2.07 Trojanische Kugel
Message in a Bottle


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Daniel: Also gut, dann können wir davon ausgehen, das ist so eine Art Warnung. Dieser Organismus wird sich weiterhin exponential ausbreiten. Wie lange? Bis wir tot sind?
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Szene: P5C-353

Der Planet hat eine mondähnliche Oberfläche und SG-1 schweben in ihren Raumanzügen über das Gestein.

O’Neill: Ist jemand zu Hause?

Daniel: Jack, möglicherweise sind wir hier auf dem Mond gelandet.

Vor ihnen taucht ein großes felsiges Gebäude auf.

Daniel: Falls hier jemals jemand gelebt hat, dann dürfte das schon tausende von Jahren her sein.

SG-1 betritt das Gebäude. Ein Korridor führt in eine große Halle.

Teal’c: Dieser Planet ist eindeutig Tal’ac. Obwohl es hier einmal Leben gab, ist jetzt alles ausgestorben.

Carter: Merkwürdigerweise hat der Sensor eine Energiequelle festgestellt.

O’Neill: Ich vermute mal, das Ding da.

Er leuchtet mit seiner Taschenlampe auf eine goldene Kugel, die auf einem Podest steht. Sams Geräte beginnen zu piepsen.

Carter: Es sind tatsächlich die Energiefrequenzen, die der Sensor angezeigt hat, Sir. Dieses Artefakt oder was immer es sein mag, ist eindeutig die Quelle.

O’Neill: Sind wir in Gefahr?

Carter: Nein, Sir, ich glaube nicht. Im Moment eher nicht, aber es ist unglaublich. Wenn Daniel Recht hat, dann strahlt dieses Artefakt schon seit die Neandertaler noch die dominierende Rasse der Erde waren.

O’Neill: Das erinnert mich an was.

Sam fängt an zu lachen.

Daniel: Habt ihr diese Schriftzeichen gesehen? Die sind ganz winzig.

O’Neill: Wozu ist das gut?

Carter: Tja, es sorgt für eine Innentemperatur von etwa einem halben Grad Celsius. Es generiert ein elektromagnetisches Feld und sondert kleinere Mengen an Alpha, Gamma und Deltastrahlen ab.

O’Neill: Na klar, das weiß doch jeder. Aber wozu ist das gut? (Sam sieht ihn einen Moment an) Es geht mir nur um eine mögliche Bedrohung, Captain.

Carter: Tja, ich weiß auch nicht wozu das gut ist, aber seine Energiequelle ist höher entwickelt als alles, was wir bisher kennen; inklusive der Goa’uld.

Daniel: Das ist eine Zeitkapsel.

Die beiden sehen Daniel an und Jack leuchtet ihm mit seiner Taschenlampe ins Gesicht.

Daniel: Na ja, das wäre doch eine Erklärung. Ich meine… stellt euch mal vor, eine Zivilisation würde ihr Ende kommen sehen – irgendeine Katastrophe – muss man da nicht irgendetwas hinterlassen? Irgendwas, was denen, die irgendwann kommen, sagt, wer hier gelebt hat.

Teal’c: Oder wie das Ende aussah.

Daniel: Genau. Da könnte man eine Menge über unser eigenes Schicksal erfahren.

Jack zieht nur abschätzend die Augenbrauen hoch.

Teal’c: Wenn eine Goa’uld – Welt in einer Schlacht besiegt wird, werden manchmal Mittel zurückgelassen, die ihre Eroberer vernichten könnten.

Carter: Könnte das hier eine Sprengattrappe sein?

Teal’c: Attrappe?

Daniel: Ich glaube nicht, dass wir es hier mit den Goa’uld zu tun haben. Wer immer in dieser Zivilisation gelebt hat, diese Wesen haben keine Mühe gescheut dieses Artefakt herzustellen. Als so eine Art Flaschenpost.

O’Neill: Glaubst du das Teal’c?

Teal’c: Die Vorteile könnten die Risiken aufwiegen.

Carter: Wir hätten auf der Erde sicher Verwendung für eine Energiequelle, die tausende von Jahren hält.

O’Neill: Na schön, packen Sie es ein und dann ab nach Hause.

Carter: Jawohl, Sir.

Jack geht schon einmal vor, während Teal’c die Kugel vom Podest nimmt und in eine Box legt. Was sie allerdings nicht sehen, dass die Kugel kurzzeitig anfängt im Inneren zu glühen. Mit Hilfe des F.R.E.D wird die Kugel zurück zum Tor gefahren.


CREDITS


Szene: Torraum, SGC

SG-1 wird von Hammond und Lt. Simmons an der Rampe erwartet. Die vier Marsmenschen kommen durch das Tor geschritten.

O’Neill: Wir haben etwas mitgebracht, Sir. Ich empfehle Vorsichtsmaßnahme der Stufe 3.

Walter: Iris geschlossen. Vorsichtsmaßnahmen der Stufe 3 einleiten.

O’Neill (zu ein paar Soldaten, die die Box die Rampe hinunter tragen): Vorsichtig damit, das ist schwer.

Carter: Sofort mit der Spektralanalyse beginnen.

Daniel: Ach, und wir sollten eine detaillierte Darstellung der Oberfläche in den Computer eingeben.

Die Kugel wird aus der Box genommen.

Hammond: Lief alles wie geplant, Colonel?

O’Neill: Ah, war für mich ein kleiner Schritt, aber für die Menschheit…Na, Sie wissen schon, Sir.

Hammond (lacht leicht): Abschlussbesprechung in einer Stunde. Willkommen Zuhause, SG-1.

Die vier werden aus ihren Anzügen befreit.


Szene: Labor, SGC

Daniel und Sam untersuchen die Kugel. Lieutenant Simmons ist ebenfalls dabei. Er sitzt im Beobachtungsraum über ihnen.

Carter: Wir sollten weitere Elemente der periodischen Aufstellung hinzufügen. Lieutenant, wir sollten das aufzeichnen.

Simmons: Alles, was Sie wollen, Captain.

Carter (lächelt):Bleiben Sie cool, Graham, sonst wird es ein langer Tag.

Daniel: Ich glaube nicht, dass es an unserem Mitbringsel liegt. Er wird immer nervös, wenn er in Ihrer Nähe ist. Möglicherweise schwärmt er für Sie.

Simmons: Ah, wir zeichnen auf, Captain.

Carter: Danke, Lieutenant.

Nervös schaut Simmons weg, als Sam sich zu ihm umdreht und Daniel schließlich einen bestimmten Blick zuwirft.

Daniel: Ups. Hey, jetzt wird’s spannend. Achten Sie auf die Schrift. (Auf dem Bildschirm sehen wir eine außerirdische Schrift auf der Oberfläche der Kugel) So winzig, dass man sie mit bloßem Auge nicht lesen kann.


Szene: Besprechungsraum, SGC

Wir sehen dieselben Scans noch einmal.

Hammond: Und was steht da?

Daniel: Ah, ich nehme an, das sind Anweisungen.

O’Neill: Wie man das Ding…?

Daniel: Öffnet. Wir, wir glauben, man kann es öffnen. Aber ich bin sicher, da steht noch viel mehr drauf. Die Menge der Schriftzeichen entspricht mindestens tausend Seiten normalen Textes allein auf der Oberfläche.

Hammond: Was ist mit dem Inneren des Objekts?

Carter: Darüber wissen wir noch nicht viel. Doktor Fraiser überwacht gerade eine Positonenaustoßtomographie.

Hammond (nickt): Hm mh. Sie wissen, ich habe höchsten Respekt vor Ihren Fähigkeiten, aber der Nationale Sicherheitsrat will sich das Ding mal ansehen.

O’Neill: Ich würde dringend empfehlen den Gegenstand nicht unbedingt gleich weiterzuschicken, General.

Teal’c: Solange seine Theorie, was die Funktion der Kugel angeht, noch nicht bestätigt wurde, wäre es am besten, wenn wir sie in unmittelbarer Nähe des Stargates lassen. Wenigstens vorübergehend.

Hammond: Ihr Einsatzplan sieht einen Besuch auf P4G-881 vor.

Daniel: Eine primordiale Welt, ohne jegliche Zivilisation. Deswegen ist die Anwesenheit eines Archäologen nicht zwingend.

Hammond: Ich bin gewillt diese Mission um vierundzwanzig Stunden zu verschieben, damit Ihre Theorie bestätigt werden kann.

Daniel: Die Zeit reicht wohl kaum.

Carter: Aber wir sind einverstanden. (Hammond nickt) Danke.

Sam und Daniel tauschen kurz einen Blick aus.


Szene: Labor, SGC

Carter: Okay, versuchen wir eine weitere Röntgenserie. Als erstes röntgen wir die Y-Achse.

Daniel: Sam.

Sie geht hinüber zu Daniel, der am Computer sitzt.

Carter: Was ist?

Daniel: Okay. (Er markiert einen Teil der Schrift) Bisher bin ich von der Vermutung ausgegangen, dass es sich hierbei um so eine Art Deckblatt handelt. Es ist relativ isoliert von den anderen Zeichengruppen, doch jetzt glaube ich, dass sind Zahlenkombinationen.

Carter: Möglicherweise die Basis ihrer Mathematik.

Daniel: Genau. Das habe ich mir auch gedacht. Also, nehmen wir an, dass diese Symbole Exponenten darstellen…

Carter: Dann wird diese Sequenz exponential größer und addiert sich zu einer unvorstellbaren Zahl.

Daniel: Genau. Und das sind Informationen, die uns nicht weiterbringen. (Sam legt eine mitfühlende Hand auf seine Schulter)

Diesen Moment sucht Jack sich aus, den beiden einen Besuch abzustatten.

O’Neill: Guten Morgen ihr Nachteulen! Habt ihr gut geschlafen? Ich schon.

Daniel: Die Nacht kann doch noch nicht vorbei sein.

O’Neill: Oh, aber genau das ist sie. Wir starten exakt… (Er schaut auf seine Uhr), äh, um dreizehnhundert.

Daniel: Okay, Jack, reden Sie mit General Hammond.

O’Neill: Nein. Ich möchte, dass Sie beide ausgeruht für die Mission bereitstehen. Das ist ein Befehl.

Carter: Jawohl, Sir.

Daniel: Jack, ich bitte Sie.

O’Neill: Daniel. SG-1 ist ein Expeditionstrupp, das wissen Sie. Man kann nicht alles haben. Wenn wir zurück sind, dann können Sie ja… (Er wedelt mit seiner Hand in Richtung der Kugel) weiter suchen.

Widerwillig stehen die beiden auf, als plötzlich ein Piepen den Raum erfüllt.

Simmons: Wir haben eine Veränderung. Eine Energiezufuhr, die wir nicht orten können.

Carter:Was?

Simmons: Die Innentemperatur steigt auf 4,4 Grad Celsius.

O’Neill: Captain?

Carter: Keine Ahnung, Sir. Wir haben eigentlich nichts getan.

Daniel: Vielleicht haben wir da was geweckt.

Simmons: Fünfzehn Grad Celsius.

Carter: Strahlungsniveau?

Simmons: Ah, Alphapartikelerzeugung innerhalb des Magnetfeldes dieses Objektes hat sich erhöht um vier… sechshundert Prozent.

Carter: Sir, wir sollten das Objekt sofort nach P5C-353 zurückschicken!

O’Neill: Lassen Sie uns schon einmal die Koordinaten wählen. Na los!

Simmons: Siebenunddreißig Grad Celsius.

Daniel läuft los.

O’Neill: Irgendeine Idee, womit wir es hier zutun haben?

Carter: Nein, Sir.

Und dann springt die Hülle der Kugel auf. Innerlich leuchtet ein bläulich pulsierendes Licht.

O’Neill (schreckt zurück): Wow. Offensichtlich können wir ausschließen, dass es sich um eine Zeitkapsel handelt.

Sam starrt nur auf die Kugel.


Szene: Kontrollraum, SGC

Daniel kommt in den Kontrollraum gelaufen.

Daniel: Wir müssen sofort P5C-353 anwählen.

Hammond: Wer hat das angeordnet?

Daniel: Colonel O’Neill.

Hammond (zu Walter): Dann los.

Walter: Jawohl, Sir.

Hammond: Doktor Jackson?

Daniel: Es geht um das Objekt, Sir. Da stimmt etwas nicht.


Szene: Labor, SGC

Jack und Sam lösen die Kugel aus dem Gestell.

Simmons: Die Temperatur steigt immer weiter an. Im Moment dreiundvierzig Grad Celsius.

Carter: Wir müssen unsere Raumanzüge wieder anlegen.

O’Neill: Dafür haben wir keine Zeit mehr. Wir öffnen einfach das Tor und schmeißen das Ding da durch. (Aus dem Hintergrund kommt Teal’c zu ihnen) Teal’c, hilfst du mir mal?

Jack hat gerade die letzten Schrauben gelöst, als plötzlich Stacheln aus der Kugel fahren.

Teal’c: Es will offensichtlich nicht entfernt werden.

O’Neill: Tja, das tut mir ja leid.


Szene: Torraum / Kontrollraum, SGC

Das Stargate wird angewählt.

Walter: Chevron sechs aktiviert.

Teal’c und Jack rennen mit dem Ding in der Mitte durch den Korridor

O’Neill: Aus dem Weg, Leute!

Gerade als das siebte Chevron eingelockt wird, betreten Jack und Teal’c den Torraum.

Walter: Chevron sieben aktiviert.

Das Wurmloch etabliert sich. Doch gerade als Jack und Teal’c die Rampe hinauflaufen wollen, schießt eine neue Spitze aus der Kugel und bohrt sich in den Boden. Erschrocken lassen Jack und Teal’c von dem Objekt ab. Eine weitere Spitze schießt in die Wand oberhalb des Kontrollraums.

Carter: Bringt euch in Sicherheit!

Die nächste Spitze verfehlt nur knapp Teal’c und findet ihr Ende in der Wand. Jack hingegen hat nicht so viel Glück. Er wird von einer Spitze erwischt, die sich durch seine Schulter bohrt und an die nächste Wand geschleudert.

O’Neill: AH! (Er umfasst die Stange vor Schmerzen, um sie aus seiner Schulter zu ziehen) Gott!

Hammond: Schicken Sie den Sicherheitsdienst runter! Volle Alarmbereitschaft für den gesamten Stützpunkt!

Carter (schockiert): Wir brauchen ein Ärzteteam!

Walter: Sicherheitsdienst zum Stargateraum. Sanitätstrupp in den Stargateraum.

Teal’c kommt auf seinen Freund zugelaufen.

O’Neill: Teal’c, töte es!

Teal’c versucht die Spitze aus Jacks Schulter zu ziehen, aber es gelingt ihm nicht.

O’Neill: Gott!

Teal’c lässt von Jack ab und rennt los.

Walter: Sir, das Stargate.

Hammond: Sie können es schließen.

Walter schließt das Gate. Teal’c kommt aus der Waffenkammer gerannt. In seiner Hand hält er seine Stabwaffe. Im selben Moment rennen Sam, Daniel und Hammond in den Torraum.

Carter (rennt auf ihn zu): Colonel! Es hat seine Schulter durchdrungen und steckt im Beton.

Daniel: Oh mein Gott.

Hammond: Bringen Sie irgendwas worauf er sich stellen kann!

Und dann ist auch schon unser Doc zur Stelle.

Soldat: Jawohl, Sir.

Janet: Was können Sie mir dazu sagen?

Carter: Keine Ahnung, aber es sendet weiter Energie aus. Vorsicht.

Simmons (misst erneut die Strahlung): Sechsundfünfzig Grad Celsius. Weiter ansteigend.

Janet: Diese Wunde ist außergewöhnlich. Es müsste mehr Blut fließen. Ich verstehe nicht, warum es keine größere Verletzung gibt.

O’Neill (stöhnend): Was zum Teufel… wo ist Teal’c?

Janet: Die Stange hat das Schulterblatt durchdrungen. Colonel, warum sind Sie nicht - ?

O’Neill: Teal’c!

Da ist er auch schon. Er aktiviert seine Stabwaffe und zielt auf die Kugel.

O’Neill: Erschieß es!

Carter: Sir!

O’Neill: Erschießen!

Teal’c: Es sind zu viele Leute im Stargateraum.

Hammond: Alle Mann raus hier.

Bis auf Teal’c verlassen alle Anwesenden den Raum.

Hammond: Teal’c, wenn Sie soweit sind, feuern Sie.

Die Türen schließen sich. Die anderen laufen hinauf in den Kontrollraum.

Carter: Bei allem Respekt, General, das wäre ein Fehler.

Hammond: Warum?

Carter: Weil wir nicht wissen, wie viel Stabenergie durch das Objekt in Colonel O’Neill eindringt.

Hammond: Ich habe Ihren Einwand zur Kenntnis genommen.

Sam starrt ihn einen Moment fassungslos an.

O’Neill: Los.

Teal’c feuert einmal. Der Schuss fährt an den Stäben entlang und auch in Jack hinein.

O’Neill: Ah! Noch mal!

Teal’c feuert erneut. Und wieder fährt der Schuss durch die Stäbe.

O’Neill: Ah! (Vor Schmerzen verzieht er das Gesicht)

Janet und Sam sind zum Einwand bereit.

Simmons: Keine Veränderung.

Carter: Sir, es hat die Energie absorbiert.

Teal’c: Diese Waffe ist unwirksam. Ich versuche etwas anderes.

Carter (greift zum Mikrofon): Nein! (Zu Hammond) Sir, die Stabsenergie wurde ja irgendwie absorbiert. Möglicherweise füttern wir es genau mit dem, was es braucht.

Hammond: Holt einen Schneidbrenner her.

Carter: Wenn es aus derselben nichtterrestrischen Legierung besteht, wie die Außenhülle der Kugel, dann ist es mehrere hundert Male stärker als Stahl.

Janet: Sir, mit Ihrer Erlaubnis.

Hammond nickt und Janet läuft sofort los.

Hammond (über Lautsprecher): Colonel O’Neill. Es wird noch etwas Zeit brauchen.

Hilflos steht Teal’c neben der Kugel und auch Sam schaut nicht besser drein.


Szene: Hammonds Büro, SGC

Hammond telefoniert.

Hammond: Es ist mir egal, was Colonel Maybourne dazu zu sagen hat. Ich habe meine Entscheidung getroffen. Und wenn ich keinen gegenteiligen Befehl erhalten, dann wird niemand das Stargate Center verlassen oder hineingelangen, bis wir das verdammte Ding dahin zurückgeschickt haben, wo es herkommt. Nein, General. Danke.

Er legt auf.

Hammond (zu Sam und Daniel): Der Sicherheitsdienst will es sehen.

Carter: Obwohl Sie wissen, was es dem Colonel angetan hat?

Daniel: Gerade *weil* Sie wissen, was es dem Colonel angetan hat.

Hammond: Sie hoffen, es könnte eine neue Waffe sein, die wir gegen die Goa’uld einsetzen könnten. Ich kann das leider nicht widerlegen.

Daniel: General, was soll ich sagen? Ich… hatte mir gewünscht, dass dieser Gegenstand etwas Besonderes ist.

Hammond: Sie müssen sich nicht entschuldigen, mein Junge. Wir haben von überall aus der Galaxie Gegenstände mitgebracht. Und jetzt hat uns ein Teil in den Hintern gekniffen.

Carter: Aber es war uns möglich eine Menge an Daten zu sammeln, Sir.

Hammond: Dann sollten Sie sich ranhalten. Wegtreten.

Sie verlassen sein Büro und Hammond greift erneut zum Telefon.

Hammond: Hier spricht Hammond. Station dicht machen. Autorisierungscode rot – Beta. Aktion Wildfire starten.

Er legt wieder auf.

Überall im Berg schließen sich die Türen.

Techniker: Achtung! Quarantänestufe 4 ausgerufen. Umschalten auf interne Energieversorgung.


Szene: Torraum, SGC

Siler versucht mit einem Schweißbrenner die Stangen zu durchbrechen. Teal’c und Janet stehen an Jacks Seite.

O’Neill: Heiß.

Janet (füllt gerade eine Ampulle auf): Verstehe ich. Sie haben hohes Fieber, was durch eine Infektion verursacht wurde. Ich werde Ihnen dagegen ein Antibiotikum verabreichen.

Jack nickt leicht.

Simmons und Walter sitzen im Kontrollraum.

Simmons: Die innere Temperatur des Gegenstands hat sich bei fünfundsechzig Grad Celsius stabilisiert.

Teal’c geht hinüber zu Siler.

Teal’c: Sergeant? Die Arbeit macht nicht gerade Fortschritte.

Siler: Was soll ich tun, Sir? Das ist das härteste Material das ich je erlebt habe.

Teal’c: Ich will niemanden von der Arbeit abhalten.


Szene: Besprechungsraum, SGC

Ein ganzer Haufen von Wissenschaftlern hat sich versammelt.

Carter: Wir brauchen die Hilfe von jedem einzelnen. Colonel O’Neill ist noch am Leben, aber er schwebt in großer Gefahr.

Daniel: Die Daten, die wir sammeln konnten, bevor das passierte, sind alle im Hauptrechner. Das ist nicht viel, aber das ist alles, was wir haben. Nutzen Sie es.

Carter: Strengen Sie sich an und verfolgen Sie nur jede denkbare Lösung.

Daniel: Ich leite das Übersetzungsteam.

Carter: Und ich leite das Astrophysiklabor, aber nur gemeinsam können wir Erfolg haben. Noch Fragen?

Soldat: Ist es richtig, dass wir es mit einer Waffe zu tun haben?

Carter: Das ist eine Vermutung, Captain. (Er nickt) Alles klar? Fangen wir an.

Das Wuseln geht los und Sam geht hinüber zu Janet.

Carter: Wie geht es Jack?

Janet: Er hat eine Infektion bekommen. Ich habe ihn mit Antibiotika voll gepumpt, was erstaunlicherweise sein Fieber gesenkt hat.

Carter: Warum erstaunlich?

Janet: Sie sollten sich das hier ansehen.

Sam folgt Janet hinunter in den Kontrollraum an einen Computer.

Janet: Es ist mobil wie eine Bakterie, aber so klein wie ein Virus und leicht radioaktiv. Definitiv außerirdisch. Diese Elemente verbinden sich zu Ketten. (Sie zeigt auf einen Strang)

Carter: Und das hat den Colonel infiziert.

Janet: Deswegen wollte ich Ihnen das zeigen. Das habe ich von einem Stück von O’Neills Uniform, direkt an der Wunde.

Carter: Soll das heißen, es hat sowohl seine Kleidung als auch lebendes Gewebe infiziert?

Janet: Und es verändert die Fasern genauso als wäre es lebendes Gewebe. Es ist praktisch so, als ob alles damit befallen werden könnte.

Carter: Wie eine Seuche, ja? (Janet nickt) Okay, Sie haben gesagt, leicht radioaktiv.

Janet: Ja.

Carter (zu Simmons): Lieutenand, wir benutzen doch UV-Strahlen, um die strukturelle Integrität der Iris am Stargate zu testen.

Simmons: Sie meinen…

Carter: Ja.

Simmons steht auf, um zum Telefon zu gehen.

Simmons: Bringen Sie sofort einige UV-Einheiten in den Stargateraum.

Carter (über Mikrofon): Teal’c, Colonel, es wird gleich für ein paar Sekunden lang dunkel. Wir wollen etwas ausprobieren.

Soldaten schieben die UV-Einheiten in den Torraum. Sam nickt Simmons zu und der schaltet das Licht aus.

Simmons: Okay, dann schalten wir die UV-Lampen ein. Jetzt.

Die Lampen leuchten blau auf. Schockiert stehen Sam und Janet auf.

Janet: Oh mein Gott.

Wie Gewebe hat sich die Energie der Kugel um Jack ausgebreitet und es wird immer mehr in ihn hinein gepumpt.

Carter: Das Problem ist noch schlimmer als wir dachten.

Simmons: Captain Carter? (Auch auf ihm befinden sich die Rückstände) Was passiert mit mir?


Szene: Besprechungsraum, SGC

Janet zieht erneut eine Ampulle auf, um den General mit Antibiotika zu impfen.

Carter (sitzt auf dem Tisch): Dieser Organismus kann sich so gut wie durch jede Substanz fressen, auch durch Beton.

Hammond: Der ganze Komplex besteht aus Beton.

Carter: Ha, schlimmer als das. Es hat besonderen Appetit auf die Stützpunktverdrahtung. Das bedeutet, dass es unsere Computer und Kommunikationsanlagen beeinträchtigen beziehungsweise infizieren wird.

Hammond: Dann müssen wir es auslöschen. (Sam nickt) Und wie machen wir das?

Janet: Wir haben um den Hauptrechner des Stützpunktes eine Art Pestizid gesprüht, aber das hat das Virus nicht mal verlangsamt.

Hammond: Was haben Sie mir da gerade verabreicht?

Janet: Ein Antibiotikum. Es hat die Infektion bei Colonel O’Neill eingegrenzt und wirkt wie eine Prophylaxe bei allem, denen ich diese Impfung geben konnte. Aber, Sir, ich brauche noch mehr –

Hammond: Vollkommen ausgeschlossen. Die Wildfire Direktive bedeutet, nichts geht rein oder raus. Das wissen Sie.

Janet: Sir. Lieutenant Simmons Infektion ist noch weiter fortgeschritten als die von Colonel O’Neill. Er ist gegen das Antibiotikum allergisch. Und keine der Alternativen, die ich hier zur Verfügung –

Hammond: Ich hoffe, ich muss mich nicht wiederholen, Doktor.

Janet ist geschlagen. Ein wenig sprachlos schaut sie hinüber zu Sam und dann wieder zurück zum General.

Janet: Wenn Sie erlauben, Sir, dann gehe ich jetzt besser wieder auf die Krankenstation.

Hammond nickt und Janet verschwindet. Sam steht auf und will ihr folgen.

Hammond: Captain.

Carter: Sir?

Hammond: Ich brauche Ihre ehrliche Meinung. Können wir es besiegen?

Carter: Wie der Colonel sagt: Nie die Hoffnung aufgeben, richtig? Ich bin nicht sicher, Sir.

Hammond: Vielleicht sollten wir überlegen, ob es sinnvoll wäre das Personal durch das Stargate zu evakuieren.

Carter: Daran habe ich auch schon gedacht, aber wohin? Es gibt keine Garantie, dass wir das Virus daran hindern können mit uns durch das Stargate zu gehen. Wir haben nicht das Recht eine andere Welt zu infizieren.

Hammond: Wir können durch das Tor auch eine Anzahl von unbewohnten Welten erreichen. (Sam nickt) Allerdings sind die meisten aus guten Gründen unbewohnt.

Carter: Selbst, wenn es uns gelingen würde einige von uns zu evakuieren, wir sind so gut wie alle bis zu einem gewissen Grad mit diesem Virus infiziert. Ohne Antibiotika ginge es uns allen schon so wie Lieutenant Simmons. Den Überlebenden würde innerhalb weniger Tage der Vorrat ausgehen.

Hammond: Aber sie hätten immerhin diese Zeit, um eine Lösung zu finden.

Carter: Meiner Meinung nach ist es das Risiko nicht wert, Sir. Wir wissen nicht einmal wie die Kugel reagieren würde, wenn wir das Stargate wieder aktivieren.

Hammond: Also gut. Dann werden wir hier durchhalten, Captain.

Carter: Ja, Sir. (Hammond wendet sich ab, zur Scheibe zu gehen) Wir werden nicht kampflos aufgeben, Sir.

Hammond: Da haben Sie verdammt Recht.

Sam geht, um sich wieder an die Untersuchungen zu machen.


Szene: Torraum, SGC

Wir sehen Hammond oben im Besprechungsraum stehen. Langsam fährt die Kamera nach unten zu SIler, der immer noch versucht die Stangen durchzutrennen. Die bläuliche Energie hat sich bereits über die Hälfte von Jacks Gesicht ausgebreitet.

O’Neill (erschöpft): Teal’c.

Teal’c: Ich bin hier, O’Neill.

O’Neill: Es ist heiß.

Teal’c: Das Fieber brennt in dir.

O’Neill: Und du?

Teal’c: Der Symbiont, den ich trage, scheint mich zu schützen.

O’Neill: Bedank dich bei deinem Junior.

Teal’c (tupft Jack die Stirn ab): Doktor Fraiser wird schon etwas einfallen.

O’Neill: Teal’c, du musst hier nicht rumstehen.

Teal’c: Nicht mal ungezähmte Rösser könnten mich von hier wegbringen.

O’Neill: Wilde Pferde, Teal’c. Das heißt… (Sie sehen sich einen Moment an) Das sollte ein Witz sein? Du wolltest einen Scherz machen. (Er lacht leicht, scheint aber nicht besonders vorteilhaft zu sein) Bring mich nicht zum Lachen, bitte.

Teal’c: Natürlich nicht.

O’Neill: Du… bist ein guter Mann, mein Freund.

Teal’c: Das gilt auch für dich, mein Freund.

Siler (unterbricht die Zweisamkeit): Sir, ich bin hier gleich durch.

Nicht ganz, denn der Stab bewegt sich plötzlich und bohrt sich nur noch weiter in Jacks Schulter, so dass die angebrochene Stelle darin verschwindet.

Siler: Das Ding bewegt sich!

O’Neill: AH! Teal’c…

Teal’c: Es lässt nicht zu, dass wir dich befreien, O’Neill.

O’Neill: Gott… Hilfe…

Teal’c und Siler können nur machtlos auf die Kugel schauen.


Szene: Labor, SGC

Sam und Daniel arbeiten an den Scans.

Daniel: Na schön. Angenommen das ist Seite 1. Diese Sequenz besteht aus Zahlen, die exponentiales Wachstum anzeigen. Was bedeutet das?

Carter: Na ja, es könnte das Wachstumsverhalten des fremden Organismus darstellen und bisher hat seine Verbreitung einer exponentialen Kurve entsprochen.

Daniel: Also gut, dann können wir davon ausgehen, das ist so eine Art Warnung. Dieser Organismus wird sich weiterhin exponential ausbreiten. Wie lange? (Sam seufzt) Bis wir tot sind? Aber wenn, wenn das da steht, was will man uns damit sagen?

Carter: Vielleicht sollten wir weiter lesen. Vielleicht finden wir dann die Antwort.

Daniel: Richtig.

Und weiter geht die Arbeit.


Szene: Krankenstation, SGC

Janet ist bei Simmons.

Janet: Hey. Wie sind die Schmerzen?

Simmons: Nicht allzu schwer, danke.

Janet: Ich werde Ihnen trotzdem etwas dagegen geben.

Simmons: Warten Sie. (Janet dreht sich zurück zu ihm um) Wenn Sie Captain Carter sehen…

Janet: Ich verrate Ihnen was, Lieutenant. Sie muss sowieso in ein paar Stunden zur Nachimpfung kommen. Ich bin sicher, dann wird sie Sie besuchen.


Szene: Labor, SGC

Sam sitzt am Computer und geht ein paar Daten durch. Der Captain arbeitet hinter ihr.

Carter (seufzt): Ich hatte Recht. Teal’cs Stabfeuer hat dem Organismus erst die nötige Energie gegeben. Er vermehrt sich, weil wir ihn gefüttert haben. Verdammt, warum habe ich Teal’c nicht davon abgehalten?

Captain: Na schön, das Ding ernährt sich von Energie. Wie können wir das nutzen? Wovon ernährt es sich noch?

Carter: Sind die CO2 Werte raufgegangen?

Captain: Ja. Aber das haben wir im Griff.

Carter: Wie Feuer. Gibt man Energie dazu, brennt es heißer. Gibt man Brennstoff dazu, brennt es länger, aber ohne Substanz brennt es gar nicht.

Captain: Sauerstoff.

Carter: Genau.

Captain: Den können wir aber auch nicht entziehen.

Carter: Aber vielleicht können wir sein Wachstum verlangsamen.

Doch leider beginnen dann die Monitore verrückt zu spielen.

Captain: Was ist denn jetzt los?

Carter: Das Virus ist in dem Computer eingedrungen. Machen Sie weiter.

Sam springt auf und rennt den Korridor herunter.

Soldaten: Da lang! Beeilt euch. (Sam wird von ihnen aufgehalten) Sie können hier nicht vorbei, Captain. Das Virus hat sich durch die Dampfleitung gefressen.

Sam versucht einfach einen anderen Weg und nimmt unlogischer weise den Fahrstuhl. Noch fährt er in die besagte Richtung, bis er plötzlich stehen bleibt. Sie drückt auf die Knöpfe, aber nichts passiert. Die Türen öffnen sich nicht. Verzweifelt haut sie gegen die Stahltüren.

Carter (schreiend): Hallo! Ist da jemand? Hört mich niemand?

Wie es der Zufall so will, steht Daniel natürlich genau am anderen Ende. Auf das Klopfen hin, geht er zur Tür.

Daniel: Hallo?

Carter: Daniel! Ich sitze fest! Können Sie mich hier rausholen?

Daniel holt eine Axt und versucht damit die Tür aufzustemmen. Im Inneren läuft merkwürdige Flüssigkeit aus dem Gehäuse der Tasten.

Carter: Beeilung. Es frisst sich durch die Schalttafel.

Daniel schafft es die Tür einen Spalt zu öffnen. Gemeinsam drücken sie die Tür auf.

Daniel: Sam.

Carter: Mir geht’s gut. Ich erkläre alles später!

Sie rennt an ihm vorbei.


Szene: Kontrollraum / Torraum, SGC

Mit einem Flammenwerfer versucht Teal’c den Organismus an der Wand anzudämmen. Hammond beobachtet alles vom Kontrollraum aus.

Carter: General, Sir. Ich habe etwas rausgefunden. (Schaut ebenfalls hinaus) Was macht er da?

Hammond: Teal’c versucht die Verbreitung des Virus an der Quelle aufzuhalten.

Carter: Er soll damit aufhören!

Hammond: Warum? Es scheint zu funktionieren.

Carter: Nur weil das Feuer vorübergehend den Sauerstoff im Stargateraum verbraucht. Das Virus ernährt sich von Energie. Sir, ich bitte Sie mir zu vertrauen.

Hammond (über Lautsprecher): Teal’c, hören Sie auf. Wir versuchen eine andere Möglichkeit.

Teal’c schaltet den Flammenwerfer aus.

Carter: Na schön. Das Virus braucht Sauerstoff, um sich vermehren zu können. Da wir jetzt mit interner Energie arbeiten, können wir die CO2 Scrubber umstellen und die Sauerstoffzufuhr drosseln.

Hammond: Wie weit soll sie gedrosselt werden?

Carter: Wir fahren sie auf acht Prozent runter, aber wir müssen gleich damit anfangen.

Hammond: Dann los.

Soldat: Jawohl, Sir.

Walter: General Hammond, Sir, das sollten Sie sich mal ansehen.

Auf dem Bildschirm leuchten die Worte: „Wildfire Initiated“ auf.

Stimme: Automatische Selbstzerstörung initiiert. Countdown läuft.

Walter: Ich habe das nicht ausgelöst. Der Selbstzertörungscountdown hat sich selbst aktiviert.

Carter: General?

Hammond: Für den Fall, dass es Kontakt zur Außenwelt will, stellt sich Wildfire automatisch ab.

Carter: Sir, wir müssen die Selbstzerstörung deaktivieren.

Hammond: Wir tragen die Verantwortung dafür, dass dieses Virus das Stargate Center nicht verlässt, Captain.

Carter: Bei allem Respekt, Sir, ich glaube, Sie verstehen nicht ganz. Es ernährt sich hervorragend von der Stabenergie. Was glauben Sie, wie es sich verbreitet, wenn die Autozerstörung stattfindet?

Hammond: Ich brauche zwei Offiziere für den neuen Befehl.

Die beiden machen sich an die Arbeit den Countdown abzubrechen, aber dann fängt auch hier an alles durcheinander zu spielen.

Carter: Das Virus hat unseren Computer befallen. Er wird unsere Codes nicht annehmen.

Hammond: Die interne Uhr der Anlage wurde aktiviert. Ohne den Computer können wir sie nicht abschalten.

Carter: Dann werden wir in weniger als drei Stunden dem Organismus genügend Energie zugeführt haben, dass er sich über die gesamte Erde verbreiten kann.


Szene: Torraum, SGC

O’Neill: Das ist meine Schuld. Ich habe Mist gebaut.

Teal’c: Ich war auch der Meinung, wir sollten das Objekt mitnehmen.

O’Neill: Aber ich habe es entschieden.

Teal’c: Wenn wir der Herausforderung durch die Goa’uld begegnen und deine Rasse retten wollen, dann müssen wir Risiken eingehen. Deine Entscheidung war korrekt.

Jack schließt die Augen.


Szene: Krankenstation, SGC

Janet verabreicht Sam eine neue Dosis.

Janet: Ihre Idee scheint zu funktionieren.

Carter: Ja, die Entwicklung des Virus hat sich um neunzig Prozent verlangsamt.

Janet: Ich weiß. Aber hüpfen Sie jetzt nicht vor Freude herum, sonst sind meine anderen Patienten irritiert.

Carter: Na ja, selbst in einem völlig anaerobischen Umfeld wird das Virus nur untätig. Das einzige, was wir erreichen, ist der Zeitgewinn, bevor… Ich muss wieder an die Arbeit.

Sie steht auf.

Janet: Ja, aber hätten Sie vielleicht noch einen Augenblick Zeit Lieutenant Simmons zu besuchen?

Carter: Wie ist sein Zustand?

Janet braucht ihr nicht zu antworten und so geht Sam zu ihm hinüber. Sie bleibt neben seinem Bett stehen.

Carter: Graham?

Simmons (öffnet seine Augen): Captain Carter?

Carter: Wir tun, was in unserer Macht steht. Sie müssen nur durchhalten, okay?

Simmons: Bevor ich… ich wollte nur sagen… wie sehr… (Er beginnt zu husten) Wie habe ich mich bisher geschlagen?

Carter: Sie machen das hervorragend.

Er schließt seine Augen und Sam lässt ihn sich ausruhen, um wieder zur ihrer Arbeit zurückzukehren. Erschöpft fährt sie mit ihren Händen durch ihre Haare.


Szene: Labor, SGC

Daniel reibt sich die Augen. Auch er ist mit seinen Kräften am Ende. Er schaut auf einen der Monitore, wo alles durcheinander läuft, als plötzlich durch das ganze Chaos ein Symbol sichtbar wird. Es war nur für eine Sekunde. Er setzt sich die Brille wieder auf und dann erscheint es wieder. Es sind zwei Kreise. Von inneren führen mindestens zwei Striche zum Außenkreis. Er schnappt sich die Schablone und vergleicht.

Daniel: Kommen Sie her.

Captain: Wer?

Daniel: Was? Egal wer. Kommen Sie. Sehen Sie sich das an. Augenblick, ja. Da.

Das Zeichen taucht wieder auf. Es wird immer deutlicher.

Captain: Dieses Symbol ist auch auf dem Objekt.

Daniel: Ja, genau. Es versucht mit uns zu kommunizieren.


Szene: Kontrollraum, SGC

Daniel: Ich, ich glaube, dass wir das, was wir in unseren Computern für Bildsalat gehalten haben der Versuch von Außerirdischen war mit uns zu kommunizieren.

Carter: Schon möglich, aber diese Symbole könnten auch wegen unserer vorangegangenen Recherchen auf den Monitoren auftauchen.

Daniel: Nein, unmöglich. Ich habe mit dieser Sequenz erst dann angefangen, als die Computer nicht mehr funktionierten.

Hammond: Angenommen Sie haben Recht. Was versuchen sie uns mitzuteilen?

Daniel: Na ja, vielleicht sagen die: „Bring mich zu deinem Anführer“, was weiß ich. Keine Ahnung. Aber Tatsache ist, dass sie es versuchen. Wir haben nicht daran gedacht, dass wir es mit außerirdischer Intelligenz zutun haben könnten. Wir dachten, es wäre eine Krankheit, Bedrohung. Wir haben nicht einmal den Versuch unternommen zuzuhören.

Hammond: Und wie stellen wir das jetzt an?

Carter: Wir lassen das Wesen wachsen.

Hammond: Was?

Carter: Wir erhöhen den Sauerstoffgehalt auf übernormal. Wir beschießen es noch einmal mit Stabwaffenenergie. Wir vollenden das, was es bisher nur versucht hat.

Hammond: Das glatte Gegenteil von dem, was Sie mir bisher geraten haben, Captain. Was soll das?

Carter: General, Sir, wir beide wissen, was passiert, wenn wir uns nichts einfallen lassen.


Szene: Torraum, SGC

Die Tür wird geöffnet und Sam, Daniel und Hammont betreten den Raum. Sie bleiben vor der Kugel stehen.

Carter: Doktor Fraiser sagte, der Organismus verbindet sich zu einer Kette. Was ist, wenn er seine Intelligenz erst ausdrücken kann, nachdem er eine bestimmte Ausbreitung erfahren hat?

Daniel: Tja, selbst wenn wir zulassen, dass es die Computer übernimmt, wird es in einer Sprache kommunizieren, die ich nicht ohne konkrete Hinweise übersetzen kann.

Carter: Vielleicht ist Colonel O’Neill gar nicht im Weg gewesen? Doktor Fraiser hat festgestellt, dass die Wunde nicht blutet und es gab um die Wunde herum praktisch keine Verletzungen. Bei der Wucht, mit der er getroffen wurde, ist das eigentlich unmöglich.

Daniel: Es sei denn, es war so beabsichtig.

Carter: Genau! Wir müssen seine Medikamente absetzen, Sir.

Hammond: Haben Sie den Verstand verloren?

Teal’c: Wenn wir das tun, wird O’Neill sterben.

Carter: Er würde das Risiko eingehen, das weiß ich.

Daniel: Durch Jack mit dem Organismus kommunizieren.

Carter: Ja. Ich denke, das war der tiefere Zweck dieser Aktion.

Ihre Blicke fallen auf Jack, der mit geschlossenen Augen und hängendem Kopf an der Wand hängt.


Szene: Torraum / Kontrollraum, SGC

Walter: Sauerstoffgehalt liegt dreißig Prozent über normal.

Sam geht zu Jack und ergreift seine Hand.

Carter: Sir… Sir, ich weiß nicht, ob das, was wir hier jetzt vorhaben eine gute Idee ist oder nicht. Aber ich sollte Sie darauf hinweisen, dass es Sie das Leben kosten könnte.

Er antwortet ihr nicht mit Worten, sondern drückt nur kurz ihre Hand. Sie entfernt die IV für seine Medizin aus seinem Handrücken.

Carter: Okay, Teal’c.

Teal’c aktiviert seine Stabwaffe und feuert auf die Kugel. Jack bekommt einen gewaltigen Energieschub.

Carter: Weiter.

Noch ein Schuss.

Carter: Wir müssen es weiter versuchen.

Teal’c schielt kurz in ihre Richtung. Er ist nicht damit einverstanden, schießt aber dennoch. Jack rührt sich nicht. Schnell rennt Sam auf ihn zu. Sie fühlt nach seinem Puls.

Carter: Kein Puls.

Erschrocken zieht Sam ihre Hand zurück. Doch dann hebt Jack seinen Kopf. Als er spricht ist seine Stimme verzerrt.

O’Neill (Entität): Guten Morgen, ihr Nachteulen.

Hammond geht zu ihm hinüber.

O’Neill (Entität): Das ist wirklich ein merkwürdiges Gefühl.

Carter: Colonel?

O’Neill (Entität): Ja. Er ist hier.

Ein kleines, erleichtertes Lächeln huscht über Sams Lippen.

Hammond: Mit wem reden wir sonst noch?

O’Neill (Entität): Wir sind auch noch hier.

Daniel und Sam stellen sich neben Hammond.

Hammond: Mein Name ist –

O’Neill (Entität): Hammond. Ja, O’Neill hat es gesagt.

Hammond: Dann sollten Sie auch wissen, dass wir nichts Böses vorhaben.

O’Neill (Entität): Ihr habt uns geweckt.

Hammond: Entschuldigt. Wir haben erst kürzlich von eurer Existenz erfahren.

O’Neill (Entität): Ihr wolltet uns zurückbringen. In unsere frühere Welt.

Teal’c: Wir dachten, ihr wärt eine Bedrohung.

Daniel: Wir hatten Angst.

O’Neill (Entität): Und eure Angst hätte uns beinahe vernichtet. Vor Jahrtausenden lag unsere Welt im Sterben. Wir konnten dort nicht länger… existieren. Aus diesem Grund haben wir die Kugel erschaffen.

Daniel: In der ihr tausende von Jahren verbracht habt.

O’Neill (Entität): Ja, Daniel.

Daniel: Ihr habt darauf gewartet, dass jemand erscheint – wie wir – und euch auf einen anderen Planeten holt.

O’Neill (Entität): So stand es auf unserer Kugel geschrieben. Sobald wir der Atmosphäre der lebendigen Welt ausgesetzt sind, setzen wir uns in Bewegung.

Daniel: Und vermehrt euch.

O’Neill (Entität): So steht es geschrieben.

Computer: Automatische Selbstzerstörung in vier Minuten.

O’Neill (Entität): Wir können nicht mehr zurück.

Hammond: Und wir können nicht zulassen, dass ihr bleibt.

O’Neill (Entität): O’Neill teilt diese Auffassung. Ihr habt uns allerdings auch keine Alternative gelassen.

Carter: General, uns bleibt nicht mehr viel Zeit.

Hammond: Dieser Berg wird – und ich gebe zu, dank unserer Ignoranz – gleich durch eine Explosion zerstört werden.

O’Neill (Entität): Diese Energie dient lediglich unserer Nahungszufuhr. Wir werden uns vermehren und eure Welt übernehmen.

Hammond: Wenn ihr zulassen würdet, dass wir unsere Kommunikation wieder herstellen, dann könnten wir diese Explosion aber verhindern. Dann würden wir überleben.

O’Neill (Entität): O’Neill wünscht das ebenfalls. Er wünscht zu leben. Aber was ist mit uns?

Daniel: P4G-881. Das… das ist optimal. Jede Menge Sauerstoff, Sonnenlicht. So wie diese Welt vor fünf Millionen Jahren aussah.

Carter: Sir, ohne die Computer können wir das Stargate nicht öffnen.

O’Neill (Entität): Ihr würdet uns dort hinschicken? Durch euer Stargate?

Hammond: Das würden wir.

O’Neill (Entität): Aus welchem Grund?

Hammond: Damit wir alle überleben werden.

Nach ein paar Sekunden sinkt Jacks Kopf nach hinten gegen die Wand.

Daniel: Wir führen euch persönlich dort hin. Bitte.

Schließlich fällt die gesamte Stromversorgung zusammen. Alle sitzen im Dunkeln.

Walter: Alle Systeme haben sich soeben abgeschaltet.

Hammond: Gott steh uns bei.

Computer: Automatische Selbstzerstörung in zwei Minuten.

Doch die Computer beginnen von neuen zu booten.

Walter: Sir, Sir! Es sieht so aus als starten die Computer wieder.

Hammond: Wählen Sie P4G-881 an, sobald Sie wieder über genug Energie verfügen.

Walter: Jawohl, Sir.

Hammond und Sam kommen oben im Kontrollraum an, als Walter damit beginnt das Tor anzuwählen. Nur noch 1:38 Minuten. Jack hebt seinen Kopf. Teal’c sieht ihn schief an.

Computer: Automatische Selbstzerstörung in einer Minute dreißig Sekunden.

Walter: Chevron 1 aktiviert.

Und auch die Außerirdischen halten ihr Wort. Die Spitze fährt aus Jacks Schulter heraus.

Walter: Chevron 2 aktiviert.

Jack steht auf und geht langsam das gebaute Podest hinunter.

Walter: Chevron 3 aktiviert. Chevron vier aktiviert.

Jack stellt sich neben die Kugel und nimmt sie in beide Hände.

Computer: Automatische Selbstzerstörung in einer Minute.

Walter: Chevron 5 aktiviert.

Die Kugel in Jacks Hand beginnt grell zu leuchten.

Walter: Chevron 6 aktiviert.

Alle Energie fließt zurück in die Kugel und auch die Spitzen verschwinden.

Walter: Chevron 7 fixiert.

Das Wurmloch etabliert sich und Jack geht die Rampe hinauf.

Computer: Automatische Selbstzerstörung in dreißig Sekunden.

Jack bleibt vor dem Wurmloch stehen und übergibt die Kugel einer kleinen Reise auf einen fernen Planeten.

Computer: Zwanzig Sekunden.

Dann fällt Jack nach hinten auf die Rampe.

Computer: Zehn. Neun.

Das Wurmloch wird deaktiviert und Sam und Hammond beginnen damit in den letzten Sekunden den Code einzugeben.

Computer: Vier. Drei. Zwei. Eins.

Walter: Automatische Selbstzerstörung abgebrochen.

Computer: Automatische Selbstzerstörung abgebrochen.

Walter atmet einmal tief durch. Und dann haben wir auch wieder Strom. Sam schaut hinauf zu Hammond, welcher ihr zunickt. Das ist ihr Stichwort, denn augenblicklich rennt sie hinunter in den Torraum.


Szene: Torraum SGC

Teal’c und Daniel rennen die Rampe zu Jack hinauf. Gerade als sie ihm aufhelfen kommt auch Sam zu ihnen gerannt. Sie kniet sich neben Jack.

O’Neill: Gute Arbeit.

Jack begutachtet seine Schulter.

Teal’c: Schön, dass du wieder der alte bist, O’Neill.

Daniel: Willkommen Zuhause.

Carter: Wir dachten, wir hätten Sie verloren, Sir.

O’Neill: Wilde Pferde, Captain.

Gemeinsam helfen sie Jack auf. Sam und Daniel stützen Jack ein wenig, als sie die Rampe hinuntergehen.


ENDE

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