2.12 Die Tok’ra – Teil 2
The Tok’ra – Part 2

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Jacob: Und ich werde ebenfalls sterben, wenn wir darauf verzichten. Damit will ich sagen, „Guter Kerl, schlechter Kerl“, welchen Unterschied macht das? Wir haben gar keine andere Wahl. Und ich schäme mich nicht dir zu gestehen, dass dieser Gedanke mir verflucht viel Angst macht. Also können wir es hinter uns bringen?

Selmak (lächelt): Ich habe beschlossen, dich gern zu haben.

Jacob: Na super.
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Christopher Judge: Das waren dien Erlebnisse von Stargate SG-1 in der letzten Folge:

Episode: Die Tok’ra – Teil 1

Wir sehen Martouf in Sams Vision.

Lantash: Aktiviere das Chaapa’ai. Schnell Jolinar!

Ein Spiegelbild zeigt, dass Sam Jolinar ist.

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Teal’c (Voice Over): Es ist möglich, dass noch immer Elemente von Captain Carter vorhanden sind.

Sam schreckt aus ihrer Vision hoch.

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Carter: Meine Vision ist die einzige Spur, die wir verfolgen können. Sollten wir sie nicht überprüfen, bevor sie woanders hingehen?

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SG-1 kommt auf dem Tok’ra Planeten an. Nach einem kleinen Fußmarsch über die Dünen werden sie von Tok’ra umstellt, die plötzlich aus dem Sand auftauchen.

Cordesh: Wir haben keine feindlichen Absichten, aber ich warne euch, wenn ihr uns angreift werden wir ohne zu zögern auf euch schießen.

Carter (zu Martouf): Martouf?

Martouf: Wieso kennst du mich?

Carter: Ich kenn dich nicht. Aber ich kannte einen Freund von dir. Jolinar von Malkshur.

Daniel: Deswegen sind wir hier. Um die Tok’ra zu finden.

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Auf der Erde kämpft Jacob Carter gegen seinen Krebs an.

Hammond: Ich hatte angenommen, dass der Krebs noch nicht soweit fortgeschritten ist.

Jacob: Ich ebenfalls.

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O’Neill: Jetzt bringt mich zu euren Anführer.

Sie treten alle dicht beisammen und werden von Transportringen erfasst, die sie alle hinunter in die Tunnel bringen.

Teal’c: In den alten Tok’ra – Überlieferungen steht, haben sie einen alten Planeten erreicht, gehen sie in den Untergrund. Angeblich besitzen sie die Technologie Tunnel wachsen zu lassen.

Und genau das sehen wir jetzt auch. Eine schimmernde Materie wandert durch den zu bauenden Tunnel entlang. Und in sekundenschnelle beginnt der Tunnel zu wachsen.

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Cordesh: Darf ich vorstellen, die Hohe Rätin Garshaw von Benote.

Eine Frau in den mittleren Jahren, kinnlange dunkle Haare und gekleidet in einem lila Kleid, kommt auf sie zu.

Teal’c: Die meist gesuchte Goa’uld aller Zeiten.

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Garshaw: Ich freue mich euch Selmak vorstellen zu dürfen.

Martouf: Bedauerlicherweise ist sie sehr krank und wird bald sterben. Es sei denn einer von euch möchte sich freiwillig als ihr Wirt zur Verfügung stellen.

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Auf dem Weg zum Ratsraum seilt sich Cordesh von den anderen ab. Jack folgt ihm. Er nimmt eine Schatulle mit einer Kugel darin an sich.

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Jacobs Zustand wird immer kritischer.

Arzt: Okay, Patient befindet sich im Koma. Elektroschocks mit zweihundert. Fertig.

Er setzt die Paddle an.

Hammond: Wie lange hat er noch?

Arzt: Wenn er Familienangehörige hat, sollten Sie Kontakt mit ihnen aufnehmen und sie herholen.

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Garshaw (aufgebracht): Das Chaapa’ai wurde gerade aktiviert und brachte die hier!

Carter: SG-3.

Colonel Makepeace und sein Team wird von den Tok’ra – Wachen hereingeführt.

O’Neill: Colonel Makepeace?

Makepeace: Ich fürchte, es geht um Ihren Vater, Captain. Er befindet sich im sehr kritischen Zustand im Krankenhaus.

Daniel: Captain Carters Vater liegt im Sterben! Lasst doch wenigstens sie gehen.

Cordesh: Sie ist für uns das gefährlichste Risiko. Sie trägt in sich die Erinnerungen von Jolinar von Malkshur.

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Christopher Judge: Und jetzt die Fortsetzung


Szene: Tok’ra Tunnel

Die Wachen versperren SG-1 weiterhin den Weg. Garshaw kommt zu ihnen. Sam hat sich in die Ecke gesetzt und hängt ihren ganz eigenen Gedanken nach.

Garshaw: Ihr wolltet mich sprechen?

O’Neill: Daniel?

Daniel (dreht sich zu ihr um): Garshaw, könntest du uns wenigstens erklären, warum ihr unser Angebot zu einer Allianz ausschlagt?

Garshaw: Wir sind der Ansicht, dass eure limitierten Ressourcen nicht genügend Anreiz bieten, um das hohe Sicherheitsrisiko zu rechtfertigen, das die Folge eurer Kenntnisse über uns wäre.

O’Neill: Das ist alles?

Daniel: Tja, dann solltet ihr uns etwas Zeit geben, damit wir eine Technologie finden können. Eine Fähigkeit über die ihr nicht verfügt.

Garshaw: Tut mir leid. Ich glaube nicht, dass so etwas existiert.

Sam lauscht den Worten und überlegt weiter.

O’Neill: Wir sind also Gefangene? Ihr verhaltet euch wie Goa’uld.

Garshaw: Wir tun das als wohl zu eurem Schutz als auch zu unserem. Das Wissen unseres Aufenthaltsort macht euch und eure Welt zu einem Hauptziel für die gegnerischen Goa’uld Systemlords.

O’Neill: Wir sind bereits ein Hauptziel der Goa’uld.

Teal’c: Sie haben zwei Mutterschiffe geschickt, um uns zu zerstören.

Carter: Es gibt noch einen anderen Grund, richtig? Ihr habt irgendein Problem mit uns.

Garshaw: Das ist korrekt. Keiner von euch war freiwillig bereit Wirt für einen von uns zu sein. Wenn euch der Gedanke einer Verschmelzung mit uns so zuwider ist, wie können wir dann miteinander verbündet sein? Es ist doch offensichtlich, dass unsere bloße Existenz euch abstößt.

Daniel: Nein, es ist eher ein Mangel an Verständnis. Wir hegen keinerlei Hass gegen euch.

Garshaw: Dann werdet Wirt für Selmak.

Daniel: Tja, ich wünschte, ich könnte sagen, es wäre okay, doch –

Garshaw: Der bloße Gedanke daran ekelt euch. Es gibt nichts hinzuzufügen. Es wird zu keiner Allianz kommen und ihr bleibt alle hier. Bis wir uns anders entschieden haben.

Mit dem letzten Wort marschiert sie davon. Deprimiert und hoffnungslos legt Sam ihren Kopf an die Wand.


Szene: Ratsraum, Tok’ra Tunnel

Die beiden SG-Teams sitzen im Raum verteilt. Sam steht schließlich auf und geht zu Makepeace hinüber.

Carter: Colonel Makepeace? Hat man Ihnen gesagt, wie schlimm es um meinen Vater steht?

Makepeace: Nein, man hat mir nur gesagt, ich soll Sie so schnell wie möglich zurückbringen.

Carter (wütend): Er weiß nicht einmal, warum ich nicht bei ihm bin! Er denkt, ich wäre irgendwo da draußen und würde an einer verdammten Satellitenschüssel basteln oder so was!

O’Neill: Wir werden Sie zurückbringen, Carter. (Nichtglaubend dreht sie sich zu ihm um) Die gute Nachricht ist, wir sind jetzt zu acht.

Daniel: Das ist die gute Nachricht?

O’Neill: Ja. Damit haben wir mehr Schlagkraft.

Seufzend lehnt sich Sam gegen die Wand und stützt ihre Hände auf den Knien ab.

Teal’c (mitten in seinen Kelnoreem): Wieder einer deiner merkwürdigen Scherze, O’Neill?

O’Neill: Ah… nein.

Teal’c: Es ist vollkommen unmöglich. Es gibt nur einen Weg hier raus – die großen Ringe. Dafür müssten wir hunderte von Tok’ra ausschalten.

Carter: Ich bin nicht bereit auch nur einen von ihnen zu beseitigen.

O’Neill (steht auf und setzt sich seine Kappi auf): Hören Sie, ich bin auch nicht darauf versessen mich mit denen anzulegen, aber vergessen Sie nicht, dass diese Leute uns zu Wirten machen wollen. Und wenn ich mich recht erinnere, war für Sie die „Jolinar in Kopf leben Nummer“ eine der schlimmsten Erfahrungen.

Carter: Damals habe ich es noch nicht besser verstanden. Wenn ich mich nicht dagegen gewehrt hätte und gewusst hätte, was es für Jolinar bedeutet ein Tok’ra zu sein, hätte es bestimmt… ich weiß auch nicht, eine Erleuchtung sein kann.

Jack sieht sie ungläubig an, aber Sam springt auf und geht an ihm vorbei.

Carter (zu den Wachen): Ich muss mit Garshaw reden.

Zwei Wachen machen sich auf den Weg. Daniel geht zu ihr.

Daniel: Was?

Carter: Was ist das, was sie ganz dringend benötigen?

Daniel: Na ja, Wirte und die können wir ihnen nicht geben.

Garshaw (unterbricht sie): Was gibt es?

Carter: Du hast gesagt, der Symbiont kann die meisten Krankheiten der Menschen heilen.

Garshaw: Ja.

Carter: Gehört Krebs auch dazu?

Martouf: Was ist das?

Daniel: Das ist eine Krankheit, die sehr gefährlich ist. Die Zellen wachsen unkontrolliert, es kommt zu Tumoren.

Garshaw: Ja, eine ganz verbreitete Krankheit eurer Spezies. Wir heilen sie ganz oft, kein Problem.

Carter (dreht sich zu Jack um): Colonel, was halten Sie davon das meinem Dad anzubieten?

Die anderen sind zunächst sprachlos. Aber dann erkennt auch Jack die Möglichkeit.

O’Neill: Möglicherweise haben wir einen Wirt für euch.

Garshaw (hoffnungsvoll): Ihr habt einen Wirt für Selmak?

Carter: Ja. Meinen Vater. Er hat Krebs und wenn Selmak ihn wieder gesund machen könnte, wäre er bestimmt einverstanden.

O’Neill: Aber dazu müssen wir zurückkehren.

Garshaw: Ich werde zwei von euch gehen lassen. Aber die anderen bleiben hier, als Pfand.


Szene: Torraum, SGC

Sam und Jack sind diejenigen, die gehen durften. Sie kommen durch das Sternentor gelaufen und joggen die Rampe hinunter, als sich die Tür öffnet und Hammond ihnen entgegen kommt.

Hammond: Colonel O’Neill, wo sind Colonel Makepeace und SG-3? Er hatte den Auftrag Captain Carter zu holen.

O’Neill: General, wir haben ein ernstes Anliegen.

Sie folgen Hammond in den Besprechungsraum.


Szene: Besprechungsraum, SGC

Hammond: Captain Carter, es tut mir wirklich leid um Ihren Vater. Aber ich frage mich ernsthaft, ob Ihr Vorschlag wirklich so gut ist.

Sam sitzt weiter hinten am Tisch. Ihre Ellbogen sind auf der Tischplatte abgestützt und ihre gefalteten Hände ruhen nahe ihrer Nasenspitze.

Hammond: Nach allem, was ich bisher weiß, wäre das nur bedingt die Rettung seines Lebens. Es wäre die Überstellung seines Körpers an einen Goa’uld.

Carter: Nein, Sir. Sie würden sich eher einen Körper teilen.

Seufzend steht sie auf. Sie geht hinüber zum Fenster.

Hammond: Jacob weiß eine Menge über die Erde, über das US Militär. Es wäre doch so, als man diese Information den Goa’uld überlassen würde.

Carter (dreht sich nicht zu ihnen um): Nein, den Tok’ra.

Hammond: Sie sind sicher, da gibt es einen Unterschied?

O’Neill: Oh ja, Sir, da gibt es auf jeden Fall einen Unterschied. Ich will nicht unbedingt sagen, dass ich verstanden habe, worin dieser Unterschied besteht, aber es gibt ihn. Man spricht mit einem Goa’uld und urplötzlich spricht man mit einem ganz normalen… Kerl… Menschen.

Carter (sieht immer noch aus dem Fenster): Wirt.

O’Neill: Wirt.

Hammond: Woher wollen Sie wissen, dass das kein Trick ist? Wir wissen, die Goa’uld können durchaus mit Menschenstimme sprechen.

O’Neill: Tja, General, wenn es sich um die üblichen Schweinegesichter von Goa’uld handeln würde, hätten die uns schon längst zu Wirten gemacht.

Hammond: Man hat Sie offensichtlich gefangen gehalten, Colonel. (Erst jetzt dreht sich Sam zu ihnen um) Und SG-3 ist immer noch in Gewahrsam.

Darauf weiß Jack nicht zu antworten, aber Sam. Sie geht zurück zum Tisch.

Carter: Nur vorübergehend, Sir. Sie glauben, es dient nicht nur ihren auch unserem Schutz.

Sam wirft einen Blick zu Jack hinüber, welcher daraufhin kurz zu Hammond schielt.

O’Neill: Ja, aber das habe ich ihnen noch nicht abgekauft, Sir.

Sam sieht sich von Jack fallengelassen und nimmt die Zügel selbst in die Hand.

Carter: General Hammond, bitte. Ich weiß, mein Vater würde es gerne tun. Er hätte die einzigartige Gelegenheit als Sprachrohr zwischen uns und möglicherweise wichtigsten Verbündeten zu dienen.


Szene: Tok’ra – Planet

Ein Tok’ra kommt die Düne hinuntergelaufen. Etwas scheint ihn aufgeregt zu haben.


Szene: Ratssaal, Tok’ra Tunnel

Garshaw befindet sich gleich neben an im Raum. Sie sitzt auf so etwas wie einem Stuhl, als Teal’c zu ihr hinüber geht.

Teal’c: Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um meine Bewunderung für eure Sache zum Ausdruck zu bringen. Sie ist mutig und ehrenvoll.

Garshaw: Danke, Jaffa. Ich muss gestehen, dasselbe denke ich auch von dir. Sich von Apophis zu lösen und gegen ihn zu kämpfen, zeugt von großer Charakterstärke.

Daniel beobachtet das Gespräch. Teal’c neigt dankend seinen Kopf, als Martouf und weitere Wachen angelaufen kommen.

Martouf: Master Garshaw! Wir haben eine Nachricht von dem Späher aus dem Shoran’ka Quadranten. Die Goa’uld Systemlords haben erfahren, wo wir uns befinden. Sie haben zwei Mutterschiffe gestartet.

Garshaw: Wann werden sie hier eintreffen?

Martouf: Sicher heute noch. Vielleicht in ein paar Stunden.

Garshaw (steht auf): Beginnt mit der Evakuierung.

Tok’ra: Beeilung!

Alle Tok’ra machen sich auf den Weg. Sie rennen durch die Tunnel. Nur die Menschen von der Erde scheinen zunächst nutzlos im Weg zu stehen.


Szene: Militärkrankenhaus, Jacobs Zimmer

Sam und Hammond betreten gemeinsam das Zimmer. Jacob hat seinen Blick abgewendet, er schaut hinaus aus dem Fenster.

Hammond (zu den Schwestern): Verlassen Sie bitte den Raum.

Jacob (sieht zu ihnen hinüber): Ich hatte doch darum gebeten, sie sollte nicht kommen.

Carter (geht auf das Krankenbett zu): Ich freue mich auch dich zu sehen, Dad.

Sie setzt sich an seine Seite.

Hammond: Sie wollten von mir wissen, was Captain Carter tut und ich habe mir gedacht, sie könnte es Ihnen selbst erklären.

Sam nimmt die Hand ihres Vaters.

Jacob: Ja. Was ist mit der Geheimhaltung?

Hammond: Es unterliegt immer noch der Geheimhaltung. Aber es gibt Gott sei Dank Ausnahmen.

Er setzt sich auf den Stuhl.

Jacob: Wieso?

Carter: Auch wenn du es nicht glaubst, Dad, wir brauchen deine Hilfe.

Er beginnt zu husten.

Jacob: Was? Das Pentagon will, dass ich Gott eine Nachricht überbringe, wenn ich oben bin?

Hammond: Tja, nicht ganz.

Jacob: Tja, ich habe nicht vor diesen anderen Kerl zu besuchen.

Carter: Dad, hast du schon mal was vom Stargate Programm gehört?

Jacob: Nein. Ist das einer eurer Satelliten?

Carter: Ich arbeite nicht an Satelliten, Dad. Das war nur Tarnung.

Jacob: Na klar. Wusste ich doch längst. Dann erzähl doch mal, was du so tolles machst, weshalb ich dich nicht in das Astronautenprogramm bringen darf.

Carter: Tja, alles auf einmal ist vielleicht etwas schwierig zu verdauen.

Jacob: Hör auf drum herum zu reden. Spuck’s aus.

Carter: Ich reise zu anderen Planeten. Viel weiter als unsere Astronauten fliegen.

Jacob (schielt kurz zu Hammond): Dann willst du also doch nicht die Wahrheit sagen.

Hammond: Doch, sie sagt die Wahrheit, Jacob.

Jacob: Sie reist zu anderen Planeten? Wie? In einer Simulation?

Hammond: Nein, in Wirklichkeit.

Carter: Wir haben ein Stück außerirdischer Technologie entdeckt. Dadurch gelangen wir überall hin, ins ganze Weltall.

Jacob: Das ist kein Witz?

Carter (schüttelt den Kopf): Nein.

Jacob: Hallejulia!

Sam lächelt leicht und auch Hammonds Mundwinkel verziehen sich aufwärts.

Carter: Ja.

Jacob: Und, äh, was soll ich jetzt tun?

Carter: Na ja, wir möchten, dass du uns auf einen dieser Planeten begleitest.

Jacob: Wieso? Soll ich da auf das Ende warten?

Carter: Nein. Wir hoffen sogar, dass dein Krebs dort geheilt werden kann.

Jacob: Die haben ne Arznei dagegen?

Sam sieht etwas unsicher zu Hammond hinüber. Sie schluckt einmal schwer.

Jacob: Wo ist der Hacken?

Hammond: Da ist schon ein Hacken dran, Jacob, da will ich ganz ehrlich sein.


Szene: Torraum, SGC

Sam und Jack führen Jacob in den Torraum.

Technikerin: Chevron sechs aktiviert.

Erstaunt bleibt Jacob stehen als er das Stargate sieht.

Jacob: Das ist also dieser außerirdische Apparat.

Carter: Ja.

Jacob: Und dadurch gelangt ihr auf andere Planeten?

Sam und Jack nicken im Einklang.

Technikerin: Chevron sieben aktiviert.

Und mit einem beeindruckenden Kwoosh, etabliert sich das Wurmloch. Erschrocken zuckt Jacob zurück.

O’Neill: Haut einen echt um, he?

Jacob (ehrfürchtig): Unglaublich.

Carter: Lass uns gehen, Dad.

Gemeinsam gehen sie die Rampe hinauf. Kurz vor dem Wurmloch bleiben sie noch einmal stehen.

Jacob: Hat das… was ist das für ein Gefühl?

Carter: Es gibt Schlimmeres, Dad.

O’Neill: Ist nen Spaziergang, Sir.

Und dann treten sie alle drei durch.


Szene: Tok’ra Planet, Stargate

Nach einer turbulenten Reise durch das Wurmloch, gelangen sie auf die andere Seite. Ein wenig verwirrt sieht sich Jacob um.

Jacob: Du machst das öfter?

Carter: Ja, ein zweimal pro Woche.

Jacob: Besser als ein Shuttle am Ende einer Höhenrakete.

Sam lacht leicht.

O’Neill: Und man kommt wesentlich weiter. (Jack sieht sich um) Tja, also ich hatte eigentlich so ne Art Empfangskomitee erwartet.

Sie gehen die Stufen zum Sand hinunter.

Jacob: Bist du sicher, das ist ein anderer Planet? Sieht aus wie auf der Erde.

Carter: Ja, wir nehmen an das Stargate System wurde speziell für den Transport von Menschen oder menschenähnlichen Geschöpfen entwickelt. Und es führt uns fast immer zu Planeten, deren Umgebung für menschliches Leben geeignet ist.

Sie gehen weiter.


Szene: Tok’ra Tunnel

Unterhalb der Erdoberfläche herrscht reges Treiben. Die Tok’ra tragen wichtige Wertgegenstände zusammen, die durch die Transporter nach oben gelangen. SG-3 und die zwei von SG-1 helfen kräftig mit.

Tok’ra: Los, macht schon! Schneller!

Kaum das die Güter oben sind, gelangen Sam, Jack und Jacob nach unten. Jack räuspert sich einmal.

O’Neill: Makepeace.

Makepeace (redet gerade mit einem Soldaten): Alles klar, Soldat. Machen Sie weiter.

O’Neill: Was zur Hölle ist hier los?

Makepeace: Wir sind frei.

O’Neill: Und warum seid ihr noch hier?

Makepeace: Na ja, wir wollten doch Verbündete sein, also helfen wir ihnen bei der Evakuierung.

O’Neill: Welche Evakuierung?

In diesem Moment gelangt Daniel zu ihnen.

Daniel: Kommen Sie. Ich erkläre es Ihnen unterwegs.

Makepeace geht zurück an die Arbeit, während Daniel und Teal’c die drei einweisen. Daniel und Jack gehen voraus. Ein wenig überwältigt bleibt Jacob vor Teal’c stehen.

Carter: Dad, das ist Teal’c. Teal’c, das ist mein Vater.

Teal’c: Es ist mir eine Ehre.

Er streckt Jacob die Hand entgegen und als dieser sie greifen will, begrüßt Teal’c ihn auf die Jaffa – Weise. Sam und Jacob gehen schließlich weiter.

Daniel hat Jack zu ihrer Ausrüstung gebracht.

Daniel: Hier haben sie unser Zeug gelagert.

Jack greift sich eine Weste und gibt sie weiter an Sam. Sie befinden sich in einen der Tunnel, der gerade abgerissen wird. Die Materie kommt jetzt wie eine Lawine zurück, nur erschafft sie jetzt kein Gestein mehr, sondern vernichtet es.

Teal’c: Chel’nak!

Daniel: Frei übersetzt: Wahnsinnig cool.

O’Neill (zieht sich seine Weste an): Und erklärt mir jetzt mal jemand, was hier los ist?

Daniel: Der Planet wird evakuiert und wir sind frei.

O’Neill: Wieso?

Teal’c: Die Systemlords sind im Begriff anzugreifen. Goa’uld – Raumschiffe sind unterwegs.

O’Neill: Oh.


Szene: Hyperraum

Die beiden Raumschiffe sind in der Tat unterwegs.


Szene: Tok’ra Tunnel

O’Neill: Na schön und wo finden wir Garshaw?

Teal’c: Das letzte Mal habe ich sie im Ratssaal gesehen.

O’Neill: Na prima, Leute, gehen wir. (Daniel und Teal’c machen sich auf den Weg. Zu Sam) Und Sie warten hier auf uns.

Carter: Alles klar.

Sie führt ihren Vater zu Selmak


Szene: Selmaks Raum

Martouf sitzt neben ihr, als Sam und Jacob den Raum betreten. Weitere weibliche Tok’ra fächern ihr Luft zu oder tupfen ihre Stirn ab. Martouf schaut zu ihnen auf.

Lantash: Du bist zurückgekehrt.

Carter: Ja. Das ist mein Vater, Jacob Carter.

Lantash: Sei gegrüßt. Ich bin Martouf. Du hast eine ganz besondere Tochter.

Jacob (zu Sam): Warum redet er so komisch?

Carter: Er ist ein Tok’ra, Dad. Ich habe dir von ihnen erzählt.

Jacob: Oh, das sind also die Aliens, von den du gesprochen hast.

Carter: Na ja, ich weiß noch nicht, ob man sie Aliens nennen kann… eher außerirdisch. Immerhin ist die Hülle menschenähnlich. Sie wird von einem Menschen und einem Symbionten geteilt. Martouf verfügt demnach über zwei Seelen, die sich einen Körper teilen.

Jacob: Und ich soll genauso werden. (Sieht auf Selmak hinuter) Das ist doch wohl nen Witz.


Szene: Tok’ra Tunnel

O’Neill: Hilf mir mal auf die Sprünge. Wie haben die Systemlords sie hier gefunden?

Teal’c: Das weiß hier niemand.

O’Neill: Redest du von einem Spion oder so was?

Daniel: Wenn das der Fall wäre, hilft es ihnen wenig zu einem anderen Planeten zu fliehen.

O’Neill: Teal’c, du kennst doch diese kleinen kugelartigen Dinger.

Teal’c: Kommunikationskugel mit großer Reichweite.

O’Neill: Genau. Wie klein sind die normalerweise?

Teal’c: Es gibt so kleine, die passen bequem in eine Hand.


Szene: Selmaks Raum

Jacob hat sich draußen gegen die Wand gelehnt. Schließlich kommt er wieder zurück in den Raum.

Jacob: Ich bin nicht sicher, ob ich das kann, Sam.

Lantash: Niemand wird von uns unter Druck gesetzt. Es ist deine Entscheidung. Aber bevor du dich entscheidest, möchte ich, dass du den Symbionten kennen lernst, der sich mit dir verschmelzen möchte.

Besorgt sieht Sam zu ihren Vater hinüber. Dieser geht schließlich zum Tisch.

Jacob: Das ist sie?

Carter: Tja, eigentlich siehst du nur ihre Wirtin. Der Symbiont ist in ihrem Inneren.

Jacob: In ihr drinnen?

Carter: Rede mit ihr, Dad. Damit ihr euch kennen lernt.

Selmak öffnet ihre Augen.

Selmak: Wenn du einer Verschmelzung zustimmen solltest, werden wir für eine sehr lange Zeit zusammenbleiben. (Sie hustet einmal)

Jacob: Du siehst nicht sehr gesund aus.

Selmak: Du bist auch nicht gerade das kraftstrotzende Leben, Freund.

Jacob beginnt zu lachen, genau wie Selmak und im Einklang verwandelt es sich in einen erneuten Hustenanfall. Sam will zu ihrem Vater hinüber, aber dieser hebt seine Hand.

Jacob: Schon gut, schon gut.

Saroosh (die Wirtin): Ich bin es, mit der du reden willst.

Jacob: Aber wir reden doch schon die ganze Zeit. Wieso klingt sie jetzt so anders?

Carter: Weil du jetzt mit dem Wirt sprichst.

Saroosh: Ich bin Saroosh. Ich bin diejenige, die dir helfen kann.

Jacob: Und wie das?

Saroosh: Ich werde sterben. Selmak lebt weiter. Denn du trittst an meine Stelle als Wirt.

Jacob: Ich… ich verstehe nicht ganz.

Saroosh: Selmak ist eine wundervolle Tok’ra. Sie ist uneigennützig und liebenswert. Sehr guter Umgang. Sie hat einen fantastischen Sinn für Humor.

Carter: Na, klingt das nicht gut, Dad? Du kannst dich stundenlang über dich selbst amüsieren.

Jacob: Sehr witzig.

Saroosh: Ist gar nicht so falsch, was sie sagt. Ich habe Selmak fast zweihundert Jahre voller Lachen zu verdanken. Natürlich bin ich etwas voreingenommen. Aber ich glaube, Selmak gehört zu den gebildesten unter den Tok’ra. Du wirst vermutlich überwältigt sein von den Kenntnissen und dem Wissen, das du bei der Verschmelzung dazu gewinnst.

Jacob: Ich bekomme also alles aus dem Kopf dieses… ähm, wie hast du das genannt?

Carter: Symbiont.

Jacob: Ja. Ich weiß dann all seine Gedanken?

Carter: Ja, so musst du dir das vorstellen.

Saroosh: Aber ich will dich auch nicht täuschen. Wir haben einige ganz schreckliche Dinge in unserem Gedächtnis eingegraben.

Jacob: Was für Dinge?

Saroosh: Erinnerungen an fürchterliche Grausamkeiten der Goa’uld. Der Verlust des Wirtes vor mir und auch du wirst Trauer über meinen Verlust finden.

Jacob: Würdest du mich einen Augenblick entschuldigen?

Jacob rennt nach draußen und Sam hinterher. Um die Ecke herum übergibt er sich.

Jacob: Tut mir leid. Ich wollte nicht, dass mich mein zukünftiger… wie soll man sagen Seelengefährte?... Er sollte mich nicht so sehen.

Carter: Dad, du musst das nicht tun.

Jacob: Das ist wahrscheinlich richtig. Meine einzige Alternative ist der Tod. Und das ist nicht akzeptabel. Hör zu, mach dir keine Sorgen. Mir ist nicht etwa vom Anhören dieser Dinge schlecht geworden, das liegt an der Chemotherapie. (Sam nickt) Und die Reise durch dieses verdammte Stargate Ding.

Carter: Ist schon okay. Das sind ne Menge merkwürdiger Informationen, die du verdauen musst und glaube mir, ich kenne das.

Jacob (nickt): Na schön.


Szene: Ratssaal, Tok’ra Tunnel

Es werden weiterhin Boxen mit wichtigen Gütern zusammengepackt. Jack, Teal’c und Daniel betreten den Raum. Endlich haben sie Garshaw gefunden.

O’Neill: Garshaw.

Garshaw: Was kann ich für dich tun?

O’Neill: Es gibt anscheinend einen Spion unter euch.

Garshaw: Ausgeschlossen. Ein Tok’ra würde nie illoyal sein.

Teal’c: Wie konnten euch dann die Systemlords entdecken?

Garshaw: Wie habt ihr uns gefunden?

Daniel: Wir hatten so etwas Ähnliches wie ein Spion.

Teal’c: Jolinar von Malkshur. Durch Captain Carter.

Garshaw: Ich nehme an, du kennst den Namen dieses Spions?

O’Neill: Ich habe einen starken Verdacht.

Garshaw: Wer?

O’Neill: Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich irre. Ich denke, es ist Cordesh.

Garshaw: Cordesh? Wieso sagst du so etwas?

O’Neill: Habt ihr die Angewohnheit mit diesen kleinen Teleballdingern herumzulaufen. (Zu Teal’c) Wie heißen die noch?

Teal’c: Er spricht von den visuellen Kommuniktionskugeln.

O’Neill (bestätigend): Hmm.

Garshaw: Wir haben so etwas nicht. Wir würden sie nicht benutzen. Das System ist nicht sicher genug.

O’Neill: Tja, aber dein Freund Cordesh hat son Ding.

Garshaw (aufgebracht): Tok’ra kree! Tal shak, Cordesh, kree!

Entrüstet läuft sie mit den Tok’ra Wachen raus, um Cordesh zu suchen. Jack folgt ihr.

O’Neill: Ihr wartet hier.

Daniel: Tja, dann warten wir.


Szene: Tok’ra Tunnel

Garshaw findet Cordesh. Er steht vor der Lawine, die die Tunnel zerstört.

Garshaw: Cordesh! (Er dreht sich um) Du wirst dich auf der Stelle eines Verhörs unterziehen!

Cordesh: Ich bin nicht das, was du glaubst! Cordesh ist längst tot. Ich konnte ihn nicht stoppen. (Jack deutet auf die immer näher kommende Lawine) Ich bin ebenso schuldig wie er.

Garshaw: Verlass den Tunnel und gib uns eine Erklärung, Cordesh.

Cordesh: Ich verdiene es nicht mehr ein Tok’ra zu sein.

Und dann wird er von der Lawine erfasst. Schreiend verschwindet er in ihr. Geschockt blickt Garshaw auf das Geschehen vor sich.

O’Neill (verzieht sein Gesicht): Autsch.


Szene: Selmaks Raum

Sam und Jacob kehren wieder in den Raum zurück.

Jacob: Na schön. Was muss ich tun?

Martouf: Zuerst würde Selmak dich gerne befragen.

Selmak: Also, wenn ich die nächsten hundert Jahre oder mehr mit dir als meinen Wirt verbringen soll, habe ich dann deiner Meinung nach nicht das Recht zu entscheiden, ob ich dich überhaupt mag?

Jacob (beginnt zu lachen): Ich bin der netteste Kerl der Welt. Frag meine Tochter, ich bin ein Teddybär.

Carter: Oh ja. Ein echter… Teddybär.

Selmak: Was denkst du so über die Goa’uld?

Jacob: Tja, du bist der erste, den ich kennen lerne.

Selmak (wendet ihren Blick ab): Ich bin kein Goa’uld.

Jacob: Ah! Ne Fangfrage.

Carter: Weißt du noch, Dad, ich habe versucht dir den Unterschied zu erklären.

Jacob: Genau, richtig. Ich muss mich entschuldigen und ich habe bisher noch nie einen Goa’uld getroffen. Aber nach allem, was Sam mir so erzählt hat, würde ich die nicht unbedingt mögen.

Selmak nickt Martouf zu. Er nickt Sam zu und gemeinsam verlassen sie den Raum.

Selmak: Verrat mir noch eins. Bist du ein guter Kerl?

Jacob (beginnt erneut zu lachen): Soll das ein Witz sein?

Selmak: Nein. Wir werden den Rest unseres Lebens miteinander verbringen.

Jacob: Hör zu, entschuldige meine Direktheit, aber du stirbst, richtig?

Selmak: Mein Wirt wird sterben.

Jacob: Und du wirst mit ihm sterben, es sei denn, wie… wie hieß das doch gleich? Wir verschmelzen, richtig?

Selmak (nickt): Ja.

Jacob: Und ich werde ebenfalls sterben, wenn wir darauf verzichten. Damit will ich sagen, „Guter Kerl, schlechter Kerl“, welchen Unterschied macht das? Wir haben gar keine andere Wahl. Und ich schäme mich nicht dir zu gestehen, dass dieser Gedanke mir verflucht viel Angst macht. Also können wir es hinter uns bringen?

Selmak (lächelt): Ich habe beschlossen, dich gern zu haben.

Jacob: Na super.

Selmak: Aber ich muss sicher sein, dass du verstehst, dass es keinen Weg zurückgibt. Ich kann nicht mit dir verschmelzen, dich heilen und wieder gehen. Das würde uns vermutlich beide töten.

Jacob: Ich verstehe. Aber ich möchte dich noch etwas fragen.

Selmak: Ja?

Jacob: Wenn wir das hinter uns gebracht haben, werde ich dann weiterhin mit meiner Tochter sprechen können?

Selmak: Wie Saroosh mit dir gesprochen hat, ja. Aber du und deine Tochter müssen auch verstehen, dass die Verschmelzung möglicherweise gar nicht funktioniert. Ich bin schon sehr schwach und die Schädigungen in deinem Körper könnten schon sehr weit fortgeschritten sein.

Jacob: Mit anderen Worten: Wir könnten dennoch sterben.

Selmak: Ja.

Jacob schaut hinüber zu seiner Tochter.

Jaocb: Kann ich noch mal kurz mit meiner Tochter reden?

Selmak: Natürlich.

Er geht hinüber zu Sam und Martouf.

Lantash: Ihr müsst euch beeilen. Uns bleibt nicht mehr viel Zeit.

Er lässt die beiden alleine.

Jacob: Hör zu, Sam, ich war nie besonders gut in diesen Dingen.

Carter: Dad, das ist nicht nötig, etwas zu sagen.

Jacob: Aber du sollst eines wissen. Dass ich wahnsinnig stolz auf dich bin. Ich habe kein besonderes Talent so etwas zu sagen…

Carter (mit erstickter Stimme): Du hast das wunderbar ausgedrückt.

Jacob: Selbst als ich noch dachte du wärst ein toller Satellitencrack…

Sam beginnt zu lachen. Er nimmt ihr Gesicht in beide Hände.

Jacob: …War ich sehr stolz auf dich. Das wollte ich dir bloß noch sagen.

Carter (umarmt ihn): Danke, Dad.

Jacob (kann es nicht mit ansehen, wie sein kleines Mädchen weint; er löst sich aus der Umarmung): Hey, ich weiß, ich bin eine Nervensäge. Vielleicht sorgt diese Tok’ra Lady für etwas mehr Schliff. Könnte mir ganz gut bekommen, hm?

Carter: Aber ja. Doch je länger wir warten, desto geringer sind die Chancen.

Jacob: Okay, was muss ich tun?


Szene: Ratssaal, Tok’ra Tunnel

Garshaw: Cordesh muss schwere Schuld auf sich geladen haben, sonst hätte er sich nicht selbst ausgelöscht.

O’Neill: Hatte er denn eine Wahl?

Garshaw: Ich muss dir danken. Damit hast du den Tok’ra große Verluste erspart.

O’Neill: Gern geschehen.

Garshaw: Aber, ihr könnt uns immer noch nichts anbieten.

O’Neill: Ah, *was*?

Daniel: Das sehe ich eigentlich anders.

Teal’c: Können wir denn?

Daniel: Das, was ihr am meisten braucht, können wir liefern. Wirte.

O’Neill: Ah, Daniel?

Daniel: Denke Sie doch mal nach. Es hat bei Sams Vater funktioniert. Es gibt sicher viele andere Menschen in ähnlichen Situationen.

Teal’c zieht eine Augenbraue hoch.

O’Neill: Darüber könnte man nachdenken.

Garshaw: Allerdings.

Sie machen sich wieder auf den Weg.


Szene: Selmaks Raum, Tok’ra Tunnel

Jacob und Selmak liegen auf dem steinernen Tisch, ihre Gesichter sind einander zugewandt. Sam hält Jacobs Hand und stricht ihn beruhigend über die Schulter.

Martouf: Bei uns findet der Austausch nicht durch den Nacken statt. Das hinterlässt eine Narbe, die viele von uns abstoßend finden.

Carter: Und warum machen es die Goa’uld nicht genauso?

Martouf: Sie wünschen nicht an das Grauen in ihrem Gesicht ihrer Wirte erinnert zu werden, wenn sie ihr Abbild im Spiegel sehen. Du musst ihn jetzt verlassen.

Jacob: Lebwohl, mein Kind. (Sam streicht ihm über den Kopf) Ja.

Carter: Bis bald, Dad.

Sie zieht sich zurück.

Jacob: Und was jetzt?

Selmak: Küss mich.

Jacob (lächeln): Du verkohlst mich.

Selmak: Nein. Ich meine es ernst.

Ihre Gesichter nähern sich, beide öffnen ihren Mund und der Symbiont huscht aus Saroosh heraus in Jacob. Dann rollt er sich auf den Rücken. Sein Blick ist starr nach oben gerichtet. Verwirrt sieht Sam auf ihren Vater. Dieser streckt seine Hand nach Saroosh aus.

Selmak: Lebwohl, meine Freundin.

Jacob schließt seine Augen. Martouf zieht das Tuch über Sarooshs Gesicht, während Sam nach Jacobs Puls fühlt.

Carter: Er ist am leben.

Martouf öffnet vorsichtig ein Auge von Jacob.

Carter: Ist alles in Ordnung?

Martouf: Er ist sehr krank. Und Selmak ist schwach. Ich hoffe, dass er wieder zu Kräften kommt.

Carter: Aber können wir nicht irgendwie helfen?

Martouf: Ausgeschlossen. Es braucht einfach Zeit.

In diesem Moment kommt ein Tok’ra zu ihnen.

Tok’ra: Unsere Teleskope haben die Goa’uld Schiffe im Hyperraum ausfindig gemacht. Sie werden innerhalb weniger Stunden durch das Tor kommen. Garshaw hat angeordnet, dass wir den Komplex zerstören sollen.

Carter: Aber wir brauchen Zeit! (Zu Martouf) Kann er verlegt werden?

Martouf: Das ist zu gefährlich. Er würde sterben.

Sam geht hinüber zu ihrem Vater und streicht ihm über den Kopf.


Szene: Tok’ra Tunnel

Die Tok’ra sind noch immer fleißig damit beschäftigt ihre Sachen zusammen zu packen. Garshaw und SG-1 hetzen ebenfalls durch den Tunnel, als Jack eine junge Tok’ra sieht, die auch im Hohen Rat ist und die Schatulle mit der Kugel trägt. Sie geht an ihm vorbei und Jack folgt ihr mit seinem Blick. Sie bemerkt es.

O’Neill: Entschuldige mal.

Sie beginnt davon zu laufen. Jack ist ihr dicht auf den Fersen. Er fasst sie am Arm. Garshaw kommt auf ihn zugestürmt.

Josuf: Was soll denn dass?

O’Neill (öffnet die Schatulle): Vielleicht habe ich mich ja auch geirrt.

Aber in der Schatulle befindet sich die Kugel.

O’Neill (zeigt sie Garshaw): Cordesh hatte genauso ein Ding.

Josuf (nimmt es an sich): Dann sind es zwei Spione.

O’Neill: Oder auch nicht. Cordesh hat gesagt, er wäre nicht der, der er zu sein scheint.

Teal’c: Goa’uld wechseln Wirte, um sich zu verstecken, wie Jolinar von Malkshur.

Josuf: Cordesh?

Cordesh: Die Plage, die die Tok’ra bedeutet, wird bald ausgerottet sein.

Garshaw: Das macht mich krank, dass ich dich einst meinen Freund nannte, Cordesh! Du sollst wissen, dass die Systemlords stürzen werden. Allerdings wirst du es nicht mehr erleben. Versucht Cordesh aus der Wirtin zu entfernen ohne ihr Leben zu riskieren. Und steckt den Verräter in einen sich auflösenden Tunnel.

Cordesh wird von zwei Wachen abgeführt.

Garshaw (küsst Jack auf die Wange): Ich glaube, ich werde stolz sein, dich meinen Freund zu nennen.

Einen etwas verblüfften Jack lässt sie allein zurück.


Szene: Weltall

Die Mutterschiffe senden Gleiter los, die auf den Planeten zufliegen.


Szene: Selmaks Raum

Martouf hält Sams Hand, während sie darauf wartet, dass es ihrem Vater bald besser geht. In diesem Moment kommt Josuf herein gelaufen.

Josuf: Martouf, alle Tunnel, bis auf diesen und dem Fluchttunnel wurden bereits aufgelöst. Die anderen Tok’ra befinden sich schon auf dem neuen Planeten. Wir müssen jetzt gehen!

Carter: Und mein Vater?

Josuf: Falls er wieder erwachen sollte, wird Selmak wissen wo wir sind. Er wird uns folgen.

Daniel: Aber die Goa’uld kommen. Sie werden ihn gefangen nehmen.

Josuf: Falls sie ihn gefangenen nehmen, stirbt er, bevor er unseren Aufenthaltsort verrät.

Carter: Dann nehmt ihn doch einfach mit.

O’Neill: Oder wir nehmen ihn mit.

Martouf: Wenn wir ihn jetzt transportieren, bedeutet das seinen Tod. Er darf nicht bewegt werden, bis Selmaks Heilungsprozess vollendet ist.

Carter: Wir können ihn doch nicht einfach hier lassen!

Martouf: Ich werde bei ihm bleiben. Wenn ich ihn wegbringen kann, werde ich es tun. Wenn nicht, sorge ich dafür, dass wir in den auflösenden Tunneln bleiben, bevor die Goa’uld hier sind.

Garshaw: Ich erlaube nicht, dass du dein Leben hingibst. Wir müssen ihn zurücklassen.

Carter: Ich verlasse ihn nicht.

Garshaw: Du bist noch angreifbarer. Du beherbergst die Erinnerungen von Jolinar. Ich kann nicht erlauben, dass du bleibst. Wir müssen jetzt gehen!

O’Neill: Sie hat Recht, Captain. Wir müssen jetzt los.

Carter: Bei allem Respekt, nein, Sir. Ich würde ihn niemals verlassen.

Martouf: Captain Carter und ich werden gemeinsam hier bleiben. Ich werde sicherstellen, dass wir nicht von den Goa’uld gefunden werden.

Carter: Bitte, Colonel. Ich möchte nicht gehen.

O’Neill: Okay. Daniel, Teal’c, wir gehen.

Sie verlassen den Tunnel.


Szene: Tok’ra Planet, Oberfläche

Sie machen sich auf den Weg zum Stargate.

Josuf: Uns bleibt nicht mehr viel Zeit, bis die Goa’uld durch das Tor kommen und uns den Weg abschneiden.

Daniel: Wir können dich zu unseren Planeten mitnehmen und von dort aus in deine neue Heimat schicken.

O’Neill: Daniel. Den Code anwählen.

Daniel: Aber sollten wir nicht auf Carter warten?

Teal’c: O’Neill!

Die ersten Gleiter schießen vom Himmel auf sie herab.

O’Neill: Den Code!

Daniel rennt zum DHD und beginnt die Erde anzuwählen. Vorsichtshalber zieht Teal’c seine Zat. Das Tor öffnet sich, sie sind gerade dabei die letzten Meter hinter sich zu bringen, als die Gleiter ihre Waffen aktivieren. Die Schüsse fallen und nur in aller letzter Sekunde schaffen sie es durch das Wurmloch zu springen.


Szene: Selmaks Raum, Tok’ra Tunnel

Jacob liegt noch immer bewegungslos auf dem Tisch. Der Tunnel beginnt aufgrund der Einschläge zu beben. Sam sitzt neben ihrem Dad und hält seine Hand.

Carter: Ich hoffe, es war kein Fehler ihn herzubringen.

Martouf: Wenn ich das richtig sehe, war die Alternative nicht besser.

Carter: Das ist wahr.


Szene: Torraum, SGC

Die Iris ist geschlossen. Soldaten haben sich im Raum aufgestellt. Hammond, Garshaw und die anderen von SG-1 schauen auf das Tor.

Hammond: Kann dieser Martouf sie bei einem Angriff verteidigen?

Garshaw: Nur minimal.

Daniel: Garshaw, was wird Martouf tun, wenn die Goa’uld sie entdecken?

Garshaw: Martouf wird beim Risiko der Gefangennahme den unterirdischen Komplex mit sich selbst und den beiden Tau’ri umgehend vernichten.

Das sind keine guten Nachrichten.


Szene: Selmaks Raum, Tok’ra Tunnel

Jacob blinzelt.

Carter: Dad?

Selmak (sieht auf): Martouf?

Martouf: Ich bin hier.

Ein weiteres Beben. Erschrocken darüber setzt sich Selmak auf.

Selmak: Sollten wir uns nicht auf den Weg machen?

Martouf (lächelt): Ja, sollten wir.

Carter: Ist mein Dad da irgendwo drin?

Selmak senkt seinen Kopf und Jacob schaut zu ihr auf. Er schüttelt kurz den Kopf.

Jacob: Ich bin hier, Sam. Oh Mann, das ist schlimmer als nen Kater.

Carter: Wie geht es dir, Dad?

Jacob: Grauenvoll. Grausame Kopfschmerzen. Da ist einfach zu viel Zeug drin. (Und dann springt er auf) Wow!

Carter: Was ist?

Jacob (beginnt zu lachen und hebt seine Beine auf und ab): Keine Arthritis mehr. Oh, Hallejulia! Die Arthritis ist weg!

Ein erneutes Beben.

Martouf: Wir sollten so schnell wie möglich verschwinden. Folgt mir.

Sie rennen vor den vernichtenden Tunnel davon, bis sie an einer Wand zum Stehen kommen. Durch Transportringe gelangen sie an die Oberfläche. Noch gerade rechtzeitig. Die Materie hat bereits die Wand erreicht.


Szene: Torraum, SGC

Noch immer kein Zeichen von Sam, Jacob und Martouf. Hammond schaut hinauf zur Technikerin.

Technikerin: Immer noch kein SG-1 Signal, Sir.


Szene: Tok’ra Planet, Oberfläche

Die Transportringe schießen aus dem Sand. Augenblicklich rennen sie Richtung Stargate. Aber in diesem Moment wird das Tor angewählt.

Martouf: Die Goa’uld versuchen durch das Tor zu gelangen.

Carter: Nicht, wenn ich uns vorher rauswähle.

Sie sprintet zum DHD hinüber und beginnt den Wahlvorgang.

Carter: Wir kehren zur Erde zurück. Von da aus könnt ihr dann wo immer hier hinwollt starten.

Ein Wurmloch etabliert sich.

Carter: Haben wir das Wurmloch geöffnet oder die?

Jacob: Wir haben keine Wahl.

Gleiter schießen über den Himmel.

Carter (holt ihr GDO heraus): Wartet.

Sie gibt den SG-1 Corde ein.


Szene: Torraum, SGC

Technikerin: Wir haben ein Signal.

Hammond: Sofort Iris öffnen.

Die Iris öffnet sich.


Szene: Tok’ra Planet, Stargate

Gerade als die Gleiter einen Anflug auf das Tor starten, rennen die drei los. Genau wie schon vorher, schaffen sie es nur in aller letzter Sekunde. Die Schüsse gehen alle daneben.


Szene: Torraum, SGC

Mit nervöser Spannung warten alle darauf, dass etwas passiert. Und dann kommen sie schließlich durch das Tor geflogen und rollen die Rampe hinunter. Die Soldaten helfen ihnen auf, als sich das Wurmloch auflöst. Sie gehen zu den anderen, die unten an der Rampe auf sie warten.

Selmak: Ich muss dir danken. Du hast mir das Leben gerettet und das meines Wirtes. Wir danken dir.

Garshaw: Das ist eine wundervolle Nachricht.

Hammond (noch ein wenig skeptisch): Ja. Können wir auch mit dem Wirt reden?

Selmak senkt seinen Kopf. Jacob schaut auf und räuspert sich.

Jacob: Also, wenn der kleine Kerl in mir redet, klinge ich dann auch so merkwürdig?

Teal’c: Das ist korrekt.

Jetzt muss Hammond doch schmunzeln.

Jacob: Ich merke, dass ich spreche, aber ich bin es nicht, der da spricht. Alles klar?

O’Neill: Nichts ist klar. Aber ich glaube es.

Daniel: Wie fühlen Sie sich?

Jacob: Ah, na ja, wenn man bedenkt, dass ich son Ding in mir trage, verdammt gut! Ach übrigens, George, Aufgrund dieses Verschmelzungsvorganges weiß ich bereits alles, was es über die Tok’ra zu wissen gibt. (Er gibt ihm einen Klaps auf die Schulter) Es war die richtige Entscheidung.

Hammond: Das hoffe ich doch.

Jacob: Ich wäre stolz als Verbindungsmann zwischen der Erde und den Tok’ra zu dienen.

Hammond: Gut. Und wenn wir uns schon einig sind, vielleicht könnte ich Sie dann noch zu einem kleinen Abschlussgespräch bitten.

Garshaw: Ich fürchte das geht nicht. Wir müssen los.

Teal’c: Ihr seid hier sicher.

Garshaw: Aufgrund des Spions könnten die Goa’uld bereits am neuen Aufenthaltsort der Tok’ra auftauchen.

Carter: Könntet ihr euch nicht etwas Zeit lassen?

Martouf: Nein, wir müssen los und den Wachstumsprozess der Tunnel aufhalten.

Garshaw: Wir müssen die Tok’ra nochmals zu einer neuen Heimatbasis verlegen. Habt ihr denn hier kein Anwählgerät?

O’Neill: Doch. Wir haben uns hier was hübsches Kleines zusammengebastelt.

Garshaw (anerkennend): Hm, ihr habt es selbst gebaut. Beeindruckend. Würdet ihr es mir zeigen? Ich würde die Koordinaten gern persönlich eingeben.

Hammond: Hier entlang.

Sie gehen alle in den Kontrollraum.

Martouf: Ich gebe dir mein Wort. Ich werde auf deinen Vater achten, als wäre es mein eigener.

Carter: Danke.

Martouf: Ich freue mich darauf dich wieder zu sehen.

Carter: Ich ebenfalls.

Er stellt sich wieder neben die Rampe, damit Sam und Jacob noch etwas Zeit haben.

Jacob: Ist schon Ironie, hm?

Carter: Was?

Jacob: Ich wollte dir eine bessere Aufgabe besorgen und das war gar nicht notwendig. Dafür hast du mir jetzt die beste Aufgabe ausgesucht von der ein alter Soldat nur träumen kann. Danke, Kleines.

Carter: Gern geschehen. Musst du wirklich so schnell gehen?

Jacob: Ja, es muss sein. Offenbar bin ich der Älteste und Weiseste von meinen Freunden.

Carter (beginnt zu lachen): Oh Gott.

Das Wurmloch etabliert sich und die anderen kommen wieder zurück in den Torraum.

Garshaw: Der Tag wird kommen, an dem die Tok’ra und die Menschen von Tau’ri die Goa’uld Systemlords vernichtet haben.

O’Neill: Das wird ein herrlicher Tag.

Daniel kommt mit derselben Box um die Ecke, die er auch schon den Bürgern von Cimmeria (Episode: Im Reich des Donnergottes (Thor’s Hammer)) überreicht hat.

Daniel: Dieses Kästchen enthält eine Signatur, di wir erkennen. Schick sie einfach durch das Tor und dann wissen wir, dass ihr Kontakt mit uns wünscht.

Garshaw: Danke. Komm, Selmak.

Jacob (drückt seine Tochter): Ich liebe dich.

Carter: Ich dich auch, Dad.

Jacob: Ach, ähm, Selmak sagt noch, ähm, ich will es in eure Sprache übersetzen: Ruft nicht uns an, wir rufen euch an.

Jack nickt grinsend. Und damit schreiten die drei Tok’ra durch das Sternentor. Ein neuer Verbündeter ist gefunden.

ENDE

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