7.21 Die Verlorene Stadt - Teil 1
The Lost City - Part 1

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O’Neill: Ich konnte es schon wieder nicht lassen.

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Szene: Jacks Badezimmer

Jack steht vor seinem Waschbecken und rasiert sich. Er wischt mit seiner Hand und dann mit einem Handtuch den Wasserdampf von der Oberfläche. An der Seite des Spiegels hängt ein Kreuzworträtsel. Als er anfängt sich zu rasieren, schaut er immer wieder hinüber zum Kreuzworträtsel, als in diesem Moment sein Handy klingelt. Er nimmt den Anruf entgegen.

O’Neill (genervt): Was?!

Es ist Daniel. Er sitzt in seinem kleinen Museum.

Daniel: Jack? Ich habe die Antiker-Schrift übersetzt, die SG-2 auf P3X-439 entdeckt hat.

O’Neill: Daniel, ich bin in einer halben Stunde da.

Daniel: Darin ist die Rede von einer „Bibilotheck des Wissens“. Ich glaube, das Monument enthält ein Repositorium der Antiker.

O’Neill (rasiert sich weiter): Repositorium sagst du?

Daniel: Ja, du, weißt, du weißt das Ding, das deinen Kopf umfasst und dich fast getötet hat.

O’Neill: Dann sollten wir lieber die Finger davon lassen.

Daniel: Na ja, nach unserem heutigen Informationsstand sollte es uns möglich sein auf andere Weise Zugriff zu erlangen. Sam kann heute mit Tok’ra-Kristallen alle möglichen verschiedene Energien transferieren.

Jack hört ihm gar nicht zu, sondern säubert sein Handy von dem restlichen Rasierschaum, indem er es ins Wasser taucht und hinterher unter dem Wasserhahn hält. Daniel kann man nur noch sehr, sehr schlecht verstehen.

Daniel: …. Unserer Computer… Wir sollten auf jeden Fall so schnell wie möglich dort hin.

O’Neill: Ja?

Daniel: Und?

O’Neill (der natürlich nicht zugehört hatte): Ich bin in einer halben Stunde da.

Daniel: Okay, bis dann.

O’Neill: Nein, nein, nein! Warte! Nicht auflegen. Ich suche ein Wort mit sieben Buchstaben.

Daniel: Ich habe Sam versprochen dir nicht zu helfen.

O’Neill: Na dann solltest du es ihr einfach nicht verraten. Ähm… Charakter, Eigenschaft, merkwürdig.

Daniel: Seltsam.

O’Neill (schaut auf das Kreuzworträtsel; nach einer Weile): Ja… na ja, trotzdem danke.

Daniel: Nein, nein, das Wort, das du suchst –

Aber Jack unterbricht ihn, indem er einfach die Verbindung trennt. Jack säubert seinen Rasierer, nimmt das Kreuzworträtsel vom Spiegel und verschwindet aus dem Badezimmer.


Szene: Wohnviertel

Eine junge Frau, blond, schmal, ungefähr so groß wie Sam, kommt mit einer Freisprechanlage im Ohr aus ihrem Wohnviertel auf die Straße gelaufen, um ein Taxi zu bekommen.

Weir: Ich weiß, ich weiß, ich konnte sie nicht vom Telefon loseisen. Das müsste heute Mittag erledigt sein. Egal, was es ist, glaub mir, es dauert bestimmt nicht lange, um nein zu sagen. Und dann bin ich um 14:00 Uhr in Georgetown für meine Vorlesung und danach spreche vor dem Frauenkongress in Washington.

Mann (auf der anderen Straßenseite): Taxi! Taxi!

Ein Taxi hält an und beide laufen darauf zu.

Weir: Tut mir Leid, Michelle, ich rufe dich zurück. Da will mir einer mein Taxi wegnehmen. (Zu dem Mann) Tut mir Leid, Verzeihung, das ist mein Taxi. Ich habe es schon vor zehn Minuten gerufen.

Sie will einsteigen, aber der Mann fängt an auf Russisch herumzufluchen. Sie antwortet ihm in seiner Sprache.

Mann: Genau wie ich.

Weir: Ich, ich habe eine wichtige Verabredung. Ich muss ins Weiße Haus. Ich muss in fünfzehn Minuten dort sein, um den Präsidenten zu treffen. (Der Mann glaubt ihr nicht so wirklich) Den der Vereinigten Staaten. Wirklich, das stimmt!

Taxifahrer: Hey! Steigt jetzt einer von Ihnen ein, oder was?

Der Mann will einsteigen.

Weir: Warten Sie! Ich biete Ihnen das Taxigeld an. Egal wo Sie hinwollen. Bitte. (Zum Taxifahrer) Können Sie ihm ein Taxi organisieren?

Vollkommen unbemerkt in diesem ganzen Chaos hat hinter Weir eine Limousine gehalten. Der Fahrer ist ausgestiegen.

Fahrer: Entschuldigen Sie bitte, Dr. Weir.

Überrascht dreht sie sich zu ihm um.

Fahrer: Bitte steigen Sie ein, Ma’am.

Sie schaut von dem Mann, zum Taxifahrer und dann wieder zurück zum Mann und sagt ihm etwas auf Russisch, bevor sie wieder über die Straße und zur Limousine geht. Sie steigt ein und wird von niemand geringeres als unseren lieben Kinsey erwartet, welcher eine Akte auf seinem Schoß liegen hat.

Weir: Mr. Vice President.

Kinsey: Dr. Weir.

Ihr ist das nicht wirklich geheuer. Ziemlich unwohl lehnt sie sich zurück in den Sitz.


INTRO


Szene: Limousine

Weir: Es war nicht nötig, dass Sie mich abholen, Sir.

Kinsey: Ich komme gerade aus dem Athletic Club. Abgesehen davon gibt es nur wenige Leute, die sich für dieses Vorstellungsgespräch briefen können.

Weir: Ah, wie bitte? Ich sollte doch nur zu einer Besprechung mit, ähm –

Kinsey: Wie würden Sie reagieren, wenn ich Ihnen sage, dass die Luftwaffe zurzeit höchst geheime Operationen durchführt mit einer außerirdischen Transporteinrichtung, die sich Stargate nennt?

Weir kneift ihre Augen zusammen. Sie glaubt ihm kein Wort.

Kinsey: Es wurde anfangs letzten Jahrhunderts in Gizeh entdeckt, ganz in der Nähe der großen Pyramiden.

Weir (fängt an zu grinsen): Soll das ein Scherz sein?

Er gibt ihr nur ein zusammengefaltetes Blatt.

Weir: Was ist das?

Kinsey: Eine Nachricht des Präsidenten.

Sie öffnet es und darauf steht eine Notiz des Präsidenten:

That is not a joke,

President Henry Hayes.

Kinsey (gibt ihr einen Missionsbericht vom SGC): Und ich bin mir sicher, Sie wollen das hier auch lesen.

Sie öffnet die Akte und überfliegt eine Seite.

Weir: Oh mein Gott…


Szene: Fahrstuhl, Korridor, SGC

Jack versucht noch immer sein Kreuzworträtsel zu lösen. Neben ihm im Fahrstuhl steht ein Airman (es ist Martin Woods), welcher nur mit dem Kopf schüttelt. Jack begutachtet ihn eine Weile, bis sich dann die Türen öffnen und Jack bereits von seinen restlichen Teammitgliedern erwartet wird. Sam, mit ihren Händen in den Hüften gestemmt, ziemlich sauer, Teal’c, wie immer, ohne jegliche Gesichtsregung, Hände hinterm Rücken verschränkt und Daniel schüttelte nur mit dem Kopf und tippt mit seinem Finger ein paar Mal auf seine Uhr, um zu sehen, ob sie noch richtig funktioniert.

O’Neill: Wie lange habt ihr hier schon gewartet?

Daniel: Vor ner Stunde hast du gesagt, du braucht ne halbe Stunde.

Carter (Hände immer noch auf den Hüften): General Hammond wartet.

Er geht zu ihr und präsentiert ihr mit einem breiten Grinsen sein Kreuzworträtsel. Sie nimmt es aus seiner Hand.

O’Neill: Darf ich bitte.

Er zwängt sich zwischen ihr und Daniel hindurch und sie machen sich auf den Weg Richtung Besprechungsraum.

Carter: Das Schicksal der Welt hängt am seidenen Faden und Sie sitzen in Ihrem Wagen und lösen erst noch das hier?

O’Neill: Na ja, dabei geht’s auch um ne ganze Menge.

[Was das wohl sein mag? Sam vielleicht zu beeindrucken???? *g*]

Carter (überfliegt die Lösungen): Tja, okay… dreiundzwanzig waagerecht, das Atomgewicht von Boron, die Antwort lautet zehn.

O’Neill: Ja?

Carter: Ihre Lösung ist falsch.

Sie faltet das Blatt zusammen und hält es ihm ihn, als sie die Treppe hinaufgehen.

O’Neill (etwas mürrisch): Ist mir doch egal. (Und nimmt es ihr etwas grob aus der Hand)

Oben werden sie bereits erwartet. Reynolds und Harper stehen ungeduldig an der Brüstung.

Reynolds (schaut auf seine Uhr): Wir sollten längst weg sein.

O’Neill: Harper, Reynolds.

Harper: Sir.

Reynolds: Jack…

Carter (alle stehen irgendwie hinter ihren Stühlen): SG-2 hat eine Goa’uld-Aufklärungsdrohne auf dem Planeten mit der Kolonnade entdeckt. Das kann nur bedeuten, dass die Goa’uld von ihrer Existenz wissen. Deshalb werden SG-3 und 5 für Rückendeckung sorgen… falls General Hammond die Mission genehmigt.

O’Neill: Welche Mission?

In diesem Moment kommt Hammond aus seinem Büro.

Hammond: Guten Morgen, SG-1. (Zu Jack) Danke, dass Sie gekommen sind.

O’Neill (weiß noch immer nicht worum es geht): Guten Morgen, Sir.

Sie setzen sich alle hin.

Hammond: Ich habe Dr. Jacksons Bericht zu der Übersetzung gelesen. Als wir uns das letzte Mal mit so etwas befasst haben, haben wir viele Probleme, deswegen bin ich überrascht, dass Sie diese Mission übernehmen.

Der arme Jack ist ziemlich ahnungslos.

O’Neill: Ich ebenfalls, Sir.

Daniel: Jack?

O’Neill: Daniel?

Daniel (hilft ihm aus seiner Misere): Wir könnte damit Zugriff auf die größte Wissensbank des Universums gewinnen. Darüber hinaus die Verlorene Stadt der Antiker finden und ihre fortschrittliche Technologie nutzen, um die ganze Galaxis vor den Goa’uld zu beschützen.

O’Neill (ist noch nicht wirklich ein Licht aufgegangen): Na ja, das ist das eine…

Reynolds: Nach der Missionsakte, die ich gelesen habe, schießt dabei son Ding aus der Wand? Greift sich deinen Kopf und mischt dein Gehirn ordentlich auf?

Daniel (hält seinen Finger hoch): So ähnlich.

Reynolds (zieht seine Augenbrauen hoch): So ähnlich?

Carter: Im Prinzip kopiert es das ganze Archiv des Wissens der Antiker in das menschliche Gehirn. Diese massive Menge an Daten überschwemmt langsam das Gehirn und übernimmt irgendwann das vollständige Bewusstsein. [Siehe Folge: Die fünfte Spezies]

Daniel: Es war für seine primitive Physiologie nicht gedacht.

O’Neill: Friedlich bleiben.

Daniel winkt entschuldigend ab.

Harper: In dem Bericht stand, dass Sie beim letzten Mal fast gestorben wären, Sir.

Teal’c: Den Asgard war es möglich die Informationen aus O’Neills Gehirn zu entfernen, bevor wir ihn verloren haben.

O’Neill: Wie wär’s wenn wir Thor rufen, um Rückendeckung zu bekommen?

Carter: Das haben wir versucht, Sir. Er antwortet nicht.

Hammond: In letzter Zeit war keiner unserer Verbündeten besonders verlässlich. Sollte wieder etwas passieren –

Daniel (unterbricht ihn): General, wir sollten verhindern, dass sich noch mal jemand mit dem Gerät verbindet. Wir wollen es nur herbringen, um es zu studieren. (Sam nickt neben ihm zustimmend mit dem Kopf)

Hammond: Unser Expertenteam, das das letzte von Ihnen gefundene Gerät untersucht hat, konnte nach ausführlicher Analyse nichts feststellen.

Carter: Wir glauben, dass die Energiequelle des Gerätes erschöpft war nachdem Colonel O’Neill es aktivierte.

Hammond: Aufgrund neuster Tok’ra-Erkenntnisse wissen wir, dass Anubis zu einer ernsten Gefahr geworden ist. Er wird bald den Rest der Goa’uld dominieren. Wir müssen davon ausgehen, dass die Erde stärker gefährdet ist, als je zuvor. Wenn das in dem Gerät enthaltende Wissen uns zu Technologien führt, mit deren Hilfe wir uns verteidigen können, müssen wir es uns beschaffen.

O’Neill: Wieso hat das nicht gleich einer gesagt?

Daniel: Entschuldige.

Hammond: Sie haben grünes Licht. Und bitte seien Sie vorsichtig.

Er steht auf, die Besprechung ist beendet.


Szene: Weißes Haus, Washington

Kinsey führt Weir in einen Raum, wo Kisten und Kartons von den Akten stehen, die sie in der Hand gehalten hatte.

Kinsey: Die Akte, die Sie im Auto gelesen haben, ist erst der Anfang. Vielleicht wollen Sie sich noch etwas intensiver damit befassen, bevor Sie diesen Job annehmen.

Weir: Den Job annehmen? Ich muss mich erst damit anfreunden, dass Science-Fiction kein Hirngespinst ist. Ich habe gewusst, dass es Geheimnisse gibt, geheimste Geheimnisse, aber das ist… ich, äh, ich weiß nicht, was mir mehr Angst macht. Dass es alles wahr ist oder dass Sie es mir erzählen. Keine Ahnung, was für einen Job Sie mir anbieten, aber ich glaube darum geht es gar nicht mehr.

Kinsey: Mir ist klar, dass Sie den Präsidenten noch nicht kennen. Versuchen Sie ruhig Nein zu sagen.

Die Frau tut einem wirklich Leid. Wie ein begossener Pudel steht sie vor dem Berg von Akten.


Szene: Torraum, SGC

Davis: Chevron sieben fixiert. (Das Wurmloch öffnet sich)

SG-1, 3 und 5 stehen mit Hammond vor der Rampe.

Hammond: SG-Teams 1, 3 und 5, viel Glück. Gott beschütze Sie.

O’Neill: Danke, Sir. (Zu seinen Männern und Sam) Dann wollen wir mal.

Gemeinsam verschwinden sie durch das Tor.


Szene: P3X-439

Mal wieder gelangen sie eine Feld- und Wiesenlandschaft mit strahlend blauem Himmel. Nicht weit von ihnen entfernt steht ein gigantischer Tempel.

O’Neill: Reynolds, richten Sie weiträumig eine Verteidigungslinie ein. Halten Sie das Tor, bis wir zurück sind.

Reynolds: Wird gemacht.

Harper: Sir?

Reynolds: Sie übernehmen den Bereich.

O’Neill: SG-1, weiter.

Sie machen sich auf den Weg zum Tempel oder zu dem, was noch übrig ist.


Szene: Weltraum

Wie nicht anders zu erwarten, schaut auch Anubis mit seinem Mutterschiff vorbei.


Szene: P3X-439, Tempel

Jack sitzt ziemlich gelangweilt vor dem Tempel.

O’Neill: Du weißt, dass wir hier alles von oben bis unten durchsucht haben.

Daniel: Ich weiß.

O’Neill: Du weißt auch, dass die Goa’uld hier jeden Moment aufkreuzen können.

Daniel (lugt von der anderen Seite der Säule hervor; leicht gereizt): Ich weiß. Aber aus der Übersetzung geht hervor, dass wir im Inneren weitersuchen müssen.

O’Neill (steht auf und geht zu ihm): Innen drin sagst du? Dann lass dir mal eines gesagt sein, mein Freund, da drinnen ist nichts. Aber es gibt ne ganze Menge hier draußen. (Er macht eine ausschweifende Armbewegung)

Daniel (unbekümmert, mit einem Buch in der Hand): Ich weiß.

Carter (mit ihrem Messgerät vor einer Wand): Ich habe hier ein paar sehr merkwürdige Reaktionen.

Daniel: Wenn ich Recht habe… (Er fährt mit seinen Fingern über die Inschriften)

Plötzlich schießt aus der Wand, an der Sam ihre Messungen durchführt, das Antiker-Gerät hervor. Erschrocken schnellt sie zurück neben Daniel.

O’Neill (ebenfalls erschrocken): Vorsicht.

Daniel dreht sich um und sieht es jetzt ebenfalls. Er presst sich an die Wand.


Szene: P3X-439, Stargate

O’Neill (meldet sich über Funk): Reynolds, bitte melden.

Reynolds: Ich höre.

O’Neill: Tja, wir haben hier etwas. Halten Sie sich bereit.

Reynolds: Ja, Sir. Verstanden.


Szene: Weltraum

Vom Mutterschiff werden ein paar Gleiter ausgesendet, so wie ein paar andere kleinere Raumschiffe machen sich auf den Weg Richtung Planeten.


Szene: P3X-439, Tempel

Carter: Jetzt müssen wir nur noch einen Weg finden, wie wir das Ding von der Wand kriegen.

Daniel nickt und nähert sich dem Gerät langsam. Einen Meter davon entfernt öffnet es sich und Daniel bleibt stehen. Sam zieht ihn wieder zurück.

Carter: Daniel!

O’Neill: Verdammt. Na schön, noch mal. Wieso tun wir das? Wieso?

Sam sieht ihn nur an.


Szene: P3X-439, Stargate

Reynolds: Hören Sie auch was, Harper?

Harper: Sir, mehrere Fluggeräte kommen auf uns zu.

Reynolds: Tor anwählen! Senden Sie ein konstantes Funksignal! Wir müssen diesen Ausgang offen halten.


Szene: P3X-439, Tempel

Reynolds (über Funk): SG-1, wir werden angegriffen.

Sie schauen hinter den Pfeilern hervor und sehen zwei Todesgleiter auf sie zufliegen.

O’Neill: Na schön, gehen wir.

Daniel: Jack, wir können nicht einfach abhauen.

O’Neill (hält seine Hand hoch): Daniel!

Teal’c: Wir müssen verhindern, dass das Gerät Anubis in die Hände fällt.

O’Neill hebt hilflos seine Arme und will etwas sagen, aber keine Silbe kommt über seine Lippen. Dann holt er einen C-4 Sprengkörper aus seiner Weste und geht zu dem Gerät.

O’Neill: Nett.

Daniel: Jack!

Carter: Sir! Er hat Recht. Wenn wir es zerstören, verlieren wir die einzige Chance die Verlorene Stadt zu lokalisieren.

Teal’c (der das Geschehen vor dem Tempel beobachtet): O’Neill.

Wir sehen, wie ein Alkesh auf sie zugeflogen kommt.

O’Neill: Oh verdammt. (Zu den anderen) Na schön, was jetzt?

Daniel will auf das Gerät zulaufen, aber Jack schmeißt ihn wieder zurück an die andere Wand.

O’Neill: Nein, nein, nein, nein, nein!

Daniel: Jack, jemand muss es tun! Die Antwort befindet sich da drinnen! Wenn wir die Verlorene Stadt nicht finden, sind wir tot! Ich muss es tun!

O’Neill: Und wer soll dann übersetzen, wenn du zum Antiker mutierst?

Die Lage wird immer riskanter. Dichte Einschläge am Tempel, nicht mehr lange und sie haben kein Glück mehr.

O’Neill: Das dumme ist, dass du der einzige bist, der es nicht tun kann!

Er nimmt seine Kappe ab, drückt sie in Daniels Hand und geht selbst zum Gerät. Wie bereits in Die fünfte Rasse schießen Hände aus dem Gerät und umgreifen Jacks Kopf. Lichter umspielen sein Gesicht, sein Körper beginnt zu zittern.

Daniel: JACK!

Carter: SIR!

Und dann verschwindet die Hand und das Gerät fährt zurück in die Wand. Bewusstlos fällt Jack auf den Boden.

Teal’c: O’Neill.

Die drei gehen zu ihm.

Währenddessen haben Reynolds und seine Leute Probleme das Tor zu halten.

Reynolds: SG-1, wieso antworten Sie nicht? Wir können die Stellung nicht mehr halten!

Er beginnt zu schießen.

Daniel und Teal’c tragen Jack aus den Ruinen.

Carter: Colonel Reynolds, wir kommen zum Tor zurück!

Per Fernzünder zerstört sie das Gerät. Unter dem Feuerhagel der Schiffe und Gleiter bahnen sie sich ihren Weg zurück zum Tor.

Reynolds: Position halten! Jason, Sie kommen mit!

Die beiden laufen SG-1 entgegen.

Daniel: In Deckung! (Sie fallen alle auf den Boden, als hinter ihnen ein Schuss einschlägt. Er dreht sich zu Jack um) Jack, Jack? Alles in Ordnung?

O’Neill (verwirrt): Was ist passiert?

Daniel: Kommt schon, helft ihm hoch!

Jack wird etwas unsanft auf die Beine gezogen. Daniel und Teal’c stützen ihn weiterhin, als sie ihren Weg Richtung Tor fortsetzen.

Reynolds: Los, los, los, los!!! Bewegt euch! Wir sind direkt hinter Ihnen, Sir!

Sei laufen die Stufen zum Tor hinauf und entfliehen in die Sicherheit des Torraums.


Szene: Torraum, SGC

Hammond erwartete sie bereits.

Hammond: Was ist passiert?

O’Neill: Ist nicht ganz nach Plan gelaufen, Sir.

Daniel: Er muss sofort auf die Krankenstation.

O’Neill: Ich konnte es schon wieder nicht lassen.

Geschockt sieht ihm Hammond hinterher.


Szene: Weißes Haus

Weir befindet sich im Oval Office, sie ist alleine. Etwas nervös und unbeholfen sieht spielt sie mit ihren Fingern an einer Skulptur herum. In diesem Moment kommt Präsident Hayes herein.

Hayes: Dr. Weir.

Erschrocken dreht sie sich um.

Hayes: Tut mir Leid, dass ich Sie habe warten lassen.

Weir: Das ist schon in Ordnung. Ich habe… gelesen. Mr. President, ich, ich meine, das ist mehr als skandalös. Wenn ich mir vorstelle, dass kein Mensch dort draußen einen Ahnung davon hat, dass äh…

Hayes (nimmt den Hörer des Telefons ab): Megan, bestellen Sie bitte einen Wagen für Dr. Weir. (Er schaut kurz auf seine Uhr) In fünf Minuten. Danke. (Er legt wieder auf; zu Weir) Setzen Sie sich. Kann ich Ihnen etwas anbieten?

Weir: Nein, danke.

Sie setzt sich auf die Couch.

Hayes (kommt in einen Drink in seiner Hand zu ihr): Sie haben genauso reagiert wie ich, als ich davon erfahren habe.

Hayes: Tut mir leid, fünf Minuten, Sir?

Hayes: Die Verhandlung, die Sie in Nordafrika geführt haben?

Weir: Ja? Was hat das hiermit zutun?

Hayes: Verglichen mit… dem Stargate, waren die wahrscheinlich das reinste Sandkastenspiel.

Weir: Tja, ehrlich gesagt, Sir, habe ich keine Ahnung, was genau Sie von mir wollen.

Hayes: Sie haben ein Dutzend der wohl heikelsten internationalen Verträge zur Zufriedenheit aller ausgehandelt. Sie sprechen Gottweiß wie viele Sprachen.

Weir: Nur fünf.

[Und unser Daniel 23… und das war in der 2.Staffel…]

Hayes (nickt mehrmals): Fünf… Ich nehme an Ihre Aversion gegen das Militär dürfte ein Hindernis sein.

Weir: Ich weiß gar nicht um was es geht.

Hayes: Sie übernehmen die Führung des Stargate-Programms.

Sie will etwas sagen, aber einen Ton bekommt sie nicht raus. Wie ein Fisch auf dem Trockenen schaut sie aus. Total geschockt und perplex.

Weir: Oh…


Szene: Besprechungsraum, SGC

Sam, Daniel, Teal’c stehe am Tisch. Hammond ist ziemlich wütend, als er auf sie zukommt.

Hammond: Wie zum Teufel ist das passiert?

Carter: Das war kein Unfall, Sir.

Daniel: Er hat es absichtlich getan.

Teal’c: Um Zugriff auf das Wissen der Antiker zu erhalten.

Daniel: Er… oder wir haben gedacht, es wäre die einzige Chance.

Carter: Wir wissen aus Erfahrung, dass das Bewusstsein der Antiker sein Gehirn überschreiben wird. Und wir hoffen, während des Transformationsprozesses die Informationen zu bekommen, die wir benötigen.

Hammond: Und dann?

Carter: Dann wird sein Nervensystem überwältigt und der Colonel wird wahrscheinlich–

O’Neill (der in diesem Moment die Treppe heraufkommt): Was? Meinen Schöpfer treffen? Ins Gras beißen? Den Löffel abgeben? Die Radieschen in Zukunft von unten betrachten?

Die drei starren ihn an.

Hammond: Sie sollten auf der Krankenstation sein.

O’Neill: Warum? Wir wissen doch ganz genau, was jetzt passiert. In ein paar Tagen fange ich an in einer seltsamen Sprache zu reden und ein paar Tage danach verliere ich die Kontrolle über mein Handeln und noch ein paar Tage danach heißt es: 'Gute Nacht, mein Freund, gute Nacht.’ (Die anderen haben bisher immer noch nichts gesagt) Also, mit Ihrer Erlaubnis, Sir, würde ich gerne das Wochenende nutzen, um noch einiges zu erledigen.

Carter: Es hat beim letzten Mal ein paar Tage gedauert, bevor wir eine Verhaltensveränderung feststellten.

O’Neill: Ich trete am Montag meinen Dienst wieder an.

Hammond: Erlaubnis erteilt.

O’Neill: Danke, Sir. Und wenn Sie mich jetzt entschuldigen wollen, meine Lieblingssendung beginnt in einer halben Stunde.

Zu sagen, die Stimmung in den Raum ist bedrückend, wäre eine glatte Untertreibung.


Szene: Weißes Haus, Oval Office

Die fünf Minuten sind noch nicht um.

Hayes: Wir haben bereits eine Überprüfung durchgeführt und sind entschlossen, den derzeitigen Betrieb einzustellen, bis eine neue Führungsebene etabliert werden kann. Es gibt keine Frage, dass das Stargate-Programm eine gefährliche Sache ist, aber nach allem, was wir über die Welt da draußen erfahren haben, können wir sie nicht einfach ignorieren.

Weirs: Nein, offensichtlich nicht. Ich hoffe, es klingt nicht allzu selbstsüchtig, wenn ich Sie frage…

Hayes: Warum Sie?

Weir: Warum ich?

Hayes: Was denken Sie wohl?

Weirs: Na ja, ich vermute das von anderen politischen Führern Druck auf Sie ausgeübt wurde.

Hayes: Sehen Sie, ich habe gewusst, dass Sie schnell lernen.

Weirs: Dabei kann ich Sie auch beraten, aber ich bin nicht qualifiziert, um mit Außerirdischen zu verhandeln.

Hayes: Das ist niemand, Doktor. Sie nicht, ich ebenso wenig. Aber irgendjemand muss es tun. Tatsache ist, wir können diese Geschichte nicht ewig geheim halten.

Weirs: Und Sie wollen der Sache ein freundliches Gesicht geben, sollte es dann rauskommen. Jemand, der etwas weniger bedrohlich wirkt, als ein Militär.

Hayes: Die Menschen werden in Panik geraten. (Er steht auf) Wir werden alles nötige tun müssen, um zu verhindern, dass unsere Zivilisation auf den Kopf gestellt wird.

Er geht in Richtung Tür.

Hayes: Aber damit kein falscher Eindruck entsteht. Ihre Aufgabe ist nicht alleine die Beruhigung der Öffentlichkeit, ich habe Sie aus verdammt guten Gründen ausgewählt.

Weir steht ebenfalls auf.

Weir: Meine fünf Minuten sind vorbei.

Hayes: Es waren sogar insgesamt sieben. (Er öffnet die Tür) Keine Angst, wir stehen erst am Anfang.

Weir (räuspert sich, sammelt ihre Sachen zusammen und geht zur Tür): Und wenn ich nein sage, Sir?

Hayes: Damit würde ich mich nicht abfinden. (Sie nickt und der Präsident empfängt bereits einen nächsten Besuch, ihre Zeit ist um) Bonny! Kommen Sie herein. (Leise zu Weir) Danke. (Zu Bonny) Schön Sie wieder zu sehen.

Weir geht aus dem Büro und wird dort bereits schon von Kinsey erwartet.

Kinsey: Nun ja, es ist nicht immer alles so einfach, wie es den Anschein hat.

Weir: Es ist mir von Anfang an nicht besonders leicht erschienen, Sir.

Kinsey: Seien Sie vorsichtig, wem Sie noch trauen, Doktor.

Weir: Gilt das auch für Sie, Sir?

Kinsey: Ah… er mag der Präsident sein, aber ich bin der Mann auf diesem schönen Planeten, auf dessen Seite Sie stehen sollten. Und auch der, mit dem Sie sich niemals anlegen sollten.

Weir hat die Botschaft hinter der Drohung durchaus verstanden.


Szene: Jacks Haus

Sam steht in Zivil gekleidet – ein Knielanger Rock, ein T-Shirt mit einer Jeansjacke drüber – klopfend vor seiner Tür. Jack öffnet ihr die Tür. Er ist überrascht sie zu sehen.

Carter: Hallo, Sir.

O’Neill (schaut über ihre Schulter): Carter?

Carter (sie fühlt sich nicht wirklich wohl, etwas befangen): Habe ich Sie geweckt?

O’Neill: So ungefähr.

Carter: Ich habe letzte Nacht nicht schlafen können.

O’Neill: Warum haben Sie nicht angerufen?

Carter: Ich wollte Sie nicht stören… ich…

O’Neill (nickt): Hmm… Ähm… (Er macht eine einladende Geste und Sam geht an ihm vorbei ins Haus und er schließt die Tür) Tja, ich habe in den Himmel gestarrt und versucht mir vorzustellen auf wie vielen Sternen wir schon gewesen sind.

Carter: Tja, eigentlich… sind von der Erde aus nur ein paar Sterne sichtbar, die über Stargates verfügen, also…

O’Neill (lächelnd): Das weiß ich doch.

Carter: Ja.

O’Neill: Hat Hammond Sie geschickt, damit Sie nach mir sehen?

Carter: Nein. Das ist merkwürdig, ich, ähm, ich bin durch die Gegend gefahren… na ja, in meinem Wagen und ich äh… und ich bin hier gelandet. (Sie lächelt ihn mit ihrem schönsten und zugleich unsichersten Lächeln an)

Jack glaubt ihr nicht ein Wort. Er nickt nur.

Carter (nervös und mit einen Anflug eines Lachens): Ja…

O’Neill: Witzig. Ähm, ich glaube, ich habe noch nen Kaffee irgendwo, okay?

Er geht in die Küche und Sam in Richtung Wohnzimmer. Er erscheint wieder an der Küchentür.

O’Neill: Vielleicht aber auch nicht. Wie wär’s mit ’nem Bier?

Carter: Na klar, warum nicht.

Sie geht die zwei, drei Stufen zum Wohnzimmer hinunter. Auf einer Anrichte stehen Familienfotos, sie nimmt eines davon in die Hand und sieht es sich an. Als Jack mit zwei Falschen zurückkommt, stellt sie es wieder weg.

O’Neill: Wollen Sie ein Glas? Ich könnte eines abwaschen.

Carter: Nein, schon gut, danke, Sir. (Sie zeigt auf ein Foto mit Sara, Charlie und ihm) Haben Sie Kontakt zu ihr?

O’Neill: Könnten wir darüber lieber nicht sprechen?

Carter: Entschuldigung. Wie fühlen Sie sich?

O’Neill: Könnten wir darüber auch nicht sprechen?

Carter: Na schön… (Er setzt sich auf seine Couch) Worüber wollen Sie sprechen? (Er antwortet ihr nicht) Sie wollen allein sein. (Sie stellt ihr Bier auf den Tisch) War ne dumme Idee. Ich, ich geh dann wieder…

O’Neill: Trinken Sie Ihr Bier aus. Und dann müssen Sie mindestens eine Stunde warten, bevor Sie fahren können.

Er schnippt den Deckel einfach in die Ecke. Schließlich setzt sich Sam neben ihm auf die Couch.

Carter: Sir…

O’Neill: Was ist los?

Carter: Ich hätte es tun sollen.

O’Neill: Was? Ihren Kopf in das Ding stecken? (Sie nickt) Sind Sie verrückt? (Sam findet das überhaupt nicht lustig) Carter, Sie sind eine der wichtigsten Ressourcen dieses Landes, vielleicht sogar… ein nationaler Schatz.

[Wow… was für ein Kompliment…*sigh*]

O’Neill: Es hätte auf keinen Fall anders laufen dürfen. (Sie sehen sich einen Moment an) Ich hoffe nur, das war es wert. (Er nimmt einen Schluck von seinem Bier)

Carter: Selbst wenn wir die Verlorene Stadt finden, selbst wenn wir dorthin gelangen und genau das finden, was wir suchen, um den Planeten zu verteidigen –

O’Neill: *Das* wäre es wert.

Sie schließt kurz kopfschüttelnd ihre Augen. Doch bevor noch einer etwas sagen kann, erklingt ein ziemlich penetrantes Klopfen von der Tür, sogar mit Rhythmus. Die beiden tauschen erneut einen Blick aus, bevor Sam wieder ihren Kopf senkt. An der Tür sind Daniel und Teal’c. Daniel öffnet die Tür.

Daniel: Hallo?

Sam lächelt Jack kurz zu. Er weiß genau, was los ist.

O’Neill: Wir sind hier.

Daniel und Teal’c schauen um die Ecke.

Daniel (ganz unschuldig, als er Sam und Jack zusammen auf der Couch sitzen sieht): Oh… Verzeihung… stören wir irgendetwas?

Carter und O’Neill: Nein.

O’Neill: Was wollt ihr hier?

Daniel: Och, na ja, ähm… das ist ne ganz komische Geschichte… ähm, wir kamen ganz zufällig hier vorbei… und sahen Sams Wagen in der Auffahrt und dachten uns und da hat Teal’c zu mir gesagt…

Jack stupst Sam an und formt ein „Komisch“ mit seinem Mund.

Daniel: … na ja, er hat es nicht wirklich zu mir gesagt… er hat nur die Augenbrauen hochgezogen und, und, und da sagte ich zu ihm: 'Hey’, sagte ich, 'warum halten wir nicht kurz und…

O’Neill: Sind das Donuts?

Teal’c (hält eine Karton hoch; mit einem Lächeln in der Stimme): Korrekt.

O’Neill: Ausgezeichnet.

Sam grinst Daniel an, wie er sich da um Kopf und Kragen geredet hat, genau wie sie noch vor wenigen Minuten


Szene: P3X-439, nachts

Anubis Wachen sind am Tempel. Aber sie finden nichts außer ein zerstörtes Antiker-Gerät vor. Zusammen mit seinen Supersoldaten als Bodyguards, kommt Anubis vor einen Jaffa zum stehen.

Anubis: Berichte mir.

Jaffa: Mein Gebieter, ich fürchte, die Menschen von Tau’rie zerstörten das Gerät, was wir suchen.

Anubis: Und du hast es nicht verhindert?

Jaffa: Sie haben unsere Ankunft vorausgesehen, mein Gebieter.

Anubis hebt nur seine Hand und dreht sich um. Als er verschwunden ist, bringen die Supersoldaten den Jaffa und seine Kameraden um.


Szene: Jacks Haus

Daniel und Teal’c sitzen auf der Couch. Sam bringt Teal’c etwas zu Trinken und setzt sich dann in eine Sessel, der neben der Couch und neben Jacks Sessel steht, in welchem er sitzt.

O’Neill: Da irrst du dich leider. Das ist die perfekte Umschreibung. 'Brennt wie Goa’uld’.

[OKAY, hier muss ich mal eben die Nodbremse ziehen. Hier hat die Synchro absoluten Mist gebaut. Im Original heißt es folgendermaßen: „You are so wrong. It's
a perfect analogy. Burns as Goa'uld.” Und zwar bezieht sich hier das “Burns” nicht auf die eigentlich Übersetzung im Sinne von “brennen”, sondern hier meint Jack eindeutig unseren lieben “Mr. Burns“ von den Simpson!!! Nur damit ihr den Witz auch versteht, der hier auf so menschenunwürdige Art und Weise verschandelt wurde!]

Teal’c: Das sind lediglich animierte Figuren O’Neill.

[Und Teal’c hat es doch noch mal auf den Punkt gebracht… wie kann man das dann nur so missverstehen???]

O’Neill: Das ist so oberflächlich gedacht!

Daniel in der Zwischenzeit versucht einen kleinen Plastikbasketball auf dem Falschenhals seiner Bierflache zu balancieren, was ihm leider misslingt und der Ball ihm fast herunterfällt.

Daniel: Ich bitte dich! Teal’c ist einer der tiefgründigsten Leute, die ich kenne. Er ist so… *tief*. (Zu Teal’c) Na los, sag ihm, wie tiefgründig du bist. (Zu Jack mit einem Grinsen) Du hast Glück, wenn du das verstehst.

Er nickt Teal’c ein paar Mal aufmunternd zu.

Teal’c: Meine Tiefe ist unerheblich für diese Unterhaltung.

Daniel: Aaaaah, siehst du?!

Sam schaut grinsend von Daniel zu Jack.

O’Neill (zeigt auf Daniel): Für dich gibt’s kein Bier mehr.

Carter: Tut mir leid, Sir, aber ich muss ihm zustimmen. Was ist der Sinn des Ganzen?

O’Neill: Okay, das reicht jetzt. Eigentlich sollte meine ganze Videosammlung an einen von euch gehen. Sie geht an Siler. Er kriegt sie.

Ein erneutes Klopfen.

O’Neill (steht auf): Na Gott sei Dank, Pizza.

Er geht zur Tür und öffnet sie, doch dort erwartet ihm eine Überraschung. Es ist Hammond, ebenfalls in Zivil gekleidet.

O’Neill: Sie sind aber nicht der übliche Pizzalieferant.

Hammond: Stör ich etwa?

O’Neill: Sie kommen niemals Ungelegen, Sir. Bitte. Ich hole noch einen Stuhl für Sie.

Hammond geht ins Wohnzimmer, wo er natürlich den Rest von SG-1 vor findet. Sam stellt sich augenblicklich stramm hin.

Carter (überrascht): General.

Hammond: Bleiben Sie locker.

Jack kommt mit einem Stuhl zurück.

O’Neill: Bitte sehr, Sir.

Hammond (setzt sich): Ich freue mich, Sie alle hier zu sehen. (Er zeigt auf ein Bier) Sie haben nicht noch zufällig eines davon für mich?

O’Neill: Selbstverständlich. (Er geht in die Küche) Ich hoffe, Sie mögen Guinness, Sir. Ich finde, es ist ein erfrischender Ersatz für… Nahrung. (Er gibt Hammond eine Flasche und setzt sich wieder in seinen Sessel)

Hammond: Man hat mich meines Kommandos enthoben.

Er wird von allen vier ziemlich entgeistert angestarrt. Jack, der gerade dabei war einen Schluck von seinem Bier zu nehmen, hält mittten in der Bewegung inne.

O’Neill (fassungslos): Was?

Hammond: Der Präsident hat mit sofortiger Wirkung das Stargate Center für eine dreimonatige Überprüfung geschlossen.

Daniel: Drei Monate?

Hammond: Während dieser Zeit soll eine neu zubildende Regierungsabteilung an die Stelle des Stargate-Kommandos treten.

Carter: Aber Sir… der Colonel… wir haben nicht so viel Zeit.

Teal’c: Wie konnte das passieren?

Daniel (verächtlich): Kinsey.

O’Neill: Kennt einer von euch jemanden, der diese beiden Penner gewählt hat?

Hammond: Ich kenne Präsident Hayes schon ziemlich lange, er ist ein guter Mann.

O’Neill: Abgesehen von der Wahl seines Vizepräsidenten vielleicht.

Hammond: Robert Kinsey hat einen Großteil seines Wahlkampfes finanziert und soweit wir wissen, waren möglicherweise seine Kenntnisse über das Stargate ein Druckmittel, um sich dieses Amt zu sichern, doch das ist jetzt egal.

Daniel: Sollen wir uns das einfach so gefallen lassen?

O’Neill: Wir sind schon mal in dieser Situation gewesen.

Hammond: Nein. Diesmal ist es anders.

Carter: Wer wird an Ihre Stelle treten?

Hammond: Ihr Name ist Dr. Elizabeth Weir.

O’Neill (zieht seine Augenbrauen hoch): Eine Zivilistin?

Daniel: Ich habe schon von ihr gehört. Sie ist Expertin für internationale Politik. Sie hat Verhandlungen für die UN auf höchster Ebene geführt. Ich habe mich bei unserem ersten Vertrag mit den Tok’ra auf sie berufen.

Hammond: Ich weiß nur, dass ich nach Washington bestellt wurde, um darüber zu verhandeln. Ich reise morgen.

O’Neill: Ah, General… ahm, wir haben hier noch eine unerledigte Aufgabe.

Hammond: So wie ich das sehe, werden Sie sich Montag wie vorgesehen zum Dienst treffen.

Teal’c: Wir müssen etwas unternehmen.

Hammond: Ich habe meine Befehle. Abgesehen davon habe ich das Gefühl, ich könnte von Washington aus mehr tun, als von hier.

Carter: Und in der Zwischenzeit?

Hammond: Müssen Sie sich nun mal mit der neuen Administration anfreunden. Ich habe vollstes Vertrauen in Sie, glauben Sie mir.

Betretendes Schweigen.


Szene: Besprechungsraum, SGC

Kartons über Kartons mit Akten stapeln sich auf dem Tisch. Weir geht zum großen Fenster und schaut hinunter auf das Stargate. Daniel taucht hinter ihr auf.

Daniel: Beeindruckend, nicht wahr?

Weir: Das ist doch völlig egal.

Daniel: Na schön.

Weir (dreht sich zu ihm um): Warten Sie. (Sie zeigt auf ihr Ohr, wo sie wieder über Freisprechanlage am telefonieren ist) Es wird eine Menge Veränderungen geben und nicht jeder wird darüber glücklich sein. Ja, genau vor diesem Problem stehe ich gerade. Okay, bis dann. (Sie nimmt das Gerät aus ihrem Ohr) Entschuldigung, mit diesem Ding sehe ich aus, wie eine Verrückte, die mit sich selbst redet. (Sie streckt ihm die Hand entgegen) Elizabet Weir.

Daniel (schüttelt sie): Daniel Jackson.

Weir: Ich bin nicht so gern so tief unter der Erde. Ich suche andauernd nach einem Fenster.

Daniel: Tja, von hier haben Sie schon mal den besten Ausblick. Ich erinnere mich noch, als wir damals das Stargate in Betrieb genommen haben, da habe ich es von hier aus Stundenlang angestarrt.

Weir: Ist es dezenter Hinweis darauf, dass Sie von Anfang an entscheidend dazu beigetragen haben?

Daniel: Subtil, hm?

Weir: Mm hm.

Daniel (deutet auf die Akten): Und schon etwas reingelesen?

Weir (stöhnt): Ah… ich war das ganze Wochenende damit beschäftigt. Ich, ich … das Ganze hier ist, ist ein enormer Adrenalinstoß.

Daniel: Oh, jetzt weiß ich, dass Sie ein Herz haben.

Weir: Ich erwarte nicht, dass das Militär mich willkommen heißt.

Daniel: Sie folgen einem großen Mann. Die Uniform hat damit nichts zutun.

Weir: Na schön. Aber ich hoffe, dass gerade Sie keine voreiligen Schlüsse ziehen.

Daniel: Warum jemand wie Sie hier ist?

Weir: Jemand wie ich?

Daniel: Ja, jemand, der seine Karriere als politische Aktivistin begann und gegen Militärausgaben der Regierung protestiert hat.

Weir: Und warum ich jetzt für die arbeite, die ich kritisiert habe? Ich weiß, aber ich bin zu dem Schluss gekommen, dass der beste Weg Waffen zu verhindern darin besteht ihre Notwendigkeit aus der Welt zu schaffen. Deshalb werde ich die Stimme der Vernunft sein. Zumindest für die, die zuhören können.

Daniel: Und deshalb hat der Präsident Sie ausgesucht, um das Stargate Center zu führen?

Weir: Ich weiß nicht, wieso ich diesen Job jetzt habe. Wirklich nicht, aber ich werde ihn erledigen, nach meinem besten Gewissen, solange ich hier bin. Jetzt überprüfe ich die Notwendigkeit dieses Programms.

Daniel: Unterschätzen Sie nicht die unmittelbare Bedrohung.

Weir: Nein, bestimmt nicht. Aber das Schicksal unseres Landes ist nicht ausschlaggebend für den Rest der Galaxis. Vor allem dann nicht, wenn es hinter dem Rücken des gesamten Planeten ausgetragen wird.

Daniel: Hey! Ich behaupte nicht, dass alles, was hier läuft, richtig ist. Wir haben nicht das Recht Gott zu spielen, aber die Goa’uld auch nicht. Und mir ist klar, dass das in den Berichten nicht so rüberkommt, aber glauben Sie mir, sie sind das absolut Böse. Und wenn sie die Chance hätten, würden sie uns entweder versklaven oder vernichten. Lesen Sie so viele Missionsberichte, wie Sie wollen, aber bevor Sie entscheiden, was hier getan werden sollte, sollten Sie durch dieses Tor gehen und sich selbst einen Eindruck davon verschaffen.

Weir (nickt): Wenn es soweit ist.

Daniel: Wir werden leider nicht so viel Zeit haben. Und vor allem Jack O’Neill nicht.

Weir: Ich muss Ihnen gestehen, dass Colonel O’Neills Zustand Anlass zu großer Sorge ist.

Daniel: Dann machen Sie sich klar, dass Jack das getan hat, weil es unsere einzige Chance war, die Verlorene Stadt zu finden.

Weiter kommt er nicht, denn in diesem Moment wird das Tor von außen angewählt.

Davis: Außerplanmäßige Aktivierung von außen.

Weir: Alle Stargate-Teams sollten doch zurück sein.


Szene: Kontrollraum, SGC

Die beiden stehen hinter Davis.

Col. Pierce: Dr. Weir, wir empfangen Master Bra’tacs persönlichen Identifikationscode.

Weir: Ich weiß, was das bedeutet. Danke, Colonel Pierce.

Daniel: Er ist ein Verbündetet, wenn wir die Iris nicht…

Weir: Das ist mir durchaus klar, danke. (Zu Davis) Öffnen Sie bitte.

Die Iris öffnet sich und der Ereignishorizont kommt zum Vorschein. Wohingegen Daniel sich bereits auf den Weg macht, steht Weirs noch einen Moment staunend am Fleck und starrt auf das Tor.


Szene: Torraum, SGC

Daniel und Weirs betreten den Torraum. Sie gehen zur Rampe, gerade als Bra’tac durch das Tor kommt.

Daniel (nickt ihm zu): Bra’tac.

Bra’tac schaut verwirrt zu Weir.

Daniel: Das ist Dr. Elizabeth Weir, sie ist die neue Leiterin dieser Einrichtung.

Weir streckt ihm ihre Hand hin, aber Bra’tac ignoriert sie.

Weir: Guten Tag.

Bra’tac: Ist Hammond von Texas in der Schlacht gefallen?

Weir: Nein, Sir, es geht ihm gut.

Daniel: Wir haben seit einiger Zeit eine neue politische Führung.

Bra’tac: Ich verstehe.

Daniel: Bra’tac, was ist los?

Bra’tac: Ich fürchte, ich bin nicht der Überbringer guter Nachrichten. Wir haben von Jaffa, die uns gegenüber loyal sind, erfahren, dass Anubis seine gesamte Flotte zusammengezogen hat. Er wird spätestens in drei Tagen hier eintreffen.


Szene: Weißes Haus, Oval Office.

Hayes telefoniert mit Kinsey. Er sitzt zurückgelehnt in seinem Stuhl.

Hayes: Bob, könnten wir mit dem dauernden Meckern aufhören und darüber nachdenken, was wir tun können?

Sekretärin (öffnet die Tür): Mr. President, General Hammond.

Hayes: Bitten Sie ihn rein. (Zu Kinsey) Wir können eine Gefahr dieser Größe nicht ignorieren! Hören Sie sich diesen Mann an! Es ist mir egal, wofür er sich hält. Wir reden später weiter.

Hayes legt auf und geht zu lächelnd zu Hammond.

Hayes: General George Hammond.

Hammond: Mr. President.

Sie schütteln sich die Hände.

Hayes: Sie waren Lieutenant, als wir uns das letzte Mal begegnet sind.

Hammond: Es ist ziemlich lange her. Ich habe seitdem viele Haare verloren.

Hayes beginnt zu lachen, klopft ihm einmal auf die Schulter und geht hinüber zu seiner kleinen Sitzecke mitten im Raum.

Hayes: Setzen Sie sich.

Sie setzen sich gegenüber voneinander hin.

Hayes: Als ich diese Aufgabe übernahm, dachte ich, das Gewicht dieser Welt lastet auf meinen Schultern. Aber dann musste ich erfahren, wofür Sie Ihr Geld bekommen.

Hammond: Ja, Sir.

Hayes: George, ich wollte nicht Ihre Leistung schmälern. Wenn das amerikanische Volk wüsste, wie groß Ihr Beitrag für die Sicherheit dieses Landes ist…

Hammond: Vielen Dank, Sir. Es freut mich, dass Sie das sagen. Irgendwann wird es bekannt.

Hayes: Dr. Weir ist eine extrem kluge Frau.

Hammond: Das hoffe ich sehr.

Hayes: Die Ärmste hat keine Ahnung, worauf Sie sich da eingelassen hat, aber ich hatte keine Wahl, George, ich musste etwas unternehmen. Ihnen sollte klar sein, dass ich weiß, wie der Vizepräsident zu Ihnen steht.

Hammond (wenig begeistert): Ja, Sir.

Hayes: Wir beide wissen, warum ich Kinsey ausgewählt habe. Abgesehen von dem Geld, hat er auch noch ganz Florida mitgebracht. Aber glauben Sie mir, wenn ich damals schon gewusst hätte…

Hammond: Natürlich.

Hayes: Na schön. Reden wir über Ihre neue Aufgabe.

Hammond (beginnt leicht zu lachen): Ich habe dabei eher an den Ruhestand gedacht, Sir.

Hayes: Das hoffe ich nicht, George. Noch nicht. Ich brauche Sie hier in Washington. Ich kann auf Ihr Wissen und Ihre Erfahrung nicht verzichten.


Szene: Besprechungsraum, SGC

SG-1 und Bra’tac haben sich versammelt. Jack legt eine Akte auf den Tisch.

O’Neill: In drei Tagen? Das bedeutet Donnerstag. Donnerstag ist nicht gut für uns.

Carter: Warum gerade jetzt?

Teal’c: Anubis ist der Überzeugung wir wissen, wo die Verlorene Stadt liegt.

Carter: Wir wissen es nicht.

O’Neill (leicht angegriffen): Noch nicht.

Daniel: Aber er weiß nicht, dass wir es nicht wissen.

In diesem Moment kommen Kinsey und Weir zu ihnen.

Kinsey: Na so etwas. Ich dachte, Sie wären bereits gegangen.

Weir: Colonel O’Neill, Major Carter, Teal’c. Mir ist klar, das sind seltsame Umstände unter denen wir uns kennen lernen.

O’Neill: Und Sie sind…?

Weir (zeigt auf sich): Ich bin Dr. Elizabeth Weir, Colonel.

Kinsey: Sie bedeutet Ihre einzige Hoffnung jemals wieder durch das Stargate zu gehen.

O’Neill: Immer für Scherze zu haben.

Weir: Ich weiß, ich muss noch viel lernen, aber ich weiß, dass die Zeit knapp ist.

O’Neill: Genau genommen ist das relativ, Ma’am. Carter könnte es besser erklären, wenn wir mehr Zeit hätten. (Sam lächelt leicht)

Weir: Wollen wir uns nicht setzen?

Sie nehmen alle Platz. Weir und O’Neill jeweils am Kopf des Tisches. Oben bei Jack sitzen auf der einen Seite Sam und Daniel, auf der anderen Teal’c und Bra’tac und bei Weir setzt sich Kinsey hin.

Weir: Mir ist klar, dass das eine überaus ernste Situation ist.

O’Neill: Sie ist auf zack.

Kinsey: Ich bin extra persönlich hergekommen, um Ihr Anliegen zu hören, was Mr. Bra’tac zu berichten hat.

O’Neill: *Master* Bra’tac. Master.

Kinsey: Ich bitte um Entschuldigung.

Und jeder Mann kauft es ihm ab…

Kinsey: Also, Sie glauben, dass der Goa’uld Anubis einen Angriff vorhat.

Bra’tac: Davon kannst du ausgehen.

Kinsey: Dazu kann ich nur sagen: Das Timing könnte nicht besser sein. In dem Augenblick, in dem wir die Stargate-Operationen aussetzen, zaubern Sie das aus Ihrem Hut.

O’Neill: Mr. *Vice* President, wenn Sie damit andeuten wollen, dass wir uns das nur ausgedacht haben –

Kinsey: Ja, genau das will ich damit andeuten, Colonel!

O’Neill: Ja, natürlich! Das ist genau das, was wir immer tun. Wir sitzen bloß auf unseren fetten Hintern und überlegen uns Szenarien, wie wir unseren Planeten gefährden könnten, genauso verstehen wir unsere Aufgabe.

Kinsey: Ich bin davon überzeugt, Sie würden alles tun –

Weir: Ich bitte Sie. Um diese Diskussion nicht ausufern zu lassen, sollten wir davon ausgehen, dass Master Bra’tac es ernst meint und dass die Bedrohung real ist.

Daniel: Wissen Sie, wie diese Bedrohung aussieht? Anubis ist zur Hälfte Goa’uld, zur anderen Hälfte Antiker. Er verfügt über Wissen und Technologie, um uns alles von der Oberfläche der Erde auszulöschen.

Weir: Was ist mit Verhandlungen?

O’Neill: Ach du Grundgütiger! Das ist doch derentis! (Alle Augen richten sich auf ihn) Was?

Daniel: Du hast gerade eben 'derentis’ gesagt.

O’Neill: Habe ich nicht.

Daniel: Doch, hast du.

O’Neill: Derentis, was ist das?

Kinsey: Latein?

[Da haben wir aber einen ganz schlauen Fuchs sitzen]

Weir: Nein, eher nicht.

Daniel: Ich glaube, Colonel O’Neill wollte damit sagen, dass Verhandlungen aufgrund unserer bisherigen Erfahrungen, Wahnsinn wären… verrückt.

Weir: Das habe ich verstanden.

Carter: Allerdings glauben wir, dass wir an außerirdische Technologie herankommen könnten, mit der wir Anubis besiegen können.

Kinsey (lacht leicht): Jetzt ziehen Sie auch noch eine Strahlenwaffe aus Ihrem Hut.

Teal’c: Eine Waffe, die diesen Planeten schützen könnte.

Kinsey: Ich fasse es nicht, dass wir hier sitzen und uns das anhören.

Weir: Mr. Vice President, auf seiner letzten Mission hat –

Kinsey: Oh, ich bin mit den letzten Ereignissen vertraut, die wieder einmal zum Zusammenbruch von Colonel O’Neills unschätzbaren Urteilsvermögen führten. (Jack beginnt wütend mit dem Stift auf einem Blatt herumzumalen) Die Tatsache, dass er auf seiner letzten offiziellen Mission zum Leitwesen für uns alle den Zorn des schlimmsten Feindes der Menschheit auf sich gezogen hat –

O’Neill (das reicht ihm jetzt): Augenblick mal! Ich dachte, Sie glauben nicht an diese ganze Invasionsgeschichte?

Weir: Fakt ist doch, solange wir die Lage der Verlorenen Stadt nicht kennen –

O’Neill (unterbricht sie): Ich weiß, wo sie ist. (Wieder einmal richten sich alle Blicke erstaunt auf ihn)

Weir: Sie wissen es *jetzt*?

O’Neill: Ich werde es wissen. Es ist irgendwo da drin. Hören Sie, machen wir es einfach. Mir fällt ein, wo die Verlorene Stadt ist und wir suchen sie. Ja oder nein?

Kinsey: Nein!

Jack schaut zu Kinsey hinüber und dann wieder zu Weir, er deutete mit seinem Finger auf sie.

O’Neill: Wer sind Sie? Ehrlich? Und warum sind Sie hier?

Weir: Ich werde darüber nachdenken.

O’Neill: Danke.

Kinsey ist nicht begeistert.

Weir: Gern geschehen.

Daniel nickt leicht und Sam lächelt etwas. Vielleicht ist ja doch kein Gegner.

Bra’tac (steht auf): Ich muss nach Chulak zurückkehren.

Teal’c: Ich gehe ebenfalls. In der Hoffnung, Schiffe und Krieger zu finden diese Welt zu verteidigen.

Sam und Daniel nicken.

Weir: Viel Glück.

Teal’c verbeugt sich leicht und er und Bra’tac verlassen den Besprechungsraum. Die anderen drei stehen ebenfalls auf. Kinsey brodelt noch wie ein kleiner Giftzwerg. Weir geht in ihr neues Büro, wird aber vom lieben Vizepräsidenten verfolgt. Sie will die Tür hinter sich schließen, aber er hält sie davon ab, sonder knallt sie erst dann zu, als auch er im Büro ist.

Kinsey: Was Teufel sollte das?

Weir: Wie bitte?

Kinsey (sehr wütend): Sie kennen diesen O’Neill nicht so gut wie ich.

Weir: Das ist meine Entscheidung. Colonel O’Neill –

Kinsey: Ist derjenige, der uns erst in diese missliche Lage gebracht hat!

Weir: Ich verstehe nicht!

Kinsey: Ich will ihn loswerden, Doktor! Ich will die alle loswerden! Haben Sie das noch nicht begriffen?!

[Oh ha, da ist aber einer der Grenze zum Wahnsinn gefährlich nahe gekommen… oder hat er sie schon längst überschritten?]

Weir: Oh, ich habe schon ne Menge begriffen.

Kinsey: Na dann bin ich ja echt beruhigt.

Weir: Das ist mein Büro und mein Stuhl. Solange mir niemand etwas anderes sagt, werde ich Entscheidungen treffen, die ich für richtig halte und nicht solche, die Ihnen gefallen!

Kinsey: Sie haben keine Ahnung, welche Pläne ich eigentlich –

Weir: Ihre Pläne sind Zurzeit nicht relevant!

Kinsey: Sie haben keine Ahnung, Doktor. Wenn Sie etwas anderes glauben, dann sind Sie nicht halb so klug, wie ich dachte.

Er verlässt das Büro durch die andere Tür.


Szene: Torraum, SGC

Teal’c, in seiner Rüstung und Bra’tac stehen vor der Rampe. Daniel und Sam befinden sich etwas im Hintergrund. Jack geht zu Teal’c.

O’Neill: Also, Teal’c… Falls wir uns nicht wieder sehen…

Teal’c: Wir werden uns wieder sehe, O’Neill.

O’Neill: Weißt du mehr als ich?

Teal’c: Ich glaube, du weißt viel mehr als ich.

O’Neill: Hoffe, du hast Recht.

Teal’c streckt ihm seinen Arm entgegen, Jack nimmt ihn, zieht ihn dann aber in eine Umarmung. Teal’cs Gesichtsausdruck verändert sich. Entweder liegt es an der Situation und der Erkenntnis, dass es vielleicht doch das letzte Mal ist, dass er Jack sieht, oder Jack hat ihm noch etwas ins Ohr geflüstert. Ist an dieser Stelle schwer zu sagen.

Teal’c: Ich wünsche euch alles Gute.

Zusammen mit Bra’tac verschwindet er durch das Stargate.

Fortsetzung Folgt….

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