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2.05 Der Sarkophag
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O’Neill: Wir hatten ne lustige Zeit, Sir. Carter hat ne Portion Naquadah mitgebracht, Teal’c hat wie immer Freunde gefunden, Daniel hat vor zu heiraten und, ähm… ich werde jetzt duschen gehen.
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Szene: P3R-636

SG-1 beobachtet von einem Abhang aus, wie Jaffa das Stargate unten auf der Lichtung aktivieren und gerade frisch freigelegtes Naquadah durch das Tor schicken. Sie holen einen Behälter aus einem größeren, runden Krug.

O’Neill: Was ist denn in diesem hübschen Behälter?

Teal’c: Naquadah. Naquadah ist das höchste Gut der Goa’uld.

Carter: SG-3 hat letztes Jahr eine winzige Probe dieses Rohelementes mitgebracht. Wir könnten gut noch mehr davon brauchen, Sir.

O’Neill: Na ja, vielleicht finden wir ja noch irgendwo was von dem Stoff.

Sie huschen hinter den Büschen weiter.

O’Neill: Wow.

Eine gigantische Pyramide macht sich weiter hinten sichtbar. Darunter befindet sich ein kleiner Eingang zu einer Mine. Die Jaffa und Arbeiter, die das Naquadah zum Tor gebracht hatten, kehren jetzt zu der Mine zurück. Eine Frau, gekleidet in einem weiten Gewandt mit einer Kapuze über den Kopf entfernt sich von der Gruppe.

Daniel: Seht nur.

Daniel folgt ihr oberhalb der Böschung. Überrascht sehen die anderem ihn hinterher.

O’Neill: Kann er nicht mal mit diesem Blödsinn aufhören?

Sie folgen Daniel durch den Wald, der sich schließlich hinter einem Baum versteckt. Die Frau bleibt stehen und nimmt ihre Kapuze ab. Sie hat dunkle, lange Haare. Sie sieht sich einmal um und geht dann weiter zu einem Abgrund. Sie breitet ihre Arme aus.

O’Neill: Sie will springen!

Und Daniel läuft los.

O’Neill: Daniel!

Die Frau schließt ihre Augen, während Daniel zu ihr rennt und gerade als sie sich fallen lassen will, greift er nach ihr und zieht sie wieder zurück. Überrascht schreit sie auf. Leider bleibt das auch nicht von zwei Jaffa Wachen ungehört.

Daniel: Tu’s nicht! Bitte.

Sie sieht ihn an, als die beiden Jaffa eintreffen.

Jaffa: Hände weg von der Prinzessin.

Daniel hebt seine Hände und Sam, Jack und Teal’c richten ihre Waffen auf die beiden Jaffa.

Daniel: Alles okay.

Aber sie sind wiederum von weiteren Jaffa umzingelt.

Carter: Colonel.

Prinzessin: Sag ihnen, sie sollen ihre Waffen runternehmen. Sie werden ihn umbringen.

Jack senkt seine Waffe.


CREDITS


Szene: Pyramide

SG-1 wird von den Jaffa-Wachen in den Thronsaal geführt.

O’Neill: Was haben Sie sich dabei gedacht?

Daniel: Ich wollte sie vor einer Dummheit bewahren.

O’Neill: Sie wollte sich doch nur umbringen.

Jaffa: Auf die Knie.

O’Neill: Na ja, weißt du, ich habe da so ein kleines Kniescheibenproblem. Das mit dem Hinknien wird –

Doch der Jaffa versteht keinen Spaß und haut Jack mit der Stabwaffe in die Kniekehle.

O’Neill (geht zu Boden): Ah! Ja, das hilft.

Auch Sam und Teal’c knien sich hin. Vor ihnen steht die Prinzessin und auf einen steinernen Thron sitzt ein älterer Mann.

Prinzessin: Mein Vater Pyrus der Gottestöter und Herrscher über diesen Planeten, möchte erfahren, wer ihr seid.

Daniel: Wir sind Forscher. Friedliche Entdecker.

Pyrus springt auf.

Pyrus: Du hast meine Tochter angegriffen!

Daniel: Nein! Nein… (Er sieht die Prinzessin an) Sag es ihm.

Sie schweigt. Pyrus geht die paar Stufen hinunter, um vor ihnen stehen zu bleiben.

Pyrus: Nur einer von euch ist ein Jaffa.

Er bleibt vor Sam stehen und nimmt ihr Gesicht in die Hand.

Pyrus: Wer hat euch geschickt? (Er streicht über ihr Haar) Woher kommt ihr?

O’Neill (der das ganze mit Adlerauge beobachtet): Wir sind von einem Planeten, der sich Erde nennt.

Pyrus (geht zu Jack): Welcher Goa’uld herrscht dort?

O’Neill: Keiner.

Pyrus: Lügner! Diebe! Ihr werdet mir die Wahrheit sagen oder sterben. Werft sie in die Mine!

Prinzessin: Vater!

Die Jaffa zerren SG-1 auf die Beine.

Daniel: Nein! Wartet! Wir sind keine Diebe! (Sie werden abgeführt) Wartet! Bitte!


Szene: Naquadah – Mine

Die vier sind richtig am schuften. Noch mit altmodischen Mitteln werden die Steine herausgehauen.

Carter: Colonel, er ist kein Goa’uld. Und ich glaube auch nicht, dass es echte Jaffa sind.

O’Neill: Woher wollen Sie das wissen?

Carter: Zunächst einmal seine Stimme.

O’Neill: Ja, ist mir auch aufgefallen.

Carter: Sir, ich kann es nicht wirklich erklären, aber als er mich berührte, wusste ich es. Ich habe es gefühlt oder um es präziser zu sagen, ich habe nichts gefühlt. Sir, ich glaube, das hat etwas mit dem Goa’uld zu tun, der in mich eingedrungen war. In letzter Zeit habe ich immer so ein merkwürdiges Gefühl in der Nähe von Teal’c.

O’Neill: Hey, wer hat das nicht?

Carter: Ich kann die Gegenwart eines Goa’uld fühlen. Und dieses Gefühl hatte ich bei ihm nicht.

Teal’c: Ich stimme Captain Carter zu. Der Herrscher hier ist kein Goa’uld.

O’Neill: Na schön, nehmen wir mal an ihr habt beide Recht, was würde uns das bringen?

Carter: Das weiß ich selbst nicht.

Daniel: Das tut mir wirklich Leid, Leute. Das ist allein meine Schuld.

Jaffa: Ihr werdet euer Soll erfüllen oder ihr bekommt nichts zu Essen.

O’Neill: Weißt du, Kumpel, hier gibt es jede Menge Verstöße gegen das Arbeitsrecht. Also wenn du mich fragst, würde ich ganz gerne mal mit deinem Boss reden.

Der Jaffa schlägt Jack mit der Stabwaffe zu Boden. Da sie alle an einer Kette gefesselt sind, reißt das auch die anderen nach vorne.

Jaffa: Mach dich wieder an die Arbeit.

O’Neill: Ja, natürlich. An die Arbeit.

Der Jaffa verschwindet und haut einmal mit seiner Hand in die Luft. Läuft wohl alles nicht so, wie er sich das vorgestellt hat.


Szene: Naquadah – Mine, Nacht

Erschöpft versuchen sie ihr Soll zu erfüllen.

Daniel: Ich bin völlig fertig.

Teal’c und Sam hämmern weiter, als weitere Arbeiter die Mine betreten. Sie haben Fußfesseln und können kaum richtig laufen.

Jaffa: Werkzeuge weglegen.

Sie lassen ihre Hacken fallen und ihre Fußfesseln werden gelöst.

Jaffa (zu O’Neill): Wie geht’s deinem Bein jetzt?

O’Neill: Oh, schon viel besser. Danke.

Womit der Jaffa nicht gerechnet hat, ist die Gegenwehr von Jack, als er ihm seine Hacke in den Bauch rammt und Teal’c dem armen Kerl einen Schlag von hinten versetzt. Auf den anderen Jaffa schleudert er das Werkzeug, so dass dieser getroffen zu Boden geht. Jack schnappt sich die Stabwaffe und feuert in die Richtung der sich nähernden Jaffa.

O’Neill: Raus hier! Na los!

Teal’c: Hier geht’s lang!

Sam, Jack und Teal’c laufen los. Nur Daniel hängt hinten an.

O’Neill (dreht sich um): Na, was ist? Daniel!

Humpelnd macht er sich auf den Weg.

Daniel: Komm ja schon!

Aber weitere Jaffa kommen in die Mine und schießen auf den Archäologen. Daniel wird von den herunterfallenden Steinen begraben.

O’Neill: Daniel!

Sofort rennen die drei zurück. Sie heben die Steine von ihm weg.

Teal’c: Hier ist er.

Carter: Er lebt!

O’Neill: Carter, Sie und Teal’c verschwinden sofort.

Carter: Sir?

O’Neill: Na los!

Sie wollen sich gerade auf den Weg machen, aber weitere Jaffa – Wachen versperren ihren Ausgang. Das war dann wohl der schlechteste Fluchtversuch, der jemals unternommen wurde.


Szene: Pyramide, Thronsaal

Pyrus: Dummes Kind.

Seine Tochter – Shyla – sitzt vor ihm. Gedemütigt senkt sie ihren Kopf.

Pyrus (umfasst den Kopf seiner Tochter): Sie müssen von einem weit entfernten, bösen Gott geschickt worden sein. Wahrscheinlich sollen sie unsere Minen ausrauben. Wir können auf keinen Fall auf Naquadah verzichten. Es wird mit jedem Tag weniger.

Shyla: Ich weiß. Und ich werde unsere Welt nicht gefährden. Wenn du einmal nicht mehr bist, muss ich all diese Entscheidungen treffen. Bitte, glaube an mich.

Er lässt seine Tochter stehen und diese betätigt einen Knopf auf den Thron und vor ihr öffnet sich eine Steinplatte. Ein Sarkophag kommt zum Vorschein. Er öffnet sich und im Inneren liegt Daniel. Seine Uniform wurde mal eben kurzerhand gegen ein königliches Gewand eingetauscht. Ein wenig benommen setzt er sich auf. Verwirrt sieht er sich um. Eigentlich dürfte er nichts sehen, denn seine Brille fehlt.

Shyla: Fühlst du dich besser?

Daniel: Was ist denn los?

Shyla: Du hast versucht zu fliehen und wurdest verletzt.

Daniel: Meine Freunde?

Shyla: Sie wurden wieder aufgegriffen. Mit welchem Namen ruft man dich?

Daniel: Daniel Jackson.

Shyla (streckt ihre Hand aus): Darf ich dir raus helfen, Daniel Jackson?

Er steht auf, ergreift ihre Hand und klettert aus dem Sarkophag.

Daniel: Danke. Warum trage ich das hier?

Shyla: Ich habe es mir erlaubt dich mit einer königlichen Robe auszustatten. Du darfst mich Shyla nennen. Versprich mir als Dank dafür, dass ich dir das Leben gerettet habe, nicht mehr zu fliehen. Ich habe die Verantwortung für dich übernommen.

Daniel: Na schön.

Shyla: Es wäre auch unziemlich von dir mir etwas Böses antun zu wollen.

Daniel: Es dürfte dir klar sein, dass es auch unziemlich ist Menschen zu entführen und sie in der Mine schuften zu lassen.

Shyla: Verzeihe mir, dass ich meinem Vater nicht die Wahrheit über unsere erste Begegnung erzählt habe. Er würde es nicht verstehen.

Daniel: Na schön. (Er geht um den Sarkophag herum) Also, ihr seid keine Goa’uld, aber ihr betreibt eine Naquadah-Mine und habt außerdem einen Goa’uld - Sarkophag. (Er klopft einmal auf das Gerät)

Shyla: Du weißt bescheid über den Sarkophag?

Daniel: Ja, ich habe ihn schon ein paar Mal gebraucht. Ein paar Mal zu oft, wenn du mich fragst.

Shyla (lächelnd): Wirklich?

Daniel (deutet auf sein Gesicht): Wo ist meine…

Shyla: Oh, du willst diese gläsernen Kreise.

Sie bringt ihm seine Brille.

Shyla: Ich fürchte, sie sind entzwei gegangen.

Sie gibt sie ihm und Daniel setzt die Brille auf. Das Gestell ist leicht verbogen und ein Glas vollkommen demoliert. Er blinzelt ein paar Mal.

Shyla lacht.

Shyla: Ich weiß genau, dass ist eine sehr gute Idee. Komm. Ich muss dir etwas zeigen.

Sie nimmt seine Hand und zusammen verlassen sie den Thronsaal.


Szene: Naquadah – Mine

Während Daniel oben ist, arbeitet der Rest weiter.

Carter: Er brauchte ärztliche Hilfe.

O’Neill (haut gegen die Steine): Ich weiß.

Carter: Es war nicht Ihre Schuld, Sir. Es war klar, dass wir diese einmalige Chance nutzen mussten.

O’Neill: Das weiß ich auch.

Ein kleiner Junge gibt ihnen etwas zu Trinken. Es ist irgendeine braune Brühe, aber egal, Hauptsache flüssig.

O’Neill: Hab schon schlimmeres durchgestanden.


Szene: P3R – 636, Wald

Shyla hat Daniel zurück in den Wald geführt.

Shyla: Ist das nicht wunderschön?

Daniel: Was tun wir hier?

Shyla: Sicher hast du bei deinen Reisen schon sehr viel gesehen. Aber bestimmt kanntest du so etwas schönes auch noch nicht. Wir nennen es Bäume.

Daniel: Ah, wir auch.

Shyla: Dann hast du es schon einmal gesehen? Auf anderen Planeten?

Daniel: Ja.

Shyla: Ich bin ganz schön naiv, nicht wahr? Wahrscheinlich hast du schon viele, unglaubliche Dinge gesehen, die ich mir gar nicht vorstellen kann. Bitte, erzähl mir davon.

Daniel: Hör zu, ich würde dir gerne alles erzählen, was du wissen willst, aber… aber meine Freunde.

Shyla: Mein Vater glaubt anscheinend immer noch, dass ihr hier seid, um ihm zu schaden.

Daniel: Aber du nicht?

Shyla: Wir werden ihn davon überzeugen, dass ihr anständige und ehrliche Menschen seid, die nichts Böses in unserem Königreich vorhaben.

Daniel (ist etwas verwirrt): Na ja, ich nehme nicht an, dass wir jetzt mit deinem Vater reden könnten, oder?

Shyla: Es geht ihm nicht sehr gut.

Daniel: Ich will diese wundervolle Beziehung, die sich da gerade zwischen uns entwickelt, nicht stören.

Shyla: Das hört sich ja so romantisch an.

Daniel: Oh Mann, okay. Es geht um folgendes: Ich bin dir sehr dankbar dafür, dass du mir das Leben gerettet hast und mir helfen willst meine Freunde zu befreien, aber ich habe das Gefühl, dass du es nur getan hast, weil du…

Shyla: Weil du mein Schicksal sein wirst.

Daniel (verdattert): W-Was?

Shyla: Als meine Mutter noch lebte, haben wir uns sehr oft getroffen zu langen Spaziergängen durch die Nacht. Jeder einzelne Stern war dort am Himmel zu sehen.

Daniel: Was heißt das, dass ich dein Schicksal sein soll?

Shyla: Meine Mutter prophezeite mir, dass ein außergewöhnlicher Mann erscheinen würde. Nur für mich.

Daniel: Oh.

Shyla: Ich hatte schon geglaubt meine Mutter hätte sich geirrt und meine wahre Liebe würde nie kommen. (Daniel kaut auf seiner Lippe herum) Ich stand auf dieser Klippe und ich wünschte es mir ein letztes Mal. Und genau in diesem Augenblick warst du da, um mich zu retten, Daniel Jackson. Du kannst nicht leugnen, dass das Schicksal war.


Szene: Naquadah – Mine

Müde hauen sie weiter das Naquadah ab, als Daniel ihnen einen Besuch abstattet.

Daniel: Hallo, Leute!

Sie drehen sich zu ihm um und müssen erst einmal zweimal hinsehen.

Carter: Daniel.

O’Neill: Na, was sagt man dazu? Ziemlich schwierig Sie umzubringen, was?

Teal’c: Wir freuen uns dich zu sehen, Daniel Jackson.

Carter: Was ist passiert?

Sam setzt sich erschöpft hin.

Daniel: Ahm, Sam hatte Recht. Pyrus ist kein Goa’uld.

O’Neill: Was ist denn das für’n Aufzug?

Daniel (schaut kurz an sich herunter): Ach, das ist eine königliche Robe. Ist ne lange Geschichte. Jedenfalls haben die einen Sarkophag. Ahm, die Prinzessin hat mir das Leben gerettet, weil sie… na ja, für mich schwärmt.

Carter: Ach wirklich?

Daniel: Ja. Sie glaubt sogar ich wäre ihr Schicksal. Diese Begebenheit an der Klippe und ihre Rettung… Ich nehme an, sie ist mir einfach unendlich dankbar.

O’Neill: Na gut gemacht. Jetzt müssen Sie diesem Kerl nur noch klar machen, dass er uns aus diesem Loch hier rausholen soll.

Daniel: Ah, ja, aber das geht nicht so schnell.

O’Neill: Wie war das?

Daniel: Na ja, das… das ist eine ganz knifflige Situation. Pyrus hat sich noch nicht dazu durchgerungen euch gehen zu lassen. Aber ich bleibe am Ball. (Er wird von seinen Freunden verdutzt angesehen) Und versuche sein Vertrauen zu gewinnen. Ja, ich weiß, das hier ist wirklich…

O’Neill: Verrückt?

Daniel: Ich wollte euch nur bescheid sagen, dass es mir gut geht. Und heute Abend beim Dinner rede ich mit Pyrus.

Carter (ungläubig): Er hat Sie eingeladen?

Daniel: Ja. Eine Art Fest zu meinen Ehren oder so ähnlich.

O’Neill: Ein Fest? Die veranstalten ein Fest?

Daniel: Vertrauen Sie mir. Okay? Ich brauche einfach viel mehr Zeit.

Sie können es ehrlich gesagt nicht fassen. Und Daniel dreht sich dann einfach um und verschwindet.

O’Neill (ruft ihm hinterher): Lassen Sie es sich gut gehen!


Szene: Pyramide, Thronsaal

Alles ist für das Dinner hergerichtet. Diener bringen Speis und Trank. Daniel sitzt bisher ganz allein am Tisch.

Daniel: Kommt noch jemand?

Und dann betreten Shyla und Pyrus den jetzt umgewandelten Thronsaal. Als sie den Tisch erreichen erhebt sich Daniel.

Daniel: Guten Abend, ich bin Daniel Jackson.

Pyrus (setzt sich): Hm.

Shyla: Mein Vater ist erfreut, dass du dich bereit erklärt hast in der Gesellschaft seiner Erhabenheit zu dinieren.

Daniel: Na, mache ich doch gern.

Shyla: Wenn du Glück hast, wird er dir nachher erzählen wie er zum Gottestöter wurde.

Pyrus: Ich habe den Goa’uld getötet, der hier herrschte.

Daniel schielt zu Shyla hinüber, welche mit dem Kopf nickt und auf ihren Vater deutet.

Daniel: Und wie lange ist das jetzt her?

Pyrus: Siebenhundert Jahre.

Daniel: Siebenhundert Jahre? Aber Sie sind… ahm, natürlich, der Sarkophag, aber ich hatte keine Ahnung, dass er menschliches Leben so sehr verlängern kann. (Zu Shyla) Und bedeutet das, dass du… ?

Shyla: Nein. Ich bin im Vergleich zu ihm sehr jung. Es gab keine Notwendigkeit mein Leben zu verlängern.

Daniel: Dann verehren die Menschen also deinen Vater, weil er schon so lange lebt?

Shyla: Sie verehren ihn, weil er sie von dem bösen Gott befreit hat.

Daniel: Und warum lässt er sie weiterhin in der Mine schuften?

Shyla: Als Abschreckung. Damit andere böse Götter nicht herkommen.

Daniel: Das ist dann alles nur eine Maskerade? Ihr schickt Naquadah durch das Stargate, weil der Goa’uld das immer getan hat. Kein Wunder, dass ihr auf Fremde so paranoid reagiert. Ihr habt Angst, ihr fliegt auf.

Pyrus: Ich muss jetzt schlafen.

Er steht auf und will gehen.

Daniel: Moment noch. (Daniel erhebt sich ebenfalls) Was ist mit meinen Freunden?

Pyrus: Töte sie.

Daniel: Was? Nein!

Shyla (flehend): Vater. Du hast gesagt, ihre Strafe für den Fluchtversuch ist lebenslange Zwangsarbeit in der Mine. Als abschreckendes Beispiel für die anderen Arbeiter.

Pyrus: Habe ich das gesagt?

Shyla: Ja.

Er verschwindet und Shyla folgt ihm. Daniel schließt seine Augen.


Szene: Pyramide, Thronsaal

Shyla kehrt zu Daniel zurück.

Shyla: Sorge dich nicht um deine Freunde. Ich habe die Wachen angewiesen sie gut zu behandeln.

Daniel: Tut mir leid. Das kann ich nicht akzeptieren. Ich kann nicht hier oben leben, während sie da unten sind.

Shyla: Es wird uns schon noch gelingen meinen Vater umzustimmen.

Daniel: Ich glaube, du verstehst nicht ganz, was mir meine Freunde bedeuten.

Shyla: Du musst einfach Geduld haben.

Daniel: Vielleicht verstehst du es doch. Je länger es dauert sie zu befreien, desto mehr Zeit kannst du mit mir verbringen, richtig?

Shyla: Ich gebe zu, dass ich das gerne so sehen würde.

Daniel: Na gut, dann gib meine Freunde frei. Ich werde nicht zurückgehen. Ich, ich werde hier bleiben, um dich besser kennen zu lernen. Ich verspreche es.

Shyla: Dann fühlst du genauso wie ich?

Sie geht langsam auf ihn zu und küsst ihn.

Shyla: Hätte ich das nicht tun dürfen?

Daniel: Nein, nein, nein, das geht schon in Ordnung. Es ist nur…

Shyla: Vielleicht bist du noch nicht vollkommen genesen?

Sie geht zurück zum Sarkophag.

Daniel: Ich glaube wirklich nicht, dass ich schon wieder in die Kiste… ich meine, es geht mir gut.

Der Sarkophag öffnet sich.

Shyla: Aber dann wirst du dich noch besser fühlen.

Daniel (schüttelt den Kopf): Es ist… bitte.

Shyla: Für mich. Du wirst dich besser fühlen als jemals zuvor. Vertrau mir. Und ich vertraue dir. Das verspreche ich.

Sie nimmt seine Brille ab und er geht doch tatsächlich zum Sarkophag. Freiwillig legt er sich in die Kiste. Der Sarkophag schließt sich.


Szene: Kontrollraum, SGC

Walter: SG-1 Ferncode, Sir. Wir erwarten keine Ankunft, aber wir erhalten eine weitere Funkmitteilung.

Hammond: Gehen Sie auf Empfang.

Daniel: Missionsstatus unverändert. Brauchen mehr Zeit, um diese Situation diplomatisch zu lösen. Nächste Übertragung in vierundzwanzig Stunden. Daniel Jackson, Ende.

Irgendwie scheint Hammond nicht wirklich begeistert davon zu sein.


Szene: Naquadah – Mine

Ein Stein nach dem anderen. Sie schuften und schuften und Daniel erweist sich die Ehre auch mal wieder bei ihnen aufzutauchen. Jetzt ist die Brille weg.

O’Neill: Was zum Teufel soll das alles?

Carter: Wir haben seit Tagen nichts mehr von Ihnen gehört.

Daniel: Oh, ja ja ja ja. Oh, tut mir leid. Ja, ich versuche weiterhin euch hier rauszuholen. In der Zwischenzeit habe ich eine verrückte Entdeckung gemacht. Einfach unglaublich!

O’Neill: Ihnen ist schon klar, dass wir hier unten draufgehen werden, nicht wahr?

Daniel: Ich habe die Gelegenheit genutzt und mir den Sarkophag genauer angesehen. Es ist fantastisch, was er bei jemand bewirkt, der vollkommen gesund ist.

Carter: Ah, ist das eine so gute Idee?

Daniel: Ich kann Shyla kein Vertrauen abverlangen, wenn ich ihr nicht vertraue.

Sam zieht nur ihre Augenbrauen hoch.

O’Neill: Ah, Shyla ist jetzt angesagt. Was haben wir da noch zu melden, wenn *Shyla* da ist.

Daniel: Jedenfalls habe ich ihn schon öfters benutzt. Ohne Nebenwirkungen. (Er zeigt auf seine Augen) Und seht! Ich kann ohne Brille sehen.

Carter: Das sieht für mich wie ne Nebenwirkung aus.

O’Neill: Daniel. Holen Sie uns hier raus.

Daniel: Oh! Ja, ja, ja, ja, ja. Ja, ich arbeite daran. Ich brauche nur etwas mehr Zeit. Ach, ich habe General Hammond eine weitere Botschaft gesandt. Ich hoffe, dass er keine Verstärkung schickt. Wenn wir das hier richtig anstellen, dann haben wir den Zugriff auf das ganze Naquadah und dem Sarkophag!

Carter: Wie oft haben Sie ihn schon benutzt?

Daniel: Neun oder zehn Mal. Ich weiß nicht so genau. Oh, Sam, danach wird alles so klarer. Ich meine, ich, ich habe das Gefühl als könnte ich einfach alles tun.

O’Neill: Eins würde schon reichen. Sie müssen nur eines tun! Und wenn Sie das nicht hinkriegen, dann müssen wir hier auf eigene Faust verschwinden.

Daniel: Sie will, dass wir beide heiraten.

O’Neill: *Was*?

Sam schüttelt nur mit dem Kopf. Daniel dreht sich um, um zu gehen.

O’Neill: Na schön. Hören Sie…

Daniel (wirbelt aufgebracht zu ihm herum): Nein! Sie hören jetzt zu, Jack! Ich habe alles unter Kontrolle, okay? Gott! Sie haben einfach keinen Respekt vor mir! Ihr Weg hat nicht funktioniert, jetzt bestimme ich, wie es läuft. Und Sie müssen nichts weiter tun als noch eine Weile durchzuhalten.

Er verschwindet. Sie haben ihren Daniel noch nie so gesehen. Und es erschreckt sie zutiefst.


Szene: Pyramide, Thronsaal

Daniel ist immer noch aufgebracht. Er atmet ein paar Mal tief durch. Shyla kommt auf ihn zu.

Daniel: Wie geht es ihm?

Shyla: Der Sarkophag verbessert seinen Zustand nicht mehr so wie sonst. Bald wird die Zeit kommen, wo ich Königin werde.

Daniel: Wäre das so furchtbar?

Shyla: Du missbilligst das Verhalten meines Vaters.

Daniel: Man könnte auf leichtere Weise das Naquadah abbauen und wir könnten euch im Kampf gegen die Goa’uld helfen.

Shyla: Obwohl ich deine Freunde benutzt habe, um dich in meiner Nähe zu halten?

Daniel: Ja, natürlich. Du wolltest ja nichts Böses.

Shyla: Und du würdest nicht fortgehen? Auch wenn sie frei wären?

Daniel: Ich habe mich noch nirgendwo so wohl gefühlt. Auf meinen Planeten kam ich mir immer fremd vor, verstehst du? Es gibt so vieles, was du noch nicht über mich weißt.

Sie stellt sich jetzt direkt neben ihn hin.

Shyla: Ich weiß alles, was nötig ist. Wir können hier die Dinge verändern. Wir zwei.


Szene: Naquadah – Mine

Sie legen eine kleine Pause ein, um etwas von der braunen Brühe zu trinken. Jack reicht den Becher an Sam weiter, die vollkommen erschöpft neben ihm sitzt.

O’Neill: Wasser?

Sam scheint irgendwie halb eingeschlafen zu sein und zu träumen. .

O’Neill: Hey.

Sie schreckt auf.

Carter: Wir benutzen den Sarkophag nicht!

O’Neill: Was?

Carter (ein wenige desorientiert sieht sie sich um): Oh Gott. Das war verrückt. Ich hatte eine Vision oder so was. Ich musste permanent an Jolinar denken. Sein Widerstand, das Tok’ra. Sie benutzten den Sarkophag nicht. (Sie schließt die Augen und fasst sich kurz an den Kopf) Er, er entfaltet böse Kräfte. Er verändert das Bewusstsein. Er nimmt einem etwas fort. Ich habe ihn sagen hören… Teal’c, was ist „Kalash“?

Teal’c (erschöpft): Das ist Goa’uld Sprache. Es bedeutet „Die eigene Seele“.

Carter: Sir. Wir müssen Daniel davor bewahren.


Szene: Pyramide, Thronsaal

Jack wird von zwei Wachen in den Saal geschleift. Er kann kaum noch aufrecht gehen. Daniel hat es sich in der Zwischenzeit auf dem Thron bequem gemacht.

O’Neill: Der Mann, der davon träumte König zu sein.

Einer der Jaffa haut ihn mit der Stabwaffe in die Kniekehle.

O’Neill: AH!

Er fällt auf die Knie.

Daniel (springt auf): Hallo, Jack!

Stöhnend fällt Jack nach vorne. Seine Stirn berührt den Boden.

Daniel: Ach, Jack. (Er setzt sich auf die Steinplatte unter der der Sarkophag versteckt ist. Er gibt den Jaffa zu verstehen zu verschwinden)

Hustend und mit Schmerzen richtet Jack seine Oberkörper wieder auf.

O’Neill: Wir verlieren den Kampf da unten, Daniel. (Daniel sieht ihn nur abwartend an) Carter wird von merkwürdigen Goa’uld – Visionen heimgesucht. Sie sagt, dieser Sarkophag wird Ihr Gehirn verdunkeln, Daniel. Falls es noch nicht passiert ist.

Er fängt wieder an zu husten.

Daniel: Machen Sie sich keine Sorgen. Wir kommen morgen von hier weg.

Aufgekratzt zappelt er mit seinen Beinen.

O’Neill: Was?

Daniel: Ich habe ihr versprochen sie zu heiraten.

O’Neill: Ach ja?

Daniel springt herunter und zieht Jack auf die Beine.

Daniel: Aber… (Er legt seinen Arm um Jack) Ich habe ihr gesagt, ich müsste erst nach Hause und ein paar Dinge regeln. Und Sie müssten mitkommen. (Er grinst seinen Freund an)

O’Neill: Sie vertraut Ihnen?

Daniel: Sie… liebt mich.


Szene: Pyramide, Thronsaal

Shyla führt ihren Vater zum Sarkophag.

Pyrus: Die Liebe hat dich blind gemacht.

Shyla: Es sind gute Menschen. Wir haben ihnen Unrecht zugefügt.

Pyrus (stützt sich an der Wand ab): Ich bete dafür, dass du Recht hast.

Shyla: Ich muss Daniel gehen lassen. Er muss noch einmal seinen Planeten besuchen. Aber er wird zu mir zurückkehren. Er kann ohne mich nicht mehr leben.

Der alte Mann legt sich in den Sarkophag. Er sieht sehr geschwächt aus.


Szene: P3R-636, Stargate

SG-1 kann endlich nach Hause zurückkehren. Shyla verabschiedet sie.

Shyla: Mein Vater war einst der Mächtigste unter den Mächtigen. Aber er kann nicht länger herrschen. Er wartet nur noch darauf, dass ich heirate. Ich erkläre euch mein tiefstes Bedauern für die Qualen, die ihr erlitten habt. Und biete euch die Freundschaft unserer Welt an.

O’Neill: Na ja, danke.

Shyla: Bitte seid gewiss, dass ihr von jetzt an auf unseren Planeten immer willkommen seid und mit dem größten Respekt behandelt werdet.

Jack räuspert sich einmal und sie geben Daniel und Shyla etwas Privatsphäre. Während Sam das Tor anwählt, küsst Daniel Shyla einmal äußerst innig.

Daniel: Ich komme zurück. Versprochen.


Szene: Torraum / Kontrollraum, SGC

Das Wurmloch etabliert sich. Hammond erwartet sein Team an der Rampe. Erleichtert treten zumindest drei von ihnen durch das Tor.

O’Neill: Wir hatten ne lustige Zeit, Sir. Carter hat ne Portion Naquadah mitgebracht, (Müde hält sie eine kleine Schachtel hoch), Teal’c hat wie immer Freunde gefunden, Daniel hat vor zu heiraten und, ähm… ich werde jetzt duschen gehen.

Sprachlos sieht Hammond seinen besten Leuten hinterher.


Szene: Krankenstation, SGC

Nervös sitzt Daniel auf dem Krankenbett.

Daniel: Das ist doch Blödsinn.

Carter: Doktor Fraiser macht sich große Sorgen um Sie.

Daniel: Aber ich fühle mich hervorragend. Gott, ich werde noch verrückt. Ich muss zu ihr.


Szene: Sams Labor, SGC

Sam untersucht die Naquadah-Proben. Daniel läuft unruhig auf und ab. Hin und wieder schaut Sam besorgt zu ihm auf.

Carter: Können Sie sich nicht hinsetzen?

Daniel: Ich kriege sie nicht aus dem Kopf, Sam. Ich glaube, ich habe einen großen Fehler gemacht.

Carter: Das ist doch nicht Ihr Ernst.

Daniel: Aber ja.

Carter: Sie haben eine Frau.

Daniel (wedelt mit dem Finger in der Luft herum): Hatte. Ich hatte eine Frau. Jetzt mal im Ernst, wie lange soll ich noch warten? Selbst wenn ich eines Tages Sha’re finden würde, wie stehen die Chancen, dass sie je wieder so wird wie früher?

Carter: Daniel, Ihre Endorphinwerte waren extrem hoch als Sie zurückgekommen sind. Jetzt normalisieren sie sich wieder. Die Wirkung des Sarkophags entspricht der von Narkotika, Daniel.

Daniel: Ja. Man wird klüger, stärker, lebt hunderte von Jahren, fühlt sich großartig. Was ist daran falsch?

Carter: Ich nehme an, deswegen sind die Goa’uld so grausam wie sie es sind.

Daniel: Was?

Carter: Wer weiß? Das ist Goa’uld – Technologie, Daniel. Möglicherweise verändert seine Heilwirkung die Gehirnchemie, erhöht das Adrenalin und die Hormone, die einen aggressiv und unberechenbar machen. Möglicherweise war Pyrus früher ein anständiger Mensch.

Er schaut durch eines ihrer Mikroskope.

Carter: Sehen Sie sich doch nur an. Es ist so als brauchten Sie eine Droge. Sie haben nur ein paar Mal im Sarkophag gelegen und es hat Sie so sehr verändert.

Daniel: Es wäre eine einmalige Gelegenheit einen Sarkophag zu studieren!

Carter: Wir können unmöglich zurückgehen.

Daniel: Ich schon.

Carter: Sie hat uns schikaniert und Sie hörig gemacht

Wütend und frustriert haut er auf die Tischplatte auf. Erschrocken zuckt Sam zusammen. Er geht auf sie zu und bleibt kurz vor ihr an der Ecke des Tisches stehen. Er starrt sie wütend an.

Daniel: Sie haben noch nie wirklich erfahren, was Liebe ist.

Carter (mit zitternder Stimme, verletzt): Sehen Sie, der Daniel, den ich kenne, hätte so etwas nie gesagt.

Er schmeißt noch weitere Geräte auf den Boden, bevor er Sam alleine zurücklässt.


Szene: Hammonds, Büro, SGC

Hammond: Was soll das heißen, Captain?

Carter: Sir, er muss in Sicherungsverwahrung. Er leidet eindeutig an einer Bewusstseins –

Daniel unterbricht sie, indem er das Büro betritt und Hammond einen Zettel auf den Tisch knallt.

Hammond: Was ist das?

Daniel: Das ist meine Kündigung.

O’Neill: Das darf doch nicht wahr sein!

Daniel: General, ich bitte mit allem Nachdruck um die Erlaubnis durch das Tor nach P3R – 636 zu gehen.

O’Neill (geht ihm dazwischen): Erlaubnis verweigert.

Daniel: Sie habe ich auch nicht gefragt.

Bevor einer von ihnen noch etwas sagen kann, sackt Daniel plötzlich zusammen. Sam versucht ihn aufzufangen.

Carter: Daniel.

Hammond (springt auf): Doktor Jackson?

Carter: Er hat das Bewusstsein verloren.

Hammond (greift nach dem Telefon): Hier ist General Hammond. Ein medizinischer Notfall in meinem Büro.


Szene: Krankenstation, SGC

Janet horcht Daniel ab. Er ist jetzt wieder bei Bewusstsein. Die anderen von SG-1 und Hammond sind auch anwesend.

Janet: Ich habe ihm ein Beruhigungsmittel gegeben. Die Untersuchungsergebnisse sind verrückt. Leberwerte, Nierenfunktionen, Endorphine, Elektrolyte, seine Myoglobinwerte weisen auf extremem Muskelschwund hin.

O’Neill: Ja, ja, ja schon gut, schon gut, wie auch immer. Was passiert mit ihm?

Janet: Ich habe keine Ahnung. Ich kann nichts weiter tun als seine Symptome zu behandeln, aber um ehrlich zu sein scheint er gerade einen physischen Entzug durchzumachen.

Daniel: Ich muss zurück! (Er richtet sich auf) Ihr tötet mich!

Er reißt sich die Infusion aus dem Arm und Teal’c versucht ihn zurückzuhalten.

Daniel (stößt Teal'c weg): Warum wollt ihr mich töten?

Jack schmeißt sich auf seinen Freund, drückt hinunter auf das Bett.

Janet: Wir brauchen Hilfe!

Janet verpasst ihm eine Spritze.

Etwas später untersucht sie sein Blut unter dem Mikroskop.

Janet: Das sieht aus als hätten sich all seine Zellen verändert und seine Organe ihre Funktion eingestellt. Und das wird immer schlimmer.

Hammond: Sie können nichts dagegen tun?

Janet: Na ja, das dauert jedenfalls.

Teal’c: Mit Hilfe des Sarkophags könnte Daniel Jackson leben.

Carter: Nein. Wir können ihn unmöglich zurückschicken. Der Kasten würde ihn fertigmachen. Und wir würden ihn auch verlieren. Ich habe Goa’uld – Stimmen vernommen. Sie haben gesagt, der Sarkophag würde Daniels Persönlichkeit auslöschen.

O’Neill: Aber was für eine Wahl haben wir?

Carter: Wir müssen abwarten. Wir müssen Geduld zeigen.


Szene: Krankenstation, SGC

Man hat Daniel am Bett festgeschnallt. Unruhig fährt er mit seinen Beinen auf und ab. Janet beobachtet ihn über einen Monitor. Jack kommt gerade durch die Tür.

Janet: Hey.

O’Neill: Wie geht es ihm?

Janet: Das kann ich nicht mit Sicherheit sagen, aber ich habe das Gefühl das Schlimmste ist überstanden. Seine Blutwerte sind ermutigend, die Temperatur geht runter, der Puls arbeitet normal. Blutdruck hundertzwanzig zu achtzig.

O’Neill: Dann haben wir richtig entschieden.

Janet: Seine Organe scheinen wieder ihre Funktionen zu übernehmen. Die nächsten Stunden bringen uns Gewissheit. Ich werde ihm noch ein Beruhigungsmittel verabreichen.

Sie verlässt den Raum, um zu Daniel zu gehen.


Szene: Krankenzimmer, SGC

Daniel bewegt langsam, aber angespannt seine Finger und ballt sie immer wieder zur Faust. Janet betritt den Raum. Sie macht sich ein paar Notizen.

Jack beobachtet alles noch kurz von dem Monitor aus. Dann wendet er sich ab.

Janet holt ihre kleine Augenlampe hervor.

Janet: Na schön, Daniel.

Sie öffnet seine rot unterlaufenen Augen und leuchtet hinein. Plötzlich packt er sie und schleudert sie einmal quer über das Bett. Schreiend fliegt sie auf den Boden. Er konnte sich vorher von seinen Handfesseln befreien, als er damit beschäftigt ist jetzt seine Fußfesseln zu lösen.

Soldat: Liegen bleiben!

Aber Daniel denkt nicht im Traum daran. Er springt auf, als der Soldat seine Waffe zieht. Aber bevor er überhaupt reagieren kann, hat Daniel ihn schon zu Boden geschlagen. Immer und immer wieder schlägt er auf den Soldaten ein, bis er schließlich aufhört. Vollkommen wild wie ein Tier sieht er sich um.

Jack dreht sich zurück zu den Monitoren um und sieht, dass das Bett leer ist. Augenblicklich springt er auf und hechtet durch die Tür den Korridor entlang. Janet kommt bereits etwas benommen auf ihn zu.

Janet: Er hat mich angegriffen.

Jack löst den Alarm aus und rennt weiter.


Szene: Korridor, SGC

Daniel läuft durch die Korridore. Jack biegt gerade um die Ecke, als er Daniel sieht. Sofort rennt Daniel davon. Er hat sich in einem Raum eingeschlossen. Jack steht vor der Tür und öffnet sie ganz langsam. Im Inneren ist alles dunkel. Nichts ist zu sehen. Jack schaltet das Licht ein und wir sehen, dass es ein Vorratsraum für die Medikamente ist, voll gestellt mit Regalen. Plötzlich knallt etwas an die Lampe und das Licht erlischt.

O’Neill (der die ganzen Scherben abbekommt, rollt sich zur Seite): Ah, Schande! Verflucht noch mal! Daniel! Wollen Sie mich umbringen?

Daniel (versteckt sich hinter ein paar Regalen): Ihr wollt mich doch umbringen!

O’Neill: In dreißig Sekunden wimmelt es hier von Soldaten.

Langsam nähert sich Jack seinem Freund.

Daniel: Ich muss zurück.

O’Neill: Nein, das müssen Sie nicht. Fraiser sagt, es geht Ihnen schon besser.

Daniel: Sie lügen!

O’Neill: Warum sollte ich das tun?

Plötzlich rennt Daniel los, um den Ausgang zu erreichen, aber jetzt ist Jack schneller. Er fängt ihn ab und gemeinsam knallen sie gegen eines der Regale. Daniel will fliehen, aber Jack lässt ihn nicht gehen. Sie kämpfen und winden sich, bis Daniel Jack an ein Regal drückt und ihm die Luft abschnürt.
Der Kampf geht weiter, als Daniel plötzlich Jack seine Waffe entreißen kann.

O’Neill: Daniel.

Daniel richtet die Waffe auf seinen Freund.

O’Neill: Das gibt’s doch nicht. Was soll denn das, Daniel? Sie wollen mich töten?

Die Waffe liegt unsicher in seiner Hand. Sein Blick ist gehetzt.

O’Neill: Oh Gott, wenn Sie sich sehen könnten. Ich weiß, was das ist. Ich weiß, wie es ist.

Daniel beginnt zu weinen.

O’Neill: Aber Sie kommen da durch.

Daniel: Nein. (Weinend schüttelt er den Kopf) Nein.

Schluchzend senkt er die Waffe und Jack kriecht er auf ihn zu. Er nimmt ihm die Pistole ab und nimmt ihn in seine Arme, wo Daniel sich ausweint.


Szene: Besprechungsraum, SGC

Carter: Nach den Daten, die die Sonde uns geschickt hat, wäre P3H-826 ein lohnenswertes Ziel für eine SG-1 Mission, Sir.

In diesem Moment kommt Daniel die Treppe hoch. Er ist wieder ganz der alte.

Daniel: Ich habe einen anderen Vorschlag.

Jack dreht sich um.

Daniel: Ich finde, wir sollten zu P3R-636 zurückkehren. Und bevor Sie etwas dazu sagen, hören Sie mir bitte zu. Es gibt dort tausende von unschuldigen Menschen, die wir dort aus der Sklaverei befreien könnten.

Teal’c: Wenn Shyla ihr Volk befreien würde, würde sie ein enormes Risiko eingehen.

Daniel: Aber wir könnten ihr Alternativen bieten. Neue Techniken das Naquadah abzubauen. Möglicherweise merken die Goa’uld gar nicht, wenn die Lieferungen ausbleiben.

Carter: Unsere Untersuchungen haben ergeben, dass es jede Menge wissenschaftliche und militärische Einsatzmöglichkeiten für das Roherz gibt. Das wäre vielleicht einen Versuch wert, Sir.

Hammond: Aber das ist doch Unsinn. Beim letzten Mal wurden Sie zur Minenarbeit gezwungen.

Daniel: Sie wollen Zugriff auf die Mine, aber Sie wollen keine Truppen hinschicken? Ich biete Ihnen Versuch einer diplomatischen Lösung an. Bitte, Jack. Ich hätte gerne noch diese eine Chance.

O’Neill: Ich bin dafür es zu versuchen, Sir. Ich hätte Daniel gerne wieder in unserem Team.


Szene: P3R-636, Thronsaal

Weinend kniet Shyla vor dem Sarkophag. Daniel betritt den Raum. Shyla schaut auf, dreht sich aber nicht zu ihm um. Er kommt langsam auf sie zu.

Shyla: Ich habe nicht geglaubt, dass du zurückkehren würdest.

Daniel: Es tut mir leid. Um deinen Vater. Einfach um alles.

Shyla: Der Sarkophag konnte ihm auch nicht mehr helfen.

Sie steht auf und dreht sich zu ihm um.

Shyla: Du hast mich nie geliebt, nicht wahr?

Daniel: Wenn du mir nichts bedeuten würdest, dann wäre ich nicht hier.

Shyla: Ich habe es nicht verdient weiter zu leben, nachdem was ich dir antat.

Daniel: Sag nicht so was. Dein Volk braucht dich. Und du wirst immer noch in der Lage sein sie zu führen ohne dass du so wirst wie dein Vater.

Shyla: Wie?

Daniel: Du darfst den Sarkophag nicht benutzen. Es wäre nicht gut für dich, glaub mir. Aber du musst es nicht allein schaffen.

Sie gehen die Stufen zum Thron hinauf. Shyla nimmt sich eine Stabwaffe, schließt den Sarkophag und zielt darauf. Sie aktiviert die Waffe und schießt. Der Sarkophag wird von blauen, elektrischen Blitzen erfasst, leichter Rauch steigt auf. Das Ding ist nutzlos. Daniel nimmt ihr die Stabwaffe ab und nimmt sie in die Arme.


ENDE

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