7x20 Der neue Präsident
Inauguration

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Kinsey: So oder so, ich verspreche Ihnen, diesen Kampf werde ich gewinnen.

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Szene: Weißes Haus

Der neu gewählte Präsident, Henry Hayes, geht mit dem Stabschef durch die langen Flure des Weißen Hauses in Richtung Oval Office. Hinter ihm laufen noch drei Angestellte, die dann einen Schritt machen, wenn Hayes es tut und dann stehen bleiben, wenn der Präsident stehen bleibt.

Stabschef: Der Nika Index ist gestern um acht Prozent gefallen und der Yen setzt auch seinen freien Fall fort. Außerdem wurde der Präsident von Togo vor ungefähr sechs Stunden gestürzt. Ihm ist die Flucht nach Nigeria gelungen und jetzt verlangt er, dass amerikanische Truppen die Ordnung wieder herstellen.

Hayes: Dies ist mein erster Tag.

Stabschef: Ja, Mr. President. Die New York Times recherchiert wegen der Unregelmäßigkeiten wegen der Wahl in sechs Südstaaten. Ich habe Teddy darauf angesetzt.

Der Präsident bleibt vor einer Büste von Präsident Lincoln stehen, schaut sie sich an und geht dann weiter.

Hayes: Stan, wer sind diese Menschen, die mir folgen?

Stabschef: Sie arbeiten für Sie, Mr. President. (Hayes kniet sich vor einer Büste von John F. Kennedy hin.) Außerdem werden heute heftige Stürme an der Küste von Main erwartet. Es werden Orkanböen und Schneefälle geben. (Hayes richtet sich wieder auf und richtet im Spiegel darüber seine Krawatte. Er sieht zu den drei Angestellten hinüber)

Hayes: Sollte ich nicht wissen, wer die sind?

Stabschef: Ja, Mr. President. Notfallteams werden in Alarmbereitschaft versetzt und gegen zehn Uhr werden Sie ein Telefonat mit dem Gouvaneur führen, in dem Sie Ihre Unterstützung anbieten.

Hayes (schaut wieder zu den drei): Die folgen mir doch nicht rund um die Uhr, oder?

Stabschef (leicht amüsiert): Nein, Mr. President.

Hayes: Gut.

Sie betreten das Vorraumbüro zum Oval Office. Alle Anwesenden stehen augenblicklich auf.

Hayes: Hallo. Holly…

Stabschef: Der Chef des Generalstabes wartet in Ihrem Büro auf Sie.

Hayes geht zu seinem Büro, die Tür ist geöffnet, und er sieht zwei Männer, die ihm den Rücken zugewandt haben. Er dreht sich zu Stan um.

Hayes: Er weiß, dass es mein erster Tag ist, ja?

Stabschef: Ja, Mr. President.

Hayes (lächelnd): Gut.

Dann betreten die beiden das Oval Office.

Hayes: Francis.

Francis: Mr. President.

Sie schütteln sich die Hände. Anschließend setzt sich Hayes auf die Couch und beginnt damit sich die Schuhe auszuziehen.

Francis: Wir müssen reden, Sir. Es ist enorm wichtig.

Hayes (beginnt zu lachen): Leute, lasst mich diesen Augenblick genießen.

Er steht auf und stellt sich in Socken auf den berüchtigten Teppich im Oval Office. Er wackelt ein paar Mal mit den Zehen und seufzt leise.

Francis: Der Augenblick ist vorbei, Sir.

Hayes: Natürlich. Stan, danke. (Zu einem anderen Anwesenden) Danke.

Die beiden verlassen das Oval Office und Hayes setzt sich in einen Stuhl, ohne sich vorher die Schuhe wieder anzuziehen.

Francis (nimmt auf der Couch neben ihm Platz): Mr. President, ich muss Sie über ein hochgeheimes Programm informieren, das wir seit sieben Jahren in Cheyenne Mountain betreiben.

Hayes: Ich hatte bereits meine Geheiminfoeinweisung.

Francis: Ja, Mr. President, aber nicht diese. (Er gibt ihm eine Akte und Hayes betrachtet die Vorderseite) Mr. President, seit sieben Jahren ist die US Air Force in der Lage Teams auf andere Planeten zu schicken. Mit Hilfe einer außerirdischen Vorrichtung, die wir Stargate nennen.

Hayes (beginnt zu lachen): Das ist komisch. Das ist sehr komisch. Mein erster Tag… (Er steht auf und geht zu seinem Schreibtisch) Das ist ein Scherz, nicht wahr? Ich habe durchaus Sinn für Humor, ich habe nicht gewusst, dass Sie auch Humor haben, aber das ist gut, so lernt man sich besser kennen. Jetzt rufe ich zuerst einmal den Ex-Präsidenten von Togo an und sobald das erledigt ist, werde ich dafür sorgen, dass der Rest der Welt nicht gleich untergeht.

Francis (stellt sich auf die andere Seite des Tisches): Der Ex-Präsident von Togo wird warten müssen, Sir. Das ist kein Scherz.

Hayes (kneift kurz seine Augen zusammen und seufzt dann leise): Die United State Air Force hat also demnach Leute auf andere Planeten geschickt?

Francis: Ja, Sir.

Hayes: Und das schon seit sieben Jahren?

Francis: Das ist korrekt.

Hayes: Unter Anspruchnahme eine außerirdischen Vorrichtung?

Francis: Die wir Stargate nennen.

Seufzend setzt er sich in seinen Stuhl und schließt kurz die Augen.


INTRO


Szene: Weißes Haus, Kinseys Büro

Der Schleimbeutel ist jetzt Vizepräsident. Er redet mit seiner Sekretärin Sarah.

Sarah: Senator McKnight bittet Ihr Treffen auf nächste Woche zu verschieben.

Kinsey: Er versucht mir auszuweichen. Wir müssen das Geldwäschegesetz verhindern.

Sarah: Was soll ich ihm sagen?

Kinsey: Kommt nicht in Frage. Dieser Mistkerl verdankt uns sein Amt. Jetzt werden wir ihm die Rechung präsentieren.

In dem Augenblick kommt Hayes rein. Er lässt die Tür auffallen und sieht Kinsey ziemlich geschockt und verärgert an.

Hayes: Was haben Sie sich dabei gedacht?

Sarah: Mr. President.

Hayes: Warum wurde ich nicht informiert?

Kinsey: Ahm, Sarah, würden Sie… ähm….uns bitte einen Moment entschuldigen? (Er führt sie aus dem Büro und schließt die Tür.) Sie sind sicher gerade vom Chef des Generalstabs in unsere geheime Welt eingeweiht worden.

Hayes: Ich musste nicht nur erfahren, dass unsere Luftwaffe in interstellare Reisen verwickelt ist, sondern darüber hinaus auch, dass mein Vizepräsident darüber Bescheid wusste!

Kinsey: Ich unterlag einer besonderen Schweigepflicht.

Hayes: Seit wann?!

Kinsey: Seit etwa sechs Jahren.

Hayes: Das ist einfach unglaublich!

Kinsey: Mr. President, mir ist klar, dass Sie das ziemlich beunruhigt, aber Sie sollten auch wissen, dass das ganze Stargate-Programm schlecht gemanaged wird. Es ist dringend angezeigt, dass wir sofort etwas unternehmen.

Hayes: Was wollen Sie denn damit sagen?!

Kinsey: Ich habe verzweifelt versucht eine umfassende Kontrolle aufrecht zu erhalten, aber die Verantwortlichen vor Ort sind völlig inkompetent! Das Militär hat völlig versagt! Der gesamte Stab des Stargate Centers sollte daher umgehend abberufen werden. Hören Sie, ich habe bereits mehrfach dringende –

Hayes (unterbricht ihn): Entschuldigen Sie, Bob! Kriegen Sie sich wieder ein!

Kinsey: Mr. President, was glauben Sie wohl, weshalb ich schweigen musste? Das war das beste Mittel des Militärs um der vorangegangenen Administration einen Keil zwischen uns zu treiben, denn sie wussten, dass ich sie bekämpfen würde. Wir müssen das für die Zukunft ändern.

Hayes (sieht ihn vollkommen entgeistert an): Um Gottes Willen, Bob! Bedenken Sie die Bedeutung des Ganzen!

Kinsey: Um Gottes Willen ist sehr zutreffend.

Hayes: Ach kommen Sie, Bob. Wenn Sie wollen, dass ich Ihnen Ihr moralisches Entsetzen abkaufe, müssen Sie mir was Handfesteres liefern!

Kinsey sieht ihn nur an.


Szene: Weißes Haus, Oval Office, Abend

Hayes ist dabei sich einen der Berichte von SG-1 durchzulesen. Weitere Akten liegen noch auf dem Tisch vor ihm verteilt.

Hayes: Empfang außerirdischer Würdenträger, Äquisition außerirdischer Technologien, außerdem Zeitreisen in die Vergangenheit. Haben die wirklich ne Sonne in die Luft gejagt?

Francis ist bei ihm.

Francis: Soweit ich das verstanden habe, ja, allerdings.

Hayes: So was hinterlässt mächtig viel Eindruck, hm?

Francis: Das ist wahr, Sir. Die haben Bemerkenswertes geleistet.

Hayes: Sie klingen ja wie ein Fan, Francis.

Francis: Na ja, ich bin einfach stolz darauf, wie oft sie diese Welt gerettet haben.

Hayes (lacht leicht): Manche Leute glauben, diese Welt müsste nicht gerettet werden, wenn wir nicht die Finger im Spiel hätten.

Francis: Na schön, Sie können nicht leugnen was Realität ist. Der Feind würde sich nicht davon abhalten lassen zu kommen. Wir müssen vorbereitet sein. Und unabhängig davon, was irgendjemand sagt, die Leute im Stargate Center haben unter diesen Umständen größte Leistungen vollbracht.

Hayes (klappt die Akte zu): Sie trauen dem Vizepräsidenten nicht.

Francis: Er hat offensichtlich andere Vorstellungen.

Hayes: Ja, er wollte das Programm stoppen, als er im Finanzausschuss saß.

Francis: Ich bin davon überzeugt, dass der Vizepräsident auch weiß, dass es dafür zu spät ist. Vielleicht hat er es nicht vor sechs Jahren gewusst, aber heute bestimmt.

Hayes: Was wollen Sie damit sagen?

Francis: Er will das Tor ganz sicher nicht mehr abschalten. Er will es kontrollieren.


FLASHBLACK

Episode: Enthüllung (Disclosure)

Kinsey: Wir haben einen zivilen Aufklärungsdienst, der sich NID nennt. Seine Aufgabe ist es gewesen, ein Auge auf höchstgeheime Projekte – wie das Stargate Programm – zu werfen. Das sind absolute Profis. Deshalb schlage ich vor, dass wir an diese Organisation die Kontrolle über das Sternentor delegieren und das möglichst unverzüglich.

FLASHBACK ENDE


Francis: Es gibt nur einen Grund, warum er wollte, dass das NID die Kontrolle ausübt.

Hayes: Weil er wusste, dass er Vorsitzender des Ausschusses für die Nachrichtendienste wird.

Francis: Damit hätte der den NID kontrolliert und sogleich das Stargate-Programm. Die anderen Botschafter hatte er schon auf seiner Seite, nur eine beherzte Intervention konnte diesen Zugriff beenden.


FLASHBACK

Episode: Enthüllung (Disclosure)

Thor beamt sich in den Ausschuss. Bis auf Hammond sehen alle ziemlich geschockt aus.

Britischer Minister (nervös): Hello?

Thor: Guten Tag. Ich bin Thor, Oberkommandierender der Asgard-Flotte.

Kinsey (steht auf): Hoher Führer, ich bin…

Thor: Senator Kinsey. O’Neill hat vorgeschlagen, dass ich dich wegen deiner Vorgehensweise auf einen fernen Planeten schicke. Aber ich bin mir ziemlich sicher, sein Vorschlag war ein Scherz.

Kinsey: Ich bin mir sicher, das war er, Commander. (Er hebt seinen Finger und will weiterreden)

Thor (ahmt seine Geste nach und unterbricht ihn): Oberkommandierender. Es ist die Meinung des Hohen Rates der Asgard, dass das Stargate-Kommando in den fähigen Händen von General Hammond und seinem Team bleiben sollte. Und obwohl unsere fortgesetzte Freundschaft mit der Erde nicht davon abhängig ist, würden wir es bevorzugen.

Kinsey setzt sich ziemlich bedröppelt wieder hin.

FLASHBACK ENDE


Hayes: Ich möchte nur wissen, warum er so versessen darauf ist. Ich meine… mal abgesehen von seinem göttlichen Recht.

Francis: Ich weiß es nicht, Sir.

Hayes: Das wäre Grund genug, aber… ich habe das Gefühl, da hängt irgendwie noch mehr dran.

Francis: Ja, Sir.

Hayes: Die abtrünnigen Agenten des NID – angeblich hatte er für ihre Enttarnung gesorgt.

Francis: Es gibt keine Beweise dafür, dass Senator Kinsey in illegale Aktionen verwickelt ist.

Hayes: Trotzdem kriege ich langsam ein schlechtes Gefühl, was die Herkunft der Gelder für unseren Wahlkampf betrifft.

Francis: Mr. President.

Hayes: Habe ich gerade was gesagt?

Francis lächelt nur in sich hinein.


Szene: Kinseys Büro, Weißes Haus, nächster Tag

Der liebe Mr. Woolsey stattet dem Vizepräsidenten einen Besuch ab.

Kinsey: Ah, Mr. Woolsey, ich hoffe, mein Vertrauen in Sie war gerechtfertigt.

Woolsey: Sie haben mein Wort, Sir. Sobald ich die Beweise präsentiert habe, wird der Präsident keine Wahl haben, als Ihrem Rat zu folgen und die Stargate-Führung abzusetzen.

Kinsey sieht ihn zufrieden an.


Szene: Oval Office, Weißes Haus

Kinsey, Woolsey und Hayes sind bereits anwesend. Francis kommt herein.

Francis: Tut mir Leid, dass ich nicht sofort kommen konnte, Mr. President, aber ich war gerade in einer wichtigen Besprechung des Generalstabs.

Hayes: Francis, ich habe mir gedacht, dass Sie gerne dabei sein würden.

Francis (wirft Kinsey einen kurzen Blick zu): Danke, Sir. (Und setzt sich auf die Couch, gegenüber von Woolsey)

Kinsey: General, ich glaube, Sie kennen Richard Woolsey noch nicht. In den letzten paar Monaten hat er im Auftrag des NIDs sämtliche Stargate-Aktivitäten gründlich überprüft. Ich habe ihn gebeten uns seine Erkenntnisse mitzuteilen.

Francis: Wenn das eine Diskussion über diejenigen, die das Stargate Center leiten, sollte dann nicht auch George Hammond hier sein?

Woolsey: Bedauerlicher Weise ist General Hammond ein Teil des Problems.

Francis: George Hammond ist ein Hochdekorierter Offizier, seit dreißig Jahren aktiv in der US Air Force. Und es mag sein, dass das im NID nicht so viel zählt, aber das ist für manche in dieser Administration sehr wichtig.

Woolsey: Dies ist kein Prozess, General. Doch es würde mich nicht wundern, wenn es dazu kommen würde.

Hayes: Halten wir uns lieber an die Tatsachen. Wenn ich jemanden von seinen Aufgaben entbinden soll, dann will ich Beweise sehen.

Woolsey: Danke, Mr. President. (Er nimmt sich eine Akte) Der jüngste Zwischenfall liegt knapp einen Monat zurück. General Hammond hat eine Rettungsaktion angeordnet, obwohl Hinweise vorlagen, dass seine Leute in einen Hinterhalt geraten würden. Und tatsächlich wurde ein langjähriges, wichtiges Mitglied des Stargate-Kommandos getötet. Dr. Janet Fraiser.

(Siehe Folge Helden)

Francis: Seine Untergebenen in potentielle Kampfsituationen zu schicken ist die natürliche Folge eines militärischen Kommandos.

Woolsey: Schon möglich. Aber Hinweise auf eine Falle zu ignorieren ist im besten Falle dumm, im schlimmsten Falle kriminell. General Hammond steht zu seiner Verantwortung, sein Bericht liest sich wie ein Bekenntnis. (Er hält ihn Francis hin und schmeißt ihn auf den Tisch)

Francis: Das beweist nur, dass er den Mut hat zu seinen Fehlern zu stehen.

Woolsey: Leider führen Fehler in diesem Zusammenhang zur Gefährdung des ganzen Planeten. Ich habe Beweise zusammengetragen, die nicht nur General Hammond belasten, sondern ebenso das SG-1 Kommando.

Francis: Diese Menschen sind Helden!

Kinsey: Es geht weder darum die Leistung des Generals, noch die von SG-1 runterzuspielen. Ihre jeweiligen Leistungen sprechen für sich. Aber vorübergehender Erfolg kann fortgesetzte schlechte Führung nicht entschuldigen.

Woolsey: In den vergangenen sieben Jahren hat SG-1 immer wieder die militärischen Autoritäten missachtet. Mehrfach wurde die Nationale Sicherheit gefährdet und ein katastrophales Urteilsvermögen in der Ausübung ihrer Pflichten bewiesen.

Hayes: Sie würden gut in das Team von meinen Redenschreibern passen. (Woolsey sieht ihn zweifelnd an) Kommen Sie irgendwann auch mal zur Sache? So verrückt es sich anhört, wir sitzen hier und reden permanent über Leute, die gegen *Außerirdische* kämpfen, richtig? Könnten wir bitte etwas konkreter werden?!

Woolsey: Ja, Sir. (Er nimmt sich eine Akte) Beginnen wir mit Befehlsverweigerung. Vor etwa fünfeinhalb Jahren wurde das Tor abgeschaltet. Das Stargate Center hatte den Befehl bis zu einer vollständigen Klärung alle außerplanetaren Reisen einzustellen. SG-1 hat diesen Befehl einfach ignoriert.

Francis: Um eine Invasion feindlicher Kräfte abzuwehren.

Woolsey: Dennoch haben sie sich schuldig gemacht. Und es war bestimmt nicht der einzige Zwischenfall. (Er klappt die Akte zu.)


FLASHBLACK

Episode: Das Vermächtnis der Ataniker (Upgrades)

SG-1 mit ihren Armmanschetten setzen die Besatzung des Kontrollraums kurzzeitig außer Gefecht. Sam gibt Befehle in den Computer ein. Die Türen schließen sich, so dass niemand sie an ihrem Vorhaben hindern kann.

Carter: Gehen wir.

Die drei gehen schnellen Schrittes zum Torraum, wo sie auf Teal’c treffen.

Teal’c: O’Neill.

O’Neill: Nicht dieses Mal, Teal’c.

In weniger einer Sekunden sind die drei durch das Tor verschwunden. Und nieten auf der anderen Seite sämtliche Jaffa-Wachen um.

FLASHBACK ENDE


Francis: Sie haben ein Goa’uld-Mutterschiff ausgeschaltet, das die Erde angreifen wollte.

Woolsey: Sie haben das Stargate gegen den ausdrücklichen Befehl eines Vorgesetzten benutzt.

Francis: Dafür können Sie sie nicht verantwortlich machen. Lesen Sie den verdammten Missionsbericht. Sie standen unter dem Einfluss von außerirdischen.

Woolsey: Das ist wahr. Dazu kommen wir zur alarmierenden Häufigkeit mit der SG-1 Mitglieder unter außerirdischen Einfluss geraten.

Er knallt einen ganzen Stapel von Berichten auf den Tisch.

Woolsey: Major Samantha Carter (Er öffnet eine der Akten) Implantation eines Goa’uld Symbionten, dann vor zwei Jahren wurde ihr Körper Wirt für ein außerirdisches Virus.


FLASHBACK

Episode: Eine Falsche Wahl (Entity)

Sam/Entität steht im Korridor des SGC. Mit einem starren Blick auf Jack gerichtet, hebt sie ihre Arme und Blitze und Funken wandern von ihr in die Leitungen. Jack schießt ein zweites Mal mit der Zat und Sam bricht bewusstlos zusammen.

FLASHBACK ENDE


Woolsey klappt die Akte zu und öffnet eine neue.

Woolsey: Daniel Jackson. Wurde bei zahllosen Gelegenheiten außerirdischen Technologien ausgesetzt. Sein Körper war zeitweise Wirt für nicht weniger als zwölf außerirdische Persönlichkeiten. Am interessantesten ist allerdings, dass er gestorben ist und nach diesem Bericht „zu einem höheren Wesen aufgestiegen ist“.

Hayes und Francis tauschen einen Blick aus.


FLASHBACK

Episode: Die Entscheidung (Meridian)

Wir sehen Daniel, wie sein Körper zu leuchten beginnt und er als ein Lichtwesen aufsteigt.

FLASHBACK ENDE


Woolsey: Teal’c. (Neue Akte) Ein Alien. Früher einmal Soldat der Goa’uld. Hat eine umfassende Zugangsberechtigung zu unseren geheimsten Militäreinrichtungen.

Francis: Er hat sich dieses Vertrauen verdient.

Woolsey: Dieses Vertrauen hätte SG-1 teuer zu stehen kommen können, als er wieder zurückkehrte in die Ränge des Systemlords Apophis.


FLASHBACK

Episode: Todfeinde (Enemies)

Jack schließt Teal’c in eine freudige Umarmung.

O’Neill: Mein Freund.

Doch Teal’c entreißt ihm seine Waffe und richtet sie auf die drei. In diesem Moment kommen weitere Wachen um die Ecke.

O’Neill: Was ist hier los, Teal’c?

Apophis stellt sich neben Teal’c.

Apophis: Gut gemacht, Teal’c. Endlich hast du wieder deine Position als mein rechtmäßiger Primus.

FLASHBACK ENDE


Francis: Er ist einer feindlichen Gehirnwäsche unterzogen worden.

Woolsey: Ja. Wie alle Mitglieder seines Teams zeigte er starke Anfälligkeit auf außerirdische Beeinflussung. Und führt uns zu dem Teamführer Jack O’Neill. (Neue Akte) Ein halbes dutzend Mal durch außerirdische Seuchen infiziert, ebenso häufig war er das Ziel von außerterrestrischen Experimenten. Mehrmals wurde sein Bewusstsein manipuliert… ah… Der komplette Inhalt einer uralt außerirdischen Datenbank wurde in seinen Kopf überspielt.


FLASHBACK

Episode: Die fünfte Spezies (The Fifth Race)

Zu Beginn in dem fensterlosen, abgeschlossenen Raum. Als Jack durch das „Fenster“ schauen will, wird sein Kopf von zwei Greifarmen gepackt und er versucht verzweifelt sich daraus zu befreien. Lichter strömen auf ihn ein. Er hat große Schmerzen.

O’Neill: Gott!!!

Dann verschwinden die Arme und Jack fällt bewusstlos zu Boden. Die anderen rennen zu ihm.

Carter: Colonel!

Sie kniet sich neben ihm, um seinen Puls zu messen.

FLASHBACK ENDE


Woolsey:
Kurz nach diesem Zwischenfall zeigte der Colonel ein extrem merkwürdiges Verhalten. Er kommunizierte in einer außerirdischen Sprach und verfügte über übermenschlichen Intellekt. Wie sich rausstellte, war er einer Transformation ausgesetzt gewesen und sein Verstand spielte verrückt. Ohne das beherzte Eingreifen einer anderen außerirdischen Rasse, wäre er für immer verloren gewesen.

Hayes: Das diese Menschen nicht durchdrehen ist mir vollkommen rätselhaft. Ich habe größte Probleme diesen Geschichten zu folgen.

Woolsey: Genau darum geht es ja, Mr. President. Wie können wir ihnen nach allem, was sie durchgemacht haben, den Schutz unsere Planeten anvertrauen?

Hayes: Tja, offenbar lösen sie diese Aufgabe doch sehr gut.

Woolsey: Aber wer kann uns garantieren, dass sie frei von außerirdischen Einflüssen sind?

Francis: Sie werden regelmäßig von Medizinern untersucht und beurteilt.

Woolsey: Wir können nicht länger zulassen, dass das Pentagon darüber hinwegsieht. So oft wie die Mitglieder von SG-1 unkontrollierbar waren, wäre eine Überprüfung ihres Reisestatus erforderlich gewesen. Eine Versetzung auf weniger kritischen Positionen oder zumindest ein paar Tage Krankschreibung.

Hayes: Als ich das erste Mal davon erfuhr, konnte ich nicht glauben, was ich da gehört habe. Ich habe mir vorgestellt, selbst zu tun, was von diesen Menschen in den letzten sieben Jahren verlangt wurde und offen gestanden, glaube ich nicht, dass einer von uns wirklich nachvollziehen kann, was sie geleistet haben. Unabhängig davon wie viele Akten wir lesen.

Woolsey: Das spricht ebenfalls für eine Überprüfung. Wenn neue Protokolle und Verhaltenstandarte etabliert werden müssen, dann sollten wir jetzt damit anfangen.

Hayes nick nur leicht und Kinsey ist sich nicht sicher, was er bisher von dem Gespräch halten soll.

Hayes: Wie wär’s mit einer kleinen Unterbrechung?

Francis: Einverstanden, Sir.

Sie stehen alle auf, bis auf Kinsey. Hayes geht zu seinem Schreibtisch und Kinsey wartet so lange bis sie alleine sind, erst dann steht er auf. Er ist nicht erfreut.

Kinsey: Sie könne unmöglich auf deren Seite stehen!

Hayes: Ich kann das nicht so schnell verarbeiten, Bob.

Kinsey: Wir haben nicht allzu viel Zeit. Je länger diese Bande –

Hayes (unterbricht ihn): Beruhigen Sie sich. Ich kann bloß sagen, dass für mich die Beweislage noch immer nicht eindeutig ist. Ich will erst noch mehr hören.

Kinsey: Sie haben alles gehört, was Sie wissen sollten und Sie kennen Ihre Aufgabe.

Hayes: Ich bin hier, Bob, weil mich die Menschen dieses Landes gewählt haben, um ihr Land zu regieren. Nicht die ganze verdammte Galaxis. Und es ist mein Amt, Bob, nicht Ihres. Unabhängig davon, was Sie glauben dazu beigetragen zu haben. Und das sollten Sie auch möglichst nicht auch nur für eine Sekunde vergessen.

Kinsey: Ja, Mr. President.

Hayes: Und jetzt machen wir ne Pause.

Er lächelt und Kinsey dreht sich um und geht.


Szene: Oval Office, Weißes Haus, etwas später

Woolsey: Nach Überzeugung hoher Militärs ist das Stargate-Kommando noch immer unsere beste Verteidigungseinrichtung gegen mögliche außerirdische Bedrohung. Wenn das zutrifft, sollten wir sehr beunruhigt sein. Immer wieder haben General Hammond und das SG-1 Team erschreckende Fehleinschätzung gezeigt. Und damit sich selbst und den Stützpunkt und den Planeten in Gefahr gebracht. Die Entscheidung außerirdische Technologie durch das Sternentor auf die Erde zu bringen, hat immer wieder schwerste Krisen heraufbeschworen. Die meisten konnten innerhalb des Stargate Centers gelöst wurden. Allerdings ist letztes Jahr die Kontrolle über eine außerirdische Waffe verloren gegangen.


FLASHBACK

Episode: Die Unsichtbaren (Sight Unseen)

Vernon, der Tankstellenwart, legt etwas Geld in die Kasse, als er plötzlich ein außerirdisches Tier über den Tisch krabbeln sieht.

Woolsey (Voice over): Und hat unter der zivilen Bevölkerung Schaden angerichtet.

Venon: Ah! Verflucht!

Geschockt schreckt er zurück.


Jack, mit einem Headset auf dem Kopf, fährt in seinem Jeep.

O’Neill: Sir, offenbar hat ein Individuum, mit dem ich Kontakt hatte vor zu fliehen.

In diesem Moment kommt ihm ein roter Wagen entgegen, der unkontrollierte Schlangenlinien fährt, so, als ob er etwas ausweichen wollte.

Fahrer: Oh Gott!!!

Wir sehen, was er sieht. Ein außerirdisches Monster, was auf seiner Kühlerhaube sitzt.

FLASHBACK ENDE


Francis: Sie haben die Situation klären können. Keiner hat Schaden erlitten. Und die Zivilbevölkerung hat nichts davon mitbekommen.

Kinsey: Also, ich würde schon gerne erfahren, wie oft wir diesen Leuten noch hinterher räumen müssen.

Francis: Es ist ihre Aufgabe außerirdische Technologien zu finden. Und das beinhaltet nun einmal gewisse Risiken.

Woolsey: Wie groß dürfen diese Risiken sein? Erst vor wenigen Monaten erlaubte General Hammond verschiedene Tests mit einem vollkommen neuen Computervirus, der das gesamte Tornetwerk infiziert und abgeschaltet hat. Und damit waren wir schutzlos gegenüber von Angriffen von außen!

Francis: Dafür können Sie Hammond nicht verantwortlich machen. Eine Goa’uld-Modifikation des Virus hat das Problem verursacht.

Woolsey: Anders ausgedrückt: General Hammond hat damit den Goa’uld eine Waffe gegen uns geliefert.

Francis: Wie der Präsident gesagt hat, Sie können gar nicht ermessen, was diese Aufgabe von jemanden verlangt.

Woolsey: Vielleicht haben Sie Recht. Aber ich finde, dazu gehört schon ein gesunder Menschenverstand und die Bereitschaft in der Hitze einer Schlacht persönliche Gefühle zu vergessen.

Hayes (das hat seine Aufmerksamkeit erregt): Worauf spielen Sie jetzt an, Mr. Woolsey?

Woolsey: Auf einen Zwischenfall vor drei Jahren, als General Hammond entgegen aller Vernunft das etablierte Torraumprotokoll außer Kraft gesetzt hat.


FLASHBACK

Episode: Kettenreaktion (Chain Reaction)

Die Iris ist geöffnet und der Torraum steht unter Beschuss.

Hammond: Torraum evakuieren!

Die Soldaten verlassen den Torraum. Immer mehr Schüsse beschädigen die Wände und den gesamten Raum.

Hammond: Colonel O’Neill, wir stehen unter Feuer. Bericht!

Keine Antwort.

Hammond: Colonel O’Neill!

Keine Antwort.

Davis: Sir?

Hammond: Wir sollten ihnen mehr Zeit geben.

Gefolgt von weiteren Schüssen stolpern SG-1 durch das Tor. Die Iris schließt sich hinter ihnen.

FLASHBACK ENDE


Woolsey: General Hammonds Entscheidung auf SG-1 zu warten, war letzen Endes richtig, aber es fragt sich, ob er dieses Risiko eingehen durfte. Die Mitglieder von SG-1 zeigen sich ähnlich leichtsinnig. (Neue Akte) Und kein Wunder, nicht nur ein, sondern zwei Menschen, mit denen Dr. Jackson persönliche Beziehungen pflegte, wurden später Goa’uld-Wirte. Teal’cs Familie und seine Gefährten in den Rängen der feindlichen Jaffa machten ihn zu einem leichten Ziel für Goa’uld-Vergeltungen und Manipulationen. Und auch Colonel O’Neill und Major Carter haben immer wieder auf alarmierende Weise gezeigt, dass ihre Entscheidungsfindung beeinflusst wird durch persönliche Beziehungen.

Hayes: Sie haben ein Recht auf ihre Gefühle. (Woolsey holt Luft, um etwas zu erwidern) Es sei denn, Sie wollen damit andeuten, dass es, ähm… möglicherweise unangemessene Beziehungen sind.

Woolsey schüttelt den Kopf, aber Kinsey geht dazwischen.

Kinsey: Unangemessen, ja! Genau das hat er damit wohl gemeint! (Woolseys Blick zufolge hat er das genau nicht damit gemeint) Wenn man diese Berichte liest, kann man sich kaum des Verdachts verwähren, dass Colonel O’Neill und Major Carter wesentlich mehr verbindet, als einfach nur Freundschaft und Respekt.

Woolsey fühlt sich ganz und gar nicht wohl in welche Richtung das Gespräch geht.

Kinsey: Zum Beispiel gab es letztes Jahr einen Zwischenfall, in dem Colonel O’Neill vermisst wurde.

Woolsey: Nach dem Bericht, den ein anderer Wissenschaftler nach der Mission verfasst hat, kann man Major Carters Verhalten als exzentrisch verhalten.


FLASHBACK

Episode: Verlorenes Paradies (Paradise Lost)

Lee: Major, diese Technologie ist anders, als alles, was wir bisher kennen.

Carter: Ich weiß.

Lee: Wir haben keine Referenzen, keine Übertragungsmöglichkeiten.

Carter (abgespannt): Ich arbeite daran, Doktor. Das sollten Sie ebenfalls tun!

Lee: Natürlich.


Etwas später


Die Sachen werden zusammengepackt. Sam sieht es und ist alles andere als damit einverstanden.

Carter: Entschuldigen Sie mal. Wo ist Colonel O’Neill? Ich sehe Ihn nicht. Sie etwa? Haben Sie ihn gefunden, während ich weg war?! (Lee wendet sich von ihr ab) *Ich* sage, wann wir hier fertig sind!

FLASHBACK ENDE


Francis: Das nennen Sie einen Beweis? Das ist alles?

Kinsey: Ich glaube, da steckt noch mehr dahinter, als das, was in dem Bericht stand. Allerdings ist kaum zu erwarten, dass sie sich mit ihren eigenen Berichten belasten. Aber wir alle können zwischen den Zeilen lesen.

Francis sieht ihn mit einem „Haben Sie jetzt vollkommen den Verstand verloren“ Blick an und Hayes ist mehr als nur erschöpft.

Hayes: Na schön, ich habe genug gehört. Vielen Danke meine Herren. Vielen Dank, Mr. Woolsey.

Woolsey: Mr. President.

Sie stehen alle auf.


Szene: Kinseys Büro, Weißes Haus

Kinsey schenkt sich einen Scotch ein, als Sarah anklopft.

Sarah: Mr. Woolsey würde Sie gerne sprechen, Sir.

Kinsey: Nur reinkommen.

Woosely betritt das Büro.

Kinsey: Möchten Sie einen Drink?

Woolsey: Nein, danke.

Kinsey: Das war gute Arbeit, Richard.

Woolsey: Wirklich? Ich hatte eher das Gefühl, es ist nicht so gut gelaufen.

Kinsey: Ach, ich bitte Sie. Das spielt keine Rolle.

Woolsey: Nein?

Kinsey: Nein. Den Präsidenten werden wir überzeugen.

Woolsey: Diesen Eindruck hatte ich nicht, Mr. Vice President. Ich hatte eher das Gefühl, dass er dem Chef des Generalstabs zustimmt.

Kinsey: Aber nein. (Er lacht leicht) Verstehen Sie mich nicht falsch, das heute war eine Formalität. Ihr Job war selbstverständlich wichtig. Mit Rücksicht auf sein Amt muss der Präsident so tun, als würde er beide Seiten hören, um sich eine Meinung zu bilden. Aber… (Ein weiters aufgesetztes Lachen) irgendwann wird er die Dinge so sehen, wie ich.

Woosley: Und wenn nicht?

Kinsey (lacht): Es kann viel passieren.

Woosley: Was wollen Sie denn damit sagen?

Kinsey: Nur, dass Sie die richtige Seite gewählt haben. So oder so, ich verspreche Ihnen, diesen Kampf werde ich gewinnen.

Woosley ist geschockt. Er ist sich nicht mehr sicher, ob er wirklich die richtige Seite gewählt hat.


Szene: Oval Office, Weißes Haus

Hayes sitzt an seinem Schreibtisch und geht noch ein paar Berichte durch, als Francis hereinkommt.

Francis: Mr. President.

Hayes: General. Ich nehme an, Sie sind hier, um die Verteidigung zu übernehmen.

Francis: Ich will Sie nicht mit einer Gegendarstellung langweilen.

Hayes: Hören Sie, ich glaube gerne, dass General Hammond und das SG-1 Team unter schwierigen Umständen ihr Bestes leisten, aber es gibt für die Position des Vizepräsidenten einen politischen Aspekt, der durchaus Sinn ergibt.

Francis: Sir?

Hayes: Ne Menge Leute wissen vom Stargate Programm. Wir können es nicht ewig geheim halten. Und wenn es irgendwann rauskommt, werden wir um unser Leben kämpfen. Dann werden wir das Vertrauen der Öffentlichkeit brauchen.

Francis: Und Sie denken, wenn Sie jetzt das Stargate Center durchschütteln, zeigt das, dass Sie die Kontrolle haben?

Hayes: Sehen Sie das anders?

Francis: Ich denke, dass es noch Zeit hat, Sir. Aber war die nahe Zukunft angeht, möchte ich Ihnen erklären, womit wir es hier zutun haben. Und warum wir Hammond und SG-1 jetzt mehr brauchen, als je zuvor.

Hayes: Setzen Sie sich. Ich bin sehr gespannt.

Sie nehmen beide auf gegenüberstehenden Stühlen Platz.

Francis: Die Systemlords haben sich als mächtige Gegner der Erde erwiesen. Und trotz unserer offensichtlichen Unterlegenheit, ist es uns gelungen ihnen die Stirn zu bieten. Sie vielleicht hin und wieder vorzuführen. Wir waren gut und wir hatten Glück. Aber ich fürchte, das könnte sich ändern. Da ist ein neuer Goa’uld im Spiel.

Hayes: Ich nehme an, Sie beziehen sich auf diesen… wie heißt er noch mal? Anubis?

Francis: Er ist wesentlich mächtiger als alle seine Vorgänger. Vor etwa einem Jahr hatte er vor die Erde mit einem Asteroiden auszulöschen. Und dann unser eigenes Stargate als Waffe gegen uns einzusetzen. Wir sind ihm zweimal in die Quere gekommen. Seit dieser Zeit konzentriert er sich auf die anderen Systemlords und führt einen einjährigen Krieg gegen die Goa’uld.


FLASHBACK

Episode: Der Kreis schließt sich (Full Circle)

Anubis: Deine Zeit ist um.

Er betätigt die Halbkugel an seiner Seite und beginnt die umgebenen Goa’uld-Schiffe zu zerstören.

FLASHBACK ENDE


Hayes: Das ist doch gut für uns. Sollen Sie sich gegenseitig bekriegen.

Francis: Das Problem ist, wenn er sie besiegt hat – und das ist nur eine Frage der Zeit – wird er wieder auf uns losgehen. Und wenn er das tut, haben wir es mit einer ganz neuen Gefahr zutun.


FLASHBACK

Episode: Evolution 1

Der Supersoldat, der in einem eigentlich undurchdringbaren Energiefeld gefangen war, bricht aus und setzt seinen Weg fort. Die SG-Mitglieder beginnen zu schießen, aber die Kugeln prallen wie Watte an der Rüstung ab. Nichts kann ihn aufhalten.

O’Neill: Bombe zünden!

Die Bombe um den Soldaten explodiert und jedes Lebewesen hätte es in tausend Fetzen zerrissen, aber der Soldat scheint noch nicht einmal ein Kratzer abbekommen zu haben.

FLASHBACK ENDE


Hayes: Ein Supersoldat?

Francis: Und er hat nicht bloß einen, sondern eine ganze Armee.


FLASHBACK

Episode: Evolution 2

Auf dem Planeten von Anubis, sehen wir von seinem Balkon aus ein ganzes Herr von Soldaten.

Soldaten (verbeugen sich): Heil, Anubis! Heil, Anubis!

FLASHBACK ENDE


Hayes: Wenn das wahr ist, kann ich mir nicht vorstellen, wie SG-1 irgendetwas dagegen unternehmen will, wenn wir angegriffen werden.

Francis: Anubis unvorstellbar mächtig sein, aber er ist nicht unverletzbar. Es gibt einen Weg ihn zu besiegen.

Hayes: Wie soll das gehen?

Francis: Wir müssen die Verlorene Stadt finden.

Hayes: Sie müssen mir verzeihen, Francis, ich bin nicht auf dem Laufenden. Ich habe mich noch nicht durch den ganzen Aktenberg gewühlt.

Francis: Das Torsystem wurde von einer hoch entwickelten Rasse von Außerirdischen entwickelt, den Antikern. Sie sind vor Millionen von Jahren ausgestorben. Aber offenbar sind sie nicht vollständig verschwunden.


FLASHBACK

Episode: Harsesis’ Rettung (Maternal Instinct)

Aus dem toten Mönch wird ein Lichtwesen. Es steigt empor und alle sehen nur zu, wie es aus dem Kloster verschwindet.

FLASHBACK ENDE


Francis: Sie haben sich zu einer höheren Lebensform entwickelt.

Hayes: Und werden Sie uns helfen?

Francis: Nein, Sir.

Hayes: Aber wieso denn nicht?

Francis: Das ist unter ihrer Würde. Sie mischen sich in unsere Angelegenheiten nicht ein.

Hayes: Und worauf wollen Sie jetzt hinaus.

Francis: Letztes Jahr hat SG-1 eine unglaubliche Entdeckung auf dem Planeten Abydos gemacht.


FLASHBACK

Episode: Der Kreis schließt sich (Full Circle)

Daniel: Ihr werdet die Verlorene Stadt der Antiker finden.

O’Neill: Verlorene Stadt?

Daniel (zu Sam): Davon habt ihr ihm auch nichts gesagt?

Carter: Daniel hat eine Tafel entdeckt, die zu einer Verlorenen Stadt erzählt.

Daniel: Mit unseren mächtigen Antikerwaffen hätten wir einen großen Vorteil gegenüber Anubis.

O’Neill: Weißt du, wo die Stadt ist?

Daniel: Nein, aber ich helfe euch Sie zu finden.

FLASHBACK ENDE


Francis: Hammond und SG-1 stehen kurz davor die Verlorene Stadt zu entdecken. Die sollten ihre Arbeit beenden, Sir, damit sie diesen Planeten noch einmal retten.

Hayes (steht auf): Ich wünschte, es wäre so einfach.

Francis: Ich weiß nicht genau, was Sie meinen, Sir.

Hayes: Der Vizepräsident mag eine Nervensäge sein, aber ich kann ihn nicht so einfach übergehen.

Francis: Sie sind der Oberbefehlshaber. Es ist Ihre Entscheidung.

Hayes: Richtig. Aber wenn ich ihn dabei übergehe… vielleicht könnte ich ja sagen, dass ich noch nicht alle Umstände geprüft habe. Haben Sie mir irgendetwas verschwiegen?

Francis: Nein, Sir.

Hayes: Tja, dann muss ich sagen, Hammond und SG-1 haben außergewöhnliche Arbeit unter äußerst schwierigen Umständen geleistet. Aber dabei sind ihnen ein paar Fehler unterlaufen. Sie haben sich Feinde gemacht und ehrlich gesagt, weiß ich nicht, ob ich sie schützen kann.


Szene: Pentagon, Abend

Woolsey sitzt alleine in einem Zimmer in einem Sessel. Er wartet offensichtlich auf jemanden. Die Tür öffnet sich und Francis kommt herein.

Woosley: General.

Francis: Mr. Woolsey.

Woosley: Danke, dass Sie Zeit für mich haben.

Francis: Ich nehme an, der Vizepräsident weiß nichts von unserem Treffen?

Woosley: Nein. Und dabei würde ich es auch gerne belassen.

Francis: Was wollen Sie?

Woosley: Ich möchte Sie warnen. Ich glaube, der Vizepräsident hat sich mit Leuten eingelassen, die fähig sind… na ja, alles zu tun. Ich bin ziemlich sicher, die würden nicht einmal vor Mord zurückschrecken, um das zu bekommen, was sie wollen.

Francis: Ist Ihnen wirklich klar, was Sie da gerade gesagt haben?

Woosley: Ja, Sir. Hören Sie, unabhängig davon, was Sie von mir denken, ich halte mich für einen absolut loyalen Mann. Ich habe die Aufgabe beim NID übernommen, weil ich davon überzeugt bin, dass eine zivile Aufsicht höchst geheime Militäroperationen –

Francis (unterbricht ihn): Mr. Woosley…

Woosley: Ich habe keinerlei Beweise, Sir, aber ich fange an mich zu fragen, ob die, denen ich mich durch meinen Treueid verpflichtet fühle, wirklich so ehrenhaft sind, wie ich gehofft hatte.

Francis: Sie sind ein cleverer Mann, Mr. Woolsey. Sollte es tatsächlich Beweise geben, suchen Sie sie.

Francis geht und lässt ihn alleine zurück.


Szene: Hammonds Büro, SGC

Das Telefon klingelt und Hammond nimmt ab.

Hammond: Hammond. Er soll reinkommen.

Hammond legt auf und die Tür öffnet sich. Er ist nicht begeistert.

Woosley: General.

Hammond: Es muss wichtig sein, wenn Sie den weiten Weg hier her auf sich nehmen.

Woosley: Ich weiß, Sie haben keinen Grund mir zu trauen. Deswegen wollte ich auch persönlich herkommen.

Hammond: Setzen Sie sich.

Woosley nimmt Platz.

Woosley: Ich bin sehr stolz auf meine Arbeit, General. Mein Job verlangt penible Recherchen. Und darüber hinaus absolute Neutralität. Mein Ziel ist es Hinweise zu sammeln. Argumente zu finden, für diejenigen, denen ich ohne persönliche Absicht diene.

Hammond: Gut. Kommen Sie zur Sache.

Woosley: Ich stehe zu meiner Kritik an Ihnen und dem SG-1 Team, trotz allem, was ich Ihnen jetzt sage.

Hammond: Ich hoffe nur, Sie verlangen nicht meinen Respekt dafür.

Woosley: Bestimmt erinnern Sie sich noch an dem Mordversuch auf dem damaligen Senator Kinsey.


FLASBACK

Episode: Das Machtkartell (Smoke and Mirrors)

Wir sehen, wie ein Fadekreuz auf Kinsey gerichtet ist. Ein Finger legt sich um den Abzug und drückt ab. Getroffen geht der Senator in der Menge zu Boden.

Bodyguard: Der Senator ist getroffen worden! Der Senator ist getroffen worden!

FLASHBACK ENDE


Woolsey:
Der Prozess gegen die Hintermänner hat damals großes Aufsehen erregt.

Hammond: Sie wollen doch sicher auf irgendetwas Bestimmtes hinaus, oder?

Woolsey: Ich kann Ihnen nur sagen, dass ich der Überzeugung bin, dass diejenigen, die hinter den abtrünnigen NID-Agenten stecken, nicht komplett eliminiert wurden. Möglicherweise sind sie stärker als je zuvor. Und Vizepräsident Kinsey könnte immer noch Kontakt zu ihnen haben.

Hammond: Die haben versucht ihn umzubringen und er hat versucht sie vor Gericht zu stellen. Das erscheint mir nicht logisch.

Woosley: Also damals war Kinsey anscheinend ein erhebliches Risiko, aber nachdem das Attentat fehlgeschlagen war, gab es offenbar das Angebot Kinsey als Vizepräsidenten aufzustellen. Durchaus ein Motiv für eine Versöhnung.

Hammond: Ehrlich gesagt, überrascht mich nichts davon, Mr. Woosley.

Woosley: Ich hatte Mühe mir das einzugestehen. Und ich möchte unbedingt was dagegen tun.

Hammond: Und was?

Woosley: Zum Beispiel Beweise vorlegen, falls es sie geben sollte. Weil ich Kinsey Kontakte zu den Hintermännern der abtrünnigen NID Leute unterstelle.

Hammond: Wie kommen Sie darauf, dass solche Beweise existieren könnten?

Woosley: Sonst würde ich wohl kaum hier sitzen, oder?

Hammond: Wie bitte?

Woosley: Vor drei Jahren haben Sie das Stargate Center verlassen. Angeblich wollten Sie in den Ruhestand. Ich nehme an, Sie wurden erpresst.

Hammond: Und?

Woosley: Und dann kamen Sie zurück. Das hat für mich nie einen Sinn ergeben. Ich möchte wissen, wieso. Wie? Sie wissen etwas über Kinsey, was mir weiterhelfen könnte.


FLASHBACK

Episode: Kettenreaktion (Chain Reaction)

Während Jack eine Waffe auf Kinsey richtet, versucht Maybourne in den Computer des Senators einzudringen.

Maybourne: Das war’s. Wir sind drin. Ich kopiere jetzt. Kinseys Onlineaktivitäten stellen eine Verbindung zur NID Aktion während der letzten Jahre her. Unter anderem eine geheime Operation, die ich von Area 51 aufgestartet habe. Die Verwicklung mit den Russen und die Erpressung von Hammond.

O’Neill: Sie sind wirklich ein Prachtkerl, Kinsey. Sie versuchen das Stargate Center zu schließen, Sie machen diese Megasprüche, dass Sie Erkennungsdienste hassen und dann springen Sie mit dem NID ins Bett. Was soll das?

Maybourne: Ich bin fertig.

O’Neill (geht zu Maybourne): Her mit der Diskette.

Er nimmt die Diskette an sich.

Kinsey: Was wollen Sie jetzt tun? Den ganzen NID hochgehen lassen?

O’Neill: Nein. Ich schlage Ihnen einen Deal vor. Sie sorgen dafür, dass Hammond wieder zurückkehrt oder das hier geht an die Presse. (Er steckt die Diskette in seine Tasche)

FLASHBACK ENDE


Woosley: Sie haben gute Kontakte, General. Sie wissen genau, was hier läuft.

Hammond öffnet seine Schublade und holt einen Umschlag heraus. Er legt ihn vor Woosley auf den Tisch. Dieser öffnet den Umschlag.

Hammond: Das ist nicht die einzige Kopie.

Woosley holt die Diskette heraus.

Woosley: Warum haben Sie sie bisher noch niemanden gegeben?

Hammond: Ich wusste nicht, wem ich trauen sollte. Ich weiß es immer noch nicht.

Woosley steckt die Diskette ein, steht auf und geht.


Szene: Vorraumbüro, Weißes Haus

Das Telefon klingelt und die Sekretärin nimmt ab.

Sekretärin: Ja, Sir, sofort. (Zu Woosley, der neben ihrem Schreibtisch steht) Der Präsident erwartet Sie.

Woosley: Danke.

Woosley betritt das Oval Office. Es ist alles etwas abgedunkelt. Hayes sitzt an seinem Schreibtisch.

Woosley: Danke, dass Sie Zeit für mich haben, Mr. President.

Hayes: Wollen Sie Ihrem Bericht noch irgendetwas hinzufügen, Mr. Woolsey?

Woolsey: Ja, Sir. (Hayes lehnt sich in seinen Stuhl zurück und Woosley versucht die richtigen Worte zu finden) Ich bin sicher, Sie wissen, dass der NID nicht unbedingt eine reine Weste hat. (Hayes nickt) Seit mehreren Jahren operiert eine Truppe abtrünniger Agenten im NID. Sie stehen im Dienst bedeutender internationaler Geschäftsleute, die außerirdische Technologie für den eigenen Profit aquerieren.

Hayes: Das hofft man jedenfalls.

Woolsey: Mr. President?

Hayes: Ich kenne diese Behauptungen, Mr. Woolsey. Und man kann wirklich hoffen, dass es diesen Verrätern nur um Geld geht und sie kein anderes Motiv haben. Allerdings bezweifle ich, dass die Person, die hinter all dem steckt, so kurzsichtig ist – wenn man sich vorstellt, welche Informationen sie besitzt. Angesichts der neuen Realität, die das Stargate präsentiert, gibt es auch über die rein finanzielle Gier hinausgehende Bestrebungen, die viel schlimmer sein könnten.

Woosley: Ich stimme Ihnen zu.

Hayes: Wollten Sie mir sagen, dass der Vizepräsident immer noch mit denen im Bund steht?

Woosley: Wenn diese Männer wirklich so mächtig sind, wie wir denken, stellt sich auf jeden Fall die Frage: Was der Vizepräsident ihnen angeboten haben könnte als Gegenleistung für den Preis auf seinen Kopf.

Hayes: Offensichtlich die volle Kontrolle über das Stargate-Programm, was vom Weißen Haus finanziert wird.

Woolsey: Der Vizepräsident hat Ihren Wahlkampf maßgeblich unterstützt. Ich hoffe nur, dass der Preis nicht allzu hoch war.

Er legt ihm die Diskette auf den Tisch. Er dreht sich um und geht, aber bevor er den Raum verlässt, dreht er sich noch einmal um.

Woosley: Ich hoffe auch, dass die Geschichte eines Tages zeigen wird, dass ich nur das Richtige tun wollte.

Hayes: Wessen Version der Geschichte, Mr. Woolsey?

Er nickt nur und verlässt dann endgültig das Büro. Hayes sieht nur auf die Diskette vor sich.

ENDE

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