7.07 Die Naquadah-Mine
Enemy Mine

+++++++++++++++++++++++++++++

Daniel: Das ist richtig. Wir sollten uns nicht gegenseitig bekämpfen. Die Goa’uld sind unsere gemeinsamen Feinde.
+++++++++++++++++++++++++++++++


Szene: Planet

SG-Einheiten haben ein Lager aufgeschlagen und mehrere Mitglieder arbeiten an der Sprengung eines Minenschachtes. Colonel Edwards trinkt einen Kaffee und sieht sich eine Karte an, als einer seiner Männer auf ihn zukommt. Er bleibt hinter einem Tisch stehen.

Edwards: Gott, drei Monate auf diesem Felsen. Ich kriege hier wohl nie nen anständigen Kaffee.

Lorne: Die Kernprobenanalyse läuft noch, aber bisher beträgt die höchste Konzentration 2,3 Teile pro eine Million.

Edwards (dreht sich um ihm und bleibt auf der anderen Seite des Tisches stehen): 2,3 Teile, ja? Major Lorne, wir brauchen Naquadah, um 303er zu bauen. Wissen Sie, wie groß son Schlachtkreuzer ist?

Lorne: Ziemlich groß, Sir.

Edwards: Ja. Wenn wir heute anfangen diese Vorkommen hier zu fördern, dann werden auch ihre Urenkel noch weiter nach Erz buddeln, um auch nur ein Ding davon zu bauen.

Lorne lächelt, aber bevor er etwas antworten kann, kommt ein weiterer Mann auf sie zu gerannt; er hält ein paar Aufzeichnungen in seiner Hand. Er scheint ziemlich aufgeregt zu sein.

Menard (salutiert): Colonel Edwards.

Edwards: Menard.

Menard: Das dürfte Sie interessieren, Sir. Die neusten Probenanalysen zeigt eine Konzentration fünfzig mal höher, als alles, was wir bisher kennen und die erhöht sich noch, je tiefer wir gehen.

Gelassen nimmt Edwards die Daten an sich und überfliegt sie.

Menard: Der absolute Knüller, Sir.

Edward: Ja, wenn das wirklich zutrifft… (Zu Lorne)…, dann haben Ihre Urenkel noch mal Glück gehabt.

Lorne (belustigt): Ja, Sir.


Szene: Lichtung, Planet

Eine andere Lichtung auf dem Planeten, wo ein SG-Mitglied Messungen und Beobachtungen festhält.
Wir sehen jetzt, wie er aus dem Wald heraus beobachtet wird. Das Bild ist grünlich und verschwommen… es erinnert stark an die Unas

Der Mann schaut durch eine Art Beobachtungsfernrohr, als er ein Knacken hört. Überrascht schaut er auf und sieht sich um. Dann legt er seine Daten zur Seite und schaut erneut durch das Beobachtungsfernrohr. Wir können die knurrenden Atemgeräusche des Unas hören. Und plötzlich bricht es aus seinem Versteck raus und greift ihn an. Der Mann wird zu Boden geworfen und erschrocken schreit er auf, als er am Fuß gepackt und von dem Unas in den Wald geschleift wird.


INTRO


Szene: Planet

Menard rennt mit Aufzeichnungen in der Hand zu Edwards, der sich grade mit SG-1 unterhält, oder vielmehr mit O’Neill, Daniel und Teal’c.

Menard (salutiert): Colonel Edwards.

Edwards erwidert salopp den Salut und Menard gibt ihm die Aufzeichnungen, bevor er davonläuft.

Edwards: Bin froh, dass Sie hier sind, Jack. Mit Rettungseinsätzen haben wir nichts zutun und Ritter ist jetzt schon seit drei Stunden weg.

O’Neill: Ich nehme an, er hat ein Kompass und ein Funkgerät.

Lorne: Auf diesem Planeten gibt es elektromagnetische Strömungen, die machen einen Kompass nutzlos und schränken die Reichweite unserer Funkgeräte stark ein.

Edwards: Er ist ein guter Mann und wir brauchen ihn noch. Besonderes weil wir glauben ergiebige Naquadah-Vorkommen entdeckt zu haben.

Teal’c: Wie ergiebig?

Lorne: Tja, das wissen wir erst nach Beendigung unserer Analysen.

Edwards: Das Pentagon braucht Schlachtkreuzer und F-302, falls wir Naquadah finden.

O’Neill: Und wir finden die… Naquadah…Finder.

Daniel sieht ihn zweifelnd von der Seite an und Jack wirft ihm einen schnellen Blick zu.

Edwards: Genauso ist es. (Zu Lorne) Major, zeigen Sie, wo Ritter das letzte Mal gesehen wurde.

Lorne: Ja, Sir. Wenn Sie mir bitte folgen wollen.

Sie machen sich alle auf den Weg, aber Daniel bleibt vor einem abgedeckten Behälter stehen.

Daniel: Was ist das?

Lorne geht zu ihm, als Daniel die Plane abnimmt und alte, verrostete Gegenstände zum Vorschein kommen.

Daniel: Artefakte?

Lorne: Ja.

Daniel: Sie haben das gefunden und mich nicht kontaktiert?

Lorne: Wir hatten es noch vor.

Daniel: Sie wurden bewegt, ja?

Lorne: Na ja, sie haben gestört.

Daniel sieht zu Jack. Er sieht nicht begeistert aus.

O’Neill (legt eine Schulter auf Daniels Schulter): Daniel… Tu, was dich glücklich macht. (Zu Lorne) Weiter.

Jack, Teal’c und Lorne machen sich auf den Weg, während Daniel bei den Artefakten zurückbleibt.


Szene: Beobachtungspunkt, Planet

Die drei sind jetzt auf der Lichtung angekommen, von der Ritter verschwunden ist. Lorne schaut durch das Fernrohr.

Lorne: Lieutenant Ritter war dabei die ganze Umgebung zu kartografisieren. Als er zum Essen nicht erschien, haben wir uns Sorgen gemacht und nach ihm gesucht, Sir. Ah… wir haben nen paar Leuchtraketen hochgeschickt, damit er sich daran orientieren kann.

O’Neill: Ist es normal, dass sich Ihre Leute vom Lager entfernen?

Lorne: Tja… vielleicht hat er Markierungen angebracht. Die Punkte sind oft weit auseinander, da kann man sich schon mal verlaufen.

Teal’c kommt mit zwei weiteren Männern aus dem Wald.

O’Neill: Teal’c.

Teal’c: Der Boden ist extrem fest, O’Neill.

O’Neill: Keine Spuren?

Teal’c: Nicht in unmittelbarer Nähe. Es gibt allerdings erhebliche Schäden im Unterholz, die in verschiedene Richtungen gehen.

Und dann erwacht Jacks Funkgerät zum Leben.

Daniel: Jack, bitte melden.

O’Neill: Ja, ich höre.

Daniel (durch Rauschen hindurch): Ich habe hier was Interessantes für dich.

O’Neill: Der Empfang ist nicht gut. Was hast du gesagt?

Daniel (durch noch mehr Rauschen): Ich habe hier etwas gefunden… was du dir unbedingt… ansehen solltest.

O’Neill: Schon gut. Bin unterwegs. (Zu den anderen) Ihr sucht hier schön weiter. Bin gleich wieder da.


Szene: Basislager

Jack geht zu Daniel, der die Artefakte untersucht.

O’Neill: Was gibt’s denn?

Daniel: Jede Menge Bergbauwerkzeuge könnten ein paar hundert Jahre alt sein. Schwer zu datieren, ohne genauere Analysen. (Daniel nimmt ein Gerät, welches wir schon aus The Beast of Burden und andere Folgen kennen kennen. Ein Foltergerät, welches im Nacken angesetzt wird und damals bei den Unas eingesetzt und auch schon an Jack ausprobiert wurde (Der Wächter)) Erinnerst du dich daran?

O’Neill: Immer wieder gern.

Daniel hält es auf ein Stück Metall von der Bahre und es funktioniert noch.

Daniel: Die haben sogar noch Energie.

O’Neill: Sind einfach nicht totzukriegen, hm?

Daniel: Jetzt zeige ich dir etwas wirklich Faszinierendes.

Er legt das Foltergerät beiseite und deutet auf etwas anderes.

Daniel: Das ist ein Jochum, um große Gewichte zu tragen oder zu ziehen, verteilt das Gewicht auf den Schultern. Und ist älter, als die Geschirre auf der Erde.

O’Neill: Faszinierend… wirklich.

Daniel: Jetzt komme ich zu dem wahrhaft faszinierenden Teil. Es ist zu groß, zu schwer.

O’Neill: Will heißen…

Daniel: Dass es nicht für ein menschliches Wesen gedacht war.

O’Neill: Und für wen dann?

Daniel: Für ein vierbeiniges Tier ist es zu klein. Von allem, was ich über die Goa’uld weiß, würde ich sagen, das ist es ein Geschirr für einen Una.

Jack verzieht mit einem Stöhnen sein Gesicht.

Daniel: Die Goa’uld haben die Una lange vor den Menschen als Sklaven benutzt. Höhlenbewohner… extrem stark und fähig unter den härtesten Bedingungen zu arbeiten. Wie geschaffen für die Minen.

O’Neill: Dieser Tag wird immer besser. (Ins Funkgerät) Teal’c, melde dich.


Szene: Wald

Teal’c durchsucht mit den anderen erneut den Wald. Er bleibt stehen.

Teal’c: Ich höre, O’Neill.

O’Neill: Habt ihr was gefunden?

Teal’c: Bis jetzt noch nicht.


Szene: Basislager

O’Neill: Tja, halt dich fest. Daniel hat Hinweise darauf, dass Unas in der Gegend waren.


Szene: Wald

Teal’c (schaut kurz zu Lorne): Verstanden.

Sie setzen ihren Weg fort


Szene: Mine, Basislager

Edwards und Daniel kommen aus der Mine.

Edwards (nicht sehr begeistert): Nur damit ich das richtig verstehe. Sie wollen, dass ich diese Operation verschiebe, nur weil Sie irgend so ein Zaumzeug gefunden haben, was über hundert Jahre alt sein könnte? Und was für ein Wesen gemacht wurde, das seit über hundert Jahren vermutlich verschwunden und ausgestorben ist?

Sie bleiben an einem kleinen Tisch stehen, wo bereits Jack auf sie wartet. Daniel hat seine Arme vor der Brust verschränkt.

Daniel: Die Goa’uld haben oft Sklaven zurückgelassen, wenn sie einen Planeten verließen.

Edwards: Wir sind jetzt drei Monate hier. Wir haben nichts gesehen, was Ihrer Beschreibung entspricht.

Daniel: Es lag auch nicht in deren Interesse.

Edwards: Hören Sie, Doktor, das Pentagon sitzt mir im Nacken. Die wollen Ergebnisse sehen –

Daniel: Colonel, Sie verstehen das nicht. Unas sind sehr gerissen. Wenn man sie provoziert, können sie extrem gefährlich sein.

Edwards (zu Jack): Ist der eigentlich immer so?

O’Neill: Ja, unglaublich, he?

Daniel schließt seufzend seine Augen.

Edwards: Wenn diese Monster wirklich hier sind, glauben Sie, die haben etwas mit dem Verschwinden von Ritter zutun?

Daniel: Ja, ganz sicher sogar.

Edwards: Ich werde meine Mission durchführen, so viel steht fest. Aber wir sollten mehr Leute anfordern, um für Sicherheit zu Sorgen.


Szene: Wald

Teal’c und die anderen machen an einer Stelle halt, wo im Hintergrund so etwas wie Gerüste aufgebaut sind, an denen menschliche Skelette hängen. Auf einem Baumstumpf findet Teal’c eine art Zahnkette.

Lorne: Was ist das?

Teal’c: Damit wollen die Unas verhindern, dass die Symbionten in ihren Nacken eindringen.

Aber auch hier werden sie von einem Una beobachtet.

Lorne überprüft einen Eingang zu einer eventuellen weiteren Mine, als er anschließend vor einem der Gerüste stehen bleibt. Teal’c kommt zu ihm.

Teal’c: Diese Figuren dienen offensichtlich als Warnung sich fernzuhalten.

Lorne geht weiter zu einem anderen Gerüst, wo das Skelett eines Jaffas hängt. Die Knochen verschwinden fast in der großen Rüstung. Und dann dreht er sich um. Er sieht, wie Ritter an einem Gerüst hängt. Seine Kleidung und sein Gesicht sind mit Dreck verschmiert. An seinem Mundwinkel klebt getrocknetes Blut. Teal’c und die anderen Männer kommen zu Lorne gelaufen.

Teal’c: Lieutenant Ritter.

Lorne (außer Atem): Ja… (Dann dreht er sich um und übergibt sich bei diesem Anblick.)


Szene: Basislager

Ein Leichensack wird zugezogen und auf einer Trage abtransportiert. Edwards dreht sich zu seinen Männern und SG-1 um.

Edwards: Na schön. Wir geben Extramunition an alles aus. Haltet die Augen offen und bleibt immer in Funkkontakt.

Daniel: Was haben Sie denn jetzt vor?

Edwards: Diese Monster haben einen meiner Männer in eine Vogelscheuche verwandelt. Was glauben Sie wohl, was ich vorhabe?

Daniel: Er könnte sie unwissentlich provoziert haben.

Edwards: Wir wussten nicht, dass sie hier sind. Wie sollten wir sie da provozieren?

Daniel geht zu einer Karte zurück, an der er gearbeitet hat.

Daniel: Wenn sich diese Mine so weit erstreckt, wie Sie das sagen, dann wäre der andere Eingang innerhalb des Tunnelgebildes… also ein anderer Eingang zur selben Mine. Die haben ein Problem mit diesem Bergwerk… mit dieser Mine. Die wollen, dass wir weggehen.

Edwards: Reicht doch, wenn die gehen.

Daniel (schaut über Edwards Schulter zu Jack): Jack?

O’Neill: Na schön… (Edwards dreht sich zu ihm um) Ich weiß, er kann durchaus etwas… (Ihm fällt kein passendes Wort ein)… aber normalerweise hat er Recht mit dem, was er sagt.

Edwards: Mein Auftrag lautet das mögliche Potential dieser Mine festzustellen. Solange dieser Befehl nicht aufgehoben wird, werde ich alles tun, um die Sicherheit meiner Leute zu gewährleisten. Also, helfen Sie mir das Areal zu sichern oder nicht?

Ein Blick von Jack zu Daniel zeigt ihm, dass sie ihm helfen.


Szene: Wald

Truppen marschieren durch den Wald. Jack und Daniel gehen zusammen.

Daniel: Das ist ein Fehler.

O’Neill: Es ist sein Kommando, Daniel.

Daniel: Er kennt die Unas nicht. Er weiß nicht, mit wem wir es zutun haben.

Plötzlich hören sie Schüsse. Schnell laufen sie in die Richtung. Wir hören das Geschrei von mehreren Unas. Sie wehren sich und einzelne Soldaten fliegen durch die Luft. Trotz ihrer Waffen scheinen die Soldaten nicht wirklich eine große Chance gegen die Ungetüme zu haben. Einer der Unas greift Menard an, aber er kann vorher erschossen werden. Was dazu führt, dass der Soldat von einem anderen Una zu Boden gerissen wird. In diesem Moment treffen Jack, Daniel, Teal’c und weitere Soldaten auf dem Schlachtfeld ein. Als Jack läuft, wird er aus dem Hinterhalt von einem Una brutal zu Boden geworfen. Der Una steht schreiend über Jack und dieser hat seine Waffe auf ihn gerichtet, aber er schießt nicht.

Daniel zieht seine eigene Handfeuerwaffe und rennt zu Jack.

Daniel: Ka kecka!

Der Una lässt von Jack ab und dreht sich zu Daniel um.

Daniel (energischer): Ka kecka!

Una (schaut zu Jack und dann wieder zu Daniel): Ska nat? Ka ko kecka.

Er schaut zurück zu Jack und ruft dann den andere Unas etwas zu. Sie lassen von den Männern ab. Jack will sich aufrichten, aber seine Schulter scheint zu stark verletzt zu sein. Daniel läuft zu ihm.

Die Unas verschwinden mit ihren verletzten Artgenossen und die anderen SG-Mitglieder rennen zu ihren verletzten Kameraden.

O’Neill (liegt noch immer am Boden; er zeigt auf jemand hinter sich): Helft ihm! Helft ihm!

Unter Schmerzen richtet er sich auf und Edwards bleibt neben ihm stehen. Daniel kniet bei einem anderen Verletzten.

Edwards: Meine Männer kümmern sich um die Verwundeten. Die sind auf der Flucht. Los schnappen wir sie uns!

Aus der Ferne hören sie, wie die Unas zu singen beginnen.

Edwards: Was ist das? Was tun sie da?

Daniel: Sie beweinen ihre Toten.

Edwards: Das könnte die Chance für uns sein. (Niemand rührt sich) Was ist? Wir lassen die doch nicht entkommen!

O’Neill: Wir folgen keinen Feind in unbekanntes Terrain.

Edwards: Jack, Sie tun ja so, als ob die zu ner Taktik fähig wären!

Daniel: Wir hatten schon mal mit ihnen zutun. Sie sind weit intelligenter, als Sie denken.

Edwards: Das ist mir egal! Die haben uns angegriffen.

O’Neill (mit sichtlichen Schmerzen): Edwards! Wir lassen sie in Ruhe!

Edwards: Das hier ist mein Kommando! Sie sind nur auf meine Bitte hier!

Daniel: Sie leiten nur die Minenoperation!

O’Neill: Für das hier, sind wir verantwortlich. Wir kehren zum Stargate Center zurück und klären das da.

Edwards: Einverstanden.


Szene: Krankenstation, SGC

Jack wird eine Bandage umgewickelt und er ist alles andere als begeistert.

O’Neill: AU! Gott! Ist schon gut…

Sam kommt zu Daniel, die neben Jacks Bett steht. Sie verzieht ihr Gesicht.

Carter: Wie geht’s dem Arm?

O’Neill (hat offensichtlich noch Schmerzen, aber versucht es vor ihr zu verstecken): Gut. Wie kommen Sie mit der Arbeit voran?

Carter (etwas überrascht): Sie meinen das komplette Überholen des Tordiagnostiksystems?

O’Neill: Genau das habe ich gemeint.

Carter (nickt): Es läuft, Sir. Danke der Nachfrage.

Im Hintergrund sehen wir, wie Siler mit einer Halskrause im Bett liegt. *g*

Daniel: Wenn wir auf dem Planeten zurückkehren, kommst du wohl nicht mit, oder?

O’Neill: Hmm… (Schaut hinunter auf seinen Arm)… sieht nicht so aus.

Daniel: Ja, das ist dumm. Ich hatte gehofft, du übernimmst das Kommando. (Sam und Jack sehen ihn fragend an) Colonel Edwards hat keine Erfahrungen mit den Unas.

O’Neill: Oder mit dir.

Daniel macht schließlich eine zustimmende Kopfbewegung.

O’Neill: Edwards ist okay, Daniel. Er steht nur ziemlich unter Druck.

Daniel (zögernd): Ja… ja, ich finde, ich habe nur zu viel Zeit investiert dich einzuarbeiten. Da will ich nicht mit nem neuen Colonel anfangen. (Sam beginnt daraufhin zu grinsen)

O’Neill: Ihr kommt schon klar.

Daniel nickt nicht sehr überzeugt und dreht sich dann um und geht zur Tür.

O’Neill: Versuch einfach nicht so…

Daniel: Was?

O’Neill: Ah, du weißt schon.

Er legt sich stöhnend auf die Seite und auch Sam sieht ihn mit einem Stirnrunzeln an. Daniel sieht etwas verwirrt aus, aber geht dann.


Szene: Besprechungsraum, SGC

Hammond, Vidrine (siehe Rettung aus dem All) und Edwards und ein paar andere Männer sehen sich die Unterlagen des Areals an.

Hammond: Colonel, General Vidrine vom Pentagon ist das. Er ist verantwortlich für die BC-303-Produktion.

Vidrine: Wir haben Ihren Bericht gelesen, Colonel. Und wir sind auch der Meinung, dass die Evakuierung begründet war. Da die Prometheus allerdings auf den Weg in die Galaxis verschollen ist, ist die Erde unglücklicherweise aus dem All angreifbar. Doch, wenn mir jemand einen geeigneten Weg zeigt an Naquadah zu kommen, um einen Schlachtkreuzer bauen zu können, bin ich ganz Ohr. Ansonsten müssen wir zurück auf P3X-403.

Edwards: Mit ausreichend Männern und genug Feuerkraft, löse ich Ihr Problem, Sir.

Hammond: Das wäre eine Möglichkeit damit fertig zu werden, aber wir kennen diese Wesen von Früher und es ist nicht so einfach, wie Sie sich das vorstellen.

Vidrine: Das mag ja durchaus sein, aber die Position des Pentagon ist ziemlich klar. Colonel Edwards wird auf den Planeten zurückkehren und sofort mit dem Abbau beginnen. (Daniel taucht plötzlich hinter ihnen im Türrahmen auf und belauscht das Gespräch) SG-Einheiten werden umfangreiche Sicherungsmaßnahmen durchführen und wenn es zu Übergriffen kommen sollte…

Daniel: Das wird es.

Vidrine: Dr. Jackson. Sie sollten an dieser Besprechung gar nicht teilnehmen.

Daniel (kommt in den Raum): Ja, General, ich weiß und es tut mir leid, aber bitte, hören Sie mich an. Ich glaube, die Situation kann auf friedliche Weise gelöst werden (Er kommt neben Edwards zum Stehen)

Vidrine: Wie?

Daniel: Wir waren ziemlich lange auf diesem Planeten, aber erst als wir in ein neues Gebiet eingedrungen sind, haben sich die Unas gewehrt. Sagen Sie, können wir nicht einfach in einem anderen Gebiet weitersuchen?

Edwards: Wir haben leider nirgendwo anderes entsprechende Vorkommen gefunden. Das war auf jeden Fall das einzige Vorkommen bisher, das die Produktionsvorgaben erfüllen konnte.

Daniel: Und wenn wir wieder in einer Sackgasse landen?

Vidrine: Dann können wir daran nichts ändern. Aber wir sollten auf keinen Fall diese Möglichkeit ungenutzt lassen.

Daniel: Könnten wir nicht wenigstens versuchen mit ihnen zu verhandeln?

Edwards: Das sind Bestien, Sir.

Daniel: Es sind keine Bestien. Es sind intelligente Wesen und wenn Sie sie unterschätzen, gibt es noch viel mehr Tote.

Vidrine: Wer sollte die Verhandlungsführung übernehmen? Sie?

Daniel: Ich spreche ansatzweise ihre Sprache und habe…Verständnis für ihre speziellen Eigenheiten, aber ich denke nicht, dass ich das alleine bewältigen kann.

Vidrine: Was schlagen Sie vor, Doktor?

Daniel: Wir sollten versuchen Chaka zu kontaktieren.

Hammond nickt.

Vidrine: Chaka?

Daniel: Ein Una, den wir von einem anderen Planeten kennen. Ich hatte hin und wieder Kontakt zu ihm. Er hat ziemlich viel Verständnis für uns entwickelt. Wir hatten viel Kontakt mit diesen Wesen und Chaka hat mir sogar das Leben gerettet. Das ist ihr Planet. Wir sind die Eindringlinge. Wir müssen sie nicht provozieren, wir müssen sie nicht umbringen.

Vidrine: Ich bin sicher, dass das niemand will, Dr. Jackson.

Daniel (mit einem Seitenblick zu Edwards): Ja, das glaube ich auch.

Hammond: Wenn die Verhandlungen in der Zeit stattfinden, die nötig ist, um die Ergiebigkeit der Mine festzustellen, können Sie es ihm doch ruhig versuchen lassen.

Vidrine: Na schön, Sie haben meinen Segen.

Hammond: Dr. Jackson, nehmen Sie Kontakt mit Chaka auf und kehren Sie mit ihm hierher zurück.

Daniel nickt.

Vidrine: Noch etwas, nur damit es keine Missverständnisse gibt. Falls die Verhandlungen fehlschlagen und es zu Auseinandersetzungen kommt, schlagen wir zu. (Zu Edwards) Die Anwendung zu Gewalt ist ausdrücklich genehmigt.

Edwards nickt knapp und Daniel tut es ihm weniger begeistert gleich.


Szene: Torraum, SGC

Davis: ID-Code empfangen, Sir. Dr. Jackson plus 1

Hammond, Vidrine und Edwards stehen vor der Rampe und Hammond nickt ihm zu.

Hammond: Iris öffnen.

Die Iris öffnet sich und Daniel und Chaka kommen durch das Tor.

Hammond (zu den Soldaten): Entwarnung.

Chaka sieht sich ehrfürchtig um, als sie langsam die Rampe hinuntergehen.

Daniel: Chaka war bisher noch nie in so einer Einrichtung.

Vidrine: Ähm… (Chaka knurrt ihn an und Vidrine schließt wieder seinen Mund)

Chaka: A Cha’aka.

Daniel: Ähm… 'A cha’aka’ sagt man zur Begrüßung. In diesem Fall heißt es etwa 'Hallo’.

Chaka: A…llo.

Edwards schnaubt und Chaka macht es ihm nach.

Daniel: Ähm, ich habe bereits mit Chaka gesprochen. In den letzten Jahren hat er bemerkenswerte Fortschritte gemacht. Auf dem Planeten, auf dem Chaka lebt, hat man früher Unas als Haussklaven gehalten. Aber Chaka hat eine Revolte –

Edwards (unterbricht ihn): Eine Revolte? Das haben Sie wohl zu vergessen zu erwähnen. Wie viele Menschen wurden bei dieser Revolte getötet?

Chaka sieht ihn knurrend an.

Daniel: Darum geht’s nicht. Chaka hat einen Waffenstillstand verhandelt und seitdem herrscht Frieden zwischen den Menschen und den Unas, die früher ihre Sklaven waren. Also, wenn ihm das gelungen ist, kann er auch für Frieden zwischen uns und den Unas auf P3X-403 sorgen.

Hammond: Will er uns denn überhaupt helfen?

Daniel: Ich habe ihm erklärt, was wir von ihm erwarten. (Er lächelt leicht) Er ist schon ganz gespannt auf diese Unas. (Zu Chaka) Tar ma kan ko.

Chaka (schnaubt und geht einen Schritt auf die drei zu): ’Ensch… hilft Chaka…Chaka hilt ’Ensch.


Szene: Basislager

Das Lager ist so gut wie zerstört. Vereinzelt sind noch Feuerstellen zu sehen und alles liegt umgekippt auf dem Boden.

Daniel: Die Unas haben in unserer Abwesenheit ja ne ganz schöne Party veranstaltet.

Edwards: Da haben Sie Recht, Dr. Jackson. Sie sind fortschrittlicher als ich dachte. Die können sogar Feuer machen. (Zu Lorne) Major Lorne, Sie werden hier zuerst aufräumen, dann werden Sie mit der Resonanzscananalyse der neuen Minenschächte beginnen.

Lorne: Ja, Sir.

Lorne verschwindet mit ein paar Männern und Edwards dreht sich wieder zu Daniel um.

Edwards: Wie wollen Sie eigentlich Kontakt zu diese Unas aufnehmen, Doktor?

Daniel: Ich hoffe, Chaka wird uns zu ihnen führen.

Edwards schaut hinüber zu Chaka, der ein paar Meter von ihnen entfernt steht. So, als ob Chaka seinen Blick gespürt hätte, dreht er sich zu Edwards um und starrt ihn ebenfalls an. Dann beginnt er leicht zu knurren, aber Edwards bleibt davon vollkommen unbeeindruckt und starrt ihn weiterhin an. Mit einem bösen Blick und einem ernsthaften bedrohlichen Knurren geht Chaka auf Edwards zu. Daniel sieht das Unheil kommen und tritt zwischen die beiden Streithähne.

Daniel: Chaka! (Chaka bleibt stehen) Colonel, er spürt, dass Sie ihn nicht mögen. Wenn Sie ihn anstarren, provoziert ihn das nur. (Chaka knurrt wieder) Chaka, ka kreeka.

Daniel nickt und Ckaka wendet sich langsam von ihnen ab.

Edwards: Er soll mir einfach nicht in die Quere kommen. Hanson, Penhall! Sie gehen mit! Alle anderen werden die Umgebung sichern! Und ich setzt Sperren, damit hier niemand durchkommt. Macht schon!

Daniel geht zu Teal’c.

Daniel: Er will den Krieg.

Teal’c: Er trägt die Verantwortung für den Schutz dieses Camps.

Daniel: Ja, oder er will Revange für Lieutenant Ritter.


Szene: Zweiter Mineneingang, Wald

Es ist der Ort, wo sie Ritter aufgespießt wie eine Vogelscheuche gefunden haben. Chaka bleibt vor einem der Gerüste mit den Skeletten stehen und riecht daran.

Chaka: ’Ensch… tatack?

Daniel: Ka… nein. Niemand greift an.

Chaka: Tonok sesh. ’Ensch tatak.

Daniel: Er sagt, die große Bewaffnung in unserer Gruppe ist alarmierend. Sie könnten Angst haben, dass wir angreifen wollen.

Chaka: Ka, Dan’el. Chaka ka cha.

Daniel: Ich soll allein mit ihm gehen.

Chaka: Ka kelka.

Daniel (nickt): Unbewaffnet.

Teal’c (als Daniel sich entwaffnet): Du wirst völlig hilflos sein.

Daniel (als er seine Pistole Teal’c gibt): Ich habe keine Angst.

Teal’c: Das ist nicht sehr klug, Daniel Jackson.

Daniel: Wenn sie Angst vor uns haben, bekommen wir keinen Kontakt zu ihnen.

Teal’c: Bist du da sicher?

Daniel (schaut zu Chaka): Ja, ja, ich bin… ziemlich sicher.

Teal’c nimmt die Pistole und Daniel nickt Chaka zu, der sich sofort auf dem Weg macht. Daniel folgt ihm und Teal’c sieht im besorgt hinterher.


Szene: Lichtung, Wald

Daniel und Chaka gelangen auf eine Lichtung, die ebenfalls mit den netten Kreuzigungsgerüsten gepflastert sind. Vor einer Art Altar befindet sich ein Ring aus großen Steinen. Während sich Chaka davor kniet, sieht sich Daniel seufzend den Altar an, an denen ebenfalls Knochen und noch ganz andere Dinge hängen.

Daniel: Stabwaffen, Folterstöcke, Handfesseln… Symbole für Schmerz und Tod. (Er kniet sich zu Chaka auf den Boden) Chaka, hier. Ein neues Spielzeug (Er zeigt ihm sein Feuerzeug. Daniel hält es an das trockene Holz im Steinkreis und es entzündet sich sofort. Erstaunt und überrascht sieht Chaka auf das Feuer und dann zu Daniel)

Chaka: Aka…

Daniel (steckt das Feuerzeug wieder weg): Gern geschehen.

Chaka macht die bekannten Laute, während er seinen Kopf nach vorne und nach hinten bewegt.

Chaka: A cha’aka, a cha’aka, a cha’aka…

Daniel: Komm, setz dich an mein Feuer… Unas Diplomatie.

Chaka setzt sein Ritual fort.

Daniel: Chaka? Wie lange wird das… Kel nok? Ma kann ska nat? (Chaka sieht leicht genervt aus)

Chaka: Nok. (Zeigt nach oben)

Daniel: Jetzt?

Chaka: Ka nock (Senkt seinen Arm leicht)

Daniel: Nachher?

Chaka fängt wieder an zu singen.

Daniel: Es dauert so lange, wie es dauert… Ja…


Szene: Lichtung, Wald

Inzwischen ist es dunkel geworden und noch immer ist kein weiterer Unas aufgetaucht. Gelangweilt wirft Daniel Dreck und alles, was sonst noch so auf den Boden liegt in das Feuer, während Chaka weiter sein Ritual vollzieht. Und dann sehen wir, wie sie beobachtet werden. Von einem weiteren Una. Plötzlich hört Chaka auf und schaut in die Richtung, in der sich der andere Una versteckt. Daniel hört mit seinem Spielchen auf und als er einen weiteren Una sieht, lässt er das Stück Holz fallen, welches er in der Hand gehalten hat. Langsam kommt der Una aus seinem Versteck heraus.

Daniel: Hallo…

Dem einen Una folgen weitere. Chaka und Daniel stehen auf, als sich die anderen Unas um das Feuer stellen. Sie sehen alle anderes als begeistert aus und hätten Daniel wahrscheinlich angegriffen, wenn Chaka nicht an seiner Seite stehen würde.

Daniel (zu Chaka): Ich hoffe, du weißt, was du tust.

Chaka setzt sich wieder hin, Daniel tut es ihm gleich.

Daniel: Runter? Gute Idee.

Als die beiden ihre Köpfe senken, hört das Knurren auf und der Una, der Jack angegriffen hatte, sieht, wenn man es so bezeichnen kann leicht irritiert aus. Er geht zu Chaka und bleibt weniger Meter von ihm entfernt stehen. Chaka zieht ein Messer aus seiner Schnalle, die um seiner Brust gebunden ist und legt es auf den Boden. Der Una nimmt es an sich und begutachtete es. Dann steckt er es in seinen Gürtel und nimmt eines seiner Lederarmreifen ab und legt es vor Chaka auf den Boden.

Daniel (ehrfürchtig): Tausch…

Chaka nimmt den Armreif und die anderen Unas beginnen zu knurren, aber ihr Anführer bringt sie zum Schweigen. Sie setzten sich hin.

Una: Aka.

Chaka: A cha’aka. Te Chaka.

Una: Ta?

Daniel: Ähm… a cha’aka. Te Daniel.

Una: Dan’el…

Daniel: Dan’el ist auch okay…

Una: Te kor asek zu…

Daniel: Kor heißt Eisen… Asek…

Chaka (deutet auf seine Arme und seinen Oberkörper) Kor…asek

Daniel: Eisenhemd. Der Alphamann.

Alpha-Una: Kel ko tar?

Chaka: Ta ’Ensch. (Deutet auf Daniel) ’Ensch, ka ne.

Alpha-Una: Kel ko kecka.

Daniel: Ah.. äh… ja, wir haben Tod gebracht, aber wir wollen Freunde sein…Leben retten… Ska nat.

Alpha-Una: Ska nat?

Chaka: Ska nat. Unas, Kor Asek, a Chaka, a 'Ensch. Ska nat te.

Daniel: Genau, wenn wir Frieden haben, gewinnen wir alle.

Der Alpha-Una lacht etwas und die anderen antworten darauf.

Alpha-Una: Cho' ee' che, Chaka

Chaka, der bisher gekniet hatte, setzt sich hin.

Alpha-Una: Dan’el.

Daniel setzt sich ebenfalls hin, er sieht zu Chaka hinüber und er knurrt leise.

Daniel (zu Alpha-Una): Cho' ee' che, Kor Asek

Der Alpha-Una setzt sich ebenfalls hin.

Daniel: Okay, alles klar… können wir jetzt reden, ja?


Szene: Basiscamp, nächster Tag

Die Minenarbeiten werden fortgesetzt und Daniel und Chaka kehren ins Camp zurück. Sie gehen auf Lorne und Teal’c zu.

Lorne: Dr. Jackson, wie ist es gelaufen?

Daniel (als sie sich auf machen zu einem nahe stehenden offenen Zelt): Wir wissen jetzt, warum wir angegriffen wurden. Es ist diese Mine. Die ist ihnen heilig. Ihre Vorfahren haben sich unter den Goa’uld im Bergbau zu Tode gearbeitet. Ein Wunder, dass sie uns nicht sofort angegriffen haben, als wir hier herkamen.

Lorne: Doktor, hören Sie…

Daniel: Ich habe ihnen erzählt, ich würde mit meinen Leuten darüber reden. Heilige Stätten werden auch auf der Erde vor industrieller Entwicklung geschützt. Dieselben Regeln sollten auch hier gelten. Wenn -

Lorne (unterbricht ihn): Wir haben die Resultate der Resonanzscans. Das Vorkommen ist über dreihundert Meter lang. Und besonders ergiebig. (Er zeigt auf einen kleinen Computermonitor.)

Edwards kommt zu ihnen.

Edwards: Einhundertfünfzigtausend Tonnen Naquadah. Wir lassen uns nicht vertreiben.


Szene: Kontrollraum, SGC

Vidrine und Hammond stehen hinter Davis, als eine MALP-Übertragung reinkommt.

Daniel: Das Treffen mit den Unas ist gut gelaufen, Sir. Sie trauen uns noch nicht, aber ich habe zumindest mit ihnen sprechen können.

Vidrine: Wie viele von denen gibt es denn?

Daniel: Ich hatte es nur mit einem Clan zutun. Keine Ahnung… wieso?

Vidrine: Wir müssen es schon wissen, wenn wir sie umsiedeln wollen.

Daniel: Sie werden eine Umsiedlung nie akzeptieren, Sir. Sie würden es nicht verstehen.

Vidrine: Dann ist es Ihre Aufgabe es ihnen verständlich zu machen. Wenn es Ihnen nicht gelingt, werden wir mit Betäubungswaffen vorgehen und sie gefangen nehmen.

Daniel (senkt frustriert seinen Kopf): Das sind keine Tiere. Hören Sie, ich bin ziemlich sicher, dass Chaka und ich was erreichen können. Lassen Sie mir noch etwas Zeit.

Hammond: Sie haben vierundzwanzig Stunden, um die Unas zu überzeugen friedlich abzuziehen, bevor wir sie gewaltsam entfernen.

Daniel nickt nur und trennt die Verbindung. Er ist überhaupt nicht begeistert.


Szene: Lichtung, Wald

Daniel, Chaka und der Alpha-Una sitzen wieder an der Feuerstelle.

Alpha-Una: 'Ensch ko kecka onoc. Unas ko kecka onoc

Daniel: Das ist richtig. Wir sollten uns nicht gegenseitig bekämpfen. Die Goa’uld sind unsere gemeinsamen Feinde.

Alpha-Una: Ka nay.

Daniel: Ka nay… Freunde…Clanmitglied. (Daniel hält seine beiden Hände zusammen, so als ob er sich selbst die Hand schütteln wolle)

Alpha-Una (ahmt ihm die Geste nach): ’Ensch… Ka nay

Daniel: Ja, genau, genau. Außerdem… (Er öffnet eine seiner Westentaschen und holt einen Riegel heraus) …geben wir euch auch Nahrung. (Er beißt einmal von dem Riegel ab und gibt ihn dann an Chaka weiter und dieser an den Alpha-Una) Ensch ko nan Unas. (Der Alpha-Una probiert von dem Riegel und gurrt zufrieden auf. Es schmeckt ihm. Daniel nickt) Und als Gegenleistung brauchen wir das. (Er hebt einen Naquadah-Stein hoch)

Alpha-Una: Kada.

Daniel: Kada… ja, wir brauchen Kada, um Krieg gegen die Goa’uld zu führen.

Chaka: ’Ensch ko kada. Tonok tok onoc.

Alpha-Una: Kel?

Daniel: Wie? Wir machen… ähm… Raumschiffe daraus… (Sie verstehen ihn nicht und Daniel lässt den Stein fallen und versucht es ihnen durch Gestik verständlich zu machen. Er macht ein summendes Geräusch, während er seine Hand durch die Luft gleiten lässt Sie scheinen ihn noch immer nicht verstanden zu haben) Richtig… woher solltet ihr wissen, woher ein Raumschiff ist?

Er nimmt sich den Naquadah-Stein und steht auf. Von dem Altar nimmt er eine Stabwaffe.

Daniel: Ihr wisst, was das ist?

Alpha-Una: Kekata.

Daniel: Kekata… ja, wir bauen Kekata daraus…. (Er hält den Stein hoch und klopft damit gegen die Stabwaffe) … aus Kada. (Zeigt auf die anderen Stabwaffen) Und mit viel Kekata, bringen wir den Tod zu den Goa’uld (Er haut mit seiner Faust auf einen Helm einer Jaffa-Wache) Die Onac.

Alpha-Una: Ka kecka onac?

Daniel: So ist es.

Der Alpha-Una scheint beeindruckt zu sein und es sieht so aus, als ob er darüber nachdenken würde.


Szene: Wald

In der Zwischenzeit durchforsten andere Einheiten den Wald. Aus irgendeiner Richtung ist ein Knacken zu hören.

Soldat (in sein Headset): Halt.

Die Soldaten bleiben an Ort und Stelle stehen.


Szene: Lichtung

Die Verhandlung wird fortgesetzt.

Daniel: ’Ensch a Unas ma ka nok.

Alpha-Una: Kel?

Daniel: Wieso? Wenn wir nicht zu einer Einigung kommen, wird ’Ensch zu äh… euch umsiedeln. (Er macht mit seinen Händen eine tippelnde Bewegung) Umsiedeln. (Zu Chaka) Ta umsiedeln.

Chaka: Sesh…

Daniel seufzt. Er nimmt ein Stück Holz und legt es von der einen Stelle auf die andere.

Chaka: Ka ko ka cha.

Daniel: Ko ka cha. ’Ensch ka ko cha Unas ka no na… weg von eurer Heimat.

Alpha-Una: Ko ka cha Unas ka no na? (Daniel nickt) Tok!

Daniel: Nein, nein, nein. Widerstand führt nur zum Tode von Unas. Ka tok… ’Ensch ko kel ka te. Kel ka Unas.

Alpha-Una (schüttelt den Kopf): 'Ensch ka ko keka te Unas. Unas ko keka te 'Uman.

Daniel: Nein, ihr bringt uns nicht den Tod. Ihr könnt nicht gewinnen.

Alpha-Una: Unas naya tok!

Daniel: Alle Clans werden kämpfen? Wie viele? Kel ka naya?

Alpha-Una: Soseka

Daniel: Nein, nein, das ist… unmöglich.

Chaka sieht Daniel wütend an und dieser greift sofort zu seinem Funkgerät.

Daniel: Teal’c, melde dich. (Nur Rauschen) Teal’c, hier ist Daniel. Hörst du mich? (Weiterhin nur Rauschen) Verdammt. (Er will etwas sagen, aber ihm fallen nicht die richtigen Worte ein, als er langsam aufsteht) Wartet hier. (Er springt auf) Lotar, lotar, lotar, lotar!

Chaka springt ebenfalls auf und folgt ihm. Nur der Alpha-Una bleibt zurück.


Szene: Wald

Der Soldat, der ihnen den Befehl zum Halt gegeben hat, kniet sich hinter einen Baumstumpf und sieht sich um. Wir sehen, wie er beobachtet wird. Der Blick des Unas fällt auf eine Steinkette, die an einem Baumstumpf liegt, direkt neben den Soldaten. Der Una kommt aus seinem Versteck gelaufen und rennt auf den Soldaten zu. Dieser denkt angegriffen zu werden und schießt auf ihn.

Daniel und Chaka hören die Schüsse, als sie durch den Wald preschen. Sie bleiben kurz stehen, bevor sie weiter rennen.

Der Soldat steht mit gezogener Waffe über den toten Una. Daniel bleibt vor dem toten Una stehen.

Daniel: Oh Gott!

Edwards (kommt auf sie zugelaufen): Was ist passiert? Was ist passiert?

Soldat: Das Vieh hat mich bedroht. Es wollte mich angreifen!

Daniel: Es muss doch einen Grund… (Dann sieht er die Kette) Die Halskette!

Er hebt sie auf.

Daniel: Diese Halskette war ihm wichtig. Er wollte sie holen und wir haben ihn getötet.

Soldat: Das konnte ich nicht ahnen.

Edwards: Machen Sie sich keine Vorwürfe deswegen.

Lautes Gegröle ist aus dem Hintergrund zu hören.

Teal’c: Sie bereiten den Angriff vor.

Edwards: Dann sollen sie kommen! Wir sind bereit!

Daniel: Nein, sind wir nicht.

Edwards wirft ihm einen tödlichen Blick zu, aber Daniel sieht ihn nicht.


Szene: Basislager

Die Männer sind ins Basislager zurückgekehrt.

Daniel: Colonel, wir müssen sofort verschwinden!

Edwards: Das sehe ich anders.

Im Hintergrund ist immer noch das bedrohliche Gegröle zu hören.

Daniel: Hören Sie das nicht?

Edwards: Eine Bevölkerung dieser Größe hätte eine Luftaufklärung entdeckt.

Daniel: Sie leben in unterirdischen Höhlen, da können sie von der Luftaufklärung nicht entdeckt werden!

Teal’c: Sie werden unsere Stellung überrennen.

Daniel: Ich war kurz davor mich mit ihnen zu einigen. Sie wollen nur zufrieden gelassen werden.

Chaka bleibt stehen und der Alpha-Una steht am Abhang zu ihrem Basislager.

Chaka: Dan’el.

Der Alpha ist sehr, sehr wütend. Die Soldaten nehmen augenblicklich Position ein.

Daniel: Nicht feuern!

Edwards: Wenn wir angegriffen werden, müssen wir uns verteidigen!

Und dann kommt eine ganze Scharr von Unas hinter dem Alpha-Una zum Vorschein. Und von der anderen Richtung und noch einer anderen Seite, so dass die Menschen quasi umzingelt sind. Der Alpha-Una schreit einmal laut auf und das Gegröle der anderen Unas erliegt dem Schweigen.

Edwards sieht leicht angespannt aus, aufgrund der Überzahl der Unas.

Edwards: Sie hatten Recht, Dr. Jackson… versuchen wir das Tor zu erreichen.

Daniel: Das können wir vergessen. Wenn wir ausrücken, überrennen sie uns.

Der Alpha-Una kommt den Abhang hinunter gelaufen.

Edwards: Was wird denn das?

Daniel: Weiß ich nicht. (Daniel der sieht, dass Lorne und Edwards ihre Waffen heben) Tun Sie jetzt nichts Dummes. (Der Alpha-Una kommt zu ihnen ins Camp) Er lässt uns noch eine Chance.

Edwards: Eine Chance, was zutun?

Er bleibt vor den Männern stehen und gibt ein paar merkwürdige Laute von sich.

Daniel: Uns zu ergeben.

Edwards: Ergeben? Kommt nicht in Frage.

Daniel (warnend): Tun Sie es nicht, Colonel!

Langsam senkt Edwards seine Waffe. Daniel geht auf den Alpha zu.

Daniel: Ko asek? ’Ensch a ta ka keka.

Edwards: Was haben Sie ihm gesagt?

Daniel: Wir müssen uns nicht gegenseitig töten. (Er wiederholt die Geste mit seinen beiden gefalteten Händen) ’Ensch a te a ka naya. Wir könnten dieselben Urväter haben. A ka naya ko keka Onac. Gemeinsam bezwingen wir die Goa’uld.

Alpha-Una: Tak!

Daniel: Falle?

Alpha-Una: Dan'el...cho' ee' che. 'Ensch ko keka Unas

Daniel: Er sagt, während wir vom Frieden sprechen, töten Menschen Unas. (Er schüttelt leicht den Kopf) Er glaubt mir nicht. Wir müssen ihm Respekt erweisen. Knien wir uns auf die Erde nieder.

Chaka deutet dies schon an, bevor Daniel die Worte ausgesprochen hat.

Edwards: Hinknien? Kommt nicht in Frage, dass ich mich –

Daniel (unterbricht ihn wütend): Colonel, so funktioniert nun mal ihre soziale Ordnung! Wir müssen uns unterwerfen, um zu beweisen, dass wir keine Bedrohung sind und sie nicht herausfordern! Wir müssen uns auf den Boden knien! Das ist alles, was er von uns verlangt.

Daniel sieht sich um und geht auf die Knie. Chaka tut es ihm gleich, genau wie Teal’c, nur die anderen Soldaten bleiben stehen.

Daniel (frustriert): Colonel, das gilt für alle. Bitte!

Der Alpha beginnt bedrohlich zu knurren und schließlich nickt Edwards seinen Männern zu und sie gehen zu Boden.

Alpha-Una: Benna… (Grölend dreht er sich zu den anderen um) A benna! A tar 'Ensch! (Er bekommt eine knurrende Antwort und dreht sich zurück zu Daniel um) E-hre.

Daniel (schaut auf): Ehre. (Mit einem erleichterten Lächeln) Er hat es verstanden. Cho' ee' che...Kor Asek. (Er gibt dem Alpha mit seinen Händen zu verstehen, dass er sich setzen soll.)

Der Alpha macht es und Daniel holt aus seiner Westentasche sein Feuerzeug heraus. Er nimmt ein Stück Holz und zündet es an. Geschockt reißt der Alpha seine Augen auf und Daniel wirft ihm das Feuerzeug auf den Boden, nachdem er das Feuer wieder gelöscht hat. Als der Alpha zu ihm sieht, senkt Daniel seinen Kopf und im Gegenzug erhält Daniel seine Halskette.

Daniel (mit einem Lächeln): Jetzt können wir verhandeln.

Daniel setzt sich richtig auf den Boden.

Edwards (der immer noch kniet): Und wie lange müssen wir niederknien?

Daniel: So lange wie es nötig ist.

Daniel nickt dem Alpha zu und es scheint das erste Mal zu sein, dass Edwards seinen Mund hält.


Szene: Basislager, Später

Die beiden verhandeln immer noch. Daniel nickt Chaka zu.

Alpha-Una: A cha' aka, Dan'el

Daniel: A cha' aka, Kor Asek

Daniel nimmt die Halskette an sich und steht auf. Er dreht sich zu Edwards um.

Daniel: Tja, ich glaube, wir haben einen Deal.

Edwards: Und wie sieht der Deal aus, Dr. Jackson?

Daniel: Wir werden ihre heiligen Stätten nicht länger entweihen.

Edwards: Werden wir nicht?

Im Hintergrund sehen wir Chaka und den Alpha, wie sie erstaunt mit dem Feuerzeug herumexperimentieren.

Daniel: Dafür werden die Unas ihre Toten ehren und uns helfen die Goa’uld zu besiegen.

Edwards: Und wie wollen sie das anstellen, he?

Daniel: Sie werden selbst in der Mine arbeiten.

Edwards (erstaunt): Was? Haben Sie das vorgeschlagen?

Daniel: Nein, eigentlich war es… unser Freund.

Er dreht sich zu den beiden um, die es geschafft haben ein Stück Holz anzuzünden. Man kann so etwas wie Stolz und ein Lächeln in dem Gesicht des Alphas sehen, als er zu Daniel aufschaut. Dieser nickt ihm erfreut zu, bevor er sich zurück zu Edwards umdreht und dieses Grinsen einfach nicht aus seinem Gesicht bekommt.

Edwards: Nur, damit ich das richtig verstehe… Die Unas werden das Naquadah abbauen und es dann uns überlassen?

Daniel (nickt): Das ist richtig.

Edwards (nickt langsam): Können die denn mit Werkzeug arbeiten?

Daniel: Sie werden noch feststellen, dass sie sehr lernfähig sind. Wenn Sie sie mit Respekt behandeln, dann … werden Sie merken, was für gute Verbündete sie sind.

Edwards: O’Neill hatte Recht, was Sie angeht… Sie sind ne echte Nervensäge… (Daniel nickt) … aber es hat sich gelohnt.

Edwards legt kurz seine Hand auf Daniel Schulter, bevor sich Daniel zu Chaka und dem Alpha umdreht.

Alpha-Una (hält stolz das brennende Stück Holz hoch): Dan’el. Dan’el.

Daniel nickt und schaut dann zu Chaka.

Daniel: Aka…

Chaka beugt seinen Kopf. Und irgendwo in meinen Hinterkopf lässt mich diese Geste stark an Teal’c erinnern.

ENDE

+[Transcript und Layout by Destiny]+