7.16 Bote des Todes
Death Knell

+++++++++++++++++++++++++++++++++++
O’Neill: Wo ist sie?

Jacob: Keine Ahnung. Ich weiß nicht mal, ob sie noch lebt…
+++++++++++++++++++++++++++++++++++


Christopher Judge: Was bisher bei Stargate geschah:


Episode: Das Bündnis (Allegiance)

Malek: Das ist ein Stützpunkt der Tau’ri. Wieso gibt es hier Jaffa?

Carter: Sie haben die Seiten gewechselt.

Malek: Jaffa, die sich gegen ihre Goa’uld stellen.

O’Neill: wäre das ein Problem für euch?

Malek: Nicht für uns.

******

Ein handgreiflicher Streit bricht zwischen den Jaffa und den Tok’ra aus. Auf der einen Seite stehen die Jaffa und auf der anderen die Tok’ra. Beide Seiten richten ihre Waffen aufeinander.

O’Neill: Kann mir vielleicht mal… irgendjemand erklären, was hier los ist?

******

Jack und Jacob unterhalten sich.

Jacob: Eine Lektion der Geschichte. Immer, wenn in den letzten zweitausend Jahren ein Tok’ra durch eine Stabwaffe starb, hat ein Jaffa sie abgefeuert.


Episode: Evolution 1

Ein Supersoldat schießt auf Teal’c und Bra’tac.

Jacob (Voice Over): Das ist offensichtlich eine ganz neue Art von Krieger.

******

Bra’tac verhört einen lebenden Supersoldaten.

Supersoldat: Ich diene Anubis.

Carter: Im Prinzip verfügt er über alle Fähigkeiten eines normalen Goa’uld, aber ihm fehlen die Persönlichkeitsmerkmale.

*****

Jacob (der vor dem toten Supersoldaten im Labor sitzt): Dieses Wesen hat nicht gelebt, als er gezüchtet wurde.

Daniel: Frankensteins Monster.

******

Selmak (Voice Over, als wir sehen, wie Daniel und Lee das Antiker-Gerät des Telchaks im Tempel finden): Vor tausenden von Jahren hat ein Goa’uld ein Gerät gefunden, dass von den Antikern erschaffen wurde. Mit diesem Gerät könnten wir eine Waffe entwickeln mit deren Zweck die Neutralisation dieser Lebens spendenden Energie ist

******


Szene: Labor, Alphastützpunkt

Sam und Jacob arbeiten an der Waffe, die den Supersoldaten bezwingen soll. Jacob läuft im Labor herum auf der Suche nach etwas. Sam lenkt das Herumgelaufe von ihrer Arbeit ab.

Jacob: Wo sind die Matrixkristalle?

Carter (zeigt über ihre Schulter): Neben den Primärkristallen.

Jacob: Hier findet man nichts! Auf dem alten Alphastützpunkt war alles geordnet!

Carter: Aber den Stützpunkt mussten wir aufgeben, nachdem Anubis seine Hirnsonde bei Jonas angewendet hat. Da wolltest du doch nicht bleiben, oder?

Jacob: Ich will nur so effizient wie möglich arbeiten können. Anubis’ Drohnen vernichten die Systemlords und wir sind als nächste dran. (Er bleibt gegen über von Sam auf der anderen Seite des Tisches, wo der Prototyp draufsteht stehen) Dieser Prototyp sollte schon vor Wochen fertig sein.

Carter (sieht von ihrer Arbeit auf): Ist er auch. Es fehlen nur noch… Kleinigkeiten.

Jacob: Eine spitzfindige Unterscheidung.

Carter: Wir haben Telchaks Gerät doch erst seit einem Monat. Ich finde es beeindruckend, dass die Entwicklung so schnell ging.

Jacob: In der gegenwärtigen Konfiguration ist die Waffe nicht effektiv genug zur Ausschaltung der Reanimationstechnologie.

Carter: Weil deine Energieeinheiten nicht entsprechend kalibriert ist. (Sie deutet auf das kleine Objekt vor sich) Diese hier wird besser funktionieren.

Jacob: Möglicherweise.

Carter: Hattest du deinen Morgenkaffee noch nicht?

Jacob (zuckt einmal kurz mit den Schultern): Selmak trinkt nicht gerne Kaffee.

Carter: Für deinen Symbionten verzichtest du auf Kaffee? (Jacob nickt und zu sagen dass Sam überrascht ist, wäre eine Untertreibung) Das wusste ich nicht.

Jacob: Wir reden ja kaum noch miteinander, Sam.

Sie wirft ihm einen 'Jetzt komm mir nicht wieder damit’ – Blick zu. Sie seufzt, aber bevor sie noch etwas sagen kann, geht auf dem ganzen Stützpunkt der Alarm los. Ein Lieutenant Glenn kommt zu ihnen herein gelaufen.

Carter: Lieutenant, was ist passiert?

Glenn: Wir werden angegriffen! Goa’uld-Schiffe sind in die Atmosphäre eingedrungen. Colonel Riley hat die Evakuierung angeordnet. Wir brechen sofort auf.

Sam und Jacob sehen sich entsetzt an.


INTRO


Szene: Kontrollraum, SGC

Wir sehen, wie unten im Torraum ein MALP einsatzbereit gemacht wird. Oben im Kontrollraum sehen wir Daniel, Jack, Teal’c und Hammond.

Daniel: Was ist los?

Hammond: Vor zwanzig Minuten haben Goa’uld-Raumschiffe die Evakuierung des Alphastützpunktes notwendig gemacht.

Daniel: Sam ist zu Forschungszwecken dort.

Hammond: Sie hat mit Jacob eine Waffe entwickelt, die Anubis’ neue Soldaten neutralisieren sollte. Im Moment wissen wir nicht, wo sie sich aufhalten.

O’Neill: Wie vielen ist die Flucht gelungen?

Hammond: Wir haben noch keine Verlustmeldungen vom Betastützpunkt, aber es werden mindestens neunzig Leute vermisst unter ihnen der Stützpunktkommandant.

O’Neill: Aber der Standort des Alphastützpunktes war doch top secret.

Daniel: Wir haben das Tor mit einem Tok’ra Schiff hingebracht. Die Adresse ist neu.

Teal’c: Trotzdem müssen die Goa’uld irgendwie dahinter gekommen sein.

Davis: Chevron sieben aktiviert.

Das Wurmloch etabliert sich.

Davis: Wurmloch ist stabil, Sir. Kein Funkkontakt.

Hammond: Schicken Sie das MALP.

Davis: Ja, Sir.

Das MALP fährt die Rampe herauf durch das Tor.

Davis: MALP ist unterwegs. Empfange MALP-Telemetrie.

Auf dem Bildschirm sehen wir nichts weiter als Steine.

Davis: Sir, so wie es aussieht, liegt das MALP auf der Seite.

Hammond: Haben Sie noch Kontrolle über die Kamera?

Davis: Ja, Sir.

Er bewegt die Kamera und wir können ansatzweise sehen, dass das Tor nicht mehr steht, sondern liegt. Jack sieht mit einem Stirnrunzeln von den Bildern zu den anderen.

Daniel: Wenn das Stargate umgestoßen wurde, hat die Aktivierung ein immenses Loch im Boden entstehen lassen. Als das MALP durchgeschickt wurde, ist es darein gestürzt.

Hammond: Wir wissen nicht, ob das DHD den Angriff überstanden hat.

Teal’c: Wenn wir eine alternative Energiequelle mitnehmen…

Daniel: … können wir manuell rauswählen.

Hammond: Möglicherweise unter feindlichen Feuer.

O’Neill: Das schaffen wir schon, Sir. Das Tor gibt uns optimale Deckung.

Hammond: Sie haben grünes Licht. Viel Glück, Colonel.

O’Neill: Danke, Sir.

Sofort machen sich die drei auf den Weg.


Szene: Alphastützpunkt

Das aktive Tor liegt in der Horizontalen. Als das Wurmloch verschwindet, sehen wir SG-1 im Loch darunter liegen. Mit einer Leiter schaffen sie es an die Oberfläche zu klettern. Erst Jack, dann Teal’c und zuletzt Daniel. Die Verwüstung ist gigantisch. Alles nur noch Rauch und Asche. Der Stützpunkt steht nicht mehr.

Daniel: Wow…

Teal’c: Diese Zerstörung ist nicht das Resultat eines Luftangriffs.

O’Neill: Eine strahlenförmige Explosion.

Teal’c: Möglicherweise die Selbstzerstörung, damit die Alphabasis nicht in Feindeshand gerät.


Später


Weitere SG-Teams klettern aus dem Loch heraus. Jack steht mit Reynolds zusammen.

O’Neill: Wir bilden Teams und suchen nach Überlebenden.

Reynolds: Wer könnte das überleben?

Obwohl Jack seine Sonnenbrille aufhat, muss der Blick darunter tödlich sein.

O’Neill: Sie gehen in Richtung Wald.

Reynolds hat es ebenfalls verstanden und nickt.

Reynolds: Verstanden. (Zu seinen Männern) Ausschwärmen.

SG-1 geht in die Entgegengesetzte Richtung.

Sie laufen durch ein wahres Trümmerfeld. Wo eins vermutlich noch das Hauptlabor gestanden hatte, liegen jetzt nur noch Staub, Asche und verbrannte Gerüste auf dem Boden. Die drei sehen sich um.


Szene: Wald, Alphabasis

Reynolds sucht mit seinen Männern den Wald ab. Bisher haben sie noch kein Glück gehabt.


Szene: Lager, Alphabasis

Jack untersucht ein paar Trümmer.

Teal’c: O’Neill.

Daniel und Jack gehen zu Teal’c, der etwas abseits steht und auf etwas schaut, was auf dem Boden liegt.

O’Neill: Was hast du?

Sie bleiben vor Überresten der Rüstung des Supersoldaten stehen.

Teal’c: Das ist ein Teil einer Panzerung einer Drohne von Anubis.

Jack schaut augenblicklich auf. Alle drei sehe sich um.

O’Neill (in sein Funkgerät): Reynolds.

Reynolds (über Funk): Ich höre.

O’Neill (über Funk): Seien Sie vorsichtig. Wir sind hier vielleicht nicht allein. Mindestens einer von Anubis’ Robotern war bei dem Angriff dabei. Also, aufpassen.

Reynolds (über Funk): Verstanden.


Szene: Wald

Reynolds Leute schleichen jetzt vorsichtiger weiter. Als sie ein Knacken, wie, als wenn jemand auf einen Ast getreten wäre, hebt Reynolds seine Faust. Er gibt seinen Männern Zeichen und sie machen sich auf in diese Richtung. Zu ihrer Überraschung sind es überlebende Jaffa, Menschen und Tok’ra, welche augenblicklich ihre Waffen auf die Soldaten richten. Reynolds hebt seine Hand und alle senken ihre Waffen.

Green: Colonel.

Reynolds: Major Green, alles in Ordnung?

Green: Mir geht’s gut, Sir.

Er hat in der Tat nur ein paar Kratzer abbekommen.

Green: Aber wir haben hier ein paar Schwerverletzte.

Reynolds: Noch weitere Überlebende?

Green: So viel ich weiß sind wir die einzigen, Sir.


Szene: Lichtung

SG-1 befindet sich noch immer an Ort und Stelle, als Reynolds sie anfunkt.

Reynold (über Funk): O’Neill.

O’Neill (über Funk): Was gibt’s?

Reynolds (über Funk): Zwölf Überlebende, aber nicht in besonders guter Verfassung.

O’Neill (über Funk): Das bedeutet?

Reynolds (über Funk): Ein paar sind unverletzt, aber die meisten brauchen ärztliche Hilfe.

O’Neill (über Funk): Ist Major Carter dabei?

Green schüttelt nut mit dem Kopf.

Reynolds (über Funk): Ich fürchte nein, Sir.


Szene: Kontrollraum, SGC

Jack hat mit Hammond Kontakt aufgenommen.

O’Neill: SG-3 braucht ein bisschen Hilfe, um das Tor aufzurichten.

Hammond: SG-11 und 21 bereiten sich gerade vor, Colonel. Sie dürften bald startbereit sein. Unglücklicherweise haben wir im Moment nicht noch mehr Leute, um Ihnen bei der Suche helfen zu können.

O’Neill: Die Verwundeten zu bergen hat Priorität, Sir.

Hammond: Schon klar, aber wenn es noch weitere Überlebende geben sollte, bleibt ihnen vielleicht nicht mehr viel Zeit.

O’Neill: Verstanden, Sir. Wir suchen weiter.

Hammond nickt nur.


Szene: Alphaseite

Jack und die anderen beiden setzten ihre Suche fort. Dann entdecken sie Jacob, der unter einem umgestürzten Baum eingeklemmt ist.

O’Neill: Jacob!

Sie rennen zu ihm hin. Er ist noch am leben. Teal’c lässt seine Muckis spielen und hebt den Baumstamm an, so dass Jack das eingeklemmte Bein aus der Gefahrenzone ziehen kann.

Jacob (unter Schmerzen): Anubis’ Drohnen…

O’Neill: Das wissen wir schon.

Jacob (hält den Prototypen in seiner Hand): Hier nehmen Sie die. Sie funktioniert nicht hundertprozentig, aber sie könnte hilfreich sein. Leider sind nur noch ein paar Schuss drin. Sams Waffe ist besser entwickelt und geladen.

O’Neill: Wo ist sie?

Jacob: Keine Ahnung. (Verstummt einen Moment) Ich weiß nicht mal, ob sie noch lebt…

Daniel, der gerade Erste Hilfe an Jacobs Bein leistet, sieht geschockt auf. Teal’c und Jack können ihre Gefühle da schon besser verbergen, aber auch sie sind mehr als beunruhigt.


Szene: Torraum, SGC

Die Verwundeten werden durch das Tor gebracht. Jacob ist einer von ihnen. Er wird auf eine fahrbare Trage gelegt und Hammond kommt zu ihm.

Hammond: Wie geht es Ihnen?

Jacob: Damit wird Selmak schon fertig werden.

Hammond: Jacob, wir müssen wissen, was da draußen passiert ist. Wie konnte Anubis den neuen Standort der Alphabasis erfahren?

Jacob: Ich habe keine Ahnung. Ich war bei Sam, als die Selbstzerstörung ausgelöst wurde. Eine der Drohnen folgte uns in den Wald… George, wenn ich die Explosion überleben konnte, dann hat dieses Wesen es auch geschafft.

Hammond und Daniel tauschen einen sehr besorgten Blick aus.

Hammond: Was ist mit der neu entwickelten Waffe?

Jacob: Die hat jetzt Colonel O’Neill. Aber in der jetzigen Konfiguration ist sie nicht effektiv genug. Die besser entwickelte Einheit hatte Sam.

Hammond: Und wir wissen nicht, wo sie sein könnte?

Daniel: Sie wird noch vermisst.

Hammond: Können wir irgendetwas anderes gegen die Drohnen einsetzen?

Jacob: Ihre Panzerung ist für uns alle bekannten Waffensysteme undurchdringbar.

Daniel: Und die Drohne, die bei der Explosion getötet wurde?

Jacob: Kinetische Energie, eine Explosion dieser Größe löscht einfach alles aus.

Daniel: Also mit ausreichender kinetischer Energie…?

Jacob: Und davon nicht zu knapp.

Sieht wohl doch nicht so gut aus.

Hammond: Ein Marschflugkörper?

Jacob: Das müsste funktionieren… wenn man dicht genug rankommt.

Hammond (nickt kurz): Sergeant Siler?

Siler kommt zu ihm.

Hammond: Wir brauchen ein UAV mit C-Spezifikation.

Siler: Ja, Sir.

Er macht sich gleich auf den Weg. Hammond nickt den Sanitätern zu und die bringen Jacob auf die Krankenstation. Daniel ist vollkommen zerrissen von Sorge und Beunruhigung.


Szene: Hammonds Büro, SGC

Hammond sitzt hinter seinem Schreibtisch und Green steht vor ihm. Ein Protokollant ist ebenfalls anwesend.

Green: Habe ich mir was vorzuwerfen, Sir?

Hammond: Die Tatsache, dass der Alphastützpunkt offensichtlich verraten wurde, bedeutet eine ernste Sicherheitsverletzung. Das Pentagon verlangt umgehend eine formelle Untersuchung. Erzählen Sie mir einfach was passiert ist.

Green (seufzt): Ehrlich gesagt, Sir, das weiß ich selbst nicht so genau. Ich war grad beim essen, als der Alarm losging. Im Kommandozentrum hatte Colonel Riley bereits die Evakuierung angeordnet.

Hammond: Und was ist mit dem Stargate?

Green: Es wurde von einem Al-Kesh-Bomber getroffen. Wir waren isoliert, dann kamen die Drohnen mit ihren Späherschiffen. Wir haben mit allem gefeuert, was wir hatten, aber das hat sie nicht aufgehalten.

Hammond: Deswegen hat der Colonel die Selbstzerstörung angeordnet?

Green: Auf dem Stützpunkt gab es geheimes Material, Sir. Er blieb da, um sicher zu gehen, dass die Selbstzerstörung ausgelöst wurde. Er hat uns eine Minute gegeben, um uns in Sicherheit zu bringen… Ich hätte bei ihm bleiben sollen.

Hammond: Sie haben Befehle befolgt, Major.

Green (nicht überzeugt): Ja, Sir.

Hammond: Gab es in den letzten Tagen irgendwelche ungewöhnlichen Aktivitäten auf der Alphabasis? Ungeplante Toraktivierungen oder außergewöhnliche Vorkommnisse?

Green: Nein, Sir.

Hammond: Wie lief es mit den Jaffa und den Tok’ra?

Green: Tja, die hatten schon ihre Probleme gehabt. Aber das ist nichts Ungewöhnliches.

Hammond: Ich brauche eine Liste des gesamten Personals, Menschen, Tok’ra, Jaffa, alle, die in den letzten achtundvierzig Stunden durch das Tor der Alphabasis gekommen sind.

Green: Ja, Sir.


Szene: Alphabasis

Jack und Teal’c suchen weiter die Gegend ab. Sie kommen aus dem Wald heraus auf eine kleine Lichtung.

Teal’c: Stiefelabdrücke.

Jack kniet sich zu den Spuren im Sand hinunter.

O’Neill: Standartstiefel vom Stargate Center…

Teal’c: Das ist korrekt. Die Abdrucktiefe könnte zu Major Carters Gewicht passen.

O’Neill: Da drüben sind noch welche.

Teal’c: Sehr viel größere. Möglicherweise die Drohne.

O’Neill (sehr angespannt): Ja.

Sie richten sich wieder auf.

Teal’c: Und du glaubst, diese Waffe könnte was gegen die Drohnen ausrichten?

Jack sieht sich die Waffe in seiner Hand an.

O’Neill: Tja, das werden wir ausprobieren, wenn es soweit ist.

Er geht weiter und Teal’c folgt ihm.


Szene: Krankenstation, SGC

Jacob liegt verarztet auf einem Bett. Daniel sitzt an seiner Seite.

Daniel: Und, äh, was macht die Verletzung?

Jacob: Wird schon wieder. Langsam aber sicher.

Daniel: Ja, sehr langsam. So wie das heilt, dauert das sicher noch einen Tag.

Jacob: Sie sind doch nicht hier, weil Sie sich für mein Bein interessieren. Sie wollen wissen, was mit Sam passiert ist.

Daniel (nickt knapp): Ja.

Jacob: Der Stützpunkt wurde angegriffen. Wir haben gehört, dass die Explosion näher kam…


RÜCKBLICK

Szene: Labor, Alphabasis

Helle Aufruhr. Sam und Jacob versuchten noch so schnell es ging die Prototypen zu sichern.

Jacob (Voice Over): Dann überflogen uns Späherschiffe…

Wir sehen, wie alles durch die Explosionen zu beben beginnt.

Glenn: Wir müssen jetzt los!

Carter: Geben Sie mir noch eine Sekunde!

Jacob (Voice Over): Sie wollte noch das Matrixkristall in die Waffe kopieren und den Speicher des Computers löschen.

Glenn: Sie haben den Prototyp!

Jacob: Wir dürfen diese Information nicht für den Feind zurücklassen!

Eine weitere Explosion, diesmal fällt das Licht kurzzeitig aus!

Glenn: Wie lange noch?

Carter: Fertig!

Sie dreht sich grade zur Tür um, als Glenn von hinten erschossen wird. Jacob und sie gehen sofort hinter dem Tisch in Deckung, als die Tür aufgestoßen wird und eine Drohne hereinkommt. Sie beginnt auf alles zu schießen. Jacob setzt zum Gegenangriff an. Er kommt aus seiner Deckung und schießt mit einem Prototypen auf die Drohne. Die Drohne beginnt zu taumeln und geht in die Knie.

Jacob: Es funktioniert!

Doch dann richtet sich die Drohne wieder auf.

Carter: Nicht so, wie geplant.

Jacob setzt zum nächsten Schuss an. Diesmal fällt die Drohne auf den Boden.

Jacob: Nichts wie weg hier!

Die beiden verlassen das Labor.


RÜCKBLICK ENDE

Szene: Krankenstation, SGC

Jacob: Das Sternentor wurde getroffen. Wir konnten nicht mehr entkommen. Wir sind Richtung Berge geflüchtet. Eins dieser Wesen ist uns gefolgt. Wenn Sam noch am Leben ist, wird sie von diesem Wesen gejagt.

Daniel: Das Wesen könnte sich verstecken, um irgendwann durch das Tor zu gehen.

Jacob: Bei so vielen Räumen auf dem Stützpunkt, wieso kam es direkt ins Labor? Und warum hat es nur uns verfolgt und niemanden sonst?

Daniel: Es wusste von dem Prototyp?

Jacob: Ich nehme an, die Waffe war der Grund für den Angriff. Offenbar hat Anubis erfahren, dass wir eine Waffe entwickeln wollten, die seine Soldaten aufhalten könnte.

Daniel: Den Prototyp… den hat Sam.

Jacob: Das Wesen wird nicht aufgeben, bis es die Waffe hat.

Beide verstehen die Bedeutung der Worte nur allzu gut.


Szene: Torraum, SGC

Siler bereitet das UAV vor, als Hammond zu ihm kommt.

Hammond: Sergeant Siler, wie sieht’s aus?

Siler: Wir sind soweit.

Hammond: Gut gemacht. Starten Sie das UAV.

Davis kommt zu ihnen.

Davis: General. Der Anführer der Jaffa Überlebenden ist bereit auszusagen.

Hammond: Schicken Sie ihn sofort zu mir.

Davis: Ja, Sir.

Beide verlassen den Torraum, während im Hintergrund das Tor angewählt wird.


Hammonds Büro, SGC

Hammond sitzt wieder an seinem Schreibtisch, während der Jaffa-Anführer, M’Zel, vor ihm steht.

M’Zel: Ich verstehe nicht ganz, warum ich verhört werde.

Hammond: Wir müssen herausfinden, was passiert ist.

M’Zel: Wenn du wissen willst, wer unseren Stützpunkt verraten hat, schlage ich vor du wendest dich an die Tok’ra.

Hammond: Wieso sollte ich das tun?

M’Zel: Sie sind ohne Ehre.

Hammond: Sie sind eure Alliierten.

M’Zel: Warum haben sie uns dann nicht geholfen?

Hammond: Ich weiß nicht, um was es geht.

M’Zel: In diesem Augenblick geht Anubis gegen den Systemlord Olokun vor. Seine Drohnen schlachten alle Jaffa, die sich gegen sie wenden. Sie sterben einen sinnlosen Tod.

Hammond: Was hat das mit den Tok’ra zutun?

M’Zel: Wir glauben, sie haben einen Spion in Olokuns Diensten. Einen, der in der Lage wäre ihn umzubringen.

Hammond: Die Tok’ra informieren uns laufend über ihre Aktivitäten. Ich habe keine Erkenntnis über einen Spion in Olokuns Rängen.

M’Zel: Dann wirst du auch von ihnen belogen. Sobald ihr Gebieter tot ist, wäre die Belagerung zu Ende und Olokuns Jaffa könnten sich unserer Bewegung anschließen.

Hammond: Unsere Toraufzeichnungen zeigen, dass eine Gruppe von Jaffa die Alphabasis vierundzwanzig Stunden vor dem Angriff verlassen hat. Das war doch ein Trupp von euch, oder?

M’Zel: Ja.

Hammond: Gibt es schon eine Rückmeldung?

M’Zel: Bisher noch nicht.

Hammond: Wenn die von Anubis gefangen genommen wurden –

M’Zel (unterbricht ihn): Kein Jaffa würde durch Folter reden!

Hammond: Anubis muss nicht auf Folter zurückgreifen. Er hat eine Technologie entwickelt, die ihm alle Gedanken seiner Gefangenen offenbart.

M’Zel: Als Her’ur getötet wurde, wurde ich gezwungen Apophis meine Treue zu schwören. Der Mörder meines Gebieters wurde mein neuer Gebieter. So war es für alle Jaffa seit tausenden von Jahren. Aber jetzt können wir uns gegen die Unterdrückung wenden. Wir können uns für die Freiheit entscheiden. Die gleiche Freiheit erbitte ich für die Jaffa, die Olokun dienen. Wenn ihr mir erlaubt auf der Betabasis mit den Überlebenden zu reden, kann ich vielleicht herausfinden, was mit meinen Jaffa passiert ist.

Hammond: Einverstanden.


Szene: Alphabasis

Jack und Teal’c laufen jetzt durch den Wald, als Hammond sich über Funk bei ihm meldet.

Hammond (über Funk): Colonel O’Neill?

O’Neill (über Funk): General.

Hammond (über Funk): Erstatten Sie Bericht.

O’Neill (über Funk): Wir haben Fußspuren entdeckt, Sir. Könnten von Carter sein.

Hammond (über Funk): Welche Richtung?

O’Neill (über Funk): Nach Osten, Richtung Berge.

Teal’c (über Funk): Da oben hat sie eine bessere Verteidigungsposition.

Hammond (über Funk): Verstanden. Ich schicke das UAV in diese Richtung. Hammond, Ende.


Szene: Wald, Alphabasis

Wir sehen Sam auf dem Boden sitzen. Sie ist schwer am Bein verletzt. Eine klaffende Fleischwunde auf ihrem Oberschenkel, genau wie Blutstriemen, die ihr Gesicht hinunterlaufen. Gerade als sie ihre Wunde versorgen will, hört sie Schritte und legt sich auf dem schmalen Abhang, wo sie sich befindet auf den Boden, direkt unter eine größeren Wurzel. Die Drohne wird langsamer, als sie sich umsieht, bis sie schließlich ganz stehen bleibt.

Sam wagt es kaum zu atmen. Erschöpft schließt sie für einen Moment ihre Augen und legt ihren verletzten Kopf auf das Geröll. Schließlich geht die Drohne weiter. Sam sieht auf und schließt dann wieder ihre Augen.


Szene: Hammonds Büro, SGC

Hammond befindet sich wieder auf seinen gewohnten Platz hinter seinem Schreibtisch, als Jacob auf einer Krücke gestützt vor der offenen Tür stehen bleibt. Jacob klopft kurz und Hammond schaut von seinem Bericht auf.

Hammond: Jacob.

Jacob geht zu dem Stuhl auf der anderen Seite des Tisches.

Jacob: Was neues von Sam?

Hammond: Noch nicht. Wir haben ein UAV gestartet und alle verfügbaren SG-Teams sind auf der Suche nach ihr. Ich kenne niemanden, der cleverer oder erfinderischer ist als sie. Ihr wird schon was einfallen.

Jacob hat sich in der Zwischenzeit hingesetzt und nickt kurz.

Jacob: Was macht Ihre Untersuchung?

Hammond: Ich wollte schon längst mit Ihnen darüber sprechen. Wissen Sie etwas über einen Tok’ra-Spion in den Rängen von Olokun?

Jacob (runzelt die Stirn und schüttelt den Kopf): Nein.

Hammond: Nach Auskunft eines Jaffa haben die Tok’ra einen Spion in seiner Nähe.

Jacob: Die müssen sich irren.

Davis (über Lautsprecher): Außerplanmäßige Aktivierung von außen!

Hammond steht auf.


Szene: Torraum, SGC

M’Zel kommt durch das Tor. Hammond und Jacob betreten den Torraum.

Hammond: Haben Sie auf dem Betastützpunkt etwas erfahren?

M’Zel: Von dem Jaffa, die Rebellen in Olokuns Armeen rekrutieren sollten, hat nur einer überlebt. Das Schicksal der anderen ist unbekannt. Anubis hat wieder seine Macht demonstriert. Tausende von Jaffa wurden getötet. Und Kommandeure von Olokun gefangen genommen. (Er sieht zu Jacob) Der Tok’ra-Spion war auch dabei.

Jacob: Das ist unmöglich. Hätten wir jemanden in seiner Nähe, hätte ich davon gewusst.

Hammond: Sie sind Sie sicher?

Jacob sieht ihn an.


Szene: Wald, Alphabasis

Sam versucht zu rennen, aber es ist mehr ein einseitiges Hinken mit dem Nachschleifen ihres verletzten Beines, als sie vor der Drohne flüchtet. Sie kann kaum auftreten und jeder Schritt scheint ihr sehr große Schmerzen zu bereiten. Sie stützt sich an einen Baum ab und lässt sich daran herunter gleiten, bis sie auf dem Boden sitzt. Sie hat provisorisch ihre Wunde abgeschnürt und öffnet jetzt den zusammengeknoteten Stofffetzen.


In einem anderen Teil des Waldes sucht die Drohne weiterhin nach ihr. Es bleibt stehen, als es Blut an einigen Blättern sieht. Es verfolgt die Spur. Blutstropfen sind auf dem Boden verteilt.


Sam hat den 'Verband’ um ihre wunde geöffnet und als sie das offen liegende Fleisch berührt, stöhnt sie unter Schmerzen auf und schließt ihre Augen.


Die Drohne geht langsam weiter. Es hebt ihren Arm auf eine Person, die mit dem Rücken zu ihm gegen einen Baum gelehnt sitzt.


Sam hat noch immer ihre Augen geschlossen. Sie atmet ein paar Mal tief durch.


Die Drohne kommt immer näher und näher. Schritt für Schritt, bereit zu schießen. Doch dann sehen wir, dass es sich um die Person um einen bereits toten SG-Soldaten handelt. Die Drohne senkt wieder den Arm, als es sieht, dass es nicht die Person ist, die es sucht.


Sam öffnet ihre Augen und sieht sich um. Sie hat sich lange genug ausgeruht. Mühselig stemmt sie sich hoch und verschwindet.


Szene: Besprechungsraum, SGC

Hammond sitzt in seinem Sessel am Kopf des Tisches. Vor ihm steht ein weiterer Tok’ra, Daleg.

Hammond: Danke für Ihre Kooperation in dieser Angelegenheit.

Daleg: Ich sehe keine Notwendigkeit diese Untersuchung fortzusetzen, General. Die Jaffa haben ihre Verantwortung bereits eingestanden.

Hammond: Wir wissen nur, dass die Männer, die Rebellen in Olokuns Armeen rekrutieren sollten, nicht zurückgekehrt sind.

Daleg: Offenbar ist es Anubis inzwischen gelungen sie zu enttarnen. Immerhin ist das die logischste Erklärung.

Hammond: Die Jaffa haben auch gesagt, dass ein Tok’ra-Spion gefangen genommen wurde.

Daleg: Wir beiden wissen, dass die Jaffa-Aufklärung nicht immer so verlässlich ist, wie wir es wünschen.

Hammond: Demnach hatten die Tok’ra also keinen Spion in Olokuns Rängen?

Daleg: Ich bin nicht in der Lage darüber Auskunft zu geben.

Hammond: Die Vereinbarung unserer Allianz verlangt völlige Offenheit.

Daleg: Das betrifft nur gemeinsame Interessen.

Hammond: Die Sicherheit der Alphabasis ist ein gemeinsames Interesse.

Daleg: Aber der Einsatz unserer Spione hat keinen Einfluss auf die Sicherheit der Alphabasis.

Hammond: Das sagt ihr.

Daleg: Ihr habt Verbündete unter anderen Nationen eures Planeten, richtig?

Hammond: Natürlich.

Daleg: Praktiziert ihr da auch immer völlige Offenheit?

[Huh… gutes Argument…]

Hammond: Wir haben euch Unterschlupf gewährt, als ihr nicht wusstet, wo ihr hin solltet.

Daleg: Weil ihr davon einen Vorteil hattet. Ihr habt uns Telchaks Reanimationsmaschine gebracht, weil ihr unsere Hilfe brauchtet, um eine Waffe gegen Anubis’ Drohnen zu entwickeln. Aber ihr seid nicht immer so auskunftsfreudig. Zum Beispiel im Bezug auf euer Programm über die Entwicklung von Hybridenschiffen unter Verwendung von Goa’uld-Technologie. Dieses Programm finden wir Tok’ra extrem riskant.

Hammond: Wir brauchen diese Schiffe zur Verteidigung der Erde.

Daleg: Und ihr glaubt, es würde uns deswegen nichts angehen? Diese Vereinbarung beruht auf Gegenseitigkeit, General. Wir sollen darauf vertrauen, dass euer leichtfertiger Umgang mit Technologien, die ihr nicht versteht, keine Gefahr darstellt. Aber solche Überlegungen lasst ihr nicht gelten, wenn es um unseren möglichen Einsatz von Spionen geht.

Hammond: Ich habe dazu eine Frage. Wie viele Tok’ra vom Alphastützpunkt werden zurzeit noch vermisst?

Daleg: Fünf.

Hammond: Wissen Sie, wie viele Männer ich vermisse? Vierundsechzig. Sie können mir glauben, wenn ich Ihnen sage: Ich werde dieser Sache auf den Grund gehen, mit oder ohne Ihre Hilfe.

Daleg antwortet ihm nicht.

[Da haben wir aber die Nase ganz weit oben im Wind! Yeeha! Zeig’s ihm, Hammond!]


Szene: Alphabasis

Sam gelangt an einen kleinen Bach etwas außerhalb des Waldes. Sie nutzt die Gelegenheit, um etwas Flüssigkeit aufzunehmen. Mit ihrer verletzten und schmutzigen Hand trinkt sie hastig etwas Wasser, als plötzlich mehrere Schüsse neben ihr einschlagen.

Erschrocken sieht sie auf. Gegenüber vom Bach steht der Supersoldat. Er schießt weiterhin auf sie und Sam schafft es gerade mal, ohne getroffen zu werden, hinter einen alten Baumstamm zu springen. Der Soldat geht mit langsamen, aber entschlossenen Schritten auf den Bach zu, während Sam versucht ohne getroffen zu werden aus dieser Gefahrenzone zu flüchten. Als Sam im Wald verschwindet, bleibt die Drohne mitten im Wasser stehen.


Szene: Dalegs Quartier, SGC

Daleg öffnet Jacob die Tür, welcher alles andere als erfreut aussieht. Aber das scheint irgendwo auf Gegenseitigkeit zu beruhen.

Daleg: Ich habe dich bereits erwartet. (Er geht zur Seite, so dass Jacob eintreten kann) Du hast bestimmt mit General Hammond gesprochen.

Jacob: Er hat dich gefragt, ob wir einen Spion in Olokums Nähe haben.

Daleg: Ja, hat er.

Jacob: Er hat mir dieselbe Frage gestellt. Natürlich habe ich das verneint. Denn nur der Hohe Rat ist befugt solche Entscheidungen zu treffen. Da ich Mitglied im Hohen Rat bin, hätte ich davon gewusst. Habe ich Recht? (Daleg antwortet ihm nicht) Oder möchtest du mir etwas mitteilen?

Daleg: Falls du Einwände hast, kannst du sie dem Hohen Rat vortragen.

Daleg will sich vom abwenden, aber Jacob fasst ihm am Arm und hält ihn davon ab.

Jacob: Weißt du eigentlich wer vor dir steht?

Daleg (verächtlich): Eine interessante Frage. Es kommt mir vor, als spreche ich mit einem menschlichen Wirt.

Jacob schließt kurz seine Augen und Selmak hat jetzt die Kontrolle.

Selmak: Mach keinen Fehler, Daleg. Ich bin immer noch Selmak. Und ich war ein Führer der Tok’ra, bevor du überhaupt einen Wirt gefunden hattest.

Daleg: Vielleicht bist du zu lange ein Führer gewesen. Die Tau’ri sind anders als die Menschen in der Galaxis. Ihr Wille wurde nicht durch tausendjährige Sklaverei gebrochen. Das macht sie gewiss interessant, aber es macht sie auch gefährlich. Insbesondere als Wirt.

Selmak: Jacob Carter hat auf mich nicht mehr Einfluss als jeder andere Wirt.

Daleg: Einige von uns würden dem nicht zustimmen. Du bist diesem Menschen irgendwie zu nahe gekommen, Selmak. Deine wahre Loyalität wird in Frage gestellt. (Selmak, also Jacob, spannt seinen Körper gefährlich an)

Selmak: Sprichst du für den gesamten Rat?

Daleg: Du hast noch einige auf deiner Seite, obwohl ihre Anzahl schwindet.

Selmak: Ihr habt meine Abwesenheit ausgenutzt und einen Spion ausgeschickt.

Daleg: Wenn du es gewusst hättest, hättest du es General Hammond gesagt?

Selmak: Er hat ein Recht es zu erfahren.

Daleg: Wir haben gewusst, dass du so denkst. Genau aus diesem Grund haben wir dich nicht informiert.

Diesmal hält Selmak ihn nicht auf, als er sich abwendet. Das ist ein herber Schlag. Von den eigenen Männern verraten.


Szene: Hammonds Büro, SGC

Jacob ist bei Hammond.

Hammond: Dann hat Daleg zugegeben, dass dieser Spion vermisst wird.

Jacob: Ja. Aber die Tok’ra glauben nicht, dass er verantwortlich ist für den Überfall auf die Alphabasis. Unsere Spione müssen schwören, dass sie sich nicht lebend gefangen nehmen lassen.

Hammond: Was ist mit einem Sarkophag?

Jacob: Sie wenden besonders Vorsicht an, um sicher zu stellen, dass das Gehirn nicht mehr intakt ist. Eine Wiederbelebung ist unmöglich.

Hammond: Das funktioniert auch nur, wenn der Spion nicht überrascht wird.

Jacob: Das System ist nicht narrensicher, aber das würden sie nie zugeben. Tatsache ist, ich glaube nicht, dass wir jemals erfahren werden, wer für die undichte Stelle verantwortlich war. Vielleicht ein Tok’ra, vielleicht ein Jaffa. Es wäre beides denkbar. Hören Sie, ich habe Ihnen bei dieser Untersuchung so gut es ging geholfen, aber jetzt möchte ich auf die Alphabasis zurück und bei der Suche helfen.

Hammond: Ich brauche Sie hier.

Jacob: George, Sie wissen doch, was das für mich bedeutet. Man traut mir nicht mehr. Im Hohen Rat glaubt man, ich wäre beeinflussbar. Was ziemlich ironisch ist, wenn man bedenkt, dass ich die ganze Zeit hier vergeude, während meine Tochter da draußen von diesem Wesen gejagt wird.

Hammond: Wir haben unsere besten Leute losgeschickt, Jacob. Wir werden sie finden.

Jacob: Und was soll ich in der Zwischenzeit machen?

Hammond: Ich habe einen Bericht von der Betabasis empfangen. Die Jaffa geben die Tok’ra die Schuld für den Überfall. Es gab bereits mehrere Zusammenstöße. Wenn ich die Situation nicht mehr unter Kontrolle kriege, habe ich den Befehl alle rauszuwerfen. Damit wäre unsere Allianz zerbrochen. Ich brauche jemanden, der das verhindert, eine Stimme der Vernunft. Das können nur Sie.

Jacob nickt leicht mit dem Kopf.


Szene: Alphabasis

Sam hat sich unter zahlreichem Laubwerk versteckt, als sie plötzlich das summende Geräusch des UAVs hört. Sie schaut kurz auf. Das UAV fliegt ganz in ihrer Nähe. Sie versucht mit Hilfe ihrer Uhr die Sonnenstrahlen zu reflektieren, um dem Stützpunkt so ein Lebenszeichen von sich zu senden. Leider hat sie nur mäßig Erfolg, denn keine zwei Sekunden später wird das UAV von der Drohne abgeschossen. Augenblicklich legt sie sich wieder flach auf den Boden unter die Blätter. Die Drohne steht keine zehn Meter von ihr entfernt. Aber es hat Sam nicht gesehen. Kaum ist die Drohne außer Sichtweite, krabbelt Sam hervor und läuft in die andere Richtung.


Auf einem anderen Weg setzten Teal’c und Jack ihre Suche fort. Jack wird von Reynolds angefunkt.

Reynolds (über Funk): O’Neill.

O’Neill (über Funk): Was gibt’s?

Reynolds (über Funk): Das UAV wurde ganz in Ihrer Nähe abgeschossen. Etwa vier Kilometer entfernt, Richtung drei zwei null Grad von Ihrer derzeitigen Position.

Teal’c und Jack schauen auf den Kompass an ihrer Uhr.

O’Neill (über Funk): Wir sind dran.


Szene: Besprechungsraum, SGC

Jacob schaut hinunter auf das Stargate, als M’Zel hereinkommt.

M’Zel: Warum hast du mich hergebeten?

Jacob (dreht sich zu ihm um; er nickt dem Soldaten zu und dieser verlässt den Raum): Du weißt, was auf der Betabasis geschehen ist?

M’Zel: Natürlich.

Jacob: Wir brauchen deine Hilfe, um das zu stoppen, bevor es aus dem Ruder läuft. Du bist ein Anführer der Jaffa. Sie werden auf dich hören.

M’Zel: Und was sollte ich denen mitteilen? Dass sie weiterhin die Arroganz der Tok’ra ertragen müssen? Dass sie sich denen unterwerfen, die bereit sind so viele ihrer Brüder zu opfern?

Selmak übernimmt jetzt das Gespräch.

Selmak: Für tausende von Jahren waren die Jaffa abhängig von den Goa’uld, denn sie konnten nur mit Hilfe der Symbionten leben. Aber jetzt gibt es eine Substanz namens Tritonin, die die Jaffa von dieser Abhängigkeit befreit.

M’Zel: Ich bin mir im Klaren über die Bedeutung von Tritonin.

Selmak: Und hast du auch gewusst, dass Millionen von Tok’ra-Symbionten für diese Entwicklung sterben mussten? Dazu gehörte auch unsere geliebte Königin Egeria. Unsere Urmutter von der wir alle abstammen.

M’Zel: Das habe ich nicht gewusst.

Selmak: Zum ersten Mal kämpfen die Tok’ra Seite an Seite mit den Jaffa und dem Volk von Tau’ri und diese Allianz hat sich gelohnt. In den letzten sieben Jahren sind mehr Systemlords gefallen, als in den siebenhundert Jahren zuvor.

M’Zel: Es ist wahr, dass wir gemeinsam stark sind.

Selmak: Aber allein werden wir sterben.

Selmak überlässt Jacob wieder das Sprechen.

Jacob: Wir dürfen die Allianz zwischen uns nicht aufgeben.

M’Zel: Deine Worte klingen weise, aber meine Zeit auf der Alphaseite haben mich bittere Lektionen gelehrt. Ich nehme an, du sprichst nicht für alle Tok’ra.

Jacob (schüttelt enttäuscht den Kopf): Nein.

M’Zel: Solange die anderen nicht genauso denken wie du, dürfte eine Versöhnung vollkommen unmöglich sein.


Szene: Alphabasis

Sam schleicht sich an die Überreste des UAVs heran. Sie liegen nahe einem Schutzwall aus Steinen. Sie sieht sich um und beginnt ein wenig Macgyver zu spielen und baut aus den Überresten eine Waffe, wozu sie die Raketen des UAVs benutzt. Sie hat die Waffe so ausgerichtet, auf eine Schlucht, dass der Soldat nicht entkommen kann.


Szene: Besprechungsraum, SGC

Hammond, Daniel, M’Zel, Daleg und Jacob sitzen zusammen am Tisch und Hammond versucht noch das zu retten, was vielleicht noch zu retten ist.

Hammond: Meine Herren, wir brauche Ihre Hilfe, um zu verhindern, dass die Situation auf der Betabasis unkontrollierbar wird.

Daleg: Mir ist nicht klar, was du von den Tok’ra erwartest, General. Wir sind mehrmals grundlos angegriffen worden.

M’Zel: Das stimmt doch wohl nicht. Ihr habt euch geweigert uns zu helfen und tausende von Jaffa mussten sterben.

Daleg: Ein Attentat auf Olokum war nie eine Option.

Daniel: Wieso nicht?

Daleg: Wir konnten nicht wissen, wie viele Jaffa sich den Rebellen anschließen. Wir hätten Anubis eine ganze Armee in die Hand spielen können.

M’Zel: Sie hätten das selbst entscheiden können. Stattdessen wurden sie getötet.

Daleg: Wir bekämpfen die Goa’uld seit tausenden von Jahren. Ihr habt nicht das Recht unsere Methoden in Frage zu stellen!

Daniel: Das galt vielleicht früher. Aber jetzt bilden wir eine Allianz.

Daleg: Und was haben wir davon? In den wenigen Jahren unserer Allianz mit den Tau’ri haben eure fortwährenden Provokationen der Goa’uld mehr Tok’ra-Kämpfer das Leben gekostet, als in hundert Jahren zusammengenommen.

Jacob: Ich gebe es nur ungern zu, aber er hat Recht. Wenn ein Mensch oder ein Jaffa im Kampf fällt, werden andere geboren, um an ihre Stelle zu treten. Das aber ist für einen Tok’ra nicht möglich.

Daleg: Unsere Königin Egeria, der alle Tok’ra ihr Leben verdanken, ist tot. Immer mehr von uns sterben. Möglicherweise können wir uns diese Allianz nicht mehr leisten.

Hammond sieht geschockt zu Jacob.


Szene: Schlucht, Alphabasis

Sam ist fast fertig mit ihrer selbst konstruierten Waffe. Und genau in diesem Moment taucht die Drohne auf. Sam versucht sich hinter den Steinen zu verstecken, er hat sie noch nicht gesehen. Sam verlinkt die letzten Drähte. Dann bleibt die Drohne stehen, natürlich genau im Visier der Rakete. Es hebt seinen Arm und feuert auf Sam. Sie zündet die Rakete und knapp neben seinem Bein schlägt sie ein. Im Grunde dürfte dieses Wesen das nun wirklich nicht überlebt haben, aber diese Dinger sind hartnäckig. Ein riesiger Feuerball explodiert.


Auf ihren Weg zum UAV, hören Teal’c und Jack die Explosion und sie sprinten jetzt in die Richtung.


Sam sieht hinter ihrem Versteck auf. Als die Rauchwolke langsam verschwindet, ist nichts mehr von dem Soldaten zu sehen. Langsam steht sie auf.


Jack und Teal’c rennen weiterhin. Sie haben noch ein kleines Stückchen vor sich.


Sam geht in die Schlucht, wo der Soldat gestanden hatte. Noch immer kein Zeichen von ihm. Erschöpft setzt sie sich am Fuße des Abhangs auf den Boden. Sie schaut kurz auf ihre Wunde, aber schließt nur ihre Augen und lässt den Kopf hängen. Sie ist fix und fertig. Und dann hört sie es. Einzelne Steine bewegen sich. Sie schaut neben sich. Das Geröll wird zur Seite geschoben, die Drohne hat überlebt. Sie steht auf und Sam kann nicht reagieren. Sie sitzt einfach nur da und schaut auf das Monstrum vor ihr. Sie weiß, dass sie keine Chance hat da wieder lebend herauszukommen. Die Drohne hebt ihren Arm und zielt auf sie. Sam schluckt nur schwer. Keine Chance.

Doch dann, zu ihrer Rettung, schießt Teal’c mit einem Monstrum von einem Geschoss auf den Soldaten. Er triff ihn nicht, sondern extra nur den Boden um ihn herum. Der Soldat dreht sich zu ihm um und Sam nutzt die Gelegenheit um von dort zu verschwinden. Die Drohne schießt jetzt auf Teal’c, aber dieser kann sich noch rechtzeitig retten. Sam versteckt sich hinter dem Steinwall. Jack kommt auf sie zugelaufen. Aber leider auch die Drohne. Es schießt auf Jack und Sam, der sich jetzt neben hier hinter den Steinen versteckt. Jack schießt mit dem Prototypen, doch es zeigt keine Wirkung. Die Drohne kommt immer näher und näher.

O’Neill: Carter, ich brauche diese…

Er braucht den Satz nicht zu beenden, den Sam hat bereits den Chip in der Hand und gibt ihn ihm.

O’Neill: …danke.

Er setzt das Element ein und feuert erneut. Und diesmal trifft er genau ins Schwarze. Der Soldat taumelt, Jack schießt erneut und der Soldat geht zu Boden. Teal’c kommt aus dem Wald gerannt und Sam und Jack schauen über den Wall zu dem bewegungslosen Wesen. Jack steht auf und wirft Teal’c die Waffe zu.

O’Neill: Sieh mal nach.

Carter (vollkommen erschöpft und mit den Nerven am Ende): Ist…?

O’Neill: Ja, der Krieger ist tot.

Sam nickt, atmet erleichtert aus und schließt ihre Augen.

O’Neill: Oder, Teal’c? Er ist doch tot?

Teal’c tritt mit seinem Fuß ein paar mal gegen ihn, aber der Krieger rührt sich nicht. Teal’c nickt.

O’Neill: Ja, er ist tot.

Sam nickt erneut und lehnt sich gegen die Steine. Jack sieht besorgt zu ihr herunter.

O’Neill: Wollen Sie aufstehen?

Carter (schüttelt den Kopf): Ich muss mich einen Moment ausruhen.

Jack versteht und setzt sich neben sie. Er ist wirklich besorgt. Sam atmet ein paar tief ein und aus. Sie kann wohl nicht glauben, dass der Alptraum endlich ein Ende gefunden hat.

O’Neill (flüsternd): Kommen Sie.

Er hebt seinen Arm an und sie lehnt sich gegen ihn. Er drückt sie leicht an sich und lässt sie einfach an seiner Seite ausruhen. Die beiden verweilen einen ganzen Moment in dieser Position, mit Jack, der seinen Arm um ihre Schultern gelegt hat, während Teal’c bei dem Krieger Wache steht und die Kamera langsam auszoomt.


Szene: Besprechungsraum, SGC

Die fünf Gentlemen sitzen noch immer zusammen.

Daleg: Zunächst einmal gratulieren wir euch zum Auffinden von Major Carter. Wir sind froh, dass sie in Sicherheit ist. (Er schaut kurz zu Jacob hinüber und Hammond nickt)

Hammond: Danke.

Daleg: Ich habe mit dem Hohen Rat über die Situation auf der Betabasis gesprochen. Wir halten es für das Beste, wenn die Tok’ra die Allianz verlassen.

Daniel: Ist das wirklich notwendig?

Daleg: Wenn wir diese Partnerschaft fortsetzen, würdet ihr auf Offenlegung all unsere verdeckten Aktivitäten bestehen, nicht wahr?

Hammond: Für mich ist es eine Grundvoraussetzung.

Daleg: Unsere Entscheidung steht damit fest. Geheimhaltung ist unsere wichtigste Waffe. Wir verzichten nicht auf sie.

M’Zel: Die Jaffa werden auch fortgehen.

Hammond: Aber wenn die Tok’ra die Allianz verlässt…

M’Zel: Das hat nicht nur etwas mit den Tok’ra zutun. Wir gehen, weil es unser Selbstverständnis verlangt. Auf unserem Stützpunkt diktiert ihr die Bedingungen. Wir müssen alle Aktivitäten mit euch beraten. Und es gibt viele unter uns, die glauben, wir hätten einen Gebieter gegen einen anderen getauscht.

Hammond: Wir sagen euch nicht, was ihr tun sollt. Wir halten es nur für wichtig, dass unsere Aktionen koordiniert werden.

M’Zel: Im Gegensatz zu den Tau’ri oder den Tok’ra, müssen die Jaffa noch lernen, was es heißt frei zu sein. Dafür brauchen wir unsere eigenen Stützpunkte, unsere eigenen Anführer und unsere eigene Strukturen. Das sind wir uns selbst schuldig, sonst hat es keine Bedeutung. Nur dann sind wir gleichwertige Partner in einer Allianz.

Daniel: Tut mir leid, aber das ist verrückt. Carter hat ihr Leben riskiert, um eine Waffe zu entwickeln, die Anubis’ Soldaten aufhalten kann! Und nachdem wir jetzt soweit sind wirklich etwas zu bewirken, wollt ihr euch verabschieden?!

Daleg: Tut mir leid, Dr. Jackson.

M’Zel: Es muss einfach sein.

Woha… das ist übel. Daniel und Hammond sind wütend, verdammt wütend. Tja, und so wie es aussieht, stehen wir nach sieben Jahren Stargate Programm wieder so gut wie am Anfang.


Szene: Krankenstation, SGC

Sam erholt sich von ihren Verletzungen. Sie hat ihre Augen geschlossen, als Jacob zu ihr kommt. Im Gesicht hat sie noch eine sehr hässliche Wunde. Sie dreht ihren Kopf und sieht ihren Vater an, der auf der Bettkante sitzt.

Jacob: Hallo, Kleines. Du hast ziemlich lange geschlafen. Und du hast mir einen schönen Schrecken eingejagt.

Carter (mit schwacher Stimme): Entschuldige.

Jacob: Jack hat mir erzählt, was passiert ist. Ich bin stolz auf dich. (Sie lächelt leicht und er nimmt ihre gesunde Hand, die andere liegt in einer Bandage) Hör zu, Sam, ich kann in der nächsten Zeit möglicherweise nicht mehr allzu oft herkommen.

Carter: Wie meinst du das?

Jacob: Hier ist einiges schief gelaufen, während du weg warst. Die Allianz ist in Gefahr.

Carter: Ich verstehe nicht…

Jacob: Ich will dich nicht mit den Details langweilen. Ich denke nur, wir werden eine Weile getrennte Wege gehen. Solange ich bei den Tok’ra bin, kann ich euch wenigstens hin und wieder behilflich sein.

Sam sieht ihn geschockt an.

Carter: Ist das sicher…?

Jacob (nickt): Ich bin noch nicht bereit das aufzugeben.

Er steht auf und gibt ihr einen Kuss auf die Stirn, während sie ihre Augen schließt.

Jacob: Keine Angst, ich komme irgendwann wieder.

Carter (mit erstickter Stimme und Tränen in den Augen): Ich werde dich vermissen.

Jacob: Ich dich ebenfalls.

Er steht auf und geht. Verschwindet einfach. Sam wendet ihren Kopf ab und schaut um Fassung ringend an die Decke.

ENDE

+[Transcript und Layout by Destiny]+