6.04 Virus aus dem Eis
Forzen

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O’Neill: Nein!

Teal’c: Was ist denn, O’Neill?

O’Neill: Ich habe vergessen die Simpsons aufzunehmen. (Er zieht seine Jacke aus, während Teal’c ihn mit diesem ausdruckslosen Blick dabei zusieht.) Das ist verdammt wichtig für mich
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Szene: Antarktis

Wir sehen, wie eine Schneeraupe auf ein Kuppelgebäude mitten im Eis zufährt. Innerhalb der Kuppel befindet sich eine Art Untersuchungslabor. Dr. Francine Michaels sammelt einige Unterlagen zusammen, während sie über eine Art Headset mit jemanden spricht. Dann macht sie sich einen Tee und geht, während sie spricht zu ihrem Computer.

Francine: Es ist nur ein leuchtender Fleck, ein Schatten auf dem Ultraschall. Zu weit entfernt, um es zu erkennen, vielleicht eine tote Robbe. Wie auch immer, wir werden es noch genauer untersuchen, bevor wir für diese Saison zusammenpacken. (Sie schmeißt den Teebeutel in einen Mülleimer. Dann nimmt sie eine Mappe in die Hand) Noch eine Woche oder zwei und es wird fast nur noch dunkel sein und zu kalt, um draußen zu arbeiten. (Sie setzt sich auf ihren Stuhl.) Und was die Rückkehr fürs nächste Jahr betrifft, das hängt nicht von mir ab.

Die Kamera schwenkt zu dem Computerbildschirm. Wir können Sam sehen. Die beiden kommunizieren über Videokonferenz.

Francine: Das Pentagon bewertet unsere Präsenz hier jedes Jahr neu. Das hängt von denen ab.

Carter: Meine neuen Erkenntnisse über das DHD könnten sie überzeugen, dass wir weitermachen sollten.


Szene: Sams Labor

Jetzt sehen wir Francine auf den Bildschirm, während Sam davor sitzt, ebenfalls mit Unterlagen beladen.

Francine: Tja, wenn das von Ihnen kommt, hat das mehr Gewicht.

Carter: Das DHD, welches wir am antarktischen Tor fanden hat in Area 51 seinen Geist aufgegeben. Es wurde ein paar Mal benutzt, dann ging ihm die Energie aus. Das war der erste Hinweis darauf, dass die Energiequellen, die die Tortechnik versorgen nur begrenzt funktionieren. Wir haben experimentiert und die Energiequelle mit anderen außerirdischen DHDs verglichen. Wir glauben, wir haben Beweise dafür, dass das Tor, das wir da unten gefunden haben, das älteste des Systems ist. Es könnte über 50 Millionen Jahre alt sein.


Szene: Antarktis, Labor

Francise: Die antarktische Platte war damals noch nicht von Gletschern bedeckt. Sie befand sich noch nicht am Südpol.


Szene: Sams Labor

Carter: Vielleicht hat das Tor seinen Ursprung nicht dort. Es könnte von einem anderen Planeten später dorthin gebracht worden sein, aber das müssen wir feststellen.

Francine: Wie?

Carter: Es gibt sicher irgendwelche Hinweise darauf.


Szene: Antarktis, Labor

Francine (seufzt): Wir sind mittlerweile vier Jahre hier. Wir haben zwei tote Jaffa ausgegraben, mehr nicht. (Hinter hier hört man wie eine Tür geöffnet wird) Wenn sich diese Spur ebenfalls als….

Zwei Männer kommen herein. Der eine trägt eine blaue Winterjacke mit einer schwarzen Mütze und hat einen Bart. [Es ist Bruce Hardwood, der Byers aus The X-Files] (Dr. Osbourne) Der andere ist etwas stabiler gebaut und trägt eine Brille (Dr. Wood)

Wood: Hey, Michaels, dieses Ding im Eis… wir haben da eine Überraschung.

Francine schaut zu ihnen beiden auf, die sie anstrahlen.


TITLES


Szene: Antarktis, Labor

Das SG-1 Team und Janet betritt antarktische Labor White Rock. Sie müssen durch einen kleinen Durchgang gehen, um in einen Vorraum von dem Labor zu kommen. Jonas dreht sich um und deutet auf ihr Flugzeug.

Jonas: Warum fliegt das Flugzeug weg?

O’Neill: Diese Kälte ist nicht gut für die Elektronik, aber der kommt wieder.

Jonas: Wann?

O’Neill: Das kriegen wir schon noch raus.

Während Jonas sich noch umsieht, begrüßt Sam die drei Wissenschaftler.

Carter: Hi.

Francine: Schön Sie persönlich kennen zu lernen, Major.

Carter: Ebenfalls. Dr. Michaels, das ist Dr. Fraiser.

Die beiden Frauen schütteln sich die Hände.

Fraiser: Hallo.

Francine (deutet auf ihre Kollegen): Dr. Woods, Dr. Osbourne.

Wood: Freut mich.

Fraiser: Doktor.

Woods: Doktor.

Osbourn: Major.

Carter: Doktor.

Woods: Major.

Fraiser: Doctor.

Jack, der hinter ihnen steht, hebt genervt seine Hand.

O’Neill: Schon gut, das reicht jetzt.

Osbourne: Hey, willkommen in der Antarktis, Colonel O’Neill.

O’Neill: Ah, schön wieder hier zu sein.

Wood: Okay, gehen wir rein.

Sie folgen den beiden Wissenschaftlern ins Innere des Labors.

Jonas: Wie lange wird das hier dauern?

Wood: Ein paar Tage, vielleicht auch mehr, wieso?

Jonas (mit einem Grinsen): Der Wetterbericht verheißt nichts Gutes.

Carter (etwas leiser zu Francine): Er ist ein echter Wetterfanatiker.

Francine: Dann wird es ihm hier gefallen.

Als sie das Labor betreten, ziehen sie ihre Handschuhe und alles aus.

Francine: Behalten Sie Ihre Mäntel an. Wegen der Objekte bleibt die Temperatur im Quarantänelabor unter dem Gefrierpunkt.

Wood: Wir dachten, Sie wollten keine Zeit verlieren.

Carter (erfreut): Völlig richtig.

Francine (fängt an sie durch die Station zu führen): Sie werden gleich feststellen, dass wir gut ausgerüstet sind. Wir haben ein Forschungslabor, ein Beobachtungsraum und hier drin ist das Quarantänelabor.

Sie betreten es. In der Mitte des Raumes steht ein Tisch mit einem großen Eisblock drauf, der die Form eines Sarges hat. In dem Eisblock befindet sich eine Person, man kann nur ihre Umrisse erkennen.

Wood: Nachdem wir im ersten Jahr nur diesen Jaffa ausgegraben hatten, dachten wir, wir finden noch mehr.

Francine: Ich habe sie Ayiana genannt, Ewige Blüte.

Sam sieht sich den Eisblock fasziniert an.

Jonas: Sie müssen Indianerin sein.

Francine nickt ihm lächelnd zu.

Francine: Mein Großvater war ein echter Cherokee.

Fraiser: Woher wissen Sie, dass es eine Sie ist?

Francine: Ultraschall.

Woods: Sie hätten das gerne.

Francine: Ihre Gestalt scheint mir weiblich zu sein, obwohl ich zugeben muss, es ist schwer zu bestimmen.

Fraiser: Haben Sie eine Vermutung, was das Alter betrifft?

Francine: Mmmm, fünfundzwanzig bis fünfunddreißig.

Osbourne: Ein paar Millionen Jahre mehr oder weniger.

Sam sieht erstaunt zu ihm auf.

Carter: Ein paar Millionen?

Woods: Das zeigt die vorläufige Analyse des Sauerstoffgehalts im Eis an.

Jonas: Liegt die Entstehungszeit des Menschen auf diesen Planeten nicht vor 800 – 900.000 Jahren?

Francine: Das haben wir angenommen.

Fraiser (aufgeregt): Das klingt ziemlich sensationell.

Francine (zu Sam): Wie Sie schon sagten, die Beweise zeigen, dass das hier gefundene Stargate älter als die Gletscher ist.

Teal’c: Diese Jaffa hier sind jedoch nicht vor so langer Zeit erfroren.

Francine: Nicht einmal annähernd.

Jonas: Dr. Jackson hatte die Theorie, dass die Goa’uld, nachdem das Tor von Gizes nach etwa zweitausend Jahren verschüttet wurde, das antarktische Tor geöffnet hatten.

Carter: Weil sich darum eine Gletscherspalte gebildet hatte. Sie erlaubte dem Wurmloch eine Verbindung und schaffte eine größere Öffnung, danach sind die Jaffa erfroren.

Fraiser: Aber diese nicht. (Sie zeigt auf den Eissarg)

Francine: Nein, viel früher.

Teal’c: Demnach ist sie weder Jaffa noch Goa’uld.

Francine: Was auch immer sie sein mag. Es gab sie vermutlich schon als das antarktische Tor zum ersten Mal benutzt wurde.

Osbourne: Wir sollten versuchen festzustellen, ob sie in derselben Eisscholle erfroren ist.

Janet berührt das Eis an einer Stelle, wo sich eine kleine Öffnung befindet.

Fraiser: Haben Sie eine Gewebeprobe entnommen?

Francine: Hm mh. Sie sollten sie sich mal ansehen.

O’Neill: Könnte mir mal jemand erklären, was das bringen soll?

Fraiser: Na ja, Sir, sie könnte der Beweis dafür sein, dass es schon wesentlich früher Menschen gab, als wir denken.

Francine: Und vielleicht stammen wir noch nicht einmal von diesem Planeten ab.

O’Neill (überlegt kurz): Darwin wäre erschüttert.


Szene: White Rock Station

Jack und Teal’c verlassen die Quarantänestation, während die anderen noch den Eissarg untersuchen. Jack streckt sich nach allen Seiten und lässt dann frustriert seine Arme fallen.

O’Neill: Nein!

Teal’c: Was ist denn, O’Neill?

O’Neill: Ich habe vergessen die Simpsons aufzunehmen. (Er zieht seine Jacke aus, während Teal’c ihn mit diesem ausdruckslosen Blick dabei zusieht.) Das ist verdammt wichtig für mich.

Teal’c dreht sich verwirrt um und geht.


Szene: Forschungslabor

Janet schaut sich die Gewebeproben durch ein Mikroskop an. Francine steht neben ihr, während sich Jonas es sich hinter Janet auf einem Stuhl bequem gemacht hat.

Fraiser: Das ist einfach unglaublich.

Francine: Ich weiß. Kein Addiposier.

Jonas sieht fragend zu Francine

Jonas: Was ist das?

Fraiser: Eine Art Wachs, das sich auf einem toten Körper bildet, wenn er feucht wird.

Jonas rollt sich mit seinem Stuhl neben Francine.

Fraiser (sieht sie jetzt an): Aber das ist noch nicht das erstaunlichste. Diese Gewebezellen sind intakt.

Francine: Ich hatte gehofft, dass Sie das sagen. Ich hatte schon angenommen, ich wäre verrückt geworden

Jonas (zupft sich an seiner Mütze herum): Tut mir leid… was?

Fraiser: Wenn man lebende Zellen einfriert, bilden sich Kristalle und die zerstören die Integrität der Zellen. Deshalb konnten wir noch keine Methode für die Erhaltung von Menschen im gefrorenen Zustand entwickeln.

Jonas (scheint es noch immer nicht verstanden zu haben): Und?

Fraiser: Na ja, diese Zellen sind perfekt. Sie könnten von mir oder dir sein.

Er nickt langsam mit dem Kopf.


Szene: Quarantänelabor

Janet und Francine tragen beide OP-Masken und Handschuhe, während sie eine überaus große Heizlampe über den Eisblock in Position bringen. Die anderen beobachten sie von dem Beobachtungsraum aus. Langsam beginnt das Eis zu schmelzen.
Jack sitzt ziemlich gelangweilt vor einem Tisch, und hat seine Hand mit seinem Kopf darauf, abgestützt.

Francine (über ein Headset, um den Vorgang zu protokollieren): Rechte Hand, rechter Arm und ein Teil des Kopfes liegen frei. Die Bekleidung ist auf den Leib geschneidert, das Material unbekannt.

Fraiser: Ich entferne jetzt langsam das, was ein Teil des Gewandes zu sein scheint, der das Gesicht bedeckt. (Sam klebt schon fast an der Scheibe des Beobachtungsraums)

Janet hebt den Stofffetzen mit einer Pinzette an und darunter kommt ein junges Frauengesicht zum Vorschein. Sie hat ihre Augen geöffnet. Francine hilft ihr dabei das Stück Stoff zu entfernen.

Fraiser: Haben Sie es?

Francine: Ja.

Fraiser: Okay.

Janet schüttelt ungläubig mit dem Kopf, als sie das Gesicht vor sich sieht.

Fraiser: Sie ist bemerkenswert gut erhalten.

Dann scheint sie mit ihrer kleinen Lampe in die Augen der Frau. Zu ihrer großen Überraschung reagiert das Auge auf den Lichtreiz. Schnell zieht Janet das Licht weg und sie und Francine sehen sich erstaunt an. Janet versucht es noch einmal und auch diesmal zieht sich die Pupille zusammen. Abrupt macht sie das Licht wieder aus und wendet sich zu den anderen im Beobachtungsraum.

Fraiser: Ich bekomme eine Kortikalreaktion. Sam, ich brauche Ihre Hilfe.

Francine schiebt eine Maschine mit Monitor an den Tisch heran.

Francine: Es kann losgehen.

Jonas (während Sam sich Mundschutz und Handschuhe überzieht): Was wird das?

Carter: Ein EEG, um die Gehirnaktivität zu messen.

Sam läuft ins Quarantänelabor und Janet bringt jetzt eine der letzten Elektromesser an Aliyanas Kopf an.

Fraiser: Okay, es geht los, Sam.

Die Gehirnstromlinien leuchten auf dem Bildschirm auf. Es sind kleine Wellen drauf zu sehen, die zunehmend stärker werden.

Carter: Deltawellen.

Francine: Das ist unmöglich.

Carter: Wir haben schon seltsameres erlebt.

Fraiser: Wir befreien sie vom Eis.

Carter (zu Jack, der noch immer im Beobachtungsraum sitzt): Sir, stellen Sie eine höhere Temperatur ein!

Rechts neben Jack befindet sich die Temperatursteuerung. Er dreht sie auf. Die Temperatur im Raum fängt an zu steigen. Der Körper ist von oben komplett vom Eis befreit.

Jonas ist jetzt ebenfalls zu ihnen gestoßen, um ihn bei der Befreiung zu helfen. Aliyana trägt ein braunes Baumwollgewandt, was irgendwie Ähnlichkeit mit der Kleidung der Tok’ra hat.

Fraiser: Auf drei. Sind Sie soweit, Jonas?

Er fasst unter ihrer Taille.

Jonas: Okay.

Fraiser: Auf drei. Eins, zwei, drei…

Er und Sam hieven sie auf einen nebenstehenden Tisch, während Janet die Drähte vom EEG festhält.

Fraiser: Vorsichtig.

Sam dreht die Heizlampe in Richtung des Körpers.

Carter: Okay.

Francine (die die Temperatur durch das Ohr von Aliyana misst): Die Temperatur beträgt 22,8 Grad Celsius.

Fraiser (die damit beginnt die Kleidung aufzuschneiden): Gut.

Francine: Keine Anzeichen von Erfrierung.

Fraiser: Sie haben keine Möglichkeiten einen Baipass zu legen?

Francine: Nein.

Fraiser: Na gut, versuchen wir warme Salzlösung mit einem Milligramm EPI und untersuchen Sie das Blutgas.

Francine: Alles klar. (Sie dreht sich weg, um das zu machen, was Janet ihr gesagt hat.)

Francine (während sie das EEG an den ganzen Körper anschließen): Mediziner hier in der Arktis haben einen Spruch: Du bist nicht tot, solange du nicht warm und tot bist. Weil bei Temperaturen unter 27,8 Grad Celsius die Lebensfunktionen oft unentdeckt bleiben. Wir bekommen immer stärkere elektrische Aktivität.

Fraiser: Ich intubiere. Halten Sie den Kopf, Sam. (Sam macht was ihr gesagt wird) Ich bin drin, geben Sie mir einen Tubus.

Die anderen beobachten das Geschehen fasziniert. Selbst Jack scheint jetzt hellwach zu sein. Francine gibt ihr den Tubus.

Francine: Hier.

Fraiser: Okay….

Es ertönt ein Piepgeräusch. Auf dem Monitor, wo die Herzfunktionen überwacht werden, erscheint eine kleine Welle.

Francine: Sie hat einen Herzschlag.

Jonas: Hey… ah, sie blutet. (Er zeigt auf ihren Arm)

Fraiser: Sam, können Sie die Beatmung übernehmen?

Carter: Bin schon dabei.

Janet versorgt die Wunde.

Francine: PH-Wert beträgt 6.9. Sie ist azidotisch, aber ihr PO2-Wert beträgt 98.

Carter: Zehn Schläge pro Minute.

Plötzlich erscheint nur noch eine Linie auf dem Monitor.

Fraiser: Sie zeigt Kammerflimmern. (Janet holt sich die Defibrillatoren) Ich lade auf 200. (Sie schnappt sich die Paddles und kehrt zu Aliyana zurück) Und Wegtreten…

Francine: Warten Sie!

Fraiser (schaut auf den Monitor): Sinusbradikadie.

Francine: 30 Schläge pro Minute, Blutdruck 60 zu 40 und steigend. Ich kann das alles nicht glauben.

Plötzlich blinzelt Aliyana mit den Augen.

Sam (fassungslos): Sie erlangt das Bewusstsein.

Alle starren sich ungläubig an.


Szene; Quarantänelabor

Aus der Sicht von Aliyana. Wir können sehen, wie Sam, Janet, Francine und Jonas auf sie hinunter schauen. Im Hintergrund hören wir den Herzmonitor piepen und ihr eigene Atemgeräusche.

Francine: Sie atmet selbstständig.

Jonas: Ich glaube, wir machen ihr Angst.

Er nimmt seine Maske vom Mund.

Wieder die Zuschauerperspektive. Aliyana sieht sich ängstlich um. In ihrem Mund steckt noch immer der Tubus und sie ist auch noch am EEG angeschlossen.

Jonas: Ganz ruhig. Hey, alles in Ordnung. Alles in Ordnung. Können wir den Tubus rausnehmen?

Fraiser: Ja. (Sie und Jonas tauschen die Plätze, damit sie näher an Aliyanas Kopf ist) Keine Angst. Sam, helfen Sie mir. Vorsichtig… vorsichtig… ja, weiter so… langsam (Sie steht am Kopfende und entfernt langsam den Tubus. Aliyana fängt an zu husten) Du brauchst keine Angst zu haben, wir tun dir nichts. Es ist alles gut. (Aliyana schnappt nach Luft) Du hast es überstanden. (Plötzlich versucht sie sich aufzubäumen) Halt, halt, halt… helfen Sie mir, Michaels, 2,5 mg Valium. (Zu Aliyana, versucht sie festzuhalten.) Es ist gut, alles ist gut, ganz ruhig. Niemand tut dir etwas. Okay, es kann losgehen… gleich haben wir’s… ja.

Aliyana beruhigt sich.


Szene: Beobachtungsraum

Es ist schon etwas Zeit vergangen.

Fraiser: Wir haben eigentlich nichts getan, Sir, sie hat alleine ins Leben zurückgefunden. Offenbar hat der Auftauprozess nur eine innere Reaktion in Gang gesetzt und ihren Körper gesagt, er soll wieder zum Leben erwachen.

O’Neill: Aber keinen Schlangenkopf, ja?

Fraiser: Nein, Sir.

O’Neill: Na schön, womit haben wir es dann zutun?

Fraiser: Etwas, was eigentlich nicht menschenmöglich ist… soweit wir wissen.

Teal’c: Dann ist sie offenbar wirklich nicht von dieser Welt.

Janet weiß darauf keine Antwort.

Carter: Soweit wir bisher wissen, wurde alles menschliche Leben durch die Goa’uld von der Erde auf andere Planeten gebracht. Und die Möglichkeit, dass sich eine außerirdische Lebensform entwickelt, die genauso beschaffen ist wie wir, ist einfach unvorstellbar.

Jonas (der es sich auf einer Couch bequem gemacht hat): Allerdings (Er setzt sich auf) Wenn sie so alt ist, wie wir denken, haben wir uns dann nicht eher nach ihrem Vorbild entwickelt?

Carter: Richtig.

Woods: Wir müssen uns den Fundort unbedingt noch einmal ansehen. Wir sollten zumindest versuchen das Alter des Eises zu bestimmen.

O’Neill: Braucht ihr dabei Hilfe?

Osbourne: Wir kriegen das schon hin.

Francine (kommt aus dem Quarantänelabor): Ah… Sie ist wieder wach.

Jonas: Ich würde gerne mit ihr reden.


Szene: Quarantänelabor

Aliyana, jetzt mit einem Krankenkittel bekleidet, liegt wach auf einem Krankenbett. Sie ist an ihrem Armen festgebunden. Jonas und Francine betreten mit Mundschutz das Labor. Aliyana scheint Angst vor ihnen zu haben.

Jonas: Hey. (Als er ihre Angst sieht, senkt er seine Maske, schaut kurz zu Francine hinüber, bevor er sie ganz abnimmt.) Ich bin… ähm… Jonas. (Francine nimmt ebenfalls ihre Maske ab)

Francine: Francine.

Jonas (zu Francine): Wir brauchen doch diese Gurte nicht mehr, oder?

Jonas entfernt sie auf der anderen Seite, während Francine ums Bett läuft und sie dort löst.

Jonas: Schon gut, alles okay. Das ist besser, hm? (zu Francine) Sie kann sich doch aufsetzen, oder?

Jonas und Francine helfen ihr auf.

Jonas (gleichzeitig mit Zeichensprache): Kannst du sprechen? Sprechen.

Francine: Äh, vielleicht versteht sie uns nicht.

Jonas: Würde mich auch sehr wundern, aber das heißt doch nicht, dass wir nicht miteinander kommunizieren können. (zu Aliyana) Was meinst du? (Sie sieht ihn fragend an) Ich bin Jonas. (Er zeigt auf sich) Jonas, das ist mein Name.

Aliyana: Jo-Jonas?

Jonas (lächelnd): Ja.

Francine: Sie kann also sprechen.

Jonas: Jonas. Jonas ist mein Name. Mein Name. (Er zeigt auf Francine) Francine. Das ist ihr Name. Hast du auch einen Namen? Hm?

Sie schaut auf ihren Verband hinunter.

Jonas: Haben wir dir wehgetan?

Francine: Oh, das ist meine Schuld. Es tut mir leid.

Aliyana: L-l-l-lei-leid?

Jonas: Ja, Leid tun. Das sagst du zu jemanden, wenn du, wenn du ihm Schmerzen oder Kummer zugefügt hast….

Francine: Wir konnten es nicht wissen. Darf ich mal sehen? Hab keine Angst. (Francine, entfernt den Verband. Die Wunde ist verschwunden. Überrascht untersucht sie den Arm) Das ist beeindruckend.

Aliyana: Be-eindruckend?

Francine: Ja, allerdings.

Aliyana (sieht zu Jonas): Beeindruckend. (Er nickt ihr zustimmend zu)


Szene: Untersuchungslabor

Carter: Die Wetterfront, die Jonas beunruhigt hat, kommt schneller heran, als vorhergesagt. (Sie dreht sich zu Jack um, der am Funkgerät sitzt)

O’Neill: Woods, Osbourne, hier ist O’Neill, bitte kommen.

Woods: Ja, Colonel, ich höre Sie.

O’Neill: Wir erwarten bald ein Sturmtief.

Woods: Verstanden, wir sind hier gleich fertig… es wird sowieso gleich dunkel… wir sind in etwa zwei Stunden zurück… Woods Ende.

Francine und Jonas kommen ins Untersuchungslabor

Jonas (seufzend und ein wenig niedergeschlagen): Na ja, wir haben nicht viel erfahren.

O’Neill: Gar nichts?

Jonas: Nein, nein, nicht einmal ihren Namen. Offenbar eine Kommunikationssperre. Sie kann zwar sprechen, aber… (er schüttelt den Kopf)

Fraiser: Niemand kennt die Folgen, wenn man so lange eingefroren war. Unabhängig von ihrer Fähigkeit sich so lange am Leben zu erhalten. Ihr Gehirn könnte unwiderruflich beeinträchtigt sein.

Francine: Die Wunde an ihrem Arm ist völlig verschwunden.

Fraiser: Was?

Francine: Wenn wir dahinter kommen, wie es möglich ist, sich selbst zu regenerieren…

Teal’c (kommt aus dem Hintergrund): Könnte sie nicht absichtlich etwas verbergen?

Jonas: Welchen Grund sollte sie dafür haben?

Carter: Furcht.


Szene: Quarantänelabor

Francine ist bei Aliyana, während sich hinter ihr die Tür öffnet und Jonas hereinkommt. In seiner Hand hält er ein großes Tablett mit ganz viel Essen drauf.

Jonas: Ich habe gedacht, du bist vielleicht hungrig, deswegen habe ich hier etwas zu… essen. (Sie sieht ihn fragend an. Er nimmt mit den Fingern ein paar Erbsen und Möhren) Du kannst es essen (und steckt es sich in den Mund.) Ist nicht allzu gut, aber… versuch’s mal.

Aliyana nimmt ihm das Tablett ab. Sie probiert ebenfalls ein paar Erbsen und Möhren, scheint es aber nicht sonderlich zu mögen. Dann nimmt sie etwas anderes.

Jonas: Das ist nicht unbedingt… (Er sieht, wie sie immer mehr in ihren Mund steckt) … lecker, aber ich nehme an, wenn du so lange eingefroren warst… (Er sieht, wie Francine ihre Jacke auszieht) Alles in Ordnung?

Francine: Ja, ja, ich glaube nur, wir haben die Heizung hier drin etwas zu hoch eingestellt.

Jonas (zu Aliyana, die noch immer isst. Er zieht eines von Daniels Niederschriften unter seinen Arm hervor): Ich wollte dir nur was zeigen. (Er schlägt die Mappe auf) Ähm, sieh dir das an. (Wir können ein gezeichnetes Stargate sehen) Hast du das schon einmal gesehen? Ja? Nein?

Sie hört auf zu essen und sieht etwas unschlüssig aus, isst dann aber weiter.

Aliyana: Beeindruckend.

Jonas: Wir probieren was anderes.

Hinter ihm sehen wir Sam an der Tür stehen, die das ganze beobachtet. Schließlich geht sie zu Janet in den Beobachtungsraum und setzt sich neben sie.

Fraiser: Sehen Sie sich das an.

Carter: Was ist das?

Fraiser: EEGs, die ich bei Cassandra gemacht habe, als sie den Nachwirkungen von Niirtis genetischen Experimenten litt.

Carter: Damals hat Cassie telekinetische Fähigkeiten entwickelt.

Janet (nickt): Und die hier sind von Colonel O’Neill, als ihm das Wissen der Speicher der Antiker in das Gehirn kopiert wurde. Und jetzt kommt der zum Vergleich von Aliyana…

Sie ruft die EEG Ströme auf.

Carter: Da gibt’s ne Verbindung? (Janet nickt zustimmend.) Niirtis erklärtes Ziel war der genetisch verbesserte Mensch und er Apparat der Antiker hat Colonel O’Neills Gehirn umgeschrieben, bis die Asagards es beendeten.

Fraiser: Es hatte noch mehr bewirkt. Es hat ruhende Bereiche seines Gehirns aktiviert. Sam, was wäre, wenn es mehr wäre, als nur eine zufällige Ähnlichkeit dieser Muster?

Carter: Wollen Sie sagen, dass diese Frau…?

Fraiser: Ich will nur sagen, dass sie ein weiteres Exemplar seiner fortgeschrittenen Stufe im menschlichen Evolutionsprozess ist.

Carter: Was bedeutet das?

Fraiser: Ein Dorsch in der Antarktis existiert in so kaltem Wasser, in dem andere Fische nur noch Eis im Blut hätten. Aber er hatte auch etwa 40 Millionen Jahre Zeit, um sich dem Temperaturwandel anzupassen und er hat ein Protein, das ihm vor dem Frost schützt.

Carter: Das ist ein Fisch.

Fraiser: Wenn wir ihr genug Zeit geben, kann die Evolution unglaubliches erreichen. Wir wissen, dass Menschen sich zu mächtigen Wesen entwickeln können, denken wir da zum Beispiel an Daniel.

Carter: Aha, nur mit der Hilfe eines anderen mächtigen Wesens.

Fraiser: Ja. (Sie zeigt auf den Bildschirm, über dem das Quarantänelabor zu sehe ist) Diese Frau könnte etwas 50 Millionen Jahre vor der menschlichen Evolution liegen…

Carter: Ja… aber dann würde sie in der Entwicklung doch hinter uns und nicht vor uns liegen.

Fraiser: Es sei denn…

Carter: Es sei denn… es hätte noch andere Evolutionen gegeben. (Janet nickt mit dem Kopf) Das ist unglaublich, Janet! Einfach gigantisch!

Fraiser: Okay, hören Sie, das ist nur eine Theorie, wir haben noch keine Beweise.

Carter: Ja, ja, aber wenn das zutrifft, könnte die Frau zu der Rasse gehören, die das Tor erfunden hat.

Fraiser: Oder den Weg dahin bereitet hat.

Carter: Eine lebende Antikerin.

Fraiser: Und wir sehen aus wie sie.

Carter: Das bedeutet doch, dass unsere Entwicklung nicht nur ein biologischer Unfall war.

Janet lächelt sie an. Im Hintergrund können wir auf dem Bildschirm sehen, wie Francine zusammenbricht. Jonas schaut in die Kamera.

Jonas: Dr. Fraiser!

Sam und Janet springen auf und gehen ins Quarantänelabor. Aliyana ist von ihrem Bett aufgestanden, sie weiß nicht was sie tun soll. Sie sieht verängstigt aus, während Jonas bei Francine auf dem Boden kniet.


Szene: Quartiere innerhalb der Station

Eine provisorisch eingerichtete Krankenstation. Janet kommt aus dem hinteren Bereich, in dem sie grade Francine untersucht hat. Sie geht auf Jack und Sam zu, die gegenüber von einander an einem kleinen Tisch sitzen.

Fraiser (nimmt den Mundschutz ab): Michaels hat das Bewusstsein verloren. Sie hat hohes Fieber. Ich muss sie noch weiter untersuchen.

Carter: Und Aliyana?

Fraiser: Es geht ihr gut. (Sie hält ein paar Blutproben in den Händen) Ich weiß, was Sie denken.

O’Neill: Und?

Fraiser: Es wäre denkbar, dass sie irgendeine Art von Ansteckung verbreitet…

Teal’c: Aber wäre sie dann nicht auch krank?

Fraiser: Es gibt durchaus Krankheiten, die keine Wirkung beim Träger zeigen, aber dennoch andere infizieren können. Es wäre denkbar, dass ihre Heilungsfähigkeit die Infektion in ihrem eigenen Körper bekämpft, ohne sie völlig abzutöten.

O’Neill: Und sollte Jonas weiter da drinnen bleiben?

Fraiser: Er will es so und er ist dem möglichen Erreger bereits ausgesetzt gewesen, genau wie wir alle. (Jack und Sam werfen sich einen viel sagenden Blick zu, bis Jack schließlich für einen kurzen Moment seine Augen schließt.) Wenn das wirklich von ihr kommt, müssen wir das möglichst genau untersuchen.

Carter: Wir werden morgen planmäßig abgeholt.

Fraiser: Das sollten wir absagen.

O’Neill: Ach, die hätten bei diesem Wetter sowieso nicht fliegen können. (Verärgert steht er auf)

Fraiser: Bevor ich nicht näheres darüber weiß, was hier vorgeht, stehen wir alle unter Quarantäne.


Szene: Forschungslabor

Die Außenaufnahme zeigt, wie der Sturm immer näher in ihre Richtung kommt. Jack sitzt am Funkgerät.

O’Neill: Woods, Osbourne, hier ist O’Neill, bitte kommen. (Als Antwort bekommt er nur ein statisches Rauschen, während Janet sich um Francine kümmert, die jetzt sehr schlecht aussieht) Osbourne, Woods, hier ist O’Neill, bitte kommen.

Sam kommt zu Janet und Francine.

Carter: Wie geht’s ihr?

Fraiser: Noch nicht besser. Sie hat immer noch Fieber und reagiert nicht auf Antibiotika. Es scheint sie schwer erwischt zu haben.

Carter: Woods und Osbourne melden sich nicht auf unserer Funkrufe.

Fraiser: Wenn sie dieselben Symptome wie Michaels entwickelt haben, könnten sie vollkommen desorientiert oder ohne Bewusstsein.

Carter: Und Sie denken, das kommt von Aliyana?

Fraiser: Na ja, Michaels hat es offenbar als erste erwischt. Sie hat ihre Gewebeproben bearbeitet.

Sam antwortete ihr nicht, sondern setzt sich gegenüber von dem Bett auf einen Stuhl.


Szene: Eingang der Station

Das Eisentor öffnet sich und Osbourne kommt mit einer Kiste in der Hand hereingestolpert. Er fällt zu Boden als er drinnen ist.

Osbourne: Hilfe.

Nur wenige Sekunden später kommen Jack und Teal’c auf ihn zugerannt gefolgt von Janet und Sam. Jack kniet sich zu ihm auf den Boden.

Osbourne (außer Atem): Kernproben. (Er zeigt auf den Koffer in seiner Hand)

O’Neill: Wo ist Woods?

Osbourne (während Janet ihm die Kapuze vom Kopf zieht): Wir sind getrennt worden. Ich hatte gehofft, er wäre schon hier.

O’Neill: Was ist mit dem Snowmobil?

Osbourne: Es ist stecken geblieben.

Carter (zu Jack): Es sind minus dreißig Grad, er hält es nicht lange da draußen durch.

Fraiser: Der Mann hat Fieber. Wir müssen ihn reinbringen.

Jack und Teal’c helfen ihm auf. Sie bringen ihn zu einen der Betten, nicht sehr weit von Francine entfernt.

Fraiser: Sam, ich brauche Ihre Hilfe.

Carter (fängt an Osbourne die Jacke auszuziehen): Hoffentlich hat Woods sein Funkgerät aktiviert.

Etwas später sehen wir, wir die Jack und Teal’c irgendwo unter den dicksten Schneejacken versteckt, sich aufmachen, um Woods zu suchen. Sie steigen auf die an der Station bereitstehenden Schneemobile. Sam und Jonas sind bei ihnen, als sie losfahren.

Carter (ins Funkgerät): Bleiben Sie in Funkkontakt.

O’Neill (über Funk unter seinem Helm): Verstanden.

Jack und Teal’c verschwinden hinaus in den nächtlichen Schneesturm, während Sam noch schnell Osbournes Kapuze und den Koffer mit den Kernproben an sich nimmt und dann mit Jonas wieder ins Innere der Station verschwindet. Durch ein Fenster hat Aliyana einiges von der Situation mit beobachtet.

Jonas (zu Aliyna, als er ihren fragenden Blick sieht): Ah, Dr. Woods hat sich verlaufen. Colonel O’Neill und Teal’c versuchen ihn zu finden. Ich hoffe, es gelingt ihnen. Dr. Michaels und Dr. Osbourne sind beide krank. Dr. Fraiser glaubt, dass wir mit einer … Krankheit infiziert sein könnten, die du in dir trägst. Irgendwann werden wir alle krank sein, aber… du hast keine Ahnung wovon ich spreche, also…

Aliyana geht auf ihn zu. Sie legt ihre rechte Hand auf ihre Brust und zeigt auf sich.

Jonas: Oder doch? Du verstehst mich?

Sie nickt mit dem Kopf. Jonas stellt sich vor sie und starrt sie fassungslos an.

Jonas: Du lernst schneller als ich, glaube ich. Also, wenn du irgendetwas sagen kannst über diese Krankheit, die du in dir trägst und warum sie dir nichts antut… du weißt es nicht? Du, du erinnerst dich an nichts?

Sie schüttelt den Kopf.

Jonas: Weißt du, wie es dir gelingt, dich selbst zu heilen?

Wieder nur ein Kopfschütteln.

Ein wenig enttäuscht, aber doch aufgeregt über seine neue Entdeckung, seufzt Jonas laut.


Szene: Untersuchungslabor

Janet kommt aus der „Krankenstation“, während Sam an ein paar Monitoren sitzt.

Fraiser: Ich erhöhe die Dosis des Antibiotikums, aber ich habe bei der Kultur noch keine Anzeichen von bakteriellem Wachstums gesehen. Wenn es ein Virus ist, kann ich nicht mehr viel tun.

Carter: Wie viel Zeit bleibt uns noch?

Fraiser: Tage, Stunden… ich weiß es nicht. Michaels Nieren fangen an zu versagen und das macht mir Sorgen.

Carter (seufzt): Die Eiskernprobe von Osbourne zeigt, dass Aliyana in derselben Schicht steckte wie das Stargate. Sie ist mindestens drei Millionen Jahre alt. Aber wenn sie von einer Rasse stammte, die noch vor dem Gletscher lebte und Ihre Theorie zutrifft, könnte sie noch um einiges älter sein.

O’Neill (über Funk): Carter, bitte kommen!

Sam steht auf und geht zur Funkstation rüber.

Carter (über Funk): Colonel, hier Carter.


Szene: Im Schneesturm

O’Neill (über Funk): Wir haben das Snowmobil gefunden. Wir setzten die Suche zu Fuß fort. Die Sicht ist null und ich verliere immer wieder die Sattelitenverbindung.

Carter (über Funk): Die Kälte wird das Sattelitennavigationssystem beeinflussen.

O’Neill (über Funk): Wir suchen weiter. O’Neill. Ende.

Sie leuchten mit ihren Taschenlampen durch den Schneesturm. Leider ist diese Aktion ziemlich sinnlos, denn man kann überhaupt nichts sehen.

Teal’c: Dr. Woods! Dr. Woods! Dr. Wooods!


Szene: Beobachtungsraum

Janet tippt mit ihren Finger an die Scheibe, um Jonas’ Aufmerksamkeit zu erlangen. Sie winkt ihn zu sich. Jonas, der auf dem Bett neben Aliyana sitzt und die Mappe von Daniel in seinen Händen hält, hüpft herunter und kommt zu ihr.

Jonas: Ah, das ist vollkommen verrückt.

Fraiser: Was?

Jonas: Sie versteht jedes Wort von dem was ich sage, einfach alles. (Janet sieht durch die Scheibe zu Aliyana) Ich habe versucht ihr zu erklären, was passiert ist und offenbar scheint sie sich irgendwie dafür verantwortlich zu fühlen, verstehen Sie? Als wäre es ihre Schuld.

Fraiser: Das hat sie gesagt?

Jonas: Nein, nicht so direkt.

Fraiser: Wie wäre es denn mit etwas, was uns helfen könnte?

Jonas: Noch nichts, aber das bedeutet nicht, dass ihr Gedächtnis nicht funktioniert. Es wäre doch denkbar, dass ihr Körper schneller heilt, als ihr Gehirn.

Fraiser: Das Problem ist, dass wir nicht wissen wie viel Zeit wir haben.

Jonas: Genau.


Szene: Schneesturm

Jack und Teal’c suchen noch immer.

Teal’c: O’Neill!

Er zeigt auf den Boden. Er hat Woods gefunden.


Szene: Station

Jack und Teal’c ziehen Woods, der auf einer Trage liegt zurück in die Station. Janet kommt sofort zu ihnen und kümmert sich um Woods, während Jack und Teal’c ihre Schneemobile abstellen.

Fraiser: Bringen wir ihn ins Labor. Auf drei. Eins, zwei, drei…

Mit der Hilfe von Jack und Teal’c heben sie ihn hoch.


Szene: Quarantänelabor

Sie legen Woods auf den Tisch, auf den auch Aliyana gelegen hatte, als sie noch in einem Eisblock eingefroren war.

Fraiser: Er ist vollkommen unterkühlt. Wir müssen ihm die Sachen ausziehen und ihn in warme Decken wickeln. (Aliyana schleicht im Hintergrund herum und beobachtete das ganze etwas ängstlich und erschreckt. Janet beginnt damit Woods die Kleidung auszuziehen.) Sam, wir müssen ihn an den Monitor anschließen.

Alle helfen mit ihn ausziehen. Sam kümmert sich um den Monitor, Teal’c wickelt ihn in Decken ein und Jonas sieht geschockt zu Janet auf, als er Woods die Socken auszieht und seine Gliedmaßen schon unter Gefrierbrand leiden.

Jonas (Kopfschüttelnd): Das sieht schlimm aus.

Carter (die sich zu Jonas umdreht, um es sich anzusehen): Oh mein Gott. (Sie schließt ihn dann an den Monitor an)

Jonas zieht den anderen Socken aus und da bietet sich ihm dasselbe Bild. Tief durchatmend wendet er sich ab.

Fraiser: Kammerflimmern! (zu Sam) Holen Sie die Kissen, ich hole das Gel! (Die beide bereiten alles vor) Laden auf 200.

Aliyana beobachtet sie weiter, aber jetzt scheint sie nicht mehr so ängstlich zu sein. Langsam geht sie auf den Tisch zu, während Sam den Defibrilator einsatzfertig macht.

Fraiser: Okay, alles weggehen….

Alle gehen zur Seite, Aliyana geht auf sie zu. Jack zeigt auf sie.

O’Neill: Mo-Moment! Hey!

Aliyana berührt Woods.

Jonas (zu den anderen): Nein, nein, Moment. Halt!

Fraiser (mit den Kissen in der Hand): Jonas!

Jonas: Mal sehen, was sie tut.

Aliyana legt ihre Hand auf Woods Brustkorb.

Jonas (verblüfft): Was tut sie?

Aliyana schließt ihre Augen und konzentriert sich. Plötzlich schnappt Woods nach Luft. Und nicht nur das, der Gefrierbrand an seinen Füßen verschwindet und seine Haut nimmt wieder einen normalen Farbton an. Die anderen können nicht glauben, was sie da sehen. Aliyana bricht vor Anstrengung zusammen, Jonas kann sie gerade noch auffangen. Auf dem Monitor können wir wieder den Herzschlag sehen.

Fraiser: Alle Lebensfunktionen wieder normal. (Sie fühlt seinen Puls und in diesem Moment öffnet Woods seine Augen)

Janet sieht geschockt zu Jonas, der noch immer Aliyana in seinen Armen hält und er nickt. Genauso überrascht sehen auch Sam, Jack und Teal’c aus.


Szene: Quarantänelabor

Jonas öffnet die Tür und kommt herein. Aliyana setzt sich auf ihrem Bett auf, wo sie sich ausgeruht hat.

Jonas: Geht’s dir gut? (Sie nickt) Weißt du, was du getan hast? (Wieder ein Nicken) Weißt du, wie du es getan hast? (Diesmal ein Kopfschütteln) Machst du das noch mal? (Sie sieht verwirrt aus) Dr. Michaels und Dr. Osbourne sind beide… immer noch im sehr schlechten Zustand. Wenn du ihnen helfen kannst…

Aliyana nickt eifrig mit dem Kopf.


Szene: Krankenstation

Janet sitzt auf der Bettkante von Francines Bett. Jonas und Aliyana kommen herein. Aliyana geht sofort zu Francine. Sie kniet sich vor dem Bett hin und legt ihre Hände genauso wie bei Woods auf, eine Hand auf der Brust, die andere auf die Stirn. Sie schileßt ihre Augen und konzentriert sich.


Szene: Untersuchungsraum

Aliyana scheint Francine und Osbourne geheilt zu haben. Zusammen mit Jonas und Janet kommen sie aus der Krankenstation. Sam sieht zu ihnen auf.

Carter: Ich glaube, es hat gewirkt.

O’Neill: Das ist ja echt toll. Dann kann sie uns ja alle gesund zaubern.

Fraiser: Nicht notwendigerweise… Der Heilungsprozess hat sie erschöpft.

Janet geht und Sam folgt ihr. Janet sitzt an einem Mikroskop. Sam setzt sich neben sie.

Carter: Was ist das, Janet?

Fraiser: Eine Blutprobe von Aliyana. Gleich werden wir mehr wissen. (Sie dreht sich zu Sam um, die sich erschöpft im Stuhl zurücklehnt) Hey, alles okay?

Sam nickt müde mit dem Kopf. Sie sieht nicht grade gesund aus.

Carter: Ja. Welches Problem sehen Sie?

Fraiser (schüttelt den Kopf): Was sie bewirkt oder was auch immer sie da tut, es schwächt sie und zwar jedes Mal mehr. Ich nehme an, sie trägt das Virus immer noch in sich, Sam. Ich fürchte, es könnte einen Punkt geben, an dem sie ihr Leben riskiert.

Sam hat die schlechten Nachrichten verstanden. Enttäuscht und erschreckt darüber steht sie auf und drückt leicht Janets Arm.

Carter: Viel Glück.

Fraiser: Danke.

Sie wissen, dass sie es gut gebrauchen kann.


Szene: Untersuchungslabor

Nach einiger Zeit kommt Janet zurück zu den anderen.

Fraiser: Okay, ich weiß nicht wieso, aber die Anzahl ihrer weißen Blutkörperchen ist extrem niedrig. Weiße Blutkörperchen bilden den Hauptbestandteil unseres Immunsystems und sie ist im Prinzip ein Mensch.

Jack liegt auf der Couch, er scheint etwas geschlafen zu haben. Janet hat ihn offensichtlich geweckt.

O’Neill: Was soll das bedeuten?

Fraiser: Das beideutet, dass es uns allen innerhalb eines Tages schlechter gehen wird und ich weiß nicht was passiert, wenn wir sie dazu bringen uns alle zu heilen.

Carter (die mit Francine am Computer sitzt): Sie könnte sterben.

Fraiser: Sie könnte einige von uns retten oder auch alle, wer weiß?

Francine: Vielleicht braucht sie nur etwas Zeit, um sich wieder zu erholen.

Fraiser: Im Augenblick braucht keiner von uns dringend Hilfe, deswegen schlage ich vor, dass wir uns ausruhen.

Teal’c: Ich werde Wache halten.

Fraiser: Nein. Teal’c, ohne Kel’no’reem wäre auch dein Immunsystem gefährdet.

Woods: Wir werden aufpassen.

Osbourne: Ja, das ist das wenigste, was wir tun können.

Francine: Ich werde ein paar Analysen von uns durchführen und nach Antikörpermerkmale suchen. Ich kann bloß hoffen, dass wir inzwischen immun gegen eine Neuinfizierung sind.

Alle nicken einverstanden mit dem Kopf.

Fraiser: Okay. Wir anderen werden ein bisschen schlafen. Das ist ein Befehl.

Teal’c nickt ihr zu, Sam sammelt ihre Sachen zusammen und Jack schließt wieder seine Augen.


Szene: Schlafquartier

Woods sitzt bei Aliyana am Bett, die sich erschrocken aufsetzt.

Woods: Hey. Danke. (Sie sieht ihn einfach nur an) Dir verdanke ich mein Leben. Ich muss zugeben, mir ist es etwas unangenehm, dass es mir gut geht, während O’Neill und die anderen immer kranker werden.

Aliyana berührt ihre Hände und hält sie hoch. Sie steht auf

Woods: Wenn wir nur rausbekommen könnte, wie…

Er spricht nicht weiter, da sie ihre Hand auf seine Wange legt. Doch dann fällt er bewusstlos zur Seite. Aliyana geht.


Szene: Schlafquartiere der anderen

Sam und Janet scheint es sehr schlecht zu gehen. Sie sind nass geschwitzt. Aliyana kommt zu ihnen. Erst kümmert sie sich um Janet, da diese im unteren Bett liegt. Sie legt ihre Hand auf und schließt ihre Augen.


Szene: Untersuchungslabor

Francine untersucht durch ein Mikroskop etwas, während Osbourne vor einem Monitor mit den Wetterbedingungen steht.

Osbourne: Der Sturm zieht ab.

Francine: Gut. Vielleicht können wir jetzt ein Seuchenkontrollteam herrufen.

Osbourne (schaut auf seine Uhr): Ich werde Woods ablösen.

Er geht zu Aliyanas Schlafquartier.

Francine (widmet sich wieder ihrer Arbeit): Okay.

Er läuft an Teal’c vorbei, der umgeben von Kerzen in seinem Kel’no’rem versunken ist. Er findet Woods bewusstlos auf dem Bett liegen vor. Er schüttelt ihn.

Osbourne: Norm, wach auf. Norm… (Er fühlt nach dem Puls)

Dann rennt er schnell zu Sams und Janets Quartier. Als er das Licht anschaltet, wollen dies sich grade etwas überziehen. Etwas überrascht sehen sie ihn an.

Osbourne: Sie ist weg. Woods ist bewusstlos. (Sie folgen Woods und laufen durch die Station auf der Suche nach Aliyana. Osbourne zeigt auf eine Tür.) Sehen Sie da nach.

Fraiser: Ja.

Sie und Sam gehen in die Richtung, während er in die anderen geht. Schon bald ist Osbourne wieder bei ihnen, als sie ins Schlafquartier der Männer kommen. Sie finden Jonas vor, wie er bei der bewusstlosen Aliyana auf den Boden kniet. Jack liegt auf einem Bett nur wenige Meter von ihnen entfernt. Janet läuft zu ihm, während sich anderen um Aliyana und Jonas kümmern.

Fraiser (leise und beruhigend zu Jack): Schon gut, schon gut. (Sie hat eine Hand auf seiner Stirn liegen und überprüft seinen Puls) Er glüht vor Fieber.


Szene: Station

Das Seuchenkontrollteam ist eingetroffen. Sie führen die nötige Ausrüstung bei sich und sind in schwarzen Schutzanzügen gekleidet.

Jack liegt jetzt auf einer Trage mit einem Schutzglas der Air Force: Janet ist an seiner Seite, sie trägt ebenfalls einen Schutzanzug.

Fraiser: Es geht ihnen bald wieder besser, Sir. Dann sehen wir uns wieder.

Sie schließt die letzte Glasvorrichtung und Jack wird hinausgeschafft. In einem weiteren Behälter befindet sich Aliyana.

Alle haben die Anzüge angezogen, bis auf Teal’c, der hält ihn noch immer in seinen Händen. Sam geht zu ihm.

Carter: Teal’c, auch wenn du die Krankheit noch nicht hast, du könntest das Virus in dir tragen. Wir müssen uns alle im Stargate Center untersuchen lassen.

Teal’c nickt schließlich und Sam lächelt ihn an.


Szene: SGC

Sam sitzt im Beobachtungsraum und sieht Janet dabei zu, wie sie sich um Jack kümmert. Hammond kommt zu ihr.

Fraiser (im Hintergrund): Blutdruck konstant bei 80 zu 40. Ich mache jetzt einen manuellen Test und hole mir die letzten Ergebnisse seiner letzten Blutuntersuchung.

Hammond: Wie geht es ihm?

Carter (seufzt) Sie tun alles, was in ihrer Macht steht, Sir.

Hammond: Wir hatten mit den Tok’ra Kontakt. Sie wissen nicht, ob sie uns helfen können, aber sie schicken trotzdem jemanden her.

Carter: Seine größte Chance ist Aliyana, Sir. Immerhin hat sie uns alle von dem Virus befreit.

Hammond: Warum konnte sie sich nicht selbst davon heilen?

Fraiser (die noch immer bei Jack ist, aber alles mitgehört hat): Nach allem, was ich bisher rausbekommen konnte, Sir, verhält sich das Virus wie eine Zerebospinalmeningitis und greift das Gehirn an. Trotz der physischen Ähnlichkeiten, scheint Aliyanas Gehirnchemie anders beschaffen zu sein als unsere. Es wäre möglich, dass sie bei uns eine Immunreaktion bewirken könnte, die sie bei sich nicht zustande bringt, sobald sie das Endstadium der Krankheit erreicht hat.

Hammond: Wie stehen die Chancen, dass sie überlebt?

Janet schüttelt mit dem Kopf. Sam schaut niedergeschlagen hinunter auf den Boden und dann wieder hoch zu Hammond. Alle drei sehen mit der ihnen nun bekannten Hiobsbotschaft zu Jack, der an einem Beatmungsgerät angeschlossen, auf einem Bett liegt.


Szene: Isolationsraum, SGC

Jonas befindet sich bei Aliyana. Sie wacht auf und sieht sich leicht verwirrt um.

Jonas: Hey… schön, dass du wach bist. Ich habe gewusst, dass du es schaffen wirst… Danke, dass du mich gerettet hast. (Sie lächelt ihn erschöpft an.) Wir hätten das nicht verlangen können, keiner von uns. (Plötzlich scheint sie Schmerzen zu haben) Hey, ganz locker, ja? (Sie beruhigt sich wieder) Du musst wieder zu Kräften kommen, Colonel O’Neill braucht deine Hilfe. Aber noch mehr wollen wir, dass du lebst. Ich will, dass du lebst.

Aliyana schüttelt langsam mit dem Kopf.

Aliyana: Leid…

Ihre Herzgeräusche werden unregelmäßiger.

Jonas: Aliyana!

Sie schließt ihre Augen, während Jonas von einigen Ärzten zur Seite gestoßen wird. Ein paar Sekunden später kommt Janet herein gelaufen.

Jonas: Sie ist auf einmal….

Fraiser: Beatmen!

Jonas: Sie ist einfach…

Fraiser: Geben Sie mir ein Milligramm EPI… (Janet geht zum Defibrillator) Laden auf 200. Beiseite!
(Sie setzt sie Kissen an, während Jonas nur hilflos daneben stehen kann) Nichts! Laden auf 300… beiseite… komm schon, komm schon… noch mal… beiseite…

Janet versucht alles, aber Jonas erkennt, dass egal, was sie macht es zu spät ist. Er muss mit ansehen, wie die, die alle von dem Virus geheilt hat, daran zugrunde geht.


Szene: Besprechungsraum

Hammond kommt die Treppe zum Besprechungsraum hoch. Ihm folgen der Tok’ra Thoma, Sam und Teal’c.

Thoran: Sein Zustand kann nicht durch ein Handgerät geheilt werden. Wir haben allerdings eines Symbionten, der dringend eines Wirtes bedarf.

Carter: Was ist passiert?

Thoran: Sein letzter Wirt wurde bei einem Einsatz durch seine Verletzungen getötet. Der Symbiont war nicht in der Lage ihn zu heilen. Wir glauben, das wäre bei Colonel O’Neill anders. Physische Traumata sind schwieriger zu behandeln als eine Viruserkrankung.

Sam steht neben Hammond und beide sehen sehr skeptisch aus.

Teal’c: Ich bezweifle, dass Colonel O’Neill bereit wäre ein Tok’ra zu werden.

Sam nickt ihm zustimmend zu.

Thoma: Mir ist bekannt, dass der Colonel etwas gegen unsere Art hat. Allerdings dürfte auch für ihn nicht der Tod erstrebenswerter sein, als eine Verschmelzung.

Teal’c: Ich…

Er wird von Jonas unterbrochen, der die Treppen hinauf gerannt kommt. Alle sehen ihn an. Er schüttelt den Kopf.

Jonas: Aliyana ist tot.

Sam sieht ihn geschockt an. Man kann förmlich in ihren Augen sehen, wie eine ganze Welt für sie zusammenbricht. Sie schließt kurz ihre Augen.

Jonas: Dr. Fraiser hat alles versucht, aber…

Carter: Wahrscheinlich musste sie an dem Virus sterben.

Jonas nickt.

Hammond: Jonas, das ist Thoran von den Tok’ra. Thoran, das ist Jonas Quinn.

Jonas nickt ihm zu

Hammond: Die Tok’ra bieten uns einen Symbionten an, in der Hoffnung, dass er Colonel O’Neill rettet.

Jonas: Was sagt Colonel O’Neill dazu?

Hammond: O’Neill liegt im Koma. So wie es aussieht, werden wir diese Entscheidung für ihn treffen müssen.

Carter: Wie können wir das tun?

Thoran: Kein Tok’ra Symbiont würde sich mit einem unwilligen Wirt verschmelzen. Vielleicht könnten wir die Verschmelzung zeitlich begrenzen.

Hammond: Wie meinen Sie das?

Thoran: Ich kenne den Symbionten Kanan sehr gut. Er hätte sicher nichts gegen eine Verschmelzung mit O’Neill einzuwenden. Er würde ihn heilen und wieder verlassen, sobald wieder ein anderer Wirt gefunden wurde.

Teal’c: Und wenn nicht?

Thoran: Ich versichere euch, er würde lieber sich selbst opfern, als bei einem unwilligen Wirt zu verbleiben. Kanans vorheriger Wirt starb, bevor er die Details preisgeben konnte, von denen wir glauben, dass sie wichtig sind für die verdeckte Mission, die er durchführte. Ich kann gar nicht genug betonen von welcher Bedeutung diese Informationen sein könnten.

Und da ist es wieder. Info steht über ein Leben. Die anderen scheinen alles andere als begeistert zu sein.

Carter: Sir, natürlich wollen wir alles tun, um Colonel O’Neill zu helfen, aber ich finde wirklich, wir sollten ihm diese Gelegenheit geben, um diese wichtige Frage für sich selbst zu entscheiden.

Hammond sieht von Sam zu Teal’c und zu Jonas, welcher nickt.


Szene: Isolationsraum,SGC

Sam, in einen Schutzanzug gekleidet, betritt den Raum. Sie geht zu Jack hinüber. Janet ist bei ihm und kümmert sich um ihn.

Fraiser: Ich verabreiche ihm eine Einheit EPI. Ich weiß nicht, ob es funktioniert.

Carter: Könnte es ihm schaden?

Fraiser: Viel schlimmer kann es nicht mehr werden.

Janet zieht sich zurück, so dass Sam jetzt alleine mit ihm ist. Sie lehnt sich zu ihm hinunter.

Carter: Sir, ich weiß nicht, ob sie mich hören können… die Tok’ra haben uns ein Angebot gemacht. (Hammond und Jonas beobachten sie vom Beobachtungsraum aus) Sie haben einen Symbionten, der einen Wirt braucht. Sie glauben, er könnte sie heilen. Es könnte Ihre einzige Chance sein. (Sie schaut kurz hoch in den Beobachtungsraum) Es wäre auch nur für Vorübergehend. Er würde entfernt werden, sobald er einen anderen Wirt gefunden hat. Sir? Können Sie mich überhaupt hören?

Sam richtet sich wieder auf und sieht zu Janet. Sie sieht sehr niedergeschlagen aus. Hammond und Jonas sehen sehr besorgt aus.

O’Neill (dann ganz leise durch seine Maske hindurch): Carter?

Carter (beugt sich wieder zu ihm hinunter): Ja, ich bin hier.

O’Neill (er sieht sie direkt an): Nur über meine Leiche.

Sam nickt mit geschlossenen Augen.

Carter: Sir, der Wirt des Symbionten kam während einer Geheimmission zu Tode. Die Tok’ra gehen davon aus, dass der Symbionten ihnen wichtige Informationen geben könnte. Das geht aber nur, wenn er einen Wirt hat. Außerdem versprechen sie, falls in einer angemessenen Zeitspanne kein anderer Wirt gefunden wird, würde sich der Symbiont opfern, falls der Wirt nicht willig sein sollte. Sir… bitte…

Jack denkt darüber nach und nickt schließlich leicht mit dem Kopf. Sam lächelt ihn an und nickt dann den anderen zu.


Szene: Torraum,SGC

O’Neill befindet sich wieder in einem Behälter der Air Force. Er wird von Sam, Teal’c, Jonas, Thoran und zwei weiteren Ärzten diei Rampe hinauf getragen. Sie verschwinden durch das Tor und Jack muss sich jetzt einer Prozedur unterziehen, die er immer mehr als abstoßend fand.

ENDE

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