5.01 Todfeinde
Enemies

_____________________________________
O’Neill (über eine waghalsige Idee von Sam): Ohhh! Also das klingt wirklich nicht nach einer –

Jacob (unterbricht ihn): Haben Sie vielleicht eine bessere Idee? *Mister Positiv*?
______________________________________

Rückblicke auf 4.22 Exodus


Szene: Pel’tak, Mutterschiff

Jacob: Er macht die Waffen scharf.

O’Neill: Schutzschilde?

Jacob: Nicht funktionsfähig. Sie würden allerdings auch nicht sehr viel helfen. Das Schiff hat Waffen, die so mächtig sind, dass sie jeden Schutzschild durchdringen.

Carter: Hyperantrieb?

Jacob: Keine Reaktion. Die Explosionswelle hat einen ziemlichen Schaden angerichtet.

Daniel: Könnten wir mit ihnen Kontakt aufnehmen?

Jacob: Um ihm was zu sagen?

Daniel: Na ja, 'Bitte nicht schießen’.

Jack sieht merkwürdig zu ihm hinüber, während Jacob seufzend seine Augen schließt.

Selmak: Kree, Lord Apophis. Ich bin Selmak von den Tok’ra, Kommandant dieses Schiffes.

O’Neill: Kommandant?

Jacob: Wollen wir uns jetzt über den Rang streiten?

Jack antwortet ihm nicht, als vor ihnen das Bild von Apophis erscheint.

Apophis: Anack kel Apophis.

O’Neill: Er sieht übellaunig aus.

Carter: Wir haben grade seine Flotte zerstört.

Apophis sagt etwas auf Goa’uld und Jacob übersetzt es für sie.

Jacob: Er sagt, es ist Zeit für uns zu sterben.

Daniel (kommt aus dem Hintergrund): W-w-warte mal kurz! Hast du deine Anzeigen gecheckt? Wir sind beide weit ab von Kurs.

Apophis: Harek rel Kree no’mak (?)

Jacob: Er sagt, das ist ihm alles bekannt.

Apophis: Onak rel she’na. (?)

Jacob: Er sagt, es gäbe nichts, wozu wir ihm nützlich wären. Er wird uns vernichten.

Daniel: Wir ergeben uns.

O’Neill: Was? Daniel?

Daniel: Entweder das oder er schießt uns in Stücke. Ich will bloß etwas Zeit gewinnen.

Apophis redet wieder auf Goa’uld. Dann verschwindet sein Schiff

Carter: Was hat er gesagt?

Daniel: Zu spät.


INTRO


Szene: Pel’tak, Mutterschiff

O’Neill: Das macht einen nervös. Worauf wartet der noch?

Apophis beginnt zu schießen, aber nicht auf sie, sondern auf ein Schiff, welches hinter ihnen auftaucht. Es erwidert das Feuer.

Carter: Was ist passiert?

Jacob: Ich habe mit den Sensoren ein anderes Schiff erfasst. Es nähert sich ziemlich schnell. Die feuern auf Apophis.

Carter: Was hast du vor?

Jacob: Wir werden ganz schnell verschwinden.

Während sich die beiden Schiffe beschießen, machten sie sic aus dem Staub.

Jacob: Dieses Schiff haben wir in keinen unserer Datenbanken verzeichnet.

Carter: Nun ja, wir sind in einem völlig unerforschten Teil des Weltalls.

O’Neill: Aber mir gefällt der Stil. Er schießen und dann Blumen schicken. (Er grinst) Nicht unklug.

Daniel: Aber es feuert nur auf Apophis, nicht auf uns.

Carter: Das Schiff ist eine viel größere Bedrohung.

Jacob: Ihr glaubt, die wollten uns retten?

Daniel: Wäre doch möglich.

Jacob: Wir finden das vielleicht noch raus, nur ohne volle Schubkraft kommen wir leider nicht weit. Und wer immer den Kampf gewinnt, wird dann nach uns suchen.

Carter: Was hast du jetzt vor?

Jacob: Dieses Planetensystem bewegt sich um den blauen Giganten. Wenn wir dicht genug an die Korone herankommen können, wird die Strahlung uns vor ihren Sensoren schützen.

O’Neill: Wie war das? Die Strahlung?

Jacob: Die Schiffshülle wird uns abschirmen… zumindest für ne Weile.

Jack setzt ein gespieltes Lächeln auf.

Sie fliegen auf den Planeten zu.

Jacob: Wir treten Koronenatmosphäre ein. Die gute Nachricht ist, dass wir von keinem fremden Sensor erfasst werden können. Weniger gut ist, dass unsere Sensoren ebenso gut blockiert sind.

Carter: Wenn wir hier wegwollen, wissen wir nicht, ob uns dort draußen jemand erwartet.

Jacob nickt.

Daniel: Wie lange halten wir durch?

Jacob: Etwa eine Stunde ohne Schutzschilde, zehn Stunden mit. Sam, kannst du mir mal helfen?

Sie nickt und folgt Jacob. Jack hat sich auf die Stufen vor dem Thron gesetzt, als Sam an ihm vorbeigeht.

O’Neill: Ich würde als erstes die Schilde reparieren.

Jacob: Gute Idee, Jack.

O’Neill: Ach, war ja nur ’nen Vorschlag.


Szene: Maschinenraum

Die beiden arbeiten wieder an einer herausgezogenen Kristalltafel.

Jacob: Geht es dir gut?

Carter: Ich musste grade an Teal’c denken. (Jacob nickt) Noch fünf Minuten.

Jacob: Und neun Stunden. (Die Kristalle leuchten auf) Die Schilde funktionieren wieder.

Er schiebt die Tafel wieder zurück in die Maschine und zieht auf der gegenüberliegenden Seite eine neue Tafel heraus.

Jacob: Oh Mann…

Carter: Wie schlimm ist es? (Sie zieht einen verschmorten Kristall heraus)

Jacob: Ziemlich schlimm. Die Kontrollkristalle für den Hyperantrieb sind völlig hinüber.

Carter: Und die Ersatzkristalle sind auch schon verbraucht.


Szene: Pel’tak

Daniel und Jack warten auf die anderen beiden. Während Daniel auf der untersten Stufe sitzt, hat sich Jack auf die obere gelegt, Arme hinterm Kopf verschränkt und schaut an die Decke.

Daniel: Ich nehme an, Sie wollen nicht über das reden, was auf Vorash geschehen ist.

O’Neill: Nicht unbedingt.

Daniel: Das dachte ich mir.

Es breitete sich ein längeres Schweigen zwischen ihnen aus.

O’Neill: Wir sind in einen Hinterhalt geraten. Teal’c wurde in den Rücken getroffen. (Dann mit bedrückter Stimme) Ich habe nicht aufgepasst.

Wieder ein Moment unangenehme Stille.

Daniel: Tja, und ich dachte immer, ein guter Interhalt wäre einer, den man nicht bemerkt. (Stille) Damit will ich sagen, ich bin mir sicher, Sie haben Ihr bestes getan.

O’Neill: Offenbar war es nicht gut genug.


Szene: Kontrollraum, SGC

Das Stargate wird von außen aktiviert.

Tech Davis: Wir empfangen Tok’ra Zugangscode, Sir.

Hammond steht hinter ihm.

Hammond: Iris öffnen.

Er geht in den Torraum.

Hammond (zu den Soldaten): Zurücktreten.

Durch das Tor kommt Re-nal.

Hammond: Willkommen auf der Erde. Ich bin General Hammond.

Re-nal: Ich bin Ratsfrau Re-nal von den Tok’ra.

Hammond: Hier entlang bitte.

Er führt sie aus dem Torraum.

Hammond: Ich nehme an, es gibt Neuigkeiten?

Ren-al: Ja.


Szene: Besprechungszimmer, SGC

Sie gehen die Treppen hinauf.

Ren-al: Wir haben zwei Schiffe so dich herangeschickt wie es die Sicherheit zuließ. Die Sensoren bestätigen, dass der Stern wie geplant in eine Supernova aufging. (Sie gehen in Hammonds Büro) Soweit wir feststellen konnten, befand sich Apophis’ Flotte in unmittelbarer Nähe, als das passierte.

Hammond: Wie soll ich das verstehen?

Ren-al: Unsere Datenaufzeichnung bricht nach der Explosionswelle ab. Ein Energieausbruch dieser Größenordnung blockiert die Sensorenaufzeichnungen und das noch eine Weile so, allerdings kann ich euch versichern, ein Mutterschiff kann das unmöglich überstehen.

Hammond: Dann gab es keine Kommunikation mit SG-1?

Ren-al: Nein. Wenige Minuten vor der Explosion startete eine Einmannrettungskapsel von Apophis’ Mutterschiff.

Hammond: Apophis?

Ren-al: Durchaus möglich. Aber das würde bedeuten, er hätte die Explosion erwatet und seine Flotte wäre entkommen.

Hammond: Wer war es dann?

Ren-al: Die Kapsel landete auf Goa’uld-Terrirorium und wir konnten sie nicht weiter verfolgen. Es gab eine, möglicherweise zwei Subraumverzerrungen, während der Explosion, die von den Schiffen bei dem Eintritt in den Hyperraum, verursacht werden. Wir sind ziemlich sicher, dass sie es nicht geschafft haben, bevor die Explosionswelle sie erreichte.

Hammond: Das heißt also, SG-1 hat nicht überlebt?

Ren-al: Die Wahrscheinlichkeit ist überaus gering. Wenn es so wäre, hätten sie längst versucht mit uns Kontakt aufzunehmen.

Hammond schaut betroffen hinunter auf seinen Schreibtisch.

Ren-al: Wir können ganz sicher sein – ob SG-1 nun überlebt hat oder nicht – ihr Eingreifen hat die Goa’uld ins Chaos gestürzt. [Netter Versuch, aber wirklich helfen tut das auch nicht!] Das Fehlen einer dominierenden Kraft wird dafür sorgen, dass die übrigen Systemlords auf Jahre hinaus gegeneinander Kämpfen.

Hammond: Danke.

Ren-al: Die Tok’ra sehen in Selmak offiziell einen gefallenen Kriegshelden.

Hammond: Ihr werdet mir wohl verzeihen, wenn ich noch etwas länger hoffe. SG-1 hat immerhin die Fähigkeit Unmögliches möglich zu machen.


Szene: Maschinenraum, Mutterschiff

Sam sitzt auf dem Boden vor einer Tafel, während Jacob an einer darüber arbeitet.

Jacob: Das funktioniert nicht!

O’Neill (über Funk): Hey, ähm… wird ganz schön warm hier oben, Leute.

Carter (zu Jacob): Wir haben nicht mehr viel Zeit.


Szene: Pel’tak, Mutterschiff

Daniel und Jack sitzen an den jeweiligen Enden der Stufen und rollen über die Stufe immer einen Ball hin und her. Sam und Jacob kommen zu ihnen.

Jacob: Der Hyperantrieb ist erledigt.

Carter: Wir haben versucht die Kristalle zu aktivieren, aber es funktioniert nicht.

Daniel und Jack kommen zu ihnen nach vorne.

Daniel: Ich dachte, es würde auch mit dem Hyperantrieb über hundert Jahre dauern, bis wir zurückkommen.

Jacob: Ja.

Daniel: Und was spielt das langfristig gesehen für ne Rolle?

Jacob: Jedenfalls dürfte es schwieriger werden vor feindlichen Schiffen zu fliegen.

Sam steht mit Jack an der Waffenkonsole.

O’Neill: Waffensysteme und Schilde?

Carter: Sieht gut aus.

O’Neill: Gut genug, um unsere Hintern vor diesen Typen zu retten?

Jacob: Werden wir sehen. Wir verlassen die Koronenatmosphäre. Sensoren sind wieder aktiviert. Ich erfasse ein Schiff. (Er seufzt) Das ist Apophis.

O’Neill: Was ist denn mit dem anderen?

Jacob: Es ist nicht mehr da.

Daniel: Kann Apophis uns schon sehen?

Jacob: Müsste er eigentlich, aber er reagiert nicht.

Carter: Vielleicht wurde sein Schiff bei dem Kampf beschädigt?

Jacob ruft etwas auf dem Bildschirm auf, dann sehen er und Daniel sich an.

Jacob: Das ist unmöglich.

O’Neill: Darf ich auch was erfahren?

Daniel: Es sieht so aus, als gäbe es keine Lebenszeichen an Bord.

Ziemlich besorgt und verwirrt schauen sie hinaus auf das Schiff.


Szene: Korridor, Mutterschiff

Sam, Jack und Jacob laufen den Korridor entlang, Daniel hält die Stellung auf ihrem Schiff.

Carter: Was ist, wenn das fremde Schiff zurückkommt, während wir drüben sind?

Jacob: Ohne Hyperantrieb sind wir ein leichtes Ziel, egal wo wir sind. Wenn Apophis’ Schiff beschädigt wurde und wir können es reparieren, dann sollten wir es tun. Es ist schneller, hat modernere Waffen und überlegenere Schilde.

Jacob öffnet die Tür zu den Ringtransportern.

O’Neill: Die Besatzung wurde trotzdem vernichtet.

Jacob: Wir wissen nicht was passiert ist, bevor wir drüben sind. Was wir auf jeden Fall brauchen sind Hyperantriebskontrollkristalle.

Er schließt die Türen und aktiviert die Ringe.

Wir sehen, wie ein Verbindungsstrahl zwischen den beiden Schiffen entsteht.


Szene: Ringraum, Apophis’ Schiff

Sofort sichern sie alles ab. Aus Lautsprechern erklingen Wörter in Goa’uld.

O’Neill: Was erzählt der?

Jacob: Selbstzerstörung wurde aktiviert. Wir haben vier Minuten. Ich versuche die Sequenz zu unterbrechen. Sam, du weißt, wo die Kristalle sind?

Carter: Wir holen sie.

Jacob: Alles klar.

Jack und Sam machen sich gemeinsam auf den Weg, während Jacob in die andere Richtung läuft.

Carter: Hier entlang, Sir. Es ist nicht weit.

O’Neill: Carter? Woher wissen Sie eigentlich wohin Sie gehen müssen?

Carter: Ich habe die Tok’ra-Aufzeichnungen dieses Schiffes studiert, als wir an Bord waren.

O’Neill: Sie wissen schon, wie man Spaß haben kann, was?

Carter: Ich habe durchaus Spaß, Sir.

O’Neill: Tja, nur zu, Baby.

Sie gehen um eine Ecke und sehen mehrere Jaffa mit dem Gesicht nach unten auf dem Boden liegen. Jack kniet sich hin, um einen von ihnen herumzudrehen.

Carter: Okay.

Jack dreht ihn auf den Rücken.

O’Neill: Oh je…

Plötzlich ertönt ein nur allzu bekanntes mechanisches Geräusch. Schnell dreht sich Sam in die Richtung um.

O’Neill (alarmiert): Was war das?

Mit entsicherter Waffe stellt er sich neben sie. Das Geräusch kommt wieder.

Carter: Keine Ahnung, aber es klingt irgendwie bekannt.

Und ob! Hinter ihnen hören sie ein weiteres Geräusch und als sie sich umdrehen sehen sie einen Replikator an der Wand entlang krabbeln. Jack verzieht sein Gesicht.

O’Neill (in sein Funkgerät): Jacob, hören Sie mich?

Jacob (über Funk): Ja.

O’Neill: Äh… wir sollten verschwinden.


Szene: Brücke, Apophis’ Schiff

Jacob (über Funk): Habe ich mir schon gedacht.

Vor ihm fressen hunderte von Replikatoren das Schiff auf. Langsam geht er rückwärts hinaus.


Szene: Pel’tak, Mutterschiff

Daniel steht an der Steuerkonsole und wartet auf ein Zeichen von seinen Freunden.

Daniel: Leute, wie sieht’s aus?

Carter (über Funk): Das ganze Schiffe wimmelt von Replikatoren.

Jacob (über Funk): Sam, ich schaffe es nicht die automatische Selbstzerstörung auszuschalten. Wir treffen uns gleich im Ringraum.

Carter (über Funk): Wir versuchen trotzdem die Kristalle zu holen.

Jacob: Ja, ihr habt noch drei Minuten. Daniel, Sie müssen das Schiff sofort starten, sobald Sie uns wieder an Bord transportiert haben.

Daniel (ziemlich nervös): Dazu sollten Sie mir erklären, wie das geht!


Szene: Korridor, Apophis’ Schiff

Jacob rennt den Korridor entlang zu dem Ringraum. Sam und Jack sind noch nicht eingetroffen.

Jacob (über Funk): Sam! Jack! Noch eine Minute!

Er läuft um die Ecke, als er das Feuern hört.

Jacob (über Funk, diesmal lauter): Sam! Jack! Hört ihr mich?!

Sam kommt auf ihn zugelaufen, während Jack auf die ihnen folgenden Replikatoren schießt.

Carter: Ringe aktivieren!

Jacob rennt vor, während die beiden versuchen die Replikatoren aufzuhalten. In der letzten Sekunde rutschten sie in den Transporter und werden zurück zu ihrem Schiff gebracht.

Sam steht auf mit einem Sack in der Hand.

Carter: Wir haben sie

Jacob: Na los, Daniel!


Szene: Pel’tak, Mutterschiff

Daniel steht noch immer vor der Konsole. Er versucht das Schiff zu starten.


Szene: Korridor, Mutterschiff

Die drei rennen zurück zu Daniel.

Carter: Die Zeit reicht nicht, um den Hyperantrieb zu reparieren, oder?

Jacob: Hoffentlich bringt uns der Normalantrieb weit genug weg.

Carter: Vielleicht gelingt es den Replikatoren die Selbstzerstörung abzuschalten.

Jacob: Die müssen verdammt gut sein, um ein Goa’uld-Computer umzuprogrammieren.

Sie kommen in das Pel’tak.

Carter: Es wäre möglich, wenn sie die Kontrolle über das Schiff bekommen.

O’Neill: Hey! Ihr seid einfach viel zu negativ!

Jacob: Wir schaffen es nicht!

Daniel: Wir fliegen so schnell es geht!

Apophis’ Schiff explodiert und es ist ein Rennen gegen die Zeit.

Jacob: Okay, Antrieb ausschalten. Gesamte Energie auf die Schilde überleiten!

Jacob drängelt sich zwischen Daniel und Sam, aber Daniel geht freiwillig drei Schritte zurück.

Daniel: Bitte! Bedienen Sie sich!

Jacob aktiviert die Schilde. Sie können nicht mehr entkommen, nur noch hoffen, dass die Schilde die Explosion überstehen… und sie tun es.

Jacob (atmet einmal tief durch): Das war eng.

O’Neill (aus dem Hintergrund): Hat da nicht grade jemand gesagt, wir würden es nicht schaffen? [*lol* Noch ein bisschen Salz in die Wunde streuen, ja, so kennen wir Jack *g*]

Jacob (ignoriert ihn): Sam, lass uns den Hyperantrieb reparieren.

Sie drehen sich um, um wieder in den Maschinenraum zu gehen.

O’Neill: Moment mal. Ich erinnere mich genau, dass da grade jemand gesagt hat: Wir werden es nicht schaffen! Sieht aus, als hätten wir es geschafft.

Jacob (nickt): Tut mir leid, ich habe überreagiert. Zu dem Zeitpunkt sah es so aus, als würden wir es nicht schaffen.

O’Neill: Ja, aber vielleicht sollten Sie beim nächsten Mal cool bleiben und warten.

Jacob: Und mir die letzte Chance nehmen auch mal Recht zu haben?

Im Hintergrund grinst Sam übers ganze Gesicht!

Jacob lässt Jack stehe, der in diesem Moment so überhaupt nicht weiß, was er sagen soll. Erst einige Sekunden später reagiert er.

O’Neill: Was?

Carter (geht mit demselben Grinsen an ihm vorbei, um ihrem Dad zu folgen): Willkommen in meinem Leben!

O’Neill: WAS???

Daniel wendet sich mit einem leichten Grinsen von ihm ab.


Szene: Maschinenraum, Mutterschiff

Jacob hat die Kristalle ausgetauscht. Die Maschinen beginnen wieder zu laufen.

Jacob: Es scheint zu funktionieren.

Daniel (über Funk): Maschinenraum, hier Pel’tak. Maschinenraum, bitte sofort melden!

Sam und Jacob sehen erstaunt hoch.

Jacob: Wir haben ihm wohl einmal zu oft das Kommando übertragen.

Carter: Was ist denn, Daniel?


Szene: Pel’tak, Mutterschiff

Daniel: Die Sensoren haben soeben ein Schiff erfasst.


Szene: Maschinenraum, Mutterschiff

Jacob: Das gibt’s doch nicht!

Beide rennen zurück ins Pel’tak.


Szene: Pel’tak, Mutterschiff

Jacob läuft zur Steuerkonsole.

Jacob: Sie ganz so aus, als ob noch jemand von Apophis’ Flotte entkommen konnte.

Carter: Wer?

Jacob: Das ist ein Goa’uld-Frachtschiff. Ich schicke ein Begrüßungssignal. Keine Reaktion.

Selmak: Ich bin Selmak von dem Tok’ra, Kommandant dieses Schiffes.

Jack wirft seinen Kopf zur Seite, nach dem Motto 'Diese Diskussion hatten wir doch schon mal’.

O’Neill: Wirklich, wir sollten noch mal über diese Kommandantennummer reden. Ich, ähm…

Selmak: Identifiziert euch.

Vor ihnen taucht plötzlich das Bild von Teal’c auf.

O’Neill (überrascht und erfreut): Teal’c!

Teal’c: O’Neill.

O’Neill: Wo kommst du her?

Teal’c: Apophis hat mich in seinem Sarkophag wieder belebt. Wir sind von seinem Schiff geflohen, als die Replikatoren angriffen.

O’Neill: Wir?

Jacob: Die Sensoren melden noch andere Lebenszeichen an Bord des Schiffes.

O’Neill: Wen hast du bei dir, Teal’c?

Teal’c: Ein paar Jaffa, die unser Ziel unterstützen. Sie haben mir zur Flucht verholfen.

Jack zuckt mit den Schultern.

Jacob: Ich öffne die Frachtraumtüren.

O’Neill: Willkommen Zuhause.

Teal’c: Danke, O’Neill.

*******
Das Schiff fliegt in den Frachtraum. SG-1 kommt ihnen entgegen um ihre verloren geglaubten Freund zu begrüßen. Jack klatsch erfreut in die Hände.

O’Neill: Hey! (Er breitet seine Arme aus und umarmt ihn kurz) Mein Freund! (In diesem Moment zieht Teal’c Jacks Pistole aus seinem Holster und richtet sie auf ihn. Jetzt kommen weitere Jaffa mit gezogenen Zats auf sie zu. Die drei sind ziemlich überrascht.) Was soll denn das jetzt, Teal’c?

Um das Bild perfekt zu machen, kommt auch noch Apophis um die Ecke.

Apophis: Gut gemacht, Teal’c. Damit hast du deine rechtmäßige Stellung als meinen Primus zurück gewonnen.

Die drei sehen ihn äußerst geschockt an.


Szene: Raum, Mutterschiff

SG-1 wird von Teal’c und weiteren Jaffa in den Raum geführt. Er hält noch immer die Waffe auf sie gerichtet.

O’Neill (zu Teal’c):Okay, das scheint mir ein ziemlich verrückter Plan zu sein, aber sag mir einfach was ich tun soll… und wann.

Ohne zu antworten, holt Teal’c aus und schlägt Jack mitten auf die Nase. [Das muss richtig wehgetan haben! Autsch!] Jack fällt zurück auf den Boden und schlägt hart auf. Er hält beide Hände über sein Gesicht.

O’Neill: AH! Verdammt!

Teal’c schaut nur von oben auf ihn hinunter.

Daniel: Komm schon, Teal’c, du glaubst doch nicht ernsthaft, dass du… (Teal’c richtet die Waffe auf ihn) noch immer der Primus von Apophis bist.

Teal’c: Ich habe nie aufgehört meinem Gott zu dienen.

O’Neill (steht langsam auf): Na schön, das ganze klingt gewaltig nach Gehirnwäsche. Du glaubst genauso wenig wie ich, dass dieser Typ ein Gott ist.

Teal’c senkt die Waffe, sagt aber nichts.

O’Neill: Was soll denn das jetzt bedeuten? Komm schon, wir sind Freunde! Erinnerst du dich denn nicht mehr, was in den letzten vier Jahren passiert ist?

Teal’c: Ich erinnere mich an jede Einzelheit. Es macht mich krank, dass ich gezwungen war, so zu tun, als wären wir Freunde. (Daniel schaut erstaunt über seine Schulter zu Sam) So viele Male habe ich dein Leben gerettet, dabei wünschte ich, du wärest tot!

O’Neill: Es schmerzt sehr, dass du so etwas sagen kannst… aber es ist okay, denn ich weiß, es ist nicht wahr.

Teal’c: Es ist unwichtig was du denkst.

O’Neill: Das ergibt doch gar keinen Sinn. Ich bitte dich! Wir beide haben gemeinsam ein halbes Dutzend Goa’uld erledigt!

Teal’c: Feinde von Apophis.

O’Neill: Und dem haben wir zweimal von den Arsch getreten! Hey! Du hast einmal zugesehen, wie er starb!

Teal’c: Ich wusste, er würde mächtiger als je zuvor wiedergeboren!

Jack gestikuliert wild mit seinen Händen in der Luft herum.

O’Neill: Ich red hier mit ’ner Wand! Der nächste bitte!

Daniel: Teal’c, weißt du noch, wie Apophis deinem Sohn Ry’ac eine Gehirnwäsche unterzog?

Ohne eine Antwort zu geben, dreht sich Teal’c um und geht.

Daniel: Denk an diese Möglichkeit. (Teal’c verschließt die Tür von außen) … oder auch nicht.

Er verlässt den Raum und verschließt die Tür.

Teal’c (zu den Jaffa-Wachen): Entladet den Sarkophag und die Kisten aus dem Frachtschiff.


Szene: Raum, Mutterschiff

Jack drückt auf der Bedienung für die Tür herum, aber nichts passiert. Sam steht mit den Händen in den Hüften gestützt hinter ihm.

O’Neill: Warum haben die uns ausgerechnet hier festgesetzt?

Carter: Die unteren Ebenen sind wahrscheinlich bei dem Gefecht beschädigt worden.

O’Neill: Denken Sie, Sie können dieses Ding kurzschließen?

Carter: Na ja, ich nehme an, dass es eine Art von Sicherheitsmechanismus gegen so was geben wird, sonst wäre es doch ziemlich dumm uns hier einzuschließen, oder?

Jack antwortet ihr nicht und sieht ein klein wenig verletzt hat.

Carter (als sie seine Reaktion bemerkt): Ich könnte es natürlich versuchen. (Sie geht um ihn herum, um an die Steuerung zu gelangen) … Sir.

O’Neill: Danke.

Sam öffnet ihren Gürtel, zieht ihn heraus und benutzt die Schnalle, um das Gehäuse von der Steuerung zu entfernen.


Szene: Schiff

Jaffa Wachen verladen die Kisten von dem Frachtschiff ins Mutterschiff. Auf der Kiste, die sie in einem gesicherten Frachtraum abgestellt haben, ist das Zeichen von Apophis abgebildet. Doch wie es aussieht haben sie einen blinden Passagier mit an Bord gebracht. Genau durch den Deckel hindurch frisst sich etwas durch.

Die Jaffa bringen den Sarkophag an Bord. Jacob, der sich hinter einer der Wände versteckt hat, kommt aus seinem Versteck und läuft in die Entgegengesetzte Richtung.


Szene: Pel’tak, Mutterschiff

Apophis hat seinen Platz auf dem Thron eingenommen, während ein Jaffa vorne an der Steuerkonsole steht.

Apophis: Abscheuliche Dekoration.

Jaffa: Wir haben Kurs gesetzt Richtung Delmak. Wir leiten alle Energie von den Schilden auf den Hyperantrieb.

In diesem Moment kommt Teal’c wieder in voller Montur – Rüstung und Stabwaffe – in das Pel’tak. Er kniet sich vor Apophis hin und verbeugt sich.

Apophis: Der Tok’ra Selmak wurde bisher noch nicht gefangen genommen.

Teal’c: Ich kümmere mich persönlich darum, Gebieter.

Apophis: Ich bin sicher, du wirst mich nicht enttäuschen, Teal’c.

Teal’c erhebt sich, verbeugt sich leicht und verschwindet. Drei Jaffa folgen ihm.


Szene: Raum, Mutterschiff

Sam ist noch immer damit beschäftigt die Bedienung kurz zu schließen, während Jack gelangweilt im Hintergrund auf und ab läuft.

Carter: Ich habe wirklich keine Ahnung, was ich hier tue.

O’Neill: Versuchen Sie’s weiter, vielleicht haben Sie Glück.

Carter: Sir, ich klinge nur ungern negativ, aber ich kann mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass ich ohne näheren Kenntnisse, wie diese Dinger wirklich funktionieren, so gut wie null Chancen auf Erfolg habe…

Während sie noch spricht und weiter an der Kurzschließung arbeitet, öffnet sich plötzlich die Tür.

Carter: Na schön, vielleicht nicht null.

Jacob kommt zu ihnen herein. Daniel und Jack sehen ihn überrascht an.

Jacob: Kommt schon.

Jacob will sich grade umdrehen, um zu gehen, als er mitten in seiner Bewegung inne hält und seine Hände hebt. Teal’c zielt mit seiner Stabwaffe auf ihn. Vorsichtig geht Jacob rückwärts zurück in den Raum. Die Jaffa nehmen Jacob die Zat-Waffe und das Funkgerät ab.

Teal’c: Da rein.

Langsam geht Jacob an Sam vorbei.

O’Neill: Komm schon Teal’c. Tief in deinem Innersten kennst du die Wahrheit.

Teal’c: Die Wahrheit ist, du bist ein Gefangener von Apophis. Wenn der Symbiont, den ich in mir trage, gereift ist, wirst du zu einem Wirt.

O’Neill: Na schön… ich, ich meinte die andere Wahrheit.

Teal’c richtet plötzlich seine Waffe auf Sam.

Jacob: Achtung!

Erschrocken sieht sie von der Waffe zu Teal’c. Er schießt. Nur knapp, wenige Zentimeter verfehlt er sie. Sie rennt zu ihrem Dad und er nimmt sie beschützend in die Arme. Die Steuerung allerdings ist jetzt Schmorbraten. Dann schließt Teal’c die Tür wieder und nun scheint jede Fluchtmöglichkeit dahin zu sein.


Szene: Korridor

Jaffa: Ohne neue Symbionten werden wir sterben! Lange bevor wir Delmak erreichen.

Er stellt sich vor Teal’c, so dass er gezwungen ist stehen zu bleiben.

Teal’c: Apophis lebt ewig. Und wir werden ihm gehorsam dienen, bis wir ehrenvoll sterben.

Er drückt den Jaffa zur Seite und setzt seinen Weg fort.


Szene: Pel’tak, Mutterschiff

Jaffa: Gebieter, die internen Sensoren wurden abgeschaltet.

Teal’c, der grade das Pel’tak betreten hat, schubst ihn zur Seite und sieht es sich selbst an.

Teal’c: Energie vom Hyperantrieb umgeleitet.


Szene: Gefangenenraum, Mutterschiff

Die vier haben sich jetzt wartend auf den Boden gesetzt. Jack und Daniel haben sich gegen die Wand gelehnt, während Sam und Jacob mitten im Raum gegenüber von ihnen sitzen. Sie spüren den plötzlichen Stopp des Hyperantriebs.

Carter: Wir fliegen nicht mehr mit Hyperenergie.


Szene: Pel’tak, Mutterschiff

Teal’c: Gebieter, die Schiffssysteme versagen. Es ist mir nicht möglich die Maschinen neu zu starten.

Apophis: Harak klamel (?)

Teal’c lässt den Jaffa wieder an seinen Platz und geht.


Szene: Maschinenraum, Mutterschiff

Die Türen öffnen sich und Teal’c bleibt wie angegossen stehen. Die beiden Jaffa bei ihm ziehen ihre Zats, als sie den Anblick vor sich sehen. Ein wirklich riesiger Technokäfer hat sich ein wunderbares Nest gebaut. Willkommen an Bord, Replicators!
Teal’c gibt den Jaffa zu verstehen, dass sie ihre Waffen senken sollen.


Szene: Gefangenenraum, Mutterschiff

Sam und Jacob haben sich inzwischen an die neben liegende Wand gelehnt. Plötzlich öffnet sich die Tür einen Spalt vom Boden. Nichts weiter. Neugierig, was als nächstes passieren wird, schauen sie zu der kleinen Öffnung.

O’Neill: Eigenartig.

Erst hören sie es, dann sehen sie es. Ein kleiner Replikator krabbelt die Tür hoch.

Daniel: Oh oh.

Angespannt lassen sie den kleinen Käfer nicht aus den Augen und versuchen sich so weit es geht von ihm fernzuhalten.

O’Neill: Oh, entschuldigt mal.

Bis auf Jack natürlich, der halb über Daniels Füße klettert, ist so wagemutig und krabbelt bis zur Öffnung. Auf allen vieren schaut er hinunter hindurch. Eine ganze Kolonne von Replikatoren bahnen sich ihren Weg durch die Korridore.

O’Neill: Das könnte ein Problem werden.

Carter: Sir, wenn die bereits Kontrolle über die Primärsysteme haben…

O’Neill: … dann ist es ein Problem.

Der Replikator in dem Raum nimmt Daniel ins Visier und dieser versucht zu flüchten.

Carter: Es greift nicht an, wenn es nicht bedroht wird.

Daniel: Ja, trotzdem sollten wir vielleicht… (Er deutet über seine Schulter zu Jack und dem Ausgang)

Vorsichtig gehen sie an dem Replikator vorbei und rollen und kriechen hinaus den Korridor.


Szene: Pel’tak, Mutterschiff

Apophis sitzt wieder auf dem Thron, als Teal’cs Stimme ertönt.

Teal’c: Gebieter, das Schiff ist voller Replikatoren.

Apophis: Wieso?

Teal’c: Das kann ich nicht beantworten. Sie kontrollieren den Maschinenraum.

Apophis: Du sollst sie vernichten.

Teal’c: Das geht nicht! Es sind zu viele von denen und zu wenige von uns! Wir müssen…

Die Verbindung bricht ab.

Apophis (steht auf): Kree, Jaffa!

Die Jaffa folgen ihm aus dem Pel’tak, aber im Korridor warten bereits die ersten Replikatoren an den Wänden auf ihm. Sie drehen um und gehen in die andere Richtung, aber auch hier kommen sie nicht weit. Sie sind umzingelt von den kleinen, unzerstörbaren Käfern.

Apophis: Kree hak!

Die Jaffa schießen mit ihren Stab – und Zat-Waffen auf die Replikatoren. Doch das scheint sie wenig zu kümmern. Unbeirrt setzen sie ihren Weg fort und werden immer mehr. Apophis, der anscheinend die Aussichtslosigkeit erkennt, entfernt sich langsam von seinen Jaffa und flüchtet feige zurück ins Pel’tak, wo er sein Schutzschild aktiviert und die Türen schließt. Unberührt hört er den Schreien seiner Diener zu, bis es still wird.


Szene: Korridore, Mutterschiff

Die vier geflohenen Gefangenen rennen einen Korridor hinunter zum Frachtraum, wo sich ihre Waffen befinden. Jack bleibt vor einer verschlossenen Tür stehen, wo sich durch ein kleines Loch ein Replikator gefressen hat. Jacob öffnet die Tür.

Sofort machen sich Sam und Jack an die Arbeit und öffnen ein paar Kisten. Zum Vorschein kommen wirklich wunderbare Projektilwaffen.

Daniel: Hallo!

Daniel steht vor der Kiste, wo sich der erste Replikator durchgefressen hat.

Carter (schaut schnell über seine Schulter): Wir haben vor zehn, elf Stunden das Frachtschiff aufgenommen. Die Replikatoren hatten mehr als genug Zeit, um sich unkontrolliert zu vermehren.

Jacob: Hoffentlich haben sie das Frachtschiff nicht zerstört. Es ist unsere einzige Fluchtmöglichkeit.

Carter: Die Chancen dafür stehen gut. Sie konzentrieren sich immer auf die Kontrolle des Mutterschiffes.

Daniel: Ob Gehirnwäsche oder nicht, wir können Teal’c nicht einfach hier lassen.

O’Neill: Ich weiß. Sie und Jacob sichern das Frachtschiff, Carter, Sie kommen mit mir.

Er gibt ihnen die restlichen Gewehre, bevor sie sich bewaffnet unter beide Arme auf den Weg machen dem ganzen ein Ende zu setzen. Jacob hält Jack eine Goa’uld Granate hin.

Jacob: Sie wissen wie man damit umgeht?

O’Neill (nimmt sie und wirft sie leicht in seiner Hand hoch): Na klar.


Szene: Korridor, Mutterschiff

Teal’c und seine Jaffa kommen um eine Ecke.

Teal’c: Wir müsse dafür sorgen, dass Apophis den Frachtraum sicher erreicht.

Jaffa: Er ist ein Gott. Ist er machtlos gegen diese Dämonen?

Teal’c: Was du sagst ist Blasphemie. Wenn ich das noch mal höre, töte ich dich persönlich!

Jaffa: Was können wir tun, wenn unsere Waffen ohne Wirkung sind?

Teal’c: Menschenwaffen sind wirkungsvoller. Im Frachtraum stehen sie Kistenweise.

Dann hebt Teal’c seine Faust und gibt ihnen zu verstehen, dass sie stehen bleiben sollen. Im Hintergrund kann man das mechanische Krabbeln der Käfer hören.

Auf der anderen Seite des Korridors, haben sich Sam und Jack an den Wänden versteckt. Jack sieht zu Sam hinüber, aber diese zuckt kurz mit den Schultern. In seinen Händen hält er noch die Goa’uld Granate.

Teal’c (horchend): Jaffa.

Langsam beginnt er weiterzugehen.

Jack aktiviert die Granate und lässt sie in den Gang rollen. Teal’c erkennt die Gefahr zu spät. Sie drehen sich noch um, um zu flüchten, aber sie werden von einem weißen Licht erfasst. Fast in derselben Sekunde kommen Jack und Sam aus ihrer Deckung und beginnen zu schießen. Ein paar Jaffa und Teal’c sind noch auf den Beinen und erwidern das Feuern.

O’Neill (der hinter seiner Deckung das Magazin wechselt): Teal’c! Wir müssen das Raumschiff sofort verlassen! Na los!

Teal’c kommt aus seiner Deckung und richtet die Stabwaffe auf Jack, aber dieser schießt zuerst, doch verfehlt ihn und ein Jaffa.


Szene: Frachtraum, Mutterschiff

Daniel und Jacob laufen auf das kleine Frachtschiff zu.

Jacob: Atmosphärenschilde aktiviert. Frachtschiff ist startbereit.

Im Frachtschiff läuft Jacob sofort nach vorne zur Steuerung, während Daniel in den hinteren Bereich rennt. Es scheinen keine Replikatoren an Bord zu sein. Während Jacob die Maschinen startet, kommt Daniel zu ihm nach vorne.

Daniel: Sieht gut aus. (Daniel schaut hinaus auf die verschlossenen Türen des Mutterschiffes) Ich habe wahrscheinlich ne ziemlich dumme Frage.

Jacob: Ja?

Daniel: Müssten wir nicht diese großen Frachtraumtüren öffnen, um das Schiff rauszufliegen?

Jacob: Dieses Schiff hat dafür eine spezielle Fernsteuerung. Hoffentlich haben diese Biester sie nicht zerstört.

Daniel: Sie, Sie überprüfen das nicht?

Jacob: Ähm, ich will sie nicht früher öffnen, als es sein muss.


Szene: Korridor, Mutterschiff

Das Gefecht zwischen Teal’c, Sam und Jack geht weiter.

Carter: Sir, wir müssen los!

Teal’c hält sich an die Wand gedrückt, als sich über ihn an der Wand ein Replikator nähert. Er schießt mit seiner Stabwaffe drauf. Es zerstört ihn nicht, aber der Käfer flüchtet. In der Zeit kommt Jack mit gezogener Waffe aus seinem Versteck. Teal’c wirbelt seine Stabwaffe herum, während Jack ihn anvisiert. Bevor Teal’c bereit ist auf Jack zu schießen, feuert dieser ab und trifft ihm in die Brust. Getroffen fällt Teal’c zu den anderen Jaffa auf den Boden. Sam kommt ebenfalls aus ihrer Deckung und gemeinsam laufen zu Teal’c. Sam fühlt seinen Puls.

Carter: Er lebt.

O’Neill: Ich hoffe, Junior macht jetzt nicht schlapp.

Gemeinsam ziehen sie Teal’c hoch und suchen das Weite.


Szene: Pel’tak, Mutterschiff

Apophis versucht Befehle in die Steuerung einzugeben, aber das Bild vor ihm beginnt zu flackern. Und dann hört er es. Hinter ihm klettert ein kleiner Käfer den Thron hinauf. Aus den Ecken kommen immer mehr, als sich Apophis langsam umdreht. Mit Angst in den Augen schaut er zu den Haufen der Technokäfer.


Szene: Frachtschiff

Sam und Jack haben es geschafft. Daniel hilft ihm mit Teal’c.

O’Neill: So, das hätten wir.

Daniel (der Jacks Platz einnimmt): Wurde er angeschossen?

O’Neill: Er hat sich etwas gewehrt.

Daniel und Sam bringen ihn in den hinteren Teil des Schiffes.

Daniel: Ich fing schon an mir Sorgen zu machen, dass Sie es nicht schaffen.

Jacob (zeigt auf Jack): Aber ich habe nichts gesagt.

Jack sieht ihn für einen Moment an, bevor er sich an Sam und Daniel wendet.

O’Neill: Fesselt ihn!

Er geht nach vorne zu Jacob.

In diesem Moment werden sie von Hyperraumfenster erfasst.

O’Neill: Was war das?

Jacob: Das Mutterschiff ist grade auf Hypergeschwindigkeit gegangen.

O’Neill: Und was jetzt?

Jacob: Tja, gar nichts. Im Hyperraum können wir die Frachtraumtüren nicht öffnen und rausfliegen.

Daniel schließt für einen kurzen Moment seine Augen und Jack scheint genug von diesen ganzen Hiobsbotschaften zu haben.


Szene: Korridor, Mutterschiff

SG-1 und Jacob schleichen durch die Korridore in den Vorraum des Frachtraums. Sam und Jacob bleiben vor einer Schaltfläche stehen.

Jacob: Wenn ich das richtig sehe, dann nimmt das Schiff Kurs auf die zuletzt eingegebenen Koordinaten; Sokars ehemaliger Planet und Apophis’ neuer Stützpunkt.

Carter: Äh… Dad…?

Jacob: Ich sehe es. Das Schiff fliegt mit dem zehnfachen seiner erreichten Höchstgeschwindigkeit.

Carter: Und die Geschwindigkeit nimmt weiter zu. Zwanzigfach, dreißigfach… unglaublich! Diese Biester haben den Antrieb modifiziert.

Jacob (erstaunt): Das können die?

Carter: Die können so ziemlich alles. Sie sind sehr hoch entwickelt. Die einzelnen Blöcke können sich vereinen und jedes Muster bilden, das erforderlich ist, um ihre Ziele zu erreichen.

Daniel: Aber ich dachte, die waren nicht so wild auf schnelle Reisen.

Carter: Nur wenn sie sich vermehren. Sobald sie eine kritische Anzahl erreicht haben, suchen sie neue Technologiequellen, die sie konsumieren können.

Jacob: Dann müssen die Informationen im Computer von Apophis’ Stützpunkt sehr appetitlich machen. Das ist ne gute Nachricht, denn dann sind wir um nu wieder in unserer eigenen Galaxie.

Die anderen drei finde diese Nachricht alles andere als gut.

Jacob: Sobald sie die Hypergeschwindigkeit drosseln, verlassen wir das Schiff.

O’Neill: Das ist für mich nicht direkt eine gute Nachricht.

Carter: Wir können nicht zulassen, dass diese Biester in unsere Galaxie eindringen. Diese Dinger sind unkontrollierbar. Nicht mal die Asgard konnten sie aufhalten.

O’Neill: Was ist mit Selbstzerstörung?

Carter: Gute Idee. Nachdem sie auf Apophis’ Schiff aktiviert wurde, konnten die Biester sie nicht mehr abschalten.

Jacob: Offenbar kapieren diese Biester jetzt die Goa’uld-Computer. Ich komme nicht mehr ins Hauptsystem.

O’Neill: Okay, wir müssen uns was einfallen lassen. Wir haben es auf Thors Schiff auch geschafft.

Jacob: Wie?

Carter: Wir haben den Bremsantrieb zerstört unmittelbar, bevor das Schiff in die Erdatmosphäre eintrat. Der unkontrollierte Eintritt hat es zerstört.

Jacob: Goa’uld Mutterschiffe benutzen Hilfsmotoren, um das Tempo nach Verlassen des Hyperraums zu drosseln. Wenn wir die Steuerung der Hilfsmotoren zerstören…

Carter: … könnte das Schiff nicht bremsen…

Jacob: … und würde auf Apophis’ Planet zerschellen.

Jack will grade sein Kommentar abgeben, doch Sam kommt ihm zuvor.

Carter: Aber wir müssen warten, bis das Schiff den Hyperraum verlassen hat, damit die Biester die Flugbahn nicht mehr ändern können.

O’Neill: Okay, und wie kriegen wir das jetzt hin?

Jacob: Wir müssen eigentlich nur die Steuerkristalle entfernen.

Carter: Im Maschinenraum.

Jacob nickt.

Daniel: Der vermutlich die Käferzentrale ist.

O’Neill: Dann setzen wir C-4 ein.

Carter: Die Biester könnten den Zünder entschärfen, bevor wir abfliegen und verschwinden.

O’Neill: Was soll das heißen?

Carter: Um ganz sicher zu sein, müssten wir die Kristalle selbst zerstören… eine P-90 aus nächster Nähe wäre geeignet.

O’Neill (gefällt diese Idee überhaupt nicht): Ohhh! Also das klingt wirklich nicht nach einer –

Jacob (unterbricht ihn): Haben Sie vielleicht eine bessere Idee? *Mister Positiv*?

Jack antwortet ihm nicht.

Carter: Das Schiff hat jetzt mehr als das achthundertfache seiner Höchstgeschwindigkeit erreicht.

Jacob: Okay, wir werden ziemlich schnell dort sein. Einer sollte das Frachtschiff für den Start vorbereiten.

Die vier machen sich an die Arbeit.

O’Neill: Das wären dann Sie. Carter, Daniel, mitkommen.

Jacob: Okay, aber das wird knappt. Ihr habt nur etwa dreißig Sekunden, um vom Maschinenraum wieder zum Frachtraum zu kommen.

O’Neill: Na, die Uhr läuft.

Ihre Wege trennen sich.

Jacob: Alles klar! Viel Glück!


Szene: Maschinenraum, Mutterschiff

Die Türen öffnen sich und die drei sichern den Eingang ab. Sie bleiben stehen, als sie auf das Monster vor sich sehen.

O’Neill: Oh Mann!

Daniel: Was zum Teufel ist das?

Irgendwie scheint der Käfer noch ein Stückchen gewachsen zu sein.

O’Neill: Das ist ein Monsterkäfer.

Carter: Das erklärt wahrscheinlich die Superenergie.

O’Neill: Ähm, hören Sie, wir wollen sie nicht wecken.


Szene: Frachtschiff

Jacob nimmt seinen Platz an der Steuerung ein und startete die Maschinen.


Szene: Maschinenraum, Mutterschiff

Langsam geht Sam auf den Computer mit den Kristallen zu.

Carter: Okay, Schalttafel.

Sie zieht eine Palette heraus und geht schnell mit gezogener Waffe die Schritte zu Jack zurück. Das Monster scheint noch immer zu schlafen.

O’Neill: Fertig?

Carter: Warten Sie, Sir.

Die drei bewegen sich nicht.

Das Schiff verlässt in diesem Moment den Hyperraum und Jack beginnt zu feuern. Daraufhin erwacht das Monster und viele kleine Käfer greifen sie an.

O’Neill: Los! Los! Los!

Ohne groß zu überlegen, hechten sie aus dem Maschinenraum.


Szene: Frachtschiff

Jacob gibt noch weitere Befehle ein. Er öffnet die Frachtraumtüren.


Szene: Korridor, Mutterschiff

Sam und Daniel laufen rückwärts, während sie mit ihrer ganzen Munition auf die Käfer schießen. Jack löst sie ab, während sie um die Ecke laufen und dort den Weg frei machen. Aber diesmal scheinen es wirklich zu viele Käfer zu sein.


Szene: Weltall

Das Schiff fliegt ungebremst auf den Planeten zur.


Szene: Korridor, Mutterschiff

Daniel schießt wie Rambo auf die kleinen Biester. Sam und Jack können über seinem Kopf ein paar ausschalten, so dass die kleinen Teilchen auf Daniel hinunter fliegen. Die beiden rennen um die Ecke, aber auch dort werden sie bereits von Replikatoren erwartet.

Carter: Wir müssen da irgendwie durch!

O’Neill: Vorwärts!

Blindlings beginnen sie zu schießen, während sie hoffen heile den Korridor durchqueren zu können.


Szene: Frachtschiff

Jacob startet das Frachtschiff. Es hebt sich bereits leicht vom Boden ab und dreht sich so, dass es durch die Frachtraumtüren verschwinden kann.

Jacob (über Funk): Leute, wir müssen los! (Sie antworten nicht) Jack! Sam! Daniel!

Carter (ihre Stimme ist störend zu hören): Dad! Wir sind vom Frachtraum abgeschnitten! Wir haben es zum Ringraum auf Ebene 10 geschafft. Kannst du uns per Fernbedienung hier rausholen?

Jacob (über Funk): Ich versuch’s!

Carter (über Funk):Beeil dich!

Jacob steht auf und aktiviert die Ringtransporter. Dann öffnet er die Tür und zu seiner großen Erleichterung stehen die drei leicht außer Atem vor ihm.

Carter: Danke.

O’Neill (schiebt Sam förmlich nach vorne): Und jetzt nix wie weg hier.

Grade in dem Augenblick, in dem sich Jacob wieder gesetzt hat, beginnen sich die Frachtraumtüren zu schließen.

Carter: Die Türen schließen sich.

Jacob: Ja, die haben unsere Steuerung ausgeschaltet.

Jacob geht volles Risiko ein und startet.

Carter: Können wir es schaffen?

Jacob: Darauf nehme ich keine Wetten an.

Etwas demoliert schaffen sie es dann aber doch das Mutterschiff zu verlassen, während es weiter auf den Planeten zurast.


Szene: Pel’tak, Mutterschiff

Apophis, der sich wieder mit seinem Schutzschild umgeben hat, sieht, wie der Planet immer näher kommt. Er kann nichts dagegen unternehmen. Umgeben von Replikatoren sieht er sein Ende auf sich zukommen.

Apophis (wütend beginnt er zu schreien): AAAAAHHHHH!!!


Szene: Frachtschiff

SG-1 und Jacob sehen von sicherer Entfernung, wie das Schiff auf den Planeten prallt und explodiert. Erleichtert atmen alle aus.

O’Neill: Ich sehe mal nach Teal’c.

Jacob: Jack. Sie haben seinen Körper zurück, seine Seele zurückzubekommen dürfte nicht leicht sein.

Jack geht in den hinteren Teil des Schiffes, wo Teal’c gefesselt auf dem Boden sitzt. Er hat seine Augen geschlossen. Jack kniet sich vor ihm hin.

Teal’c: Ihr könnt mir foltern so lange ihr wollt, ich werde euch nichts verraten.

O’Neill: Ähm, tut mir leid, dass ich dich anschießen musste. Aber du hast mir keine Wahl gelassen. (Teal’c antwortet ihm nicht) Apophis ist tot.

Erst jetzt öffnet Teal’c seine Augen und sieht zu ihm hinüber.

Teal’c: Ich glaube dir nicht.

O’Neill: Vertrau mir.

Teal’c: Götter kann man nicht töten.

Die beiden sehen sich eine Weile an, bevor Teal’c wieder seine Augen schließt.


ENDE

+[Transcript und Layout by Destiny]+