3.08 Dämonen
Demons


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O'Neill: Verdammt! Unas?

Teal'c: Das ist korrekt, O'Neill. Der erste Wirt der Goa'uld.

O'Neill: Nein, nein, nein, nein, er ist tot. Wir haben ihn getötet.

Teal'c: Das war nur ein Unas.

O'Neill: Na ja, genau das meine ich doch… Unas, uno , einer…

Teal'c: Das ist eine eigene Spezies.
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Szene: Wald

SG 1 ist durch das Stargate auf einen Erdeähnlichen Planeten gelandet.

O'Neill: Ah, Bäume! Bäume, soweit das Auge reicht. Leben wir nicht in einem wundervollen Universum? (An Carter gewandt) Wo ist die Siedlung?

Carter: Nach dem UAV etwa elf Grad südwestlich von hier.

O'Neill: Elf Grad? Oh.

Teal'c hat in der Zwischenzeit einen kleinen Trampelpfad entdeckt.

Teal'c: Hier. Das ist offensichtlich ein Pfad.

Daniel: Das bedeutet, dass noch irgendwer das Stargate benutzt.

O'Neill: Oder… irgendetwas.

Er legt seinen kleinen Finger an den Mund, so wie es Dr. Evil in Austin Powers immer macht und er geht zu Teal'c, gefolgt von den anderen, zum Trampelpfad.


Szene: Wald nahe dem Dorf

Vom Weiten können SG 1 ein kleines Dorf sehen. Es sieht aus wie im Mittelalter mit einer Kirche als Hauptgebäude.

Carter: Die Aufklärungsfotos waren gut. Das ist es. Sieht aus wie eine Kirche.

O'Neill: Und das bedeutet was?

Teal'c: Das bedeutet, hier wohnen Christen, O'Neill.

O'Neill: Danke, Teal'c.

Carter: Na ja, es zeigt auch gegen all unseren Erfahrungen, dass wir nicht die einzigen Christen im Universum sind.

Daniel: Das könnte bedeuten, dass man sie aus dem mittelalterlichen Europa hierhin entführt hat.

Teal'c: Von welchem Goa'ul?

Daniel: Eine gute Frage.

Sie verlassen ihren Aussichtspunkt und gehen zum Dorf.

Daniel: Die meisten Goa'uld, die wir kennen, haben Menschen der Antike versklavt und sich als Götter ausgegeben, zum Beispiel, Ra, Apophis, Hathor aus der ägyptischen Überlieferung…

O'Neill (fällt ihm ins Wort): Ja, ja, ja, ja, das kennen wir alles.

Daniel: Na ja, wenn diese Menschen schon Christen waren, als man sie entführt hat, dann spielt jetzt irgendein Goa'uld….

O'Neill (wieder unterbricht er ihn): Gott? So einen richtig lieben Gott? Das ist ein bisschen schwer zu glauben, he?

Teal'c: Ich kenne keinen Goa'uld, der in der Lage wäre Erbarmen zu zeigen, wie der Gott in eurer Bibel.

O'Neill: Du liest die Bibel, Teal'c?

Teal'c: Sie ist ein wesentlicher Bestandteil eurer Kultur. Liest du sie etwa nicht, O'Neill?

Carter dreht sich zu ihm um.

O'Neill (der anscheinend so überhaupt nichts mit der Bibel zu tun hat): Oh doch, doch. Na ja, nicht ganz, den Schluss habe ich mir noch aufgehoben. Verrate mir nicht wie es ausgeht.


Szene: Dorf

Das Dorf sieht aus wie aus dem Mittelalter entsprungen. Überall stehen noch Holzkarren herum, Häuser aus Stein mit Strohdächern. Als die Bewohner SG 1 sehen rennen sie ängstlich in ihre Häuser, so dass das Dorf wie ausgestorben zu sein scheint. Daniel sieht eine Mutter mit ihren Kindern, wie sie durch einen Spalt ihrer halboffenen Tür auf die Fremden starren.

Daniel: Hallo? Wir wollen euch nichts tun.

Die Frau schließt die Tür.

Daniel: Wir sind friedliche Reisende.

O'Neill: Das sehen die aber anders, Daniel.

In diesem Moment sieht O'Neill einen rechteckigen Stein auf dem Schriftzüge, ein Kreuz und eine Satansähnliche Gestalt zu sehen ist.

O'Neill: Ist das etwa Englisch?

Daniel (sieht es sich an): Mittelenglisch, 13. Jahrhundert. ‚Mein Jesus, trotz der Schmerzen, die du ertragen musstest, trotz der Geißelung, trotz der Dornenkrone, trotz der Kreuzigung und deines Todes, bitten wir dich um deine Gnade für diejenigen, die nun dem Teufel ausgeliefert werden' Klingt wie eine Abwandlung eines katholischen Gebets für arme Seelen.

Während Daniel den Schriftzug vorliest, schaut sich O'Neill weiter um. Hinter einem Karren findet er eine Frau gefesselt an Pfosten auf der Erde liegend vor. O'Neills Gesichtsausdruck spricht Bände.


OPEN CREDITS

Szene: Dorf

SG 1 laufen zu der gefesselten Frau und wollen sie befreien, aber als sie sie sieht, merkt man ihr an, dass sie Angst vor ihrer Gegenwart hat.

O'Neill: Ist ja gut, wir werden dich erst einmal befreien.

Hinter ihnen taucht ein Mann auf, der ein Kreuz vor seiner Brust hält. Er trägt eine braune Kutte mit einer Kapuze, die halb sein Gesicht verdeckt [Für mich sieht dieses Teil mehr aus wie ein übergroßer Kartoffelsack] Er scheint noch sehr jung zu sein, genau wie die Frau.

Mann: Verschont sie bitte.

Daniel: Wir, wir tun ihr doch nichts oder dir. Wir sind Freunde. Ich, ähm, bin Daniel.

Mann: Ich bin Simon. Ihr kommt durch den Kreis der Dunkelheit?

Carter: Das Sternentor, ja.

Simon sieht erschrocken zu Sam, als sie ihm antwortet.

Simon: Dann müsst ihr seine Brüder sein. Ich bitte euch, Mary ist zu jung. Sie darf noch nicht geopfert werden.

O'Neill (geht auf Simon zu): Hey, was heißt geopfert?

Simon: Wenn ihr sie befreit, wird unser Kanonikus eine andere Besessene auserwählen.

Daniel: Du denkst, wir sind Dämonen? (Zu O'Neill) Er, er sieht in uns Dämonen.

O'Neill: Aha, aber wir sind keine Dämonen. Wir sind Menschen, genau wie ihr, von der Erde, wie du.

Daniel (zu Simon): Ist ein anderer Dämon durch den Kreis gekommen?

Simon: Das weißt du genau.

Daniel: Nein. Nein, wir wissen gar nichts über ihn, bis jetzt jedenfalls. Wie sieht er denn aus?

Simon: Meistens kommt wie er wirklich ist, aber Dämonen können sich verstellen. (Er sieht Teal'c an)

Teal'c: Major Carter, schütze ihre Augen.

Sam macht was Teal'c gesagt hat und beugt sich über Mary. Teal'c schießt mit seiner Stabwaffe auf die Fesseln.

Simon: Geh ins Haus. Schnell!

Mary rennt schnell davon. Simon fällt auf die Knie.

Simon: Lasst sie am Leben, bitte!

O'Neill: Komm schon, steh auf.

Simon: Nehmt mich an ihrer Stelle.

O'Neill (geht zu ihm und zieht ihn wieder hoch): Jetzt mach mal nen Punkt. Komm steh auf. Hopp hopp, hoch mit dir. Und jetzt hör mal zu. Wir sind keine Dämonen und Mary ist auch nicht besessen. So wie es aussieht ist sie krank. Und wer weiß, möglicherweise können wir sogar helfen.

Simon nickt zögernd und führt sie zu seinem Haus, wo Mary sich versteckt hält.


Szene: Simons Haus

Mary liegt auf einem Bett, während sich Carter um sie kümmert und ihr Fieber misst. O'Neill kniet ebenfalls neben ihr, auf der anderen Seite Simon, der ihre Hand hält.

O'Neill: Windpocken. Glaubt mir.

Carter: Sie hat ziemlich hohes Fieber.

O'Neill: Das gibt sich. Die Pusteln werden jucken, aber viel schlimmer kann es nicht mehr werden. In ein paar Tagen wird es dir besser gehen.

Simon: Das ist nicht schnell genug. Die wollen ihr Opfer heute Nacht. Die Ältesten haben bereits das Trepanierritual vorbeireitet, um sie zu reinigen.

Daniel: Oh mein Gott!

O'Neill: Was ist?

Daniel: Das ist… das ist eine Prozedur aus dem Mittelalter. Na ja, sie bohrten einen Loch in den Schädel der Person, um die bösen Geister freizulassen. Das bewahrte sie vor ewiger Verdammnis.

O'Neill: Das… schützt vor Verdammnis?

Daniel: Es heißt nicht Finstere Zeit, weil es immer finster war.

Von draußen ertönt das Geräusch eines Horns.

Simon nimmt sich wieder das Kreuz und beginnt für Mary zu beten, die offensichtlich sehr ängstlich zu sein scheint.

Simon: Mein Jesus, trotzt der Schmerzen, die du ertragen musstest, trotz der Geißelung, trotz der Dornenkrone…

Bewohner (draußen): Der Dämon kommt.


Szene: Dorf (draußen)

Bewohner: Der Dämon kommt!

Er rennt angsterfüllt davon, während wir sehen wie ein Unas ins Dorf kommt.


Szene: Simons Haus

O'Neill: Der Dämon kommt?

Sie gehen zu einem Fenster und schauen hinaus. Sie sehen, wie der Unas den Dorfplatz betritt.

O'Neill: Verdammt! Unas?

Teal'c: Das ist korrekt, O'Neill. Der erste Wirt der Goa'uld.

O'Neill: Nein, nein, nein, nein, er ist tot. Wir haben ihn getötet.

Teal'c: Das war nur ein Unas.

O'Neill: Na ja, genau das meine ich doch… Unas, uno , einer…

Teal'c: Das ist eine eigene Spezies.

Der Unas steht vor den Pfosten mit den Ketten, wo zuvor noch Mary gefesselt war. Als er spricht, spricht er zu den Bewohnern,

Unas: Die Zeit für die Opferung ist da. Mein Gebieter Satan fordert von euch fünft verlorene Seelen als seinen Tribut.

O'Neill (der noch immer am Fenster steht): Satan?

Teal'c: Sokar.

Carter: Der braucht Nachschub an Wirten.

Unas: Bei Sonnenaufgang komme ich zurück und hole mir die fünf. Wenn ihr euch nicht entscheidet, werde ich nehmen, wer mir gefällt und es werden mehr sein.

Daniel: Bei diesem Goa'uld haben wir uns geirrt. Er spielt nicht Gott, er spielt den Teufel.


Szene: Simons Haus

Simon steht von Marias Bett auf.

Simon: Es ist soweit.

Mary (flehend, sie versucht ihn festzuhalten): Nein, nein, nein!

Simon holt einen Lederbeutel hervor und faltet ihn auseinander.

O'Neill: Simon.

Simon: Der Kanonikus wird jeden Augenblick zurück sein.

O'Neill: Die Kreatur, die gerade durch euer Dorf spaziert ist, ist nur ein Unas.

Simon ignoriert Jack vollkommen und packt weiterhin der Lederbeutel aus.

Simon: Der Zeitpunkt für die Opferung wurde bereits ausgerufen, vielleicht ist es schon zu spät…

O'Neill (fällt ihm ins Wort): Simon! Jetzt hör mal zu!

Simon schaut von dem Lederbeutel auf und steht auf.

O'Neill: Hör zu, wir sind so einem Monster schon einmal begegnet. Und es ist kein Dämon. Es ist dämonenhaft zugegeben, aber eigentlich ist es nur eine hässliche Kreatur.

Daniel (flüstert leise zu O'Neill): Die immerhin von einem Goa'uld beherrscht wird, der ihm die Fähigkeit verleit sich zu regenerieren.

O'Neill: Ja. Also gewissermaßen eine schlaue Kreatur.

Daniel: Er untersteht Sokar, der es darauf abgesehen hat für diese Leute Satan zu spielen.

O'Neill: Aber es ist kein Dämon.

Daniel: Nein, es ist kein Dämon.

Teal'c: Meine Freunde sagen die Wahrheit, Simon. Dieser Dämon ist nichts weiter als ein Parasit, der in einer hässlichen Kreatur lebt. Eure Angst gibt ihm erst die Macht.

Simon: Ihr fürchtet ihn nicht?

Teal'c: Tun wir nicht.

Simon (schaut auf die Waffen, die sie bei sich haben): Ihr habt wirklich schon so einen Unas umgebracht?

Teal'c: Das ist korrekt.

Simon: Dann hat euch Gott geschickt. Dann seid ihr die Antwort auf unsere Gebete. Mein ganzes Leben lang habe ich Gott angefleht, er möge uns befreien.

O'Neill: Was hat die Kreatur gesagt? Dass sie bei Sonnenaufgang wieder antritt?

Teal'c: Du denkst an einen Angriff, O'Neill?

O'Neill: Ja, natürlich, wieso nicht?

Teal'c: Ein Unas ist nicht leicht zu vernichten.

O'Neill: Ein paar Salben mit der Stabwaffe und er ist Mus.

Carter: Hoffen wir es. Für den letzten brauchten wir Thors Hammer.

ONeill: Na schön, dann brauchen wir ein paar Salben mehr. Daniel, wie lange leben diese Menschen hier schon so?

Daniel: Also das kann ich nicht sagen…

O'Neill (unterbricht ihn schon wieder): Tausend Jahre?

Daniel: Wahrscheinlich.

O'Neill: Also, das ist lang genug. Diese Menschen werden terrorisiert. Wir haben die Möglichkeit dies zu beenden.

Teal'c: Sokar wird sich revengieren.

O'Neill: Dann müssen sie eben das Stargate hinter uns zuschütten.

Daniel: Dann kommen sie mit ihren Raumschiffen.

O'Neill: Im Ernst?

Carter: Ich bin nicht ganz sicher, aber die Koordinaten dieses Planeten sind Lichtjahre entfernt jedes Goa'uld Heimatwelt, selbst mit den schnellsten Schiffen.

O'Neill: Simon? Willst du, dass wir es versuchen?

Simon: Sind wir denn nicht in Gottes Hand?

Von draußen ertönen die Kirchenglocken

Simon: Der Kanonikus ist zurück.


Szene: Dorf (draußen)

Der Kanonikus betritt, umringt von Wachen mit Mistgabeln, das Dorf. Er wird von allen begrüßt. Er hebt sich deutlich durch seine Kleidung von der Menge ab. Er trägt ein etwas edleres Gewand.

Simon und SG 1 haben ebenfalls das Haus verlassen.

Simon: Der Kanonikus wird heute Nacht die Opfer auswählen

O'Neill: Wieso darf er das entscheiden?

Simon: Er ist der oberste Geistliche. Es ist seine Aufgabe diejenigen auszusondern, deren Seelen bereits besessen sind.

Ein Bewohner zeigt auf seinen und dem Team von SG 1. Der Kanonikus kommt auf sie zu.

Kanonikus (zu SG 1) : Kommt ihr aus einer anderen Welt? Durch den Kreis der Dunkelheit?

O'Neill: Könnte man sagen. Mein Name ist Jack O'Neill…

Kanonikus: Und du lässt sie einfach in dein Haus?

Simon: Ja, aber nur weil ihre Absichten friedvoll sind…

Kanonikus: Die Kunst des Satans macht es ihm möglich uns zu blenden. Nur wer nicht unerschütterlich fest in seinem Glauben ist, lässt sich davon täuschen. Damit, dass du ihnen Einlass gewährt hast, hast du das Blut deines Volkes vergossen

Simon senkt gedemütigt seinen Kopf.

Daniel: Wir kommen als Freunde…Sir.

Der Kanonikus geht auf Teal'c zu und sieht sich sein Emblem auf der Stirn genauer an.

Kanonikus (zeigt auf Teal'cs Stirn): Das da, das ist das Zeichen des Teufels. (Stimmengewirr bricht unter den Bewohnern aus) Wenn ihr wirklich Menschen seid, wie ihr sagt, dann sind eure Seelen verdammt.

O'Neill: Also, das reicht jetzt! Er ist kein Dämon, er ist ein Jaffa. Satan hat hier gar nichts verloren (Nun wendet sich O'Neill an das Volk) Diese Kreatur, die vor einer Weile durch euer Dorf geschlendert ist, nennen wir einen Unas. Und wir können diesen Unas vernichten und damit wir dieses Ritual überflüssig. Ihr dürft uns nur nicht daran hindern euch zu helfen, was sagst du?

Kanonikus (zu den Bewohnern): Wenn sie durch den Kreis der Dunkelheit gereist sind, dann sind ihre Seelen nicht zu retten.

Teal'c: Ich nehme an unsere Unterstützung ist hier nicht gefragt.

O'Neill: Na schön, wie ihr wollt. (Zum Kanonikus, als er sich umdreht) Schönen Tag noch.

Kanonikus: Sein Zorn wird euch treffen.

Der Kanonikus fährt mit seinen Fingern über einen Ring an seiner Hand und aktiviert ihn.

Simon: Nein, nein, Vater!

Die Bewohner schrecken zurück. Plötzlich bilden sich dunkle Wolken über ihren Köpfen, Donner ist zu hören. Die Bewohner verstecken sich, während Simon von dem Kanonikus zur Seite gestoßen wird und dieser auf den Stein in der Mitte des Ringes drückt. Darauf hin formt sich ein Blitz, der auf die Erde schießt und eine Druckwelle verursacht, die O'Neill, Carter, Daniel und Teal'c zu Boden reißt. Sie bleiben bewusstlos liegen.


Szene: Zelle

Carter liegt auf Stroh und sieht als sie ihre Augen öffnet, wie O'Neill gegenüber von ihr an dem Zellgitter sitzt und auf einem Grashalm herumkaut.

Carter (setzt sich auf): Sir, man hat mich entwaffnet.

O'Neill (sieht zu ihr rüber): Ja, mir geht's genauso wie Ihnen. Teal'c ist weg.

Daniel kommt auch wieder zu sich, er bleibt jedoch liegen.

Daniel: Wurden wir gerade vom Blitz… getroffen?

Carter: Den Eindruck hatte ich auch, oder vielleicht ist es eine Zatwaffe gewesen. Er berührte seinen Ring kurz bevor der Blitz einschlug.

O'Neill: Carter, wenn ich je wieder den Wunsch habe irgendwem helfen zu wollen, verlange ich von Ihnen einen heftigen Tritt.

Carter sieht Simon auf ihre Zelle zukommen.

Simon (zu einer der Wachen): Darf ich zu ihnen?

Wache: Ja

Simon: Danke.

Er kommt zu ihrer Zelle.

Simon (flüstert): Ich glaube nicht, dass ihr Dämonen seid. Das habe ich auch dem Kanonikus gesagt, aber der glaubt mir nicht.

O'Neill: Wo ist unser Freund?

Simon: Sie haben entschieden euern Freund zu testen.

O'Neill: Was? Zu testen?

Es ertönen Stimmen von den Bewohnern im Hintergrund.

Frau: Er ist das Böse!

Mann: Der Teufel! Tötet ihn! Seht nur, tötet ihn!

Teal'c wird von ein paar Männern zum Zentrum des Dorfes gebracht, wo die Pfosten mit den Ketten stehen. Er wird daran gefesselt. Sein Gesicht ist blutig und zerschlagen.

Kanonikus: Was sagst du zu deiner Verteidigung?

Teal'c: Ich stehe nicht im Dienst irgendeines Dämons.

Der Kanonikus wendet sich an das Volk.

Kanonikus: In unserer Mitte leben Dämonen, die nicht davor zurückschrecken…

O'Neill (ruft aus seiner Zelle, die fast direkt neben dem Pfosten steht, Teal'c leise zu): Teal'c!

Simon (zu O'Neill): Sag nichts, sonst töten sie ihn.

Kanonikus (der seine Rede weiterhin hält): …Um das zu verhindern, befiehlt mir, mein Gott, ihre Seelen aufzuspüren und zu bestrafen.

Er dreht sich zum Schmied um, der eine Eisenstange in der Glut formt.

Daniel: Das Mal des Teufels.

O'Neill: Was?

Daniel: Oh, im Mittelalter galt als Zeichen für Hexerei ein Mahl am Körper, das der Teufel angebracht hatte. Diese Stelle war unverwundbar.

Der Eisenschmied gibt dem Kanonikus eine Eisenstange, welche er gegen das Emblem auf Teal'cs Stirn presst. Teal'c reagiert nicht, da er keinen Schmerz verspürt.

Kanonikus: Der erste Beweis wurde erbracht.

O'Neill: Daniel?

Daniel: Sieht nicht gut aus.


Szene: Am Ufer eines Sees

SG 1 wird in einer Reihe an das Seeufer gestellt, hinter ihnen versammeln sich die Bewohner. Teal'c wird zu einem Steg geführt und an seinem Fuß befindet sich ein schwerer Stein.

Kanonikus: Und sie trieben ihr Unwesen auf der ganzen Welt und Gott schickte Feuer vom Himmel, um sie zu verschlingen.

Daniel: Die Wasserprüfung.

O'Neill: Was?

Daniel: Eine beliebte Praxis im Mittelalter. Sie hängen ein Gewicht an die Beine. Wenn er untergeht ist er unschuldig.

Carter: Wenn er nicht versinkt, landet er als Besessener auf dem Scheiterhaufen. Eine ganz gelungene Prüfung.

Ein schwarzer Sack wird über Teal'cs Kopf gezogen.

Kanonikus: Erzengel Saint Michael, hilf uns bei der Prüfung. Verbanne sie in die Hölle, Satan, und mit ihnen alle bösen Geister, die unsere Welt heimsuchen. Amen.

Er nickt seinen Leuten zu, die sich darauf vorbeireiten Teal'c in den See zu stoßen.

Daniel: Wir werden eure Welt wieder verlassen!

Carter: Er ist unschuldig!

O'Neill: Ihr verdammten Mistkerle!

Einer der Wachen schlägt O'Neill mit seinem Stab ins Gesicht, so dass er auf seine Knie fällt. Teal'c wird ins Wasser gestoßen und die anderen können nichts machen, außer mit anzusehen, wie Teal'c untergeht. Wir sehen, wie Luftblasen auf der Wasseroberfläche auftauchen, der Kanonikus beginnt zu beten, bis schließlich keine Blasen mehr zu sehen sind, genauso wenig, wie ein Lebenszeichen von Teal'c.

Kanonikus: Gottes Wille wurde vollendet.

Simon senkt seinen Kopf, während die anderen, angeführt von Kanonikus verschwinden.


Szene: Zelle, nachts

Daniel, Carter und O'Neill sehen Teal'cs Körper auf einem Altar liegen, wo Frauen - wahrscheinlich eine Art von Nonnen - über ihm beten. In diesem Moment kommt der Kanonikus an ihre Zelle.

Kanonikus: Die Seele eures Freundes ist rein. Wenn ihr es wünscht, bekommt er ein christliches Begräbnis.

O'Neill (mehr als nur wütend): Was?

Kanonikus: Ihr seid frei. Ich bestehe jedoch auf die Ketten, bis ihr durch den Kreis der Dunkelheit zurückgekehrt seid. In den dunklen Winkel, den ihr bewohnt. Und ihr dürft nie wieder kommen.

O'Neill: Du weißt genau, wenn ich zurückkäme, würde ich dir deinen verdammten Hals umdrehen. Aber du könntest natürlich wieder deinen hübschen Ring berühren und die ganze Prozedur würde wieder von vorne anfangen.

Kanonikus (schaut hinunter auf den Ring): Ah, der Ring. Er wird schon seid Generationen von den einen Kanonikus an den nächsten weitergereicht.

Daniel: Und damit erhältst du dir deine Macht.

Kanonikus: Mit dem Ring befolge ich Gottes Wort… als sein Stellvertreter. Opfer müssen gebracht werden.

Daniel: Wieso?

Kanonikus: Willst du etwa den Dämon leugnen? Willst du leugnen, dass er uns vernichten könnte, wenn er wollte?

Darauf hat Daniel keine Antwort.

Kanonikus: Die heiligen Opfer haben den Menschen dieses Volkes seid Generation das Überleben ermöglicht. So wie man die Spreu vom Weizen trennt, genau so müssen die unreinen Seelen unter uns entfernt werden. Wir schicken sie durch den Kreis der Dunkelheit und sie sind weg.

O'Neill: Und du entscheidest?

Kanonikus: Ja, so ist es. Geht jetzt eures Weges und belästigt mich nicht weiter.

Er verschwindet und Simon taucht vor ihrer Zelle auf.

Simon: Es tut mir leid.

O'Neill: Weißt du, Simon, euer Kanonikus hat eine ziemlich ausgefallene Methode seine Schäfchen zu hüten.

Simon: Sprich nicht weiter davon.

Daniel: Er hält sich an seiner Macht, indem er entscheidet wer geopfert wird und wer nicht.

Simon: Bitte seid still. Ich habe um dieses Aufgabe gebeten und er hat sie gewährt.

Er schließt die Zelle auf und sie gehen - noch immer in Ketten - zu dem Altar, auf welchem Teal'c liegt.

O'Neill (zu Simon): Wo ist unsere Ausrüstung?

Simon: Wenn ich sie auch bringe, helft ihr uns dann?

Carter und Daniel drehen sich bei dieser Frage überrascht zu ihm um.

O'Neill: Euch helfen?

Carter: Nachdem wir durch sind, könntet ihr das Sternentor zuschütten. Das dürfte verhindern, dass die Unas oder sonst irgendwer…

Simon: Ich kann das nicht tun.

Daniel: Aber es muss doch Menschen geben…

Simon: Ich meine den Kreis der Dunkelheit. Wir dürfen nicht in seine Nähe gehen oder bloß ansehen.

Ein Bewohner mit einer Laterne in seiner Hand kommt auf sie zu und ruft nach Simon.

Bewohner: Simon? Wir sind soweit.

Simon: Ich komme sofort.

Daniel: Bereit? Bereit wofür?

Simon: Das Trepanierritual. Marys Eltern wurden voriges Jahr geopfert. Seit dieser Zeit sorge ich für sie. Wenn ihr uns nicht helfen wollt, ist es meine Aufgabe ihre Seele zu reinigen, bevor der Kanonikus seine Wahl trifft.

Daniel: Das kannst du doch nicht tun.

Simon: Ich muss es tun.

Daniel: Damit tötest du sie.

Simon: Es ist besser sie stirbt unter uns, als in den Händen des Teufels persönlich.

Er verschwindet.

Daniel (er dreht sich zu O'Neill um): Jack.

O'Neill: Nein.

Daniel: Wir können nicht ein junges Mädchen zum Tode verdammen, nur weil irgendwer einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hat. Teal'c wäre umsonst gestorben, wenn dabei nicht etwas gutes herauskäme.


Szene: Simons Haus

Simon betritt das Haus. Mary liegt noch immer krank auf ihrem Bett und ist umgeben von Bewohnern. Simon bekreuzigt sich, als er eintritt und geht zu Mary hinüber, wo er sich auf die Bettkante setzt.

Simon: Im Himmel wird eine große Belohnung auf dich warten. Die Engel werden dich mit freudigem Herzen willkommen heißen und du wirst keine Schmerzen mehr leiden.

Mary: Ich weiß.


Szene: Vor der Zelle

Daniel, Carter und O'Neill stehen noch immer vor dem Altar auf dem Teal'c drauf liegt.

Daniel: Okay, ich mache euch einen Vorschlag. Ihr kehrt ohne mich zurück. Ich will versuchen, ob ich verhindern kann, dass man ein Loch in den Kopf dieses jungen Mädchens bohrt.

Jack antwortet ihm darauf nicht und lässt Daniel gehen. Man kann deutlich sehen, dass er mit sich kämpft. Schließlich folgen die beiden Daniel.


Szene: Simons Haus

Das Ritual wird vorbereitet, Simon nimmt den Eisenbohrer in seine Hände, während ein anderer Bewohner das Gesicht von Mary festhält. Simon will gerade die Spitze des Bohrers ansetzen, als Daniel das Haus betritt.

Daniel: Wartet!

Simon zieht den Bohrer zurück. Carter und O'Neill betreten ebenfalls das Haus.

Daniel: Wir nehmen dich mit uns und Mary ebenfalls. Da wo wir herkommen, gibt es keine Dämonen.

Simon lächelt sie erleichtert an. O'Neill streckt Simon seine Hand entgegen, damit dieser ihm den Bohrer gibt. O'Neill sieht sich nur ganz kurz dieses merkwürdige Gestell an.

O'Neill: Gute Entscheidung.


Szene: Altar

Die Frauen beginnen damit Teal'c abzuwaschen und in ein dünnes Tuch einzuwickeln. Als sie fertig sind, knien sie sich hin und fangen wieder an zu beten.


Szene: Simons Haus

Sam misst noch einmal bei Mary Fieber.

Carter: Sie hat kein Fieber mehr (An Mary gewandt) Fühlst du dich schon besser?

Mary: Ja. Ihr habt ausgetrieben, wovon ich besessen war?

Carter: Du bist von allein gesund geworden, Mary. Es war niemals ein Dämon in dir.

O'Neill: Na schön. Simon, du hast nicht zufällig die Schlüssel dafür, oder? (Er hält seine Ketten hoch. Simon antwortet ihm nicht, deshalb wendet er sich an den anderen Bewohner) Schlüssel, hm?


Szene: Altar

Die Frauen beten noch immer. Eine der Frauen sieht, wie sich Teal'c Kopf bewegt. Sie sieht zu den anderen hinüber, aber die scheinen nichts gesehen zu haben. Aber dann setzt sich Teal'c plötzlich auf. Sie laufen schreiend davon.

Die anderen von SG 1 gehen aufgrund des Geschreis nach draußen.

O'Neill: Was ist los?

Simon: Ich weiß es nicht.

Teal'c kommt ihnen entgegen.

Daniel (erfreut): Teal'c! Du lebst?

Teal'c: Das ist korrekt.

O'Neill (beugt sich zu Teal'cs Bauch hinunter): Großartig, Junior!

Teal'c: Mein Symbiont hat mich am Leben erhalten.

Carter: Sauerstoff im Wasser. Für eine Goa'uld Larve ist das eine natürliche Umgebung. Sie muss den Sauerstoff aus dem Wasser gefiltert und ihn an Teal'c weitergeben haben. Wir dachten, wir hätten dich verloren.

Teal'c: Im Wasser versetzte ich mich in den Zustand von Kel'no'reem.

In der Zwischenzeit haben sich alle Bewohner um sie herum versammelt.

O'Neill: Die haben bestimmt noch nie erlebt, dass jemand vom Tode auferstanden ist.

Carter (zu Simon): Simon… ich, ich weiß, das ist alles etwas ungewöhnlich, aber dafür können wir dir eine logische Erklärung geben.

Kanonikus: Ja, so ist es.

Er betritt mit seinen Wachen den Platz.

Kanonikus: Jetzt steht es zweifelsfrei fest. Sie sind des Teufels, allesamt.

O'Neill: Was willst du? Er hat die Prüfung bestanden.

Kanonikus (zeigt auf SG 1): Diese vier sind die ersten für das Opfer.

Die Wachen nehmen sie gefangen.

O'Neill: Major, wenn Daniel noch einmal jemanden helfen will, erschießen Sie ihn.

Kanonikus: Und mit dieser Bande schicken wir diese Frau, deren Seele besessen ist….

Zwei weitere Wachen betreten Simons Haus.

Simon (fleht den Kanonikus an): Bitte! Verschont sie! Versuchen wir doch das Trepanierritual.

Kanonikus: Du widersetzt dich meiner Entscheidung?

Simon: Nein.

Mary wird von den Wachen aus dem Haus gezerrt.

Mary: Simon! Bitte, hilf mir! Simon!

Kanonikus (zu den Bewohnern): Ihr solltet zuhause bleiben, damit nicht das Auge des Dämons auf euch fällt.

SG 1 und Mary werden an die Pfosten geschnallt, wo der Unas sie später abholen wird. Die Bewohner verschwinden.

Simon: Es tut mir so leid, Mary.

O'Neill: Du musst dich nicht entschuldigen. Hilf ihr lieber!

Simon: Der Kanonikus hat gesprochen.

O'Neill: Und wer bist du? Der Dorftrottel?

Daniel: Der Dämon verwandelt sie in einen Wirt. Weißt du was das bedeutet? (Simon schüttelt leicht mit seinem Kopf) Natürlich, das kannst du nicht wissen.

Simon: Ich kann das nicht mehr länger mit anhören.

Er dreht sich um und verschwindet.


Szene: Dorfplatz (nächster Tag im Morgengrauen)

Die Sonne geht auf am Horizont. Die vier sind noch immer in der Mitte des Dorfplatzes gefesselt und können nur auf die Rückkehr des Unas warten. Daniel sieht, wie Simon von seiner Tür zu ihnen hinüber sieht.

Daniel: Jack.

O'Neill: Simon, steh nicht herum, sondern tu lieber was!

Simon bewegt sich nicht.

Daniel: Ich glaube, nichts was wir sagen wird etwas ändern, vor allem nicht nach Teal'cs Auferstehung.

Das Horn, welches den Unas ankündigt, ertönt. Er kommt auf sie zu.

O'Neill: Morgen.

Der Unas ignoriert ihn und fängt an die Halterungen für die Ketten zu lösen, so dass sie zwar immer noch gefesselt sind, aber wie Gefangene hintereinander hergehen können.

O'Neill: Und? Wie lange willst du das noch treiben? Diese Dämonnummer. Versteh mich nicht falsch, ein riesen Auftritt. Du hast die Puppen im Sack, eine tolle Arbeitszeit, die Frauen stehen Schlange bei dir, he?

Der Unas greift Jack um den Hals und hebt ihn hoch, so dass er in der Luft hängt, lässt ihn dann aber wieder fallen.

O'Neill (als er auf den Boden liegt und sich seinen Hals reibt): Mamma Mia

Bewohner (zu Simon, die alles beobachten): Wenn sie wirklich Diener des Satans sind, warum wehrt er sich dann?

Unas (zu O'Neill): Du bist nicht von dieser Welt.

O'Neill: Oh nein, nein, bin ich nicht. Unas, was hat Sokar gegen dich, dass du immer so finster drauf bist?

Der Unas zieht an der Kette, so dass O'Neill hochgezogen wird, genau wie die anderen. Er führt sie aus dem Dorf hinaus.


Szene: An einem Abhang nahe des Waldes

Der Unas führt sie an diesem Abhang vorbei. O'Neill sieht sich den Abhang an und gibt den anderen stumm ein Signal, dass sie sich bereithalten sollen.

Daniel (der vor Mary hergeht): Mary, wir lassen uns gleich fallen. Also, roll dich zusammen und kullere dich mit uns runter.

O'Neill nickt den anderen zu und sie lassen sich den Abgrund hinunterrollen. Der Unas hat nicht damit gerechnet und verliert sie. Wütend fängt er an zu grölen, als er ihnen schließlich hinterher rennt.

O'Neill: Los! Los!

Mary, die jetzt vorne ist, führt sie durch den Wald.


Szene: Dorf

Simon geht zum Kanonikus.

Kanonikus: Simon. Du warst immer so gierig darauf Fragen zu stellen. Diese Schwäche wird irgendwann noch einmal dein Untergang sein. Wenn du dich nicht änderst, werde ich kaum etwas für dich tun können, wenn die nächste Opferung ansteht.

Er geht an Simon vorbei und dieser verschwindet ebenfalls.


Szene: Wald

SG 1, angeführt von Mary, laufen noch immer durch den Wald. Aber sie kommen nicht weit, denn der Unas tritt auf ein Stück Kette, welches auf dem Boden hinter ihnen herschleift.

Unas: Ihr könnt mir nicht entkommen!

Plötzlich sehen wir Simon, der die Ausrüstung von SG 1 und Teal'cs Stabwaffe bei sich hat.

Simon (zum Unas): Lass sie!

Unas: Du wagst es mich herauszufordern?

O'Neill: Schieß schon!

Simon hält unsicher die Stabwaffe in seinen Händen.

Unas: Du wirst sie in die Hölle begleiten!

Der Unas rammt das Ende der Kette, mit dem Haken, in einen Baum, so dass die vier nicht entkommen können.

Mary: Simon!

Unas (zu SG 1 und Mary): Ihr bleibt hier, bis ich mit dem da fertig bin.

O'Neill (während der Unas Simon immer näher kommt): Schieß doch!

Mary: Simon!

Simon aktiviert die Stabwaffe.

O'Neill: Schieß!

Simon trifft den Unas direkt in die Brust, wo wir eine grüne Flüssigkeit aus dessen Wunde treten sehen. Der Schuss jedoch zeigt keinerlei Wirkung, da der Unas immer näher auf Simon zukommt.

O'Neill: Weiter!

Noch ein Schuss, aber auch hier keine Wirkung. Der Unas steht nun direkt vor Simon und greift nach der Stabwaffe.

O'Neill: Schieß!

Simon schießt noch einmal. Noch immer ist der Unas quicklebendig. Er schlägt Simon die Waffe aus der Hand.

Unas: Dafür wirst du mit deinem Leben bezahlen.

Simon fliegt durch die Luft und bleibt einige Meter entfernt vom Unas auf den Boden liegen.

Mary: Simon!

Simon rappelt sich auf und läuft davon.

O'Neill (zu Mary, der die Stabwaffe auf den Boden liegen sieht) : Mary, die Stabwaffe.

Sie versuchen bis zur Waffe zu gelangen. Die ersten Versuche schlagen fehl, aber schließlich schafft Mary es, sich die Waffe zu greifen.

Teal'c: O'Neill.

Jack dreht sein Gesicht weg, als Teal'c auf die Kette schießt, die im Baum steckt.


Szene: Wald

Simon läuft noch immer vor dem verletzten Unas davon. Dieser grölt wütend, aber Simon hört nicht auf um sein Leben zu rennen.


Szene: Wald

Die vier haben sich von ihren Ketten befreit.

O'Neill: Carter, Daniel, geht zum Stargate. Nehmt Mary mit. (Er zieht sie hoch)

Carter: Ja, Sir.

Daniel und Carter rennen mit Mary in Richtung Stargate.

O'Neill (zu Teal'c): Wollen wir?

Die beiden gehen in die andere Richtung. Und zwar in Richtung Unas.


Szene: Wald

Simon rennt weiter, bis er zu einem großen Felsen kommt, wo er ein paar Mal nach Luft schnappt.

Kanonikus (der hinterm Stein hervorkommt): Simon! Simon! Was hast du getan?

Simon: Der Dämon kommt, lass mich los!

Der Unas taucht vor ihnen auf und Simon stellt sich schützend vor den Kanonikus.


Szene: Wald

Teal'c und O'Neill laufen so schnell sie können.


Szene: Wald

Der Unas hat sich vor ihnen aufgebäumt, er grölt einmal.

Unas (zu Simon): Dein Gott hat dich verlassen.

Simon (geht einen Schritt auf ihn zu): Mein Gott ist immer bei mir.

Der Unas schlägt Simon wütend nieder, so dass er bewusstlos zu Boden fällt. Stattdessen geht er auf den Kanonikus zu, der ängstlich anfängt zu schreien.


Szene: Wald

O'Neill und Teal'c gelangen ebenfalls zu der Stelle. Sie sehen wie der Unas bewusstlos auf dem Boden liegt. Teal'c zielt mit seiner Stabwaffe auf ihn.
Der Kanonikus hat sich über Simons Körper gebeugt. O'Neill kniet sich neben Simon und fühlt seinen Puls
.

O'Neill: Er lebt. Was ist passiert?

Kanonikus: Simon ist ihm entgegengetreten, wie David dem Goliath… Der Dämon hat ihn zur Seite gestoßen und dann fiel er um. Da seht ihr es.

Teal'c hält eine Hand über den Mund des Unas, aber er spürt keinen Atem.

Kanonikus: Es war wie ein Wunder.

Teal'c läuft zurück zu O'Neill.

Teal'c: Der Unas war zu schwer verwundet, auch sein Goa'uld konnte ihn nicht mehr retten.

O'Neill (zum Kanonikus): Also, kein Dämon.

Kanonikus: Wie ihr es sagt. Ihr habt mir die Augen geöffnet. Gott segne euch.

O'Neill: Ja, schon gut. Und jetzt den Ring.

Kanonikus: Ja, natürlich.

Er gibt O'Neill den Ring und in diesem Moment wacht Simon wieder auf.

Simon: Ich bin am leben?

Teal'c: Sokar wird auf die Rückkehr des Unas warten. Er wird andere schicken.

O'Neill: Deswegen müsst ihr den Kreis der Dunkelheit vergraben, sobald wir durch sind. (Zu Simon) Kannst du gehen?

Sie helfen Simon beim Aufstehen und gehen.


Szene: Am Stargate

Daniel, Carter und Mary haben am Stargate auf die anderen gewartet. Sie drehen sich um, als sie sie auf sie zukommen sehen.

Mary: Simon!

Sie rennt auf ihn zu und fällt ihm um den Hals.

Mary: Ich wusste, du würdest kommen. Bist du verletzt?

Simon: Es geht mir gut.

Daniel: Was ist passiert?

Kanonikus: Das Monster… ist tot. Wenn ich nicht selbst dabei gewesen wäre, würde ich es nicht glauben. Niemals. Danke euch allen, dass ihr mich geführt habt.

Teal'c nickt ihm zu.

O'Neill: Gern geschehen. Major, wählen Sie uns nach Hause.

Carter beginnt die Koordinaten für die Erde zu wählen, als sie plötzlich in ihrer Bewegung inne hält.

O'Neill: Carter.

Sie schaut hinüber zum Kanonikus.

Carter: Er hat Macht über ihn.

Simon: Was hat Macht über ihn?

Der Kanonikus will sich auf sie zu bewegen, aber Teal'c zielt mit seiner Stabwaffe auf ihn.

Teal'c: Keinen Schritt weiter!

Kanonikus: Wieso? Ich habe nichts getan (Zu Mary und Simon) Meine Kinder…

Simon stellt sich beschützend vor Mary.

O'Neill (zu Carter): Sind Sie sicher?

Carter: Aber ja, Sir, ich fühle es. Unas Wirt ist gestorben, er konnte nirgendwo hingehen und jetzt steckt er in ihm.

Die Augen des Kanonikus fangen an zu glühen. Der Beweis, dass der Goa'uld nun in ihm ist. Er greift nach ihnen, aber O'Neill feuert mit seiner Waffe auf ihn und trifft ihn dreimal in die Brust. Der Kanonikus fällt zu Boden. Die Augen hören langsam auf zu glühen. Jack rennt zu ihm, um sicher zu gehen, dass er auch nicht überlebt hat. Der Kanonikus ist noch am leben.

Kanonikus (röchelnd zu Simon, der über ihn gebeugt kniet): Vergib mir.

Wenige Sekunden später ist er tot.

Simon: Mein Jesus, trotz der Schmerzen, die du ertragen musstest, trotz der Geißelung und der Dornenkrone…

Daniel: Das Gebet für Seelen in der Not.

Simon: …trotz der Kreuzigung und deines Todes bitten wir dich um deine Gnade für diejenigen, die nun dem Teufel ausgeliefert werden. Gewähre ihnen Einlass in die Süße deines Paradieses.

Mary bekreuzigt sich.

Simon: Jetzt ist der Dämon wahrhaft von uns gegangen.

O'Neill: Major.

Carter steht auf, nickt und geht zum DHD, um die Erde anzuwählen.

O'Neill (zu Simon und Mary): Ihr wisst was zu tun ist?

Mary: Ja. Wir werden tun, was du gesagt hast.

Simon: Wir werden das Tor auf der Stelle vergraben. Und kein Mensch wird mehr geopfert werden.

O'Neill: Gute Idee.

Carter drückt auf die Kugel in der Mitte, so dass sich das Stargate öffnet. Sie schickt ihren Code durch und SG1 verlässt den Planeten. Simon und Mary sehen, wie sie im Kreis der Dunkelheit verschwinden.

ENDE

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