4.22 Exodus
Exodus

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O’Neill: Das ist echt das letzte Mal, dass ich jemanden beim Umzug helfe.
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Rückblicke auf den Episoden:

Shan’aucs Opfer (Crossroads)
Die verhinderte Allianz (Serpent’s Venom)
Doppelter Einsatz (Double Jepoardy)


Szene: Vorash

Ein Mutterschiff fliegt auf den Planeten zu.


Szene: Tok’ra Stützpunkt, Vorash

Tanith: Was ist passiert?

Tok’ra Frau1: Das Verteidigungssystem hat ein Mutterschiff in der Umlaufbahn entdeckt.

Tanith folgt ihr. Sie gehen zu den Ringtransportern.

Tanith: Wir müssen auf der Stelle evakuieren.

Tok’ra Frau1: Darauf sind wir vorbereitet.

In diesem Moment werden SG-1 zusammen mit Jacob in die Tunnel transportiert.

O’Neill (dreht sich lächelnd um): Hey, Leute! Wir parken doch nicht in der Verbotszone?

Tanith sieht ihn mit großen und überraschten Augen an. Er antwortet nicht, sondern starrt sie weiterhin an. Jack nickt leicht mit dem Kopf.


INTRO

Szene: Tok’ra Tunnel

Jacob geht zusammen mit SG-1 durch die Gänge.

Teal’c: Tanith war überrascht uns zu sehen.

Jacob (zustimmend): Mm hm. Wir haben ihn absichtlich nicht gewarnt.

O’Neill: Er ahnt nicht, dass ihr ihn enttarnt habt?

Jacob: Wir gehen davon aus, aber wir werden es bald erfahren.

Teal’c: Wovon sprichst du?

Jacob: Na ja, dank des Mutterschiffes, das ihr uns netterweise überlassen habt…

O’Neill: Nicht wir, Hammond. War ‚nen Befehl, schon vergessen?

Jacob: Jedenfalls können wir jetzt das Sternentor auf einen Planeten bringen, der den Goa’uld unbekannt ist. Damit können wir die Sicherheit eines ständigen Tok’ra Stützpunkte gewährleisten. So sinnvoll es war, durch Tanith falsche Informationen an Apophis zu schicken, mitnehmen können wir ihn auf gar keinen Fall.

Teal’c: Und was wird aus ihm?

Jacob: Wir haben eine kleine Überraschung vorbereitet. Wollen wir?

Jacob geht an den beiden vorbei, während sich Jack und Teal’c noch kurz fragend ansehen, ihm dann aber folgen.

Sie gehen in den Verhandlungsraum. An dem großen Tisch sitzen ringsherum verschiedene Tok’ra, unter ihnen auch die Tok’ra Frau, welche am Kopf des Tisches sitzt und Tanith.

Tok’ra Frau: Colonel O’Neill, Teal’c, wir heißen euch und euer Team auf Vorash willkommen. Der Hohe Rat Persus übermittelt seine Grüße.

O’Neill: Ist mir ein Vergnügen.

Tanith: Ich muss gestehen, Colonel, ich war äußerst beeindruckt von eurem Transportmittel.

O’Neill: Ja! War ’nen toller Flug. Ein bisschen ruppig, aber die alte Kiste hat noch was drauf.

Tanith: Wie konnte eigentlich ein Goa’uld Mutterschiff in euren Besitz gelangen?

O’Neill: Ähm… na ja, das war so ne Art… (er zuckt mit den Schultern) Tauschgeschäft.

Tanith: Wie sah das aus?

O’Neill: Äh… Chronus hat uns sein Schiff gegeben und er hat bekommen, was ihm zustand.

Tanith: Ist das wahr? Chronus ist tot?

Jacob: Da wir nun ein Mutterschiff zur Verfügung haben, können wir unsere Leute und auch das Sternentor verlegen und damit einen völlig neuen und sicheren Stützpunkt etablieren.

Tanith: Ich versteh nicht ganz. Warum werden mir solche wichtigen Informationen vorenthalten?

Teal’c: Die Tok’ra wünschten nicht, dass Apophis informiert wird.

Tanith sieht zu Jacob hinüber.

Shelmak: Wir haben von Anfang an von deiner Doppelrolle gewusst. Du bist der Mörder unserer Mitstreiterin Shau’nac. Du hast Hebron als Wirt genommen und seit dem agierst du unter uns als ein Spion.

Teal’c: Wir haben dich benutzt, um Apophis falsch zu informieren. Er wird nicht erfreut sein, wenn er die Wahrheit erfährt. (Teal’c scheint sichtlich Spaß daran zu haben)

Tanith (steht auf): Das ist absurd.

Er will gehen, aber mehrere Zats richten sich auf ihn. Seine Augen beginnen zu leuchten, als er zu Teal’c schaut.

Tanith: Damit wirst du nicht durchkommen. Die Systemlords werden dich bis an das Ende der Galaxie jagen.

Teal’c antwortet ihm nicht.

[Ähm, dumme Frage zwischendurch, tun sie das nicht schon längst????]

Tanith wird von zwei Tok’ra Wachen abgeführt.

O’Neill: Dieser Kerl ist ein lebendes Klischee.

Jacob lächelt leicht.


Szene: Taniths Zelle

Teal’c geht zu den beiden Wachen, die Tanith bewachen.

Teal’c: Ich wünsche mit dem Gefangenen zu sprechen.

Einer der Wachen drückt auf ein Gerät an seinem Handgelenk und das Energiefeld verschwindet, welches Tanith gefangen hält. Teal’c tritt hindurch und geht zu ihm, der an einem kleinen Tisch sitzt.

Tanith: Mir war nicht klar, dass ich Besuch erhalten darf. Wie nett von dir, dass du mich beehrst, Teal’c.

Teal’c: Meine Anwesenheit ist kein Ausdruck von Höflichkeit. Ich bin hier, um die das Urteil des Hohen Rats der Tok’ra zu verkünden.

Tanith: Der Tod, wie ich annehme.

Teal’c: Du wirst aus dem Wirt Hebron entfernt und auf Vorash zurückgelassen. Wenn du Glück hast, wirst du sterben, bevor Apophis entdeckt, wie die Tok’ra dich benutzt haben.

Tanith (steht auf): Ich bin sicher, du würdest mich zu gern mit bloßen Händen erwürgen, so wie ich deine geliebte Shau’nac. Grade dir dürfte klar sein, wie befriedigend es ist, die Furcht und den Schmerz in den Augen deines Opfers zu sehen, wenn es sein Leben aushaucht.

Teal’c (geht langsam auf ihn zu): Shau’nac zu ermorden hat dir offensichtlich gefallen. Aber jetzt wirst du den Preis dafür bezahlen. Während Apophis durch deine unbewusste Täuschung in die Irre geführt wurde, konnte die Tok’ra das unberührte Goa’uld Territorium erkunden, eigene Agenten verstecken, für die Befreiung von Alliierten sorgen und hunderte von Leben, durch die von dir verbreiteten Falschinformationen, retten. Die Tok’ra schulden dir dafür unermesslichen Dank. Hättest du dich nicht auf so leichtsinnige Weise manipulieren lassen, hätte Apophis vielleicht die Tok’ra eliminieren können. (Teal’c steht jetzt hinter Tanith)

Tanith: Ihr habt höchstens eine Atempause erreicht. Es ist unausweichlich, dass die Allianz zwischen der Tok’ra und den Tau’ri, wie so viele andere vor ihr, zerfällt.

Teal’c: Aber nicht durch dein Zutun. (Er geht wieder zurück, so dass er vor ihm steht) Ich werde deinem Tod zusehen, wie all den anderen falschen Göttern, deren Ende ich erleben durfte. Sokar, Seth, Hathor, Heru’ur, Chronus…

Tanith: Sie alle starben ehrenhafter als Shau’nac. Sie hat nach dir geschrieen, wie ein verlassenes, weinendes Baby nach der Mutter, als ich langsam ihr Lebenslicht erlöschen ließ.

Teal’c (geht auf ihn zu): Du willst mich provozieren dich zu töten, um dem Entfernungsprozess zu entgehen. (Er beugt sich nahe zu ihm hin und flüstert dann in sein Ohr) Ich weiß genau, es ist unerträglich schmerzhaft für den Symbionten.

Dann wendet er sich ab und will gehen, aber Tanith dreht sich um und hält ihn auf.

Tanith: Lebend bin ich für dich wertvoller als tot.

Teal’c bleibt stehen.

Teal’c: Das sehen die Tok’ra allerdings anders. (Dann sieht er ihn an) Und ich bin geneigt ihn zuzustimmen.

Teal’c verlässt die Zelle und Tanith atmet einmal tief durch.


Szene: Mutterschiff von SG-1

Jacob und Jack gehen durch die Gänge, während einzelne Tok’ra Lieferungen an Bord bringen.

Jacob (zu zwei Tok’ra, die eine große Kiste tragen): Schafft das in den zweiten Frachtraum. Wir brauchen Platz für das Sternentor.

O’Neill (ruft ihnen hinterher): Hey! Nicht die Wände zerkratzen!
Jacob seufzt.

O’Neill: Ich möchte das Schiff so zu zurück, wie wir es gefunden haben.

Jacob: Das weiß ich, Jack. Ich halte Ihre Anwesenheit eigentlich nicht für erforderlich.

O’Neill: Tut mir Leid, aber ich trenn mich nur ungern davon.

Jacob: Ich soll die Verlegung des Tok’ra Stützpunktes überwachen, und Sie?

O’Neill: Die Besitztümer der Erde schützen. Wir haben mindestens tausend Wissenschaftler und Ingeneure, die sich die Finger danach lecken, um das hier zu untersuchen.

Jacob: Halten Sie das für klug?

O’Neill: Kommen Sie mir nicht auf die Tour, Jake.

Jacob: Wissen Sie noch, als Sie versuchten einen Todesgleiter umzubauen?

O’Neill: Ja. Daran erinnere ich mich dunkel.

Jacob: Dieses Raumschiff ist eine weitaus kompliziertere Technologie.

O’Neill: Genau aus diesem Grund „leihen“ wir es Ihnen ja. Als Gegenleistung für Flugstunden.

Jacob: Sie wissen, was ich meine. Sie sollten uns das Schiff überlassen.

O’Neill: Keine Chance.

Jacob: Das sage ich Ihnen, Jacob, nicht Selmak. Sie haben keine Vorstellung, wie gefährlich das Ding ist.

O’Neill: Hey! Wir waren immerhin schlau genug das Ding zu klauen. Das hat von den Tok’ra keiner geschafft.

Jacob: Wir gehen anders vor.

O’Neill: Tja, vielleicht solltet ihr es mal etwas direkter angehen. Wie lange gibt’s die Tok’ra schon? Seit zweitausend Jahren? Wie viele Systemlords habt ihr in dieser ganzen Zeit erledigt?

Jacob (sarkastisch): Oh ja, es ist natürlich alles viel besserer geworden, seit Sie anfingen die Goa’uld einzeln aus dem Weg zu schaffen. Sehen wir uns doch mal die Resultate an: Jedes mal haben andere kriegerische Goa’uld ihren Platz eingenommen. Es herrscht mehr Chaos, als je zuvor! Apophis verfügt jetzt über so viel Macht, dass wir kaum noch die Chance haben die Goa’uld jemals besiegen zu können!

O’Neill (sagt eine Weile nichts): Wenigstens tun wir etwas.

Jacob: Ja, aber auch wir tun etwas. Vielleicht ist unser Plan etwas langfristiger, aber zumindest haben wir einen.

Sie bleiben stehen und Jack sieht ihn fragend an.

O’Neill: Was für’n Plan?

Jacob: Die individuelle Macht der Goa’uld zu verringern und sie gegeneinander kämpfen zu lassen, bis wir sie ein für alle mal eliminieren können.

O’Neill: Und weiter?

Jacob (er tippt Jack auf die Schulter): Wir arbeiten daran, Jack.

Dann lässt er Jack alleine zurück und verschwindet. Er sieht ihm noch einen Moment hinterher, bevor er sich um hundertachtzig Grad umdreht und den Gang hinunterschaut.


Szene: Taniths Zelle

Tanith steht mitten im Raum, während zwei Wachen vor dem Energieschild stehen. Er geht bis zur Absperrung.

Tanith: Ihr glaubt, ihr könnt meinen Wirt Hebron retten, indem ihr ihn von mir trennt? Ich werde nicht zulassen, dass ihr mich tötet. Hebrons Leben ist meiner Hand. Wenn ich sterbe, dann stirbt er mit mir.

Er schließt für einen Moment die Augen und beginnt sich zu konzentrieren. Plötzlich hören wir nur ein auf den Boden aufknallendes Geräusch und als sich die Wache umdreht, sehen wir Tanith auf den Boden liegen. Sein Körper ist am zucken.

Wache (in Kommunikator): Der Gefangene ist zusammengebrochen.

Die zweite Wache kommt zurück. Noch kurz zuckt der Körper, bevor er leblos liegen bleibt. Eine weitere Tok’ra Frau kommt hinzu.

Tok’ra Frau 2: Entferne den Schild. (Die Wache sieht sie nur an) Tu was ich sage! Wir können nicht tatenlos zusehen, wie er den Wirt tötet.

Die Wache deaktiviert das Schild und geht vorsichtig auf den Gefangenen zu, während die Wache hinter ihm die Zat-Waffe zieht. Die Wache fühlt nach Taniths Puls.

Wache: Er ist schon tot.

Plötzlich schießt Taniths Hand hervor und drückt der Wache die Kehle zu.


Szene: Verhandlungsraum, Tok’ra Stützpunkt

Ein paar Tok’ra , so wie SG-1 sitzen am Tisch.

Carter: Wir haben das Schiff mit Vorräten beladen. Es wird Zeit, dass wir eure Leute nach oben transportieren.

Tok’ra Mann: Wir können sofort beginnen.

Es ertönt ein heller Ton und die umstehenden Tok’ra laufen los. Jacob kommt zu ihnen gerannt.

Jacob: Es ist Tanith. Er ist entkommen.

Jack sieht ihn fassungslos an und schließt dann seine Augen, bevor er ein 'Ist ja klasse’-Lächeln aufsetzt.


Szene: Vorash, Oberfläche

Tanith läuft über die Dünen. Er rennt zu einem vertrockneten Ast und gräbt darunter den Sand weg. Zum Vorschein kommt ein Bündel mit Tüchern, in denen sich eine kleine Kommunikationskugel befindet, wie wir sie auch schon bei „Die Tok’ra“ gesehen haben.


Szene: Vorash, Oberfläche

SG-1 und ein paar Tok’ra befinden sich an der Oberfläche, um nach Tanith zu suchen. Teal’c überschaut mit einem Fernglas die Wüstenlandschaft.

Teal’c: Tanith ist nicht durch das Stargate geflohen. Es wurde die ganze Zeit streng bewacht.

O’Neill: Na klar, von denselben Typen, die ihn entkommen ließen.

Er dreht sich zu den umstehenden Tok’ra um.

O’Neill: War nicht böse gemeint.

Teal’c: Er ist irgendwo hier draußen.

O’Neill: Tja, aber ohne Wasser kommt er nicht weit.

Teal’c: Sein Symbiont wird ihn lange am Leben erhalten.

O’Neill: Ist ne riesen Wüste.

Teal’c: Ich werde weitersuchen.

Er geht und auch die umstehenden Tok’ra lösen sich auf.

O’Neill (bleibt zurück): Melde mich mal.

Dann folgt er zwei Tok’ra, die zu einer Stelle im Sand gehen.

O’Neill: Wer hat euch eigentlich erklärt, wo ihr stehen müsst?

Sie antworten ihm nicht.


Szene: Ringtransporter, Tok’ra Tunnel

Daniel kommt zu den Ringtransportern, als Jack gerade hereinkommt.

Daniel: Gibt es eine Spur?

O’Neill: Aaah… nein, Teal’c sucht noch.

Daniel: Aber er ist jetzt schon seit Stunden da draußen.

O’Neill: Ja, das ist so ne ‚Jaffa-Rache-Nummer’.

Er geht an ihm vorbei und Daniel schaut ihn leicht verwirrt hinterer, bevor er ihm mit einem Seufzen folgt.


Szene: Verhandlungsraum, Tok’ra Stützpunkt

Jacob und Sam sitzen am Tisch. Sie stellt eine kleine silberne Halbkugel auf den Tisch und gibt ein paar Befehle in eine Art Computer ein. Aus dem Hintergrund kommen Jack und Daniel.

Jacob: Tanith war offenbar nicht untätig. Wir haben die Nachricht von einen unserer Spione erhalten, dass Apophis unseren Aufenthaltsort kennt.

Daniel: Dann wird er versuchen die letzten Monate gut zu machen.

Jacob: Er stellt eine Angriffsflotte zusammen.
O’Neill (er und Daniel setzen sich): Wie lange braucht er, bis er hier ist?

Apophis: Weniger als einen Tag.

Daniel: Dann müssen wir sofort evakuieren.

Carter: Wir schicken sie durch das Tor.

O’Neill: Ich dachte, dazu haben wir jetzt das Raumschiff.

Jacob: Sam und ich haben einen neuen Plan.

Carter: Wenn er funktioniert, wäre es möglich einen bedeutenden Teil von Apophis’ Flotte für immer zu vernichten.

Sie drückt auf ein paar Symbole und aus der Halbkugel vor ihr erscheint ein Hologramm mit einer Sonne.

Carter: Das ist die Sonne um die Vorash kreist. Ein gewöhnlicher Fixstern mit einer Kerntemperatur von etwa 15 Millionen Grad und genügend Wasserstoff um weitere 5 Millionen Jahre zu glühen.

Daniel und Jack sehen abwechselnd von Sam und dem Hologramm. Sie verstehen nicht worauf sie hinaus will.

O’Neill: Und?

Jacob: Wir wollen sie sprenge.

Daniels und Jacks Gesichtsausdruck ist göttlich! So typisch. Sie sind sprachlos.

O’Neill: Wow!

Daniel: Das ist, ähm…

O’Neill und Daniel: … ziemlich kühn.

Carter: Jeder Stern verfügt über ein empfindliches Gleichgewicht zwischen den explosiven Kräften der Fusion, die in seinem Kern stattfindet und ihn zersprengen könnte und der Schwerkraft seiner Masse, die dazu neigt, ihn zu einem Klumpen zusammenzupressen. Wenn wir dieses Gleichgewicht stören, indem wir einen Teil der Sternenmasse entfernen, erzeugen wir eine künstliche Supernova. Die Explosionswelle würde sich mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten. Sie würde in wenigen Augenblicken alles in diesem System zerstören.

Daniel: Ähm, wie wollen wir einen Teil der Sternenmasse entfernen?

Carter (schaut hinunter auf ihre Hände): Na ja, wir… ähm… das klingt vielleicht ein bisschen verrückt, (sie schaut vorsichtig zu ihnen auf) aber wir wählen P3W-451 an. Auf diesem Planeten haben wir das Schwarze Loch entdeckt.

O’Neill: Wow. Das klingt in der Tat verrückt.

Carter (nickt etwas unsicher): Ja.

Jacob: Wir schaffen das Sternentor in das Mutterschiff und schaffen es so dicht wie möglich an die Sonne. Dann wählen wir das Schwarze Loch an, umgeben das Tor mit einem Kraftfeld und schleudern es raus.

Carter (wieder selbstsicher): Die Schwerkraft der Sonne wird es anziehen, das Kraftfeld löst sich auf und Sternenmasse wird durch das Wurmloch angesaugt, wie Wasser in einem Feuerwehrschlauch.

Jacob: Das Tor wird vermutlich nicht lange halten, aber wir hoffen es wird reichen.

Jack und Daniel haben wieder diesen Blick drauf.

Daniel: Ähm, Entschuldigung, wurde das Tor auf P3W-451 nicht schon längst in das Loch gesaugt?

Carter: Nicht notwendiger Weise. Der Planet wurde vermutlich in Stücke gerissen, aber es könnte Jahre dauern, bis Materie in den Ereignishorizont gewirbelt wird. Besonders wenn man die Zeitverschiebung berücksichtigt.

Jacob: Genaures wissen wir sobald wir den Planeten angewählt haben. Können wir keine Verbindung herstellen, vergessen wir den Plan und mache uns aus dem Staub.

O’Neill: Tja… darüber muss ich kurz mal nachdenken.

Jacob: Sie waren doch ganz wild darauf wirkungsvolle Maßnahmen ergreifen zu wollen, Jack. Der Rat hat den Plan genehmigt. Aber es ist Ihr Schiff, das heißt, Sie müssen entscheiden.

O’Neill: Ich denke noch nach.

Carter: Sir. Dieses Sonnensystem würde sowieso irgendwann explodieren und Apophis’ Flotte ist bereits unterwegs. Wir bekommen vielleicht nie wieder so eine Gelegenheit.

O’Neill: Na schön.

So wirklich begeistert scheint er nicht zu sein.


Szene: Taniths Zelle

Teal’c sitzt an dem Tisch und starrt ausdruckslos an die Wand. Daniel kommt auf ihn zu.

Daniel: Hey, Teal’c. Ich habe dich überall gesucht. Es gibt eine Änderung im Plan.

Teal’c: Man hat mich über Major Carters Plan in Kenntnis gesetzt.

Daniel: Dann ist dir also klar, dass, ähm, dass Tanith nicht entkommen kann? Dieser ganze Planet wird zerstört werden.

Teal’c: Wenn alles nach Plan läuft, ja.

Daniel: Uhm, du glaubst nicht, dass wir es schaffen?

Teal’c: Ich habe großes Vertrauen zu Selmak und Major Carter.

Daniel: Aber?

Teal’c: Zweimal hatte ich Gelegenheit den Mord an Shau’nac zu rächen, zweimal habe ich Tanith davonkommen lassen. Ich habe Shau’nac enttäuscht.

Daniel: Das, das ist nicht wahr. Du hast Tanith am leben gelassen, damit die Tok’ra ihn benutzen konnten und jetzt stehen wir kurz davor Apophis’ Goa’uld Flotte aller Zeiten zu vernichten.

Teal’c (ohne Begeisterung): Das wird ein großartiger Sieg.

Daniel: Da hast du Recht.

Teal’c: Und dennoch, würdest du nicht alles für die Chance tauschen, Apophis mit bloßen Händen zu erwürgen nach allem was er Sha’re angetan hat?

Daniel zieht die Augenbrauen hoch und denkt darüber nach.

Daniel: Na ja, ich… äh… ich würde lügen, wenn ich behaupte, ich hätte nie daran gedacht, aber ich würde es vielleicht nicht tun, wenn ich eine vernünftigere Option hätte.

Teal’c: In Zukunft werde ich solcher Zurückhaltung nicht mehr fähig sein.

Er steht auf und geht an Daniel vorbei. Dieser bleibt besorgt zurück.


Szene: Mutterschiff

Jack, Daniel und Teal’c kommen in den Hauptraum. Noch immer sehen wir Chronus’ Thron in der Mitte stehen. Carter und Jacob sind vorne bei den Steuerkonsolen.

Carter: Die letzten Tok’ra sind evakuiert und das Stargate in den Frachtraum gebracht. Wir können los.

Jack dreht sich zum Mamorthron um und läuft darauf zu.

O’Neill: Oh.

Er setzt sich mit einem zufriedenen Grinsen hinein. Die anderen sehen ihn zweifelnd an.

O’Neill: Ich bin Beifahrer.

Jacob beginnt damit das Schiff zu fliegen.

Jacob: Wir gehen auf Kurs Richtung Sonne.

Das Schiff verlässt den Planeten.

Jacob: Ich kann die Flotte mit dem Langstreckenscanner erfassen. Bei gleich bleibender Geschwindigkeit ist sie in achtundsechzig Minuten hier.

Carter: Das Timing muss ganz präzise sein. Sobald wir dicht genug an der Sonne sind, drosseln wir die Geschwindigkeit und setzen das Tor aus. Damit hätten wir genug Zeit, um zu verschwinden.

O’Neill: Wann wird Apophis mitkriegen, was hier läuft?

Jacob: Auf ihren Monitoren können sie das Tor nicht entdecken. Und sie wissen auch nicht, dass Vorash verlassen wurde, bis sie in der Umlaufbahn sind. Aber dann ist es zu spät.


Szene: Mutterschiff, Vorraum des Frachtraums

Sam und Jack gehen in den Vorraum, der durch eine Scheibe mit dem Frachtraum, in dem sich das Stargate befindet, getrennt ist. Die Scheibe ist durch eine extra Wand abgeschirmt. Sie gehen zu einer weiteren Steuerkonsole.

Jacob (über Lautsprecher): Wir befinden uns auf Position. Verlangsame auf fünf Prozent der Lichtgeschwindigkeit.

Sam öffnet die Wand und das Stargate kommt zu Vorschein.

Carter: Frachtraumschwerkraftgeneratoren aktiviert.

Sie gibt ein paar Befehle ein.

Carter (leicht aufgeregt): Ferngesteuerte Anwahlsequenz indiziert.

Das Stargate beginnt mit dem Anwahlprozess.


Szene: Pel’tak, Mutterschiff

Jacob gibt ein paar Befehle ein und wir sehen, wie sich ein Zeichen auf ein weiteres zu bewegt.

Jacob: Ich bin soweit.


Szene: Vorraum, Mutterschiff

Gebannt schaut Sam auf das Stargate. Das Wurmloch etabliert sich.

Carter: Hat funktioniert. Das Tor auf P3W-451 ist noch aktiv. Aktivierung des Kraftfeldes.

Weitere Befehle werden eingeben und ein Kraftfeld bildet sich um das Tor. Sam atmet einmal tief ein und aus. Jack schielt zu ihr hinüber.

O’Neill: Stimmt was nicht?

Carter (schaut zu ihm auf, mit leicht nervöser Stimme): Nein, aber ich habe bisher noch nie einen Stern gesprengt.

O’Neill: Na ja, beim ersten Mal ist es immer am schwierigsten.

Mit einem zweifelnden Blick sieht sie ihn an.

O’Neill: Äh, so heißt es doch, oder?

Er zieht seine Augenbrauen hoch und schaut hinunter auf die Schalttafel vor sich. Sam kann sich ein Lächeln nicht verkneifen.

Carter: Frachtraumtüren werden geöffnet.

Die Türen öffnen sich.

Carter: Halterungen entkoppelt.

Die Halterungen werden gelöst und das Stargate schwebt hinaus ins All.

Carter: Das Tor ist unterwegs.


Szene: Pel’tak, Mutterschiff

Daniel und Teal’c stehen jetzt neben und hinter Jacob an der Steuerkonsole.

Jacob: Torflugbahn auf Kurs. Alles klar. Wir sollten verschwinden. Wir gehen auf Hypergeschwindigkeit.

In diesem Moment wird das Schiff angegriffen.

Daniel: Was zum Teufel ist das?

Sam und Jack kommen herein gelaufen.

O’Neill: Was ist los?

Jacob: Wir werden angegriffen. Teal’c, die Waffen.

Teal’c geht in die Mitte des Raumes. Aus dem Boden fährt eine weitere Steuerkonsole heraus. Teal’c legt seine Hände auf zwei blau leuchtende Flächen.

Teal’c: Schutzschilde außer Funktion.

Jacob: Das ist unmöglich Apophis. Es ist zu früh.

Teal’c: Ziel erfasst. Das ist ein Alkesh, ein Goa’uld Mittelstreckenbomber.

Jacob: Es muss sich getarnt haben.

Teal’c: Waffen in Stellung. Ich feure zurück.

Teal’c schießt, aber verfehlt den Mittelstreckenbomber.

Jacob: Er ist zu schnell. Jetzt kommt er zurück, Teal’c!

Teal’c schießt wieder. Nach einigen glücklosen Versuchen trifft Teal’c das Schiff, als plötzlich das Licht in ihrem Mutterschiff ausgeht.

O’Neill: Jacob?

Jacob: Wir haben starken Energieverlust. Hyperantrieb ausgefallen. Es sieht nicht gut aus.

Von außen sehen wir, dass das Schiff teilweise ganz schön in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Daniel: Warum haben die uns noch nicht erledigt?

Jacob: Die haben einen Treffer abbekommen. Wahrscheinlich haben die auch Probleme.

O’Neill: Hey! Wer sind diese Typen denn?

Jacob: Ich habe keine Ahnung.

Teal’c: Ausfall aller taktischen Anzeigen.

O’Neill: Waffen?

Teal’c: Nicht funktionsfähig.

Jacob: Das sehe ich mir an.

Er dreht sich um.

O’Neill (hebt seine Hand und hält ihn auf): Hey! Hey! Hey! Moment. Da draußen fliegt immer noch der Feind.

Carter: Sir, sobald das Tor die Sonne erreicht…
O’Neill: Spielt es keine Rolle mehr, wenn wir in die Luft fliegen?
Jacob: Was sollen wir denn tun, Jack? Wir haben weder Waffen noch Schutzschilde.

Jack sieht ihn sprachlos an. Er will etwas sagen, aber ihm fällt nichts ein.

O’Neill: Gleiter. Das Schiff hat doch Gleiter, oder?

Jacob: Natürlich.

O’Neill (rennt los): Teal’c.

Teal’c folgt ihm. Sam verzieht kurz das Gesicht.


Szene: Weltraum

Ein Gleiter verlässt das Mutterschiff. Teal’c sitzt vorne und Jack hinten.

Teal’c: Ein Alkesh hat größere Vorteile, was Bewaffnung angeht.

O’Neill: Hey, danke für die Aufmunterung.

Teal’c: Allerdings sind wir wesentlich wendiger.

Sie fliegen auf das Alkesh zu. Der Gleiter sieht ganz winzig gegen das riesige Schiff aus.

O’Neill: Okay, da ist es ja.

Teal’c: Jacob hatte Recht. Das Schiff scheint beschädigt zu sein.

O’Neill: Tja, dann sollten wir ihm den Gnadenschuss verpassen. Ich lade die Waffen.

Plötzlich gehen die Lichter des Alkesh’s an und es fängt an davonzufliegen. Teal’cs und Jacks Blick folgen dem Objekt.

O’Neill: Was war denn das?

Teal’c: Die haben anscheinend ihren Antrieb repariert.


Szene: Pel’tak, Mutterschiff

Daniel, Jacob und Sam stehen vor der Steuerkonsole.

Jacob: Jack, wie läuft es da draußen?

O’Neill (über Funk): Die versuchen abzuhauen.

Jacob: Dann sollen sie ruhig verschwinden.


Szene: Gleiter

Teal’c: O’Neill, das Schiff nimmt Kurs Richtung Vorash.

Teal’c folgt dem Alkesh.

O’Neill: Ähm… Teal’c…?

Teal’c: Wir müssen verhindern, dass Tanith entkommt.

Jack schaut mit einem 'Das darf doch wohl nicht wahr sein’-Blick aus dem Fenster.

O’Neil (über Funk): Ähm, Teal’c glaubt, dass Schiff hat vor Tanith abzuholen.


Szene: Pel’tak, Mutterschiff

Sam und Jacob sehen sich an.

Jacob: Das ergibt Sinn, Jack. Vermutlich hat er sein Schiff die ganze Zeit an einem nahe gelegenen System warten lassen. Deswegen waren die auch so schnell hier.


Szene: Gleiter

O’Neill: Tja, wie’s aussieht… wie’s aussieht folgen wir ihm.


Szene: Pel’tak, Mutterschiff

Jacob sieht fragend zu Daniel.

Daniel: Das ist so eine Art 'Jaffa-Rache-Akt’.

Carter: Sir, Sie haben nur wenig mehr als eine Stunde.

O’Neill (über Funk): Keine Panik, Carter. Wir sind rechtzeitig zurück.

Sie schließt für einen Moment ihre Augen.


Szene: Gleiter

O’Neill: Richtig, Teal’c? Wir werden es rechtzeitig schaffen. (Teal’c antwortet ihm nicht.) Kumpel? Partner? (Dann leise zu sich selbst) Oh Gott.


Szene: Pel’tak, Mutterschiff

Sam massiert sich den Nacken. Sie sieht sehr besorgt aus.

Jacob: Sam, ich brauche deine Hilfe beim Hyperantrieb. Dr. Jackson, Sie übernehmen das Pel’tak.

Sam und Jacob machen sich auf den Weg. Daniel ist leicht schockiert.

Daniel: W-w-was genau bedeutet das?

Jacob: Wir bleiben in Ihrer Nähe.

Daniel dreht sich langsam um und legt seine Hände auf die Steuerkonsole.
Nervös tippen seine Finger auf und ab.


Szene: Weltall

Der Gleiter verfolgt den Alkesh.

Teal’c: Ziel liegt in Reichweite.

O’Neill: Waffen aktiviert. Kann losgehen.

Aber dann werden sie von dem Alkesh beschossen. Teal’c weicht den Schüssen aus und beginnt selbst zu schießen.


Szene: Vorash, Oberfläche

Tanith schaut nah oben, als er das heran fliegende Schiff sieht.

Der Gleiter fliegt durch die dicke Wolkenschicht und jetzt kann auch Tanith ihn sehen und wie er unter Beschus steht. Das Lächeln aus seinem Gesicht verschwindet. Teal’c schafft es die Düsen des Schiffes zu beschießen.
Langsam beginnt Tanith sich rückwärts zu bewegen und läuft davon.

O’Neill: Zieh die Kiste hoch! Verdammt, macht schon!!!

Der Alkesh explodiert und der Gleiter wird von dem Flammenmeer erfasst.


Szene: Pel’tak, Mutterschiff

Daniel schaut sie die Steuerkonsole genauer an.

O’Neill (über Funk): Mayday, Mayday! Ich glaube, jetzt übertreibt er’s!

Daniel: Jack, können Sie mich hören?

Keine Antwort.

Daniel: Jack, ich hab’s nicht verstanden. Was ist passiert?

Nur Rauschen.

Daniel (mit mehr Nachdruck): Jack?!

Nichts.


Szene: Maschinenraum, Mutterschiff

Sam und Jacob sitzen vor einer herausgezogenen Kristallpalette. Die Lichter beginnen zu flackern. Jacob schiebt die Palette wieder in die Maschine.

Jacob (als er aufsteht): Die Hauptenergie läuft wieder. Die Waffen und Schutzschilde sind in Funktion.

Carter: Was ist mit dem Hyperantrieb?

Er zieht eine weitere Palette heraus. Jacob schüttelt den Kopf.

Jacob: Der Steuerschaltkreis ist verschmort. Die Aggregate laufen noch, aber wir steuern sie jetzt über das Notsystem.

Carter: Und wann ist es soweit?

Jacob: Wir müssen uns ranhalten.

Sam nickt schnell.

Daniel (über Funk): Sam?

Carter: Ja, ich höre.


Szene: Pel’tak, Mutterschiff

Daniel: Ich… habe einen Notruf von Jack aufgefangen.


Szene: Maschinenraum, Mutterschiff

Carter: Was ist denn los?

Daniel (über Funk): Keine Ahnung, ich habe die Funkverbindung verloren.

Carter: Wir sind gleich da. (Zu Jacob) Wir müssen sie zurückholen.

Jacob: Das haut nicht hin, nicht jetzt.

Carter (sieht ihren Dad geschockt an): Wieso nicht? Mit Unterlichtgeschwindigkeit?

Jacob: Ja, schon, aber ich bin der einzige, der dieses Schiff fliegen kann und ich muss die Reparaturen durchführen.

Carter: Dann übernehme ich das.

Jacob: Sam.

Carter: Wir können sie nicht im Stich lassen! Ich komme damit zurecht.

Jacob: Na schön. Fang damit an die verkohlten Kristallstäbe herauszuziehen.

Jacob geht und sie macht sich an die Arbeit.


Szene: Vorash

Jack und Teal’c haben den Absturz heile überlebt. Sie klettern eine Düne hinauf.

Teal’c: Antrieb und Kommunikationssystem sind irreparabel beschädigt.

O’Neill: Na, das klingt doch gut. Denn nach meinen Berechnungen sind wie grob geschätzt mitten drin im, ähm … Nirgendwo… so in etwa.

Teal’c: Das Schiff wollte Tanith abholen. Wir sind in der Nähe des Tok’ra Stützpunktes. Wenn wir es bis dahin schaffen, können uns Major Carter und Daniel Jackson mit dem Ringtransporter abholen.

O’Neill: Du nimmst an, dass die glauben, dass wir noch leben und deswegen zurückkommen, ja?

Teal’c: Willst du mit mir wetten, O’Neill?

O’Neill: Denkst du, das bringt was?

Teal’c: Ich glaube, es geht hier lang.

Teal’c geht vor und Jack setzt sich seine Mütze auf und folgt ihm.

O’Neill: Das ist echt das letzte Mal, dass ich jemanden beim Umzug helfe.


Szene: Pel’tak, Mutterschiff

Daniel scheint sich langsam mit der Steuerkonsole auszukennen. Jacob kommt zu ihm.

Jacob: Gut, die taktischen Anzeigen sind wieder eingeschaltet.

Daniel: Ja, aber ich glaube wir haben hier ein Problem. Ich, ich denke, das Blinklicht bedeutet nichts Gutes.

Jacob nickt zustimmend mit dem Kopf.

Daniel: Und vor allem das Schriftzeichen. (Er öffnet und schließt seine Handfläche) Warnung. Warnung.

Jacob: Es ist Apophis. Er ist hier.

Aus dem Hyperraum kommen gleich sechs Raumschiffe rausgeflogen. Apophis’ seines ist das größte und wird von den anderen fünf umringt.

Jacob: Es ist etwas früher als erwartet. Wahrscheinlich wurde er gewarnt und hat die Geschwindigkeit erhöht.

Daniel: Was machen wir jetzt?

Jacob: Wir ziehen uns zurück.

Daniel: Aber, aber was ist mit Jack und Teal’c?

Jacob: Apophis’ Truppe geht um Vorash herum auf Angriffsposition. Die würden uns sofort zerstören, wenn wir uns nähern. Ich werde sie nicht zurücklassen, Daniel. Wir brauchen noch etwas mehr Zeit. Wenn wir hinter die Sonne gehen, entdeckt uns die Flotte nicht.

[Ähm ja, die Sonne, die bald explodieren wird]


Szene: Vorash

Jack und Teal’c laufen über die Dünen.

O’Neill: Ah, es war ne dumme Idee. Ich habe es gesagt, weißt du noch? Ich habe gesagt: „General, das ist eine blöde Idee.“.

Teal’c: Ich erinnere mich, O’Neill.

O’Neill: „Sollen die Tok’ra sich ein eigenes Schiff besorgen“, habe ich gesagt. Sie hätten uns den Flieger auch nicht überlassen.

Teal’c: Ich erinnere mich.

O’Neill: Ja, genau das habe ich gesagt.

Teal’c: Wie lange noch bis die Sonne explodiert, O’Neill?

O’Neill: Hä? Oh. (Er schaut auf seine Uhr) Fünfundvierzig Minuten.

Teal’c: Wenigstens haben wir die Flucht von Tanith verhindert.

O’Neill (klopft Teal’c auf die Schulter): Ja, wenigstens das haben wir.

*******
Es werden die Ringe auf Vorash aktiviert und zwei Jaffa Wachen erscheinen. Sie knien sich vor Tanith hin.

Jaffa1: Apophis schickt dir seine Grüße und heißt dich an Bord seines Schiffes willkommen. Er ist dankbar für deine Dienste.

Tanith: Da gibt es vielleicht noch etwas für das Apophis überaus dankbar sein wird.

Er lächelt nur böse.


Szene: Pel’tak, Mutterschiff

Carter (über Funk): Okay, und weiter?

Jacob: Setz die beiden letzten Kristallstäbe ein.


Szene: Maschinenraum, Mutterschiff

Sam sitzt vor der Palette.

Jacob (Über Funk): Die ganze Kristalltafel müsste aufleuchten und summen.

Sam macht es und die Tafel leuchtet tatsächlich auf.

Carter: Es summt nur so. Der Hyperantrieb funktioniert wieder.


Szene: Vorash

Jack und Teal’c kommen zum Stehen.

O’Neill: Äh, es muss doch hier irgendwo sein.

Teal’c: Allerdings. Die Ringe sind hier zentriert.

O’Neill: Und was jetzt?

Bevor Teal’c antworten kann, wird er von einem Stabwaffenschuss in den Rücken getroffen. Er fällt auf Jack drauf. Die Jaffa schießen aus ihrem Hinterhalt weiter. Geduckt rennt Jack hinter einem Sandhügel. Nach einem Moment rollt sich Jack aus seiner Deckung und schießt mehrmals auf den Jaffa. Getroffen geht dieser zu Boden. Er passt für einen Moment nicht auf und wird von einer Zat getroffen. Er kämpft gegen die Betäubung an und schießt mit letzter Kraft auf den Jaffa, der auf einer Düne steht. Natürlich schafft er es auch diesen Jaffa zu töten. Dann sieht er Tanith neben Teal’cs leblosen Körper stehen. Jack beginnt auf ihn zu schießen, als grade die Ringtransporter herunterkommen, um ihn zusammen mit Teal’c auf Apophis’ Schiff z bringen. Jack kann ihn Streifen, aber nicht wirklich verletzen. Nachdem Tanith verschwunden ist, fällt Jack erschöpft zurück auf den Boden.


Szene: Weltall

Das aktive Stargate wird von der Sonne angezogen.


Szene: Pel’tak, Mutterschiff

Sam kommt aus den Maschinenraum in das Pel’tak gelaufen.

Jacob: Das Sternentor hat gerade die Sonne erreicht.

Carter: Noch siebenundzwanzig Minuten bis sie zur Supernova wird.

Sie bleibt neben ihrem Vater und Daniel stehen.

Carter: Warum fliegen wir nicht zurück nach Vorash?

Jacob: Apophis ist bereits dort. Der Weg dorthin ist uns versperrt.

Carter: Aber wir müssen etwas tun!

Jacob: Apophis will die Tok’ra, also liefern wir sie ihm.

Sam sieht etwas verwirrt von ihrem Vater zu Daniel.


Szene: Apophis’ Schiff

Tanith steht mit zwei Jaffa Wachen vor Apophis.

Apophis: Du bist verletzt.

Tanith: Das wird schon wieder.

Apophis setzt sich auf seinen Thron.

Apophis: Wo sind die Tok’ra?

Tanith: Leider ist der Versuch ihr Schiff aufzuhalten misslungen, jedoch habe ich ein Geschenk, dass die Reise wert erscheinen lässt.

Er hebt seine Hand und Teal’c wird von zwei weiteren Wachen herein getragen. Er hängt schlaff in ihrem Griff und scheint noch nicht bei Bewusstsein zu sein. Die Wachen lassen ihn auf den Boden fallen. Apophis steht auf.

Apophis (verächtlich): Der Shol’va. (Zu Tanith) Das hast du gut gemacht.

Zufrieden lächelt Tanith.


Szene: Pel’tak, Mutterschiff

Die drei schauen auf den Bildschirm vor sich.

Jacob: Feuersteuerung aktiviert. Gleiter gestartet.

Sämtliche Todesgleiter verlassen das Mutterschiff.


Szene: Apophis’ Schiff

Jaffa: Gebieter Apophis, die Scanner haben eine Flotte von Gleitern entdeckt, die von der Rückseite der Sonne kommen.

Apophis: Fang sie ab.

Jaffa: Die Flotte ist auf Kurs. Sie verlassen das System. Erhöhe Geschwindigkeit.


Szene: Pel’tak, Mutterschiff

Jacob: Er fällt auf den Köder rein. Die Flotte verlässt Vorash.


Szene: Apophis’ Schiff

Jaffa: Wir nähern uns den feindlichen Schiffen. Mein Gebieter, es gibt keine Lebenszeichen. Die Schiffe sind unbenannt.

Apophis: Eine Täuschung. (Auf dem Bildschirm erscheint Chrnous’ Frachtschiff) Die Sensoren haben ein Ha’tac entdeckt, das sich dem Planet nähert.


Szene: Pel’tak, Mutterschiff

Langsam nähert er sich dem Planeten.

Jacob: Noch vier Minuten, bis die Sonne zur Supernova wird.


Szene: Vorash

Jack ist wieder auf den Beinen, als er plötzlich Daniels Stimme hört.

Daniel (über Funk): Jack, bitte melden Sie sich. (Jack muss die Stimme zunächst noch zuordnen, bis er begreift, dass es aus seinem Funkgerät kommt) Jack, melden Sie sich.

O’Neill (in sein Funkgerät): Ja, ich bin hier. Hey, danke, dass ich was von euch höre!

Daniel: Ja, wir hatten Probleme Apophis’ Flotte aus dem Weg zu gehen. Sind Sie in Position für Ringtransport?

O’Neill (schaut auf den Sandboden): Ähm, ja, ich nehme schon an… keine Ahnung.

Daniel: Jack, falls Sie nicht in Position sind –

O’Neill: Daniel, jetzt holt mich einfach hier raus, okay?

Er hat Glück, denn er wird von einem weißen Licht erfasst, bevor er durch die Ringe auf das Mutterschiff transportiert wird.


Szene: Pel’tak, Mutterschiff

Jacob: Wir müssen jetzt weg.

Carter: Meine Berechnungen waren korrekt.

Ein riesiger Feuerball, der einmal die Sonne war, explodiert, verschluckt Vorash und kommt mit rasender Geschwindigkeit auf Apophis und seine Flotte hinzu.


Szene: Apophis’ Schiff

Apophis: Auf Gefechtsposition.

Jaffa: Gebieter!

Apophis steht auf und sieht wie ein Schiff nach dem anderen von der Supernova verschlungen wird und sie immer näher auf ihn zukommt.


Szene: Pel’tak, Mutterschiff


Jacob: Wir gehen auf Hyperantrieb.

Wie ein Blitz verschwinden sie.

Die Supernova breitet sich immer weiter aus.


Szene: Pel’tak, Mutterschiff

Das Schiff fliegt durch den Hypertunnel, als sie plötzlich eine Erschütterung spüren und sie den Hyperraum verlassen.

Carter: Was ist passiert?

Jacob: Wahrscheinlich hat uns die Explosionswelle erwischt. Hat unseren Kurs verändert.

Daniel und Jack kommen zu ihnen.

Carter: Sir? (Sie sieht von Daniel zu ihm) Wo ist Teal’c?

O’Neill: Ich weiß es nicht. Wahrscheinlich ist er tot.

Geschockt wird er von Jacob und Sam angesehen.

Jacob: Wenn Apophis in gefangen hat…

Carter: Wir müssen sofort zurück!

Jacob: Aber das dürfte unmöglich sein, Sam. Der Navigationscomputer erkennt keine dieser Sternenkonstellationen. Diesen Angaben zufolge, habe wir über 4 Millionen Lichtjahre zurückgelegt.

Carter: Das ist vollkommen unmöglich.

Jacob: Wir haben unsere eigene Galaxie verlassen.

Carter: Dann hat die Explosion irgendwie das durch den Hyperraumantrieb entstandene Subraumfenster beeinflusst.

O’Neill: Sekunde mal, Augenblick. Heißt das etwa, wir kommen nicht zurück?

Jacob: Ich weiß es nicht. Normaleweise ist dieses Schiff nicht zu solchen Geschwindigkeiten fähig.

O’Neill: Die Reise dauerte doch nur einige Sekunden.

Jacob: Bei unserer Position und maximalen Hyperantrieb, brauchen wir 125 Jahre für den Rückflug. Die Langstreckensensoren erfassen ein weiteres Schiff.

Aus einem weiteren Hyperraum kommt Apophis’ Schiff

Jacob: Das ist Apophis.

Fortsetzung folgt...

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