry auf.

Maybourne (leise): Gehen wir spazieren.

Er gibt ihnen mit einer Geste zu verstehen, dass sie ihm folgen sollen.


Szene: Ruinen

Harry führt sie zu einem abgelegenen Fleck, wo ein paar alte Ruinen zu finden sind.

Maybourne: Na schön, wir sind da. Diese Stelle hier kenne ich seit etwa zehn Monaten. Da bin ich auch mal nachmittags spazieren gegangen.

Teal’c: Ziemlich weit von deinem Dorf entfernt.

Maybourne: Ich mag ausgedehnte Spaziergänge.

Carter (lacht): Natürlich. Ausgedehnte Spaziergänge, romantische Regennächte und Essen bei Kerzenlicht. Warum sind wir hier, Maybourne?

Daniel untersucht in der Zwischenzeit einige der Stelen.

Daniel: Diese Inschriften sind von den Antikern. Was wissen die Einheimischen über diese Ruinen?

Maybourne: Tja, nicht sehr viel. Sie meiden für gewöhnlich diese Gegend, weil sie dicht bei den Naquadah – Minen liegt. Der Ort ihrer früheren Versklavung. Bringt Unglück und so.

Daniel (liest weiter): Das ist unglaublich.

Maybourne: Nein, nein, das ist… interessant. (Er deutet in eine andere Richtung und klopft Daniel auf die Schulter) Das ist unglaublich.

Sie gehen zu einer weiteren Stele. Sie unterscheidet sich nicht sonderlich von den anderen.

Teal’c: Was ist das?

Maybourne: Die Aufzeichnung der Geschichte dieses Planeten. Da wird von allen wichtigen Ereignissen berichtet. Nur dass einige von ihnen noch nicht passiert sind.

Carter: Was meinen Sie damit?

Maybourne: Sie haben einen komplizierten Mondkalender. Es war ziemlich schwierig ihn zu begreifen, aber als ich ihn entschlüsselt hatte, wurde mir klar, dass es in diesem Text Hinweise auf Ereignisse gibt, die in der Zukunft passieren. (Dafür erntet er einen ungläubigen Blick) Ja, ich weiß, das klingt verrückt. Ich habe zuerst auch nicht viel davon gehalten und es abgetan, aber dann gab es diese überwältigenden Meteoritenschauer und zwar genau an dem Tag, die die Inschrift voraus gesagt hatte.

Carter: Und Sie glauben wirklich, Sie könnten das lesen?

Maybourne: Meine Fähigkeiten lassen sich vielleicht nicht mit denen von Doktor Jackson vergleichen, aber ich verfüge inzwischen über gute Kenntnisse der Antikerschrift. Aufgrund meines Wissens dieser Inschriften, konnte ich eine große Flut voraussagen, die unser Dorf zerstören würde und konnte die Ältesten davon überzeugen in die Berge zu gehen.

Carter: Und natürlich haben Sie ihnen nicht gesagt, woher Sie dieses tolle Wissen haben?

Maybourne: Nein. Na ja, nicht so direkt. Hören Sie, das sind einfache Leute. Diese Schriften bedeuten ihnen gar nichts. Ich musste die Rolle eines Propheten spielen, um sie zu überzeugen.

Teal’c: Und aus Dankbarkeit haben sie dich zum König gemacht.

Maybourne: Was soll ich sagen? Es war ihre Idee.

Daniel: Na ja, er hat Recht. Es geht hier um historische Ereignisse. Im ersten Mond fünfundvierzigsten Zyklus wird der Boden beben und Zerstörung wird eintreten.

Maybourne: Ja, ja ein großes Erdbeben. Ein paar Jahrzehnte vor meiner Zeit. Lesen Sie weiter. (Er deutet auf eine andere Seite) Wir befinden uns im vierundfünfzigsten Zyklus.

Daniel geht einmal herum und schaut sich jetzt diese Seite an.

Daniel: Zu Beginn des dritten Mondes vierundfünfzigsten Zyklus –

Maybourne (dreht sich zu Sam und Teal’c um): Ziemlich genau jetzt. Ein paar Tage mehr oder weniger.

Daniel: … werden die Unterdrücker von einst zurückkehren –

Maybourne: Das sind die Goa’uld.

Daniel: …. um wieder die Herrschaft zu übernehmen. Jener aus einer entfernten Welt werden kommen—

Maybourne: Ich vermute mal, damit seid ihr gemeint.

Daniel: … um das Böse zu vertreiben und die Ordnung wieder herzustellen.

Maybourne: Seht ihr? Sie kommen, ihr besiegt sie. Happy End. Das ist die Prophezeiung.

Carter: Allerdings sind wir nicht hier, um gegen die Goa’uld zu kämpfen. Wir sollten jetzt gehen.

Daniel: Eigentlich, ähm, ist es ganz interessant und es würde sich lohnen das zu übersetzen.

Sam nickt leicht.


Szene: Dorf / Ruinen

Sam und Teal’c kehren in das Dorf zurück. Über Funk meldet sich Daniel.

Daniel (Funk): Sam?

Carter: Ich höre.

Wir sehen Daniel um die Stele herumlaufen.

Daniel: Maybourne hatte Recht.

Carter (Funk): Was meinst du?

Daniel: Tja, auch wenn ich noch nicht alles übersetzen konnte, ist klar, die Inschrift auf diesen Wänden ist eine historische Aufzeichnung von einem Antiker, der offenbar durch die Zeit gereist ist, um die Evolution dieses Planeten zu studieren.

Carter: Daniel, wir wissen, dass die Antiker mit Zeitreisen experimentiert haben, aber es gibt keine Beweise, dass es ihnen gelungen ist.

Daniel (Funk): Ja, aber jetzt schon. Ich nehme an, dass diese Schriften höchstens ein paar hundert Jahre alt sind. Das bedeutet sie wurden eingeritzt nachdem die Goa’uld schon weg waren.

Carter: Aber die Antiker waren vor den Goa’uld hier.

Daniel: Ja, deshalb gibt es nur eine logische Erklärung. Ein Antiker ist in die Zukunft gereist und wieder zurück in einer Epoche, die noch nicht lange her ist.

Carter (schüttelt leicht mit dem Kopf): Ich weiß nicht, Daniel.

Daniel: Es gibt sogar hinweise auf eine Zeitreisemaschine. Sie befindet sich in einem kleinen Raumschiff, wenn ich es recht verstehe. Das ist vielleicht noch hier. Wir sollten danach suchen.

Carter: Na schön. Wir sind unterwegs.

Und so machen sie sich wieder zurück auf den Weg, während Daniel noch einen letzten Blick auf die Ruinen wirft.


Szene: Wald

Getrennt durchsuchen sie den Wald. Teal’c schiebt ein paar Zweige aus den Weg, während Daniel über ein ausgedörrtes Flussbett voller Steine balanciert und sich Sam schließlich bei ihm meldet.

Carter (Funk): Daniel?

Daniel: Ich höre.

Sam läuft über eine sonnige Lichtung.

Carter: Bist du dir sicher, dass wir die Maschine finden können?

Daniel (schaut sich einmal um): Gib uns noch etwas Zeit.

Carter: Ich sage es nur ungern, Daniel, aber wir können nicht viel länger hier bleiben.

In der Zwischenzeit sieht Teal’c etwas in der Sonne reflektieren. Es ist unter Ästen und Blättern versteckt. Er macht sich auf den Weg.

Sam schaut unterdessen auf die Uhr.

Carter: Ich beende die Suche. Alle zum Tor zurück.

Daniel: Sam.

Teal’c hört das Gespräch mit, während er die Blätter zur Seite schiebt.

Carter (Funk): Daniel, wir haben keine Ahnung, wann die Goa’uld hier eintreffen.

Daniel (Funk): Es könnte Tage dauern.

Carter (Funk): Es könnten aber auch nur Stunden sein.

Teal’c hat etwas gefunden. Eine metallische Oberfläche kommt zum Vorschein.

Teal’c: Colonel Carter? Daniel Jackson? Ich habe etwas gefunden.


Szene: Zeitmaschine, Wald

Die Luke des Schiffes öffnet sich. Mit gezückten Waffen und Zats wagen sie sich in das Innere. Alles ist dunkel und man kann nur schwer etwas erkennen. Als sie das Schiff betreten, flackern Lichter auf. Im hinteren Teil befindet sich eine Maschine, während vorne zwei Stühle und eine Steuerkonsole eingebaut ist. Allem in allem sieht es einem Puddle Jumper verdächtig ähnlich.

Carter: Sieht tatsächlich wie ein Raumschiff aus.

Teal’c: Das ist die Steuerungskonsole.

Daniel steht im hinteren Teil des Schiffes und legt seine Hand auf das merkwürdige Gerät.

Daniel: Und was ist das?

Carter: Vielleicht die Zeitmaschine?

Teal’c: Hat wenig Ähnlichkeit mit den Antiker – Produkten, die uns bisher begegnet sind.

Daniel: Aber nach der Inschrift zu urteilen, muss sie funktioniert haben.

Carter: Also, ich vermute, es muss irgendeine Art Energiefeld etablieren, dass das ganze Schiff umschließt. Was dann den Reisenden erlaubt buchstäblich durch die Zeit zu fliegen.

Daniel (fährt mit einer Hand über die Zeitmaschine): Ich frage mich nur… (Sam sieht es)

Carter: Ah ah. (Daniel nimmt seine Hand zurück und sieht sie fragend an) Es ist besser, wenn wir nichts anfassen. Mir gefällt’s in unserer Zeit.

Daniel: Na schön, was machen wir damit?

Carter (grübelt kurz): Wir nehmen sie mit. Nach der Größe zu urteilen sieht es aus, als wurde es so entwickelt, damit es durch das Tor passt. (Sie tastet die Decke ab)

Daniel: Na schön, und wie kriegen wir das dahin?

Teal’c: Das Schiff sieht auf den ersten Blick unbeschädigt aus. Vielleicht funktioniert der Antrieb noch.

Carter: Das ist Antikertechnologie. Nur ein Antiker kann sie in Gang bringen.

Daniel (versteht worauf sie hinaus will): Oder jemand mit ihren Genen.

Sie nickt ihn lächelnd zu.


Szene: Stargate

Durch das Sternentor kommt im wahrsten Sinne des Wortes Jack geschlendert. Sonnebrille, Kappe und der Rucksack hängt lässig über der Schulter, während die andere Hand seine geliebte MP hält. Er wird von Maybourne begrüßt, der ein paar Musikern das Zeichen gibt zu spielen. Daniel und Teal’c warten ebenfalls am DHD auf ihn.

Jack sieht sich ein wenig irritiert um und geht dann die Stufen hinunter.

Maybourne: Jack! Schön Sie zu sehen. Wie lange ist das her?

O’Neill: Oh. Seitdem Sie mich hilflos durchs Weltall trudeln ließen und mich umbringen wollten.

Harry beginnt zu lachen .

Maybourne: Das weckt Erinnerungen. Ah, so wie es aussieht sind Glückwunsche angesagt. Sie wurden, Sie wurden General.

O’Neill (grinsend): Sie wurden sogar König.

Maybourne: Ja schon, aber das ist, ähm, ist doch kein Wettbewerb.

O’Neill: Äh, dürfte ich vielleicht (er deutet auf die Musiker) das ist doch die reinste Folter dieses Gedudel.

Maybourne: Ja, das ist wahr. (Zu den Musikern) Nimmt ne Auszeit, Jungs! (Zu Jack, ganz stolz) Diesen Ausdruck habe ich ihnen beigebracht.

O’Neill: Ah.

Maybourne: Ich hoffe, Sie bleiben ne Weile (Er umfasst Jacks Schultern und setzt sich in Bewegung) Sehen sich ein bisschen die Gegend an (Und Jack dreht sich prompt zu einer attraktiven Frau um) Genießen die Kultur. Fühlen Sie sich hier wie Zuhause.

O’Neill: Harry, ist Ihnen eigentlich klar, dass dieser Planet bald von einer Horde ziemlich böser Buben überrannt wird?

Maybourne: Ja, schon möglich.

O’Neill: Natürlich. Carter hat mir ja von Ihrer Prophezeiungsarie erzählt. Es läuft nicht so wie Sie denken.

Maybourne: Ach ich bitte Sie, Jack. Sie haben die Systemlords doch schon öfters besiegt.

O’Neill: Nein. Sie müssen Ihren Leuten sagen, sie sollen packen. Wir nehmen so viele mit, wie wir können.

Maybourne: Unmöglich. Ich habe ihnen bereits gesagt, dass Sie uns retten werden.

O’Neill (bringt ihn mit einer Hand auf der Schulter zum Stehen): Eine Frage muss ich loswerden.

Harry gibt mit einem Handzeichen seinen Leuten zu verstehen, dass sie nicht näher kommen sollen.

O’Neill: Sagt diese Prophezeiung zufällig irgendwas über Opfer und darüber wie viele Leute bei diesem Kampf fallen werden?

Maybourne: Sie ist nicht ganz so detailliert.

O’Neill: Und geht irgendwie daraus hervor, dass der König überleben wird?

Maybourne (ein wenig schockiert): Ehrlich gesagt… ähm… gibt es keine Erwähnung von mir persönlich. Ich, ich habe nur angenommen –

O’Neill: Ja. Wollen Sie wirklich dieses Risiko eingehen, Harry? Dann kann ganz schnell alles aus sein.

Harry schaut hinüber zu seinen Leuten.

Maybourne: Wird nicht leicht sein sie zu überzeugen, Jack.

O’Neill: Sie schaffen das, Harry. (Umfasst seine Schulter) Sie *sind* der König. Und nicht vergessen: Königspielen ist schön.

Harry ist weniger begeistert, Jack dafür umso mehr.


Szene: Puddle Jumper, Wald

Sam ist bereits eifrig damit beschäftigt das Schiff zu verkabeln, als Jack schließlich das Schmuckstück betritt.

O’Neill: Tolle Kiste.

Daniel: Ja, die Antiker hatten wirklich Stil.

Jack stellt seinen Rucksack ab und geht zum Herz des Schiffes. Die Steuerkonsole.

O’Neill (begeistert): Toll!

Er setzt sich in den Stuhl und Daniel steht neben ihm.

O’Neill: Uh huh… (Dann schaut er verwirrt auf) Sie müssen mir helfen, Carter. Haben Sie zufällig ne Münze?

Carter: Dummerweise kann ich Ihnen nicht helfen, Sir. Sie entscheiden allein.

O’Neill: Auch gut. (Hält kurz inne) Woher wissen wir, dass wir nicht wie damals, in Alamo landen?

Carter: Ahm, na ja, zum einen wahr das auf der Erde, aber, was noch wichtiger ist, ich habe die Zeitreisemaschine von der Steuerkonsole getrennt… hoffe ich. (Daniel sieht sie kurz an und sie zuckt nur mit den Schultern. Sie bleibt hinter Jack stehen) Konzentrieren Sie sich darauf den Antrieb zu starten.

O’Neill: Konzentrieren…

Jack legt seine Hände auf die Fläche und schließt seine Augen. Nichts passiert. Angespannt warten Sam und Daniel neben ihn ab…

O’Neill: Nicht die leiseste Idee.

Erschrocken fahren Sam und Daniel zurück.

Daniel: Komm schon, Jack. Das Antikergen in dir erlaubt dir Antikertechnologie zu beherrschen. Das funktioniert nicht anders als das Ding auf Antarktika. Du … (er macht eine greifende Handbewegung) Du musst dich bloß konzentrieren.

Sam und Jack sehen ihn äußerst irritiert an. Und schließlich nimmt Jack seine Kappe ab, schüttelt einmal kurz den Kopf und schließt erneut seine Augen.

Woah, und dann leuchtet alles lichterloh auf.

Daniel: Gut.

Das Licht beginnt zu flackern und die Konsole geht wieder aus.

Daniel: Nicht so gut.


Szene: Dorf

Die Bewohner sammeln ihr ganzes Hab und Gut zusammen.

Maybourne: Tempus fugit, Kinder, Tempus fugit.

Er nimmt eine Holzstatue aus einer der Kisten, als Teal’c zu ihm kommt.

Maybourne: In den paar Jahren hat sich ne Menge Zeugs angesammelt. Ich komme mir wie ein Hamster vor.

Teal’c: Wann willst du deine Leute informieren?

Maybourne: Das mache ich auf jeden Fall. Es ist nur… na ja, ich überlege noch, was ich sagen werde.

Teal’c: Vielleicht solltest du es mal mit der Wahrheit versuchen?

Maybourne: Das wäre ne Strategie.

Teal’c: Egal wofür du dich entscheidest, die Zeit läuft ab. Wir müssen bald aufbrechen.

Maybourne: Ja, ich weiß. Ich weiß.

Er lässt Teal’c zurück und geht zu einem Durchgang. Auf den Weg dorthin tragen zwei Männer ein großes Gefäß.

Maybourne: Nein, nein, lasst das stehen. Den Kram da drüben noch.

Sie eilen zu der anderen Seite. Was Maybourne allerdings nicht gesehen hat, dass Gerran das ganze Gespräch beobachtet hat. Kurzerhand verschwindet sie.


Szene: Puddel Jumper

Carter: Die primäre Energiequelle ist erschöpft. Wir müssen versuchen die sekundäre Einheit anzuzapfen, die ursprünglich die Zeitreisemaschine mit Energie versorgen sollte.

O’Neill: Klar. Das machen wir doch.

Carter: Okay. Versuchen Sie es jetzt, Sir.

Jack legt erneut Hand auf. Die Energie flackert auf, bis sie sich stabilisiert hat und einen Kurzschluss verursacht, den Sam unfreiwillig abbekommt, das genau über ihr die Funken zu sprühen anfangen. Und dann ist wieder alles aus.

Carter: Verdammt.

Jack atmet einmal tief durch.


Szene: Puddel Jumper, Wald

Die drei verlassen den Jumper und machen sich auf den Weg zurück.

Carter: Ich kenne mich einfach noch nicht so gut aus mit Antikertechnologie. Ich brauche etwas Zeit.

O’Neill: Das ist das einzige, was ich Ihnen nicht geben kann, Carter. (Stellt seinen Rucksack ab)

Daniel: Das meinst du nicht ernst.

Carter (kniet sich neben ihn): Sir, die Technologie ist zu wertvoll, um sie zu verlieren.

O’Neill: Carter, was soll ich Ihrer Meinung nach tun? Truppen zur Verstärkung herrufen? Wir legen uns hier nicht mit ein paar Jaffa – Kriegern an. Hier geht’s um einen Systemlord und seiner Bande fröhlicher Bösewichte. (Er drückt Sam und Daniel C-4 Sprengstoff in die Hand) Wie auch immer, ich will, dass dieses Ding da verschwindet.

Und dann hören sie ein Knacken. Jack springt schnell auf, Sam zieht die Pistole aus seinem Halfter, während Daniel sich in die andere Richtung dreht. Aus dem Wald kommen Krieger gestürmt, angeführt von Gerran.

Gerran: Werft eure Waffen weg. Oder wir töten euch auf der Stelle.

O’Neill (seufzt): Wenn ich nur wüsste, was ich tun sollte.

Gerran: Waffen weg.

O’Neill (schiebt einen Ast aus seinem Gesicht) Das…. werden wir nicht tun.

Gerran: Wir lassen nicht zu, dass ihr uns König Arkhan wegnehmt.

O’Neill: Euer guter König Arkhan ist ein Gauner.

Krieger: Unser König ist weise. Er ist ein Seher.

O’Neill: Er ist vielleicht euer König, aber sicher kein Seher.

Daniel: Er erzählt euch nur, was auf den Säulen der Tempelruinen nicht weit von hier geschrieben steht. Diese Inschriften enthalten die Prophezeiungen. Jeder, der sie verstehen kann, kann dieselben Vorhersagen treffen.

Gerran: Das ist eine Lüge.

Daniel: Ah, geht doch ins Dorf zurück und lasst euch das alles Mal von König Arkhan erklären.

Gerran: Zuerst die Waffen weg.

Daniel senkt seine Waffe, Sam und Jack hingegen bleiben hartnäckig.

Daniel: Jack?

O’Neill: Daniel?

Daniel: Die werden nicht schießen…. (er schaut zu Gerran) Oder?

Sie und ihre Männer senken ebenfalls die Waffen und so tun es auch Jack und Sam.

O’Neill: Gott! Ich vermisse diese Reisen ins Weltall! Oh ja.


Szene: Dorf

Maybourne kniet vor einem kleinen Mädchen, welches gelbe Blumen gepflückt hat.

Maybourne: Das habt ihr ganz prima gemacht. Vielen Dank. Habt ihr die selbst gepflückt? Das ist ja wirklich ein hübscher Strauß.

Die Kinder rennen weg und Jack steht plötzlich hinter Harry.

O’Neill: Wer hätte das gedacht?

Maybourne (steht auf): Oh, hey, Jack. Ich ähm… ich, ich habe mit Gerran gesprochen. Tut mir Leid, was am Schiff passiert ist. Glauben Sie mir, ich hatte nichts damit zutun.

O’Neill: Ich weiß, Harry, Sie sind immer das Opfer in diesen Geschichten.

Maybourne: Na schön, also gut, ich geb’s zu. Als ich die Ruinen gefunden habe, da hatte ich natürlich vor sie zu meinem Vorteil zu nutzen. Aber das hat sich geändert nachdem ich König Arkhan der Erste wurde.

O’Neill: Oh bitte.

Maybourne: Es ist wahr, Jack. Ich mag diese Menschen. Ich will ihnen helfen.

O’Neill: Dann sagen Sie ihnen die Wahrheit. Klären Sie, was geklärt werden muss.

Maybourne: Ich habe bereits eine Versammlung mit den Dorfältesten einberufen. Ich werde ihnen sagen, dass wir weg müssen.

Und damit dreht er sich um.


Szene: Dorf

Das Dorf hat sich versammelt und auf einer höher gelegenen Balustrade taucht Harry auf, wo SG-1 bereits auf ihn warten.

Maybourne (zu Jack): Tja, Leute, jetzt wird es ernst.

Er geht ein paar Stufen hinunter.

Maybourne: Meine Freunde. Ich wünschte, ich hätte eine bessere Botschaft für euch, aber die Wahrheit ist, ich bin jetzt hier, weil ich euch warnen muss. Das Dorf ist in Gefahr und es wird Zeit, dass wir diese Welt verlassen.

Verwirrtes Gemurmel entsteht innerhalb der Masse.

Maybourne: Wir *müssen* diese Welt verlassen. Es wurden Vorbereitungen getroffen, um uns zu helfen. (Er dreht sich zu Jack um, aber dieser gibt ihm zu verstehen, dass er weitermachen soll) Wir werden vorübergehend einen sicheren Ort aufsuchen.

Mann: Aber die Prophezeiung war klar. Der Fein wird besiegt.

Zustimmendes Gemurmel.

Maybourne: Ja, ja… ähm, die Prophezeiung war deutlich, aber nur bis zu einem gewissen Punkt. Und danach war sie etwas undeutlich… wohl eher von einer Art… getrübter Klarheit. Aber natürlich wird der Fein besiegt. Trotzdem könnte es sein, dass ein paar von uns verletzt werden oder in den Kämpfen ihr Leben verlieren. Und ich bin nicht willens das—

Krieger: Unmöglich! Du hast uns erklärt, dass wir uns nicht fürchten müssen.

Das Volk stimmt ihm zu.

Maybourne: Ja, ja, ich… ich erinnere mich daran. Allerdings… (Er schaut in die erwartungsvollen und vertrauenden Gesichter und dreht sich dann noch einmal zu Jack um, der ihm wieder mit einer Geste zu verstehen gibt, dass er endlich auf den Punkt kommen soll) muss ich gestehen, dass ich nicht immer ganz ehrlich zu euch war. Ich bin kein Seher, ich besitze nicht die Fähigkeit in die Zukunft zu sehen, oder göttliche Kräfte, die mich zu etwas besonderen machen. Ich bin ein ganz normaler Mensch. Nicht mehr oder weniger besonders als jeder von euch.

Krieger: Aber die Prophezeiungen?

Maybourne: Die Prophezeiungen kommen nicht von mir. Sie stammen von den Wänden des alten Tempels. Wurden in Stein geritzt, damit alle sie lesen können. Ich habe nur die Fähigkeit diese Inschriften zu übersetzen und mit dem entsprechenden Wissen könnte jeder von euch das gleiche tun.

Man sieht den Schock auf den Gesichtern der Menschen.

Maybourne: Ich habe euch etwas vorgegaukelt. Ich habe euch ausgenutzt und, ähm… (Er nimmt seine Krone ab) und das, ähm, tut mir sehr Leid.

Gerran: Was ist mit dem Entwurf für die neue Wassermühle? Stand der etwa auch auf den Tempelwänden?

Maybourne: Nein, der war von mir.

Gerran: Und unsere neue Medizin? (Sie dreht sich zu dem Volk um) Unser Gesetzbuch, das Bewässerungssystem, hast du diese Dinge auch in den Ruinen gefunden?

Maybourne: Nein.

Gerran: Das alles konnte kein Hochstapler vollbringen – bloß ein Führer!

Die Menschen nicken und Jack scheint vom Glauben abzufallen, als er die Wandlung sieht.

Maybourne: Leute, ich bin gerührt, wirklich.

Gerran: Was spielt es eine Rolle woher die Prophezeiungen kommen? Wir wissen nur, dass sich jede einzelne erfüllt hat. So wie sich auch die letzte erfüllen wird.

Maybourne: Also, jetzt sollten wir es nicht zu weit treiben.

Gerran: Wir werden diesen Feind besiegen. Und das wird uns gelingen unter der Führung unseres großen Königs Arkhan der Erste! Arkhan! Arkhan! Arkhan!

Schon bald hat sich das gesamte Dorf den Freudetaumel angeschlossen. Mit einem Blick hoch zu Jack und einem Schulterzucken, setzt Harry wieder seine Krone auf. O’Neill schüttelt nur mit dem Kopf.


Szene: Dorf

SG-1 läuft durch das Dorf, wird aber von Harry aufgehalten.

Maybourne: Ah, Jack? Hören Sie, (er fängt an zu lachen) tut mir Leid.

O’Neill: Ist nicht mein Problem, Harry. Wenn diese Leute nicht weg wollen, müssen sie nicht gehen. Teal’c, du und Daniel, ihr sichert das Tor. Carter, wir beide kümmern uns um das Schiff.

Jack macht sich auf den Weg und Harry läuft neben ihm her.

Maybourne: Jack, Jack, warten Sie mal einen Moment. Ich weiß, es klingt verrückt, aber Gerran hat Recht, was die Prophezeiungen angeht. Sie haben sich alle erfüllt.

O’Neill: Harry, wir bleiben nicht hier. Und wenn Sie mitkommen wollen, bewegen Sie ihren königlichen Hintern zum Tor, verstanden?

Und damit lassen Sam und Jack den armen König stehen.


Szene: Stargate

Daniel und Teal’c laufen zum Tor, als sie die Geräusche eines eingehendes Wurmloches hören. Schnell gehen sie in Deckung und müssen beobachten, wie die ersten Jaffa durch das Tor kommen.


Szene: Puddel Jumper / Stargate

Sam und Jack haben das Schiff gerade erreicht, als Daniel sie anpiepst.

Daniel (Funk): Jack, melde dich.

O’Neill: Ich höre.

Daniel: Wir haben hier ein kleines Problem. Die Jaffa von Ares sind gerade durch das Tor gekommen. Wir sind abgeschnitten. Wenn ihr jetzt das Schiff sprengt, machen wir sie neugierig.

Carter (zu Jack): Damit sitzen wir hier fest.

Am Tor beobachten Daniel und Teal’c, wie der erste Primus von Ares als letzter durch das Tor schreitet.


Szene: Dorf

Der erste Primus und seine Anhänger marschieren in das Dorf geradewegs auf Harry zu.

Maybourne: Willkommen, Fremde. Ich bin König Arkhan der Erste. Wir heißen euch mit Freude und offenen Armen willkommen.

Trelak: Ich bin Trelak, erster Primus des großen Lords Ares. Eures Gottes, der zurückkehren wird, um sich diese Welt und die Loyalität seiner Bürger zurückzuholen.

Maybourne: Aber natürlich. Wir wünschen euch dabei Spaß und Freude. *Viel* Spaß und Freude.

Trelak: Lord Ares verlangt nicht weniger als die absolute Gehorsamkeit von dir und deinem Volk. Jeder Widerstand wird mit äußerster Härte niedergeschlagen.

Maybourne: Verstanden.

Trelak: Ruf deine Untertanen zusammen. Informiere sie über unsere Ankunft.

Erst jetzt sehen wir, dass sich Daniel und Teal’c mit Umgängen und Kapuzen unter das Volk gemischt haben.

Maybourne: Natürlich. Ich wende mich sofort an sie.

Trelak (bleibt vor einer Frau stehen, die neben Maybourne steht): Willst du etwas sagen, Sklavin?

Frau: Ich bin keine Sklavin.

Maybourne: Ich bitte um Entschuldigung. Meine Bedienstete war zu vorlaut. Sie wird bestraft werden.

Trelak (nickend): Bestimmt wird sie das.

Eine Wache drückt sie auf den Boden und aktiviert seine Stabwaffe.

Frau: Töte mich, wenn du willst, aber eines sollst du wissen, am Ende werden du und deine Leute davon gejagt, so wie es die Prophezeiung voraussagt.

Trelak: Die Prophezeiung?

Maybourne beginnt zu lachen.

Maybourne: Kümmert euch nicht um sie. Sie hat offenbar vor Angst den Verstand verloren.

Frau: Sie hat eure Ankunft vorhergesagt und eure Niederlage.

Maybourne: Eine andere sagte für heute Regen vorher und sogar Schneefall am Morgen. Aber welch schönes Wetter genießen wir…?

Trelak: Ruhe! (Zu der Frau) Wo finde ich diese Prophezeiung? Wenn das, was du sagst wahr ist, dann wären wir Narren, wenn wir hier bleiben und uns den sicheren Tod aussetzen würden.

Frau: Sie steht geschrieben an den Wänden des alten Tempels.

Trelak (zu der Wache): Geht mit ihr dort hin.

Die Wache für die Frau weg. Maybourne zuckt nur mit seinen Schultern.


Szene: Puddel Jumper

Sam ist dabei das Schiff wieder anzuschließen. Über Funk meldet sich Daniel.

Daniel (Funk): Sam, Jack, hier ist Daniel. Ares’ erster Primus hat gerade ein paar Männer los geschickt, um sich die Tempelruinen anzusehen. Sobald sie die Antikerschrift entziffert haben, werden sie die Gegend durchsuchen.

O’Neill (Funk): Carter, wie kommen Sie da drinnen voran?

Carter: Nur noch ein paar Minuten, Sir.

Daniel (Funk): Was macht ihr da? Ich dachte, ihr wolltet das Schiff sprengen?

Carter: General O’Neill hat mir noch eine Chance gegeben das Schiff zum Fliegen zu bringen.

Daniel (Funk): Ich bin auch dafür das Schiff zu retten, aber ihr geht ein hohes Risiko ein.

Carter: Ich weiß.


Szene: Dorf

Der Tisch wird gedeckt. Ein richtiges Festmahl.

Maybourne (zu einem Mädchen): Los, los, los.

Sie läuft weg und Maybourne dreht sich zu Trelak um.

Maybourne: Ich habe ein Festmahl zu euren Ehren bereiten lassen. Kommt. Bitte, setzt euch. Nehmt an unseren Überfluss teil. (Er nimmt sich die Guango) Diese Frucht zum Beispiel ist eine Kreuzung zwischen einer… (Trelak drückt die Frucht in Harrys Hand zusammen. Dieser kneift vor Schmerzen die Augen zu)

Trelak: Ich bin an deinen Gaben nicht interessiert. Du wurdest gewarnt. Jeder der sich weigert uns zu akzeptieren, wird getötet.

Maybourne: Ich habe durchaus verstanden was du sagst.

Trelak: Du vielleicht. Aber deine Untergebenen scheinen nicht bereit zu sein unsere Bedingungen anzunehmen. Sie klammern sich an archivarische Überzeugungen. Prophezeiungen, Wunder, die nur dazu dienen sollen die Herrschaft unseres Gottes zu unterminieren.

Maybourne (flüsternd): Das wird nicht passieren.

Sie entfernen sich von dem Tisch.

Maybourne: Ich werde dafür sorgen.

Trelak: Wie?

Maybourne: Es sind einfache Leute, leicht zu beeinflussen. Mit meiner Hilfe, habt ihr keine Probleme sie euch gefügig zu machen.


Szene: Tempelruinen

Die Jaffa schleifen das Mädchen zu den Ruinen.

Frau: Hier ist es.

Sie bleiben vor der Stele mit den Prophezeiungen stehen. Einer der Jaffa studiert sie genauer. Dann gibt er seinen Männern Befehle. Was er allerdings nicht weiß, ist, dass er beobachtet wird. Der Jaffa lässt seine Männer ausschwärmen. Jack ist wenig begeistert davon.

O’Neill: Verdammt.


Szene: Puddle Jumper / Ruinen

Sam arbeitet weiterhin fieberhaft an der Energieumleitung.

O’Neill (Funk): Carter?

Carter: Sir?

O’Neill: Die sind gleich bei uns.

Carter: Ich brauche noch etwas Zeit.

O’Neill (zu sich selbst): Ja, aber klar doch.

Und damit läuft er zurück. Sam wirft derzeit einen nervösen Blick Richtung Tür, arbeitet dann aber weiter.


Szene: Wald

Zwei Jaffa laufen durch den Wald, werden aber von Jack überrascht, der sie ohne mit der Wimper zu zucken abknallt. Sie haben keine Chance.


Szene: Dorf

Leider wird auch dort die Schießerei gehört. Die Jaffa sind in Alarambereitschaft.

Trelak: Das waren Tau’ri – Waffen.

Maybourne: Was ist ein Tau’ri?

Trelak gibt seinen Männern ein Zeichen und sie beginnen die Bewohner zu durchsuchen, bis sie schließlich bei Daniel und Teal’c angekommen sind. Sie ziehen ihnen die Mäntel aus und entwaffnen sie.


Szene: Puddle Jumper

Jack läuft weiter, dicht gefolgt von Schüssen aus Stabwaffen. Er versteckt sich hinterm Schiff. Er lässt die Luke hochfahren.

O’Neill: Die Zeit ist um.

Sam lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Was die Jaffa nicht davon abhält auf das Schiff zu schießen.


Szene: Dorf

Teal’c und Daniel werden zu Trelak geführt.

Trelak: Ihr kommt zu spät, um diese Welt zu retten. Man hat mir soeben mitgeteilt, dass Lord Ares gerade eingetroffen ist.

Und das ist er. Wir sehen Bilder von dem Planeten, wie die Schiffe in der Umlaufbahn kreisen.


Szene: Puddel Jumper

Sam klappt ihren Laptop zu und entstöpselt ihn.

Carter: Ich bin fertig… (murmelnd) hoffe ich.

Sie rennt nach vorne zu Jack.

Carter: Sie können loslegen, Sir.

Sie setzt sich neben ihn.

O’Neill: Ich werde mein bestes geben.


Szene: Dorf

Trelak: Was hattet ihr und die Tau’ri geplant?

Keine Antwort. Trelak geht auf Teal’c zu.

Trelak: Eins solltest du wissen, Shol’va. Ich werde dafür sorgen, dass du lange leiden wirst.

Teal’c: Und ich werde dafür sorgen, dass du schnell sterben wirst.

Trelak nimmt sich eine Stabwaffe und haut Teal’c damit in den Bauch. Eine weitere Wache schlägt von hinten auf ihn ein. Maybourne verzieht das Gesicht zu einer Grimasse, aber auch Daniel kann nichts tun. Doch Teal’c ist nicht so einfach klein zu kriegen, denn er richtet sich wieder auf.

Trelak: Das hättest du gern. Meine Männer bewachen das Tor und das Mutterschiff ist bereits im Landeanflug.

Er lacht leicht und lässt die beiden stehen.


Szene: Puddle Jumper

Noch immer leuchtet nichts auf und die Schüsse schlagen weiterhin auf das Schiff ein. Jack versucht sich bei diesem ganzen Lärm zu konzentrieren. Aber dann schafft er es und die Steuerkonsole leuchtet auf. Das Schiff wackelt und rüttelt sich, als es sich von den ganzen Ästen und Zweigen befreit unter denen es begraben ist.


Szene: Dorf

Trelak: Hör zu, zusammen mit den Tau’ri habt ihr diese Pläne geschmiedet. Verrat ist etwas, was wir nicht dulden können.

Maybourne (gesellt sich zu ihm): Ich könnte es kaum besser ausdrücken. Wenn du wütend bist, dann überleg mal wie ich mich fühle. Verraten von meinem eigenen Volk!

Trelak umfasst seinen Hals und schnürt ihm die Luft ab, als plötzlich der Puddel Jumper über ihnen hinweg fliegt. Als die ersten Schüsse fallen, ergreifen Daniel und Teal’c die Chance und wehren sich gegen die Wachen. Daniel schlägt einen mit einer Schüssel zu Boden, während Teal’c sich eine Stabwaffe schnappt und sein Kong – Fu erweitert. Mit einer geliehenen Zat schaltet Daniel den nächsten aus.


Szene: Puddle Jumper

Während die beiden durch die Luft fliegen, ertönt plötzlich ein Piepsen.

Carter: Sir, da nähert sich ein anderes Schiff. Es ist riesig.

Sie fliegen hinaus ins All.


Szene: Dorf

Das Gemetzel geht weiter. Daniel hat nur einen Moment nicht aufgepasst und ihm wird die Zat aus der Hand geschlagen und eine Stabwaffe in den Bauch gerammt, währenddessen kämpft und schießt Teal’c gleich zwei Wachen bewusstlos. Trelak kann es sich nicht mehr mit ansehen und greift jetzt eigenhändig ein. Er attackiert Teal’c von hinten, nachdem er Maybourne zur Seite gestoßen hat.
Daniel scheint derzeit nicht die besten Karten zu haben, denn eine Wache versucht ihn mit der Stabwaffe die Luft abzuschnüren. Teal’c hat es zwar geschafft sich aus Trelaks Griff zu befreien, aber dieser schmeißt Sand in seine Augen, so dass unser Krieger im Augenblick ziemlich orientierungslos ist. Trelak schnappt sich eine Bank und zerschmettert sie auf Teal’cs Rücken, nachdem ein weiterer Tritt in die Magengrube folgt.

Trelak (zieht seine Messer): Shol’va.

In diesem Moment haut Maybourne mit einem Tontopf auf Trelak ein. Doch Maybourne wird ein weiteres Mal in die Ecke geschleudert. Allerdings hat es den Vorteil, dass Teal’c wieder sehen kann und somit wieder kampfbereit ist. Er hält den ausgestreckten Arm mit der Hand, in der Trelak das Messer hält, von sich. Trelak benutzt jetzt beide Hände, genau wie Teal’c…

Daniel hat es immer noch nicht geschafft sich aus seiner misslichen Lage zu befreien. Und dann wird der Jaffa von einem Pfeil in den Rücken getroffen. Wir sehen, dass Gerran der Schütze ist. Daniel wirft den Jaffa von sich, während Teal’c noch immer darum kämpft das Messer nicht in die Brust gerammt zu bekommen. Stattdessen drückt er an sich vorbei weiter nach unten und versetzt Trelak einen letzten Stoß, dass er sich mit seinem eigenen Messer ersticht.

Trelak: Du bist ein Mann, der Wort hält.

Teal’c: Korrekt.

Und noch ein letzter Stoß, bevor Teal’c ihn seinem Schicksal überlässt.


Szene: Puddle Jumper

Sam ist etwas nervös. Sie stützt sich mit einer Hand an der Wand ab.

Carter: Sie fliegen großartig, Sir.

Ein weiteres Rütteln erfasst sie.

Carter: Zumindest relativ gesehen.

Jack lächelt angespannt. Sie weichen den Schüssen des Mutterschiffes aus.

O’Neill: Waffen. (Er schließt seine Augen) Waffen.

Und siehe da. Die kleinen Drohnen schießen aus dem Jumper und treffen genau ihr Ziel.

Carter: Feuer Sie weiter, Sir.

O’Neill: Nichts passiert.

Carter: Die Waffenarsenale sind erschöpft. Hoffentlich haben Sie lebenswichtige Systeme getroffen.

Auf eine kleine Explosion folgt eine große, die das komplette Schiff in Mitleidenschaft zieht.

O’Neill: War das lebenswichtig?

Carter (mit einem leichten Lächeln): Relativ gesehen.

Und dann atmet sie einmal aus, als die Anspannung von ihr fällt.


Szene: Stargate

SG-1 steht vor dem Tor. Und als kleines Abschiedsgeschenk hält Jack ein paar Blumen in der Hand, genau wie Sam, nur ist er es, der daran schnuppert.

O’Neill (zu Harry): Sind Sie sicher, dass Sie wirklich auf diesen Planeten bleiben wollen?

Maybourne: Ich kann doch diese Leute nicht im Stich lassen, Jack. Ich habe hier alles aufgebaut. Ich verlasse doch jetzt nicht mein Zuhause, meine Freunde… meine Frauen.

Sams Lächeln erlischt und sie bedenkt ihn mit einem treffenden Blick.

Carter: Frauen?

Er deutet auf ein paar Mädels und bevor Sam noch etwas sagen kann, legt Jack eine Hand auf ihre Schulter.

O’Neill: Na los.

Ist vielleicht auch besser so, dass Sam sich auf den Weg zum Tor macht. Doch vorher wirft sie Maybourne noch einen abschätzenden Blick zu. Jack berührt leicht Harrys Schulter.

O’Neill: Frauen?

Maybourne zuckt nur mit den Schultern. Jack grinst und gibt ein merkwürdiges Geräusch von sich. Eine Mischung aus Belustigung und Verstehen, bevor er Sam folgt. [Im Original sagt Jack zu ihm „Dog!“ aber offenbar gab es dafür keinen vernünftigen, deutschen Ausdruck.]

Sam wartet am Fuße der Treppen auf ihn und zusammen gehen sie zu Daniel und Teal’c, die bereits oben am Tor auf sie warten. Daniel winkt Maybourne noch ein letztes Mal zu, bevor er, Teal’c und Sam durch das Tor gehen. Jack dreht sich noch kurz vorher um. Maybourne salutiert leicht und Jack erwidert den Salut mit den Blumen in seiner Hand, bevor auch er Harry weiterhin König sein lässt.


ENDE

+[Transcript und Layout by Destiny]+