8x02 Neue Machtverhältnisse – Teil 2
New Order – Part 2

 

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Penegal: Die Replikatoren haben die Systeme infiziert, die notwendig sind, um jeden einzelnen Geist zu retten. Wenn wir diesen Kampf verlieren, werden sie mit ihren Körpern ausgelöscht und mit ihnen stirbt alle Hoffnung der Erhaltung der Asgard-Rasse

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Szene: Torraum, SGC

Aufgebracht kommen die Goa’uld die Rampe herunter

Camulus: Wir sind offizielle Repräsentanten der Systemlords. Ihr wollt unsere Abreise verhindern?

Weir: Ein Schiff zu schicken, um uns anzugreifen, ist eindeutig eine Kriegshandlung und dazu noch eine törichte, wenn man an unsere Stärke denkt.

Oshu: Mein Gebieter hat so etwas nicht angeordnet,

Daniel: Dann mach es rückgängig. Die Systemlords sollen den Angriff abbrechen.

Amaterasu: Die Entscheidung wurde durch euer Verhalten provoziert. Zu einem Kompromiss ward ihr auf keinster Weise bereit. Ein Kurswechsel könnte nur erfolgen, wenn wir vor Ort wären.

Oshu: Durch eine Abstimmung des gesamten Rates.

Weir: Selbst wenn ich euch glauben würde, im Augenblick habt ihr unser Vertrauen verspielt. Ihr seid unsere Gefangenen. (Zu den Wachen) Schafft sie fort.

Die Wachen eskortieren die Goa’uld. Daniel und Liz bleiben zurück. Das ging dann wohl gewaltig nach hinten los.


Szene: Thors Schiff

Jetzt verlässt auch das Schiff den Hyperraum. An Bord wird mit den anderen Asgard (in diesem Fall Penegal) die Lage besprochen.

Penegal (Bildschirm): Ich grüße euch, Thor.

Thor: Ich grüße dich. Teal’c, das ist Penegal vom Hohen Rat der Asgard.

Penegal: Ich bedaure, dass nicht alle Trümmer des zerstörten Replikatoren – Schiffes abgefangen werden konnten. Zahllose Replikatoren – Fragmente sind auf Orilla herabgeregnet. Sie haben bereits begonnen sich zu reproduzieren und unsere Systeme zu infizieren. Es ist fast unmöglich sie zu kontrollieren.

Teal’c: Wäre nicht die Evakuierung eures Volkes denkbar?

Penegal: Das… ist leider nicht mehr möglich.

Thor: Es sind zu viele. Wir haben den Geist unserer Vorfahren in den Bordcomputer unserer Schiffe gespeichert, als wir aus unserer Heimatwelt flohen. Als wir endlich Orilla fanden, ist es uns gelungen den Geist in geklonte Körper zu platzieren, um so unsere neue Kolonie zu gründen.

Penegal: Die Replikatoren haben die Systeme infiziert, die notwendig sind, um jeden einzelnen Geist zu retten. Wenn wir diesen Kampf verlieren, werden sie mit ihren Körpern ausgelöscht und mit ihnen stirbt alle Hoffnung der Erhaltung der Asgard-Rasse.

Thor: Orilla ist die letzte Chance unser Imperium wieder aufzubauen.

Teal’c: Dann müssen wir die Invasoren vertreiben.


Szene: Prometheus

Die Prometheus fliegt in der Umlaufbahn der Erde. Ein weiblicher Offizier hat den Platz von Major Gant auf der Brücke eingenommen. In der Mitte sitzt Colonel Pendergast.

Offizier: Sir, wir haben ein außerirdisches Schiff entdeckt. Es hat den Hyperraum in vierzehntausend Kilometer Entfernung verlassen. Kurs acht Grad Steuerbord.

Pendergast: Die Kennung?

Offizier: Bisher keine, Sir. Das Schiff hat die Größe eines Goa’uld – Mutterschiffs und nähert sich schnell. In sechs Sekunden auf Sichtweite.

Pendergast: Position halten, auf Feuerbereitschaft.

Offizier: Vier, drei….

Pendergast: Bildschirm auf volle Vergrößerung.

Offizier: … zwei, eins.

Auf dem Bildschirm leuchtet ein weißer Ring auf, in der Mitte die Umrisse eines rötlich gezeichneten Schiffes.

Pendergast: Öffnen Sie einen Kanal. Wir übersetzen alles in Goa’uld.

Offizier: Jawohl, Sir.

Pendergast erhebt sich und geht ein paar Schritte auf den Bildschirm zu.

Pendergast: Hier ist Colonel Lionel Pendergast von der Prometheus der U.S Air Force. Nicht identifiziertes Raumschiff, das Ausbleiben einer Identifizierung werten wir als einen Akt der Aggression und werden darauf mit unserer ganzen Feuerkraft antworten.

Auf dem Bildschirm leuchten die Worte ‚INCOMING TRANSMSSION’ auf. Doch anstatt eines Goa’uld, sehen wir Teal’c.

Teal’c: Das wird nicht notwendig sein.

Pendergast lächelt erleichtert.

Offizier (ebenfalls erleichtert): Teal’c.

Teal’c: Ich entbiete Grüße von Thor, dem Oberbefehlshaber der Asgard-Flotte. Wir sind an Bord der Daniel Jackson.


Szene: Besprechungsraum, SGC

Die Tür zu Weir’s Büro öffnet sich und sie selbst kommt heraus und betritt einen gefüllten Raum. Es fehlt lediglich Daniel.

Weir: Ich habe soeben erfahren, dass die Asgard eingetroffen sind. Sie wollen der Demonstration unserer Antiker – Technologie beiwohnen, zu der ihr uns zwingt. Es wäre noch Zeit den Angriff abzublasen.

Amaterasu: Wir würden auch gerne dieser Demonstration beiwohnen.

Über die Wendeltreppe gesellt sich nun auch Daniel zu ihnen.

Daniel: Euer Schiff wird nicht kommen. Es wurde von Ba’al zerstört. Die Streitkräfte der Systemlords haben die Waffen niedergelegt und den Krieg verloren.

Yu: So wird es auch euch ergehen.

Bevor Daniel ihm antworten kann wird er von einem Asgard – Beamstrahl erfasst und verschwindet im gleißenden Licht. Die anderen schauen ziemlich überrascht aus der Wäsche.


Szene: Die Daniel Jackson

Daniel landet auf dem Raumschiff und sieht sich erst einmal erstaunt um.

Daniel: Hey, Leute.

Thor: Unsere neue Kolonie ist in großer Gefahr. Die Replilatoren sind aus dem Zeiterweiterungsfeld geflohen, um die Asgard zu vernichten.

Daniel macht sich auf den kleinen Weg zu Thor und Teal’c.

Daniel: Na schön, und was können wir tun?

Teal’c: Thor glaubt, das Antiker – Wissen, das in O’Neills Kopf gespeichert ist, könnte die Replikatoren für immer besiegen helfen.

Daniel: Aber Jack ist eingefroren in der Antark –

In diesem Moment wird Jack mitsamt seines Eissargs auf das Schiff gebeamt.

Daniel: - tika. (Er geht zum Sarg und dreht sich dann wieder um) Wie ich schon sagte… wo ist Sam?

Teal’c: Die Replikatoren haben sie gefangen genommen. Ihr Schiff wurde zerstört.

Daniel starrt ihn nicht glauben wollend an.


Szene: Schlafzimmer

Sam liegt im Bett und wacht plötzlich auf. Im Hintergrund hören wir die Vögel zwitschern. Ein wenig irritiert setzt sie sich auf und erst jetzt sehen wir, dass sie sich verändert hat. Sie trägt lange Haare und ein weißes Nachthemd. Sie ist nicht die Sam, die wir kennen. Ungläubig betrachtet sie sich im Spiegel.

Die Tour durch das Haus wird fortgesetzt. Es geht in die Küche. Alles ziemlich alt und im Stil von Landleben eingerichtet. Inzwischen hat sich Sam etwas übergezogen. Sie trägt jetzt eine Jeans mit einem hellblauen Shirt. Auf dem Tisch steht eine Rose und sie nimmt diese kurz in die Hand, bevor sie weitergeht.

Der nächste Stopp ist das Leben vor dem Haus. Über eine kleine Veranda gelangt sie in den Vorgarten, wo sie bereits von einem Hund begrüßt wird. Auf dem dahinter liegenden Grundstück sehen wir eine große Scheune. Sie scheint wirklich auf eine Art Bauernhof zu sein.
Pferde befinden sich im Gehege und Pete kommt mit einem Eimer aus der Scheune.

Pete: Na, Schlafmütze. Ich dachte schon du würdest nie mehr wach. War ne ziemlich kurze Nacht, he?

Er geht an ihr vorbei und berührt leicht ihren Arm, aber Sam kann sich darauf keinen Reim machen.

Carter (erstaunt): Pete. (Sie dreht sich zu ihm um, während er die Pferde füttert)

Pete: Was ist? Alles okay? Stimmt was nicht?

Carter: Ja, was ist hier los?

Pete: Wie meinst du das?

Carter: Na das hier. Was, was tust du hier? Was tue ich hier? Wo sind wir eigentlich?

Pete (beginnt zu lachen): Der war gut. Ich wäre beinahe drauf reingefallen, aber ich bin auch seit fünf Uhr auf und füttere die Viecher.

Carter: Nein, Pete, ehrlich. Ich, ich glaube nicht…

Pete: Was? Was glaubst du nicht?

Carter: Dass das hier die Wirklichkeit ist.

Pete: Hm, hast du Hunger? Ich bin am verhungern. Komm wir gehen rein. Ich mache uns ein paar Eierkuchen.

Carter: Du verstehst es nicht. Das hier passiert nicht. Ich weiß nur noch, dass ich mich an Bord eines Replikatoren – Schiffes befand. (Pete atmet einmal tief ein) Und das hier ist nur eine weitere Methode mich zu manipulieren.

Pete: Na schön, ich sage dir was ich weiß. Das ist nicht das Stargate Center, das ist Montana. Und hier passiert nichts Verrücktes, nichts was du gewöhnt bist. Du hast vor einem Jahr das Stargate Programm verlassen, weil du psychisch am Ende warst und weil du bei mir auf meiner Farm voller stinkender Tiere sein wolltest. Seitdem gehst du zu einem Therapeuten, weil du deine Alpträume nicht mehr loswirst. Du hattest wieder einen schlimmen, habe ich Recht? (Er geht zu ihr und bleibt direkt vor Sam stehen) Das ist real. (Und dann küsst er sie) Hat sich das real angefühlt?

Carter: Ja.

Pete: Dann beruhige dich wieder.

Er schiebt den Pfosten vor das Pferdegehege.

Pete: Na schön, Eierkuchen oder soll ich den Doktor rufen?

Carter: Ich bin etwas hungrig.

Pete: Gut. Komm mit.

Er dreht sich zum gehen um, aber Sam sieht sich noch nicht ganz überzeugt einmal um. Der Zwiespalt ist ihr ins Gesicht geschrieben.


Szene: Die Daniel Jackson

Thor geht zu Jack.

Daniel: Was hast du vor?

Thor: Ich versuche O’Neills Verstand an den Schiffscomputer anzuschließen.

Daniel: Dazu musst du ihn erst einmal auftauen, richtig? Ich spreche das an, weil er dem Tod nahe war, als wir ihn eingefroren haben.

Thor: Hoffen wir, dass die Kapsel seine Lebensfunktionen erhalten hat.

Teal’c und Daniel tauschen eine kurzen Blick aus.

Daniel: Hoffen wir?

Thor: Welche Wahl haben wir?

Daniel: Na ja, kannst du ihn nicht einfach retten, wie beim letzten Mal und das Antiker – Wissen entfernen?

Thor: Und damit jede Chance über einen möglichen Sieg über die Replikatoren zu finden?

Daniel: Du hast nicht das Recht sein Leben zu riskieren.

Teal’c: Ich glaube O’Neill wäre einverstanden.

Daniel: Egal um was es geht. Wir können das nicht für ihn entscheiden. Transferiere doch die Antiker- Informationen in den Schiffscomputer, dann haben wir alles was davon und lernen wie man Antiker - Waffen auf der Erde einsetzen kann.

Thor: Du hast nicht die geringste Vorstellung davon, was sich im Augenblick in O’Neills Kopf befindet. Unsere Wissenschaftler haben vor langer Zeit Teile des Wissens der Antiker – Bibliothek entnommen und viel davon gelernt. Aber wir studieren das schon solange ich mich erinnern kann und haben nicht einmal die erste Schicht frei gekratzt.

Daniel: Dann suchen wir die Nadel in einem Heuhaufen, ja?

Thor: In einem Heuhaufen von unendlicher Größe.

Daniel: Klingt schwierig.

Thor: Ich hoffe, O’Neills Bewusstsein kann und Zugang verschaffen zu den Informationen, die wir brauchen.


Szene: Arrestzelle, SGC

Yus Diener, Oshu, bekommt besucht von Elizabeth.

Weir: Du wolltest mich sprechen?

Oshu: Du musst uns gehen lassen.

Weir: Ich glaube, dass ich gar nichts tun muss. (Sie will sich umdrehen) Wenn es das war –

Oshu (hält sie auf): Falls es deine Absicht ist uns Informationen zu entlocken, solltest du wissen, dass ich eher sterben würde als etwas zu sagen. Und was mein Gebieter sagt ist unglaubwürdig.

Weir: Bisher hat niemand entschieden was mit euch geschehen wird.

Oshu: Anubis war sehr mächtig und brauchte trotzdem den größten Teil seiner Armada, um die Systemlords in Schacht zu halten. Die Flotte, mit der er die Erde angegriffen hat, war winzig. Verglichen mit der, die Ba’al befehligen wird solltet er die Systemlords besiegen. Er wird über die Galaxis herrschen. Keine Waffe wird mächtig genug sein, um ihn aufzuhalten.

Weir: Was sollte ich deiner Meinung nach tun?

Oshu: Lass uns frei für die Schlacht. Oder wenn es sein muss für den ehrenvollen Tod.

Weir antwortet ihm nicht darauf.


Szene: Die Daniel Jackson

Thor: Es geht ihm nicht gut.

Daniel (stützt sich an der Anhöhe von Thors Kommandopult ab): Habe ich dir gesagt.

Thor: Der Prozess seinen Geist anzuzapfen ist kompliziert.

O’Neill (Wir hören nur seine Stimme über die Mikrofone): Hallo? Test 1, Test 2. Eins, zwei, eins, zwei, Test. Hallo? Ist das Ding an?

Ungläubig gehen Daniel und Teal’c langsam auf die Kapsel zu. Bewegungslos und mit geschlossenen Augen liegt Jack noch immer da, wie er es noch vor fünf Minuten getan hat.

Daniel: Jack?

Thor: O’Neill, kannst du uns hören?

O’Neill: Hey! Hey Leute. Was ist denn los?

Thor: Dein Verstand wurde mit der Daniel Jackson verbunden.

O’Neill: Was?

Daniel: Was?

Teal’c: Der Name von Thors Schiff ist Daniel Jackson.

Irgendwie scheint das Daniel nicht so wirklich zu erfreuen.

Thor: Alle Informationen im Schiffscomputer stehen dir zur Verfügung.

O’Neill: Okay, kann losgehen…. Wow, das ist cool. Ich kann so ziemlich alles tun was ich will, ja?

Das Licht geht aus.

Und wieder an.

Aus.

An.

Aus.

Thor: O’Neill.

O’Neill: Hm? Oh Entschuldigung.

Und dann doch wieder an.

Thor: Du kannst dich auch als Hologramm zeigen.

Ein Hologramm von Jack taucht hinter ihnen auf. Er schüttelt sich.

O’Neill: Ah… Junge….

Daniel: Alles okay?

O’Neill: Etwas ungewohnt, aber ja… okay.

Daniel: Wenigstens sprichst du nicht antikisch.

O’Neill: Da bin ich auch froh.

Thor: Der Computer übersetzt was er sagt.

Daniel: Ah.

Das Hologramm geht auf sein eigenes Ich zu, welches noch immer in der Kapsel liegt.

O’Neill: Ich habe nie besser ausgesehen.

Thor: Wir haben nicht viel Zeit, O’Neill.

Teal’c: Thor’s Planet ist –

O’Neill (unterbricht ihn): Ich weiß. Der Computer.

Thor: Kannst du uns gegen die Replikatoren helfen?

O’Neill: Bin schon dran.

Daniel: Jack.

O’Neill: Daniel. Der Computer hat alle Gespräche aufgezeichnet. Danke für deine Sorge. Lasst euch von mir nicht stören.

Er dreht sich um und verschwindet dann wieder.


Szene: Arrestzelle, SGC

Weir besucht Camulus. Er sitzt auf dem Bett und hat seine Ellbogen auf seinen Knien abgestützt während sein Kopf auf seinen gefalteten Händen ruht.

Weir: Ich habe die Lage mit meinen Vorgesetzten besprochen und wir haben beschlossen euch gehen zu lassen.

Camulus (schaut auf): Ich muss zugeben, das ist eine Überraschung.

Weir: Offenbar hatten wir in letzter Zeit nicht allzu viel Erfolg bei Verhören von Goa’uld. Und mir ist klar geworden, dass ihr für uns nützlicher seid, wenn ihr gegen Ba’al kämpft.

Sie dreht sich zum Gehen um.

Camulus: Dr. Weir.

Weir: Du kennst meinen Namen?

Camulus (steht auf): Ich glaube ich habe eine Überraschung für dich.

Weir: Ich bin mir ziemlich sicher, dass mich kaum noch was überraschen kann.

Camulus: Ich möchte Asyl beantragen.

Weir: Tja, da habe ich mich offenbar geirrt.

Camulus: Meine Flotte ist zerstört worden bevor ich hier her kam. Mein Herrschaftsgebiet ist bereits gefallen. Ich habe nichts mehr wofür ich kämpfen könnte. Auf der anderen Seite des Stargates erwarten mich nur Schande und Folter. Es trifft also nicht zu, dass ich da draußen für euch nützlich wäre. Aber vielleicht könnte ich hier wesentlich nützlicher sein.

Weir ist zweifelsohne sprachlos.


Szene: Pete und Sams Haus, Montana

Die beiden sitzen am Tisch, während Sam frühstückt. Sie legt die Gabel beiseite.

Carter: Danke. (Pete nimmt die beiden Teller und bringt sie in den hinteren Teil der Küche) Das war gut. Hat richtig echt geschmeckt.

Pete: Hey, was hältst du davon, wenn wir heute Abend in die Stadt fahren? Essengehen, Filmansehen.

Carter (schüttelt kurz den Kopf): Im Ernst? Du kannst nicht erwarten, dass ich da mitspiele, okay?

Wütend schmeißt Pete die Pfanne auf den Boden. Mehr als erschrocken zuckt Sam zusammen.

Pete (wirklich, wirklich wütend): Ich habe meinen Job hingeworfen! Ich habe mein Leben für dich umgekrempelt!

Carter: Siehst du, das ist definitiv nicht Pete!

Pete: Wie viel Geduld erwartest du von mir?

Carter (schüttelt erneut den Kopf): Nichts, was du sagst kann mich überzeugen. Ich weiß wer du bist, ich verstehe nur nicht warum du das tust. Was willst du von mir? Warum tust du das alles?

Er geht auf sie zu. Doch noch in seiner Bewegung wird aus Pete plötzlich Fünfter.

Fünfter: Weil ich dich liebe.

Das war wohl nicht die Antwort, die Sam hören wollte. Geschockt starrt sie ihn an, während er sie anlächelt.


Szene: Die Daniel Jackson

Auf dem Bildschirm sehen wir eine merkwürdige Abbildung. Es sieht aus wie ein Kreis mit vier abgeschnittenen Ecken.

Teal’c: Was ist das?

Thor: Ich bin mir nicht sicher. Offenbar versucht O’Neills Geist zusammen mit dem Schiffscomputer irgendwas virtuell zu bauen. Ich weiß einfach nicht wie lange wir ihn noch am Leben erhalten können.

Daniel: Jack, kannst du mich hören?

Alarm geht an.

Thor: Ich muss ihn sofort wiederbeleben.

O’Neill: Warte! Noch nicht.

Thor drückt auf einen Knopf. Ein roter Scanstrahl gleitet über Jacks Körper. Die Kapsel öffnet sich und Jack bewegt sich. Stöhnend fasst er sich an den Kopf.

O’Neill: Das fühlt sich nicht gut an.

Daniel: Nicht anstrengen, du hast ne Menge hinter dir.

O’Neill (sieht zu ihm): Was jetzt?

Daniel: Ah… was ist das Letzte woran du dich erinnern kannst?

O’Neill (richtet sich vorsichtig auf): Ah… dass mein Kopf angesaugt wurde von einem dieser verflixten Antiker-Kopfsauger. Puh… und irgendwas über Zwillinge. (Er sieht zu Teal’c hinüber) Teal’c, was sollen die Haare?

Thor: O’Neill:

O’Neill: Thor. Hast du ne Aspirin?

Thor: Du wirst dich bald besser fühlen und dein Erinnerungsvermögen wird zurückkehren.

O’Neill (lächelt kurz und schaut erneut zu Teal’c): Teal’c, was sollen die Haare?

Teal’c kommt nicht dazu ihm zu antworten.

Thor: Die Spezifikationen durch das Gerät, das du erschaffen hast, bleiben im Computer. Ich glaube, ich kann es materialisieren.

Ein paar Knöpfchen werden gedrückt und wir haben die neue Superwaffe gegen den Schrecken der die Galaxie durchquert.

O’Neill (sieht sich die Waffe an): Super. Was ist das?

Daniel: Wissen wir nicht. Du hast es gebaut.

O’Neill: Nein.

Daniel: Doch.

O’Neill: Nein.

Daniel: Doch.

O’Neill: Nein.

Daniel: Doch.

Thor unterbricht die beiden Streithähne.

Thor: Du hattest du Zugriff auf das Antiker – Wissen in deinem Kopf und nach deinen Anweisungen wurde es entwickelt.

O’Neill: Deshalb weiß ich doch nicht was es ist.

Thor: Ich hatte angenommen, dass er sich nicht mehr erinnert. Das Wissen der Antiker ist verschwunden.

O’Neill (krabbelt aus der Kapsel): Na schön, lasst mal sehen.

Die Beine sind noch etwas schwach und so wird er von Daniel und Teal’c gestützt.

O’Neill: Ich habe Beine. (Er schüttelt sie einmal durch und langsam scheint wieder Gefühl in die Dinger zu kommen.) Wow. (Zu Teal’c) Ja, danke, schon gut.

Er löst sich aus dem Griff und geht zur Waffe. Für ein paar Minuten steht er einfach nur davor, bevor er ein paar Mal mit dem Finger drauf herumtippt.

O’Neill: Ja… ich habe keinen Schimmer.

In der Zwischenzeit verlässt die Daniel Jackson den Hyperraum. Auf dem Bildschirm taucht ein Asgard auf.

Thor: Penegal, ich bin erleichtert, dass du immer noch kommunizieren kannst.

Penegal: Vielleicht nicht mehr lange. Ist es dir gelungen ein Mittel zum Kampf gegen die Replikatoren zu finden?

Thor: Möglicherweise. Wir sind zumindest auf den Weg dorthin.

Penegal: Du solltest wissen, dass diejenigen, die die Kolonie infiziert haben, viel organisierter auftreten als alles Replikatoren, die uns zuvor begegnet sind.

Thor: Vielleicht werden sie kontrolliert von einem Anführer in Menschengestallt, der sich noch nicht gezeigt hat.

Daniel: Wenn ein Replikator in Menschengestalt überlebt hat, könnte das auch Sam gelungen sein.

Thor: Es wäre allerdings denkbar, dass die alte Rasse der Replikatoren eine weitere Menschenform erschaffen hat.

Daniel: Das wäre zumindest eine Chance. Kannst du den Planeten nach Lebenszeichen scannen?

Penegal: Haben wir bereits getan. Es gibt keine.

Der Kontakt bricht ab.

Thor: Penegal? Kannst du mich hören?

Kein Signal.

Thor (sagt das Offensichtliche): Wir haben den Kontakt verloren.


Szene: Haus, Montana

Carter: Hast du wirklich geglaubt ich könnte annehmen, dass diese Illusion mein Leben ist? Dass ich das akzeptieren würde?

Fünfter: Wenn es doch das ist, was du in Gedanken unbedingt wolltest.

Carter: Hast du mich deswegen so lange gequält? Damit mir das hier als Alternative gefällt?

Fünfter: Nein, ich habe dich gequält, weil ich wütend war. Ich habe dich gehasst für das, was du mir angetan hast. Aber von unserer ersten Begegnung an habe ich deine Gedanken lesen können. Ich habe dich kennen gelernt wie es kein anderer je konnte.

Carter: Menschliche Emotionen können extrem überwältigend sein. Die Tatsache, dass du überhaupt etwas empfindest, ist ein Wunder. Es macht dich zu etwas Besonderem.

Fünfter (lächelnd): Ich bin froh, dass du das siehst.

Carter: Ah, nein. Du kannst es nicht verstehen. Ich könnte auf diese Weise nie glücklich werden.

Fünfter (sein Blick verfinstert sich): Dann werde ich dich unglücklich machen. Und zwar für eine sehr lange Zeit.


Szene: Replikatoren – Schiff

Wir sehen die echte Sam, wie sie in eine Wand eingemauert ist. Diese Wand besteht ausschließlich als Replikatoren – Bausteinen, doch damit nicht genug, diese kleinen Biester scheinen an ihr zu arbeiten. Sie ist vollkommen weggetreten. Wir sehen quasi nur eine Hülle ihrer selbst.


Szene: Torraum, SGC

Die Türen öffnen sich und die Goa’uld – Prigarde betritt den Torraum mit dem bereits aktivierten Tor. Weir lässt sie passieren. Nur einer ist nicht dabei – Camulus. Offenbar hat Weir seinem Antrag stattgegeben. Als einziger der Goa’uld dreht sich Oshu zu ihr um und nickt ihr leicht zu. Kurz bevor sie das Tor durchschreiten, macht auch noch mal Amaterasu kehrt.

Amaterasu: Richte Camulus von uns aus, wir werden ihn immer als Feigling und Verräter ansehen.

Und damit ist sie die letzte im Bunde, die durch das Tor schreitet.


Szene: Die Daniel Jackson

Man steht noch immer fasziniert vor der Waffe.

Thor: Sehr beeindruckend.

Daniel: Kannst du damit was anfangen?

Thor: Um ehrlich zu sein, bin ich mir noch unsicher was es ist. (Er schaut zu Jack, der sich jetzt am Kommandopult abgestützt hat)

Auch Daniel dreht sich um.

O’Neill: Seht mich nicht an.

Es scheint wieder ein Signal zu bestehen, denn auf dem Bildschirm taucht ein Asgard auf.

Aegir: Thor, hier spricht Commander Aegir von Valhalla. Wir haben alle Kontakte zur Kolonie verloren.

Thor: Aegir, auch unsere Kommunikation ist ausgefallen. Was hast du zu berichten?

Aegir: Wir haben etwas gefunden, was als Überbleibsel eines Replikators in Menschengestalt durchs Weltall dreht. Es hat offenbar die Zerstörung des Schiffes überlebt. Allem Anschein nach ist dieses Wesen derzeit inaktiv.

Thor: Schicke mir die Koordinaten.

Aegir: Sei vorsichtig Thor.

Der Bildschirm wird leer.

Thor geht an ihnen vorbei.

Daniel: Was willst du jetzt tun?

O’Neill: Wo gehst du hin?

Thor: Ich werde ihn an Bord transferieren.

O’Neill: Wieso?

Thor: Wir müssen den Standort des Wesens erfahren, dass die Replikatoren auf unseren Planeten kontrolliert.

Er beamt den Replikator in Menschengestalt in Jacks ehemalige Kapsel.

Daniel: Hat ihn zufällig schon jemand gesehen?

Teal’c: Nein.

O’Neill (stützt sich auf der Glasscheibe ab): Ist er tot?

Thor: Hoffentlich noch nicht ganz. (Augenblicklich schreckt Jack zurück) Alle Replikatoren sind durch ein kompliziertes Kommunikationssystem miteinander verbunden. Wenn es uns mit seiner Hilfe gelingen würde in sein Netzwerk einzudringen, wäre es uns möglich dasselbe zu sehen, wie die Replikatoren.

O’Neill: Und wenn er aufwacht, bleibt er dann in der Kapsel?

Thor: Wahrscheinlich nicht.

Teal’c, Jack und Daniel tauschen einen besorgen Blick aus. Teal’c schnappt sich gleich sein Gewehr.

O’Neill: Dann ist es vielleicht nicht so klug, was wir hier machen.

Thor: Ich kann ihn ins Weltall zurückschicken, wenn es notwendig ist, aber wir müssen das Risiko eingehen.

Teal’c entsichert lautstark seine Waffe.

O’Neill: Gut.

Er geht zu den Munitionskisten und stattet sie alle üppig mit Waffen aus. Thor versucht währenddessen das Netzwerk zu durchdringen. Auf dem Bildschirm erschein ein unübersichtliches Gewirr.

Daniel: Was ist das?

Thor: Replikatoren – Kommunikationsdaten. Ich suche nach einer Referenz zu anderen menschlichen Formen.


Szene: Haus, Montana

Sam läuft aufgebracht auf und ab, während Fünfter an seinem Platz steht.

Carter: Du kannst mich doch nicht ewig hier behalten.

Fünfter: Doch, das kann ich.

Carter: Was immer du dir einfallen lässt, ich werde auf keinen Fall bei deinen Fantasien mitspielen. (Plötzlich schaut Fünfter auf, so als ob er etwas gehört hätte) Was ist?


Szene: Die Daniel Jackson

Jack schaut zum Bildschirm und aus all dem Geschribbel scheint er etwas zu erkennen. Es sind Umrisse.

O’Neill: Geh mal dichter ran.

Thor zoomt den Ausschnitt heran und jetzt sehen wir es deutlich. Es ist Sam, eingemauert auf dem Schiff.

Daniel: Sam!

O’Neill: Bekommst du ihren Standort raus?

Auf dem Bildschirm wird die Oberfläche des Planeten sichtbar. Ein großer Wald mit ein paar Lichtungen.

Thor: Sie befindet sich in einem kleinen Gebäude auf unseren Planeten.

Eine Markierung beginnt gelb zu leuchten.

Thor: Ganz in der Nähe unserer Kolonie und dicht bei einer ergiebigen Neutroniumader.

Teal’c: Das zur Erschaffung neuer menschlicher Replikatoren nötig ist.

Daniel: Ich dachte das Schiff wäre zerstört.

Thor: Zumindest hat sich einer der menschlichen Replikatoren, zusammen mit Major Carter, vom Hauptschiff entfernt, bevor sie den Hyperraum verlassen haben.

Das Bild verschwindet, der Bildschirm wird schwarz und der Replikator öffnet seine Augen. Die drei entfernen sich vorsichtig aus der Nähe der Kapsel. Doch das nützt alles nichts. Der Replikator dreht seinen Kopf in ihre Richtung. Ohne die Scheibe auf irgendeiner Weise zu beschädigen gleitet er durch sie hindurch.

O’Neill: Beam ihn raus!

Wir sehen einen hellen Lichtstrahl, aber irgendwas scheint nicht zu funktionieren.

Thor: Ich bemühe mich, aber er widersetzt sich erfolgreich. (Plötzlich fällt alles aus) Er hat die interne Barriere durchbrochen und sich mit dem Schiffscomputer verbunden.

Trotz allem öffnet sich automatisch die Kapsel und der Replikator steigt aus. Maschinengewehrhülsen beginnen ihn zu durchlöchern, aber das scheint ihn wenig zu interessieren. Er schaut lediglich an seinen Körper herunter. Ein Film überfährt ihn und er ist wieder so gut wie neu.

Als Teal’c erkennt, dass hier auch die besten Waffen nichts mehr nützen, greift er ihn an, aber selbst er hat keine Chance gegen den Replikator. So als ob Teal’c nur ein Fliegengewicht wäre, schmeißt er ihn auf den Boden. Der Replikator schnappt sich die Waffe von Teal’c und beginnt damit auf Jack und Daniel zu schießen.

Doch Jack hat eine andere Idee, er läuft zur selbstgebauten Waffe, die bei seiner Berührung beginnt aufzuleuchten. Er schießt einmal und der menschliche Replikator fällt in seine einzelnen Bauklötze zusammen. Die drei schauen nicht schlecht. Thor kommt wieder aus seiner Deckung hervor und das Licht geht wieder an.

O’Neill (mit der Waffe in der Hand): Das Ding ist doch zu was gut.

Noch leicht unter Schock holt sich Teal’c sein Gewehr zurück.

Thor: Offenbar wurden alle Kommunikationsebenen der einzelnen Zellen dauerhaft unterbrochen, wodurch jede einzelne Inaktiv wird. Wir haben auch solch eine Technologie erforscht, aber ohne Erfolg.

O’Neill: Toll, heißt das, wir können mit diesem Kasten auch die restlichen Viecher platt machen?

Thor: Sogar noch besser, O’Neill. Nachdem ich gesehen habe, was dieses Gerät kann, bin ich vielleicht in der Lage eine größere Version zu modifizieren, um eine Zerstörungswelle über ganz Orilla zu schicken.

O’Neill: Alles klar. Während du das erledigst, kann ich –

Thor: Ich kann dich nicht in das Replikatoren – Schiff auf den Planeten transportieren. Ihre Abwehr verhindert das, aber ich könnte dich in die Nähe schicken.

O’Neill: Nähe klingt gut.

Thor (schiebt ihm einen Kommunikationskristall zu): Nimm das mit, damit wir kommunizieren können.

Jack nimmt sich das Gerät und er und Teal’c und Daniel werden auf den Planeten gebeamt. Wie es scheint mitten in den Wald. Sie machen sich auf den Weg, was sie allerdings nicht bemerken, ist, dass sie beobachtet werden. Replikatoren klettern auf den Bäumen und beobachten alles. Teal’c erschießt einen, doch das hat nur zur Folge, dass ein ganzer Ansturm von Replikatoren auf sie zukommt.

Unsere Helden teilen sich in drei Richtungen auf. Jack hat es mit seiner Waffe am einfachsten, aber so leicht geben sich auch nicht Daniel und Teal’c geschlagen. Jack eilt Daniel zur Hilfe. Die kleinen Dinger sind nur noch Bauklötzchen.

O’Neill: Was sagt ihr dazu.

Doch plötzlich taucht Fünfter hinter ihnen auf.

Fünfter: Stopp!

Sie hören auf zu schießen und die Replikatoren halten in ihrem Angriff inne.

Fünfter: Wenn du mir oder meinen Brüdern auch nur irgendetwas antust, dann versichere ich dir, dass Major Carter auf der Stelle stirbt.

Jack scheint einen Augenblick darüber nachzudenken.


Szene: Die Daniel Jackson / Orilla

Thors Schiff fliegt über den Wald.

Thor: O’Neill? Ich habe den Fifth – Computer modifiziert, um eine Zerstörungswelle loszuschicken.

O’Neill (über Funk): Ausgezeichnet, ich wusste du kriegst es hin.

Thor: Die Waffe ist zu fünfzig Prozent geladen. Wenn es funktioniert hast du die Asgard ein weiteres Mal gerettet.

O’Neill: Ich freu mich sehr für euch und ich bin super stolz, aber wir haben hier unten ein kleines Problem. Fünfter hat unser Anrücken bemerkt und damit gedroht Carter auf der Stelle zu töten.

Thor: O’Neill –

O’Neill: Hey, ich weiß, was du sagen willst. Sie war bereit ihr Leben zu opfern und du hast einen ganzen Planeten, den du retten musst –

Daniel: Jack.

O’Neill: … aber ich habe auch Probleme. Ich… Augenblick mal. Was ist?

Man hört ein mechanisches Zischen, mechanische Bewegungen. Sie schauen sich nach allen Seiten um. Das Geräusch wird immer lauter und lauter.

Daniel: Das könnte sehr böse enden.

Sie werden umzingelt von tausenden von Replikatoren. Doch anstatt, dass sie angreifen, werden die drei Menschen einfach ignoriert. Die kleinen Krabbeltiere laufen an ihnen vorbei, so als ob sie einem Ruf folgen würden.

Daniel: Was haben die vor?

O’Neill: Sieht aus als würden die wegrennen. (In seinen Kommunikator) Thor, bist du schon so weit?

Thor: Was ist passiert, O’Neill?

O’Neill: Die ziehen sich zurück.

Thor: Du musst sie aufhalten. Die Waffe ist noch nicht so weit. Sie dürfen unter keinen Umständen entkommen.

O’Neill (zu Daniel und Teal’c): Kommt mit.

Sie folgen den Biestern.


Szene: Montana, Sams Illusion

Sam tritt hinaus auf die Veranda.

Carter (schreit in die leere Natur): Ich weiß genau, dass du mich hörst!

Sie geht in den Vorgarten.

Carter: Was soll denn das? Fünfter, wo steckst du?

Sie dreht sich um und plötzlich steht er hinter ihr.

Fünfter: Wir müssen weg.

Carter: Wieso?

Fünfter: Sie konnten eine Waffe entwickeln.

Carter: Die Asgard? Ja?

Fünfter: Nein. Den, den du O’Neill nennst.

Carter: Was?

Fünfter: Viele von uns sind noch in der Stadt. Wir können sie nicht mehr retten. Sie werden sterben.

Carter: Erwarte nicht, dass mir das Leid tut.

Fünfter: Deine Freunde, sie töten uns.

 

Szene: Orilla

Und wie sie es tun. Daniel schießt mit all seiner Munition und Jack mit seiner Wunderwaffe.


Szene: Montana, Sams Illusion

Fünfter Sie versuchen uns aufzuhalten

Carter: Sie versuchen nur mich zu retten.

Fünfter: Nein. Du bist ihnen vollkommen egal. Ich habe ihnen gesagt, ich würde dich töten, wenn sie nicht aufhören.

Plötzlich schaut er hinaus in die Ferne.


Szene: Orilla

Jack, Daniel und Teal’c kommen zum Stehen, aber nicht, weil es keine kleinen Käfer mehr gibt, sondern weil aus den vielen kleinen ein ganz großer Käfer wird.


Szene: Montana, Sams Illusion

Carter: Wieso tötest du mich dann nicht? Weißt du, warum meine Freunde alles unternehmen, nur um mich zu retten?

Fünfter: Nein.

Carter: Weil sie genau wissen, dass ich lieber tot wäre als für immer in dieser Falle gefangen zu sein. Es spielt keine Rolle was du für empfindest, ich werde dich nie lieben. Töte mich, wenn du es willst, aber wenn du auch nur einen Funken Menschlichkeit in dir trägst und wirklich etwas für mich empfindest, dann lässt du mich gehen.

Fünfter schaut sie mit Tränen in den Augen an. Trauer und Wut scheinen ihn zu spalten.


Szene: Orilla

Der große Käfer richtet sich auf. Es ist das Raumschiff, welches sie alle von diesem Planeten bringt. Die Beine fahren ineinander und es schwebt in die Lüfte. Die drei haben keine Chance gehabt es aufzuhalten.

Die Waffe auf Thors Schiff ist geladen und er schickt eine Zerstörungswelle über den Planeten. Leider ein paar Sekunden zu spät.

Thor: O’Neill, es hat funktioniert. Berichte aus den Kolonien bestätigen, dass alle Replikatoren neutralisiert wurden. Obwohl das Schiff entkommen konnte, haben wir jetzt ein effektives Mittel, wie wir sie bekämpfen können.

O’Neill: Ja, genau, das ist doch schon mal was.

Thor: O’Neill, ich entdecke ein viertes Lebenszeichen in deiner unmittelbaren Umgebung.

Das braucht er den drei nicht dreimal sagen.

Daniel: Sam!

Sie machen sich augenblicklich auf die Suche.

Daniel: Sam!

O’Neill: Carter!

Teal’c: Hier sind wir!

Sie finden Sam, wie sie bewusstlos auf einer Lichtung liegt. Teal’c ist als erster bei ihr. Er kniet sich neben sie und sie rührt sich. Langsam dreht sie sich auf den Rücken. Schließlich kommt auch noch zu ihr und ist gleich an ihrer Seite auf dem Boden und zu guter letzt schafft es auch noch Daniel.

O’Neill: Alles in Ordnung?

Carter (nickt): Schön Sie zu sehen, Sir.

O’Neill: Gleichfalls.

Teal’c und Daniel lächeln erleichtert. SG-1 ist wieder zusammen.


Szene: Weirs Büro, SGC

Elizabeth packt ihre Sachen in Kartons, als Jack an der Tür klopft.

Weir (schaut auf): Colonel. Kommen Sie rein. Wie fühlen sie sich?

Jack bleibt vor ihrem Schreibtisch stehen.

O’Neill: Nicht übel. Habe in letzter Zeit nicht mehr das Verlangen irgendwohin zu gehen oder was zu bauen.

Weir: Tja, Ihnen wurde beste Gesundheit bescheinigt. Zumindest behaupten das die fähigsten medizinischen Fachkräfte dieses Planeten.

O’Neill (setzt sich): Na ja, was wissen die schon?

Weir (lächelt): Der Präsident hat Ihnen diese Einladung geschickt. Ein Dinner im Weißen Haus.

O’Neill: Wissen Sie, was die da auftischen?

Weir: Ich hatte bisher noch nicht Gelegenheit Ihnen persönlich zu danken.

O’Neill: Wofür?

Weir: Sie riskieren immer wieder Ihr Leben und erwarten dafür keine Gegenleistung.

O’Neill: Machen Sie sich nichts vor. Ich führ ne Liste.

Weir: Aber ich bezweifle, dass es irgendetwas geben könnte, was Sie angemessen entschädigen würde.

O’Neill: Hm. Wollen Sie irgendwo hin?

Weir: Na ja, um ehrlich zu sein, der Präsident bittet mich den Antiker – Außenposten zu übernehmen. Das wird eine ziemlich heikle Mission, denn wenn man all die verschiedenen internationalen Interessen bedenkt, die es da gibt.

O’Neill: Ein Job wie geschaffen für Sie.

Weir: Na ja, auf jeden Fall wohl eher als dieser Posten.

O’Neill: Hm, und bedeutet das, dass Hammond wieder zurückkommt?

Weir: Nein. General Hammond ist befördert worden. Er überwacht im Auftrag des Pentagon die gesamte Erdverteidigung und wird in Washington sitzen. Das Stargate Center, das 303 Projekt, die antarktische Stätte. Seine Behörde wird inoffiziell den Titel ‚Schutz der Heimatwelt’ tragen.

O’Neill: Irgend ne Idee, wen die uns aufdrücken wollen?

Weir: Das Pentagon hat den Präsidenten davon überzeugt, dass es keinen besseren Chef für das Stargate Center gibt, der auch das internationale Resumé für diesen Posten hat und das, obwohl er ein Teil der amerikanischen Militärhierarchie ist.

O’Neill (leicht genervt): Und kennen wir diesen Hampelmann?

Weir: Na ja, Sie kennen ihn wohl ziemlich gut. Brigadier General Jack O’Neill.

O’Neill (das verschlägt selbst ihm für einen Moment die Sprache): Ich?

Weir: Ja, Sie.

O’Neill: Brigadier General… (Er legt eine kurze Pause ein) Das stand auf meiner Liste.

Weir: Na dann, Herzlichen Glückwunsch.

O’Neill (steht auf): Ah, ich sollte vielleicht eines gleich klarstellen, ich will die Beförderung, die Gehaltsverbesserung und den Parkplatz, aber ich will nicht wirklich für irgendwas verantwortlich sein. Nein.

Weir: Tja, leider gehören wohl all diese Dinge irgendwie zusammen. Also nehme ich an, müssen Sie sich ein paar Gedanken machen.

O’Neill: Ich hasse das.


Szene: Daniels Büro, SGC

Das gesamte SG-1 Team hat sich dort versammelt und sie beraten sich.

Daniel: Liste doch einfach mal die Vor – und Nachteile auf.

O’Neill: Ich habe mein Leben lang dem Boss die Hölle heiß gemacht und jetzt soll ich der Boss sein? Ich glaube nicht, dass ich der Boss sein will.

Carter: Sie würden ein ziemliches Chaos übernehmen, so wie alles im Moment organisiert ist.

Teal’c: Wenn Ba’al die Vorherrschaft über die Systemlords gewinnen sollte, stehen wir bald vor einer mächtigen Herausforderung.

Carter: Und wer weiß wo und wann Fünfter und die anderen Replikatoren wieder auftauchen?

Daniel: Und wir stehen unter starker Beobachtung. Viele Regierungen kennen jetzt das Stargate Programm.

O’Neill: Ich hatte noch nie einen Schreibtisch.

Daniel: Das spricht….

O’Neill: Dagegen.

Daniel: … dagegen.

Carter: Nur um das klarzustellen, Sir, Sie haben einen Schreibtisch.

O’Neill: Ach ja?

Daniel: Fest steht auf jeden Fall, dass niemand das Stargate Programm besser kennt als du.

O’Neill: Ja, vielen Dank, Daniel.

Daniel: Mit ein bisschen Hilfe von deinen Freunden und Beratern natürlich.

Carter: Wenn Sie den Job nicht nehmen, könnten wir jemanden viel schlimmeren bekommen. (Jacks starrt sie an und sie fängt kopfschüttelnd an zu lachen) Na schön, das war nicht unbedingt ein Treffer.

Teal’c: Ich werde dich auf jeden Fall auf unsere Missionen vermissen, O’Neill.

O’Neill: Ja genau, ich bin mir überhaupt nicht sicher, ob ich das aufgeben will. Euch dabei zuzusehen wie ihr loszieht und euch amüsiert.

Daniel: Jedes Mal aufs Neue unser Leben riskieren…

O’Neill: Ja, genau.

Carter: Es wird sicher Situationen geben bei denen Sie uns begleiten, Sir.

Daniel: Du hast das sagen. Du kannst tun was du willst.

O’Neill: Ja, ich kann dann tun was immer ich will.

Carter: In einem gewissen Rahmen… Sir.

Aber die Entscheidung scheint wohl getroffen zu sein.


Szene: Torraum, SGC

Alles wurde schick hergerichtet. Auf der Rampe steht ein Podest. Im Hintergrund die amerikanischen Flaggen und die gesamte Mitarbeiterschaft hat sich versammelt. Elizabeth schreitet die Rampe, die mit einem roten Teppich bedeckt ist, hinauf.

Weir: Obwohl meine Zeit hier ziemlich kurz war, wird sie ohne Zweifel unvergesslich bleiben. Ich werde mich an jeden von Ihnen erinnern und ich danke Ihnen allen für Ihre fantastische Arbeit. Es liegt mir nicht lange Abschiedsreden zu halten, deshalb möchte ich Ihnen jetzt ohne viele Worte und großer Freude Ihren neuen Kommandanten vorstellen. Brigadier Jack O’Neill.

Die Seitentüren öffnen sich und Jack – gekleidet in seiner Uniform – schreitet durch die Menge zum Podest hinauf. Er klopft einmal auf das Mikro, bevor er beginnt.

O’Neill: Rühren. Alle hier wissen, wie überaus gern ich Ansprachen halte, also will ich es kurz machen. Ich wünschte, ich könnte sagen, dass ich niemanden etwas schuldig bin, aber die Wahrheit ist, dass ich nicht hier stehen würde ohne die Unterstützung und den Mut eines jedem einzelnen von Ihnen. Ich hoffe, ich bin ein ebenso guter Befehlshaber wie die Vorangegangen und so gut, wie sie es verdient haben.

Daniel: Hört, hört!

Applaus geht durch Menge. Jack lächelt leicht, aber er ist noch nicht fertig.

O’Neill: Ich habe diese Aufgabe auch übernommen, damit ich wirklich coole Dinge tun kann, wie das jetzt. Mit großem Stolz erfülle ich die erste Amtshandlung als Kommandant dieses Stützpunktes und gebe die Beförderung von Major Samantha Carter zum Lieutenant Colonel bekannt.

Zu sagen, Sam sein überrascht, wäre eine Untertreibung. Erneut füllt Applaus die Menge. Freudestrahlend sieht sich um und auch Jack lächelt zufrieden.

O’Neill (leise mit einer Kopfbewegung): Kommen Sie.

Sam schreitet die Rampe hinauf und bleibt neben Jack stehen.

Die Zeremonie wird fortgeführt, während Walter die Richtlinien vorträgt.

Walter: Der Präsident der Vereinigten Staaten setzt besonders Vertrauen und Zuversicht in den Patriotismus, die Integrität und die Fähigkeiten von Major Samantha Carter.

Während seiner Rede sehen wir, wie Jack Sam die Orden an die Jacke heftet.

Walter: Major Samantha Carter wird in den Rang eines Lieutenant Colonel der US Air Force befördert.

O’Neill (salutiert vor Sam): Lieutenant Colonel Samantha Carter.

Sie tut es ihm gleich. Erneuter Applaus.

O’Neill (wirklich stolz): Und jetzt heben Sie die rechte Hand und sprechen Sie mir nach. Ich – Name einsetzen.

Carter: Ich, Samantha Carter….

Es wird ausgeblendet.


Szene: Replikatoren Schiff

Und die Reise geht weiter. Wir befinden uns wieder in dem Raum, in dem Fünfter Sam gefangen gehalten hatte. Die kleinen Replikatoren scheinen an der Wand an irgendwas zu arbeiten. Fünfter bleibt ungefähr in der Mitte des Raumes stehen.

Fünfter: Habe keine Angst. Ich weiß, der Augenblick der Erkenntnis wird schmerzhaft sein. Aber ich werde dir alles zeigen. Alles mit dir teilen, was ich weiß. Du hast keine Ahnung wie glücklich ich bin, dass wir so viel Neutronium gefunden haben.

Aus Wand löst sich ein nackter Fuß. Die Person schreitet heraus und Fünfter geht ehrfürchtig einen Schritt zurück. Wir sehen die Person von nut von hinten. Es ist eine Frau mit kurzen Haaren. Sie bleibt vor ihm stehen.

Fünfter: Wir werden viel Zeit miteinander verbringen. Wir werden eine neue Heimatwelt suchen, auf der sich unsere Brüder vermehren können. Sie wird aber für uns schnell vergehen, denn schon bald werden alle wissen, dass wir zwei von keinem aufgehalten werden können.

Er streicht ihr über die Wange und wir sehen, dass es ein menschlicher Replikator von Sam ist.

ENDE

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