7.09 Avenger 2.0
Avenger 2.0

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Felger: Warum sollte ich mir Vorwürfe machen? Die Antiker brauchten tausend Jahre für das Torsystem und ich… (Pfeift kurz)… habe es an einem Tag ruiniert. Außerdem habe ich uns von allen Ressourcen im Weltraum, die wir brauchen, um uns zu verteidigen, abgeschnitten. Was die Goa’uld geradezu zu seinem Angriff einlädt. Aber was soll’s…
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Christopher Judge (Voice Over): Was bisher bei Stargate geschah


Episode: 6.08 Wahre Helden (The Other Guys)

Felger (zu Coombs über Teal’c und Jack, die etwas abseits stehen): Die sind einfach echt cool! Ein großartiger Augenblick meine Herren. Dafür sollten wir dankbar sein.

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SG-1 wird von den Goa’uld angegriffen und Felger und Coombs beobachten das Geschehen aus der Ferne

Felger: Gott! Sie sind in Gefahr!

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Felger (arbeitet einen Fluchtplan aus und drückt Coombs eine Waffe in die Hand): Was würde Colonel O’Neill jetzt tun?

Coombs: Wollen Sie, dass ich sie erschieße?

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Felger und Coombs gelangen durch die Ringtransporter auf das Raumschiff, auf dem SG-1 gefangen gehalten wird.

Felger und Coombs haben SG-1 in einer Zelle gefunden.

Felger (stolz): Wir sind hier, um Sie zu retten.

O’Neill: Wir haben uns absichtlich gefangen nehmen lassen! Mit Absicht!

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Felger trägt jetzt eine Jaffa Rüstung

Felger: Es ist großartig! Mit Ihnen hier rumzuschleichen. In einer Goa’uld-Pyramide auf einem fremden Planeten! (Jack verdrehte genervt die Augen) Jetzt fehlen nur noch die Jaffa, die hinter uns her sind!

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Coombs, Teal’c und Jack laufen vor den angreifenden Jaffa davon auf das Sternentor zu.

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Auf der nachträglichen Zeremonie zu Ehren von Felger, Coombs und ihren heldenhaften Auftritt, sehen wir, wie Sam ihnen Medaillen überreicht und anstatt Felger wie die anderen zu beglückwünschen, küsst sie ihn auf den Mund.

Allerdings erfahren wir, dass es alles nur eine Traumvision von Felger ist, der in Wirklichkeit mit Coombs in seinem Labor sitzt.

Coombs (als er mit seinen Finger in Felgers Wange sticht): Felger. Felger!

Felger: Au! Was… was?

Coombs: Kommen Sie zu sich! Die Kalibrierungswerte für die Energiequelle der Ringe.

Felger gibt ihm die Daten.

Felger (ganz leise): Da sind sie… bitte. (Er hustet einmal kurz)

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Szene: Felgers Labor

Wir sehen eine ziemlich merkwürdige Waffe, hat eine gewisse Ähnlichkeit mit einen Protonenstrahl aus anderen Sci-Fi Serien. Chloe, Felgers Assistentin, geht ein paar Daten an dem Strahl durch, während Felger aufgeregt an der Tür steht und immer wieder hinausschaut.

Felger: Wie spät ist es?

Chloe: Zwei Minuten später, als bei deiner letzten Frage.

Felger (total nervös): Ooooohhh…. Sie wird jeden Augenblick hier sein.

Chloe: Ruhig bleiben, Jay.

Felger: Ruhig bleiben? Wir stehen vor einem großen wissenschaftlichen Durchbruch! Diese Waffe könnte unser Trumpf im Kampf gegen die Goa’uld sein!

Chloe: Geht es dir um den Sieg über die Goa’uld oder darum Major Carter zu beeindrucken?

Felger (der grade seine Frisur im Spiegelbild einer Glasscheibe gerichtet hat): Hey. Im Gegensatz zu anderen hier im Raum, habe ich erlebt, was die Goa’uld anrichten können.

Chloe (unbeeindruckt): Ja, ich weiß, das hast du mir schon tausendmal gesagt. Du warst der Retter von SG-1 vor diesem bösen Lord – wie heißt er noch mal? (Verdreht leicht genervt die Augen)

Felger: Herak. Und er war kein 'böser Lord’, er war ein Primus.

Chloe: Jay, du bist ein brillanter Wissenschaftler. Irgendwann wirst du den Nobelpreis gewinnen. Was kümmern dich diese Militärtypen überhaupt?

Felger: Das verstehst du nicht. Wenn man Seite an Seite mit jemandem dem Tod ins Augen gesehen hat, entsteht eine intensive Verbundenheit. Ein Verständnis füreinander, das eine normale Freundschaft sprengt. Colonel O’Neill und ich sind gemeinsam durch die Hölle gegangen! Nach der Mission, sah er mir in die Augen und weißt du, was er mir sagte? Er sagte: -

O’Neill: Wird das hier länger dauern?

Sam und Jack kommen in das Labor. Felger dreht sich lächelnd um und als er Jack sieht, zuckt er zusammen.

Felger: Colonel O’Neill.

O’Neill: Falger.

Felger: Felger. Ich, ich, ich habe Sie nicht erwartet, Sir.

O’Neill: Ja. Aber Major Carter hat mir gesagt, das wäre wichtig.

Er berührt die Spitze des Protonenstrahls.

Felger: N-N-N-Nicht anfassen! Nicht anfassen. Nicht anfassen… bitte. Das ist ein höchstsensibles Gerät.

Langsam zieht Jack seine Hand zurück.

Felger: Es feuert einen fokussierten Plasmaimpuls… (Er macht das Geräusch nach und läuft durch den Raum bis zu einer Testfeuerwand.) BOOM!!!

Sam schließt kurz erschrocken ihre Augen.

Felger (beginnt nervös zu lachen und kehrt zu den beiden zurück): Na ja….

Jack dreht sich mit hochgezogenen Augenbrauen zu Sam.

Carter: Eine auf Energie basierende Waffe, Sir. Sie könnte möglicherweise die Raketen der X-303 ersetzten.

O’Neill (denkt eine Minute darüber nach): Phaser?

Chloe: Ja, so eine Art Photontorbedo.

Felger: Meine Assistentin Chloe. (Er gibt Jack und Sam Schutzbrillen) Hier bitte sehr.

O’Neill (nimmt die Brille und lächelt zu Chloe rüber): Chloe.

Carter: Hi.

Felger: Das basiert alles auf Goa’uld-Design. Und… äh, wenn Sie sich jetzt mit mir hinter dieser Waffe aufstellen würden, können wir mit der Demonstration beginnen.

Sie setzten alle ihre Schutzbrillen auf und stellen sich hinter die Waffe. Felger nimmt zwei große Kabel in die Hand.

Felger: Meine Freunde, ich präsentiere Ihnen… (Er beginnt zu kichern) … das zweiundzwanzigste Jahrhundert!

Er steckt die beiden Kabel zusammen und es sprühen die ersten Funken. Sam schaut erwartungsvoll auf die Waffe, während Jack immer wieder skeptisch zu Felger hinüberschielt. Die Waffe lädt sich, aber dann sprühen auch die ersten Funken an der Waffe selbst. Sam zuckt zusammen und versteckt sich mehr oder minder hinter Jack.

Im ganzen SGC fällt der Strom aus. Hammond sitzt grade an seinen Computer und schreibt einen Bericht, als auch bei ihm das Licht und der Computer ausgeschaltet werden.

Zurück im Labor qualmt es ziemlich stark und die Notversorgung springt an. Die vier starren auf das verkohlte Gerät und immer wieder ist noch ein elektrisches Knistern zu hören, so wie einzelne Funken zu sehen. Felger versucht die passenden Worte zu finden, aber er bringt nichts zu standen. Sam zuckt bei jedem weiteren Funkensprühen zusammen.

Felger: D-Das war so nicht vorgesehen.

Ein weiteres Funkensprühen und Sam fährt fast aus ihrer Haut, als sie sich schützend hinter Jack stellt, der Felger nur mit einen 'Was für ein Volltrottel’-Blick anschaut.


INTRO


Szene: Besprechungsraum, SGC

Hammond, Sam und Felger verlassen den Aufzug und gehen in Richtung Besprechungsraum.

Felger: Es tut mir wirklich sehr, sehr leid, General, und ich kann Ihnen versichern, dass so etwas nie wieder passieren wird.

Hammond: Damit haben Sie verdammt Recht. Denn ich werde Ihre Stelle unverzüglich streichen.

Felger: Nein, nein, nein, nein… bitte, General. Das war nur ne kleine Panne… kleine Panne! Wir haben schon bald den funktionierenden Prototypen und…

Sie betreten den Besprechungsraum.

Hammond (unterbricht ihn): Das erzählen Sie mir jetzt schon seit sechs Monaten. Um ehrlich zu sein, ich habe mir Ihre Unterlagen angesehen. Offenbar sind die meisten Projekte, die Sie während Ihrer Zeit hier geleitet haben, außergewöhnlich lang an Versprechungen, dafür umso kürzer an Resultaten.

Felger: Äh… was genau wollen Sie damit sagen?

Hammond: Damit will ich sagen: Es ist vielleicht an der Zeit, dass die Air Force Ihre Position überdenkt.

Felger: Na schön, aber das wäre ein Fehler. Denn ich, ähm… äh… ich arbeite zufälligerweise an einem Forschungsprojekt und das ist… äh… es ist ähm…. Also im Grunde genommen, stehe ich kurz vor dem Durchbruch.

Hammond: Wirklich?

Felger: Wirklich. Ja, ja… das wird einfach… genial. Genial! Dagegen ist die Plasmawaffe ne Wasserpistole…Sir.

Carter: Was ist es?

Felger (total angespannt): Hm?

Carter: Was ist es?

Felger: Was es ist? Eigentlich bin ich noch nicht soweit… noch nicht soweit für eine formelle Präsentation… Tja, wie soll ich’s erklären? Ich, ich muss noch mit ein paar Zahlen jonglieren und ich könnte Ihnen vermutlich schon bald etwas zeigen. Ende nächster Woche?

Hammond: Sie haben vierundzwanzig Stunden.

Felger: Mehr Zeit als genug.

Damit dreht er sich hastig um, aber bevor er verschwindet, dreht er sich noch einmal zu Hammond um und deutet einen Salut an.

Hammond (genervt): Wegtreten.

Felger: Zu Befehl.

Und damit verschwindet er. Hammond und Sam bleiben allein zurück. Sie sehen sich zweifelnd an.


Szene: Felgers Labor

Felger ist am Boden zerstört.

Chloe: Was hast du dir dabei nur gedacht?

Felger: Ich weiß es nicht! Ich musste doch was sagen. Die wollten mich feuern! Abgesehen davon, ist es halb so wild. Wir müssen uns nur bis morgen etwas ausdenken, was das Gleichgewicht in der Galaxis verändert.

Chloe: Hast du an was Bestimmtes gedacht?

Felger (lacht nervös und denkt einen Augenblick nach): Du wirst es kaum glauben. Ja. Der große Avenger.

Chloe: Das soll wohl ein Witz sein!

Felger: Nein, das wäre perfekt.

Chloe: Er ist noch nicht fertig! Er ist nur ne Idee!

Felger: Aber wir können es hinkriegen!

Chloe: Ja, Jay, genau das ist dein Problem. Du versuchst immerzu Leute zu beeindrucken, so dass du dich andauernd übernimmst.

Felger: Okay, ja, du hast Recht. Ich muss anfangen mir realistischere Ziele zu setzen (Chloe nickt) Gleich nach diesem Projekt. Okay…

Er setzt sich an seinen Computer und Chloe verdreht seufzend ihre Augen.


Szene: Korridor, SGC

Sam und Felger laufen einen Korridor entlang und Sam studiert Felgers Vorschlag.

Carter: Ein Computervirus?

Felger: Ja, genau betrachtet ist das Tornetzwerk ein Haufen miteinander verbundenen Computer. Das Virus zu platzieren ist so einfach, wie das Zieltor anzuwählen und das Programm zu laden.

Carter: Dieses Virus würde dann die Koordinaten des DHD stören.

Felger: Ja, dann passen die Symbole nicht mehr zu den entsprechenden Koordinaten. (Er beginnt nervös zu lachen) Ein Buchstabensalat auf der Tastatur vergleichbar.

Carter: Das Zieltor wäre unerreichbar.

Felger: Ja, okay, die Goa’uld haben Schiffe, aber sie verlassen sich noch immer stark auf Torreisen und das wäre ein echter taktischer Vorteil von uns. Was halten Sie davon? Ist es, äh…

Carter (blättert wieder die Unterlagen durch): Klingt interessant.

Felger: W-Wirklich?

Carter: Aber Sie haben kein fertiges Programm.

Felger (bleibt stehen): Nun ja, fertig, fertig nicht im eigentlichen Sinne… (Sam geht weiter und er rennt ihr nach)… nein, ich, ähm… muss eigentlich nur noch ein paar…

Carter: Mit ein paar Zahlen jonglieren. Natürlich.

Felger: Ja… das ist auch schon alles, genau, ja.

Carter: Gut, ich werde es mir ansehen. Wenn es sich als brauchbar erweist, stelle ich es General Hammond vor.

Felger (außer sich): Oh ja! Okay!

Carter: Halt, halt. Freuen Sie sich nicht zu früh, das ist damit noch nicht gekauft.

Felger: Oh ja, natürlich nicht… natürlich nicht.

Sam nickt und geht um die Ecke. Als sie soweit aus dem Bild verschwunden ist, sieht Felger hier noch hinterher, bevor er in einer triumphierenden Geste seine Hände zu einer Faust bald und an seinen Körper zieht.

Felger: Ja! Ja!

Kichernd verschwindet er aus dem Bild, nur um ein paar Sekunden später wieder aufzutauchen.

Felger: Wo bin ich hier? Wo geht’s denn lang?

Dann verschwindet er etwas desorientiert.


Szene: Torraum, SGC

Das Wurmloch hat sich bereits etabliert und SG-1 – ohne Daniel - kommt herein. Bis auf Sam sind alle in ihren Kampfuniformen gekleidet.

O’Neill: Sie wollen also lieber hier bleiben und ein Computerprogramm ausklügeln, als mit uns zukommen?

Hammond wartet bereits an der Rampe auf sie.

Carter: Nehmen Sie es nicht persönlich, Sir. Ich glaube einfach, dass die Sache durchaus viel versprechend ist.

O’Neill: Es ist *Felger*.

Carter: Er hat uns mal das Leben gerettet, Colonel.

O’Neill: Ah… erinnern Sie mich nicht daran.

Teal’c: Die Fähigkeit ein bestimmtes Tor auszuschalten, könnte sich als wertvolle Waffe im Kampf gegen die Goa’uld erweisen.

Jack wirft ihm einen 'Na toll, jetzt fällst du mir auch noch in den Rücken’ Blick zu.

O’Neill: Wenn es funktioniert.

Carter: Genau das will ich rausfinden.

O’Neill: Vergessen Sie Ihre Schutzbrille nicht.

Ein paar Marines betreten den Raum.

O’Neill: Marines, danke, dass Sie uns begleiten. Auf geht’s.

Sie gehen die Rampe hinauf und Sam und Hammond bleiben an der Rampe zurück.

Hammond: Um ehrlich zu sein, Major, ich teile durchaus die Skepsis des Colonels.

Carter: Ich weiß Dr. Felgers bisherigen Leistungen sind unzureichend, aber ich glaube dennoch, dass er Potential hat. Er braucht nur etwas Unterstützung.

Sie sieht ihn mit diesem Blick an, den kleine Mädchen immer aufsetzen, wenn sie ihren Daddy um den Finger wickeln wollen.


Szene: Felgers Wohnung

Felger malt ein paar Soldaten an. Er hat eine ganze Miniaturausgabe von einem Wald und Soldaten nachgebaut. Wahrscheinlich sein Tribut an SG-1. Plötzlich klopft es an der Tür und erschrocken lässt er seinen Pinsel fallen.

Felger: Augenblick!

Er geht zur Tür und wir sehen, dass er nur in einem T-Shirt und einer Boxershorts bekleidet ist. Er schaut durch den Spion und zuckt dann zusammen, als er erneut durchschaut. Wir sehen Sam, die vor der Tür wartet.

Felger (wirbelt hastig herum, er weiß nicht, was er zuerst machen soll): Oh mein Gott… Ach du Schande…

Schnell versucht er etwas Ordnung in sein Chaos zu bringen und zieht sich falsch herum eine Hose an, also, der Verschluss befindet sich nicht vorne, sondern hintern.

Felger: Ich… ich, bin gleich für sie da! Ich… ich lass nur schnell die Hunde raus…

Nachdem er die Hose dann einigermaßen hochgezogen hat, öffnet er die Tür.

Felger: Oh! Major Carter…

Hat noch immer ihre BDU Hose an, aber trägt einen hellblauen Sweeter.

Carter: Ich war zufällig in der Gegend.

Felger: Ja…

Carter (sieht sich um): Ich komme doch nicht Ungelegen, oder?

Felger: Nein! Nein, nein, nein… bitte kommen Sie doch näher… (Sam betritt die Wohnung und er schließt die Tür) Es ist, äh… wie soll ich sagen? Ich habe einfach niemanden erwartet. (Er schaltet schnell seinen Fernseher aus) Tschuldigung.

Er beginnt damit ein paar Sachen von seiner Couch und so zu räumen.

Carter: Hübsche Wohnung…

Felger: Ja, danke, danke… ich habe grade mein Apartment ausräuchern lassen. Kann, kann ich Ihnen was anbieten?

Er schüttet ihr ein Glas Limonade ein.

Carter: Nein, nein, nicht nötig.

Felger: Oh… na schön. (Er stellt das Glas an die Seite.) Bitte, bitte…

Er deutet auf seine Couch und sie setzen sich. Er in einen Sessel und Sam auf die Couch. Doch als sie sich hinsetzen will, merkt sie, dass sie auf etwas drauf sitzt und zieht unter ihr eine Puppe hervor. Es ist eine SG-1 Carter Spielzeugpuppe *lol* Sam betrachtet diese Puppe mit einem merkwürdigen Blick und Felger ist das mehr als peinlich.

Felger: Äh… (Er nimmt die Carter-Puppe, zusammen mit einer O’Neill-Puppe und legt sie an die Seite) … was, was führt Sie zu mir?

Carter: Ich habe Ihre Idee General Hammond vorgetragen.

Felger: Und?

Carter: Und er ist bereit Ihnen noch eine Chance zu geben.

Felger (erleichtert): Oh… Gott sei Dank! Gott sei Danke…! Das, das ist toll… das ist… oh, ich dachte schon… ich, ich wäre nach der letzten Pleite… abserviert… das war…

Carter (nickt): Unter einer Bedingung.

Felger: Na klar, okay. (Er nimmt einen Schluck von der Limonade)

Carter: Ich soll an dem Projekt mitarbeiten.

Felger prustet die ganze Limonade vor Schock wieder aus und verschüttet die Hälfte auf seinem T-Shirt. Er hustet ein paar Mal und wischt sich sein Gesicht ab.

Felger: Sie meinen… Sie?

Carter: Das ist doch kein Problem, oder?

Felger: Nein, nein… was ist mit SG-1?

Carter: Tja, Daniel arbeitet an einem Umsiedlungsprojekt, P3L-997.

Felger: Da, wo der Mond auf dem Planeten stürzt.

Carter: Da gibt es seismische Störungen und Wetteranomalien.

Felger: Und dann, was ist mit Colonel O’Neill und Teal’c?

Carter: Sie führen mit Abordnungen der Jaffa-Rebellen Verhandlungen. Es interne Kämpfe und alte Rivalitäten sind wieder ausgebrochen.

Felger: Ja, das müssen sie regeln, natürlich.

Sam lächelt zustimmend.

Felger: Ja, ja… dann müssen Sie wohl mit mir vorlieb nehmen.

Carter (sieht, dass er es missverstanden hat): Nein, nein, so würde ich das nicht ausdrücken. Ich glaube, die Idee, die hinter diesem Virus steckt, ist eigentlich ganz brillant.

Felger (verlegen): Oh, nein… (Er beginnt zu lachen und dann hört abrupt auf)… Wirklich?

Carter (mit einem zuversichtlichen Lächeln): Ja.

Er beginnt wieder zu lachen, weil er nicht glauben kann so etwas aus ihrem Munde zu hören.


Szene: Felgers Labor

Felger hat sich ganz groß rausgeputzt. Er versucht sich grade mit Hilfe seines Spiegelbilds in einem Glasschrank seine Krawatte zu binden. Chloe kommt zu ihm.

Chloe: Eine Krawatte?

Felger: Ich trage Krawatten.

Chloe: Und dein Rasierwasser?

Felger: Was spricht dagegen, wenn ein Mann sich um sein Aussehen kümmert und äh… gut riecht?

Chloe: Das hat doch nichts damit zutun, dass Major Carter an diesem Projekt mitarbeitet, oder?

Felger: Mach dich nicht lächerlich.

Chloe: Warte, ich mach das schon.

Sie beginnt ihm die Krawatte zu binden.

Felger: Danke. (Nach einer Weile) Uh, allerdings musst du schon zugeben, dass sie ohne Zweifel einen der wissenschaftlichsten Köpfe unserer Zeit besitzt. Und ein paar Beine, die einfach nicht enden wollen…

Chloe schnürt ihm fast mit der Krawatte die Luft ab.

Felger: Schon gut… schon gut…(Er lockert den Knoten)

Chloe (unschuldig): Entschuldigung.

Felger: Ach, wie auch immer… Welche Chancen hat ein Mann wie ich schon bei einer Frau wie ihr? Die merkt ja kaum, dass ich anwesend bin. Kennst du so was?

Chloe: Ein wenig.

In diesem Moment öffnet sich die Tür und Carter kommt mit Sack und Pack ins Labor.

Carter: Morgen.

Felger (beginnt nervös zu lächeln): Oh…

Sam will an ihm vorbeigehen, bleibt aber kurz etwas irritiert stehen.

Carter: Schicke Krawatte.

Felger: Oh Danke…

Felger wirft Chloe einen 'Na, was habe ich gesagt’ Blick zu. Diese verdreht nur die Augen und macht sich an die Arbeit. Sam beginnt damit ihre Utensilien auszupacken, allen voran ihren Labtop. Felger sieht ihr dabei gebannt zu. Als Sam seine Blicke merkt, lächelt sie ihm zu und er lächelt nervös zurück.

Die beginnen damit an dem Virus zu arbeiten. Felger scheint immer nervöser zu werden, wenn Sam in seiner Nähe ist. Sie klopft ihm einmal auf die Schulter uns es fehlt nicht mehr viel und Felger wäre vom Stuhl gefallen. Er ist sogar so abgelenkt davon, dass er nicht mehr weiß, was er in den Computer eingibt.

In der nächsten Szene schreibt Sam Formeln an eine Tafel und Felger kommt mit einem Teller Donuts zurück ins Labor. Chloe will sich einen nehmen, aber Felger ignoriert sie vollkommen und geht mit dem Teller zu Sam, aber diese lehnt dankend ab. Daraufhin nimmt er sich einen und bemerkt da erst Chloe. Als er ihr jetzt einen anbieten will, dreht sie sich einfach nur um und geht. Felger beginnt einen Donut zu essen. Er zeigt auf die Tafel und schmiert dadurch Marmelade über die von Sam grade aufgeschriebenen Formeln. Sam vergräbt nur ihren Kopf in ihrer Hand.

Die drei führen eine Simulation am Computer durch. Es scheint zu funktionieren. Überschwänglich fällt Felger Sam um den Hals, aber diese löst sich aus seinem Griff und gibt ihm stattdessen die Hand. Hingegen umarmen sich Chloe und Sam und Felger streckt Chloe seine Hand entgegen.


Szene: Hammonds Büro, SGC

Sam legt Hammond das fertige Konzept vor.

Carter: Wir glauben das Virus ist einsatzbereit, Sir. Leider konnten wir es bisher nur in Computersimulationen testen. Effektiver wäre es natürlich an einem Tor.

Hammond: Denken Sie an ein bestimmtes Ziel?

Carter: P5S-117. Eines von Ba’als wichtigsten Naquadah – Abbaugebieten. Wenn wir das Tor ausschalten, können wir seinen Nachschub empfindlich stören.

Hammond: Aber wie wissen wir, ob der Test erfolgreich war?

Carter: Wir haben einen Tok’ra-Spion auf diesem Planeten, der uns das Resultat durch das Subraumkommunikationsnetzwerk mitteilen könnte.

Hammond: Schicken Sie das Virus.

Carter: Ja, Sir.

Sam steht auf und geht.


Szene: Felgers Labor

Aufgeregt und nervös läuft Felger in seinem Labor auf und ab. Chloe arbeitet weiterhin an der Simulation.

Chloe: Hör doch bitte auf so nervös herumzutigern.

Felger: Die Tok’ra lassen sich ne Menge Zeit, was? Wir müssten längst was von denen gehört haben.

Stimme (über Lautsprecher): Major Carter in den Kontrollraum. Ich wiederhole: Major Carter in den Kontrollraum.

Felger (rennt zur Tür): Das ist es.

Er verschwindet und Chloe sieht ihm hilflos hinterher.


Szene: Kontrollraum, SGC

Felger kommt aus dem Fahrstuhl und rennt die paar Stufen zum Kontrollraum hoch, während Sam die Wendeltreppe herunterkommt. Sie sieht Felger überrascht an.

Carter: Felger, was tun Sie hier?

Felger: Was ist denn passiert?

Carter: Colonel O’Neill und Teal’c haben einen Funkkontakt nicht wahrgenommen.

Die beiden bleiben neben Hammond und hinter Davis stehen.

Davis: Wir empfangen ein Videosignal, Sir.

Hammond: Colonel O’Neill, hier ist Hammond, verstehen Sie mich?

Auf dem Bildschirm sehen wir Jack.

O’Neill: Nett von Ihnen zu hören, General.

Hammond: Wie ist Ihr Status, Colonel?

O’Neill: Na ja, die Mission verlief nach Plan, doch dann gab’s ne kleine Störung. Wir können das Tor nicht anwählen. (Er grinst dieses äußerst uncharismatische Lächeln)

Sam sieht zu Felger, der nur mit großen Augen auf den Bildschirm starrt.

Hammond: Wiederholen Sie das.

O’Neill: Wir können kein ausgehendes Wurmloch aufbauen. Wir haben alle Möglichkeiten ausprobiert, aber… (Er schüttelt den Kopf) Wir kriegen es nicht aktiviert.

Hammond: Einen Augenblick, Colonel.

Hammond sieht mit einem verärgerten Blick zu Felger.

Felger (gibt merkwürdige Laute von sich): … Das ist reiner Zufall. Das hat auf gar keinen Fall etwas mit meinem Virus zutun. Nein! (Dann sieht er unsicher zu Sam und etwas leiser) Oder?

Sam sieht von Felger zu Hammond und dann mit einem Kopfschütteln zurück zu Felger, welcher nur hilflos mit den Schultern zuckt.


Szene: Felgers Labor

Sam, Chloe, Hammond und Felger stehen vor dem Computerbildschirm mit einer Sternenkarte.

Felger: General, es ist vollkommen ausgeschlossen, dass Avenger etwas damit zu tun haben könnte.

Hammond: Avenger?

Felger: So nenne ich das Virus… Nach einer Comicfigur aus meiner Kindheit. Der unglaubliche Avenger! Äh, grüne Strumpfhosen, lila Cape. Er war super stark, super schnell… tja, nicht so schnell, wie der Flash, das wäre ja wohl lächerlich.

Sam sieht hilflos und zweifelnd zu Hammond, dessen Miene so hart wie Stein ist. Er findet das überhaupt nicht lustig. Man könnte sogar sagen, dass er kurz vorm explodieren ist.

Felger: Das weckt natürlich hier bei niemandem Erinnerungen, oder?

Chloe und Sam schließen kurz ihre Augen.

Hammond: Könnten wir das Virus an das falsche Tor geschickt haben?

Carter: Nein, Sir, wir haben die Koordinaten doppelt geprüft. Das Virus wurde hierher geschickt. (Sie zeigt auf einen Punkt in der Mitte) P5S-117. Colonel O’Neill ist auf P3C-249. (Sie zeigt auf eine andere Stelle auf dem Monitor und ein Punkt mit der Beschriftung des Planeten taucht auf) Natürlich befindet er sich damit innerhalb des Torsystems. Die Planeten liegen relativ dicht zusammen, nur vierhundert Lichtjahre auseinander, aber das muss nicht notwendigerweise etwas bedeuten. Und solange wir nichts von den Tok’ra gehört haben -

Davis (über Lautsprecher, als der Alarm angeht): Außerplanmäßige Aktivierung von außen.

Hammond und Sam flüchten gerade zu aus dem Labor, wobei Sam Felger noch aus dem Weg schieben muss. Dieser folgt ihnen, so dass nur noch Chloe alleine zurückbleibt. Diese zuckt nur mit den Schultern.


Szene: Kontrollraum, SGC

Hammond und Sam bleiben hinter Davis stehen. Einen Augenblick später kommt Felger zu ihnen gerannt.

Davis: Sir, wir empfangen eine Funkübertragung. Es ist ein Tok’ra.

Thelass: Hier ist Thelass von den Tok’ra.

Hammond: Hier ist General Hammond vom Stargate Kommando.

Thelass: General, ich muss eine Serie von Fehlfunktionen innerhalb des Torsystems melden.

Hammond und Sam sehen zu Felger, welcher nur mit dem Kopf schüttelt.

Hammond: Fehlfunktionen?

Thelass: Mehrere Tore haben sich abgeschaltet. Wir wissen nicht weshalb. Wir sind noch auf der Suche nach den Ursachen.

Carter: Thelass, hier ist Major Carter. Hast du irgendwelche Informationen über einen Planeten, den wir P5S-117 nennen?

Thelass: Augenblick bitte. Wir warten noch auf die Suchtruppübertragung eines anderen Tok’ra in diesem Systems.

Carter: Kannst du uns alle Daten schicken, die ihr schon habt?

Thelass: Natürlich.

Davis: Übertragung abgeschlossen.

Carter: Sir, ich brauche ein paar Minuten, um diese Informationen zu analysieren.

Hammond: Gut.

Sam verschwindet und Felger atmet einmal mit verschränkten Armen vor der Brust aus. Hammond sieht ihn missbilligend an und es dauert ein paar Sekunden, bis er merkt, dass er nicht erwünsch ist.

Felger: Ich helfe ihr.

Und damit flüchtet er von dem bösen Blick des Generals.


Szene: Felgers Labor

Auf einem Monitor werden die Daten analysiert.

Carter: Das ist es.

Drei Finger zeigen auf den Bildschirm.

Chloe: Genau.

Felger: Ich verstehe immer noch nicht, wie das möglich ist.

Carter: Automatische kurrelative Aktualisierung.

Chloe: Ich dachte, die soll es nur einmal alle zweihundert Jahre geben.

Carter: Das war die Theorie.

Hammond kommt ins Labor.

Hammond: Major Carter, Ihren Bericht.

Sie dreht sich abrupt zu Hammond um und Felger versteckt sich schon fast hinter ihr.

Carter: Sir, als erstes möchte ich empfehlen alle Teams umgehend aus dem Weltraum zurückzurufen.

Hammond: Ist bereits geschehen. Das Bergbauteam von P4F-221 kommt gerade durch.

Carter: Sie sollten ihnen noch sagen, sie sollten sich beeilen.

Hammond: Was haben Sie herausgefunden?

Sie geht mit Felger im Schlepptau zu dem Monitor mit der Sternenkarte.

Carter (zeigt auf P5S-117): Das ist das ursprüngliche Zieltor, das ist Colonel O’Neills Position. (Sie drückt eine Taste und weitere Planeten tauchen auf) Das sind die Tore, von denen wir erste Störungsmeldungen erhalten haben. (Sie drückt wieder eine Taste und die Karte verändert sich, so dass ausgeszoomt wird.) Und ein paar Minuten später waren es so viele. (Es kommen noch mehr Punkte hinzu)

Hammond: Offenbar breitet sich das Virus von dem ursprünglichen Tor aus.

Carter: Ja, Sir.

Hammond (zu Felger): Halten Sie es weiterhin für einen Zufall?

Felger: Ähm… (Er sieht Hilfe suchend zu Sam)

Carter: Tja, Sir, wir glauben, wir haben eine Erklärung dafür. Wir wissen, dass das Tornetzwerk periodisch aktualisiert wird, um stellare Abweichungen zu kompensieren. Also, wir haben das nie beobachten können, aber wir glauben, dass sich die Tore automatisch anwählen, um die neuen Koordinaten zu übermitteln, die zu der Adresse gehören.

Hammond: Und Dr. Felgers Virus hat so eine Aktualisierung verursacht?

Felger grinst nervös und Sam nickt mehrmals mit dem Kopf.

Carter: Es… es könnte ein automatisches internes Programm im DHD gestartet haben. Bevor es die neuen verschlüsselten Daten adaptierte, hat es die Daten noch an ein paar der Nachbartore übermittelt, die sie dann ihrerseits weitergegeben haben und so weiter…

Felger und Carter: … und so weiter… und so weiter…

Sam sieht ihn mit einem ermahnenden Blick an und er verstummt.

Hammond: Können wir das irgendwie rückgängig machen?

Chloe: Wir haben keine Zeit mehr, Sir. Wenn jedes Tor nur zwei andere anwählt, um das neue System zu adaptieren, wird das gesamte Netzwerk in weniger als zwei Stunden infiziert sein.

Carter: Wir müssen uns darauf konzentrieren so viele Leute wie möglich zurückzuholen, Sir.

Felger zeigt auf Sam und nickt. Ohne ein weiteres Wort zu sagen, verschwindet Hammond und knallt die Tür hinter sich zu.

Felger: Er ist echt wütend, oder?

Sam sieht ihn nur fassungslos an.


Szene: Kontrollraum, SGC

Sam und Davis holen die Teams zurück. Hammond steht hinter ihnen. Ein Team kommt grade durch das Tor.

Davis: Das waren die letzten Bergleute, Sir.

Hammond: Schalten Sie ab.

Sam schließt das Tor.

Hammond: Wer ist als nächstes dran?

Davis (schaut auf seine Liste): P3L-997.

Carter: Das ist Daniels Team, Sir.

Hammond: Anwählen.

Davis beginnt mit dem Anwählprogramm.


Szene: Felgers Labor

Felger atmete ein paar Mal in eine Papiertüte, während Chloe ihm die Schultern massiert und beruhigend über den Rücken streicht.

Chloe: Beruhige dich wieder. Es wird schon alles gut werden.

Felger: Grover Cleveland High School.

Chloe: Was?

Felger: Chemie 201… Es gab ne Laborpanne bei meiner Zwischenprüfung. Sie hatten das Feuer in einer Stunde unter Kontrolle, aber der arme Mr. Hoffman… seine Augenbrauen sind nie wieder nachgewachsen… Ich hätte schon damals die Finger davon lassen sollen. Das hätte allen eine Menge Ärger erspart. (Er bläst wieder in die Tüte)

Chloe: Das hier ist das Stargate Kommando. (In diesem Moment betritt Sam das Labor, aber die beiden sehen sie nicht) Du wärst nicht hier, wenn du keine Kurifäe auf deinem Gebiet wärst…

Felger: Erzähl das mal Colonel O’Neill.

Sam bleibt etwas hinter ihnen stehen und räuspert sich schließlich. Sie scheint sich etwas unwohl zu fühlen. Die beiden drehen sich um und Felger verschluckt sich fast.

Felger: Wie viele Teams sind zurück?

Carter: Drei.

Chloe: Von wie vielen?

Carter: Fünfzehn. Die anderen sitzen fest.

Felger: U-Und Dr. Jackson?

Carter: Sein Team ist noch draußen.

Felger: Oh… das ist… grauenvoll…

Carter: Die Flut steigt, aber bis auf weiteres ist das Team in Sicherheit.

Felger (murmelnd): Oh Gott sei Dank…

In diesem Moment klingelt das Telefon. Sam nimmt ab.

Carter: Carter. (Nach ein paar Sekunden) General.

Felger (leise zu Chloe): Oh der General… (Chloe macht ein „Shhh“ und streicht ihm weiter über den Rücken)

Carter: Ja, Sir…ich verstehe. (Sie legt auf) Wir haben die Tok’ra kontaktiert. Nach ihren Erkenntnissen ist das gesamte Tornetzwerk ausgefallen.

Felger beginnt wieder in die Tüte zu atmen und Chloe setzt ihre Massage fort.


Szene: Kontrollraum, SGC

Hammond: Colonel O’Neill, erstatten Sie Bericht.

Sam und Felger kommen in den Kontrollraum gelaufen, während wir O’Neill auf dem Bildschirm sehen.

O’Neill: Die Mission ist in Gefahr, Sir. Offenbar hat uns einer der Jaffa-Kommandeure verraten. Tja, wen wundert’s…

Hammond: Was ist passiert?

O’Neill: Die Verhandlungen sind eigentlich ganz gut gelaufen… doch dann ist das Tor ausgefallen. Danach fingen alle an sich gegenseitig der Sabotage zu beschuldigen und der Teufel war los!

Carter: Sir, wir glauben zu wissen, was den Ausfall des Tores verursacht hat. Es war ein Virus.

O’Neill (kommt mit seinem Gesicht der Kamera näher und ist mehr als wütend): Felgers Virus?!

Felger ist offensichtlich mehr als geschockt.

Carter: Es hat ein neues Koordinatensystem erschaffen, das sich an alle DHDs verbreitet hat.

Wütend dreht sich Jack weg.

Carter: Jetzt sind wir hier das einzige Tor, das noch rauswählen kann.

O’Neill (kommt zur Kamera zurück; wütend, wütend): Habe ich nicht gesagt, diesem Speichelleckenden Wiesel kann man nicht trauen?!

Felger (mit einem verzogenen Lächeln beugt sich zu Sam hin): Er kann nicht sehen, dass ich hier stehe, oder?

Carter: Sir, ich bin ebenso verantwortlich wie Felger.

Teal’c (aus dem Hintergrund): O’Neill.

O’Neill: Wir werden angegriffen! Ein Al-Kesh!

Wir sehen noch Schüsse und wie Jack versucht zu fliehen, als sie das Signal verlieren und ein SIGNAL LOST zu lesen ist.

Davis: Wir haben Videokontakt verloren, Sir.

Carter: Die haben das MALP erwischt.

Felger: Er stand nur ein paar Schritte davon entfernt.

Hammond: Colonel O’Neill, wie ist Ihre Situation? Bitte antworten.

Keine Antwort. Felger steht kurz vor einem Herzkasper und dann hören wir Jack.

O’Neill: Wir sind unversehrt, Sir.

Felger: Oh! Den Herr sei gedankt!

O’Neill: Wir ziehen uns zurück, Sir.

Carter: Sir, wir haben noch ein ausgehendes Wurmloch, wir könnten noch Verstärkung schicken.

Hammond: Die dann da draußen festsitzt? Ich werde niemanden schicken, bevor wir das Problem nicht behoben haben!


Szene: Felgers Labor

Sam, Felger und Chloe sitzen vor den Bauplänen des Gates, die auf den Tischen verteilt liegen.

Carter: Wir müssen das logisch durchdenken. Das gesamte Tornetzwerk wurde lahm gelegt, aber wir können immer noch rauswählen.

Felger: Das Virus wurde als Folge der kurrelativen Aktualisierung der DHD verbreitet.

Chloe: Da wir kein DHD haben, wurde unser Tor nicht betroffen.

Carter: Genau. Eine weitere Veränderung würde demnach zu einer erneuten Systemaktualisierung führen.

Felger: Also, wir müssen nur ein DHD auf das alte Koordinatensystem zurückversetzen, dann würde das Tornetzwerk die Verbreitung durchführen.

Carter: Aber wie findet man zum alten System zurück, wenn das neue auf einem völligen Zufallsprinzip beruht?

Felger: Es gibt eine Gesetzmäßigkeit. Wenn wir ein DHD dazu bringen können eine Torverbindung aufrecht zu erhalten, dann müssen wir nur noch die alte Adresse mit der neuen vergleichen und ein Modulationsprogramm starten… Ja!

Carter: Das würde willkürliches Wählen bedeuten.

Chloe: Sieben Symbole aus einer Gesamtzahl von achtunddreißig mit sich nicht wiederholender Reihenfolge ergeben etwa 63 Milliarden Kombinationen.

Felger (flüsternd zu Carter): Sie kennt sich mit Zahlen aus. Ich wollte sie schon für meine Steuererklärung anheuern.

Sam findet das nicht lustig und räuspert sich nur.


Szene: Korridor, SGC

Sam und Hammond kommen gemeinsam aus dem Kontrollraum.

Carter: Gibt es was Neues von Colonel O’Neill, Sir?

Hammond: Es war uns nicht möglich wieder in Kontakt zu treten. Wir hoffen nur, er ist außer Reichweite.

Carter (nicht überzeugt): Ja, Sir.

Hammond: Nach Geheimdienstberichten der Tok’ra sieht es so aus, als würde Ba’al versuchen die Situation auszunutzen.

Carter: Inwiefern?

Hammond: Im Augenblick hat er die größte Flotte.

Carter: Ohne das Torsystem ist er mit dem meisten Schiffen im Vorteil.

Hammond: Er greift die anderen Systemlords an mehreren Fronten an und besiegt sie.

Sie gehen um die Ecke.


Szene: Felgers Labor

Felger geht die Aufzeichnungen des Tores durch, als plötzlich ein Handy klingelt. Erschrocken zuckt er zusammen und zieht aus seiner Tasche seines heraus und schaltet es ab. Ein paar Sekunden später klingelt das Telefon im Labor. Genervt nimmt er den Anruf entgegen.

Felger: Stargate Kommando, Felger am Apparat. (Nach einem Moment) Mom, Mom! Nein, nein, nein, ich habe dir gesagt, du sollst mich hier nicht anrufen. Nein, du dürftest noch nicht mal diese Nummer haben! Das tut mir Leid, dass ich nicht angerufen habe… ja, ich war beschäftigt, ich habe Stress. W-Wenn du es unbedingt wissen willst. Mom, ich habe wieder Mist gebaut. Ja, und so schlimm war es noch nie… Nein, nein, noch viel schlimmer als das. (Sam kommt ins Labor, aber Felger sieht sie nicht) Nein, noch wesentlicher schlimmer als das… Mom, Mom, Mom, Mom! Ich brauche jetzt keine Liste meiner persönlichen Fehlschläge, okay? Um, um dir die Wahrheit zu sagen, ich weiß nicht, wie ich das hier wieder in Ordnung bringen kann.

Sam hält dies für einen geeigneten Augenblick sich bemerkbar zu machen, in dem sie sich räuspert.

Felger (etwas lauter): Ich rufe dich deswegen wieder an, Simon. Okay, alles klar, macht’s gut. Ein Freund.

Er legt auf und Sam kommt zu ihm.

Felger: Das war Coombs. Er lässt Sie grüßen.

Carter (nickt): Hören Sie, Jay, ich weiß Sie machen sich Vorwürfe deswegen.

Felger (beginnt zu lachen): Warum sollte ich mir Vorwürfe machen? Die Antiker brauchten tausend Jahre für das Torsystem und ich… (Pfeift kurz)… habe es an einem Tag ruiniert. Außerdem habe ich uns von allen Ressourcen im Weltraum, die wir brauchen, um uns zu verteidigen, abgeschnitten. Was die Goa’uld geradezu zu seinem Angriff einlädt. Aber was soll’s…

Carter: Sie, Sie sollten ihre Schuldgefühle vergessen und sich auf eine Lösung konzentrieren.

Felger: Sie haben gut reden, denn Sie machen ja nie Fehler.

Carter: Ach nein?

Felger: Ach kommen Sie! Sie sind perfekt, das weiß jeder.

Carter: Jay, ich bin nicht perfekt.

Felger: Das müssen Sie sagen, weil Sie bescheiden sind und das ist nur ein weiterer Hinweis auf Ihre Perfektion.

Carter: Kennen Sie zufällig einen Planeten namens Ke’tau?

Felger: Das war nicht Ihre Schuld.

Carter: Ich habe damals die Wählprotokolle verändert, was dafür gesorgt hat, dass das Wurmloch durch Ke’taus Sonne ging. Die daraus resultierende Kettenreaktion, das zum Tod aller Lebewesen…

Felger (unterbricht sie, indem er mit seinen Armen in der Luft zu wedeln beginnt): Das ist es! Das ist es! Das ist es! Och, sogar Ihre Fehler sind perfekt!

Carter: Was wollen Sie denn damit sagen?

Felger: Sie konnten das Sicherheitsprotokoll umgehen, weil Sie Ihr eigenes Wählprogramm geschrieben haben.

Carter (nickt): Und?

Felger: Und das können wir jetzt auch. Anstatt zu versuchen das ursprüngliche DHD Programm wieder aufzubauen, könnten wir das doch alles auf unseren Wählcomputer aufspielen.

Carter: Unser Programm ist nicht annähernd so differenziert, wie das in dem DHD. Es ist komplett zusammengestückelt.

Felger: Es muss nicht perfekt sein, solange das Koordinatensystem akkurat ist. Das DHD führt automatisch die erforderlichen Anpassungen durch.

Carter: Woher wissen Sie das?

Felger: Na ja, das ist… äh… (Ihm fällt nichts ein) Okay, ich weiß es nicht… nicht genau jedenfalls. Aber die Tatsache, dass Avenger eine Aktualisierung ausgelöst hat, spricht für eine automatische Anpassung des DHD-Programms. Abgesehen davon haben wir nichts anderes. Das – glauben Sie mir, Major – das wird funktionieren!


Szene: Kontrollraum, SGC

Auf der Videoübertragung sehen wir Daniel. Auf seinem Planeten stürmt und regnet es.

Daniel: Tut mir leid, dass ich euch enttäuschen muss, Leute, aber es funktioniert nicht!

Felger, Hammond und Sam sind ebenfalls anwesend.

Felger (zu Sam): Es muss einfach funktionieren.

Daniel: Wir haben versucht die Erde am Alphastandort anzuwählen, aber wir konnten keine Verbindung etablieren.

Felger (zu Davis): Vielleicht ist irgendwas beim Umspielen schief gegangen. Sie können es doch besser, oder?

Daniel: Solltet ihr noch mehr schlaue Ideen haben, wäre jetzt nen guter Zeitpunkt.

Hammond: Ihr Status, Dr. Jackson.

Daniel: Das Flutwasser steigt ziemlich schnell und die seismischen Aktivitäten verursachen einen heftigen Wellengang. Wir schätzen, dass innerhalb von achtundvierzig Stunden die gesamte Stadt überflutet sein wird.

Sam schließt für einen Augenblick niedergeschlagen die Augen.

Felger (sieht zwischen Sam und Hammond hin und her, er ist ein seelisches Wrack): Es hätte funktionieren müssen…


Szene: Besprechungsraum, SGC

Sam geht zu Hammond, der am Fenster steht und grade etwas unterschrieben hat.

Hammond: Haben Sie und Dr. Felger schon Fortschritte gemacht?

Carter: Ich kann ihn nirgendwo finden.

Hammond: Wie bitte?

Carter: Offenbar hat Dr. Felger den Stützpunkt verlassen. Ich glaube, der Druck war zu viel für ihn.

Hammond: Ich dachte, Sie hätten gesagt, er bräuchte nur etwas Unterstützung.

Carter: Ja, da habe ich mich wohlmöglich geirrt. (Hammond atmet einmal durch) Okay, ich gebe zu, er geht einen vollkommen auf die Nerven, er trifft Entscheidungen auf Basis unausgegorener Fakten, er ist ein Tollpatsch im Labor, er kommt immer zu spät und es würde nicht schaden, wenn er sparsamer mit dem Rasierwasser umginge, aber Tatsache ist, Sir, er ist beim Stargate Kommando, weil er ein brillanter Wissenschaftler ist. Und niemand versteht dieses Virus besser als er.

Hammond: Dann schlage ich vor, dass Sie ihn zurückholen.

Carter: Ja, Sir.


Szene: Bach

Felger steht auf einer Brücke und wirft Brotkrümel in den leeren Bach. Sam – in Zivil gekleidet – findet und stellt sich neben ihn.

Carter: Jay, was tun Sie hier? Wir haben zu arbeiten.

Felger: Wir haben Sie mich gefunden?

Carter: Ich habe Ihre Mutter angerufen. Sie hat mir gesagt, Sie kommen hier her, wenn Sie nachdenken.

Felger: Genau an dieser Stelle habe ich gestanden, als mir einfiel, wie man die Epylsonpartikel in einer Subraummatrix neu kombiniert. Danach haben mich ein paar Halbstarke überfallen. Es ist trotzdem ein schöner Ort.

Carter: Was haben Sie vor?

Felger: Die Enten füttern.

Sam sieht hinunter in das Wasser, es sind nur nirgends Enten zu sehen.

Carter: Wir müssen wieder ins Stargate Center zurückkehren.

Felger: Bevor ich dort anfing, war meine Definition einer Stresssituation von einer Verteidigung einer mathematischen These vor Männern im mittleren Alter mit Haarausfall. Ich tu mich schwer damit, wenn das Schicksal des Universums auf dem Spiel steht.

Carter: Jay, Sie haben das Virus entwickelt, Sie sind der Mann für den Job. Vergessen Sie für einen Moment das große Ganze und vergessen Sie die Konsequenzen. Konzentrieren Sie sich allein auf das Problem. Wieso hat das Aufspielen nicht funktioniert?

Felger: Ich habe keine Ahnung! Es sollte funktionieren. Jedes Tor in der Galaxis sollte wieder online sein, bis auf P5S-117.

Carter: Wie meinen Sie das?

Felger: Tja, der Avenger ist resistent für diese Art von Manipulation. Ich dachte nicht, dass das eine Rolle spielt, weil wir das sowieso sabotieren wollten.

Carter: Jay, was ist, wenn sich das Virus selbst repliziert hat und dann mit dem neuen Koordinatensystem das alte DHD gefüttert hat?

Felger: Nein, unmöglich, dafür war es nicht ausgelegt.

Carter: Es war auch nicht für eine kurrelative Aktualisierung ausgelegt. Das haben Sie selbst gesagt, Jay. Das DHD-Programm passt sich selbstständig an.

Felger denkt darüber nach.


Szene: Besprechungsraum, SGC

Sam und Hammond sitzen am Tisch, während Felger auf und ab läuft.

Carter: Sir, wir glauben, wir haben eine Lösung gefunden.

Hammond: Lassen Sie hören.

Sam sieht zu Jay auf.

Felger: I-I-Ich soll’s ihm sagen?

Carter: Es ist Ihr Projekt.

Felger (setzt sich schnell gegenüber von Sam auf den Stuhl): Gut, General. Wir ahnen, warum wir das Wählprogramm nicht in das Torsystem kopieren konnten. Es sieht ganz so aus, als wäre das Virus selbst mit den neuen Koordinaten an das gesamte DHD-Netzwerk übertragen worden.

Hammond: Das Virus blockiert das Aufspielen?

Felger: Ganz richtig! So ist es. Und wir müssen es neutralisieren, aber, um das zu tun, müssen wir es finden.

Hammond: Ich versteh nicht ganz.

Felger: Na ja, nun, äh… Tatsache ist, wir wissen nicht *wie* das Virus übertragen wurde. Wenn es automatisch den Aktualisierungen folgt, dann müsste es höchstwahrscheinlich irgendwo im Wählprogramm stecken. Wir sprechen von tausenden von Codes… es ist, als würde man eine Nadel im Heuhaufen suchen.

Carter: Wir wissen, dass das Virus existiert. Und zwar innerhalb eine Subroutine im ursprünglichen Ziel DHD auf P5S-117. Der Haken ist, dass wir das System neu starten müssen, um Erfolg zu haben. Das bedeutet, wir müssen das Kontrollkristall entfernen. Jemand muss persönlich auf diesen Planeten gehen.

Hammond: P5S-117 wird von Ba’al kontrolliert.

Carter: Ja, Sir.

Felger (steht mit ernster Miene auf): General, ich melde mich freiwillig.

Hammond: Major Carter hat die Erfahrung, die für diese Mission erforderlich ist.

Felger (setzt sich wieder hin): Ach kommen Sie. Ich habe auch Erfahrungen im Weltall. Ich habe gegen die Goa’uld gekämpft. (Ganz Stolz) Ich habe eine Jaffa umgenietet.

Carter: Sir, vielleicht wäre es am besten, wenn wir beide gingen.

Felger: Major Carter hat Recht. Niemand weiß mehr über Avenger als ich.


Szene: Felgers Labor

Felger packt sich seinen Rucksack zusammen. Chloe bringt ihm etwas Verpflegung.

Chloe: Jay, das ist Irrsinn.

Felger: Hey, ich habe das Problem verursacht, ich werde es wieder richten.

Chloe: Du bist ein Wissenschaftler, kein Mann für den Kampfeinsatz.

Felger: Und bin ich trotzdem in ein Goa’uld – Mutterschiff eingedrungen? Natürlich. Hör zu, die haben bereits ein MALP durchgeschickt. Das Tor wird nicht einmal bewacht. Vermutlich weil es nicht mehr funktioniert. Aber mach dir keine Sorgen um mich.

Er nimmt sich seinen gepackten Rucksack und schwingt ihn auf den Rücken, wobei er Chloe fast umnietet.

Felger: Ich weiß, was ich tue. Okay?

Er geht Richtung Tür.

Chloe: Jay.

Felger (dreht sich zu ihr um): Hm?

Chloe (gibt ihm eine CD): Das Antivirus. (Sie steckt es ihm in die Jackentasche.)

Felger: Okay, ja… ja, das werde ich brauchen. Alles klar.

Er will gehen, aber sie hält ihn am Arm fest.

Felger: Was?

Als Antwort fasst sie nach seiner Jacke und fängt an ihn zu küssen.

Felger (mehr als verwirrt): W-W-W-Was soll das bedeuten?

Chloe (zuckt mit den Schultern): Viel Glück.

Felger: A-Achso…

Vollkommen verdattert verlässt er das Labor.


Szene: P5S-117

Sam und Felger kommen auf der anderen Seite an. Sam mit ihrer P-90 im Anschlag sieht sich gleich nach allen Seiten um, während Felger erst einmal zusammenzuckt. Das Stargate liegt unmittelbar an einem Wald. Einzelne Mauerreste sind von vor dem Gate zu sehen. Während die beiden die Stufen hinuntergehen, zieht Felger seine kleine Handfeuerwaffe.

Carter: Okay, fangen Sie an. Ich bin in ein paar Minuten wieder zurück.

Felger: Wo wollen Sie denn hin?

Carter: Ich seh mich ein bisschen um.

Felger: Sollten wir nicht zusammenbleiben. Ich meine, falls Sie Unterstützung brauchen sollten oder so…

Carter: Ich komm zurecht.

Felger (nervös): Na schön… (Sam geht weiter; und dann etwas lauter) Ich ebenfalls!

Sam dreht sich zu ihm um und legt ihren Finger auf den Mund. Während Sam sich weiterhin umsieht, löst Felger seinen Rucksack, welcher auf den Boden fällt.


Szene: Kontrollraum, SGC

Hammond konnte Kontakt mit Jack herstellen.

O’Neill: Jaffa sind im Al-Kesh gelandet und schicken Suchtrupps aus. Teal’c und ich haben Rebellen für den Gegenangriff organisiert.

Hammond: Zu Ihrer Kenntnis, Colonel, Major Carter ist auf P5S-117. Sie versucht das Torsystem wieder in Ordnung zu bringen.

O’Neill: Das ist doch besetztes Gebiet, Sir.

Hammond: Ja, das ist richtig.

O’Neill: Mit welchem Team ist sie unterwegs?

Hammond: Major Carter wollte nicht riskieren, dass noch jemand strandet.

O’Neill (schockiert): Sie ist allein dorthin?

Hammond: Nein, nicht ganz. Dr. Felger ist bei ihr.

O’Neill (sarkastisch): Oh, na das beruhigt mich außerordentlich!

Hammond scheint es nicht anders zu gehen.


Szene: P5S-117

Felger hat das DHD geöffnet und an seinen Labtop angeschlossen. Sam kommt wieder zurück.

Carter: Es gibt keine Anzeichen für Jaffa-Aktivitäten in der Nähe.

Felger: Gut. (Tippt was ein, während sich Sam neben ihn setzt) Ich bin drin, bin drin. (Er tippt weiter) Eine Sekunde, nur eine Sekunde. Hey, da stimmt was nicht.

Carter: Was?

Felger: Das ist nicht Avenger… Ich meine, das ist Avenger, aber irgendwas ist faul. Er wurde verändert.

Carter: Faul?

Felger: Dieses Programm stammt jedenfalls nicht von mir. Es wurde manipuliert seit es verschickt wurde.

Carter (sieht sich weiter um): Möglicherweise war’s Ba’al.

Felger: Ba’al?

Carter: Überlegen Sie doch. Er hatte am meisten zu gewinnen. Also hat er Ihre Idee aufgegriffen und modifizierte sie, um das gesamte Tornetzwerk auszuschalten, wissend, dass er damit im Vorteil ist.

Felger: Aber… aber dann wäre das nicht meine Schuld. Avenger war nie für eine kurrelative Aktualisierung bestimmt.

Carter: Ich würde mich nicht zu früh freuen, denn es bedeutet, unser Antivirus funktioniert nicht.

Felger: Das ist richtig. Es war für das ursprüngliche Programm ausgelegt.

Carter: Wir sind jetzt offenbar auf einer von den Goa’uld besetzten Welt gestrandet.

Felger: Hm, das ist dann so ne Art 'Gute Nachricht, Schlechte Nachricht’- Situation


Szene: P5S-117, Später

Die beiden sitzen immer noch am DHD.

Carter: Die Jaffa sind wohl nicht mehr so auf das Tor bedacht, aber früher oder später wird eine Patrouille vorbeikommen. Wir müssen uns was einfallen lassen.

Felger: Tja, ich bin offen für Vorschläge.

Carter: Sie sagten, das Virus wurde modifiziert, ja?

Felger (nickt): Mh hm.

Carter: Dann müssten wir doch nur das Antivirus entsprechend verändern.

Felger: Okay, legen Sie los.

Carter: Ich hatte gehofft, Sie übernehmen das.

Sie steht auf.

Felger: Oh, ich hatte befürchtet, dass Sie das sagen.

Carter (hält ihm ihre P-90 hin): Wollen Sie lieber das hier tun?

Felger: Wissen Sie wie mühselig es war, bevor ich das richtige Antivirus hatte? Da wusste ich noch womit ich es zutun hatte. Das könnte Tage dauern.

Carter (unbeeindruckt): Na dann sollten Sie besser anfangen.

Sie geht zurück in den Wald, um die Umgebung zu sichern.

Felger: Jap… oh ja…


Szene: Kontrollraum, SGC

Auf dem Bildschirm sehen wir Daniel.

Daniel: Immer noch keine Nachricht von Sam?

Hammond: Um ehrlich zu sein, hätten wir längst was von ihr hören müssen.

Daniel: Wir werden jetzt das Stargate verlassen und uns auf einen höheren Bereich zurückziehen.

Hammond: Einverstanden. Viel Glück, Dr. Jackson.


Szene: P5S-117

Sam kommt von ihrer Erkundungstour zurück.

Carter: Wie kommen Sie voran?

Felger: Ja, ich habe es bald. Ziemlich cool, was? Dass wir beide zusammenarbeiten. Wir sind so was wie die Intellektuellen Butch und Sundance vom Stargate Center.

Carter: Butch und Sundance wurden gestellt und von der bolivianischen Armee ermordet.

Felger: Das ist ein guter Einwand… ja.

Plötzlich sieht Sam einen Jaffa. Sie duckt sich und zieht Felger gleich mit auf den Boden hinter die kleine Mauer.

Felger: W-W-W-Was? Was? Was?

Carter: Wir kriegen Probleme.

Felger: Was für Probleme?

Carter: Denken Sie an Bolivien.

Felger: Oh… (Zieht seine Handfeuerwaffe) Jaffa?

Carter: Die haben unsere Position ausgemacht. Arbeiten Sie weiter!

Sam läuft bis zu den letzten Überresten und geht dort in Deckung. Sie beginnt auf die ersten Jaffa zu schießen. Doch es kommen immer mehr und mehr, während Felger am Antivirus arbeitet.

Felger: Konzentriere dich, Jay, konzentriere dich… das sind bloß Hintergrundsgeräusche.

Sam schafft es weitere Jaffa auszuschalten, aber es scheinen immer mehr zu kommen.

Carter (zu Felger): Wie kommen Sie voran?

Felger: Ich fühle mich ein wenig bedrängt. (Sam schießt gezielt auf die Truppen: Jay beginnt mit sich selbst zu reden) Wir haben nicht genug Zeit… die Zeit reicht einfach nicht.

Sam verlässt ihre Deckung und rennt etwas zurück zu Felger, als die Jaffa immer näher kommen. Sie sieht selbst, dass sie keine Chance haben. Doch dann hört sie ein Maschinengeräusch und schaut auf in den Himmel. Ein Al-Kesh schwebt über ihnen und beginnt auf die Jaffa zu schießen. Die überlebenden Jaffa treten den Rückzug an. In diesem Moment beginnt sich der Al-Kesh über ihnen zu sinken und Felger kauert sich vor Angst auf den Boden. Die Ringtransporter werden aktiviert und Sam richtet ihre Waffe auf die möglichen Fremdlinge. Doch es sind Teal’c und Jack.

Felger (erleichtert): O’Neill! (Er springt auf und rennt zu ihm) Es ist Colonel O’Neill! Den Herren sei Dank! Colonel O’Neill! Sie würden ja nicht glauben… (Er umarmt ihn stürmisch)

O’Neill: Felger! Felger! (Er nimmt die Kappe von Felger und hat sie ihm auf den Kopf) Felger!

Felger lässt ihn los.

O’Neill: Was hatte ich wegen anfassen gesagt?

Felger: Stimmt… stimmt genau, es ist nur so… als wir da drüben saßen… und sie kamen von überall diese Typen… und dann Sie und von oben und jetzt… (Jack hebt beschwichtigend die Hände) Aber jetzt sind Sie ja hier. Oh ja…

Carter (schaut hinauf zum Al-Kesh): Wie haben Sie denn das hingekriegt, Sir?

O’Neill: Wir hatten keine Lust mehr zu warten.

Felger will O’Neill erneut umarmen, aber dieser knurrt und Felger nimmt einen gewissen Abstand wieder ein.


Szene: Torraum, SGC

Sam und Felger kommen durch das Tor. Hammond erwartet sie bereits an der Rampe.

Hammond: Major, Doktor, willkommen.

Carter: Sir.

Hammond (zu Felger): Ich gehe davon aus, dass die Lösung, die Sie gefunden haben diesmal von Dauer ist.

Felger: Oh ja, ja, keine Sorge, General. Ich habe das Antivirus speziell für dieses Ziel modifiziert und damit die neue Version von Avenger neutralisiert. Aber ich habe noch ne Kleinigkeit hinzugefügt, um sicher zu gehen, dass niemand sonst wieder –

Carter (unterbricht ihn): Das Problem ist gelöst. Dauerhaft.

Hammond: Dr. Jackson ist es gelungen die übrigen Einwohner von 997 zum Alphastandort zu schicken.

Carter: Gute Nachricht, Sir.

Hammond: Was ist mit Colonel O’Neill und Teal’c?

Carter: Die sind mit einer anderen Transportmöglichkeit unterwegs. Ich habe dem Colonel versprochen nichts zu sagen. Es soll eine Überraschung sein. (Sie grinst)

Hammond nickt verstehend.


Szene: Felgers Labor. SGC

Felger und Chloe küssen sich stürmisch. Jay trägt seinen Laborkittel und sein Haar steht leicht zu allen Seiten ab, während Chloe nur eine weiße Bluse und einen Rock trägt.

Chloe (zwischen den Küssen): Ich habe mir Sorgen um dich gemacht.

Felger (zwischen den Küssen): Ist halb so wild.

Chloe (zwischen den Küssen): Die Jaffa hätten dich töten können.

Felger (sieht sie an): Keine Chance, Baby.

Er küsst sie erneut und fegt dann die Unterlagen vom Tisch hinter sich. Er setzt Chloe auf den Tisch, wo es dann weitergeht. Doch in diesem Moment kommen Sam und Jack herein. Sie bleiben wie angewurzelt stehen.

Carter (erstaunt): Was ist denn das?

Felger (schaut auf): Oh… (Er hilft Chloe vom Tisch runter) Hallo Leute. Ich weiß, wir sollten uns nicht auf so was einlassen, aber… hey…

Jack grinst vergnügt, aber Sam ist außer sich.

Carter (wütend): Ich drehe Ihnen nur zwei Sekunden den Rücken zu und Sie lassen sich gleich… mit *der* ein?

Jack sieht sie amüsiert und überrascht an, während Jay seine Arme von Chloe nimmt.

Felger: Oh…

Chloe (geht langsam auf Sam zu): Geben Sie mir nicht die Schuld, wenn Sie nicht Frau genug sind, um ihn zu befriedigen.

Carter (zieht ihre Augenbraue hoch und beginnt wütend zu lachen): Ohoho…! (Sie reißt sich ihr grünes BDU Oberteil vom Leib und darunter sehen wir ein sehr weit ausgeschnittenes schwarzes, eng anliegendes Shirt.) Es reicht!

Mit energischen Schritten geht sie auf Chloe zu und die beiden vollbringen ein Damenwrestling auf dem Boden. Jack hat sich in der Zwischenzeit neben Jay an den Tisch gesetzt und beobachtet das ganze. Man hört nur das Stöhnen von den beiden Frauen, wie sie sich bekämpfen.

Felger (beginnt zu lachen): Wirklich… bitte nein…

Jack legt seine Hand auf Jays.

O’Neill: Ssshh!

Felger: Ist doch nicht nötig...

O’Neill: Kein Wort.

Mit einem süffisanten Grinsen beobachtet er das Treiben vor sich.

Dann hören wir Chloes Stimme.

Chloe: Jay! Jay!

Und dann sehen wir, wie Chloe ihm mit einem Finger an seine Wange stupst und wir erkennen, dass es lediglich ein Traum von Felger war.

Chloe: Jay.

Felger: Was? Was?

Chloe: Wo hast du schon wieder deinen Kopf?

Er beginnt zu lachen und schaut zurück auf den Fleck, wo eigentlich Sam und Chloe kämpfen sollten.

Felger: Ach nichts…

Er kann das Grinsen einfach nicht abstellen.


ENDE

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