3.04 Besessen
Legacy

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O’Neill: Ich möchte mich schon im Voraus entschuldigen, falls ich etwas sage oder etwas tue, was möglicherweise verletzend wäre, denn schließlich werde ich ja IRRE!
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Szene: Gemäuer, Planet

Alles ist dunkel. Nur die Taschenlampen von SG-1 erhellen die Umgebung. Sie scheinen sich in einem Tunnel aufzuhalten.

O’Neill: Daniel? Irgend ne Idee was das hier sein soll?

Daniel: Na ja, es sieht nach einer hoch entwickelten Kultur aus. Allerdings leer und verlassen.

Carter: Keine Lebenszeichen zu erkennen.

Dann gelangen sie vor einem runden, verschlossenen Durchgang. An der Wand, neben dem Durchgang, befindet sich ein roter, ovaler Kristall.

O’Neill: Teal’c? Was denkst du?

Teal’c: Das ist ein altes Goa’uld-Zeichen.

Teal’c geht zu dem Kristall und berührt es. Aus dem Rot, wird ein sprenkelndes Orange. Die Tür rollt zur Seite in die Wand und dahinter befindet sich ein weiterer Raum. Die Wände sind beschriftet mit Hieroglyphen. Sieht alles sehr nach Goa’uld aus.

O’Neill: Gelüftet wurde hier jedenfalls schon lange nicht mehr.

Sie betreten den Raum und durchleuchten alles mit ihren Taschenlampen. Doch dann stolpert Daniel halb über etwas. Es sind Leichen.

Daniel: Schande!

Sie sehen nicht aus wie Menschen, aber scheinen schon eine ganze Weile dort zu liegen.

O’Neill: Okay, Masken auf.

Sie stülpen sich alle ihre Masken über.

Teal’c: Hier ist noch einer.

O’Neill: Da drüben sind noch ein paar.

Sam sieht dann im Lichtstrahl der Taschenlampe eine Eintrittswunde am Nacken.

Carter: Es sind keine Menschen, es sind Goa’uld.


INTRO


Szene: Grabkammer, Planet

Teal’c leuchtet auf den Kristall an der Wand, der sich in diesem Raum befindet.

Teal’c: Sieht aus, als jemand versucht den Mechanismus zu beschädigen.

Carter: Vielleicht haben sie versucht das hier zu verhindern.

Daniel (leuchtet auf eine Inschrift): Teal’c, kommt dir das Symbol hier bekannt vor?

Teal’c: Das ist das Wappen der Linvris.

O’Neill: Und was ist das? Oder wer?

Teal’c: Eine kleine Gruppe niedriger Goa’uld, die gegen die System Lords kämpfen.

O’Neill: Eine kleine Gruppe?

Teal’c: Ja. Es sind insgesamt neun.

Carter (leuchtet die Leichen ab): Fünf… sechs… sieben… acht.

Daniel: Neun. (Er leuchtet unter einen Tisch, wo noch eine Leiche liegt.)

Carter: Das waren dann alle.

Daniel (hebt eine Platte auf): Das ist ein Goa’uld-Scheibeninstrument. Ich kenne es noch von Argos.

Carter: Können Sie das lesen?

Daniel: Teilweise. Das ist so eine Art Schlachtplan. Aber mir fehlt das Handgerät zum Durchblättern der nächsten Seiten.

Jack leuchtet zu der Leiche unterm Tisch. Unter seinem Gewand lugt etwas heraus.

O’Neill: Dieses Ding da?

Daniel hebt es auf und fährt damit über die Platte.

Daniel: Es passiert nichts.

Doch dann dreht sich Daniel plötzlich ruckartig herum.

O’Neill: Was ist los?

Daniel: Ich habe gespürt, wie mich etwas berührt hat.

Sie leuchten alles ab, aber nichts ist zu sehen.

O’Neill: Na schön, Leute, lasst uns einpacken und verschwinden. Das ist ein Fall für die medizinische Quarantäneeinheit. Mir ist das zu ungemütlich.

Sie verlassen den Raum.


Szene: Umkleideraum, SGC

Daniel kommt in einem Bademantel und sich den Kopf rubbelnd aus der Dusche, als er plötzlich eine Frauenstimme hört.

Frauenstimme: Dr. Jackson.

Daniel: Augenblick noch.

Er will sich gerade fertig machen, als die Stimme wieder ertönt.

Frauenstimme: Dr. Jackson.

Er sieht sich um, aber niemand ist da. Dann sieht er, wie der Wasserhahn des Waschbeckens zu tropfen beginnt. Er hält seine Hand darunter, schaut kurz in den Spiegel und dreht sich dann wieder um.

Gerade als Daniel die Umkleideraumtür öffnet, kommt Sam auf ihn zu.

Carter: Daniel.

Daniel: Haben Sie mich gerade gerufen?

Carter: Nein.

Daniel (sieht sie verwirrt an): Sie haben mich nicht gerade eben im Umkleideraum gerufen?

Carter: Nein, habe ich nicht. Ah, General Hammond erwartet uns zur Abschlussbesprechung.

Sie geht schon mal vor, aber Daniel scheint das alles ziemlich verrückt vorzukommen.


Szene: Besprechungsraum, SGC

SG-1 und Fraiser sitzen am Tisch. Vor ihnen liegen die Fotografien der gefundenen Leichen.

Janet: Die Goa’uld sterben vor ihren Wirten. Wir wissen das aufgrund eines besonderen Proteinrückstandes, der sich in den Wirten befindet, sobald ein Goa’uld stirbt.

Carter: Denselben Proteinrückstand wie bei mir, als Jolinar getötet wurde?

Janet: Ja.

Hammond: Was war die Ursache für ihren Tod, Doktor?

Janet: Tja, Sir, im Moment kann ich Ihnen keine genaue Auskunft darüber geben – wenn überhaupt jemals.

Hammond: Wieso nicht?

Janet: Bei Major Carter konnten wir beobachten, dass ein toter Symbiont sehr schnell zerfällt und sein Wirt ihn absorbiert. Allerdings war das unser einzigstes Forschungsobjekt.

O’Neill: Und was ist mit biologischen Waffen? Giftstoffen oder so was?

Teal’c: Die Goa’uld sind immun dagegen.

Daniel: Was ist mit den Wirten?

Janet: Nichts Außergewöhnliches. Keine Wunden, keine Infektionen.

Daniel: Na schön. Und wieso sind sie tot?

Janet: Teal’c hat gesagt, die Tür war von Innen verriegelt. Eingeschlossen ohne Nahrung und Wasser sind sie vermutlich verhungert.

Hammond: Mich interessiert mehr, wer die Goa’uld getötet hat und wieso?

Teal’c: Für mich ist das die Handschrift der System Lords.

O’Neill: Aber wenn die Tür von Innen verriegelt war, wie kamen dann die Typen da wieder raus?

Carter: Vielleicht waren sie unsichtbar. Und wir haben ihnen die Tür geöffnet.

Hammond und Jack tauschen einen Blick aus, sie denken beide dasselbe.

O’Neill: Reetou. Sie glauben, das waren Reetou?

Sam zuckt nur mit den Schultern.

Teal’c: Die Reetou würden den Wirt nicht verschonen. Ihre Waffen sind für Menschen extrem gefährlich.

O’Neill: Na ist das nicht toll?

Hammond: Dr. Jackson, was ist mit dieser Goa’uld-Tafel?

Hinter ihnen wird das Stargate angewählt.

Davis (über Lautsprecher): Aktivierung von außen.

Daniel (schaut kurz zum Tor und dann wieder zurück): Ähm, das ist ein Goa’uld-Dialekt, ähnlich dem Lateinischen. Teal’c und ich glauben es ist eine Art Schlachtplan. Ich versuche noch weitere zu entziffern, falls es noch welche geben sollte.

Hammond: Dr. Jackson, die Übersetzung dieser Tafel erhält höchste Priorität, verstanden?

Daniel: Ja, Sir.

Hammond: Wegtreten.

Er steht auf, genau wie die anderen, als sich im Torraum das Wurmloch etabliert. Daniel geht zum Fenster und schaut hinunter in den Torraum. Jack stellt sich neben ihn.

Davis (über Lautsprecher): SG-7 kehrt zurück.

SG-7 kommt durch das Tor, aber sie sehen nicht aus, wie wir es gewohnt sind, sondern wie Linvris. Einer von ihnen schaut zu Daniel auf und dieser schaut schnell zu Jack, um nachzusehen, ob auch er das sieht, was sein Auge ihm da zeigt. Aber Jack zeigt keinerlei merkwürdige Reaktion. Als Daniel wieder zurück in den Torraum sieht, sind SG-7 wieder Menschen. Sie sind wieder normal. Leicht verwirrt starrt er durch die Scheibe.


Szene: Daniels Labor, SGC

Daniel arbeitet an der Übersetzung, er schluckt ein paar Pillen.

Daniel: Influ… Infle… Infiltration. Eintritt durch Infiltration. Infiltration…

Männerstimme (flüsternd): Daniel.

Daniel schaut auf.

Männerstimme: Daniel! Daniel!

Es ist die Stimme eines alten Mannes, aber dennoch ist niemand zu sehen. Dann hören wir das Geräusch wie Chevrons aktiviert werden. Sie kommen aus einem Schrank. Langsam steht Daniel auf und geht zu dem besagten Schrank hinüber. Wir hören das Kawoosh-Geräusch und als Daniel die Schranktüren öffnet, sehen wir einen Ereignishorizont im Schrank.

Männerstimme: Wenn du etwas lernen willst, geh durch dieses Tor.

Daniel (starrt auf den Horizont): Das kann nicht wahr sein.

Er berührt es leicht, doch dann schießt eine Hand heraus und packt ihn an seinem BDU-Shirt und will ihn in den Schrank ziehen.

Daniel: Hilfe!

Ein Kopf kommt aus dem Blau geschossen, es ist ein Linvri.

Daniel: So Hilfe!

Doch er kann sich nicht wehren und wird in den Ereignishorizont gezogen.


Szene: Krankenstation, SGC

Ein verschwommenes Bild von Jack, wie er mit einem Infusionsbeutel spielt. Daniel liegt auf einem Bett und beobachtet ihn. Dann bemerkt Jack, dass Daniel wach ist und legt den Beute wieder weg.

O’Neill: Hallo.

Daniel: Hallo.

O’Neill: Was ist passiert?

Daniel (fast sich an die Stirn): Glauben Sie an Geister?

O’Neill: Ah… nein. Nein.

Daniel: Ich auch nicht. Da bedeutet, es gibt eine logische Erklärung dafür.

O’Neill (setzt sich auf einen Stuhl): Wofür?

Daniel: Als wir in diesem Linvris-Raum waren, hat mich etwas berührt. (Jack nickt) Und ich habe Stimmen gehört. Und jetzt begegnen mir immer wieder diese toten Goa’uld.

O’Neill: Wo?

Daniel: Letzte Nacht sind sie in meinem Schrank gewesen. (Jack zieht nur seine Augenbrauen hoch) In einer Art… Stargate – Ereignishorizont, aber ohne das Tor.

O’Neill: Im Schrank?

Daniel: Ja. Ich glaube sie sind nicht tot.

O’Neill: Wer? Die komischen Skelette?

Daniel: Nein, die neun Goa’uld, die sie als Wirt benutzten. Bei der Übersetzung der Scheibe dachte ich, es handelt sich um einen Angriffsplan, doch dann stellte sich heraus, dass sie doch etwas anderes meinten. Eintritt durch Infiltration.

O’Neill: Und Sie glauben das geschieht jetzt?

Daniel: Ja.

O’Neill: In Ihrem Schrank?

Daniel: Teal’c hat gesagt die Linvris wurden von den System Lords gejagt. Vielleicht haben sie eine Technologie entwickelt, um sich zu verwandeln in eine… ich weiß nicht, Energie oder so was.

O’Neill: Energie?

Daniel: Zum Beispiel. (Jack zuckt nur mit den Schultern) Keine Ahnung wie, das müsste Sam feststellen. Der Punkt ist, sie sind hier. (Jack ist ziemlich skeptisch) Sie haben sich hier irgendwie eingeschlossen und jetzt wollen sie mich als ihren Wirt.

O’Neill (verschränkt die Arme): Alle neun?

Daniel (merkt, dass er ihm nicht glaubt und schaut an die Decke): Klingt verrückt, nicht wahr?

O’Neill (verzieht sein Gesicht): Hmm… ja. Sie müssen zugeben, dass es einige Lücken in Ihrer Theorie gibt.

Daniel: Na ja, das ist nur eine Theorie, kein Beweis.

O’Neill: Warum sind Sie der einzige, der sie sehen kann? Was haben die gegen meinen Schrank? Nehmen die Ihren, weil der ordentlicher ist?

Daniel: Kann ich nicht sagen. Die einzig andere Theorie, die mir einfällt lautet, dass ich am Rande eines Nervenzusammenbruchs stehe. (Er macht nervöse Lachgeräusche)

O’Neill: Oder so was in der…

Daniel: … in der Richtung.


Szene: Besprechungsraum, SGC

Jack wird bereits von MacKenzie, Hammond, Sam, Janet und Teal’c erwartet.

O’Neill: Dr. MacKenzie.

MacKenzie: Colonel.

O’Neill: Was jetzt kommt wird mir nicht gefallen, oder?

Er setzt sich neben Sam auf den freien Stuhl.

Hammond: Zu Doktor MacKenzies Aufgaben gehört es die psychologischen Daten der Stargate-Einheiten zu analysieren und nach Besonderheiten im Anschluss an Stargate-Missionen zu suchen. Dr. Jacksons Verhalten gestern ist eine ernstzunehmende Besonderheit.

MacKenzie (zu O’Neill): Dr. Fraiser behandelt Sie seit einiger Zeit wegen Kopfschmerzen.

Jack schaut von ihm zu Janet, die ihren Blick abwendet und hinunter auf ihre Unterlagen schaut und dann wieder zum anderen Doc.

O’Neill: Ja. Was hat das mit Daniel zutun?

MacKenzie: Sie sind keine Ausnahme. Dreiundfünfzig Prozent aller Stargate-Einheiten haben ständig damit zu tun.

O’Neill: Ne Menge Leute haben Kopfschmerzen. Das ist nichts Besonderes.

MacKenzie: Dr. Jackson zeigt Symptome in seinem Verhalten, die ich als erstes Anzeichen einer wahnhaften Umbildung der Persönlichkeit, also Schizophrenie, diagnostiziere.

Janet: Migräneanfälle sind solche Anzeichen.

O’Neill: Moment mal. Daniel ist schizophren und die Ursache dafür ist das *Stargate*?

Janet: Das ist die einzig logische Erklärung, die wir haben, Colonel.

O’Neill: Also das klingt für mich ziemlich weit hergeholt. Vielleicht hat er einfach nur Stress.

Janet: So gern ich das glauben möchte, aber die Befunde sagen etwas anderes. Daniel leidet an Wahnvorstellungen, optischen und akustischen Halluzinationen. (Sam wendet bedrückt ihren Blick von Janet ab)

MacKenzie: Dr. Jacksons Dopamienwerte sind im linken Bereich des Gehirns überhöht. Alles Symptome klassische Schizophrenie.

Carter: Ich verstehe nicht. Wie kann dann so etwas passieren, ohne das geringste Anzeichen?

Janet: Niemand kennt die Ursache von Schizophrenie. Manches erklärt sich genetisch, aber es gibt keinerlei Hinweise in Daniels Familie. Wenn sie nicht vererbt wurde, dann kommt sie von außen und das Stargate könnte immerhin ein möglicher Auslöser sein.

Carter: Ich bin genauso oft durch das Tor gegangen wie Daniel, ohne jede Schwierigkeit.

Janet: Tja, danke Jolinar könnte Ihr Körper immun dagegen sein.

O’Neill: Also schön. Nehmen wir mal an Auslöser wäre das Stargate – eine Theorie, der ich nicht ganz folgen kann – aber müssten wir dann nicht ein Schild am Tor anbringen mit der Aufschrift: 'Sternentorreisen gefährden Ihre Gesundheit’? Es wäre doch ein Vorschlag.

Carter: Finde ich auch, Sir.

Hammond: Die Air Force sieht das anders. Ich kann nicht riskieren, dass ein Stargate-Mitglied in einer Krise Wahnvorstellungen bekommt. Deswegen lassen wir im Augenblick alle SG-Teams zurückrufen, um sie gründlich zu untersuchen.

Carter: Sie wollen das gesamte Programm stoppen?

Hammond: Nein. Nur bis Dr. MacKenzie seinen Abschlussbericht vorlegt. Sollte er Beweise vorlegen können, wird die Anzahl der Expeditionen erheblich reduziert. Und so lange ist auch das Sternentor geschlossen.

O’Neill: General.

Hammond: Keine Diskussionen mehr, Colonel.

O’Neill: Natürlich nicht.

Carter: Was wird mit Daniel, Sir?

MacKenzie: Zunächst werden wir ihn medikamentös behandeln und ihn in einen der VIP-Räume unterbringen.

Janet: Aber wenn seine Symptome anhalten und er eine Gefahr für sich selbst und andere wird, müssen wir ihn in die Psychiatrie einweisen.

Sam sieht sie mit hochgezogenen Augenbrauen an und schaut dann zu Jack, der genauso schockiert zu ihr rüberschaut, es aber noch sichtlich besser verstecken kann.


Szene: VIP-Raum, SGC

Daniel und Jack spielen Schach. Daniel macht gerade seinen Zug.

Daniel: Schach.

Jack macht seinen Zug.

Daniel: Oh.

O’Neill: Was ist? Nicht gesehen?

Daniel: Nein… ich habe gerade an was anderes denken müssen

Er macht den nächsten Zug.

Daniel: Schachmatt. (Jack schaut etwas bedröpelt auf das Brett) Das hätte ich schon vor zwei Zügen haben können, aber ich habe es übersehen.

O’Neill: Na ja… habe ich mir schon gedacht.

Daniel: Ich weiß nicht, was das ist. Ich fühle, ich fühle mich gut. Kein Stress, keine Kopfschmerzen, alles… ganz normal.

O’Neill: Och, das war einfach nur der übliche Stress. Und ich habe eine ausgesprochen beruhigende Wirkung auf gestresste Menschen. (Er lächelt kurz) Wie wär’s mit ner Runde Rommé?

Daniel: Davon habe ich nicht besonders viel Ahnung.

O’Neill: Gut! Holen die Karten.

Daniel lacht leicht und geht zu einem kleinen Schrank, als er wieder die Chevron-Geräusche hört. Er sieht zu Jack, aber dieser räumt seelenruhig das Schachspiel ein. Kurz bevor man hören kann, wie sich der Ereignishorizont etabliert, öffnet er die Tür, aber diesmal ist alles normal. Er starrt einen Augenblick auf die Dunkelheit und holt dann die Karten mit einem Block heraus. Er setzt sich hin und will gerade die Namen aufschreiben, als er das fiepende Geräusch einer Goa’uld-Larve hört. Er schaut auf und Jack ist damit beschäftigt die Karten zu mischen, doch Daniel sieht die Larve auf seinem Arm sitzen.

Daniel: Jack?

O’Neill: Ja? (Bei ihm ist alles normal) Was ist?

Daniel: Nichts weiter.

Daniel macht sich dran die Namen aufzuschreiben.

O’Neill: Alles klar?

Daniel (hört noch immer den Goa’uld): Mir geht’s gut. Und wie geht’s Ihnen?

Und mit einem Satz dringt die Larve in Jack ein. Seine Augen leuchten kurz auf.

O’Neill: Gut. Wirklich gut.

Daniel (springt auf und stürzt sich auf Jack): Da ist ein Goa’uld! Ich muss ihn rausholen!

O’Neill (befreit sich aus seinem Griff): Nein, Daniel! Hier ist nirgendwo ein Goa’uld!

Daniel: Tut mir Leid. Ich dachte… ich hätte da was gesehen. (Er fasst sich an die Stirn.)

O’Neill: Alles in Ordnung. Kommen Sie. (Daniel bricht fast zusammen, Jack hilft ihm sich auf den Boden zu legen) Ruhig, ganz ruhig. Vorsichtig… ja.

Als Daniel sicher liegt, springt Jack auf und geht zum Telefon. In der Nahaufnahme von Daniels Gesicht sehen wir, wie sich etwas Kleines unter seiner Haut bewegt.


Szene: Gummizelle, Psychiatrie

Daniel ist in einer Gummizelle. MacKenzie führt Jack, Sam und Teal’c in die Zelle hinein.

MacKenzie: Erwarten Sie nicht zu viel. Wenn er unruhig wird, rufen Sie die Pfleger.

Daniel sitzt auf dem Boden. Seinen Kopf hat er hinter seinen Händen vergraben und es bricht einem nur das Herz in so zu sehen. Sam geht es nicht anders. Jack wendet kurz seinen Blick ab, als er seinen Freund so da sitzen sieht.

Aus Daniels Sicht sieht er nur die Füße seiner Freunde und es sind nur unscharfe Umrisse. Auch als er aufsieht, ist alles ziemlich verschwommen.

Daniel: Jack?

Carter: Wir sind’s, Daniel. Können Sie uns erkennen?

Daniel (schließt kurz seine Augen): Ich wollte mich nur davon überzeugen, dass ich mir… das nicht nur einbilde. Die haben meine Brille einkassiert, damit ich nicht meine Gläser zerbreche und… versuche… mich zu verletzen.

Sam schließt tief durchatmend ihre Augen.

O’Neill: Behandeln die Sie anständig?

Daniel: Ja.

Er vergräbt erneut sein Gesicht und beginnt zu weinen. Gott, ist das schrecklich ihn so zu sehen!

Daniel (weinend): Tut mir Leid.

O’Neill: Was denn?

Daniel: Dass nichts mehr funktioniert.

Carter (mit Tränen erstickter Stimme): Das ist nicht Ihre Schuld, Daniel.

Teal’c: O’Neill glaubt, dass es was mit dem Linvris zu tun hat.

O’Neill: Erinnern Sie sich an den Raum? Sie haben gesagt, irgendetwas hätte Sie berührt.

Daniel: Ja…. Die sind das gewesen. Ich weiß, das klingt nicht sehr glaubhaft, aber ich habe sie gespürt. (Er sieht sich um) Sie haben mich gehört.

Er hört Schritte und krabbelt in eine Ecke, wo er sich zusammenkauert.

Daniel (ängstlich): Sie kommen!

Teal’c zieht eine Augenbraue hoch, Sams Blick sieht so verletzt aus, dass es einem wirklich wehtut.

Daniel: Sie kommen…

Teal’c: Hier sind nur deine Freunde, Daniel Jackson.

Daniel: Sie kommen! (Er drückt sein Gesicht in die gepolsterte Wand) Ich höre ihre Schritte! Sie kommen näher…

O’Neill: Daniel, hier kommt niemand. Glauben Sie mir. Beruhigen Sie sich.

Doch Daniel presst seine Hände vor sein Gesicht.

Daniel: Schritte…

Er hält sich die Ohren zu und als er dann aufsieht, sieht er zwischen Sam und Teal’c einen der Linvris stehen. Er beginnt verrückt zu lachen, wie ein Geisteskranker. Sam würde am liebsten von dort verschwinden. Daniel zeigt auf die Erscheinung.

Daniel: Ich habe es doch gesagt. Da ist einer von ihnen. Er ist hier.

Teal’c: Hier niemand außer uns, Daniel Jackson.

Daniel: Doch da ist er.

Er beginnt wieder zu lachen.

O’Neill: Sollen wir die Pfleger rufen?

Sam ringt um ihre Fassung; sie nickt und geht zur Tür und klopft an die Scheibe. Doch dann springt Daniel auf und will sich auf den Linvri stürzen, aber Teal’c hält in einem festen Griff fest. Und der Linvri verschwindet. In diesem Moment sehen wir, wie etwas kleines Blaues aus Daniels Ohr in Teal’cs Hand kriecht. Er reißt sich von Teal’c los und stolpert zurück bis zur Wand.

Daniel: Da ist gerade was in Teal’c reingeschlüpft.

Zwei Pfleger betreten den Raum und drücken ihn auf den Boden.

O’Neill: Sie leiden an Halluzinationen, Daniel.

Daniel: Was steht ihr denn da rum? Holt ihn wieder raus!

Eine Schwester gibt ihm eine Spritze. MacKenzie betritt ebenfalls die Zelle. Aber dann hören wir die Stimme von Machello.

Machello: Du hast mich zu dem schlechten Goa’uld gebracht, damit ich ihn vernichten kann.

Daniel: Machello!

MacKenzie: Okay, wir müssen die Dosis erhöhen. Fünf Milligramm alle vier Stunden.

Sam steht kurz davor in Tränen auszubrechen und Jack atmet einmal tief durch.

Daniel: Machello.

Das Bild vor seinen Augen verschwimmt und wird schwarz.


Szene: Korridor, SGC

Sam und Jack vorne weg treten aus dem Fahrstuhl. Teal’c ist hinter ihnen.

Carter: Gott, ist das furchtbar ihn so zu erleben.

O’Neill: Nichts ist schlimmer als den Verstand zu verlieren und das auch noch zu wissen.

In diesem Moment wird Teal’c ziemlich schwach auf den Beinen und bricht zusammen. Sam und Jack fangen ihn auf und bringen ihn geradewegs auf die Krankenstation.


Szene: Gummizelle, Psychiatrie

Daniel liegt auf dem Boden an der Wand. Er scheint etwas zu träumen. Es sind Rückblicke zu Machello.


RÜCKBLICK

Szene: Seelenwanderung

Machello: Erfindungen, um die Goa’uld zu bekämpfen.

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Ein Flashback zurück, wo er von den Pflegern festgehalten wird.

Daniel: Machello.

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Zurück zu: Seelenwanderung

Machello: Ja! Erfindung, um die Goa’uld zu bekämpfen!

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Flashback zurück, wo das blaue Etwas in Teal’c eindringt.


FLASHBACK ENDE


Daniel öffnet langsam seine Augen und steht dann auf. Er rennt zur Tür, wo er gegen die Scheibe hämmert.

Daniel: Dr. MacKenzie! Dr. MacKenzie!


Szene: Krankenstation, SGC

Teal’c befindet sich in einem Isolationszelt. Janet hat seine Daten untersucht und kommt heraus, wo die anderen bereits warten.

Janet: Teal’cs Symbiont liegt im Sterben. Ich habe keine Erklärung wieso.

O’Neill: Teal’c, was ist mit dieser Kel’no’reem – Geschichte?

Teal’c schüttelt nur schwach den Kopf.

Hammond: Hat er auch Halluzinationen, wie Dr. Jackson?

Janet: Nein. Seine Dopamienwerte sind normal. Außerdem hatte Daniel andere physische Symptome. Hier sehe ich keine Verbindung.

O’Neill: Und wie viel Zeit würden Sie Teal’c noch geben?

Janet: Ohne einen anderen Symbionten, einen Tag, zwei… vielleicht noch weniger. Selbst wenn wir noch eine Goa’uld-Larve finden würden, ist es nicht sicher, ob diese überleben könnte.


Szene: Gummizelle, Psychiatrie

MacKenzie, eine Schwester und zwei Pfleger betreten die Zelle. Daniel massiert sich den Nasenrücken.

MacKenzie: Dr. Jackson?

Daniel: Sekunde. Eine Sekunde noch.

MacKenzie: Hören Sie, Daniel. Es ist Zeit für Ihre Medikamente.

Daniel (steht auf und stolpert mehr in seine Ecke zurück): Ich brauche keine Drogen mehr. Ich muss die, die sich in meinem Körper befinden, erst einmal rausbekommen.

MacKenzie: Nein, Daniel, Sie brauchen Ruhe.

Daniel: Ich glaube, ich habe mich genug ausgeruht. (MacKenzie nimmt die Spritze von der Schwester) Bitte sagen Sie mir nur eins. Ist Teal’c krank?

MacKenzie: Nicht, dass ich wüsste. Ich war nicht im Stargate-Center. (Daniel boxt mit seinem Ellbogen gegen die Wand) Dr. Jackson, ich muss darauf bestehen, dass Sie sich beruhigen, sonst muss ich Ihnen noch mehr Beruhigungsmittel geben.

Daniel: Warum haben Sie es so eilig mich für verrückt zu erklären? Dass ich gefährlich bin und nicht mehr weiß, was ich tue? (MacKenzie sieht ihn nur an) Das liegt bestimmt daran, dass ich mich so aufführe, oder? (Er kommt aus seiner Ecke wieder raus) Ich, ich muss nur dieses Zeug aus meinem Körper bekommen. Hören Sie, das werden Sie vermutlich dauernd von Ihrem Patienten zu hören bekommen, aber ich glaube, ich bin geheilt.

MacKenzie: Sie haben Recht. Das höre ich andauernd. Ich fürchte so funktioniert das nicht. Sie können nicht über Nacht so ein Krankheitsbild ablegen.

Die Pfleger und MacKenzie kommen ihm immer näher.

Daniel (drückt sich weiter an die Wand): Doch das geht. Wenn in Ihnen ein außerirdischer Mechanismus steckt, der Sie glauben lässt, Sie wären krank, obwohl Sie es nicht sind.

MacKenzie: Mm hm, und ähm, wie haben Sie das rausgefunden?

Daniel: Machello hat es mir gesagt.

MacKenzie: Machello?

Daniel: Ein Außerirdischer. Wir begegneten ihm auf P3C-599.

MacKenzie (kommt Daniel mit Spritze noch ein Stückchen näher): Dr. Jackson, Sie hatten hier keine Besucher.

Daniel: Nein, natürlich nicht. Verstehen Sie, Machello ist tot.

MacKenzie: Tot? Und doch hat er Ihnen erzählt, dass sich in Ihrem Innersten, was befindet, was Sie verrückt erscheinen lässt?

Daniel (denkt einen Moment darüber nach): Guter Einwand. (Zeigt auf den Doc) Ich würde mir das an Ihrer Stelle auch nicht abkaufen. Tun Sie mir nur einen Gefallen, ja? Rufen Sie Dr. Fraiser an. Fragen Sie sie, ob Teal’c krank ist. Wenn er es ist, müssen Sie mir versprechen, dass ich mit Jack O’Neill reden darf.


Szene: Krankenstation, SGC

Teal’c scheint es immer schlechter zu gehen. Janet steht an seiner Seite. Auf einem Bett daneben sitzen Sam und Jack. Hammond kommt zu ihnen.

Hammond: Dr. MacKenzie ist der Ansicht, dass sich Dr. Jacksons Zustand verändert hat.

Janet: Verändert, Sir?

Hammond: Er bittet darum, dass Sie zu ihm kommen, Colonel.

Jack steht sofort auf und geht.


Szene: Gummizelle, Psychiatrie

Daniel sitzt auf dem Boden. Seine Beine sind angewinkelt und er sieht nachdenklich aus. Ein Pfleger öffnet die Tür und Jack kommt herein. Augenblicklich steht Daniel auf.

O’Neill: Hey, Daniel.

Daniel: Sie, Sie müssen nicht mehr allzu vorsichtig sein. Es, es geht mir besser.

O’Neill: Habe ich gehört. Ah, es ist auch nicht so, dass ich das bezweifle, aber wie konnte das Ihrer Meinung nach so schnell gehen?

Daniel: Das verstehe ich selbst auch nicht ganz, aber ich habe gesehen, wie etwas von mir in Teal’c eindrang. Und dann habe ich Machellos Stimme gehört.

O’Neill: Ah ha. Machello?

Daniel: Lassen Sie mich zu Ende reden. Ich glaube nicht, dass es Machello persönlich war. Es war wohl eher eine Art technologische oder organische Aufzeichnung. Ich habe offensichtlich Machello mit dem schlechten Goa’uld konfrontiert. (Jack zieht verwirrt seine Augenbrauen hoch) Mich hat das auch verwirrt. Vielleicht befand sich auf einmal eine Art von Goa’uld-Killer in mir. Eine von Machellos Erfindungen.

O’Neill: Und deswegen wurden… wurden Sie irre?

Daniel: Und weil kein Goa’uld in mir war, wütete diese Erfindung in meinem Organismus als wäre ich… (Er macht eine kreisende Handbewegung an seinem Kopf)

O’Neill: Sagen wir *irre*?

Daniel: Schizophren.

O’Neill: Ah.

Daniel: Sagen Sie, Teal’c ist krank, nicht wahr?

O’Neill: Richtig.

Daniel: Und er ist Wirt für einen Goa’uld.


Szene: Krankenstation, SGC

Daniel ist zurück. Er hat seine Brille wieder und trägt normale Kleidung. Er sieht nach Teal’c. Sam und Jack sitzen nebeneinander auf dem Bett. Janet kommt zu ihnen.

Fraiser: Ihre Dopamienwerte sind wieder normal.

Daniel: *Ich* bin wieder völlig normal.

Carter: Okay, angenommen Ihre Vermutung über Machellos Goa’uld-Killer wäre richtig, warum hat das so lange gedauert, bis sie in Teal’c eindrangen?

Daniel: Ich weiß es nicht. Vielleicht waren sie nicht dicht genug an ihm ran, um seine Goa’uld-Larve zu entdecken. Ich hatte genug Zeit in dieser Gummizelle über alles nachzudenken. Es ergibt einen Sinn. Warum bin ich wieder normal? Und was für ein Zufall. Kurz nachdem er mich berührt hat, ist Teal’c krank.

O’Neill: Gut, aber wieso wurde ich nicht krank, als wir Karten spielen wollten und Sie auf mich losgegangen sind?

Daniel: Weil Sie doch keine Goa’uld-Larve in sich tragen.

Janet: Na schön, Daniel. Aber wir haben alle uns bekannten Tests durchgeführt. EEG, Röntgen und Blutuntersuchungen. Es gab nichts Ungewöhnliches bei Teal’c und seinem Symbionten.

Daniel: Es ist aber da. Ich weiß es, ich habe es gesehen.

Carter: Daniel, diese Leichen lagen etwa einen Monat dort. Machello ist aber seit sechs Monaten tot. Wie könnte er was damit zutun haben?

Daniel: Wäre es denkbar, dass er diese Tötungsmechanismen vor sechs Monaten versteckt hat? Oder schon vor Jahren? Dann kamen die Linvris dort zu ihrem Treffen zusammen und, und…

O’Neill: Wie eine Landmine?

Daniel: Genau.

Sam grübelt nach und geht dann zu einem Computer rüber.

Daniel: Noch heute explodieren Minen aus dem ersten Weltkrieg, obwohl die Soldaten, die sie gelegt haben, längst tot sind.

Carter: Sie denken Machello ist dafür verantwortlich?

Daniel: Ja.

Carter: Wir haben alles, was wir in Machellos Labor gefunden haben verpackt und in Area 51 gelagert. Und das ist alles in unserer Datenbank.

Sam ruft das Archiv auf und alle stellen sich hinter sie an den Computer.

O’Neill: Das war’s doch. (Er zeigt auf den Bildschirm.) Gerade eben, noch mal zurück.

Daniel: Das sind Gegenstände aus der Linvris-Kammer.

Janet: Warum hat er so viele Umblättervorrichtungen hergestellt?

Carter: Ist das unsere Landmine?


Szene: Labor, SGC

Sam und Janet befinden sich in einem Labor. Sie haben eine ihrer Landminen zur Untersuchung hergeholt. Das Objekt liegt in einer sicheren Quarantänekabine. Sam und Janet stecken ihre Hände in die befestigten Handschuhe, um die Objekte zu untersuchen. Die Tafel liegt ebenfalls vor ihnen.

Janet: Rechts ist die Umblättervorrichtung der Linvris. Und die links stammt aus Area 51.

Carter: Die wir auf Argos gefunden haben, sahen genauso aus. Die Linvris dachten vermutlich das wären ihre.

O’Neill: Ne gute Idee Minen zu tarnen.

Carter: Ja. Die Frage ist nur, wie aktiveren wir sie?

Sie haut mit einer Pinzette einmal auf die Hülle, aber nichts passiert.

Janet: Nein, okay. Ähm, legen Sie es mal ganz vorsichtig auf das Tablett.

Sam legt die 'Mine’ auf die Tafel und siehe da, es öffnet sich. Diese kleinen, blauen Tierchen landen auf der Tafel.

Janet: Da sind sie ja. Ich zähle fünf… zehn insgesamt. Sofern alle Exemplare gleich sind, können wir mit zehn pro Stück rechnen.

Daniel (der im Beobachtungsraum sitzt): Das erklärt, wie ich infiziert wurde. Es waren neun Linvris.

Carter: Als Sie die Vorrichtung aktivierten, fuhr das Letzte in Sie.

Janet: Dann nehmen wir uns mal eins und legen es unter das Mikroskop.

Janet will sich eines nehmen, aber die Tierchen weichen ihr aus und dringen stattdessen durch die Handschuhe in Sam und Janets Hände ein. Schnell ziehen sie ihre Hände heraus und schließen die Kammern.

Janet: Die kommen raus!

Jetzt wandern sie sogar durch das Glas. Jack springt zurück, Sam und Janet kratzen vergebens an ihren Armen.

Daniel (über Lautsprecher): General Hammond, bitte sofort auf Observationsdeck 3.

Jetzt dringen auch ein paar der Viecher in Jack ein.

O’Neill: Ah! Verflucht!

Janet: Nein!

Die zehn Tierchen haben sich auf die drei aufgeteilt und wir sehen, wie sie unter der Haut von ihnen kriechen.

O’Neill: Ah, na toll!

Hammond kommt zu Daniel.

Daniel: Wir hatten einen Zwischenfall.

Hammond (zu den drei): Besteht die Gefahr zu weiterer Kontamination für die Basis.

Janet: Nach allem, was wir bei Daniel beobachtet haben, Sir, ist der Stützpunkt nicht in Gefahr, so lange wir hier drin sind und niemanden berühren.

Hammond (über Lautsprecher): Dr. Warner, bitte schnell zum Observationsdeck 3. Seuchenteam zum Observationsdeck 3 mit sofortigen Sicherheitsscan.

Daniel: Der Schlüssel ist diese Tafel.

Daniel ruft auf seinem Computer das Archiv auf.

O’Neill: Können wir von hier aus irgendetwas tun?

Janet: Nichts, Colonel. Alle Exemplare sind in uns eingedrungen. (Sie rutscht langsam an der Kabine hinunter und setzt sich auf den Boden) Und wir gleich von mehreren Organismen infiziert wurden, können wir davon ausgehen, dass die Wirkung gewaltig sein wird.

O’Neill: Ich möchte mich schon im Voraus entschuldigen, falls ich etwas sage oder etwas tue, was möglicherweise verletzend wäre, denn schließlich werde ich ja IRRE!

Die beiden beginnen erheblich an zu schwitzen und man merkt bereits, dass es Wirkung zeigt. Nur Sam scheint nicht davon betroffen zu sein.

Janet (erschöpft): Gleichfalls, Colonel.

Jack fasst sich mit einer Hand an die Stirn und reißt kurz seine Augen auf.

Carter: Colonel?

Er sieht sie nur noch verschwommen.

Carter: Janet?

O’Neill: Carter?

Als sie wieder zu ihm sieht, leuchten ihre Augen auf. Langsam geht er zu Boden.

Carter (mit Goa’uld-Stimme): Sir? Es geht mir gut.

Daniel: Sam, Sie haben vier von diesen Dingern in sich.

Carter: Ich weiß das. Aber ich spüre nichts.

O’Neill (ist jetzt auf dem Boden): Sie sehen oder hören nichts von all dem?

Carter: Nein, Sir, ich fühle mich vollkommen normal. Vermutlich bin ich dagegen immun.

Wir sehen wie Warner zu Hammond und Daniel kommt.

Warner: Dr. Fraiser, was kann ich für Sie tun?

Janet: Ah, nicht allzu viel, fürchte ich.

Carter: Doktor, mir geht es immer noch gut. Sir, ich hätte gerne, dass Dr. Warner ein paar Tests mit mir durchführt, um die Ursache zu erkennen.

Hammond: Ich fürchte, das können wir nicht machen. Möglicherweise infiziert sich dann eine weitere Person oder sogar der ganze Stützpunkt.

Daniel: Diese Organismen haben meinen Körper verlassen. Ich könnte immun sein, also bin ich auch der einzige, der ihnen da drinnen helfen kann.

Hammond: Aber wir wissen es nicht, Dr. Jackson. Das Risiko ist zu groß. (Zu Sam) Dr. Warner wird nicht zu Ihnen geschickt. Wir holen jeden hier her, der uns möglicherweise helfen kann. Aber Sie müssen die Lösung da drinnen finden.

Carter: Ich verstehe, Sir.

Sie dreht sich um und stöhnt dann auf. Sie fasst sich an den Kopf.

Carter: Ah! Ich glaube, ich habe mich zu früh gefreut.

Daniel: Was ist los?

Carter: Oh Gott! Irgendwas passiert hier grade.

Die vier Viecher flutschen aus ihrem Ohr heraus. Einmal draußen, sehen sie aus wie ovale Kapseln. Vorsichtig berührt sie eine der Kapseln auf den Boden. Sie sind umgeben von einer Geleeartigen Flüssigkeit.

Carter: Ich glaube, sie sind tot. Daniel, ich könnte schwören, ich hörte…

Daniel: Machello?

Carter: Ja! Er hat gesagt: 'Mein Goa’uld-Opfer ist tot’ Aber ich trage in mir keinen Goa’uld.

Daniel: Sie trugen einen.

Carter: Das muss es sein. Janet hat gesagt, wenn ein Goa’uld zugrunde geht, dann löst er sich in seinem Wirt auf und hinterlässt einen Proteinrückstand.

Daniel: Dann sind diese Goa’uld-Killer draufgegangen, weil sie den Proteinrückstand entdeckten? (Sam nickt) Aber das ergibt keinen Sinn. Wieso ist Jack dann nicht immun? Er müsste doch auch einen Proteinrückstand von Hathors Goa’uld aufweisen.

Carter: Nein. Nein, dieser Goa’uld hat Colonel O’Neills Körper verlassen, bevor er ihn wirklich durchdrungen hatte. (Sam kniet sich hinunter zu Janet) Janet? Können Sie mich verstehen? (Sie zittert am ganzen Körper) Könnten wir nicht einfach allen Infizierten etwas von meinem Blut spritzen?

Warner: Nein. Ihre Blutgruppen sind verschieden. Man müsste versuchen das Protein aus Ihrem Blut zu isolieren.

Carter: Na gut. Und, und wie stelle ich das an?

Warner: Sie verfügen nicht über die notwendigen Geräte. Außerdem würde es Wochen dauern.

Carter: Ich bitte Sie! Es muss doch eine Möglichkeit geben.

Warner: Tut mir Leid, aber das geht nur mit einer Flüssigkeitshochdruckchromatographie, um die Proteinanteile vom Blut zu trennen und zu isolieren. Dann wählen Sie vielleicht dreißig bis vierzig Proteine, dann folgt ein Analyseverfahren, um festzustellen –

Das wird selbst Sam zu viel. So fühlt man sich also, wenn man kein Wort versteht.

Carter: Okay! Danke! Schon kapiert.

Janet (mit zitternder Stimme): Zen… tri… fuge.

Carter: Was? (Sie kniet sich zurück zu Janet) Was ist mit einer Zentrifuge?

Janet: Geben Sie… so viel.. Blut wie möglich… in eine… Zentrifuge.

Sam holt alle Utensilien, um sich Blut abzunehmen. Sie bindet sich den Arm ab, während Janet damit beschäftigt ist, sich ihre Bluse aufzuknöpfen.

Warner: Sie verschwenden Ihre Zeit, Major.

San hört nicht auf ihn, sondern bereitet die Spritze vor. Sie sticht sich die Kanüle in den Arm und nimmt sich Blut ab.

Carter (geht zurück zu Janet): Okay, was jetzt?

Janet (knöpft sich weiter die Bluse auf): Mir ist so heiß. Mir ist so heiß! Die versuchen uns zu ersticken!

Carter: Janet!

Als Janet zu ihr sieht, sieht sie alles verschwommen. Sam Augen leuchten auf.

Janet (kriecht von ihr davon): Nein! Du bist ein Goa’uld! Geh sofort weg!

Carter (mit Goa’uld-Stimme): Ich bin kein Goa’uld, Janet. Ich bin’s. Sam. (Janet versucht dagegen anzukämpfen; jetzt redet sie wieder mit normaler Stimme) Ich bin Ihre Freundin.

Janet (kneift die Augen zusammen): O…Okay. Sie müssen das… Reagenzglas in die Zentrifuge stellen.

Sam macht, was Janet ihr sagt. Sie steckt das Reagenzglas in die Zentrifuge und aktiviert sie. Nach einer Weile ist das Zentrifugieren fertig und Sam nimmt das Reagenzglas wieder heraus.

Carter: Janet? Hey! Nicht einschlafen. (Janet liegt jetzt zusammengekauert in Fötusstellung auf dem Boden) Wir versuchen das Protein aus meinem Blut herauszufiltern. Wissen Sie noch? Das Blut war in der Zentrifuge. Wie geht’s weiter?

Warner: Das ist Zeitverschwendung. Sie glaubt es gibt eine Lösung, aber sie ist verwirrt. Es gibt nur eine Möglichkeit das Protein zu separieren.

Janet: Das… ist… nicht wahr. Es ist nur… wichtig… die Blutzellen… zu trennen.

Daniel: Was, was meint sie damit?

Warner: Ich weiß worauf sie hinaus will. Jetzt verstehe ich, was Sie meinen. Versuchen Sie bloß nicht die Proteine zu separieren. Entnehmen Sie bloß die herausgefilterten Bestandteile und spritzen Sie den beiden den Rest.

Daniel: Was?

Warner: Was die Blutgruppen untereinander unverträglich macht, sind die roten Blutzellen und ein paar andere Dinge im Plasma. Wenn wir das rausfiltern, ist der Rest ungefährlich.

Janet: Schock… gefrierung…

Carter: Schockgefrierung? Was, äh…?

Warner (überlegt kurz): Major, sehen Sie nach, ob im Gefrierschrank Trockeneis ist.

Sie geht zum Gefrierschrank und schaut nach.

Carter: Ja, tonnenweise.

Warner: Gut. Und jetzt folgen Sie ganz exakt meinen Anweisungen.


Szene: Labor, SGC

Sam arbeitet daran die Blutzellen zu trennen. Sie hat die Spritzen fertig gemacht.

Warner: Sieht gut aus. Wer ist der erste Patient?

Sam geht zu Janet.

Carter: Es war ihre Idee. Dann ist sie auch die erste.

Sam spritzt ihr den gefilterten Rest. Dann geht sie rüber zu Jack. Sie dreht ihn auf den Rücken und bereitet alles vor.

O’Neill (schaut zu ihr auf): Sie sehen grauenvoll aus.

Carter: Vielen Dank, Sir. Ich muss Ihnen eine Spritze geben. Sind Sie einverstanden?

Jack antwortet ihr nicht, sondern lässt sie einfach machen. Dann geht sie zurück zu Janet.

Carter: Janet?

Janet: Ah… ich höre etwas.

Carter: Hören Sie Machello?

Janet: Ja. (Sam schaut zu den anderen auf, doch dann stöhnt Janet auf) Ah!

Jetzt flutschen auch bei ihr die Dinger aus dem Ohr. Genau wie bei Jack. Als er sie sieht, setzt er sich schnell auf und nimmt einen ganzen Meter Sicherheitsabstand ein. Doch dann hebt er eines der Dinger auf und hält sie angewidert in seiner Hand.


Szene: Krankenstation, SGC

Teal’c geht es immer schlechter. Die anderen sind wieder auf den Beinen. Janet bereitet ebenfalls eine Spritze für ihn vor.

Janet: Okay. (Sie spritzt es in seinen Infusionsschlauch) Tja, ich weiß nicht, ob das funktioniert. Er verfügt jetzt über das Protein und die Goa’uld-Larve. Jetzt kommt’s drauf an, wie schlau Machello diese kleinen Biester gemacht hat.

Wir sehen, wie sich Teal’cs ganzer Körper anspannt und dann hört es auf. Er öffnet die Augen.

Teal’c: Machello.

Jack nickt und Sam lächelt leicht und dann sehen wir, wie aus seinem Ohr das Ding herausflutscht. Er ist wieder gesund.


ENDE

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