7.17 Helden - Teil 1
Heroes - Part 1

_______________________________________
Daniel: Dieser Bregman hat doch tatsächlich den Nerv zu sagen, das Fotomaterial, welches er von mir hat, wäre langweilig! Gut, ich sage dir, was mich wirklich nervt, der Kerl ist doch nur hier, weil der Präsident weiß, dass seine Amtszeit ausläuft, richtig? Er will aber nicht schlecht aussehen, wenn das Stargate Programm jemals publik wird. Hier geht es gar nicht um die Wahrheit, sondern um Profilneurose.
_______________________________________

Szene: Kontrollraum, SGC

Wir sehen durch eine Kameraperspektive (das Bild wackelt leicht), wie jemand das Gate filmt, wo ein Mann auf der Leiter steht und irgendwas am Tor repariert oder bearbeitet.

Bregman: Und haben Sie alles drauf?

James (zoomt weg): Ja, nehme ich schon an.

Bregman: Wie wäre es, wenn Sie anstatt ran zu zoomen ein Stückchen zurückgehen und alles im Kontext zeigen?

Jetzt sehen wir Bregman und James, der die Kamera auf seiner Schulter trägt. Bregman führt ihn ein paar Schritte zurück.

James: Okay.

Bregman: Gut so, noch ein Stück zurück…

James: Das ist cool.

Bregman: Ja, echt beeindruckend.

In diesem Moment kommt ein US Offizier zu ihnen.

Rondel: Ja, allerdings.

Überrascht dreht sich Bregman zu ihm um.

Rondel (streckt seine Hand aus): Mr. Bregman?

Bregman: Ja.

Rondel: Colonel Tom Rondel, Cheyenne Mountain, Abteilung für Öffentlichkeitsarbeiten.

Bregman: Ah… das soll ich mir alles merken? Nennen Sie mich Emmett

Rondel: Ja, Sir.

Bregman: Okay, das hier ist meine Truppe.

James: Tech Sergeant Dale James, Sir.

Bregman (redet dazwischen): … Kamera….

Wickenhouse: Airman First Class Shep Wickenhouse, Sir.

Bregman: … Shep macht den Ton…

Rondel: Tja, freut mich Sie kennen zu lernen, aber was tun Sie hier?

Bregman (zieht überrascht seine Augenbrauen hoch und sieht kurz zu James): Wir…ähm, wir filmen ein paar Grundeinstellungen. Davon bekommen wir hoffentlich noch mehr, während wir warten. (Zu James, er zeigt auf Rondel) Wir können auch mit ihm anfangen.

James setzt die Kamera wieder zurück auf seine Schulter und will mit dem Filmen beginnen.

Bregman: Was halten Sie davon, Colonel?

Offensichtlich nicht sehr viel.

Rondel: Tut mir Leid, aber damit dürfen Sie erst anfangen nach Einweisung durch General Hammond.

Bregman: Ich wurde bereits eingewiesen… Tom, nicht wahr? … vom Verteidigungsministerium. Wo ist das Problem? Ich habe die Freigabe hier zu drehen. (Zu seinen Männern) Vielleicht habt ihr noch keine Freigabe. Seid ihr überprüft worden? (Lacht leicht und wendet sich wieder an Rondel) Entschuldigung, wo ist das Problem?

Rondel (ziemlich unbeeindruckt): General Hammond erwartet Sie bereits.

Bregman: Alles klar…

Rondel verlässt den Kontrollraum und Bregman folgt ihm.

James dreht sich zu Shep um.

Wickenhouse: Wird sicher lustig.

James: Oh ja…


Szene: Hammonds Büro, SGC

Rondel betritt zusammen mit Bregman das Büro.

Rondel: General Hammond, Sir, das ist Mr. Bregman.

Bregman streckt mit einem Lächeln seine Hand aus.

Bregman: Ich bin aufgeregt, dass ich hier sein darf, Sir.

Hammond ignoriert die Hand und Bregman zieht sie wieder zurück.

Hammond: Sie werden bald feststellen, dass nicht alle so versessen auf dieses Projekt sind, wie Sie, Mr. Bregman.

Bregman: Versessen? Ähm, tja… na ja, ich bin, ähm… persönlich und beruflich aufgeregt. Na ja, ich sagte 'aufgeregt, dass ich hier sein darf’. General, ich war nicht mehr so versessen auf etwas seit… ach, vergessen Sie’s.

Hammond: Nein.

Bregman: Nein…

Hammond: Ich möchte gerne etwas klarstellen, einverstanden?

Bregman: Natürlich.

Hammond: Ihre Anwesenheit ist absolut unnötig und ich werde dadurch weder die Sicherheit der anstehenden Missionen, noch die Sicherheit meiner Leute gefährden.

Bregman: Also, ich wurde bereits dreimal durchsucht. (Er öffnet leicht sein Jacket) Sie können es auch gerne zum vierten Mal tun. Von mir aus auch Sie persönlich, damit wir uns besser kennen lernen, General. (Hammond ist gar nicht begeistert) Tut mir Leid…

Hammond: Ich sehe es als meine Pflicht an die Interessen meiner Leute zu schützen und um ganz offen zu sein, es wäre sicher angebracht Sie zu warnen, dass niemand hier bei Ihrer kleinen 'Reality Show’ mitmachen möchte.

Bregman: Ah ha… ich verstehe. Wissen Sie, General, ich nehme an, es dürfte Ihnen bekannt sein, dass es auch Filmkameras an den Stränden der Normandie gegeben hat. Jahrzehnte bevor unsere Sendung ihr Debüt auf CBS hatte und ich persönlich halte es für ein schlimmes Versäumnis, dass das Stargate Programm bisher nicht filmisch aufgearbeitet wurde.

Hammond: Vor allem deshalb, weil es höchst geheim ist. Nur eine handvoll Leute werden das sehen können, was Sie hier drehen.

Bregman: Bisher, General, bisher. Irgendwann ist es unvermeidlich, dass dieses Programm dem amerikanischen Volk zur Kenntnis gebracht wird. Ich bin so ehrgeizig zu hoffen, dass der Film, den wir hier machen auf seine Weise einen Eindruck vermittelt über das, was hier in den letzten sechs Jahren gelaufen ist.

Hammond (mit einem heraufordernden Lächeln): Was ist denn hier gelaufen, hm?

Beide beginnen leicht zu lachen und Bregman zeigt auf ihn.

Bregman: Wissen Sie was, General? Ich respektiere, was Sie tun, ich respektiere sogar, dass Sie mich ungern hier sehen, aber… der Präsident der Vereinigten Staaten hat mich gebeten das hier zu tun.

Hammond: Sehen Sie das rote Telefon? Ohne seinen Befehl wären Sie nicht hier.

Bregman: Tja, dann kann ich ja hoffentlich von Ihnen und Ihrem Stab volle Kooperation erwarten.

Hammond (zeigt auf eine Akte vor sich): Soweit es dieser Befehl verlangt.

Bregman: Soweit es da drin steht. Ich verstehe, danke.

Hammond: Sie müssen höchsten Erwartungen gerecht werden.

Ohne zu antworten geht Bregman.

Rondel: General.

Er folgt ihm und mit einem schweren Seufzen schaut Hammond auf die Akte vor sich, wo der Befehl schwarz auf weiß steht.


INTRO


Szene: Korridor, SGC

Rondel befindet sich mit Bregman und seinem Team auf einen der Korridore. Wir sehen, wie ein außerirdisches Gerät von einem ein paar Wissenschaftler durch den Gang geschoben wird. Es herrscht reges treiben auf den Gängen und Rondel und Bregman scheinen eine kleine Auseinandersetzung zu haben.

Rondel: Vielleicht kommt es mir nur so vor, aber es hat sich gezeigt, dass die besten Dokumentationen…

Bregman hört ihm gar nicht richtig zu, sondern läuft wie ein aufgescheuchtes Huhn hin und her und deutet auf das runde Gerät.

Bregman: Was ist das…?

Rondel: ….durch das Cinema Varieté…. Das Thema erzählt sich selbst….

Bregman (unterbricht ihn): Ich sag Ihnen was, Tom. Ich finde, das ist sicher ein hoch interessanter Gesichtspunkt, allerdings auch ziemlicher Müll, vor allem in so einer Situation. Also, wenn diese Story sich selbst verkaufen sollte, wissen Sie was, dann gäbe es die aktuellen 'Stargate News’ in den Nachrichten. Aber Sie haben ganz Recht, Sie haben ganz Recht… In Hinblick darauf, dass wir ganz vorsichtig da ran gehen müssen, damit sich die Leute wohl fühlen und uns vertrauen, aber ehrlich gesagt, dann wären wir wahrscheinlich ein Jahr hier. Diese Soldaten hier tun nichts anderes als Dinge zu verheimlichen.

Rondel: Tut mir Leid, Sir, wir sind hier bei der US Air Force.

Bregman: Ihre Leute sind Profis der Geheimhaltung und es gibt nur eine Möglichkeit aus diesen Menschen was herauszuholen….(Er zeigt auf ein paar Wissenschaftler)… Sehen Sie sich das an. Das ist… mit, mit…wie machen Sie das? Cinema Varieté? Hier kommt man nur weiter mit… wir müssen es aus den Leuten herausquetschen. Das ist das einzige.

Rondel: Hören Sie, Mr. Bregman, was mich betrifft, sind Sie nur hier, um das zu dokumentieren, was Sie sehen sollen und nicht zu verfolgen, was sich irgendwie nachteilig für die Air Force auswirken kann.

Bregman (während Rondel sich aufregt): Ja, natürlich… ich kenne mich da aus…ja, natürlich, natürlich. (Er fasst Rondel an die Schultern) Nennen Sie mich doch einfach Emmett, okay?

Rondel: Wenn jemand freiwillig zu einem Interview bereit ist…

Bregman (unterbricht ihn schon wieder als er auf eine Person zeigt, die auf sie zukommt): Ist das für den ich ihn halte?

Rondel: Das ist Colonel O’Neill.

Bregman: Colonel O’Neill… Hi…

Jack ist nicht begeistert und verlangsamt seinen Schritt nicht, als er in Richtung Fahrstuhl geht und Bregman wie eine Klette an ihm hängt.

O’Neill: Ich stehe mehr auf Vanille als auf Schokolade, meine Lieblingsfarbe ist pink rosé, ich finde Tibet sollte frei sein und wenn ich mit jemanden auf der Welt zu Abend essen könnte, wäre es Mary Steenburgen.

Er betritt den Fahrstuhl und drückt den Knopf.

Bregman: Ich will doch nur… Mary Steenburgen?

O’Neill: Ja… ich finde die echt klasse!

Die Türen beginnen sich zu schließen, aber Emmett hält sie auf.

Bregman: Nein, nein, halt, halt… ich, ich wollte nur eine Minute mit Ihnen…

O’Neill: Hören Sie, im Moment habe ich wirklich keine Zeit. Ich muss zu einer Besprechung.

Bregman: Ja, natürlich, das verstehe ich doch…

O’Neill: …. Das ist nicht unwichtig…(Er hustet einmal in seine Hand)

Bregman: Ich bin Emmett Bregman… (Jack streckt ihm seine Hand entgegen, in die er grade reingehustet hat, doch Emmett zieht seine schnell zurück) Oh… (Beginnt leicht zu lachen) Tja, hören Sie, ich kann kein vollständiges Bild vom Stargate Programm abliefern ohne Sie, Colonel. Also, wann wäre ein guter Zeitpunkt?

O’Neill: Ich bin immer verfügbar… nur, ähm, schicken Sie mir ein Memo.

Jack schiebt ihn von der Tür weg.

Bregman: Ah… ein Memo… (Jack grinst ihn an, als sich die Türen schließen. Dann leiser zu sich selbst) Ein Memo…

Rondel (ein wenig schadenfroh?): Er fängt wirklich an Ihnen zu vertrauen.

Emmett will noch was sagen, aber Rondel macht kehrt und lässt ihn stehen.


Szene: Kontrollraum, SGC

Das Kamerateam hat alle aufgebaut und Sam wird grade verkabelt. Ihr scheint das alles sehr unangenehm zu sein, dass so an ihr herumgezupft wird.

Bregman: Machen Sie sich keine Gedanken, dass sieht nur unprofessionell aus.

Sam lacht leicht.

Bregman: Wissen Sie, Major, General Hammond hat mich gewarnt, dass Ihre Leute wenig begeistert wären über das hier.

Carter: Wir haben letztes Jahr schlechte Erfahrung mit einem Fernsehteam gemacht.

Bregman: Der Prometheus Zwischenfall. Ich weiß, dass die Air Force aus diesem Grund auf ein eigenes Team bestanden hat…

Carter (lächelnd): Sie, Sie werden noch feststellen, dass die Leute hier wenig Lust verspüren sich zu Helden stilisieren zu lassen.

Bregman: Mm hm.

Carter: Ich meine, wir machen hier nur unseren Job.

Bregman: Nur Ihren Job? Tja, dann ist es wohl mein Job Sie idealisieren, denn dieser Job ist für mich sehr ungewöhnlich. Nach allem, was ich aus Ihrer Akte kenne, kann man dasselbe auch über Sie persönlich sagen. (Er schlägt ihre Akte auf und Sam ist nicht minder überrascht. Sie beginnt verlegen zu lachen)

Carter: Sehen Sie, jetzt werde ich direkt rot.

Bregman: Das ist wahr. (Er schlägt die Akte zu) Dann sollten wir anfangen, das kommt nämlich gut. Alles klar? Fangen wir an, Leute.

Er setzt sich auf einen Stuhl etwas abseits, so dass Sam im Mittelpunkt steht.

Bregman: Sind Sie soweit?

Sam setzt sich ebenfalls auf einen Stuhl und das künstliche Licht wird eingeschaltet.

Carter (räuspert sich kurz): Ähm… nein…

Bregman beginnt zu lachen und Sam fühlt sich offensichtlich nicht wohl in ihrer Haut. James kommt mit einem Messgerät in das Licht.

Bregman: Was soll das? Wir brauchen keinen Lichtmesser. Die Frau strahlt doch. Legen wir los.

James: Kamera läuft.

Bregman: Ton?

Wickenhouse: Läuft.

Bregman: Okay. (Er nickt Sam zu, die sehr angespannt zu sein scheint) Major Samantha Carter, US Air Force, Astrophysikerin, gilt als führende Expertin des Stargate Programms. Sie haben Regionen erkundet, die niemand auf der Erde – in der Geschichte der Erde – je gesehen hat. Und Sie haben gegen Feinde gekämpft, die sich niemand auf der Erde wirklich vorstellen kann. (Sam nickt) Major Samantha Carter, darf ich vorstellen? Die sechseinhalb Milliarden Menschen des Planeten Erde. (Er zeigt auf die Kamera.)

Carter (sieht von Bergman zu der Kamera und lächelt dann nervös): Hi….


Szene: Korridor, SGC

Bregman hat sich jetzt an Daniel gehängt, der auf den Weg in sein kleines Museum ist.

Bregman: Ich bin sicher, ich habe diese Frage noch nie in meinem Leben bisher gestellt, aber was war das für ein Gefühl… na ja, tot zu sein?

Daniel: Tja, ich war nicht direkt tot…

Bregman: Oh, Sie waren… wie war der Begriff noch mal? Transformiert?

Daniel: Transzendiert.

Bregman: Transzendiert.

Daniel: Ähm, ja, eigentlich musste ich zuerst die, die unangenehme Erfahrung machen zu sterben. Langsam und ziemlich schmerzhaft, wie ich hinzufügen möchte.

Bregman: Also, in Ihrer Missionsakte steht, Ihr menschlicher – und ich zitiere: 'Ihr menschlicher Körper nahm die Form von Energie an, ein helles, weißes Licht strahlte über dem Krankenhausbett.’ Ist es…?

Daniel (schaut nach unten während sie gehen und nickt mit dem Kopf): Ja.

Bregman:… zutreffend? (Sie bleiben stehen) Dr. Jackson, könnten Sie das genauer… ausführen? Ich meine, was, was war das für ein Gefühl?

In diesem Moment macht sich Daniels Pager bemerkbar.

Daniel (während er danach sucht): Das kann ich gar nicht sagen. Ich erinnere mich nicht mehr an allzu viel von… (Er schaut auf seinen Pieper) …dem, was danach geschah. (Schaut von seinem Pieper auf) Würden Sie mich bitte entschuldigen?

Er beginnt davon laufen.

Bregman: Ja, natürlich…. (In die Kamera) Folgt ihm…

Sie rennen den Gang hinunter.

Bregman: Kommt schon… Kommt! Bewegung! Beeilung! Beeilung!

Eine kleine Verfolgungsjagd. Schön gemacht.

Alarmiert stürmt Emmett in Daniels Büro.

Bregman: Dr. Jackson! (Rennt zu ihm, der am Faxgerät steht) Was… was ist das? Was ist das?

Daniel: Na ja, ähm, ein Inschriftenfragment, was ich gefunden habe…

Bregman: Etwas langsamer bitte. Ein was?

Daniel: Ein Inschriftenfragment, das ich auf P3X-298 gefunden habe. Sein Alter entspricht der predynastischen Periode Ägyptens.

Bregman: Und was, ähm… (zu James) Kriegen wir eine Nahaufnahme?

Das Fax wird herangezoomt.

Bregman: Was ist eh die… worin liegt die Bedeutung dieses Schreibens?

Daniel: Es ist faszinierend!

Bregman (sieht ihn einen Moment ratlos an; in die Kamera): Okay, wir brauchen das nicht mehr, das war’s. (Zu Daniel) Äh, das ist alles? Es ist faszinierend? W-Warum, warum sind Sie gerannt?

Daniel (wedelt mit seiner Hand in der Luft herum): Oh, ich… äh… ich wollte nur sehen, ob Sie mich verfolgen. (Er schaut kurz mit einem Lächeln in die Kamera und widmet sich dann wieder seinem Fax)

Bregman: Okay, Kamera aus, abschalten. Weg mit dem verdammten Mikrofon. Stell es ab!

Die Kamera wird ausgeschaltet.


Szene: Labor, SGC

Jetzt sind wir in einem Versuchslabor, wo Waffen und Schutzbekleidung getestet wird. Wir sehen, wie SIler an etwas herumschweißt und Lee kommt zu ihm, der einen Helm in seiner Hand hält. Das Team ist fleißig am filmen.

Lee (klopft auf den Helm): Kevlar. Natürlich nicht stabil genug für den Strahl einer Stabwaffe…(legt den Helm zur Seite) und die ganze Panzerung bei den Schusssicherenwesten wird durch das flüssige Plasma überhitzt, also wäre zwar ein Eindringen damit verhindert, allerdings würde der Träger im Prinzip in einem maßgeschneiderten Mikrowellenherd festsitzen und… das ist keine gute Idee. Auf jeden Fall haben wir etwas anderes entwickelt, das hier. (Er nimmt eine schwarze, biegsame Platte) Ein keramisches Polymer, das der Hitze widersteht, undurchdringbar ist und in eine ganz normale SG-Schutzweste passt.

Er schiebt die Platte in eine Weste.

Lee: Das wird Sergeant Siler uns jetzt mal demonstrieren.

Siler hat sich mit voller Montur angekleidet, während Teal’c eine Stabwaffe an sich nimmt.

Bregman: Entschuldigung, wäre es nicht eine bessere Idee, wenn… (Er sieht, dass es gefilmt wird) Nein, nein, nicht mich filmen! (Die Kamera schwenkt zu Siler, der sich vor eine Schutzwand gestellt hat; aus dem Hintergrund hören wir Emmett) Glauben Sie nicht, dass es interessanter wäre… na ja, wenn ich die Weste tragen…

Lee: Nein, nein, nein, nein, nein.

Bregman: Warum? Ist sie nicht sicher?

Lee: Sie ist vollkommen sicher. Wir haben sie natürlich getestet und…

Siler setzt sich die Brille auf, während Lee Bregman noch ein Stück nach hinten zieht und Teal’c sich zum schießen bereit macht.

Siler: Bitte nicht ins Gesicht, mein Großer.

Ohne Vorwarnung schießt Teal’c und Siler wird nach hinten gegen die Wand geschleudert. Die Weste beginnt zu brennen und ein Soldat steht schon mit dem Feuerlöscher bereit.

Siler: Alles bestens… mir geht’s gut…

Emmett starrt ungläubig auf den Boden liegenden Siler.

Lee: Sehen Sie… ähm, ja, sehen Sie, er hat das schon oft gemacht.


Szene: Kontrollraum, SGC

Sam ist in ihrem Element. Sie versucht dem Kamerateam und Emmett die Funktionsweisen der einzelnen Gerätschaften und des Tors zu erklären.

Carter: Der Kontrollraum ist so etwas wie der Tower für die Missionstätigkeit der Basis. Wir überwachen von hier aus alle Toraktivitäten.

Bregman: Und was sind das alles für blinkende Lämpchen? Zum Beispiel die… da drüben?

Die Kamera schwenkt nach links zu den großen Computern an der Wand.

Carter: Ähm, diese speziellen Apparate überwachen den massiven Energieverbrauch, der nötig ist, um ein rausgehendes Wurmloch zu generieren. Interessant ist, dass wir vor kurzem rausgefunden haben, dass unser Tor in der Tat zehn Prozent mehr Energie benötigt als andere Tore. Selbstverständlich versuchen wir herauszufinden, was die Ursache dafür ist. Es könnte etwas damit zutun haben, wie die Superleitenden Kristalle des Tores elektrische Energie absorbieren. Aber es ist auch ein Beweis dafür, dass die DHDs möglicherweise eine etwas effizientere Art von Energie benötigen.

Sie lächelt und spielt mit ihren Fingern, während Emmett und sein Team nur dasitzen und sie einfach nur anstarren. Sie haben nur Bahnhof verstanden.

Bregman (nach einer Weile): Können wir sehen, wie das Tor arbeitet?

Carter (erkennt, dass sie es nicht verstanden haben): Natürlich. Das ist wirklich toll. Bisher war noch jeder beeindruckt davon.

Bregman: Fantastisch.

Davis kommt zu Sam.

Davis: Major.

Er flüstert ihr etwas zu und sie nickt.

Carter (zu Bregman): Das geht leider nicht. Ein SG-Team wird gleich zu einer Mission starten.

Bregman: Aber… das ist… toll! Wir könnten das doch gleich filmen.

Carter: Leider nein. Sie werden jetzt den Raum verlassen.

Bregman: Darf ich eine Frage stellen? Würden Sie… (zu seinem Team) Entschuldigt, ihr könnt mit den Aufnahmen aufhören.

Die Kamera schaltet sich aus.


Szene: Planet

SG-13 kommt durch das Tor. Es ist wie immer ein ziemlich grüner Planet, mit Gras und vielen Bäumen. Hinter ihnen schließt sich das Tor.

Dixon: Okay, Balinsky, wo geht’s lang?

Balinsky (schaut auf einen Kompass): In die Richtung.

Dixon: Ich geh voraus. Wells, Bosworth, Sie sorgen für Rückendeckung. Fünf Meter Abstand. Augen offen halten.

Balinsky: Das MALP zeigt keine Goa’uld-Aktivitäten auf diesem Planeten.

Dixon: Irgendwie sieht das hier ziemlich tot aus.

Balinsky (holt einen Block heraus): Wollen wir wie üblich wetten, Sir?

Dixon: Na klar. Wells?

Wells: Verlassene Naquadah-Mine.

Dixon: Fantasielos, aber könnte gut sein. Bosworth?

Bosworth: Ich sage, dass hier Bäume stehen, Sir.

Dixon: Bosworth wird wegen dummer Sprüche disqualifiziert. Ich setze auf zweiköpfige Außerirdische.

Wells: Feindlich oder freundlich, Sir?

Dixon (lacht leicht): Ein Kopf gut, ein Kopf böse. Balinsky?

Balinsky: Die Ruinen einer Antikerstadt.

Dixon: Ja, hätten Sie wohl gern.

Die vier machen sich auf den Weg.


Szene: Planet, etwas später

SG-13 marschiert noch immer durch das Grüne.

Dixon: Oh Mann, die ganze Nacht Geschrei, gezieltes Erbrechen, stinkende Windeln… Sie haben keine Vorstellung. Glauben Sie mir, die sind nur deswegen so verdammt süß, damit man sie nicht im Schlaf erstickt.

Wells: Sir, Sie haben vier Kinder.

Dixon: Was glauben Sie wohl, warum ich meinen Job so gerne mache? Verstehen Sie mich nicht falsch, ich liebe diese kleinen Scheißer wie verrückt, aber mal im Ernst, wenn man vier Kinder hat, dann ist der Gang durch das Stargate und der Kampf gegen die Bösen der Galaxis nichts aufregendes. Das ist reinste Erholung.

Wells: Und warum haben Sie dann vier?

Dixon: Na ja, eins ist schlimm genug, aber dann denkt man sich, man müsste zwei haben, damit der kleine Kerl einen Bruder oder ne Schwester hat. Dann hat man zwei Jungs und die Frau will ein Mädchen und du denkst: 'Hey, drei können nicht schlimmer sein als zwei, oder?’ Aber dir ist nicht klar, dass du bereits einen Hirnschaden hast, wegen des dauernden Schlafmangels. Nach dreien ist das vierte nichts Besonderes. Du steckst so tief drin, dass es keine Rolle mehr spielt, es ist das Chaos. Du versuchst nur noch jeden Tag zu überstehen und irgendwann brauchst du alle Energie, die du noch besitzt, um sie ins Bett zu bringen. Und dann liegst du wach und betest, dass sie nicht Drogenabhängig werden, sich verletzten oder schlimmeres und irgendwann tot in der Gosse gefunden werden.

Wells: Ich kann’s kaum erwarten, Sir.

Dixon: Ah, das Wunder der Geburt. Oh Mann, ich sage Ihnen was ein Wunder ist: Verhütung, die funktioniert.

Sie gelangen auf eine Lichtung.

Dixon: Das glaub ich einfach nicht!

Vor ihnen breiten sich Ruinen der Antiker aus!

Balinsky: Ich habe gewonnen!


Szene: Kontrollraum, SGC

Jack nimmt einen Schluck von seinem Kaffee, als Sam zu ihm kommt.

Carter: Sir, wurden Sie auch schon interviewt?

O’Neill: Ja.

Carter: Mary Steenburgen?

O’Neill: Sie ist so heiß.

Sam lacht und gemeinsam machen sie sich auf den Weg den Kontrollraum zu verlassen.

O’Neill: Carter, könnten Sie mir noch mal den Grund verraten für diese… Dokumentation?

Carter: Kennen Sie nicht das Memo? (Jack sieht sie einfach nur an und das sagt Sam alles) Ahm, offiziell soll die tausenste Reise durch das Stargate festgehalten werden, aber ich glaube, es geht um mehr als das.

O’Neill: Die tausenste?

Carter: Ich weiß… kaum zu glauben, dass wir schon so lange dabei sind.

O’Neill: Es sollte ne Torte geben.


Szene: Daniels Büro, SGC

Bregman interviewt Daniel erneut. Daniel sitzt hinter seinem Tisch und Bregman auf der anderen Seite.

Bregman: Na schön, Dr. Jackson, ich wollte… ähm, Ihr Erinnerungsvermögen… wurde ausgelöscht, als Sie wieder Ihre – ich zitiere: „Ihre menschliche Form annahmen…“ Oh Mann, das klingt vollkommen idiotisch. Ich muss die Frage neu formulieren. Machen Sie eine Notiz. Jedenfalls… Entschuldigung, könnten Sie uns, na ja etwas darüber erzählen?

Daniel: Nicht viel.

Bregman: Na schön, ähm, könnten Sie uns dann ein bisschen darüber erzählen, wie das war, bevor das geschah?

Daniel: Ah ja, zum Glück kann ich mich an einiges erinnern, aber es gibt noch… Lücken.

Bregman: Na schön… Die, äh, Pharaonen der vierten Dynastie haben die Pyramiden nicht gebaut?

Daniel: Nein. Nein, haben sie nicht. Das sind Landeflächen für Goa’uld-Schiffe.

Bregman: Nein, das war ein Zitat. Aus einem Aufsatz, bevor Sie mit dem Sternentor in Berührung kamen. Und ich nehme an, äh, dass Sie zu diesem Zeitpunkt nichts über Landeflächen und Goa’uld-Schiffe wussten.

Daniel: Ja… nein! (Er ist jetzt verwirrt)

Bregman: Bis zu Ihrer Begegnung mit Katherine Langford.

Daniel: Richtig.

Bregman: Und sie hat Sie auf das Sternentor aufmerksam gemacht?

Daniel: Richtig.

Bregman: Gut. Also, warum?

Daniel: Warum was?

Bregman seufzt.

Bregman (verliert doch nicht langsam die Geduld, oder? *lol*): Wieso hat sie das getan?

Daniel: Keine Ahnung, da müssten Sie sie fragen.

Bregman: Okay, gut, vielleicht frage ich sie. Wo ist sie? Ist sie transzendiert oder destentiert oder so was ähnliches?

Daniel: Ähm, nein, im Ruhestand, nehme ich an, aber… man weiß ja nie. (Er lächelt) [Richtig süß!]


Szene: Irgendein Raum im SGC

Jetzt ist Teal’c an der Reihe. Mit einer sehr ausdruckslosen Miene sitzt Teal’c vor der Kamera. Kein Muskel in seinem Gesicht bewegt sich.

Bregman: Tja, ich lese grade Ihre Akte… faszinierend. Deshalb frage ich Sie das gleich am Anfang: Sind Sie ein Alien?

Teal’c antwortet ihm nicht.

Bregman (räuspert sich): Ich meine, na ja, ich meine nicht aus Ihrer Sicht. Für uns, meine ich. (Keine Antwort) Wie auch immer, Sie waren der Ranghöchste Offizier in den Diensten eines unserer außerirdischen Feinde? Sie haben sich gegen ihn gestellt.

Schweigen.

Bregman: Warum haben Sie sich damals… gegen ihn gestellt?

Schweigen.

Bregman (sieht zu seinen Leuten und zu Rondel): Ich meine, aber Entschuldigung, warum sitzen Sie da, wenn Sie meine Fragen nicht beantworten wollen?

Teal’c: Weil General Hammond mich darum gebeten hat.

Bregman: Verstehe und er hat nicht zufälligerweise erwähnt, dass man im Verlauf eines solchen Gesprächs irgendwann auch mal etwas sagen muss?

Teal’c: Nein.

Bregman: Okay, ähm, versuchen wir was anderes. Colonel Jack O’Neill. Sie müssen offenbar großen Respekt vor ihm haben.

Schweigen.

Bregman: Vielleicht aber auch nicht. Oder andersrum gesagt, Colonel Jack O’Neill ist Ihr direkter Vorgesetzter.

Schweigen.

Bregman: Vielleicht nicht im Sinne Ihrer Spezies. (Er lacht leicht) Aber er ist Ihr kommandierender Offizier?

Teal’c: Korrekt.

Bregman (begeistert): Gut! Okay, gut, gut. Bestens, es geht voran… und gibt es etwas, was Sie uns über ihn sagen können?

Teal’c: Wenn Sie etwas über Colonel O’Neill wissen wollen, dann sollten Sie vielleicht Colonel O’Neill interviewen.

Bregman: Okay, danke, ist ne gute Idee. Haben Sie vielen Dank. Na schön eines wollte ich Sie noch fragen… eine Frage noch… (Teal’c steht auf und geht) Wo wollen Sie hin?


Szene: Planet

Balinsky untersucht die Inschriften der Ruinen. Dixon kommt zu ihm.

Dixon: Wie lange noch?

Balinsky: Kann ich nicht sagen. Wir sind doch gerade erst eingetroffen.

Dixon (setzt sich auf einen Stein): Vor einer Stunde.

Balinsky: Aber ich brauche mehr Zeit! Ich meine… sehen Sie nur, das ist unglaublich!

Dixon: Ja, wenn man eine Ruinenstadt gesehen hat, dann…

Balinsky: Sir, wir befinden uns in einer Stadt der Antiker.

Dixon: Sind Sie sicher?

Balinsky: Ja. Diese Schriftzeichen und diese Steinarchitektur… oh Dr. Jackson fällt tot um, wenn er das sieht!

Dixon: Was? Schon wieder?

[LOOOOOOL!!!!]

Balinsky (dreht sich zu ihm um): Witzig.

Dann scheint er etwas zu sehen, er nimmt seinen kleinen Ausrüstungskoffer und rennt davon.

Dixon: Laufen Sie nicht zu weit weg!

Er geht zu den anderen beiden, die auf dem Boden gegen ein paar Steine gelehnt sitzen. Bosworth sieht sich ein Ultraschallbild von Wells ungeborenem Kind an.

Bosworth: Nein, sieht irgendwie aus wie nen Alien.

Wells (lacht leicht): Halt die Klappe.

Bosworth: Ja… erinnert mich an das Ding, das wir auf P2X-787 gefunden haben.

Wells: Es reicht, ja?

Bosworth: Genau. Das Ding war ne Augenweide im Vergleich dazu.

Wells nimmt das Bild wieder an sich. Dixon nimmt es ihm aus der Hand und setzt sich neben ihm.

Dixon: Lassen Sie mal sehen. Ziemlich erschreckend, Wells.

Wells: Das ist mein ungeborener Sohn, Sir.

Dixon: Woher wissen Sie das?

Er zeigt auf eine Stelle auf dem Bild.

Dixon: Tja, ich weiß nicht, Wells, das Kinderzimmer würde ich noch nicht blau anstreichen.

In diesem Augenblick kommt Balinsky wie ein Irrer zurück zu ihnen gerannt.

Balinsky: In Deckung!

Sofort verstecken sich die vier hinter den Ruinenüberresten. Es kommt eine Art Sonde ins Sichtfeld. Der obere Teil ist rund und Unterhalb sieht es aus, als ob Tentakelähnliche Beine hat, wie eine riesige, maschinelle Qualle. Und dann beginnt diese Qualle auf unsere Männer zu schießen. Die Soldaten erwidern das Feuer, aber die Sonde scheint von einem Energiefeld umgeben zu sein. Die Qualle fliegt nahe einer Wand, die Soldaten stellen das Feuer ein und warten.

Balinsky: Colonel, jetzt!

Dixon schießt und die Mauer bricht über der Sonde zusammen, so dass sie unter den Steinen begraben wird.

Dixon: Okay.

Vorsichtig kommen die vier langsam aus ihrer Deckung. Die Sonde war einmal. Jetzt ist sie nur noch ein Funkensprühender Schrotthaufen. Dixon schießt noch einmal und das bisschen Restenergie, was noch vorhanden war, verschwindet.

Wells: Was zum Teufel ist das?


Szene: Besprechungsraum, SGC

Nein, was für seltener Besuch. Unser allseits beliebter Senator Kinsey hat sich in den Berg verirrt und wird jetzt von Bregman interviewt.

Kinsey: Wie die Menschen, die hier im Stargate Center dienen, wird die Jugend eines Tages die Freiheit der Menschen verteidigen und nicht nur hier auf unserem Planeten, sondern da draußen, (Er zeigt über seine Schulter, hinunter zum Tor) durch das Sternentor in der Endlosigkeit der Galaxis, wo unglaublich böse Mächte, die wir noch nie gesehen haben, nur darauf warten über uns herzufallen.

[Ui… das war ja richtig ergreifend….]

Bregman: Alles klar…Cut. (Er schlägt die Akte zu und fährt sich mit beiden Händen über sein Gesicht.) Senator, fantastisch. (Er geht zu ihm und gibt ihm die Hand) Haben Sie vielen Dank, dass Sie sich dazu bereit erklärt haben. Es war toll, dass Sie hergekommen sind.

Senator: Diese Leute haben es verdient.

Bregman: Ja, wir geben unser bestes. Hören Sie, Senator, ich hoffe, Sie verstehen mich nicht falsch, wenn ich das sage, aber es klinkt ein bisschen wie auswendig gelernt. So wie eine vorbereitete Rede. Das Ergebnis würde Ihnen nicht gefallen. Wie wäre es, wenn wir es ganz spontan angehen und ich Ihnen ein paar Fragen stelle, die Sie dann beantworten?

Kinsey (nickt): Nein.

Bregman: Nein?

Kinsey: Nein. (Er steht auf) Also, wenn Sie noch etwas von mir wollen…

Bregman: Ja, eigentlich schon… Äh, Senator…

Kinsey verlässt den Besprechungsraum und Bregman folgt ihm. Hammond hat das ganze Schauspiel beobachtet und kann nicht anders als zu leicht zu lachen.


Szene: Kantine, SGC

Jack sitzt an einem Tisch, geht ein paar Berichte durch und isst etwas Obst, als die Tür aufgeht und sein Freund der Senator im Schlepptau mit Bregman die Kantine betrifft. Kinsey sieht Jack und ist übertrieben freundlich und heuchlerisch.

Kinsey: Ah, Colonel. Wie Sie sicher wissen, bin ich hier um diese Herren bei ihrem Bericht zu unterstützen, mit dem sie die gute Arbeit dokumentieren wollen, die Sie hier im Stargate Center leisten.

Jack beachtet ihn gar nicht, sondern arbeitet an seinem Bericht weiter.

O’Neill (ohne aufzusehen): Nein, habe ich nicht gewusst.

Kinsey (beginnt zu lachen): Aber es gab doch, es gab doch sicher ein Memo?

Jack sieht von seinem Bericht auf und schielt kurz zu Bregman und seinem Team.

Bregman (zu James): Filmen Sie ruhig.

O’Neill: Dann haben Sie denen sicher auch erzählt, dass Sie diesen Laden schließen lassen wollten? Oder wie sie damals Hammond aus dem Weg…

Kinsey (ist das unangenehm): Ich schlage vor, Sie überlegen sich, was Sie sagen, Colonel. Verleugnung ist ein schweres Vergehen.

O’Neill: Ja, das ist allerdings wahr.

Kinsey (lacht leicht): Ich war letzen Endes immer ein großer Befürworter dieses Programms. Ich gebe zu, dass ich in der Vergangenheit auch hin und wieder kritisch war, aber doch nur, weil ich das ungenutzte Potential über diese Operation erkannt habe. Na schön, wie ist Ihr Interview gelaufen, Colonel?

Jack steht auf.

O’Neill: Es war kurz, dafür aber auch schmerzlos. (Er schielt hinüber zur Kamera, die alles schön aufzeichnet. Bregman lacht leicht.)

Kinsey: Der Präsident möchte, dass Sie bei dieser Aktion mitspielen. Ich nehme an, es ist nicht Ihre Absicht unseren Präsidenten zu enttäuschen? Sie sollten ihm dankbar sein für die Unterstützung, die er in den letzten Jahren gezeigt hat.

O’Neill (sagt einen Moment nichts): Kinsey, was tun Sie hier? Ihnen ging es doch immer darum den Präsidenten zu diskreditieren.

Kinsey (lacht auf): Ha! Seine Amtszeit ist abgelaufen. Der zukünftige Präsident und ich wollen nur ehrlich sein zum amerikanischen Volk. (Ein weiterer Blick von Jack Richtung Kamera) Und wir sind davon überzeugt, wir können noch bessere Arbeit leisten. Wenn dafür der Zeitpunkt gekommen ist, bin ich sicher, dass ich auf Sie zählen kann, Colonel.

O’Neill: Ja, ist schön zu träumen, hm?

Er macht Anstalten zu gehen, aber Kinsey hält ihn an der Tür auf.

Kinsey: Und ich möchte, dass Sie folgendes wissen. Wenn ich gewählt werde, kann dieses Programm auf unsere volle Unterstützung zählen.

O’Neill (ein Blick in die Kamera): Sie drehen das alles, hm?

Bregman: Natürlich.

O’Neill (wendet sich wieder an Kinsey): Sie widerliches, selbstgerechtes, opportunistisches Arschloch…

Stimme (unterbricht ihn und überlappert seine nächsten Worte): Außerplanmäßige Aktivierung von außen. Colonel O’Neill in den Kontrollraum. Ich wiederhole: Außerplanmäßige Aktivierung von außen.

Die ganze Zeit über hat Jack Kinsey irgendwelche Gemeinheiten an den Kopf geworfen.

O’Neill (leise unter dem Alarm): … Sie sind nichts weiter als ein mieser, kleiner…

Kinsey: Die Pflicht ruft.

O’Neill (dreht sich zu Bregman um): Ich habe alles gesagt.

Bregman: Colonel, was ist dieses 'Aktivierung von außen Ding’? Was heißt das?

O’Neill: Das weiß ich erst, wenn ich es sehe.

Bregman: Das klingt doch gut. Und wo können wir das sehen?

O’Neill (öffnet die Tür): Für Sie steigt hier die Party.

Er verschwindet und lässt einen zurückgewiesenen Reporter und ziemlich angefressenen Senator zurück.

Rondel: Schalten Sie das bitte ab.

Die Kamera wird ausgeschaltet.


Szene: Kontrollraum, SGC

Wir sehen Dixon und Balinsky über das MALP auf dem Bildschirm.

Dixon: Balinsky braucht noch Zeit, Sir.

O’Neill: Haben Sie was gefunden, wofür es sich lohnt da zu bleiben?

Dixon: Schwer zu sagen.

Balinsky: Ich würde zu gerne weiter in den Ruinen suchen.

Hammond: Wie lange denn?

Balinsky: Ein, zwei Tage, vielleicht mehr.

Daniel: Wir sollten ein UAV durchschicken, um eine Luftaufnahme zu bekommen.

Hammond: Von mir aus können Sie noch bleiben. (Balinsky jubelt im Hintergrund erfreut auf) Ich schicke SG-3 zu ihrer Verstärkung. Wenn es Anzeichen für eine weitere Bedrohung gibt, ziehen Sie sich zurück, Colonel.

Balinsky ist bereits aus dem Bild verschwunden.

Dixon: Verstanden, Sir.

Carter: In der Zwischenzeit könnte ich dieses Fluggerät untersuchen, um rauszugkriegen, was es ist.

Hammond: Schicken Sie das Fluggerät her und melden Sie sich jede Stunde.

Dixon: Ja, Sir. SG-13, Ende.

Die Verbindung wird unterbrochen und Hammond wendet sich ab. Jack springt von seinem Stuhl auf.

O’Neill: Sir! Ähm, es ist nicht so, dass ich nicht dankbar wäre oder so…

Hammond: Ich wusste, dass Kinsey und Bregman zu Ihnen unterwegs waren und habe mir schon gedacht, dass Sie versuchen wegzukommen.

O’Neill (etwas überrascht): Ah, das ist mir schon klar, Sir, und ich wollte Ihnen nur meinen tiefen und anhaltenden… Respekt zum Ausdruck bringen.

Rondel (der im Hintergrund auftaucht): General? Mr. Bregman hätte Sie gerne gesprochen, wenn es möglich ist.

Jack zieht seine Augenbrauen hoch und Hammond seufzt nur, bevor er zu Rondel geht.


Szene: Hammonds Büro, SGC

Hammond sitzt an seinem Schreibtisch und geht wahrscheinlich den Befehl des Präsidenten durch, während Emmett vor ihm auf und ab läuft.

Hammond: Ausgenommen von dieser Freigabe sind alle Aktivitäten, die von diesem Büro noch nicht überprüft wurden, soweit das Pentagon.

Bregman: Aber ich bitte Sie, Sir! Da fällt doch so ziemlich alles drunter!

Hammond: Meine Interpretation sagt, dass Sie nicht autorisiert sind irgendetwas über die außerplanmäßige Aktivierung zu erfahren.

Bregman (setzt sich auf einen der beiden Stühle): General, ich kann so nicht arbeiten.

Hammond: Ich habe Ihnen gesagt, dass ich mich an den Wortlaut dieses Befehls halten werde, Mr. Bregman.

Er steht wieder auf und geht zur Tür. Er öffnet sie, aber hält noch einmal inne und dreht sich dann zu Hammond um.

Bregman: Wissen Sie, Colonel O’Neill ist…

Hammond: … ist zurzeit unabkömmlich.

Bregman: General, der Präsident der Vereinigten Staaten unterstützt mein Vorhaben. Warum verweigern Sie sich?

Hammond: Ich verweigere mich nicht. Ich befolge Befehle. Ich halte es nun mal nicht unbedingt für notwendig, dass meine Leute unter die Lupe genommen werden, verstanden? Kameras zeichnen nicht nur Dinge auf. Allein durch ihre Anwesenheit nehmen sie Einfluss auf alles. Die Arbeit, die meine Leute tun ist hart genug, ohne dass sie befürchten sollten, jeder Atemzug, den sie tun, wird durch die Kamera begutachtet.

Bregman: Vielleicht soll das so sein.

Hammond (wütend): Wie bitte?

Bregman (schließt die Tür wieder): Das würde doch Sinn ergeben. Das Pentagon hat schon früher spezielle Journalisten bei den Streitkräften zugelassen. Das wissen Sie. Was unter feindlichem Feuer gehört, gesehen und gelesen wird, das ist die Wahrheit.

Hammond: Ich denke, wir sind fertig.

Bregman: Ich nicht. Ich bin durchaus Ihrer Meinung, General…

Er wird durch das Läuten des Telefons unterbrochen.

Hammond: Entschuldigen Sie mich. (Er nimmt den Hörer ab, aber hält die Muschel zu und sieht Bregman nur an. Dieser verlässt das Büro.)


Szene: Carters Labor, SGC

Sam untersucht in der Zwischenzeit das Fluggerät. Teal’c ist bei ihr.

Carter: Hast du so was schon mal gesehen?

Teal’c: Das glaube ich nicht.

Carter: Also, es ist irgendeine Art ferngesteuerte Sonde. Die Kapazität der Speicherkristalle ist enorm, aber bisher habe ich nur detaillierte Bilder der Ruinen gefunden. Das ergibt doch durchaus Sinn. Wir setzen das MALP ein, vielleicht tun das auch die Goa’uld?

Teal’c: Die Goa’uld machen sich alles zu Nutze. Durchaus denkbar, dass sie die Idee von uns gestohlen haben.

Carter (nickt): Hast du dein Interview mit diesen Filmleuten schon gemacht?

Teal’c (wenig begeistert): In der Tat.

Carter: Ich bin schon ganz gespannt darauf diese Interviews zu sehen.

Teal’c: Ich habe nicht viel gesagt.

Carter (sie schaut auf): Wirklich nicht? Das überrascht mich. Es ist schwer dich zum Schweigen zu bringen.

Teal’c zieht eine Augenbraue nach oben und Sam lacht leicht.

Teal’c: Ich fand die gesamte Erfahrung unerfreulich.

Carter: Mich wollen sie noch mal interviewen.

Teal’c: Ist es bei dir auch nicht so gut gelaufen?

Carter: Tja, ich äh, ich war ganz zufrieden, aber offensichtlich wirkte ich etwas… nervös.

Teal’c: Hm.


Szene: Korridor, SGC

James wechselt das Band und Bregman kommt auf ihn und seinem Kollegen Shed zu.

Bregman: Was bedeutet das ‚Außerplanmäßige Aktivierung von außen’? Um was geht es da?

Rondel: Ich bin mit diesem Begriff nicht vertraut.

Bregman: Und Sie würden es mir doch nicht sagen, wenn Sie es wüssten.

Rondel: Wir haben unsere Befehle.

Bregman: Sie erinnern mich an die Aufpasser, die wir im Golfkrieg hatten. Die haben unsere Berichte immer zensiert.

Rondel: Sie wollen uns doch nicht vorwerfen, dass wir nicht die Wahrheit sagen wollen?

Bregman: Natürlich nicht.

Rondel: Im Kriegsfall Berichte zu zensieren ist durchaus sinnvoll! Mann gefährdet nicht das Leben von Soldaten, die in Kampfhandlungen stecken!

Bregman (redet ihm dazwischen): Darum geht es doch überhaupt nicht! Wir machen hier eine Dokumentation. Haben Sie Angst, dass wird auf irgendeinem feindlichen Planeten ausgestrahlt? Mir wurde der Zugang zu mehreren Missionsberichten verwehrt. Wissen Sie warum? Weil niemand will, dass ich erfahre, wie dicht wir davor standen… warum sagen Sie es mir nicht, Tom? Sie wollen mir die Wahrheit doch nicht verheimlichen, oder? Sagen Sie es mir. Wir standen kurz davor…

Rondel: … gefährdet zu sein.

Bregman: 'Gefährdet zu sein’. Das ist eine sehr euphemistische Umschreibung. 'Am Rande einer planetarischen Vernichtung zu stehen’, das trifft es wohl eher. Deswegen dürfen wir diese Toraktivitäten nicht filmen. Weil jedes Mal, wenn das Tor geöffnet wird, besteht die Gefahr, dass etwas katastrophal schief läuft.

Wickenhouse: In dem Fall würde es doch keine Rolle mehr spielen, ob wir es gefilmt haben oder nicht.

James beginnt zu lachen, aber weder Bregman noch Rondel finden das lustig.

Bregman: Wie war das? Haben Sie gesagt, dass das keine Rolle spielt? Wenn das Ihre Meinung ist und Sie auch nur einen Funken Integrität besitzen würden, würden Sie jetzt freiwillig gehen.

Wickenhouse: Ich will jedenfalls nicht vorm Militärgericht landen. Ich will nichts tun, wozu ich nicht autorisiert bin.

Bregman will etwas erwidert, aber Rondel geht ihm dazwischen.

Rondel: Sie können sich darauf verlassen, dass das Stargate Center nichts davon rauslässt, bevor es frei gegeben wurde.

Bregman: Was spielt das für eine Rolle? Warum nicht filmen und dann entscheiden?

Rondel: Das ist nicht meine Entscheidung.

Bregman (lacht verbittert auf): Nicht Ihre Entscheidung. Das muss man sich mal…

In diesem Moment öffnet sich der Fahrstuhl und Jack will ihn verlassen, doch als er Bregman sieht, macht er sofort kehrt, aber der Reporter hat ihn schon längst gesehen.

Bregman: Colonel… Colonel, wir warten bereits auf Sie.

Jack überlegt es sich doch anders und verlässt den Fahrstuhl.

Bregman: Wir sind bereit.

Jack geht an ihm vorbei.

O’Neill: Besprechung.

Bregman: Ja. Nein, Colonel! Colonel! Colonel, Sie wissen, dass ich Sie früher oder später vor die Kamera kriege und wenn es nur eine Serie von Bildern ist, wie Sie vermeiden wollen gefilmt zu werden.

O’Neill: Lässt sich wohl nicht verhindern. Ich hoffe, da passen Bilder von meinem Hintern gut rein.

Er dreht sich wieder um und geht.

[Also, gegen DIE Bilder hätte ich absolut nix einzuwenden!!!!!]

Bregman (seufzt): Na los, packen wir ein. Hier gibt’s nichts zu tun.


Szene: Besprechungsraum, SGC

Klappe die Zweite für das Interview mit Sam!

Bregman: Was halten Sie von Colonel O’Neill?

Carter: Ahm… (Lächelt)… Er ist ein unglaublicher Mann. Und obwohl er so viel geleistet hat, ist er bescheiden… würde sich nie in den Vordergrund stellen. Es gefällt ihm, wenn die Leute ihn für nicht so klug halten, wie er eigentlich ist. Er ist eine überzeugende und starke Führungspersönlichkeit und er hat diesem Programm stärker seinen Stempel aufgedrückt als jeder andere von uns. (Sie hat einen distanzierten Blick und kommt aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus *lol*) Ohne ihn wäre das alles nicht möglich gewesen. (Sie himmelt ihn förmlich an)

Bregman: Verbringen Sie auch außerhalb der Arbeit Zeit miteinander?

Carter: Ähm, wir haben nicht viel Zeit außerhalb der Arbeit. Und abgesehen davon sind unsere persönlichen Interessen sehr unterschiedlich.

Bregman: Kennen Sie nicht den Begriff 'Gegensätze ziehen sich an’?

Carter (lacht leicht): Wir haben vor allem eine berufliche Beziehung. (Sie schluckt einmal)

Bregman: Tatsächlich? So nennen Sie das? Beruflich? Nach allem, was Sie zusammen durchgemacht haben? Sie müssen doch, wenn ich das mal so sagen darf, dem Tod ins Auge gesehen haben.

Carter (nickt): Ja. Nicht anders als unzählige Militärangehörige vor uns. Also, ich will nicht abstreiten, dass es eine Bindung zwischen uns gibt, auch Daniel und Teal’c sind für mich so was wie Familie. Eins ist klar, Colonel O’Neill ist natürlich zu allererst mein Vorgesetzter und selbst wenn es da die Bereitschaft zu mehr gäbe – was ich damit natürlich nicht sagen will – (Ein flüchtiger, leicht nervöser Blick Richtung Kamera) würden unsere militärischen Positionen und die Art und Weise unseres Jobs das nicht zulassen. (Sie schluckt noch einmal schwer.)

[Oh ha, da hat sich aber gerade jemand um Kopf und Kragen geredet. Fettnäpfchen, wo bist du, ich komme!]


Szene: Kontrollraum, SGC

Oh, Davis ist an der Reihe!!! Er sitzt mit verschränkten Armen auf seinem Stuhl.

Davis: Na ja, im Prinzip wähle ich das Tor an und sage: 'Chevron eins aktiviert, Chevron zwei aktiviert und so weiter und so weiter, bis zum Chevron sieben’. Ähm, und das ist dann schon was anderes, weil da die Verbindung zum Wurmloch hergestellt wird. Äh, wenn das passiert, weiche ich gerne von dem vorgegebenen Text ab und sage: 'Chevron sieben fixiert’. (Er lächelt etwas unsicher in die Kamera)

Bregman: Wahnsinn…das ist toll! Das ist gut. Sonst noch irgendwas?

Davis: Oh ja, ähm, ich bin hierfür verantwortlich. (Er legt seine Hand auf einen Scanner, der bei dem Kontakt rot aufleuchtet) 'Iris schließen’.

Wir sehen, wie sich die Iris des Tores schließt.

Davis: Iris öffnen.

Die Iris öffnet sich wieder.

Bregman: Ah…

Davis verschränkt mit einem stolzen Grinsen die Arme wieder vor der Brust.

Davis: Das ist in so etwa meine Aufgabe… ja…

Bregman: Das ist alles?

Davis: Ja, könnte man sagen.

Bregman: Ich habe das Gefühl, Sie sind zu bescheiden.

Davis zieht überrascht seine Augenbrauen hoch.

Davis: Oh nein, wirklich, verstehen Sie mich nicht falsch. Ich meine, es ist eine wirklich wichtige Aufgabe! Und wir haben verschiedene automatische Szenarien ausprobiert, doch die SG-Teams sind sich einig… na ja, wenn, wenn sie einen Iriscode durch das Wurmloch schicken, möchten sie sicher sein, dass ähm… am anderen Ende ein Mensch sitzt. Jemand auf den sie sich wirklich verlassen können. Und ähm, das verleiht mir und den anderen Tortechnikern ein Gefühl von Stolz. (Im Hintergrund sehen wir, wie ihn eine Technikerin schief von der Seite ansieht, aber Davis lächelt nur)

Bregman: Na klar… Kann ich verstehen.

[Wow, ich glaube, in dieser Szene hat er mehr gesagt als in den letzten sieben Jahren!!!]


Szene: Daniels Büro, SGC

Daniel packt ein paar Sachen zusammen, als Bregman um die Ecke kommt.

Bregman (wusste natürlich nicht, dass Daniel dort ist; ganz überrascht): Ah… Dr. Jackson. Hi.

Daniel: Wie geht’s denn so?

Bregman: Sie sind dabei zu packen. Geht’s wieder auf eine Mission in außer… wie nennen Sie das noch mal?

Daniel: Außerirdisch?

Bregman: Außerirdische Gefilde…. Ist es so?

Daniel: Nein, leider nein. Ich ordne nur meinen Rucksack.

Bregman: Da ist die Kamera, die Sie benutzen.

Er nimmt sie in die Hand.

Daniel: Ja.

Bregman; Ich habe mir stundenlang Ihr, Ihr Material angesehen. Inschriften und Ruinen und Artefakte.

Daniel (grinsend): Cool, hä?

Bregman (gibt ihm die Kamera): Ähm, ich wollte Sie fragen, ob es vielleicht möglich wäre, ähm, dass Sie mit Ihrer Kamera mal so einen… einen Einsatz zeigen? Es wäre eine große Hilfe für uns. Was sagen Sie?

Daniel: Na schön, verstehen Sie, wenn wir in Aktion sind, bin ich zu beschäftigt, um die Kamera drauf zu halten. Ich muss laufen, schießen, übersetzen, was die Bösen sagen und so…

Bregman: Wie soll ich Ihnen das erklären? Ähm, ich meine, ich habe eine Menge über diese unglaublichen Vorfälle gehört, doch mein Medium ist visuell. Ich kann die wahre Geschichte nicht erzählen ohne Bilder zu haben. (Daniel zieht seine Augenbrauen hoch) Damit will ich nicht sagen, dass Sie jemanden in Gefahr bringen sollen oder sich selbst, aber wenn sich die Gelegenheit ergibt, dann… dann nehmen Sie sich einen Moment, halten Ihr Objektiv drauf und dann macht es Klick.

Daniel: Natürlich, aber, ähm, ich bin erst in ein paar Tagen für eine Mission außerhalb…eingeteilt…

Bregman (welcher langsam rückwärts zur Tür gegangen ist): Ja, ja, das macht doch nichts. Wenn Sie etwas sehen, fotografieren Sie.

Daniel: Okay.

Bregman: Aber nicht nur immer Inschriften. Ein bisschen Action wäre gut. Action…

Und damit ist er wieder verschwunden und Daniel packt mit einem letzten Blick Richtung Tür weiter.


Szene: Carters Labor, SGC

Sam arbeitet noch immer an dem Fluggerät. Die Tür öffnet sich und Daniel kommt herein.

Daniel: Hey.

Carter: Hey, Sekunde ja?

Daniel: Ich sollte was für dich übersetzen?

Carter: Ich versuche nur die Verbindung mit der Schnittstelle zu stabilisieren. SG-13 hat das Ding ganz schön übel zugerichtet. Der Systemspeicher scheint sich auf einem separaten Kristall zu befinden.

Daniel: Dieser Bregman hat doch tatsächlich den Nerv zu sagen, das Fotomaterial, das er von mir hat, wäre langweilig! (Sam schaut auf) Gut, ich sage dir, was mich wirklich nervt, der Kerl ist doch nur hier, weil der Präsident weiß, dass seine Amtszeit ausläuft, richtig? Er will aber nicht schlecht aussehen, wenn das Stargate Programm jemals publik wird. Hier geht es gar nicht um die Wahrheit, sondern um Profilneurose.

Carter: Mann, darauf hat er andauernd rumgeritten.

Daniel: Was? Ob das Stargate Programm publik gemacht werden soll?

Carter: Ja.

Daniel: Was hast du gesagt?

Carter: Unverständliches Zeug gegrummelt.

Daniel: Kannst du dir vorstellen, was passiert, wenn das passiert?

Carter: Ich denke lieber nicht daran.

Das Bild auf dem Bildschirm verändert sich und wir sehen jetzt eine Art Protokoll in der Schrift der Antiker.

Carter: Da…

Daniel: Da geht’s um irgendwelchen technischen Kram.

Carter: Irgendwas Besonderes?

Daniel (zeigt auf eine Zeile): An diesem Punkt traf es auf SG-13. Oh oh…

Carter: Was? Was heißt 'Oh oh’?

Daniel: Es hat nicht nur Schilder und Waffen aktiviert, sondern auch einen Langstreckenkommunikator.

[Oh oh…]


Szene: Kontrollraum, SGC

Hammond hat Kontakt zu SG-13 hergestellt.

Hammond: Colonel Dixon, hier General Hammond. Wir glauben, dass die Goa’uld-Sonde eine Subraumübertragung durchgeführt hat, bevor sie instabil wurde. Ich befehle Ihnen sofort zum Stargate Kommando zurückzukehren.


Szene: Planet

Dixon (über Funk): Verstanden, Sir. Geschätzte Ankunftszeit fünfzehn Minuten. Dixon, Over.

Er geht zu Balinsky, der noch immer mit seinen Steinen beschäftigt ist.

Dixon: Einpacken, Doktor, wir wurden zurück beordert.

Ergeben hält er seine Arme in die Luft und macht sich dann an die Arbeit.

Dixon (über Funk): Wells, Bosworth.


Szene: Planet, anderer Ort

Bosworth und Wells erkunden die Umgebung.

Wells: Hier Wells.

Dixon: Kommt zurück, Jungs, wir nehmen Abschied.

Wells: Roger, Sir. Wells, Over.

Bosworth: Wurde aber auch Zeit.

Kaum hat er die Worte ausgesprochen stehen sie schon unter Beschuss! Wells wird getroffen und geht zu Boden. Bosworth beginnt zu schießen.

Bosworth (über Funk): Wir werden beschossen! Wells wurde getroffen!


Dixon (zu Balinsky): Zurück zum Tor! (Sie machen sich auf den Weg) SG-9, wir brauchen Unterstützung!


Szene: Krankenstation, SGC

Und nun, darf auch unser Doc ins Scheinwerferlicht treten! Sie hat ein paar Krankenakten vor sich liegen. Im Hintergrund liegt Siler in einem Bett und kuriert sich von seiner Demonstration aus.

Janet: Okay, äh… drei Schusswunden, vier Stabwaffenverbrennungen, starke Hypothermie… (Sie legt die Akte beiseite) Ich bin wirklich überrascht, dass ich die Erlaubnis habe darüber zu reden. (Sie öffnet die nächste Akte) Na schön, Nanotechnologie hat ihn künstlich altern lassen, seine Schulter wurde von einem außerirdischen Zeitkapselgerät durchbohrt… ähm, drei Knieoperationen… (Die Akte wandert auch auf den Haufen) Äh… oh, dann war da noch der Hathor-Zwischenfall. Er hatte mich darum gebeten nie darüber zu sprechen. Oh ja, das hier war bemerkenswert. Im letzten Jahr zog er sich eine unheilbare Anitkerkrankheit zu. (Sie schließt auch diese Akte)

Bregman: Offensichtlich doch nicht unheilbar, oder?

Janet: Tja, glücklicherweise gab es einen Tok’ra-Symbionten, der einen temporären Wirt benötigte. Der hat es dann geschafft.

Bregman: Ich verstehe zwar nicht, was Sie da sagen, aber es klingt so, als wäre es ein Wunder, dass Colonel O’Neill noch lebt.

Janet (lächelt): Ja… ich weiß nie, was mich als nächstes erwartet. Ich kann nur versuchen einen klaren Kopf zu behalten. Außerdem richten wir gebrochene Knochen und verschreiben Tonnenweise Antibiotika, also…

Bregman: Das kann einem trotzdem ganz schön mitnehmen, oder?

Janet: Ja. Ist verrückt… ich denke an die ganze Ausbildung, was wir über Medizin wissen, aber eigentlich ist es wenig. Oft genug erlebe ich Situationen, in denen ich einfach nichts… tun kann.

Bregman: Und gibt’s auch was Positives?

Janet: Soll das ein Witz sein? (Sie lacht kurz) Ich denke, wir halten das hier alle deshalb durch, weil wir das Gefühl haben, dass wir etwas ganz großes verstehen können. Nicht nur, was die Medizin betrifft, sondern auch uns selbst. Sie wissen schon… wo wir herkommen, was wir für die Zukunft erwarten, wie, wie wir in das große Bild hineinpassen.

Stimme: Außerplanmäßige Aktivierung von außen! Ich wiederhole: Außerplanmäßige Aktivierung von außen!

Bregman: Hey… 'Außerplanmäßige Aktivierung’ das kennen wir doch schon… ist das was Ungewöhnliches?

Janet: Nein, das kommt durchaus öfters vor.

Bregman: Und was bedeutet das?

Janet: Da kann ich auch nur spekulieren…

[Nee, ist klar… *g*]

Bregman: Haben Sie die Ansage auf Band?

WIckenhouse: Ja, alles klar, Sir.

Bregman: Na schön, gut, dann vielen Dank, Dr. Fraiser.

Sie sieht kurz zweifelnd zu Rondel und atmet tief durch.

Bregman: In Ordnung, Jungs, nehmt noch ein bisschen Schnittmaterial auf und noch ein paar Tonfetzen von dem, was hier so läuft.

Janet scheint das alles gar nicht gefallen. Sie ist sichtlich angespannt und wirkt nervös.

Janet: Das… das war’s dann…?

Bregman: Ja, wir sind durch. Danke. Vielen Dank.

Sie steht auf.

Bregman: Einfach draufhalten, okay?

James: Geht klar. (Bregman bekommt das Mikrofon vor dem Kopf)

Wickenhouse: Verzeihung.

Bregman: Was äh… was äh… schon gut, ich bin froh, dass das Pentagon Sie ausgewählt hat… jetzt gehen Sie schon endlich….

Janet verzieht ihren Mund.

Bergman: Äh, hören Sie, ich wollte sagen, ich habe das Gefühl, als ob hier das Unvorhersehbare das Normale zu sein scheint…

Janet beginnt wirklich zu lachen.

Janet: Ja, da ist was dran.

Bregman: Ja… ähm und Sie werden da für diese Geschichte da nicht gebraucht.

Janet: Wenn das der Fall sein sollte, rufen die mich.

Bregman: Ich habe nur gefragt, weil ich gedacht habe, ich könnte schnell in die Cafeteria und was essen gehen, obwohl ich gar nicht weiß, wo die ist.

Janet: Sie ist… da lang…

Bregman: Und ich wollte nur fragen…

Janet:… ob ich mich Ihnen anschließen kann?

Bregman: Ja.

Janet: Okay… ja.

Da bemerkt er, dass die beiden gefilmt werden.

Bregman: Was tun Sie da? Was wird das?

James: Ich brauchte nur etwas mehr Licht.

Bregman: Na dann holen Sie sich das Licht von mir aus irgendwo anders…. (Die Kamera beginnt zu schwenken) Wo auch immer…

Janet: Na schön, ich muss noch schnell die Berichte hier abliefern.

Bregman: Ja, ja, gut.

Janet: Ja.

Im Hintergrund wird Siler von einer Schwester verarztet.

Schwester: Das haben wir gleich.


Szene: Besprechungsraum, SGC

Balinsky ist durch das Tor zurückgekehrt.

Balinsky: Wells lebt, aber er ist schwer verletzt und kann nicht…

O’Neill (unterbricht ihn, als er den Raum betritt): Wie viele Jaffa?

Balinsky: Ich weiß es nicht.

O’Neill: Fünf? Zehn? Hundert? Was?

Balinsky: Colonel Dixon hat sechs gezählt. Es gelang ihm sie abzuwehren. Er hält die Position und gibt Wells Deckung.

Hammond: Sind die durch das Tor gekommen, Lieutenant?

Balinsky: Nein, nein, die müssen per Schiff gekommen sein. SG-3 bewacht das Tor.

O’Neill: Das Tor ist gesichert?

Balinsky: Die Hälfte von SG-3 war noch da, als ich zurückkam.

Hammond (zu O’Neill): Nehmen Sie SG-5, 7 und Dr. Fraiser mit.

O’Neill: Danke, Sir.

Er will gehen, aber Hammond ruft ihn zurück.

Hammond: Colonel?

O’Neill (ungeduldig): Ja, Sir? Ja, ich weiß, es klingt auch für mich nach einem Hinterhalt, aber wir müssen es versuchen, ja?

Hammond: Okay, gehen Sie.

Und schon ist er weg und Balinsky sieht sehr mitgenommen aus.


Szene: Cafeteria, SGC

Bregman und Janet sitzen an einem Tisch. Er beobachtet sie beim essen, während er seinen Teller nicht anrührt. Sie bemerkt seinen Blick und hält plötzlich inne.

Bregman: Oh, verzeihen Sie… Mir ist nur gerade aufgefallen, dass Sie eine sehr natürliche Art haben…

Können Janets Augen noch größer werden?

Bregman: Ich meine, vor der Kamera. Sie bewegen sich ganz selbstverständlich. Gleichzeitig zeigen Sie den Menschen trotz des Stresses Ihren Anmut.

Janet (nickt): Hmm… (Nimmt ihre Tasse Kaffee) Kann es sein, dass Sie mit mir flirten?

Bregman (beginnt leicht zu lachen): Ja… tja, ehrlich gesagt, ich reagiere unter Stress ziemlich nervös und ungeschickt…

Janet (lacht jetzt ebenfalls): Ja, das sagen Sie jetzt nur. Und ähm, was ist mit dem Ring?

Bregman: Och, ähm… ich bin etwas sentimental… meine Frau starb vor ein paar Jahren. (Janet will etwas erwidern, aber fällt ihr ins Wort) Hat eigentlich irgendjemand von Ihnen ein Privatleben?

Janet: Davon haben wir wenig. Ich verbringe meine ganze Freizeit mit meiner Tochter.

Bregman: Ah… Sie sind also verheiratet….

Janet: Nein, nein, sie ist adoptiert.

Bregman: Oh…

Janet: Mm hm. (Nimmt ihre Gabel in die Hand) Sie ist von einem anderen Planeten. (Ohne aufzusehen, schiebt sie sich die Gabel in den Mund und Bregman starrt sie hinter seiner Kaffeetasse ungläubig an.)

Bregman: Okay… ähm… wären Sie bereit vor der Kamera darüber zu sprechen?

Janet: Also, ich würde lieber…

Ein Soldat kommt zu ihnen und unterbricht sie.

Soldat: Entschuldigen Sie, Ma’am. Sie werden im Bereitschaftsraum erwartet.

Janet: Danke. (Zu Bregman) Tut mir leid.

Bregman: Ist schon okay.

Sie steht auf und geht. Er bleibt alleine zurück.


Szene: Korridor, SGC

Rondel führt das Kamerateam weg.

Rondel: Gehen wir, meine Herren.

In diesem Moment kommt SG-1 in voller Montur von der anderen Seite.

Daniel: Und das alles nur, weil ich eine Luftaufnahme haben wollte.

Carter: Ich bin auch nicht darauf gekommen, dass die Sonde eine Nachricht übermittelt hat.

O’Neill: Das spielt jetzt alles keine Rolle.

James und Wickenhouse haben alles mitbekommen und wissen, dass dies nichts Gutes zu bedeuten hat.

Fortsetzung folgt…

+[Transcript und Layout by Destiny]+