3.03 Die Saat des Verrats
Fair Game


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O’Neill: Oh, tut mir Leid, ich reagiere etwas empfindlich darauf, dass unsere kleine Ecke vernichtet werden soll!
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Szene: Torraum, SGC

Sämtliche Soldaten und SG-Personal sind im Torraum versammelt. Auf der Rampe direkt vor dem Stargate ist ein Podium aufgebaut. Daneben stehen SG-1 aufgereiht.

Hammond: Sie haben voller Mut und Ehre gekämpft, haben sich tapfer für einander eingesetzt, für dieses Land, für diesen Planeten. Um die Männer und Frauen vom Stargate Center auszuzeichnen, begrüßen wir heute hier Arthur Simms. (Ein unscheinbarer Mann, der rechts neben Hammond steht) den Verteidigungsminister von den Vereinten Staaten von Amerika.

Hammond räumt das Podium für Simms.

Simms: Seit dem wieder Neubeginn dieses Programms, habe ich jeden Bericht von jeder Expedition die von diesem Stützpunkt aus unternommen wurde mit Spannung erwartet, wie ein erstauntes Kind, das auf seine Geschichte vor dem Einschlafen wartet. Obwohl ich jetzt Ihre Gesichter vor mir sehe, das Sternentor hier hinter mir steht, fällt es mir immer noch schwer zu glauben, dass dies alles wirklich passiert. Der Präsident bedauert zutiefst, dass er nicht hier sein kann, aber ich bin froh darüber, denn das gibt mir die Möglichkeit Ihnen zu Ihren enormen Anstrengungen im Kampf gegen einen übermächtigen Feind und zur Rettung des SG-1 Teams, das in großer Gefahr war, zu gratulieren. Sie riskieren täglich aufs Neue Ihr Leben auf eine Weise, die gefährlicher und fantastischer ist als sich das je irgendjemand von uns hätte erträumen können. Sie können davon ausgehen, dass ich für alle Menschen dieser großartigen Nation spreche, wenn ich Ihren heldenhaften Kampf den größten Respekt erweise. Sie können stolz auf sich sein.

Er tritt zurück und Hammond nimmt erneut den Platz hinterm Podium ein.

Hammond: Bevor wir zum Schluss kommen, wartet noch eine besondere Aufgabe auf mich. Bitte nehmen Sie Haltung an. (Sämtliche Soldaten stellen sich stramm auf; Hammond nimmt ein Blatt zur Hand) Vom Vizegeneralstabschef der Air Force, in Anerkennung von Captain Samantha Carters herausragender Leistung, erkläre ich hiermit ihre sofortige Beförderung in den Rang eines Majors. Captain, treten Sie vor.

Jack lächelt wissend und stolz, während Sam vollkommen überrascht ist. Unter Applaus stellt sie sich gegenüber von Hammond auf.

Hammond: Die Air Force der Vereinigten Staaten, erkennt hiermit an, dass Sie Ihre Pflichten auf bemerkenswerte Weise erfüllten. Sie haben bewiesen, dass Sie Verantwortung übernehmen können, Captain.

Jack und Hammond knöpfen die Abzeichen des Majors an ihre Uniform.

Hammond: Es ist mir eine Ehre Ihnen hiermit die Machtbefugnisse und die Verantwortung eines Majors zu übertragen.

Carter (schüttelt erfreut Hammonds Hand): Vielen Dank, Sir.

Sie salutieren voreinander. Dann dreht sie sich zu Jack um. Auch er schüttelt ihre Hand.

O’Neill: Gut gemacht, *Major*.

Noch ein Salut. Erneuter Applaus, als sie sich wieder neben Teal’c einreiht.

Teal’c: Gratuliere.

Hammond: Zum Schluss möchte sicher noch Major Carters Vorgesetzter Colonel Jack O’Neill ein paar Worte sagen.

Applaus. Applaus. Jack tritt hinter das Podium.

O’Neill: Normalerweise bin ich kein Freund vieler Worte.

Doch bevor er weiter reden kann, wird er von einem Beamstrahl erfasst und einfach weggebeamt. Erstaunt über diesen Zwischenfall, bricht aufgebrauchtes Gemurmel zwischen den Soldaten aus.

Hammond: Code neun.

Soldat: Jeder auf seinen Posten! Los, Los! Das muss schneller gehen!

Alle rennen los.


Szene: Thors Schiff

O’Neill: Zum Schluss möchte ich nur noch sagen, dass…

Jack hält inne. Denn da erst merkt er, dass er auf die Erde hinabschaut. Verwirrt sieht er sich um. Langsam geht er weiter. Am anderen Ende des Raumes befindet sich eine Art Kommandostuhl. Ein paar Mal wippt er auf und ab, um zu sehen, ob der Boden unter ihm auch stabil ist, bevor er mit seinem Blick die Decke abtastet. Und dann beamt sich auch Thor auf den Stuhl.

Thor: Sei gegrüßt, Jack O’Neill.

O’Neill: Oh. Hallo. Kennen wir uns?

Thor: Ich bin Thor.

Langsam rattert das Verständnis in seinem Gehirn.


CREDITS


Szene: Thors Raumschiff

Thor: Ich bitte um Entschuldigung, dass ich dich so überrascht habe, aber ich komme in einer äußerst wichtigen Angelegenheit.

O’Neill (schaut hinaus ins All): Wir befinden uns in einer Erdnahen Flugbahn, richtig?

Thor: Ja.

O’Neill: Dir ist schon klar, wir haben Satelliten, Teleskope, die Dinge, die so ein Raumschiff entdecken.

Thor: Unsere Raumschiffe wurden noch nie zuvor in der Erdumlaufbahn aufgespürt.

O’Neill (geht auf Thor zu): Hm. Na schön. Tut mir leid, du wolltest gerade etwas von einer äußerst wichtigen Angelegenheit erzählen.

Thor: Wir haben erfahren, was sich zwischen deinem Volk und einem Goa’uld namens Hathor zugetragen hat.

O’Neill: Sie hatte es verdient.

Thor: Als Folge daraus sind die Goa’uld Systemlords auf euch aufmerksam geworden.

O’Neill: Was? Wegen des Todes von Hathor? Die sollten uns danken. Immerhin hatte sie einen Umsturz geplant.

Thor: Ihre Absichten sind nicht von belangen. Die Erde hat wieder einmal bewiesen, dass sie eine Bedrohung für die Goa’uld sein kann.

O’Neill: Oh, die sollten schon ein bisschen Angst vor uns haben.

Thor: Sie haben beschlossen, sich mit dieser Angelegenheit zu befassen. Die Systemlords sind in der Lage einen Angriff zu starten, der hundertmal stärker ist als der von Apophis, den ihr ja abwehren konntet.

O’Neill: Okay, ähm, das könnte ein Problem sein.

Thor: Derselben Meinung sind auch die Asgard. Ich bin hier, um unsere Hilfe anzubieten.

O’Neill: Also, das ist ne hammerartige gute Idee. Ich weiß, wie ihr arbeitet. Erste Klasse.

Thor: Der größte Teil der Asgard – Flotte steht gegenwärtig leider nicht zur Verfügung.

O’Neill: Ah… Woran habt ihr gedacht?

Thor: Mit deinem Einverständnis werden die Asgard versuchen mit den Goa’uld – Systemlords zu verhandeln, um die Erde in den Verband der geschützten Planeten aufzunehmen.

O’Neill: Hört sich irgendwie gut an, oder?

Thor: Dadurch könnte ein Angriff verhindert werden.

O’Neill: Tja, gut, ähm, um ehrlich zu sein, ich hätte lieber die Flotte eurer Raumschiffe. Ein paar von diesen Babys und wir könnten…

Thor legt seinen Kopf schief.

O’Neill: Wir sollten es mal mit dieser Verhandlungsnummer probieren.

Thor: Ich werde Kontakt zu den Systemlords aufnehmen. Du kannst jetzt auf deinen Planeten zurückkehren.

Thor beamt sich weg. Jack sieht sich etwas hilflos um.

O’Neill: Wenn ich mal stören darf, wäre nicht verkehrt, wenn mir jemand den Weg zurück zeigt. (Und da kommt auch schon der Strahl) Danke.


Szene: Besprechungsraum, SGC

Hammond führt SG-1 die Treppe zum Besprechungsraum hinauf.

Hammond: Warum sollten die Goa’uld einer solchen Verhandlung zustimmen?

Teal’c: Die Goa’uld fürchten die Asgard.

Daniel: Außerdem nehme ich an, dass die Asgard den Goa’uld eine Gegenleistung anbieten, so funktioniert das bei Verhandlungen.

Hammond: Und was ist, wenn die Verhandlung scheitert?

O’Neill: Thor hat durchblicken lassen, das wäre die einzige Option, die er sieht. Wenn’s schief geht: Totale Vernichtung.

Man setzt sich an den Tisch.

Hammond: Tja, der Präsident möchte wissen, ob wir ganz sicher sind, dass den Asgard zu trauen ist.

Carter: Die Tok’ra sind ihre Verbündeten.

Daniel: Sie haben Jack damals geholfen, als er nur noch diese alte Sprache beherrschte.

O’Neill: Dafür liebe ich diese Kerlchen.

Hammond: Aber wir wissen zu wenig über die Politik da draußen. Wie können wir sicher sein, dass die Asgard wirklich unsere Interessen verfolgen?

O’Neill: Na ja, ich glaube, das können wir nicht. Aber falls die irgendwas anderes vorhaben sollte…

Und wieder einmal wird Jack mitten im Satz unterbrochen. Doch diesmal beamt sich Thor auf in den Besprechungsraum.

Hammond: Colonel, muss ich den Sicherheitsdienst rufen?

O’Neill: Ah, nein, ich verbürge mich für ihn. (Jack steht auf) Major Samantha Carter, Doktor Daniel Jackson, ihr erinnert euch an Thor. Ah, Thor, das ist Teal’c. General Major George Hammond ist der Kommandeur dieser Einrichtung hier.

Thor: Die Systemlords sind zu Verhandlungen bereit.

O’Neill: Das ist eine gute Nachricht.

Thor: Sie werden in ein paar Tagen eintreffen.

O’Neill (überrascht): Hier?

Thor: Es ist üblich, dass die Verhandlungen auf den Planeten stattfinden, der Gegenstand der Verhandlung ist. Drei Repräsentanten der Systemlords werden durch das Starate eintreffen. Du bist doch autorisiert für alle Bewohner der Erde zu verhandeln?

O’Neill: Ahm, na ja, vielleicht nicht ich persönlich, aber…

Thor: Wir haben dich ausgewählt, O’Neill, um die Interessen dieses Planeten zu vertreten.

O’Neill: Ja schön, aber das könnte ein Fehler sein. Ähm…ähm, Doktor Jackson zum Beispiel ist wesentlich gebildeter und redegewandter als ich. Er versteht auch alle Sprachen, die –

Thor: Du hast deinem Volk den Weg durch das Sternentor gezeigt. Du bist unsere Wahl, O’Neill. Weitere Anweisungen, die dir bei deiner Vorbereitung helfen, werden folgen.

Und damit verschwindet der kleine Kerl.

O’Neill: Tja, das war’s dann.


Szene: Besprechungsraum, SGC

Daniel klärt SG-1, Hammond und der Rest des Personals über die einzelnen Götter auf. Wir sehen gerade eine Beschreibung Chrouns an die Wand projiziert.

Daniel: Cronus ist einer der ältesten griechischen Götter. Einer von zwölf Titanen, der nach der Oberherrschaft strebte. Er war Gott des Schicksals und wurde Vater von Zeus, Hera, Poseidon und Hades. Aus dieser Zeit rührt möglicherweise die Verbindung zum Goa’uld Sokar.

Teal’c: Crouns ist sicherlich der mächtigste unter den Systemlords. Er hat damals Sokar davon gejagt. Außerdem ist Crouns der Todfeind von Apophis.

Daniel: Deswegen haben sich vielleicht die Systemlords nicht Apophis’ Angriff auf die Erde angeschlossen.

Teal’c: Die Systemlords schließen sich nur ungern zusammen, um Goa’uld Territorium zu verteidigen, etwa gegen die Asgard oder die Reetu. Dennoch bekämpfen sie sich weiterhin untereinander, um die Kontrolle über ihre eigenen Reiche zu sichern.

Daniel: Der zweite Goa’uld Repräsentant, den wir erwarten ist… Yu.

O’Neill: Wie?

Daniel: Yu ist der Name Goa’uld.

[Ein kleiner Witz ging hier leider verloren. Im Original heißt es:
Daniel: The second Goa'uld representative we're expecting is.. Yu.
O’Neill: Me?
Daniel: Yu is the name of the Goa'uld.
Yu wird ausgesprochen wie “You”, also, “Du” oder “Sie”]

O’Neill: Ah. Klar. Wusste ich doch.

Daniel wechselt das Bild, indem er auf seine Fernbedienung drückt.

Daniel: Auch bekannt als Yu der Große. Er hat nie die Rolle eines Gottes angenommen, aber er war vielleicht einer der ersten chinesischen Kaiser. (Und das Bild ändert sich erneut) Nach der Legende besaß er große, mythische Kräfte und entsprang aus dem Leib eines Drachens in die Welt. Er soll die erste bekannte Dynastie gegründet haben, die sich unter seiner strengen Herrschaft prächtig entwickelte. Yu ist also auch für eine Reihe positiver Einflüsse verantwortlich.

O’Neill: Danke. (Dann leise) ’Tschuldigung.

Daniel: Thor glaubt, Yu würde als erster diese Vereinbarung befürworten, da sich seine Interessen nicht auf diesen Bereich der Galaxien konzentrieren.

Hammond: Und der dritte Goa’uld, Doktor Jackson?

Daniel (knipst weiter): Noch einer, den wir bisher nicht kennen. Der uns aber nicht ganz fremd ist. Kurze Erinnerung: Nirrti ist die Goa’uld, die alle Bewohner vom Planeten P8X-987 bis auf eine Überlebende ausgelöscht hat. Dazu noch vier Mitglieder eines Stargate Kommandos.

Carter (Janet wirft ihr einen viel sagenden Blick zu): Cassandras Planet.

Daniel: Bisher ist nur wenig über Nirrti bekannt. In den früheren Hinduaufzeichnungen war sie die zerstörerische Göttin der Finsternis.

Carter: Und wir sollen diese Goa’uld einfach so hier antanzen lassen?

Hammond: Es gibt eine Reihe von Aspekten, die mir an dieser Situation nicht schmecken, Major. (Er steht auf) Vielen Dank, Doktor Jackson.

Das licht geht an und die Wand fährt nach oben.

Hammond: Teal’c, ich möchte, dass Sie als Verbindungsmann zu den Goa’uld agieren. Doktor Jackson?

Teal’c: General Hammond.

Hammond: Gibt es etwa Probleme?

Teal’c: Ich möchte nicht respektlos erscheinen, ich habe meine Loyalität zu Ihnen, dem Stargate Center und den Menschen dieser Welt oft gezeigt. Ich habe nicht die geringste Lust den Empfangschef für die Goa’uld zu spielen.

Jack winkt nur mit seiner Hand.

Daniel: Ich übernehme gern diese Aufgabe.

Hammond: Alles klar, Doktor Jackson. Teal’c, Sie assistieren Major Castleman bei der Sicherung des Stützpunktes. Nach den Worten Thors erlauben die Verhandlungsregeln keine Waffen jeglicher Art in dieser Einrichtung solange die Gespräche andauern.

O’Neill: Oh! Sir? Das klingt nicht besonders klug.

Hammond: Wir vertrauen den Asgard aufgrund Ihrer Empfehlung, Colonel. Das sind ihre Regeln, folglich wird der Stützpunkt vom Rest der Welt abgeriegelt. Der Verteidigungsminister bleibt hier, um den Präsidenten zu vertreten. Lagerraum auf 12A auf Ebene 17 wird aus Sicherheitsgründen zum Konferenzraum umgebaut. Sie alle haben Mappen erhalten in denen Ihre persönlichen Aufgabenbereiche dargestellt sind und auch die Anweisungen, wie sie von den Asgard bestimmt wurden. Es liegt noch eine Menge Arbeit vor uns und die Zeit ist knapp.

Die Soldaten gehen ihre Mappen durch.


Szene: Sicherheitsraum, SGC

Sam entsorgt sämtliche Handgeräte, nur das Heilungsgerät bleibt zurück.

Soldat: Und was ist damit, Major?

Carter (nimmt das Heilungsgerät in die Hand): Das ist ein Goa’uld Heilungsgerät. (Deutet auf das Handgerät) Das aber sind Waffen.

Das Heilungsgerät wird wieder zurück in den Tresor gelegt.


Szene: Korridor, SGC

Jack fängt Hammond auf dem Korridor ab.

O’Neill: General.

Hammond: Colonel, wie laufen die Vorbereitungen?

O’Neill: Ich hatte keine Ahnung wie aufregend Diplomatie sein kann, Sir. (Hammond sieht ihn einen Augenblick lang an) Was gibt’s denn hier?

Hammond: Ich weiß nicht, es geht um Teal’c.

Sie bleiben vor Teal’c und einem Sergeant stehen.

Hammond: Teal’c? Sergeant? Was ist Problem?

Sergeant: Er will seine Waffe nicht abgeben, Sir.

O’Neill: Teal’c.

Teal’c: Genau wie du glaube ich auch nicht, dass wir alle Waffen entfernen sollten.

Hammond: Die Anweisungen der Asgard sind eindeutig. Sollten Waffen entdeckt werden, ist der Gipfel gescheitert.

O’Neill: Kein Gipfel, keine Einigung.

Teal’c: Die Goa’uld, die ihr eingeladen habt, gehören zu den gefährlichsten und verlogensten, die ich kenne.

Hammond: Thor hat uns versichert, dass diese Goa’uld ebenfalls keine Waffen mitbringen werden.

O’Neill: Wenn es nicht zu einer Einigung kommt, werden sie hunderte ihrer Raumschiffe hier her schicken. Du weißt ebenso gut wie ich, was das bedeutet.

Hammond: Teal’c, ich befehle Ihnen Ihre Waffe abzugeben.

Schließlich beugt sich Teal’c dem Befehl und der Sergeant nimmt die Stabwaffe an sich. Teal’c wendet sich von den beiden ab.


Szene: SGC

Soldaten rennen durch die Korridore des SGCs. Alles wird abgeschottet.

Tannoy (über Lautsprecher): Sämtliche Kontrollpunkte sind besetzt. Die Ebene 3 bis 28 dürfen nur noch von autorisiertem Personal betreten werden. T minus neun Minuten bis zur Ankunft.


Szene: Kontrollraum / Torraum, SGC

Das Tor wird angewählt. Soldaten stehen bereit und Hammond wartet vor der Rampe auf den hohen Besuch.

Simms beobachtet all das von dem Kontrollraum aus, genau wie weitere Besucher.

Die Tür zum Torraum öffnet sich und, Sam, Jack und Daniel betreten den Raum. Sam und Jack sind ebenfalls in ihren Uniformen gekleidet, Daniel trägt einen schlichten Anzug.

Turner: Chevron sieben aktiviert. Aktivierung von außerhalb.

Das Wurmloch etabliert sich und alle warten gespannt auf die drei Goa’uld. Als erstes tritt Cronus durch das Tor, gefolgt von Nirrti und schließlich Yu. Die drei bleiben oberhalb der Rampe stehen, während sich das Wurmloch hinter ihnen verschwindet.


Szene: VIP Raum, SGC

Für die Gäste wurden extra Suiten hergerichtet. Daniel führt Cronus in seine. Er wurde sogar richtig schön hergerichtet. Mit Fackeln, Tüchern, Vorhängen und reichlich gesunder Nahrung.

Daniel (öffnet die Tür): Tretet doch näher. VIP Raum. Das ist ein Akronym und steht für „sehr bedeutungsvoll“. Ich hoffe, es gefällt Ihnen.

Cronus sieht sich um.

Cronus: Eure Vorstellungen von Komfort sind peinlich.

Daniel: Tja, das ist das Beste, was –

Er wird von dem wütenden Geschrei von Nirrit unterbrochen.

Nirrti (auf dem Korridor): Das lassen wir uns nicht bieten!

Cronus läuft hinaus.

Cronus: Warum beschwerst du dich?

Und da sehen wir auch schon das Problem. Teal’c steht bei ihr.

Cronus: Shol’va.

Teal’c: Onak holka shaka!

Cronus: Treena arik croonaka shol'va!

Daniel (legt eine beruhigende Hand auf Teal’cs Brust): Was ist denn los?

Nirrti: Eure primitiven Überwachungsgeräte in unseren Quartieren waren leicht zu entdecken.

Daniel: Tja, weil wir sie gar nicht verstecken wollte. Das sind Sicherheitskameras, die eurer Sicherheit dienen.

Teal’c: Das wollten die leider nicht begreifen.

Cronus: Ich lasse mich von niemandem ausspionieren!

Nirrti: Ich ebenfalls nicht.

Daniel: Wir wollten ganz bestimmt niemanden beleidigen. Das dient allein eurer Sicherheit.

Yu rümpft nur abfällig die Nase.

Daniel: Ich sorge dafür, dass die Kameras aus euren Quartieren entfernt werden, aber die in den Fluren sind sicher sinnvoll. (Er schaut hinüber zu Cronus)

Dieser nickt. Nirrti und Yu schließen sich an.

Cronus: Wage es nicht mir noch einmal unter die Augen zu treten, Shol’va.

Teal’c: Kelmar tokeem.

Teal’c und Cronus verschwinden in verschiedenen Richtungen.


Szene: Besprechungsraum, SGC

Teal’c und Daniel gehen die Wendeltreppe herunter.

Teal’c: Als Primus von Apophis habe ich oft gegen Cronus Jaffa gekämpft.

Daniel: Tja, du hast sicherlich gegen viele rivalisierende Goa’uld gekämpft, aber entschuldige Teal’c, es war mehr ne persönliche Sache, oder?

Sie bleiben vor dem Fenster mit dem hinunter in den Torraum stehen.

Teal’c: Mein Vater war einst Primus von Chronus. Als ich noch ein Kind war hat Cronus meinem Vater befohlen einen Goa’uld anzugreifen, der wesentlich mächtiger war. Diesen Kampf konnte er unmöglich gewinnen. Als die erwartete Niederlage eintrat, hat Cronus meinen Vater zur Strafe umgebracht und meine Mutter und mich ins Exil geschickt. Wir flohen nach Chulak. Ich habe mir geschworen der stärkste Jaffa von allen zu sein, um eines Tages zum Primus von Apophis ernannt zu werden. Dem erklärten Todfeind von Cronus.

Hammond kommt aus seinem Büro zu ihnen.

Hammond: Unsere Gäste haben sich sicher einquartiert.

Teal’c: Die Goa’uld verlangen die Entfernung der Sicherheitskameras aus ihren Quartieren.

Hammond: Haben Sie ihnen nicht erklärt, dass das unmöglich ist?

Daniel: Ähm, eigentlich, Sir, dachte ich, dass wir ihnen diesen Gefallen tun. Ich habe ihnen allerdings gesagt, dass die Kameras in den Fluren bleiben müssen, eine Art Kompromiss.

Hammond: Wenn Sie denken, dass das wirklich notwendig ist.

Daniel: Ja.

Hammond kehrt in sein Büro zurück, wo der Verteidigungsminister und andere hohe Tiere auf ihn warten.

Daniel: Ist wieder alles in Ordnung?

Teal’c: Das hoffe ich.


Szene: Lagerraum 12A, SGC

Sam geht zu Jack, der leicht nervös auf und ab geht.

Carter: Ich wollte Ihnen nur viel Glück wünschen, Sir.

Erschrocken fährt Jack zusammen und dreht sich zu seinem Major um. Er spielt an den Knöpfen seiner Jacke herum

O’Neill: Vielen Dank, Captain… Major.

Carter: Nervös?

O’Neill: Ich würde es nicht nervös nennen, leicht verunsichert. (Sie gehen hinüber zum Konferenztisch) Ich habe nicht die leiseste Ahnung, warum ich hier bin.

Carter: Tja, die Asgard haben offenbar Vertrauen zu Ihnen und das gilt auch für uns. Ich weiß, ich könnte das nicht.

O’Neill: Wieso nicht?

Carter: Tja, ich wollte nichts sagen, weil ich nicht ganz sicher war, doch dann erkannte ich ihn. Ich glaube, es war Cronus, der den Ashrak schickte, um Jolinar zu töten. (Sie zieht einmal kurz ihre Augenbrauen hoch) Ich hasse es, dass er sich hier aufhält.

O’Neill (beugt sich leicht nach vorne): Major, ich hasse sie egal wo sie sich aufhalten.

Und dann kommen auch schon die drei Teufel, angeführt von Jack. Daniel räuspert sich.

O’Neill: Ups.

Carter: Viel Glück.

Und sie lässt Jack allein in seinem Sumpf untergehen.

O’Neill: Hi, kommt doch rein. Setzt euch.

Das haben sie auch ohne die Aufforderung gemacht.

O’Neill: Danke, Doktor Jackson. (Geht zu Yu, der sich gerade setzt) Hallo, Yu. Tja, ich denke, wir müssen noch die…

Aber da ist er auch schon. Unser kleiner, lieber Thor.

O’Neill: Und da ist er auch schon. Die Gang ist vollzählig. Ähm, ihr kennt euch ja sicher alle. Dann können wir ja anfangen.

Er setzt sich in den noch freien Stuhl.

Thor: Der Hohe Rat der Asgard sendet euch allen Grüße und dankt euch für diese Gelegenheit einen Frieden auszuhandeln.

Yu: Die Goa’uld – Systemlords sind bereit die Vorschläge der Asgard zu prüfen.

Nirrti: Onak arik kree.

Cronus: Koracca aseemu!

Yu (haut mit der Faust auf den Tisch): Kornak kree! Keena arik Asgard!

O’Neill: Ich dachte, wir verständigen uns alle in derselben Sprache?

Cronus (steht auf): Gonach!

Die Goa’uld verlassen den Raum. Verwirrt sieht Jack ihnen nach.

O’Neill: Was ist? Was haben die denn?

Thor: Du hast sie beleidigt.

O’Neill: Ich soll sie beleidigt haben?

Thor: Du hast unaufgefordert gesprochen. Diese Panne war zu erwarten.

O’Neill: Was soll denn der Quatsch? Die haben sich doch angebrüllt, bevor ich dazwischen ging.

Thor: Die Systemlords pflegen eine sehr zerbrechliche Beziehung zu einander. Ebenso wie wir zu ihnen.

O’Neill: Du meinst, die flippen immer gleich aus?

Ein wenig aufgebracht betritt Daniel den Raum.

Daniel: Entschuldigung, tut mir leid, wenn ich störe. Was ist denn passiert?

O’Neill: Offenbar haben wir uns nett begrüßt, uns gegenseitig beleidigt und dann eine Pause eingelegt. (Zu Thor) Kann ich dich etwas fragen? Wieso habt ihr überhaupt zugelassen, dass die Goa’uld so viel Macht bekommen? Ich meine aufgrund eurer Technologien…

Thor: Wir sind nicht stolz darauf, dass wir die Situation so lange ignorieren mussten, wie wir es getan haben, aber ich muss einfach klar sagen, dass die Asgard andere Sorgen haben. Wir haben einen Feind in unserer Heimatgalaxie, der wesentlich gefährlicher ist als die Goa’uld.

Daniel: Gefährlicher?

Thor: Mehr kann ich dazu nicht sagen. Zunächst benutzen wir unsere limitierten Ressourcen, um die Vereinbarungen mit den Goa’uld durchzusetzen.

Daniel: Was passiert, wenn ein feindlicher Goa’uld wie Sokar von den Systemlords verbannt wurde und sich entschließt uns anzugreifen?

Thor: Um den Pakt nicht zu gefährden würden die Systemlords versuchen das zu verhindern. Unser größter Vorteil war die kämpferische Natur der Goa’uld. Unsere größte Sorge war es, dass ein einzelner Goa’uld zur dominierenden Macht aufsteigt. Falls es Sokar gelingen sollte alle anderen Systemlords zu stürzen, könnte es den Asgard möglicherweise nicht mehr gelingen ihn aufzuhalten.

O’Neill: Also, im Prinzip ist es nichts weiter als ein ziemlich cleverer Bluff? Und die waren so damit beschäftigt sich gegenseitig zu behacken, dass sie das nicht mitgekriegt haben?

Thor (steht auf): Ich muss jetzt zu meinem Raumschiff zurück. (Er geht zu Jack) Es wird etwas dauern, bevor die Systemlords bereit sind die Verhandlungen wieder aufzunehmen. (Ein Kristall wird in seine Hand gebeamt) Du kannst mich hiermit kontaktieren.

Der Kristall schwebt in der Luft und Jack nimmt ihn an sich.

Thor: Das funktioniert solange sich mein Schiff in der Erdumlaufbahn befindet.

O’Neill: Und wie?

Thor: Du nimmst es einfach in die Hand und sprichst.

O’Neill: Danke.

Daniel: Wir danken euch für alles, was ihr tut.

Thor: Diese Verhandlungen werden bestimmt nicht einfach. Die Asgard werden gezwungen sein große Opfer zu bringen und ihr ebenfalls.

Damit verschwindet er.


Szene: Besprechungsraum, SGC

Wütend murmelnd betritt Jack den Besprechungsraum und lockert erst einmal seine Krawatte.

O’Neill: Ah, verdammt! Das Schicksal der Welt lag in meinen Händen und ich hab’s vergeigt.

Dort wird er von den anderen bereits erwartet.

Simms: Ich gehe davon aus, dass Sie sich entschuldigt haben.

O’Neill: Oh, ich habe es versucht. Aber die wollten mich nicht empfangen.

Hammond: Was jetzt?

O’Neill: Daniel hat einen formellen Brief an die Goa’uld verfasst. Ich habe ihn unterschrieben. Der Junge läuft zur Hochform auf, wenn es nötig ist.

Simmons: Vermutlich gehört dieses Verhalten zur Verhandlungsstrategie.

O’Neill: Das hoffe ich. Denn Thor hat eindeutig erklärt, die verlangen uns ein großes Opfer.

Carter: Vielleicht suchen sie Wirte?

O’Neill: Tja, das wäre dann wohl nicht akzeptabel, oder?

Teal’c: Wie du schon gesagt hast, O’Neill, die Alternative könnte noch gefährlicher sein.

Und da ist auch schon unser kleines Geniekind.

Daniel: Wir sind soweit.


Szene: Konferenzraum, SGC

Jack betritt den umgebauten Lagerraum. Die Goa’uld warten bereits auf ihn. Thor ist auch wieder mit dabei.

Yu: Wir akzeptieren die Entschuldigung des Repräsentanten der Menschen und sind bereit uns das Asgard – Angebot anzuhören.

Jack hält lieber seine Mund.

Thor: Als Gegenleistung für die Einbeziehung der Erde in die geschützten Planeten Anhang 10815, gewähren die Asgard den Goa’uld den Zugang zur Passage von Nilor.

Yu: Nach den intergalaktischen Vorschriften Sektion 326, ist es keinem menschlichen Planeten gestattet sich technologisch so weit zu entwickeln, dass daraus eine Bedrohung für die Goa’uld resultiert.

Thor: Das ist korrekt.

Jack kann nur ungläubig zwischen ihnen hin und her schauen.

Nirrti: Die Definition einer solchen Bedrohung ist ganz allein Aufgabe der Goa’uld Systemlords.

O’Neill: *Was*?

Erboste Blicke in Jacks Richtung.

O’Neill: Entschuldigung. (Zu Thor) Darf ich eine Frage stellen?

Thor: Der Repräsentant der Menschen hat das Wort.

O’Neill: Danke. Soll das bedeuten unsere Entwicklung wird eingeschränkt?

Yu nickt.

Cronus: Dieser Packt soll nur klarstellen, dass die menschliche Spezies nur existiert um die Goa’uld Systemlords zu dienen. Und zwar als Wirte und als Sklaven.

O’Neill (beginnt zu lachen): Wie bitte?

Thor: Akzeptieren die Systemlords das Asgard Angebot?

Cronus und Nirrit nicken.

Yu: Die Goa’uld Systemlords akzeptieren das Asgard Angebot und verlangen eine weitere Konzession. Wir verlangen die bedingungslose und sofortige Abschaltung des Tau’ri Sternentors. (O’Neill schaut hinüber zu Thor) Beider versteht sich.


Szene: Besprechungsraum, SGC

Daniel: Wollen wir wirklich die Stargate Expeditionen aufgeben?

Hammond: Wenn man die Alternative bedenkt.

Simms: Ich glaube, dieses Ding da draußen ist der wichtigste Gegenstand auf diesem Planeten und ich verstehe sehr wohl, was der Verlust des Tores bedeuten würde. Aber wir vertrauen den Asgard. Auf ihr Anraten hin und wir sollten friedliche Lösungen der Krise in Betracht ziehen.

O’Neill: Das ist wahr, aber –

Carter: Tatsache ist, Sir, bei allem Respekt, es ist nicht ganz so simpel wie Sie es darstellen.

Teal’c: Es gibt andere Bedrohungen für diese Welt die bestehen bleiben.

O’Neill: Mein Kumpel Thor hat mir gesagt, es gibt noch gefährlichere Wesen als die Goa’uld.

Simms: Wenn einer von Ihnen überzeugende Argumente vorbringen kann, warum wir diesen Vorschlag nicht akzeptieren sollten, werde ich diese an den Präsidenten weiterleiten und ich versichere Ihnen, dass sie von ihm auf das Sorgfältigste geprüft werden.

Alle sehen sich an, aber niemand sagt etwas.


Szene: Asgard Raumschiff

Jack wurde kurzerhand wieder zu seinem Kumpel gebeamt.

Thor: Hat dein Volk eine Entscheidung getroffen?

O’Neill: Ah… noch nicht. Deswegen bin ich eigentlich hier. Ich wollte dich fragen, was du uns empfehlen würdest.

Thor: Das ist eure Entscheidung.

O’Neill: Ich verstehe. Oder auch nicht. Sagt dir eigentlich… sagt ihr jemals etwas, was anders gedacht ist? (Er setzt sich auf eine Stufe) Gewissermaßen zwischen den Zeilen gesprochen, verstehst du?

Thor: Das tue ich nicht.

O’Neill: Was tust du nicht? Du sprichst nicht zwischen den Zeilen oder du verstehst es nicht?

Thor: Was denkst du, O’Neill, was dein Volk tun sollte?

O’Neill: Siehst du, genau das weiß ich nicht. Ist ein bisschen zu viel verlangt von einem Menschen für den gesamten Planeten zu entscheiden und auf der anderen Seite ist es ziemlich offensichtlich. Entweder das Sternentor aufgeben oder vernichtet werden.

Thor: Sieht ganz so aus.

O’Neill: Aber was ist, wenn die Goa’uld darauf kommen, dass ihr blufft? Und uns trotzdem angreifen? Dann hätten wir die einzige Möglichkeit uns zu verteidigen aufgegeben.

Thor: Das ist wahr.

O’Neill (fasst sich an den Kopf und steht auf): Ach, kommt schon! Speis mich hier nicht so ab. Gib mir irgendwas. (Er geht auf Thor zu) Ich nagel dich nicht drauf fest. Ein kleines Nicken, wenn es einen Ausweg geben sollte.

Thor: Dein Planet steht hier auf dem Spiel. Ich glaube, du bist stark genug die richtige Entscheidung zu treffen.

O’Neill: Na schön. Schick mich wieder zurück. (Thor beugt sich leicht nach vorne) Halt! Das da! War das ein Nicken? Ein Nicken ist für gewöhnlich Kopf nach unten und wieder rauf. Du hast den Kopf – Warte mal! Halt!

Aber da ist er auch schon weg.


Szene: Hammonds Büro, SGC

Simms redet mit dem Präsidenten.

Simms: Ja, Sir. Ich habe verstanen. (Er legt auf) Wir akzeptieren die Bedingung.

O’Neil (stöhnt auf) Oh! Daniel, sagen wir denen, wir sind soweit.

Daniel steht auf und verlässt den Raum.


Szene: Korridor, SGC

Daniel läuft den Korridor entlang auf den Weg zu den Goa’uld als der Alarm losgeht.

Tannoy: Sicherheitskräfte zur Ebene 25. Sanitätsteam zur Ebene 25.

Daniel rennt los.

Soldat: Hier entlang, Sir.

Daniel (zu Yu): Bitte verlasst euer Quartiert nicht.

Er gelangt in Cronus’ Raum. Dieser und Teal’c liegen bewusstlos auf dem Boden. Teal’c und die Schlange sind stark am bluten.


Szene: Krankenstation, SGC

Janet untersucht Teal’c.

Janet: Sein Zustand ist stabil, aber er hat einen kräftigen Schlag auf den Kopf erhalten. Er leidet an einem Schädeltrauma.

O’Neill: Aber Junior kümmert sich darum?

Janet: Ja, seine Goa’uld – Larve unterstützt den Heilungsprozess. Hoffen wir, dass er keine dauerhaften Gehirnschäden davon getragen hat, aber das wissen wir erst, wenn er wieder zu sich gekommen ist.

Hammond: Wie lange?

Janet: Das liegt an ihm.

Sie machen sich auf den Weg zu Cronus’ Einzelkrankenzimmer.

O’Neill: Was ist mit Cronus?

Janet: Der hat nicht ganz so viel Glück gehabt. Schwere innere Verletzungen und sein Wirt liegt im Sterben.

O’Neill: Aber sollte seine Schlange sich nicht um ihn kümmern?

Janet: Aufgrund meines Wissens über die Goa’uld – Beschaffenheit kann sein Symbiont so schwere Verletzungen nicht allein heilen. Wir tun alles, was in unserer Macht steht, aber ich glaube kaum, dass er es schaffen wird. Er hat vielleicht noch ein paar Stunden, vielleicht nur Minuten.

Sam kommt zu ihnen. Sie hat eine Videokassette in der Hand.

Carter: Ich habe die Aufzeichnung der Überwachungskamera. Die sollten wir uns ansehen.

Gemeinsam verschwinden sie.


Szene: Krankenstation, SGC

Man sieht sich das Band an. Wir sehen, wie Teal’c Cronus’ Gemach betritt.

Carter: Die im Flur Dienst tuenden Sicherheitskräfte haben den Alarm ausgelöst. Sie haben gesagt Teal’c wäre an ihnen vorbeigegangen und wollte zu Cronus.

Daniel: Nirrti und Yu verlangen eine genaue Aufklärung.

O’Neill: Sagen wir es ihnen?

Carter: Nach der Videoaufzeichnung sieht es ganz so aus als wäre Teal’c involviert. Ich, ahm, glaube das allerdings nicht.

Daniel: Ich kann mir allerdings auch nicht vorstellen, dass Teal’c unsere Interessen für eine persönliche Rache riskiert.

O’Neill: Was für eine persönliche Rache?

Daniel: So wie es aussieht haben Teal’c und Cronus noch ein paar Rechnungen offen.

Hammond: Inwiefern?

Daniel: Cronus hat Teal’cs Vater getötet.

O’Neill: Ach du Schande! Das darf doch wohl nicht wahr sein! Warum sagt er uns so was denn nicht? Und warum haben Sie’s nicht gesagt?

Daniel: Er hat sich mit anvertraut.

Carter: Ich glaube trotzdem nicht, dass Teal’c so etwas tun würde.

O’Neill: Ich genauso wenig. Aber diese Erkenntnis spricht nicht unbedingt für ihn, findet ihr nicht?

Daniel: Wir müssen den Goa’uld irgendwas sagen.

Janet: Ja, und wenn wir lügen, machen wir alles nur noch schlimmer.

Hammond: Doktor?

Janet: Sir, es wäre möglich, dass die Goa’uld etwas für Cronus tun könnten, was ich nicht kann.

Hammond: Sagen wir den Goa’uld, was wir wissen. Major, finden Sie raus, was wirklich passiert ist.

Carter: Ja, Sir.

Und schon macht sie sich auf den Weg.


Szene: Cronus Einzelkrankenzimmer, SGC

Mir tut der Kerl schon richtig leid. Zumindest scheint er nicht alle beste Topform zu sein. Zusammen mit Nirrti betreten Janet, Hammond, Jack und das Krankenzimmer. Sie bleibe vor Cronus’ Bett stehen.

Nirrti: Dafür müsst ihr bezahlen.

O’Neill: Wir wissen, es sieht nicht besonders gut aus.

Hammond: Aber wir sind auch noch nicht sicher, was wirklich passiert ist.

Yu: Wer immer für dieses Verbrechen verantwortlich ist, muss von uns gerichtet werden.

Daniel: Darum versuchen wir herauszufinden, was geschehen ist.

Nirrti: Alle Menschen eures Planeten werden für diesen Frevel bitter bezahlen müssen.

O’Neill: Okay, jetzt haltet endlich mal die Luft an, bevor ihr hier alle ausflippt!

Daniel: Wir haben euch hergebracht, weil wir wissen wollen, ob ihr mehr für ihn tun könnt als wir.

Janet: Er könnte zugrunde gehen.

Yu: In diesen primitiven Räumlichkeiten können wir nichts für ihn tun.

Daniel (holt das Heilungsgerät hervor): Okay, würde euch das hier helfen?

Nirrti nimmt das Gerät an sich. Sie legt es an und leuchtet damit über Cronus herum. Doch dann hört sie auf und gibt es Daniel zurück.

Nirrti: Seine Verletzungen sind zu stark. Nur mit Hilfe eines Sarkophags könnten wir ihn retten.

O’Neill: Okay, aber damit können wir leider nicht dienen.

Yu: Dann verlassen wir auf der Stelle diesen Planeten.

Sie verlassen den Raum.


Szene: Asgard Raumschiff

Thor: Ihr müsst ihnen gestatten Cronus mitzunehmen.

O’Neill: Dann werden sie uns angreifen.

Thor: Wenn ihr sie gegen ihren Willen festhaltet, werden die übrigen Systemlords auf jeden Fall angreifen.

O’Neill: Na schön, Teal’c hat es ganz sicher nicht getan.

Thor: Ich wurde durch den Hohen Rat der Asgards angewiesen die Erdumlaufbahn zu verlassen.

O’Neill: Und das entspricht dann euren Vorstellungen von Kooperation, ja?

Thor: Ich habe unsere Position schon erläutert. Wenn ich es mal klar und deutlich ausdrücken soll, das hier ist keine perfekte Galaxie.

O’Neill: Oh, tut mir Leid, ich reagiere etwas empfindlich darauf, dass unsere kleine Ecke vernichtet werden soll.

Thor: Wir haben durchaus Mitgefühl für eure Lage.

O’Neill: Natürlich und trotzdem werdet ihr tatenlos zusehen, wie die uns vernichten.

Thor: Wir können uns nicht einmischen, ohne einen viel größeren Krieg zu riskieren, der im Moment nicht gewonnen werden kann.


Szene: Konferenzraum, SGC

Yu: Ich befehle dir uns frei zu lassen.

Nirrti: Wir müssen auf der Stelle mit Cronus abreisen, sonst seid ihr für seinen Tod verantwortlich.

Hammond: Tut mir Leid, ich kann Sie nicht gehen lassen.

Nirrti: Wenn wir uns nicht zurückmelden, wird euer Planet die volle Wut der Systemlords zu spüren bekommen.

Hammond: Das passiert im jeden Fall, ob wir Sie gehen lassen oder nicht.

Yu: Ihr habt gegen alle Vorschriften dieser Verhandlung verstoßen. Die Asgard werden euch nicht mehr beschützen.

O’Neill: In einer Hinsicht liegt ihr ziemlich daneben. Es gibt eine Vorschrift, die wir noch nicht gebrochen haben.

Jack gibt den Soldaten ein Zeichen und diese betreten bewaffnet den Raum.


Szene: Hammonds Büro, SGC

Simms: Haben wir irgendeine Vorstellung von dem Zeitpunkt an dem wir mit dem Angriff rechnen sollten?

Hammond sieht zu Jack, aber dieser antwortet ihm nicht. Hammond schüttelt mit dem Kopf.

Simms: Der Präsident bereitet eine Erklärung an die Vereinten Nationen vor. Nach allem, was Sie mir gesagt haben, wird sich die Erde umgehend auf diese Schlacht vorbereiten.

O’Neill: Oh Mann, hier läuft ja nichts, wie es sein soll.

Das rote Telefon klingelt. Hammond nimmt den Anruf entgegen.

Hammond: Hammond. (Er lauscht) Danke. (Und legt dann auf) Teal’c ist gerade aufgewacht.


Szene: Krankenstation, SGC

Teal’c: Cronus hatte mich zu sich gebeten.

O’Neill: Und du bist allein zu ihm gegangen?

Teal’c: So hatte er es verlangt. Als ich ankam wollte er nichts davon wissen. Ich wollte wieder gehen, aber wir wurden überfallen.

Carter: Von wem?

Teal’c: Einer unsichtbaren Kraft.

O’Neill: Unsichtbare Kraft?

Daniel: Reetou?

Hammond: Könnte einer mit den Goa’uld durch das Tor gelangt sein?

Carter: Sir, wir könnten die Transphasenlöschstäbe holen und den Stützpunkt absuchen.

Teal’c: Die Anwesenheit eines Reetou habe ich nicht gespürt.

O’Neill: Ich wünschte mir, du hättest es.

Carter: Teal’c, besitzt irgendein Goa’uld einen Form von Tarnkappentechnologie?

Teal’c: Ist mir nicht bekannt.

Daniel: Hathor besaß die Fähigkeit aufzutauchen und wieder zu verschwinden.

O’Neill: Okay, die ist tot. (Er sieht Sam an, die zweifelnd zu ihm rüber schaut) Richtig? Bitte sagt mir, dass sie tot ist.

Carter: Ja.

Teal’c: Ich habe Cronus nicht angegriffen.

Daniel: Tja, wir glauben dir. Aber ich glaube nicht, dass es noch jemand tut.

O’Neill: Mit Sicherheit nicht diese hinterhältigen, verlogenen, arroganten, widerlichen und lächerlich verkleideten Gestalten, die ich –

Carter (die grübelnd die Stirn kräuselt): Sir. Ich würde gerne etwas versuchen.

O’Neill: Ich war doch noch gar nicht fertig.


Szene: Cronus Einzelkrankenzimmer, SGC

Sam hat sich das Heilungsgerät besorgt. Sie legt es an und streckt ihre Hand aus.

Janet: Und Sie wissen auch, was Sie da tun?

Carter: Ich habe es früher schon einmal angewendet, nur noch nie an einem lebenden Wesen.

Sie konzentriert sich, aber bisher leuchtet noch nichts.

O’Neill: Ahm, ich will Ihnen ja jetzt nicht mit Freud kommen oder so… (Sam sieht zu ihm hinüber) Obwohl Sie vielleicht wissen, wie man so ein Ding einsetzt… (Er zieht einmal seine Augenbrauen hoch)

Carter: Sie glauben, ich will Cronus gar nicht heilen, weil er Jolinars Tod angeordnet hat?

Jack nickt.

Carter: Ich trage die Erinnerungen von Jolinar in mir, aber sie kontrollieren mich nicht. Und mir ist durchaus klar, was ich hier riskiere.

O’Neill: Ich will nichts gesagt haben.

Sie versucht es erneut. Und diesmal funktioniert es. Cronus atmet einmal tief ein. Schließlich öffnet Sam ihre Augen und auch Cronus ist wieder bei Bewusstsein.

Carter: Es funktioniert.

Cronus: Du hast mich geheilt, Mensch. Doch ich bin sicher, ihr habt mich nur gerettet, um eurer eigenen Vernichtung zu entgehen.

O’Neill: Hey! Wir haben mit dieser Nummer nichts zu tun. Und wir haben deinen kleinen Schlangenhintern gerettet, um eine Vereinbarung zu bekommen.

Cronus: Das ist jetzt nicht mehr möglich. Nirrti und Yu haben zweifellos den Tau’ri die Schuld für diesen Angriff gegeben.

O’Neill: Gut erkannt. Hör zu, für uns steht zweifelsfrei fest, dass es einer von eurer Sorte war. Wenn ich beweisen könnte, wer es war, was wäre euch das wert?

Daniel, Hammond und Sam sehen ihn alarmierend an.

Cronus: Was verlangt ihr als Gegenleistung?

Die Karten sind wieder auf dem Tisch.


Szene: Korridor, SGC

Sie verlassen Cronus Krankenzimmer.

Carter: Wir können nichts beweisen, Sir. Wir wissen nur, dass Nirrit gelogen hat.

O’Neill: Aber das weiß Cronus nicht. Und Nirrti weiß nicht, was wir sonst noch wissen.

Daniel: Nämlich gar nichts.

O’Neill: Genau. Aber sie weiß nicht, dass wir nichts wissen.

Hammond: Was schlagen Sie vor?

O’Neill: Ich habe mir gedacht, wir versuchen es mit der Asgard Methode. Vielleicht haben wir damit Glück bei diesen Goa’uld?

Danie: Sie wollen bluffen?

Hammond: Das klingt riskant, Colonel.

O’Neill: Ja, Sir.


Szene: Konferenzraum, SGC

Nirrti und Yu werden weiterhin von den Soldaten bewacht.

O’Neill: Ihr habt uns belogen, was die Heilung von Cronus durch das Handgerät betraf.

Nirrti (seufzt entrüstet): Ich habe alles versuch, doch erfolglos. Wir können Cronus nur retten, wenn wir ihn in den Sarkophag legen.

O’Neill: Mag ja stimmen, aber vielleicht auch nicht. Trotzdem steht fest, du bist die einzige Goa’uld hier, die die Technologie besitzt sich unsichtbar zu machen.

Sie springt auf.

Nirrti: Das ist eine Lüge.

O’Neill: Wer lügt jetzt? Wir haben die Tok’ra gefragt.

Daniel: Die wissen, dass ihr mit Phasenverschiebung experimentiert, um die Reetou zu schlagen.

Wütend haut Yu seine Fäuste auf den Tisch und steht ebenfalls auf.

Yu: Du hintergehst die Systemlords?

Nirrti: Die lügen doch.

Yu: Du wagst es Cronus anzugreifen und unseren Packt mit den Asgard zu torpedieren?

Nirrti: Das ist nicht wahr!

Yu: Du bist immer gegen diesen Packt gewesen und du hast schon lange ein Auge auf Cronus’ Territorium geworfen!

Nirrti: Gonach!

Außer sich vor Wut beginnt Yu Nirrti zu würgen, aber diese wird auf einmal unsichtbar. Stühle fliegen durch die Luft genau wie Soldaten, als sich Nirrti den Weg zur Stahltür boxt. Sie schnappt sich eine der Waffen der Soldaten. Jack schmeißt sich auf Yu, um ihn zu Boden zu drücken, als Nirrti beginnt um sich zu schießen.

O’Neill: In Deckung!

Die Soldaten erwidern das Feuer, aber dann ist sie auch schon verschwunden. Sie rennt den Flur entlang, nur um stellenweise immer wieder sichtbar zu werden. Sam und ein paar Soldaten haben diese netten Phasengeräte und beleuchten Nirriti damit.

Carter: Waffe weg! Weißt du wie diese Dinger funktionieren? Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen als es dir zu demonstrieren.

Sie legt die Waffe nieder und hebt ergeben ihre Hände.


Szene: Konferenzraum, SGC

Yu begutachtet sein Gewandt, welches einen kleinen Riss abbekommen hat. In diesem Moment wird Nirrti von Sam hereingeführt.

O’Neill: Cronus hat gesagt, er wäre bereit den Packt zu unterstützen und wir müssten auch das Sternentor nicht aufgeben. Ich hatte gehofft auch mit deiner Stimme rechnen zu können.

Yu nickt.


Szene: Torraum, SGC

Das Wurmloch etabliert sich. Nirrti wird von Yu und Cronus in der Mitte gehalten, als sie die Rampe hinauf gehen. Cronus dreht sich zu Jack und Daniel um, die vor der Rampe stehen.

Cronus: Wir werden eure Welt nicht angreifen, aber wenn ihr weiterhin euer Sternentor nutzt, seid gewarnt. Keiner, der von den Systemlords aufgegriffen wird, kann mit Gnade rechnen. Er wird schrecklich zu leiden haben.

O’Neill: Einverstanden. Das macht das Leben doch mit Sicherheit interessanter.

Und dann ist die Erde endlich wieder Lavenfrei – abgesehen von Junior, aber der gehört ja schon zur Familie. Das Tor schließt sich.

Daniel (lächelnd): Mann, die ist jetzt dran.

O’Neill: Mir blutet das Herz.


Szene: Erdumlaufbahn

Im Gegensatz zu seinen Befehlen, verlässt Thor erst jetzt die Erdumlaufbahn.

ENDE

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