3.11 Vergangenheit und Gegenwart
Past and Present

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Kira: Ich verdiene den Tod.

Daniel: Das glaube ich nicht.

Kira: Du verstehst das nicht. Ein Teil von mir liebt dich, Daniel, mehr als ich jemals einen Menschen geliebt habe, doch ein anderer Teil würde dir voller Freude beim Sterben zusehen!
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Szene: Gateroom auf einem anderen Planeten

SG1 kommen durch das Stargate in eine Halle mit vielen Holzkisten. Es sieht danach aus, als ob schon lange keiner mehr dort gewesen ist.

O’Neill: Habt ihr auch das Gefühl, dass die hier nicht allzu oft Besuch bekommen?

Carter zieht eine Plane zur Seite und entdeckt darunter ein DHD.

Carter: Es sieht so aus, als wäre es so gut wie nie benutzt worden.

Daniel: Tja, vielleicht wissen die gar nicht, dass dies ein Sternentor ist. Vielleicht ist es für dir nur so eine Art Artefakt.

Carter: Na ja, man könnte hier Monate lang stehen und Symbole drücken, ohne die richtige Kombination zur Öffnung des Wurmlochs zu finden.

Teal’c sieht zwei Schatten von außen, die auf sie zukommen.

Teal’c: O’Neill.

Schnell verstecken sich SG 1, als ein Mann und eine Frau den Raum betreten.

Frau (flüsternd): Shhh, es klang wie eine Explosion, Orner. Ich habe es gehört.

Orner: Da war keine Explosion.

Frau (klammert sich an den Arm von Orner): Ich schwöre dir, da war irgendwas. Es war ein lauter…“

Orner: Ein lauter was?“

O’Neill (aus seinem Versteck): Hallo!

Er kommt, gefolgt von dem Rest von SG 1 aus seinem Versteck.

O’Neill: Das waren wir.

Orner (überrascht): Wo – wo kommt ihr denn her? Wie seid ihr reingekommen?

O’Neill: Das Tor war offen. Ist hier irgendwer – wie soll ich sagen? – das Sagen hat?

Orner (räuspert sich): Das bin ich. Zeigt mir eure Papiere.

Daniel: Wir haben keine Papiere dabei. Wir sind Freunde, wir sind hier um euch kennen zu lernen.

Orner: Um mich kennen zu lernen?

Frau: Nicht dich.

Daniel: Eigentlich meinen wir euer Volk. Ich bin Daniel, das ist Major Carter, Jack O’Neill und Teal’c.

Orner: Wer gibt dir einen Namen wie Teal’c?

Teal’c: Dem verdanke ich meinem Vater. Er bedeutet Stärke.

Die Frau und Orner sehen sich an.

Frau: Du erinnerst dich an deinen Vater?

Teal’c: Solange ich lebe und atme.

Orner: Dann … ward ihr nicht hier zur Zeit des Vorlix.

Daniel: Vorlix… das sagt mir nichts.

Frau: Das war der Tag, an dem uns die Erinnerung genommen wurde.

Orner: Wir erinnern uns nur noch an das Geschehen seit dem Vorlix… davor ist nichts. Gar nichts.


INTRO

Szene: Gateroom, Planet

Carter läuft mit einem Messgerät herum

Carter: Tja, ich kann bisher nichts Ungewöhnliches feststellen, der Scanner ebenfalls nicht. Hier ist alles in Ordnung.

O’Neill: Vielleicht ist der Apparat im Eimer. Irgendwas war doch hier.

Orner: Kein Grund zur Sorge, mein Freund. Kira sagt, was immer das Vorlix ausgelöst hat, es kam und ging vor einem Jahr.

Frau: Oder vor mehr als einem Jahr.

Orner: In den ersten Tagen nach dem Vorlix… na ja, da gab es Panik und Verwirrung. Es ist schwierig das genau zu beschreiben.

O’Neill: Ihr seid also alle eines Tages aufgewacht und wusstet nicht wer ihr seit? Wie erklärt ihr euch das?

Orner: Ich weiß noch, nach dem Vorlix bin ich als erstes auf die Straße gelaufen, als ob ich um mein Leben rennen müsste. Und dann bemerkte ich sie auf einmal neben mir (Er deutet mit seinem Kopf auf die Frau). Wer auch immer sie ist.

Carter: Offenbar eine Art von Massenamnesie, Sir.

O’Neill: Hm?

Carter: Das ist auch einer Freundin von mir passiert. Sie ist während des Golfkrieges mit dem Helikopter abgestürzt. Als sie wieder zu sich kam, waren sämtliche Erinnerungen an den Absturz wie ausgelöscht.

O’Neill: Dann hat jeder auf diesen Planeten einen auf die Glocke gekriegt?

Carter: Na ja… nein, Sir. Ich – ich weiß nicht was eine Amnesie dieser Größenordung auslösen kann.

Teal’c: Von etwas derartigem habe ich noch nie gehört.

Orner: Unsere älteren Menschen sind übrigens alle verschwunden.

O’Neill: An ältere Menschen erinnert ihr euch?

Orner: Äh, nein, aber es gibt ja in jedem Haus Fotos von ihnen.

Frau: Und auch die Kinder sind fort.

Orner: Falls wir je Kinder hatten.

Frau: Na ja, wir sind ja wohl kaum vom Klapperstorch gebracht worden.

Orner: Und warum gibt es dann nur Fotos von älteren Menschen und nicht von Kindern, he? Erkläre mir das mal. (Sie antwortet ihm nicht) Na bitte.

Carter und O’Neill sehen sich während des Streitgespräches leicht amüsiert an.

Orner (zu SG 1): Aber falls ihr Informationen habt, die uns nutzen könnten, müsst ihr zu Kira gehen.

Daniel: Du erwähnst diesen Namen jetzt schon das zweite Mal.

Frau: Ihr wisst nicht wer Kira ist?

Orner: Sie ist Ministerin für Gesundheit, Wissenschaft und sie überwacht die Vios Übergangsregierung.

O’Neill: Viel beschäftigt, hm?

Frau: Wir sind alle beschäftigt.

Orner: Und ohne sie wären wir längst verloren. (Zu der Frau, mahnend) Das weißt du doch.

O’Neill: Na schön. Nach euch.


SG 1 folgt Orner und der Frau aus dem Warenlager.

Frau (leise zu Orner): Du schmeichelst dich ja sogar bei dieser Frau ein, auch wenn sie noch nicht einmal da ist.

Orner: Ich führe sie hin. Geh du Heim.

Frau: Erwarte aber kein Abendessen.

Orner: Weiß ich doch.

Frau: Das gibt’s doch nicht.

Die Frau geht entrüstet davon.


Szene: Medizinische Einrichtung, Vios

Es sieht aus wie in einem Krankenhaus. Kira, eine blonde, schlanke Frau, mit gelocktem Haar, kniet vor einer Patientin, die Atemschwierigkeiten zu haben scheint. Kira tupft ihr die Stirn ab. Ornor, gefolgt von SG 1, kommt auf sie zu.

Ornor: Kira, hier sind ein paar Leute, die zu dir wollen….

Kira: Sie müssen einen Augenblick warten, Ornor.

Sie hält ein Tuch unter die Nase von ihrer Patientin.

Kira: Hilft das?

Patientin: Nein. Ich krieg… keine Luft.

Kira mischt ein paar Zutaten zusammen.

Kira (zu SG 1): Keiner von ihnen kann sich mehr daran erinnern wogegen er allergisch ist.

Carter: Das sieht fast wie ein Anaphylaxischer Schock aus.

Sie greift in ihre Erste Hilfe Tasche, aber Kira hält der Patientin wieder ein Tuch, diesmal mit der einen Substanz unter der Nase.

Kira: Hol tief Luft. Ist es besser?

Patientin (sie atmet tief ein): Oh ja. Vielen Dank.

Kira: Ruh dich eine Weile aus.

Kira steht schließlich auf, um SG 1 zu begrüßen.

Kira: Ornor, du wolltest mir gerade deine Freunde vorstellen.

Ornor: Das sind Reisende, Kira. Sie kommen von weit her.

Kira: Das sieht doch jeder.

O’Neill (stellt sich und sein Team vor): Ähm, O’Neill, Carter, Daniel und Teal’c.

Daniel (an Kira gewandt): Also, ich nehme an… dass du, ähm, Ärztin bist?

Kira: Offensichtlich habe ich vor dem Vorlix Menschen geholfen. Aber sicher kann ich da nicht sein. Und du?

Daniel: Ich ein Arzt? Nein… na ja, ja, ich, ich bin ein Doktor der Archäologie. Ich studiere die Vergangenheit.

Kira: Dann bist du bei uns höchst willkommen, Daniel.

Orner: Äh, sie waren während des Vorlix nicht hier.

Kira: Ich danke dir sehr, dass du sie zu mir gebracht hast, Ornor. Danke.

Orner lächelt etwas unsicher, bevor er geht.

Kira (zu SG 1): Er glaubt ganz fest daran, dass wir beide verheiratet sind und dass wir nicht warten sollten bis wir unser Gedächtnis wieder finden, um unsere Beziehung wieder aufzunehmen. Vielleicht könnt ihr uns helfen. Bitte folgt mir.


Szene: Bücherei, Vios

Kira führt sie einen Raum, voll gestopft mit Büchern und Dokumenten.

Kira: In diesem Raum befindet sich alles was unsere Erinnerungen wiederbringen könnte. Ich verbringe hier jede freie Stunde. Ich lese, ich suche, verarbeite jede noch so unwichtige Information, die ich bekomme. Wenn ihr uns dabei helfen könntet, wäre unser Volk euch auf Ewig dankbar.

O’Neill: Ihr scheint doch hier alles unter Kontrolle zu haben.

Kira: Nicht doch, ganz im Gegenteil. Wir versinken im Chaos. Industrie und Landwirtschaft sind auf Vius zum Stillstand gekommen. Ich habe Angst vor dem Winter. Das wird katastrophal, dann werden die Menschen leiden. (Sie verstummt) Ihr seid nicht von Vios.

O’Neill: Wie haben wir uns verraten?

Kira: Die Substanz, die das Vorlix ausgelöst hat ist verschwunden. Aber ihre Wirkung war pandemisch. Wenn ihr wisst wer ihr seid, dann seid ihr nicht von unserer Welt.

O’Neill: Oh, na ja, weißt du, dieses komische runde Ding, das ihr im Lagerhaus in der Nähe verstauben lasst…

Kira: Das ist so eine Art Transporthilfe?

Teal’c: Korrekt.

Carter: Wir nennen es das Stargate.

Kira: Stargate, ja, ähm, Doktor Zervis erwähnte diesen Begriff in seinen Forschungen.

Sie geht zu einem Tisch mit vielen Dokumenten drauf und sucht im einen Buch danach.

Kira: Obwohl ich die Hoffnung aufgegeben habe, diesen Doktor Zervis jemals ausfindig zu machen waren seine Aufzeichnungen sehr hilfreich. Hier (sie liest eine Stelle aus dem Buch vor) 'Unsere Besucherin spricht von einer weiten Reise, denn sie kommt von einem anderen Planeten, obwohl ich immer noch nicht begreife, wie das Stargate funktioniert, das sie für die Reise benutzt hat.’ Ich habe dieses Gerät ganz oft studiert, konnte es aber nicht aktivieren.

Daniel: Ähm, Kira, steht da noch mehr über diese Besucherin?

Kira: Sie wird in den Archiven mehrfach erwähnt.

Carter: Was kannst du uns über sie sagen?

Kira: Sie ist wohl so eine Art Apothekerin gewesen und sie hat das Vorlix nicht überlebt.

O’Neill: Woher weißt du das?

Kira: Wir haben nach dem Vorlix die Leiche einer älteren Frau und eines älteren Mannes gefunden. Sie waren unter einem Haus verschüttet. Übrigens die einzigen Überreste von älteren Menschen. Wir sind davon ausgegangen, dass es sich dabei um Dr. Zervis und die Besucherin handeln könnte, obwohl er nur wenig über ihr Aussehen notiert hatte.

Teal’c: Wie war der Name dieser älteren Frau?

Kira: Er erwähnte ihn einmal. (Sie blättert weitere Seiten um) Hier, ja. Sie trug den Namen Linea

Die vier kennen den Namen nur zu gut.


Szene: Krankenhaus, Vios

Dr. Fraiser mit Teal’c und weiteren Ärzten gehen auf O’Neill zu, der an der Wand gelehnt steht.

Fraiser: Colonel?

O’Neill: Oh, hi. Wen haben wir denn da?

Janet lächelt ihn an.

Teal’c: Ich habe Dr. Fraiser darüber informiert, dass wir eine Spur über Linea entdeckt haben.

O’Neill: Möglicherweise. Ich wüsste gerne womit wir es hier zutun haben.

Fraiser: Klingt nach einem einmaligen Fall von Amnesie.

Sie sieht zu ein paar Leuten hinüber, die an der Wand sitzen.

O’Neill: Versuchen Sie etwas rauszufinden.

Fraiser: Ja, Sir, ich mache mich an die Arbeit. (O’Neill verschwindet. Jetzt an ihre Männer gewandt) Wir richten uns dort drüben ein.

Sie fangen an die mitgebrachten Einrichtungen wegzutragen.


Szene: Bücherei, Vios

Daniel (zu Kira): Hier gibt es immer wieder Hinweise auf einen Stoff der D’Argol heißt.

Kira: D’Argol war eine Chemikalie, die als Pestizid eingesetzt wurde. Offensichtlich hat der Stoff die Umwelt erheblich belastet und wurde verboten.

Daniel: Ja, wir hatten in meiner Welt mal ein ähnliches Problem, mit der Chemikalie DTT. Es setzte sich in Lebensmitteln fest und wurde zu einer großen Gefahr.

Während dessen kommen Teal’c und O’Neill in die Bücherei. Man kann sehen, wie sich Carter ein Buch aus dem Regal zieht.

Kira (zu Daniel): Ja, am Anfang habe ich gedacht, dieses D’Argol könnte etwas mit unserem Gedächtnisverlust zutun haben, aber es gibt keine Beweise dafür. Der Stoff ließ sich nur in Körpern nachweisen, die nach dem Vorlix gestorben sind.

Plötzlich verstummt sie, als sie ein Bild eines älteren Mannes entdeckte.

Daniel: Was ist?

Kira: Manchmal kommen mir die Menschen auf den Fotos bekannt vor und ich frage mich, ob ich diese oder jene Person gekannt habe. Es gibt noch so viele Fragen, wieso gibt es keine Fotos von Kindern? Und wohin sind die alten Menschen verschwunden? Durch dieses Sternentor vielleicht?

Daniel: Na ja, es wäre möglich, dass dein Volk das Unglück kommen sah und die Hilfsbedürftigen in Sicherheit gebracht hat.

Kira: Nein, Daniel, was auch immer passierte, kam schnell und ohne Vorwarnung.

Daniel: Woher weißt du das?

Sie lächelt ihn wissend an.

Daniel (lächelt zurück): Oder hättest du dir, wenn du das Unglück gespürt hättest eine kleine Nachricht geschrieben?

Sie fängt an zu lachen.

Daniel: So in der Art 'Wer auch immer das lesen sollte…’

Am anderen Ende des Tisches sehen O’Neill und Carter zu ihnen hinüber. O’Neill scheint über etwas nachzudenken.

Carter: Sir?

O’Neill: Oh. Ich habe gerade über Amnesie nachgedacht. Es passt irgendwie nicht zu Lineas zweiten Namen.

Teal’c: Zerstörerin der Welten.

O’Neill: Ja, den meine ich.

Carter: Na ja, auf eine kranke Art vielleicht doch. Kira selbst hat gesagt, ihre Gesellschaft steht am Rande eines Kollapses. Diese Welt ist gefährdet, Sir.

Teal’c: Vielleicht experimentiert Linea mit neuen Möglichkeiten Welten zu zerstören.

O’Neill: Weil Abwechslung das Leben interessant macht, ja?

Carter: Tatsache ist, Sir, wir halfen Linea bei der Flucht aus dem Gefängnis. Wir haben ihr gezeigt, wie sie das Netzwerk des Stargates benutzen und überall hingehen kann wo sie will.

O’Neill: Ich weiß.

Carter: Wir sind verantwortlich, Sir.

O’Neill: Ich weiß.

Am anderen Ende reden Daniel und Kira weiter.

Kira: Erzähl mir von Linea.

Daniel: Ähm, na ja, wir haben sie bei einem Besuch auf einem anderen Planeten kennen gelernt auf dem wir verhaftet wurden, unschuldig natürlich. Wir konnten mit Linea fliehen.

Kira: Wer unschuldig im Gefängnis sitzt, hat meiner Meinung nach das Recht zu fliehen.

Daniel: Na ja, sie war zu Recht verurteilt worden. Erst nach unserer Flucht erfuhren wir, dass diese nette ältere Dame, für die wir Linea hielten, im Prinzip überaus gefährlich war und schreckliche Verbrechen verübt hatte.

Kira: Was für Verbrechen?

Daniel: Sie verursachte eine Plage, die fast ein ganzes Volk vernichtet hätte, deswegen nannte man sie 'Zerstörerin der Welten'. Sie hat eure Welt wahrscheinlich durch einen unseren Computern gefunden und deswegen werden wir auch alles unternehmen, um euch zu helfen.

Kira: Ich weiß, das werdet ihr.


Szene: Bücherei, Vios

Carter findet ganz hinten im Regal ein kleines Buch.

Carter: Das hier könnte etwas sein.

O’Neill: Was denn?

Carter setzt sich wieder zu den anderen.

Carter: Ich glaube, das ist Lineas Tagebuch. Das hatte sie immer bei sich.

Daniel und Kira stehen auf, um zu ihr zu gehen, als sich die Tür öffnet und Dr. Fraiser hereinkommt.

Fraiser (zu Carter): Ihre Diagnose war zutreffend, Major. (Zu O’Neill) Also, Sir, entweder wir richten hier ein Labor ein, um die Probleme zu untersuchen, aber dann müsste ich für Computeranalysen hin und her reisen oder ich gehe mit ein paar Freiwilligen zurück und führe ein paar Test durch. Das würde uns sehr viel Zeit ersparen.

Kira: Ich würde mich sofort freiwillig melden und sicher andere ebenso.

Fraiser: Solange wir die Quarantänevorschriften beachten, dürfte das kein Problem sein, Sir.

O’Neill: Alles klar, ich gehe dann zurück und informiere Hammond.

Kira (zu Fraiser): Ich könnte euch vielleicht helfen.

Fraiser: Da bin ich mir sogar sicher.

Kira geht zusammen mit Daniel, der einen Arm um sie gelegt hat, zurück zu den Büchern. Carter und O’Neill sehen sich fragend an.


Szene: Gateroom, Vios

Daniel wählt die Koordinaten zur Erde an, während Kira, Orner und die Frau, die vorher schon bei ihm war, ihm dabei zusehen.

Daniel: Geht vor und zeigt ihnen, dass es nicht gefährlich ist.

Carter: Wir sehen uns auf der anderen Seite.

Sie und Teal’c gehen gelassen die Rampe hinauf und verschwinden im Stargate. Ornor und die anderen sehen ihnen noch immer geschockt, aber auch fasziniert hinterher.

Ornor: Ich - ich kann nicht.

Kira: Ornor, vertraue diesen Menschen, so wie du mir vertraust.

Sie streckt ihm ihre Hand hin und er nimmt diese. Die andere Frau nimmt seine andere Hand und sie gehen gemeinsam mit Daniel die Rampe hinauf. Kurz vorm Durchgang bleiben sie stehen und Kira nimmt Daniels Hand, die er ihr hinhält. Schließlich gehen sie gemeinsam durch.


Szene: Gateroom, SGC

Nach der Reise sind alle vier heile und gesund auf der anderen Seite angekommen.

Daniel: Alles in Ordnung?

Kira (sie himmelt ihn schon fast an): Unglaublich.

Ornor: Ich – ich habe gar nichts getan.

Frau (sie legt ihren Arm um ihn): Nein, Ornor, es ist nichts passiert.

Sie gehen zusammen die Rampe hinunter, um unten Hammond zu treffen.

Daniel: General Hammond, darf ich vorstellen? Das ist Kira.

Hammond: Ist mir ein Vergnügen, Kira.

Kira: Im Namen der Übergangregierung von Vios danken wir für die Großzügigkeit und Hilfe, General.

O’Neill: Daniel, begleiten Sie sie zur Krankenstation.

Daniel: Natürlich.

Kira: Vielen Dank.

Daniel führt sie aus den Gateroom.

Hammond: Colonel, was ist, wenn es Dr. Fraiser nicht gelingt ihnen ihre Erinnerungen zurückzubringen?

O’Neill: Keine Ahnung.


Szene: Krankenstation

Fraiser zeigt den Fremdlingen die Ergebnisse auf dem Computer. Sie gibt etwas ein sechs Bilder mit Aufnahmen von den Gehirnen der drei sind zu sehen.

Fraiser: Wenn wir uns die blau gefärbten Bereiche ansehen, stellen wir fest, dass alle diese gleiche identische Blockierungen in den Schläfenlappen und Amonshorn aufweisen. Ich bin mir noch nicht ganz sicher was es ist, doch ich gehe davon aus, dass es eine Art Ablagerung zwischen den Synapsen ist. Also, möglicherweise ist ihr Langzeitgedächniss intakt, es gibt nur keinen Zugang dazu.

Daniel: Das Erinnerungsvermögen ist blockiert.

Fraiser: Eindeutig, ja.

Kira: Und entspricht diese Substanz dem D’Argol, das ich dir gegeben habe?

Fraiser: Wir werde das so schnell wie möglich herausfinden. Auch, ob die Blockade aufgehoben werden kann, ohne das Gehirn zu beschädigen.

Frau: Dann können wir geheilt werden?

Kira: Wir müssen nur die richtige Medizin finden, um die Blockade aufzulösen.

Fraiser: Ähm, das ist wesentlich schwieriger als es sich anhört.

Kira. Na schön, dann sollten wir gleich damit anfangen.

Fraiser (steht auf): Äh, die Untersuchung dauerte schon ziemlich lange und ich müsste noch und ich müsste noch ein paar Tests durchführen, also…

Daniel: … Also, wie wäre es, wenn ich euch inzwischen das Stargate Centre zeige?

Fraiser: Ja.

Kira (zu Fraiser): Vielen Dank.

Fraiser: Schon gut.

Die drei folgen Daniel aus der Krankenstation.


Szene: Korridor, SGC

Daniel zeigt Kira das SGC.

Kira (sie hat sich bei Daniel eingehakt): Diese Einrichtung ist überwältigend, Daniel, eure Technologien… für mich sind das alles Wunder. Danke.

Daniel: Gern geschehen.

Kira: Ist es, ist es draußen Tag oder Nacht? Können wir uns das mal ansehen?

Daniel: Nein, noch nicht, aber bald, hoffe ich.

Kira: Das hoffe ich auch.

Sie kommen zu einer Tür, die Daniel öffnet und dahinter befindet sich ein kleiner Wohnraum.

Daniel: Also da wären wir. Es hat keinen besonderen Ausblick, aber es hat alles was man braucht…

Kira: Du bist sehr freundlich. Danke.

Sie sehen sich eine Weile an.

Daniel: Da in der Kommode ist Kleidung zum wechseln, falls du dich umziehen willst… ich nehme an…

Er öffnet die Schublade und Kira geht auf ihn zu.

Kira: Findest du meine Kleidung unpassend?

Daniel (beginnt zu stottern): Nein, nein, nein, es ist, nein, nein, es ist nur… alles in Ordnung. (Er schließt die Schublade wieder) Ich wollte… hast du Hunger? Ich, ich… ich, ich könnte uns etwas Leckeres bringen lassen. Also, du hast Hunger, ich habe Hunger, ich lass uns was bringen. Du willst doch auch was?

Als er sich zu ihr umdreht, steht sie ganz dicht vor ihm.

Kira: Ja.

Daniel: Also gut.

Kira: Seit dem Vorlix ist Kontakt zu den anderen fast ein Tabu. (Daniel geht nach hinten, aber sie folgt ihm) Wir haben Angst, wenn wir jemals unser Gedächtnis zurückerlangen, dass…

Daniel: … und dass du plötzlich neben den Falschen aufwachst.

Kira: Aber du… du bist nicht von Vios.

Daniel: Nein, ich bin nicht von… dort… von Vios… nein.

Sie lehnt sich noch weiter zu ihm, aber Daniel hält sie zurück, indem er ihren Namen ausspricht.

Daniel: Kira.

Sie zieht sich augenblicklich von ihm zurück.

Kira: Ich versteh schon.

Sie dreht sich um.

Daniel (legt seine Hand auf ihren Rücken): Nein, das tust du nicht. Nein, ich meine, ähm… okay, ich fühle mich überaus, überaus… aber ich, ähm … es ist so, dass ich erst vor kurzem meine Frau verloren habe.

Kira (dreht sich wieder zu ihm rum): Oh.

Daniel: Und, ähm, so ganz wahr ist das auch wieder nicht. Ich habe sie vor einer langen Zeit verloren, aber es ist so, dass ich mir im Moment selbst nicht ganz trauen würde –

Kira unterbricht ihn, indem sie anfängt ihn zu küssen. Schließlich löst sie sich von ihm.

Kira: Tut mir Leid, ich habe dich unterbrochen.

Daniel: Nein, hast du nicht. Nein, ich wollte nur sagen…

Kira: Ich musste das tun.

Daniel: Was?

Kira: Ich konnte nicht anders, denn falls ich… wenn mein Gedächtnis zurückkehrt, feststelle ich vielleicht einem anderen gehöre, dann könnte ich das niemals wieder tun.

Daniel: Richtig. Ich verstehe das… das ist vermutlich auch der Grund warum…

Er führt den Satz nicht mehr zu Ende, da er nun derjenige ist, der sie küsst.


Szene: Carters Labor, SGC

Als O’Neill gerade durch die Tür kommt, arbeitet Carter an Lineas Tagebuch.

O’Neill: Sie haben mich gesucht?

Carter: Ja, Sir. Ich habe Lineas Tagebuch gelesen. Sie hat offenbar eine Verbindung zwischen D’Argol – einen chemischen Pestizid, dass die Vianer einsetzen – und der Langlebigkeit entdeckt.

O’Neill: Was hat ein Insektenspray mit Langlebigkeit zutun?

Carter: Na ja, offensichtlich sorgt es für die Verlangsamung des Alterungsprozesses, nicht allzu extrem, aber doch erheblich genug.

O’Neill: Glückliche Insekten.

Carter: Ja und nein. Vor zwanzig Jahren hörten sie auf es einzusetzen, es hatte starke Auswirkungen auf ihre Fruchtbarkeit.

O’Neill: Deswegen keine Kinder.

Carter: Richtig. Aber Tatsache ist, Linea hat versucht die lebensverlängernden Eigenschaften von D’Argol zu verstärken, um einen Jungbrunnen zu schaffen.

O’Neill: Sie wollte unbedingt wieder jung sein, hm?

Carter: Laut ihrer letzten Eintragungen, führte Linea kontrollierte Laborexperimente mit einer stark konzentrierten Form von D’Agol durch, an zwei älteren Vianern. Einem Mann und einer Frau.

O’Neill: Und?

Carter: Und, ähm… da hört das Tagebuch auf.

O’Neill: Ah… das Vorlix vielleicht?

Carter (lächelnd): Genau das. Vielleicht ist damals im Labor etwas schief gelaufen. Eine massive Kettenreaktion durch D’Agolgas, die Linnea nicht erwartet hatte. Die gesamte Bevölkerung wird über Nacht wieder jung. Aber Ihnen sind sicherlich auch die Implikationen klar.

O’Neill (nickend): Aha… nein.

Er sieht sie wirklich unwissend an.

Carter: Ähm, die älteren Menschen sind gar nicht verschwunden. Das sind die älteren. Der Jungbrunnen hat funktioniert. Die Amnesie war einfach nur eine Nebenwirkung, die Linea nicht bedacht hat.

O’Neill: Warten Sie, einen Moment mal. Linea ist tot, richtig?

Carter (sieht ihn mit einem Blick an, der das genaue Gegenteil sagt): Na ja, wenn diese beiden Leichen, die Kira gefunden hat, die waren, an denen Linea die Experimente durchgeführt hat, dann…

O’Neill: Oh, sagen Sie es nicht, Carter.

Carter: Sir, wir würden sie nicht einmal erkennen, wenn sie vor uns stehen würde.

O’Neill: Oh nein, nicht Carter!

Er hält sich die Ohren zu und fängt an zu singen.

Carter: Sir, sie verfügt über große medizinische Kenntnisse.

Sie nimmt seine Hände von den Ohren.

Carter: Ich finde, wir müssen zumindest mit der Möglichkeit rechnen, dass Kira Linea ist.


Szene: Konferenzraum, SGC

Hammond: Dann ist auch sie ein Opfer dieser Amnesie?

O’Neill: Das passt zusammen.

Daniel: Passt zusammen… Und was ist mit der Leiche der älteren Frau, auf die die Beschreibung von Linea passt?

Daniel schmeißt eine Akte auf den Tisch.

Teal’c: Lineas erstes Opfer.

Jack nimmt sich die Mappe.

O’Neill: Kommen Sie, Daniel, Sie haben die Testresultate gesehen. Was wollen Sie noch?

Fraiser: Kiras DNS zeigt eine perfekte Übereinstimmung mit den Proben, die ich von Linea entnommen habe, so viel steht fest.

Daniel: Wunderbar. Okay, dann sperren wir sie ein und werfen den Schlüssel weg. Oder noch besser, wir schicken sie dahin zurück wo wir sie gefunden haben.

O’Neill (mit seiner Geduld fast am Ende): Linea! Daniel. Sie war einmal Linea. Wir hatten Glück, dass sie uns nicht schon beim ersten Mal ausschalten konnte.

Daniel: Ich habe eine Frage. Wen auf dieser Welt würden Sie als erstes Ihr Leben anvertrauen? Keine Sorge, ich bin nicht beleidigt, wenn Sie nicht mich nehmen. Ist es vielleicht Teal’c?

O’Neill: Sicher.

Daniel: Ähm, Teal’c, wie war das noch einmal? Was war deine frühere Beschäftigung?

Teal’c: Ich war Primus von Apophis.

Daniel: Genau. Damals hast du einige hässliche Dinge getan.

O’Neill (unterbricht ihn aufgebracht): Ich verstehe schon was Sie damit andeuten wollen.

Daniel: Nein, ich denke nicht. Sie ist nicht mehr dieselbe Frau. Sie ist nicht was sie einmal war. Wir sollten sie nicht verurteilen für das was sie möglicherweise in der Vergangenheit einmal gewesen ist.

Niemand in diesem Raum scheint sehr überzeugt davon zu sein.

Hammond: Ich fände es angebracht, wenn sie in ihrem Quartier bleiben würde, bis die medizinische Krise der Vianer gelöst ist. Colonel O’Neill informieren Sie sie davon, dass –

Daniel: Ich übernehme das.

Er verlässt den Konferenzraum. Er ist verdammt wütend.


Szene: Kiras Quartier, SGC

Kira steht vor ihrem Spiegel und kämmt sich die Haare, als Daniel reinkommt.

Kira: Daniel!

Sie geht auf ihn zu, aber er zeigt keine Andeutungen ihr näher zu kommen.

Kira: Was ist passiert? (Sie sieht die Wachen vor ihrer Tür.) Wir müssen uns an die Arbeit machen.

Daniel: Das geht nicht aufgrund von Quarantänevorschriften, auf die General Hammond besteht. Er ist, ähm… du darfst dein Quartier nicht verlassen.

Kira: Aber die Nachwirkungen des Vorlix sind nicht ansteckend.

Daniel: Ich weiß.

Kira: Wieso dann?

Daniel: Ich kann dir nicht alles sagen, aber so viel schon. Während des Vorlix ist mehr passiert als nur ein Gedächtnisverlust.

Kira: Stehen deswegen jetzt die Wachen vor meiner Tür?

Daniel: Nein, das ist reine Routine.

Kira: Wenn du es sagst.

Daniel: So ist es. Du kannst es glauben. Also, ich komme dich bald wieder besuchen, okay?

Kira: Arbeitet Dr. Fraiser noch an ein Mittel gegen die Amnesie?

Daniel: Ja. Ja, das tut sie.

Kira: Dann kann ich beruhigt sein?

Daniel: Ja.

Er schließt die Tür hinter sich und lässt Kira alleine zurück.


Szene: Labor, SGC

Zusammen betreten General Hammond und O’Neill das Labor. Sie finden Fraiser vor, wir sie sich ihre Stirn massiert und Carter sich mit ihrem Rücken gegen den Tisch lehnt.

O’Neill: Oh, wow! In diesem Raum befindet sich ein deutlicher Mangel an Optimismus.

Fraiser: Wir arbeiten mit Hochdruck eine Chemikalie im Gehirn aufzulösen ohne das umliegende Gewebe zu beschädigen… und das ist nicht leicht.

Hammond: Und das Resultat?

Carter: Es könnte Jahre dauern, Sir.

Hammond: Ihnen dürfte klar sein, dass wir so viel Zeit nicht haben.

Fraiser: Es sei denn wir erhalten Hilfe.

O’Neill (schaut durch ein Mikroskop): Von…?

Carter: Kira, Sir.

Abrupt stellt er sich wieder grade hin und sieht Carter vollkommen entgeistert an.

Hammond: Kommt nicht in Frage.

Fraiser: Diese Idee gefällt uns ebenso wenig wie Ihnen, aber ohne ihre latenten Kenntnisse über Biochemie, vor allem was die Laborrückstände betrifft, wüsste ich nicht, wie wir die Wirkung der Amnesie aufheben könnten, um eine Katastrophe auf Vios zu verhindern.

Hammond: Sie verlangen von mir, dass ich eine pathologische Mörderin mit potenziell tödlichen Substanzen arbeiten lasse?

Fraiser: Ja, Sir. Aber bei allem Respekt, Daniel hat vielleicht Recht. Kira könnte ein völlig anderer Mensch sein als Linea, denn sie weiß ja nicht mehr, was sie einmal war.

O’Neill: Darf ich mal? Amnesietest? (Er wackelt mit seinen beiden Zeige – und Mittelfinger, als er das nächste Wort sagt) Zerstörerin der Welten?

Carter: Sir, Kira will nichts anderes als ihrem Volk helfen und solange sie die Arznei nicht erhält, die sie mit uns entwickeln soll…

Fraiser: Aber ohne ihre Hilfe wird es keine Arznei geben, also…

Carter: Also… die Entscheidung liegt bei Ihnen, Sir.

Hammond sieht zu O’Neill hinüber.

O’Neill: Oh, ich denke, die eine oder anderen Sicherheitsmaßnahme wäre sinnvoll, Sir.

Hammond: Da stimme ich Ihnen zu, Colonel.


Szene: Kiras Quartier, SGC

Daniel klopft an Kiras Tür. Sie öffnet ihm. Hinter Daniel erscheint Teal’c und sie sieht alles andere als begeistert aus. Daniel, der ihre Sorge spürt, versucht sie zu beruhigen.

Daniel: Hab keine Angst.

Kira: Was habe ich getan, Daniel?

Daniel: Gar nichts. Sie werden uns nur zum medizinischen Labor eskortieren. Ich bleibe bei dir. Dr. Fraiser braucht deine Hilfe.

Kira schließt ihre Tür und folgt den beiden.


Szene: Labor, SGC

Teal’c und einige Wachen beobachten genausten Kiras Bewegungen. Sie spritzt gerade eine Substanz in ein Reagenzglas.

Fraiser: Bitte vorsichtig, Kira, es könnte instabil oder sogar explosiv werden.

Kira: Nur durch eine unausgewogene Mischung entsteht ein tödliches Gas. Wir dürfen höchstens eine dreiprozentige Lösung verwenden.

Fraiser: Okay, drei Prozent.

Carter geht in der Zwischenzeit zu Daniel hinüber, der etwas abseits von den anderen Kira bei der Arbeit zusieht.

Carter: Sie ist brillant.

Daniel: Ja, das ist sie.

Carter: Sie ist uns so weit voraus, Daniel, das ist erschreckend.


Szene: Krankenstation, SGC

Kira hat die Mischung fertig gestellt und Fraiser steckt die Kapsel mit dem Gegenmittel in eine Spritze, die fast so wie eine kleine Pistole aussieht.

Kira: Das Mittel ist nicht ungefährlich. Ich würde es gerne an mir zuerst testen.

Fraiser: Das ist ausgeschlossen.

Kira: Darf ich fragen warum?

Fraiser: Tja, falls etwas schief geht, brauchen wir Ihre Hilfe, um weitermachen zu können.

Im Hintergrund nickt Carter mit ihrem Kopf.

Kira: Aber wenn es zu hoch dosiert ist könnte Ornor sterben. Das würde ich mir nie verzeihen.

Wir sehen, dass Ornor, gekleidet in einen Krankenkittel, auf einem Bett sitzt.

Ornor: Dann verzeihe ich dir jetzt schon. Ich weiß wie wichtig das für unser Volk ist.

Weder Kira noch die anderen Frau von Vios (deren Namen wir leider immer noch nicht wissen) sind nicht sehr begeistert von dieser Idee.

Fraiser: Das muss direkt in die Hauptarterie injiziert werden.

Sie desinfiziert die Stelle an Ornors Hals.

Fraiser (zu Ornor): Sind Sie bereit?

Ornor nickt mit seinem Kopf. Die anderen sehen ihn abwartend und leicht ängstlich an. Fraiser spritzt ihn das Gegenmittel. Ornor zuckt nur leicht zusammen.

Kira: Wie fühlst du dich? Die Wirkung müsste umgehend eintreten.

Ornor: Ich spüre etwas.

Fraiser: Können Sie sich an irgendetwas erinnern?

Bevor Ornor jedoch antworten kann, bekommt er einen Anfall.

Fraiser: Wir müssen ihn fixieren!

Sie versuchen ihn auf dem Bett ruhig zu halten, aber seine Bewegungen sind zu ruckartig, dass es ihnen schwer fällt. Carter versucht Kira und Teal’c die Frau davon aufzuhalten nicht zum Bett zu stürmen, weil Fraiser den Platz braucht.
Plötzlich hört Ornor auf sich zu bewegen und wir können auf dem Monitor eine lange Linie sehen, so wie ein langer Piepston, der einem sagt, dass das Herz gerade stehen geblieben ist.

Fraiser: Er atmet nicht mehr! (Sie fühlt nach seinem Puls) Kein Puls! Das ist ein Code blau!

Ornor wird eine Sauerstoffmaske aufgesetzt und Fraiser beginnt mit der Herzmassage.

Fraiser: Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs…

Aus dem Hintergrund kommen weitere Ärzte mit einem Set von Elektroschocks.

Fraiser: Beeilt euch.

Sie nimmt die beiden Pedalen in die Hand, schmiert sie ein und reibt sie aneinander. Ein letzter Blick auf den Monitor zeigt ihr, dass sein Herz wieder angefangen hat zu schlagen.

Fraiser: Moment. Er stabilisiert sich wieder. (Sie horcht ihn ab und Ornor öffnet wieder seine Augen. Fraiser zu den weiteren Ärzten) Helfen Sie ihm hoch. Das hätten wir.

Ornor: Kira?

Kira tritt an sein Bett.

Kira: Erinnerst du dich wieder?

Ornor: Tut mir leid.

Kira: Beim nächsten Mal funktioniert es. (Sie wendet sich an Dr. Fraiser) Ich glaube, ich weiß wo ich mich verrechnet habe. Können wir noch mal einfangen.

Fraiser: Wollen wir nicht erst einmal abwarten, wie Ornors Zustand sich entwickelt?

Kira: Die Wirkung müsste sofort eintreten. Wir müssen es noch einmal versuchen.

Daniel: Dr. Fraiser hat Recht, wir sollten eine Pause einlegen.

Kira: Wie ihr wünscht.

Sie verschwindet.


Szene: Korridor zu Kiras Quartier, SGC

Daniel, gefolgt von Teal’c und weiteren Wachen, begleiten Kira zu ihrem Quartier. Als sie an ihrer Tür angekommen sind, dreht sie sich zu Daniel um und bricht zum ersten Mal das Schweigen.

Kira: Daniel, können wir unter vier Augen sprechen?

Daniel: Ja. (Er dreht sich zu Teal’c um) Ich bleibe noch ein paar Minuten bei ihr.

Kira öffnet die Tür und geht rein. Daniel will ihr folgen, wird aber von Teal’c aufgehalten.

Teal’c: Ich begleite dich.

Daniel: Teal’c.

Teal’c: Ich halte mich nur an die Anordnungen, Daniel Jackson.

Daniel: Ich weiß.

Teal’c schaut zu Daniel, dann zu Kira, die sich auf die Bettkante ihres Bettes setzt. Dann dreht er sich um und stellt sich an die Wand.

Teal’c: Einverstanden.

Daniel: Danke.

Er geht zu Kira ins Zimmer.


Szene: Kiras Quartier, SGC

Kira: Sie glauben ich bin Linea.

Daniel: Ja.

Kira: Und du?

Daniel: Das Vorlix ha die Bevölkerung von Vios verjüngt, um viele Jahre. Ihr konntet keine älteren Menschen finden, weil ihr selbst die älteren seid.

Kira: Wie kommst du denn darauf?

Daniel: Es gibt einen Test. Er vergleicht das, was wir DNS nennen… und wir haben Beweise, dass du Linea bist.

Kira: Oder irrt sich der Test? Ich bin nicht Linea.

Daniel: Nein, bist du nicht. (Er geht auf sie zu.) Du bist jetzt Kira (Er streicht mit seiner Hand durch ihre Haare.) Und Kira ist wunderbar. (Sie hebt ihren Kopf, um ihn anzusehen, so dass ihre Gesichtshälfte in seiner Handfläche liegt.) Solange du diese Person bleibst wird sich das auch nicht ändern.

Kira: Du willst mir sagen, dass ich nie das Gegenmittel einnehmen darf? Ich würde niemals irgendjemanden schaden, Daniel. Glaubst du mir das?

Daniel: Natürlich.

Sie beugt sich zu ihm hoch, um ihn zu küssen, aber Daniel nimmt sie in seine Arme.


Szene: Korridor, SGC

Daniel geht mit gesenktem Kopf den Korridor entlang. Als er um die Ecke geht, steht Jack dort und gesellt sich schließlich zu ihm. Es sieht so aus, als ob er extra dort auf Daniel gewartet hat.

O’Neill: Hey.

Daniel bleibt stehen.

O’Neill: Ich habe gehört der Test lief nicht so gut.

Sie gehen gemeinsam weiter.

Daniel: Sie findet die Lösung.

O’Neill: Hören Sie, ich sage ja nicht, dass die erste Frau nach Sha’re kein Juwel wäre, (Daniel bleibt wieder stehen) aber wenn sie sich daran erinnert wer sie ist, dann sind Sie als erster dran.

Ohne Jack eine Antwort zu geben, verschwindet Daniel. O’Neill sieht ihm noch eine Weile hinterher, bevor er in die andere Richtung verschwindet.


Szene: Labor, SGC

Fraiser trägt ein Reagenzglas, gefüllt mit einer rosa schimmernden Substanz zu Kira und Carter hinüber.

Fraiser: Die achthundert Mikroliterprobe ist für den Test bereit.

Kira: Darf ich?

Fraiser: Ja.

Kira nimmt das Reagenzglas, füllt eine Pipette damit und tröpfelt die Substanz in zwei Petrischalen. Anschließend schaut sie durch ein Mikroskop. Dort kann man sehen, wie sich etwas in Bewegung setzt.

Kira (sieht Carter und Fraiser an): Es funktioniert.

Carter (sieht es sich ebenfalls an): Ja, ich glaube du hast recht.

Kira: Diese Substanz wird uns das Gegenmittel liefern.

Fraiser: Großartig. Danke, Kira. Ab jetzt übernehmen wir.

Sie nimmt die Probe an sich und Carter die Petrischale.

Kira: Aber ich könnte euch assistieren.

Carter: Äh… Kira…

Kira: (nimmt eine andere Petrischale): Wir sollten den Test wiederholen, um ganz sicher zu gehen.

Carter: Äh, ich denke es wäre besser, wenn wir den Rest erledigen.

Kira sieht sehr enttäuscht aus. Sie kann einen fast schon Leid tun.

Kira: Verstehe. Darf ich wenigstens nachher bei den Versuchen zusehen?

Fraiser: Natürlich.

Kira: Danke.

Man kann sehen, dass es Carter und Fraiser auch nicht gerade leicht fällt Kira so abzuservieren. Sie verschwinden und in diesem Moment, wo keiner auf Kira achtet, nimmt sie sich eine Probe und versteckt sie in ihrer Faust.


Szene: Kiras Quartier, SGC

Teal’c hat Kira wieder zurückgeführt und lässt sie in ihr Zimmer. Als die Tür hinter ihr geschlossen wird, öffnet sie ihre Faust und starrt hinunter auf die Probe.


Szene: Krankenstation, SGC

Ornor wird diesmal das hoffentlich wirkende Gegenmittel gespritzt.

Ornor: Diesmal funktioniert es.

Fraiser: Fühlen Sie Schmerzen?

Ornor (überlegt): Ich fühle etwas, aber keine Schmerzen.

Es scheint so, als ob er erneut einen Anfall bekommen würde. Er wird auf die Seite gelegt, aber nach nur wenigen Sekunden lässt der Anfall nach. Ornor richtet sich wieder auf.

Kira: Ornor, ist alles in Ordnung?

Ornor: Mein richtiger Name ist Nodal. Ich erinnere mich an alles. Danke

Kira: Und sind wir beide verheiratet?

Nodal: Nein.

Er sieht hinüber zu der Frau, die ihren Blick gesengt hatte.

Nodal: Ich bin mit Layale verheiratet.

Frau: Und wer ist das?

Nodal: Du. (Endlich hat diese arme Frau auch einen Namen!) Seit 43 Jahren sind wir verheiratet. (Zu Kira) Vor dem Vorlix kannte ich dich überhaupt nicht.

Kira: Ich freue mich für euch.

Nodal: Jetzt bekommt ihr das Gegenmittel.

Kira: Ich erhalte es nicht. Sie können es dir erklären.

Sie schaut zu Dr. Fraiser und geht an ihr vorbei, um die Krankenstation zu verlassen. Jack öffnet ihr die Tür und man kann ihm ansehen, so sehr auch Linnea hasst, Kira scheint ihm Leid zutun. Teal’c will sie wieder zurückbringen, aber wird durch eine Handbewegung von Daniel aufgehalten und stattdessen folgt er ihr.


Szene: Korridor zu Kiras Quartier, SGC

Kira: Und was geschieht mit mir?

Daniel: Tja, wenn du das Gegenmittel nicht nimmst, spricht nichts dagegen, dass du nach Vios zurückkehrst. Wir werden das diskutieren.

Kira: Die haben Angst vor mir, hätte ich auch.

Daniel: Ich glaube eher, die werden dankbar sein.

Eine Wache schließt die Tür auf.

Kira (streicht Daniel über die Wange): Vielleicht ist meine Schuld jetzt beglichen?

Daniel: Ich werde jetzt mit allen Beteiligten darüber sprechen.

Kira: Du wirst mir fehlen, Daniel.

Sie geht in ihr Quartier, während Daniel den Flur hinunter läuft. Plötzlich bleibt er stehen und rennt zurück. Er stößt Kiras Tür auf. In diesen Moment sieht er Kira mit dem Gegenmittel in der Hand.

Daniel: Du hast das Gegenmittel genommen!

Kira: Verschwinde, Daniel!

Er geht nicht, sondern schließt die Tür hinter sich.

Daniel: Du hast gesagt alle Schulden sind beglichen. Das war die Botschaft, die Linea uns hinterließ.

Kira: Wenn schon.

Daniel (mit Nachdruck): Hast du das Gegenmittel genommen?

Kira: Ich musste es wissen, Daniel. Ich habe dir nicht geglaubt.

Daniel: Kira.

Kira: Ich bin nicht Kira, verstanden? Ich bin die Mörderin, die ihr in mir seht!

Daniel: Nein, das ist nicht wahr.

Kira (hält die Ampullen fest in ihren Händen): Ich muss nur die beiden Ampullen zerschlagen, um ein Giftgas zu erzeugen, das den ganzen Raum füllt. Aber ich will mich nur selbst umbringen. Ich will nicht, dass du dabei bist! Bitte!

Daniel (schluckt schwer): Dann wirst du mich auch töten müssen, denn ich bleibe.

Kira geht einen Schritt zurück, als Daniel auf sie zukommt. Sie hält ihre Hände auf, so dass die Ampullen nur von ihren beiden Daumen gehalten werden.


Szene: Krankenstation,SGC

Dr. Fraiser will Layale ebenfalls das Gegenmittel spritzen.

Fraiser: Okay, Layale, du bist die nächste.

Als sie sich ihrem Tablett zuwendet sieht sie, dass eine Ampulle fehlt.

Fraiser: Colonel? Eine Phiole und eine Ampulle fehlen.

Teal’c und O’Neill rennen sofort zu Kiras Quartier.


Szene: Kiras Quartier, SGC

Kira: Ich verdiene den Tod.

Daniel: Das glaube ich nicht.

Kira: Du verstehst das nicht. Ein Teil von mir liebt dich, Daniel, mehr als ich jemals einen Menschen geliebt habe, doch ein anderer Teil würde dir voller Freude beim Sterben zusehen!

In diesem Moment stürmen Teal’c und O’Neill herein. O’Neill richtet seine Waffe auf Kira, aber Daniel hält ihn auf.

O’Neill: Gehen Sie weg, Daniel!

Daniel: Nein! Es gibt einen anderen Weg!

O’Neill: Beiseite!

Daniel: Ich bitte dich, gib mir die Ampullen, Kira!

Kira: Ich werde von zwei verschiedenen Wesen beherrscht… und eins davon ist ein Monster. Irgendwann bekäme es die Oberhand.

Daniel: Du wirst mir nichts tun, denn es gibt einen anderen Weg, Kira.

Kira: Ich bin nicht Kira! Da irrst du!

Daniel: Nein, bist du nicht. Aber du kannst wieder Kira werden. (Sie fängt an zu weinen.) Du kannst vergessen. Du musst nichts weiter tun als vergessen.


Szene: Krankenstation, SGC

Kira liegt auf einem Krankenbett, neben ihr stehen Daniel und Dr. Fraiser.

Daniel: Kira? (Sie sieht in an, scheint ihn aber nicht zu erkennen) Es ist alles gut. Du bist unter Freunden.

Fraiser: Erinnern Sie sich an etwas?

Kira (mit Tränen in der Stimme): An nichts.

Daniel: Dein Name ist Kira. Du warst hier unser Gast. Jetzt kannst du zurückkehren.


Szene: Gateroom, SGC

Das Stargate wurde bereits angewählt und Nodal und Layale werden von Carter über die Ereignisse aufgeklärt.

Layale: Das hat sie freiwillig getan?

Carter: Ja. Mit Kiras Hilfe konnten wir verstärktes D’Argol synthetisieren, dass das Vorlix ausgelöst hat.

Im Hintergrund öffnet sich eine Tür und Daniel und Kira, geführt von Fraiser kommen herein.

Carter: Dieses Mittel haben wir ihr injiziert. Dadurch hat sie das Erinnerungsvermögen wieder verloren.

Daniel: Kira, das sind Freunde von mir. Teal’c, Jack, General Hammond, Sam. (Er deutet auf Nodal und Layale) Und das sind Freunde von dir. Sie sind hier, um dich nach Hause zu bringen.

Kira: Kennt ihr mich denn?

Nodal: Natürlich, Kira. Und wir wissen, dass du dein Gedächtnis verloren hast, aber wir wissen auch, dass du eine große Führerin unseres Volkes bist. Und du bist uns herzlich willkommen.

Er und Layale gehen die Rampe zum Gate hinauf.

Kira (zu Daniel): Ich fühle, dass wir uns gut gekannt haben, bevor ich mein Gedächtnis verlor. War es so?

Daniel: Nein (Kira sieht etwas enttäuscht aus) Nein, wir kannten uns kaum. Leb wohl, Kira.

Kira: Leb wohl.

Sie geht zu den anderen beiden. Kurz bevor sie durch das Tor gehen, dreht sich Kira noch einmal zu Daniel um, lächelt ihm kurz zu und verschwindet dann.

ENDE

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