1.18 Übermenschen
Tin Man


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Harlan: Ich habe euch nichts getan. Ich habe euch lediglich verbessert.

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Szene: Gebäude, Planet

Wir befinden uns an einen dunklen Ort. Es hat die Ähnlichkeit mit einer Fabrikhalle. Die Kamera fährt eine Leiter hinauf, wohinter wir das schimmernde Stargate erkennen. Nachdem das Wurmloch verschwunden ist, sehen wir wie SG-1 auf der anderen Seite herauskommt. Sie gehen ein paar Stufen hinunter.

O’Neill: Meine Damen und Herren, hier spricht Ihr Colonel. Willkommen auf PX3-989. Hier herrscht eine angenehme Raumtemperatur. Na dann, sehen wir uns mal um.

Sie verteilen sich, während Jack zum Geländer geht und kurz hinunterschaut, befinden sich Sam und Teal’c auf der anderen Seite. Alles wird begutachtet, der Boden und die Decke.

O’Neill: Wow.

Er schaut nach oben und über ihm hängt eine merkwürdige Kugel. Durch Schlitze in ihrer Metallhülle kann man es im Inneren Glühen sehen.

O’Neill: Tja, das Licht ist an, aber es ist niemand Zuhause.

Daniel: Sie scheinen technisch besser entwickelt zu sein als die meisten von Menschen bewohnten Planeten. Vielleicht sogar besser als auf der Erde.

Jack rüttelt mit seinem Fuß einmal gegen einen großen Behälter. Sam und Teal’c gesellen sich zu ihnen.

Carter: Aber nicht viel besser.

Daniel: Na ja, irgendwie wirkt alles schon etwas älter.

O’Neill: Ich weiß genau, was ihr meint. Sieht alles ein bisschen angegammelt aus.

Sie gehen weiter und kommen an einem Tank vorbei, so wie Maschinen.

Daniel: Zumindest scheinen hier keine Goa’uld zu leben.

O’Neill: Teal’c, ist dir schon mal so was untergekommen?

Teal’c: Bisher noch nicht.

Die Erkundungstour wird fortgesetzt, bis sie zu einer Art Kontrollraum kommen.

Carter: Ein Computer.

Sofort geht sie darauf zu und drückt ein paar Knöpfe, als ein merkwürdiges Quietschen den Raum erfüllt. Hört sich nicht gerade gesund an.

O’Neill: Klingt ganz schön bedrohlich. Schnell, weg hier.

Augenblicklich machen sie sich auf den Rückweg, werden dann aber von einem seltsam aufblitzenden Licht erfasst und gehen zu Boden.


CREDITS


Szene: PX3-989

SG-1 liegt auf Metalltischen und scheint bewusstlos zu sein. Sie tragen nicht mehr ihre SG-1 Uniform, sondern schwarze Pullover mit schwarzer Hose, die an den Seiten mit jeweils zwei Streifen versehen sind. Jack ist der erste, der wieder zu sich kommt. Neben ihn erlangt auch Sam langsam das Bewusstsein zurück. Ruckartig setzt sich Jack auf.

O’Neill: Das gibt’s doch nicht.

Carter (setzt sich ebenfalls auf): Colonel?

O’Neill: Carter?

Carter (schaut an sich herunter): Wow. Wie kommen wir in diese Uniformen?

O’Neill (steht auf): Keine Ahnung. Willkommen auf PX3-989.

Carter: Mein Transmitter ist verschwunden.

Die beiden beginnen sich in dem Raum umzusehen. Sam geht zu Daniel und legt eine Hand auf seine Brust.

O’Neill: Daniel? Teal’c?

Wie von der Biene gestochen, fährt Teal’c hoch.

O’Neill: Alles in Ordnung?

Teal’c: Es geht mir gut.

Daniel: Ja, mir geht’s auch gut. Um nicht zu sagen, fantastisch, wenn man bedenkt, dass wir gerade—

Doch er wird durch das Öffnen einer Tür unterbrochen. Ein kleiner, etwas rundlicher Mann steht im Eingang.

Harlan: Aaaah! Komtraya! (Er klatscht einmal in die Hände und lässt sie über seinem Kopf auseinander fahren)

Lachend geht er auf sie zu. Sam, Jack und Daniel sehen ihn recht verwirrt an.

Harlan: Komtraya!

O’Neill: Daniel?

Daniel: Vielleicht so ne Art Begrüßung?

Harlan (dreht sich zu ihm um): Ja, so ist es.

Daniel: Ah, ja dann… (Er steht auf) Komtraya. Wir sind Forscher von einer Welt namens Erde. Mein Name ist Daniel. Guten Tag. (Er streckt Harlan die Hand entgegen)

Harlan: So ist es bei euch Brauch, ja? (Auch er streckt seine Hand aus) Guten Tag. Du bist der, ah, Anführer?

Daniel: Ah, nein, das ist, ähm… (Er deutet auf Jack)

O’Neill: Ich. Colonel Jack O’Neill: Kombaya.

Harlan (beginnt zu lachen): Komtraya.

O’Neill: Wie auch immer. Wieso hast du uns angegriffen?

Harlan: Angegriffen? Oh angegriffen, ja natürlich, aus eurer Sicht mag das so erscheinen. Ja, das war ich.

O’Neill: Warum?

Harlan: Ich hatte doch keine Wahl. Oh, habt ihr irgendwelche Schmerzen? Oder irgendwelche anderen Beschwerden? Gelegentlich muss das Herz wieder in Gang gebracht werden.

Daniel: Ah, nein, ich glaube, es geht gut.

Harlan: Ah, Komtraya! (Wieder klatscht er in die Hände und beginnt zu lachen) Ihr seid solche Prachtexemplare. Vor allem du hier… weiblich.

Carter (wenig begeistert): Colonel?

O’Neill: Keine Sorge, Captain. (Sam schluckt einmal schwer) Na schön, wir hatten einiges bei uns, als wir hierher kamen. Waffen.

Harlan: Ah, die… hmmm, ja, überaus gefährlich.

O’Neill: Allerdings. Können wir sie zurückbekommen?

Carter: Und unsere Uniformen.

Harlan: Tut mir Leid, aber die sind weg. (Er fasst Sam an die Schulter) Das sieht doch viel besser aus, oder nicht?

Sam weicht von seiner Berührung zurück.

Carter: Nein!

Harlan: Ah, ähm, ich bin Harlan. (Er streckt in Daniels Richtung die Hand aus) Ich bin der letzte Überlebende des Planeten Altar.

O’Neill: Wie bitte? Der letzte Über… Du bist der einzige auf diesem Planeten?

Harlan: Ja. Und eure Waffen sind hier.

Kichernd verschwindet er durch die Tür und ob sie nun wollen oder nicht, aber SG-1 folgt ihm. Sie befinden sich wieder in einen Teil der großen Halle.

Harlan: Wir befinden uns in Abschnitt 3. Hier hat es kürzlich Probleme gegeben.

Carter: Was für Probleme?

Harlan: Maschinenschaden. Es ist sehr schwierig die ganze Anlage alleine in Stand zu halten.

O’Neill: Na schön, Harlan, können wir vielleicht auch mal nach draußen gehen?

Harlan: Draußen ist oben, wir sind unten.

Daniel: Unter der Erdoberfläche?

Harlan: Oh ja. Auf der Oberfläche können wir nicht überleben. Radioaktive Strahlung, sehr, sehr gefährlich. (Sie gehen eine gewundene Metalltreppe hinunter) Ah, hier geht es zum Abschnitt 4.

Daniel: Ahm, was ist aus eurer Zivilisation geworden? Ihr habt doch bestimmt an der Oberfläche begonnen und seid dann erst nach unten gegangen.

Harlan: Ja, vor langer Zeit.

Daniel: Wir sind neugierig und wollen viel über neue Welten erfahren. Was ist auf der Oberfläche passiert?

Harlan: Alles zu seiner Zeit.

O’Neill: Wir haben alle Zeit der Welt.

Harlan (kichert): Ja, das ist wahr. Du hast es verstanden. Komtraya!

O’Neill: Was, was bedeutet 'Komtraya’? Ist das so was wie 'Aloha’?

Daniel: Harlan, wie lange lebst du schon alleine?

Harlan: Äh, ich muss überlegen… Wallas ist als letzter gegangen. Ich vermisse ihn. Aber ihr erinnert mich alle ein wenig an Wallas. Bloß du nicht, du bist eindeutig weiblich (er zeigt auf Sam). (Dann auf Teal’c) Und du bist… irgendetwas anderes.

Teal’c schielt zu Jack, welcher nur mit dem Kopf schüttelt.

Harlan: Hubald, er war der Erschaffer von all dem hier. Aber er ist früh gestorben, zu früh und er hat viele Geheimnisse mitgenommen und es ist ewig her.

O’Neill: Wie lange genau?

Harlan: Ah, ganz genau? Neunundneunzig Millionen zweihundertsiebentausend eurer Stunden.

O’Neill: Das sind ja elftausend Jahre.

Carter: Woher wissen Sie das?

O’Neill: Stimmt das nicht?

Carter (überlegt kurz): Doch.

Daniel: Moment. Woher wissen Sie das?

Harlan: Seht ihr, alles ist besser. Vor allem euer Bewusstsein. Sehr, sehr viel besser.

O’Neill: Besser als was?

Harlan: Spürst du es nicht? Bist du nicht stärker? Klüger?

Daniel: Jack, er hat Recht, glaube ich. Ich fühle mich fantastisch.

Jack sieht alles andere als zufrieden aus.

Harlan: Aber natürlich. Weil ich euch ein großes Geschenk gemacht habe. Ich habe euch alle verbessert.

O’Neill: *Verbessert*?

Harlan: Ich habe euch nichts getan. Ich habe euch lediglich verbessert.

O’Neill: Schon gut, schon gut. Erkläre es mir. Ich stelle dir eine ganz einfache Frage, ganz simpel.

Harlan: Hm?

O’Neill: Verbessert und *wie*?

Harlan sucht nach den richtigen Worten, aber sein Mund öffnet und schließt sich nur.

O’Neill: Wir gehen. Okay, Leute, das war’s.

Harlan (schockiert): W-w-w-wo…

Nach und nach folgen sie Jack und Harlan kann es nicht fassen. Sie gehen zurück zum Tor.

O’Neill: Carter, bringen Sie uns nach Hause.

Sam steht vor dem DHD.

Harlan: Wartet! Ihr, ihr, ihr…

Sam beginnt zu wählen.

Harlan: Ihr könnt nicht nach Hause. Ich kann auch nicht weg. Es ist nicht sicher.

Daniel: Was ist nicht sicher? Sag es uns.

Harlan: Alles zu seiner Zeit. Es gibt vieles, was ihr noch wissen solltet.

Das Wurmloch etabliert sich. Sam schickt das Signal durch und nickt Jack zu. Sie beginnen durch das Tor zu gehen.

Harlan: Ihr kommt ja doch zurück! Ich weiß es genau! Ihr könnt mich doch hier nicht allein…(Und dann ist das Wurmloch verschwunden.)… lassen. Oh, oh nein...


Szene: Krankenstation, SGC

Alle vier werden von Janet genausten durchgecheckt.

Janet: Colonel, wie fühlen Sie sich?

O’Neill: Ich habe mich noch nie besser gefühlt. Offen gestanden, macht mir das große Sorgen.

Janet: Ja, und genau das ist es, was mir Sorgen macht. (Sie gibt ihm ihr Stethoskop) Hören Sie.

Er steckt es in die Ohren und hält es an seine Brust.

O’Neill: Ich höre gar nichts. (Janet nickt) Das meint er mit *besser*? Bin ich tot?

Janet: Okay, Colonel, um mehr zu erfahren, muss ich Blut abnehmen.

Mit einem Schlauch schnürt sie den Arm ab, damit eine Vene zum Vorschein kommt. Dann setzt sie die Spritze an, doch es kommt kein Blut aus der Vene, sondern irgendeine klare Flüssigkeit.

O’Neill: Oh mein Gott! Was ist das denn? Hören Sie auf damit!

Erschrocken reißt er sich die Spritze aus dem Arm und die anderen von SG-1 sind nicht minder erstaunt.

Janet: Okay, ahm, ich möchte, dass alle vier geröntgt werden.

Carter (außer sich): Was hat er mit uns angestellt?

Janet: Das weiß ich auch nicht. Versuchen Sie erst einmal Ruhe zu bewahren.

Teal’c öffnet sein Shirt und schaut auf seinen Bauch.

Teal’c: Mein Goa’uld ist verschwunden.

Jack schnappt sich ein Skalpell und beginnt damit seinen Unterarm aufzuschneiden.

Carter: Colonel, was zum Teufel tun Sie da?

Merkwürdigerweise jedoch fließt absolut kein Blut aus der Wunde.

Janet: Colonel!

Er reißt die Haut zur Seite und darunter befinden sich keine Knochen, keine Adern, nein, darunter ist nur Metall und ein Ventil, welches sich bewegt.

O’Neill: Mein Gott.

Janet: Großer Gott.

Vollkommen baff setzt sich Jack zurück auf das Bett und starrt auf seinen Arm.

O’Neill: Was ist das?

Janet löst den Alarm aus.

Janet: Sicherheitsalarm auf der Sanitätsstation.

Daniel: Warten Sie, Doktor Fraiser. Wir sind’s.

Janet (etwas verängstigt): Sie werden keinen Schritt näher kommen.

Sam sitzt bei Jack und noch immer begutachten sie den Arm.

O’Neill: Wahnsinn.

Ein Sicherheitsteam stürmt in die Krankenstation und umzingelt SG-1.

O’Neill: Ganz ruhig, Leute. Es handelt sich um ein Missverständnis. Das ist ein Befehl.

Janet: Er hat nichts zu befehlen.

In diesem Moment betritt Hammond die Station.

Janet: General, das ist nicht Colonel O’Neill.

O’Neill: Was soll denn dieser Unsinn? General, ich bin’s.

Hammond (schaut auf seinen Arm): Ist das etwa menschliches Blut?

Janet: Ich habe Grund zu der Annahme, dass es sich um Replikanten handelt. Er oder, was immer er ist, hat keinen Herzschlag mehr.

Hammond: Bringen Sie sie in den Gefangenenraum. Stellen Sie Wachen auf.

O’Neill (steht auf): General Hammond. Ich weiß nicht, was dieser Scheißkerl auf 989 mit uns angestellt hat!

Hammond: Folgen Sie den Anweisungen dieser Männer!

O’Neill: Ihre Frau ist vor vier Jahren an Krebs gestorben! Ihre Enkelkinder heißen Tessa und Keyla!

Hammond: Wenn es einer von Ihnen wagt Widerstand zu leisten, kann es ihm das Leben kosten. Haben Sie das verstanden?

O’Neill: Verstanden. Perfekt.

Sie lassen sich von den Wachen eskortieren.


Szene: Krankenstation, SGC

Über einen Monitor beobachten Janet und Hammond SG-1.

Hammond: Sie sehen so aus, als wenn’s unsere Leute wären. Sie selbst sind davon überzeugt, dass sie SG-1 sind.

Janet: Wohlmöglich ein Trick der Goa’uld.

Hammond: Was soll ich nur davon halten? Er kannte immerhin die Namen meiner Enkelkinder. Wie kann er die wissen, wenn er nicht Jack O’Neill ist?

Janet: Sir, aus den Erfahrungen, die wir mit den Goa’uld gemacht haben, halte ich es für extrem gefährlich sie hier zu behalten.

Hammond: Ich werde darüber nachdenken, Doktor.

Er verschwindet und Janet seufzt einmal schwer.


Szene: Gefangenenzelle, SGC

Sam steht an der Tür und schaut durch das Fenster, während Jack auf einem der Etagenbette sitzt, Daniel sich einen Platz am Tisch gesucht hat und fasziniert auf seine Hand starrt und Teal’c einfach nur im Raum steht.

Daniel: Das ist unglaublich. Ich sehe aus wie ich, ich fühle mich wie ich, ich bin ich. Ich meine, ich spüre keinen Unterschied und wenn, höchstens den, dass es mir besser geht.

Carter: Genau wie Harlan gesagt hat.

Daniel: Aber wieso sagt er nicht, was er anstellt?

Carter: Vielleicht hat er Angst, dass wir uns wehren würden?

O’Neill: Dieser überdrehte, kichernde Zwerg.

Carter: Na ja, Colonel, Sie können es General Hammond nicht verübeln, dass uns einsperrt.

O’Neill: Hey! Ich weiß doch, wer ich bin.

Carter: Ja, ich auch. Ich fühle mich in jeder Hinsicht wie Sam Carter. Aber was nutzt mir das?

Teal’c dreht sich um und entfernt sich ein Stück, Daniel schaut ihm hinterher.

Carter: Harlan muss unser Bewusstsein in diese Körper transferiert haben.

O’Neill: Körper? Haben Sie nicht gesehen, was in diesem Arm ist? Wir sind *Maschinen*, Carter.

Daniel (der weiterhin Teal’c ansieht): Teal’c, ist alles in Ordnung?

Teal’c: Wieso?

Daniel: Na ja, immerhin hast du den Goa’uld in dir… verloren.

Teal’c: Ich spüre seine Anwesenheit noch.

Daniel (erstaunt): Wirklich? Das muss so ähnlich sein, als wenn man seinen Arm verloren hat und ihn immer noch spürt.

O’Neill: Ach, was soll dieser Schwachsinn? Daniel! Freut mich, dass Sie diese Tatsache so fasziniert, aber es ist Zeit der Realität ins Auge zu sehen, okay? Wir sind von unseren eigenen Leuten gefangen genommen worden.

Daniel: Aber die können uns nicht ewig festhalten.

O’Neill: Warum nicht? Was glauben Sie wird passieren? Glauben Sie wirklich, dass der militärische Geheimdienst uns als SG-1 weiterarbeiten lässt?

Daniel: Wir haben immer noch Rechte, Jack.

O’Neill: Von welchen Rechten sprechen Sie?

Carter: Colonel, egal was er mit uns angestellt hat, wir sind doch noch…

O’Neill: Menschen? War es das, was Sie sagen wollten?

Carter: Harlan hat gesagt, wir kommen zurück. Jetzt wissen wir, warum.


Szene: Gefangenenzelle, SGC, später

Mit ein paar Soldaten im Schlepptau begibt sich Hammond zu SG-1, die jetzt gemeinsam am Tisch sitzen. Als sie Hammond sehen, stehen Sam und Jack auf.

Hammond: Colonel O’Neill oder wer auch immer Sie sind, ich habe beschlossen SG-5 zu PX3-989 zu schicken. Vielleicht können die Licht in die Sache bringen.

O’Neill: Das ist ein Fehler.

Hammond: Warum?

O’Neill: Weil der alte Harlan mit ihnen das gleiche anstellen wird, wie mit uns.

Hammond: Harlan?

Daniel (steht jetzt ebenfalls auf): Ja, der Einheimische, den wir da drüben getroffen haben, Sir.

Carter: Wir glauben, dass er es war, der unser Bewusstsein in diese künstlichen Körper verpflanzt hat.

Hammond: Warum sollte jemand das tun?

Daniel: Er dachte, er würde uns damit einen Gefallen erweisen. Er dachte, es ist… besser. Bis jetzt bin ich noch gar nicht darauf gekommen, aber er muss auch künstlich sein.

Carter: Das würde auch erklären, warum er elftausend Jahre alt ist.

Hammond: *Was*?

O’Neill: General, ich halte es für unbedingt erforderlich, dass wir dorthin…

Aber bevor er den Satz beenden kann, kippen alle auf einmal um. Hammond rennt zu ihnen, weiß nicht um wen er sich zuerst kümmern soll. Er kniet neben Sam.

Hammond (zu den Soldaten): Holen Sie Doktor Fraiser!

Soldat (rennt raus): Jawohl, Sir!

Sam schnappt nach Luft, genau wie Teal’c. Daniel hält sich seinen Kopf. Jack fast Hammond an die Schulter.

O’Neill: General, wir müssen dahin zurück.


Szene: Torraum, SGC

Die vier werden von Soldaten gestützt.

Hammond: Innerhalb von den nächsten vier Stunden schicken wir ein weiteres Team durch.

O’Neill: Das ist ein Fehler. Riskieren Sie nichts mehr.

Hammond: Öffnen Sie das Stargate.


Szene: P3X-989

Das Wurmloch wird auf der anderen Seite etabliert. SG-1 fliegt durch das Tor die Treppe herunter.

Teal’c (steht auf): Meine Kräfte kehren wieder zurück.

Carter: Wir hatten keine Energie mehr.

Daniel: Was?

Carter: Na ja, wenn unsere Körper Maschinen sind, dann brauchen sie eine Energiequelle. (Sie deutet auf die Kugel an der Decke) Die ist hier.

Und da ist er auch schon wieder, unser kleiner, kichernder Zwerg.

Harlan: Aaaaaaaaaaaaaaaah! Komtraya! Ihr gehört jetzt hier hin! Das ist von jetzt an der einzige Ort, wo ihr leben könnt! (Und das Kichern geht weiter)

Jack stürzt sich auf ihn.

O’Neill: Du verdammter Mistkerl!

Er drückt ihn gegen das Stargate.

Harlan: Ihr habt fast zu lange gewartet. Ich habe mir Sorgen gemacht. Geht’s besser?

O’Neill: *Besser*? Was zum Teufel hast du mit uns angestellt?!

Harlan: Du bist wütend.

O’Neill (richtig wütend): JA! Am liebsten würde ich dir den Hals umdrehen, verstanden?

Harlan sieht ihn verängstigt und schockiert an.

Carter: Colonel, er ist der einzige, der uns wieder unsere richtigen Körper zurückgeben kann.

Harlan: Oh, nein, nein, nein, das kann ich nicht tun. Ihr werdet es bald verstehen. Ich habe euer Bewusstsein in ein synthetisches transformiert.

O’Neill (hält Harlan noch immer im Kragen fest): Dann transformiere uns sofort zurück!

Harlan: Nein, das kann ich nicht wieder rückgängig machen.

O’Neill: Ich werde mir diesen Unsinn nicht länger anhören!

Harlan (ächzend): Duuuu… machst mich kaputt.

Jack lässt schließlich von ihm ab und Harlan schnappt nach Luft.

Harlan: Es tut mir leid, aber es gibt keine Möglichkeit euren Wunsch zu erfüllen. Eure Körper sind ausgelöscht. Das gehört alles zu diesem Prozess. (Er zeigt auf ihre neuen Körper) *Das* seid ihr von jetzt an. Und ihr werdet sehen, es ist *besser*.

Er ist der einzige, der darüber lachen kann. Insbesondere Jack muss damit kämpfen nicht auf irgendeiner Weise die Kontrolle zu verlieren.


Szene: PX3-989, später

Harlan: Immer mir nach. Jetzt um die Ecke. Noch ein paar kleine Trippelschritte und ihr seid wieder zu Hause! Ihr solltet euch jetzt ausruhen. Eure Systeme brauchen dringend einen Energieschub. Sie wurden viel zu stark entladen.

Sie setzen sich zurück auf die Metalltische oder Metallbetten. Plötzlich ertönt ein Alarmsignal.

Computer: Achtung! Undichte Stelle in Sektor 8126 und 2. Rasche Wartung erforderlich.

Harlan: Sektion 2. Seht ihr jetzt, warum ich euch brauche? Es ist mehr als eine Person nötig, um alles in Stand zu halten. (Er öffnet die Tür) Es gibt so viel zu tun. Ihr werdet sehen. Schon bald werdet ihr euch besser fühlen. (Die Tür beginnt sich zu schließen) Oh, nicht weglaufen, ich bin gleich wieder da.

Jack läuft aufgewühlt auf und ab.

Daniel: Jack, er hat gesagt, wir sollen uns ausruhen. Nicht, dass uns wieder die Energie ausgeht.

Carter: Er hat Recht, was dieses Gebilde angeht. Die Hälfte der Elektronik funktioniert nicht. Der Rest ist reparaturanfällig. Kein Wunder. Seit Jahrhunderten fummelt er an dieser Bruchbude herum. Er ist verzweifelt.

O’Neill: Von mir aus soll der Laden zusammenkrachen.

Teal’c: Harlan im Stich zu lassen, bedeutet uns aufzugeben.

O’Neill: Was willst du damit sagen?

Teal’c: Was geschehen ist, ist geschehen.

O’Neill: Oh bitte! Ist irgendjemanden von euch aufgefallen, dass wir nur Roboter sind?!

Schweigen. Jack öffnet ebenfalls die Tür.

Daniel: Jack, wo gehen Sie hin?

O’Neill: Ich werde Harlan suchen.

Daniel: Jack!

O’Neill (dreht sich um und hält seine Hände hoch): Keine Sorge, nur eine kleine Unterhaltung von Roboter zu Roboter.

Daniel schüttelt nur mit dem Kopf und lacht dann leicht.

Carter: Was ist?

Daniel: Ahm, nichts weiter. Die Vorstellung elftausend Jahre lang zu leben, damit muss man sich erst einmal anfreunden, oder? Das ist ganz schön lange.

Carter: Offenbar haben wir Zeit uns daran zu gewöhnen. Jedenfalls haben wir noch immer die gleichen Wahrnehmungen und Empfindungen wie wir sie in unserer menschlichen Existenz hatten.

Daniel: Genau betrachtet ist der menschliche Körper auch nur eine Maschine. Das Gehäuse für unser Bewusstsein, allerdings ist der Körper organischer Natur, aber er verrichtet Tätigkeiten, benötigt Treibstoff…

Carter: Das ist nicht dasselbe, Daniel.

Daniel: Nein, ist es nicht. Aber vielleicht hat Harlan Recht. Vielleicht ist es wirklich… (Er wackelt wir Harlan mit seinen Fingerspitzen)… *besser*. Wir sind immer noch wir, wir sind immer noch einzigartig. Ich meine, unsere Gedanken, unsere Gefühle.

Carter: Hatten Sie schon mal Hunger oder Durst seit dem das hier passiert ist?

Daniel: Nein.

Plötzlich steht Teal’c auf und Sam und Daniel unterbrechen ihre kleine Diskussion. Teal’c begibt sich ebenfalls zur Tür.

Daniel: Teal’c? Alles in Ordnung?

Ohne zu antworten, verschwindet er. Jetzt hält auch Sam und Daniel nichts mehr an diesen Raum und sie verschwinden ebenfalls.

Daniel: Wo ist er hin?

Carter: Vielleicht wollte er allein sein? Ich kann’s ihm nicht verübeln. Hier entlang.

Sam führt sie rechts den Gang hinunter.


Szene: PX3-989

In einer abgelegenen Nische hat sich Teal’c gegen die Wand gelehnt. Er atmet schwer ein und aus, bis er plötzlich anfängt zu zittern. Seine Hände sind zu Fäusten geballt, die er an seinen Kopf hält. Unkontrollierte Zuckungen durchfahren seinen Körper. Er ist in ernsten Schwierigkeiten.


Szene: Sektion 2, PX3 – 989

Harlan versucht das Ventil zu richten. Jack steht neben ihm.

Harlan: Ich versteh einfach deine Besessenheit nicht.

O’Neill (immer noch wütend): Das ist keine Besessenheit! Ich will nur wissen, was du mit unseren Körpern gemacht hast!

Harlan: Ihr habt doch gar keine Verwendung mehr dafür. (In diesem Moment tauchen auch Sam und Daniel auf). Oh schön, ihr beide seht euch hier schon um. Ja, gut, gut. Es gibt viel zu sehen. (Er starrt auf ein altes Rohr) Außerdem eine Menge zu lernen und es geht euch auch schon besser, ja?

Carter: Nein. Colonel, haben Sie Teal’c gesehen?

O’Neill: Der war doch vorhin noch bei euch.

Harlan: Vielleicht sollte man ihn besser allein lassen. Er ist etwas… anders ihr, ja?

O’Neill: Ja! Okay, Harlan, ich wissen, wieso du das getan hast! Was ist der tiefere Sinn?

Aber Harlan beschmiert sein Rohr freudig weiter und renkt es wieder ein.

Harlan: Unser Volk stand vor seiner Ausrottung. Die Biosphäre auf diesem Planeten machte alles Leben zunichte. Dieses Projekt sollte das Überleben unserer Leute ermöglichen, auch wenn unser Planet zerstört ist. Und unsere früheren Körper hätten niemals überleben können.

Carter: Wie viele wart ihr ursprünglich?

Harlan: Ahm, etwas eintausend.

Daniel: Was ist mit ihnen passiert?

Harlan: Es gab Probleme beim Transformationsprozess, einige starben. Secara, Baeeth, Tira, sehr, sehr traurig. Wir haben auch Hubald verloren, der Erschaffer des Ganzen. Seine Geheimnisse gingen verloren, aber viele haben überlebt – zumindest eine Weile.

Carter: Wo sind sie?

Harlan: Tja, einige sind durch den Ring gegangen, der Ring, durch den ihr gekommen seid. Sie haben kleine, tragbare Energiequellen mitgenommen. Ich war sicher, dass sie zurückkommen. Ich habe gewartet. Immerhin war das ihr Zuhause, aber sie sind nicht gekommen. Die anderen haben das Geschenk nicht angenommen. Sie bereiteten ihren Dasein ein Ende.

Daniel: Wie?

Harlan: Sie haben die Station verlassen, sich zu weit entfernt, sich außerhalb der Reichweite unserer Energiequelle begeben. Wallas, hm mh, war der Letzte. Er hat sein Leben der Station geopfert. Es war ein Unfall. Und, ahm, seit Wallas fort ist, bin ich allein. Aber ihr seid ja jetzt hier und jetzt ist alles viel besser. (Zu Daniel) Würdest das hier für mich mal halten?

Daniel geht zu Harlan und hält das Rohr fest. Harlan holt eine Zange heraus und haut auf die Verkleidung ein, damit sie hält.

Harlan (schmeißt die Zange weg): Komtraya! Du bist sehr geschickt. Wir sind ein gutes Team, hast du gesehen? Wir ergänzen uns hervorragend. So, wir sollten uns möglichst in der Nähe der Energiequelle aufgehalten für den Fall das ein Schaden auftritt. (Er entfernt sich von ihnen) Ohne die fortlaufende Versorgung der Energiequelle, können diese Körper höchstens ein paar Stunden funktionieren. Deswegen war ich auch sicher, dass ihr… zurückkommen würdet.

O’Neill: Harlan. Wir wollen wieder nach Hause.

Harlan: Oh, nein, nein. Ihr müsst bleiben. Ihr seid Freunde, neue Freunde.

Er öffnet eine Tür, um da seinen Werkzeugkasten abzustellen.

O’Neill: Freunde? Du bist absolut nicht mein Typ. Und wahrscheinlich werde ich dich nie leiden können.

Carter: Wenn wir je wieder nach Hause wollen, brauchen wir ihn.

Harlan: Ihr wisst das Geschenk immer noch nicht zu würdigen. Unsterblichkeit, elftausend und weiter bis in die Unendlichkeit.

Er kichert, doch dann hören wir wieder das Alarmsignal.

Computer: Achtung! Undichte Stelle im Aussichtsturm.

Harlan: Böse. Sehr böse.

Der Boden beginnt zu Beben.

Carter: Was ist das?

Harlan: Tja, das ist unsere Energiequelle. Seitdem ich euch erschaffen habe, ist die Station etwas überfordert. Beeilt euch, wir müssen das auf der Stelle reparieren, sonst werden wir alle sterben!


Szene: PX3-989

Sie rennen zurück zu der Problemstelle, wo sich auch die ganzen Computer befinden.

Harlan: Ich glaube, der Wärmekondensator ist wieder ausgefallen. (Er sieht auf den Monitor) Aha, Rohr 18 ist verstopft. Es transportiert die Hitze vom Kern des Planeten. Muss gelüftet werden. Der Wind auf der Oberfläche weht den sauren Regen ins Ventilationssystem, dadurch verrosten die Ventile und…

Carter: Wieso funktionieren wir noch?

Harlan: Reserveenergie. Genau das gleich ist auch passiert, als – (plötzlich fängt etwas an zu piepen) Uns bleibt nicht viel Zeit.

Daniel: Ist so etwas ähnliches schon mal passiert?

Harlan: Nicht solange Wallas hier noch gelebt hat. Aus diesem Grunde habe ich euch ja erschaffen. Wir müssen zusammenarbeiten. (Er schlägt Jacks Hand weg, die auf einem der Monitore liegt) Bitte helft mir.

Sam und Daniel schauen auffordernd zu Jack hinüber, dieser gibt schließlich nach.

O’Neill: Na schön. Von mir aus.

Erleichtert atmet Harlan auf.

O’Neill: Wo ist Teal’c? Er könnte uns helfen.

Harlan: Kümmert euch nicht um ihn. Er ist... anders.

Carter: Okay, und was sollen wir tun?

Harlan: Fast alle Entlüftungsschächte musste ich schließen. Wir müssen ein paar öffnen und die Luftzufuhr…(Er deutet auf einen Monitor, wo rote Punkte aufleuchten) hierhin und hierhin leiten. Ich bleibe hier und bediene den Computer.

Carter: Wie öffnen wir die Entlüftungsschächte?

Harlan: Die Automatik an den Entlüftungsklappen funktioniert leider nicht mehr. Ihr müsst die Entlüftungsschächte manuell öffnen und manuell reparieren. Nutzt euren Verstand, ihr habt alles, was ihr braucht, dafür habe ich gesorgt. All eure Fragen sind beantwortet, jetzt geht. Na los! Hinfort!

Sam und Daniel laufen los. Nur Jack bleibt an der Konsole gelehnt. Harlan macht eine wegwerfende Handbewegung, dass auch er endlich verschwinden soll und gibt dabei ein sehr komisches Geräusch von sich.

Harlan: Phhtt, phhtt, phhtt!

Langsam macht auch Jack sich an die Arbeit.

Sam und Daniel scheinen sich etwas verirrt zu haben. Sie bleiben stehen.

Daniel: Hier entlang.

Computer: Achtung! Systemdruck im kritischen Bereich. Beträgt zurzeit vier Hubaldeinheiten.

Jack steht auf einer Brüstung und schaut hinunter. Er beugt sich nach vorn, tippt nervös mit seinen Fingern auf dem Geländer herum, als er abwiegt, was er als nächstes tun soll. Schließlich springt er von ganz oben, über das Geländer hinunter auf den Boden und landet auch noch auf seinen Füßen ohne den Hauch einer Anstrengung. Erstaunt schaut er kurz nach oben.

O’Neill: Hmm…

Und läuft dann weiter zu den Schächten.

Harlan kaut inzwischen nervös auf seinen Fingernägeln herum, während er weiterhin Befehle in den Computer eingibt.

Computer: Systemdruck steigt auf sechs Hubaldeinheiten. Achtung! Achtung!

Sam und Daniel sind an ihrem Schacht angekommen.

Daniel: Da ist es.

Mit der bloßen Hand öffnet er den Schacht.

Daniel: Haben Sie das gesehen?

Carter: Ja (und nimmt ihm den Deckel aus der Hand)

Schließlich greift Daniel hinein.

Daniel: Harlan hatte Recht, die Ventile sind zugerostet.

Auf der anderen Seite macht sich Jack an dem anderen Schacht zu schaffen. Auch er kann die Abdeckung mit der bloßen Hand öffnen. Im Gegensatz zu Daniel, versucht er etwas zu sehen und steckt seinen Kopf in den Schacht.

Daniel hingegen scheint das Problem weitgehend gelöst zu haben.

Daniel: Okay. Das krieg ich hin.

Computer: Dringende Warnung an alle! Systemdruck steigt auf acht Hubaldeinheiten an!

Der Boden beginnt zu zittern, während Sam die Abdeckung wieder sorgfältig mit ihrer bloßen Hand auf den Schacht hämmert.

Jack ist inzwischen auch auf die Hand umgestiegen.

Computer: Systemdruck steigt auf zehn Hubaldeinheiten! Luftzufuhr nimmt aufgrund der Weggeschwindigkeit zu.

O’Neill (ist noch nicht fertig): Noch nicht, Harlan. Noch nicht!

Doch dann wird der Dampf hinausgeschossen und Jack bekommt die heiße Brühe ab.

O’Neill: AH! Verdammt!

Er kugelt sich auf dem Rücken und hält sein Gesicht fest. In diesem Moment erscheint Teal’c aus dem Hintergrund.

O’Neill: Teal’c, na endlich. Wo hast du gesteckt?

Jack versucht sich wieder aufzurichten, aber anstatt, dass Teal’c ihm hilft, verpasst er ihm nur einen gewaltigen Kinnhacken, so dass Jack wieder zurück auf den Boden fällt.

O’Neill: Teal’c, was tust du da?

Teal’c schnappt sich Jack, zieht ihn hoch und presst ihn gegen die Wand.

Computer: Zwölf Hubaldeinheiten.

Jack ringt noch immer Teal’c, welcher ihm jetzt die Luft abschnürt.

O’Neill: Was, was soll der Quatsch?

Keine Antwort, stattdessen wird Jack gegen das nächste Gerüst herumgeschleudert und in die Luft gedrückt.

Computer: Kühlsystem droht zusammen zu brechen! Auf der höchsten Station gilt höchste Alarmbereitschaft.

Jack wird von Teal’c auf den Boden geschmissen, wo er neben ein paar Metallrohren landet.

Computer: Kühlsystem droht zusammen zu brechen!

Mit langsam Schritten nähert sich Teal’c Jack.

O’Neill: Lass das, Teal’c. Nicht doch. Teal’c…

Jack holt schließlich mit einem Metallrohr aus, als es unausweichlich ist, aber Teal’c kann den Schlag abwehren. Das Rohr ist verbogen. Jetzt wird Jack von der einen Seite auf die andere Seite geschleudert. Wie ein Blatt im Orkan.

O’Neill: Teal’c! Ah!

Er fällt gegen Rohre, die auseinander brechen und Dampf ablassen. In diesem Moment sehen wir, wie der Druck sinkt.

Computer: Systemdruck erfolgreich stabilisiert! Comtraya!

Harlan lässt sich erleichtert und vollkommen überfordert zurück in seinen Stuhl fallen.

Daniel: Es hat funktioniert.

Ja, nur ist der Preis ziemlich hoch. Jack hat Schwierigkeiten aufzustehen. Und in diesem Moment, schnappt sich Teal’c Jacks Kopf und hält ihn den ausströmenden Dampf.

O’Neill: AAAH! AAAH!

Sam und Daniel hören die qualvollen Schreie und rennen sofort los.

O’Neill: AAAAAH!

Schließlich sinkt Jack bewusstlos zu Boden, aber Teal’c ist noch nicht fertig. Er schnappt sich ein Rohr und will auf Jack einschlagen.

Carter: TEAL’C! Nein!

Doch Teal’c hört nicht. Er holt erneut aus, aber bevor er zuschlagen kann, verschwindet er plötzlich. Harlan steht mit einer kleinen, merkwürdigen Pistole hinter ihnen. Betroffen drückt er das Gerät an seine Brust. In diesem Moment rennt Sam zu Jack und kniet sich neben ihm auf den Boden.

Carter: Colonel!

O’Neill: Mir geht’s gut.

Sie nimmt kurz sein Gesicht in ihre Hände. Auf der Wange sehen wir, wie Haut weggeätzt wurde und einige Schaltkreise frei liegen.

Carter: Das sieht aber überhaupt nicht gut aus.

Harlan: Nur ein kleiner Kratzer, den kann ich reparieren. Es wird alles gut. Ihr werdet sehen und euer Freund auch.

Carter: Was? Teal’c?

Daniel: Du hast ihn umgebracht?

Harlan: Er hat leider nicht funktioniert.

Daniel will sich die Waffe schnappen, aber Harlan umklammert sie.

Daniel: Wie kann alles gut werden, wenn er tot ist?

Harlan: Wirst du schon sehen! Jetzt ist die Station repariert. Geht zurück in eure Quartiere und wartet. Ihr werdet sehen.

Er rennt davon, während Jack noch immer erschöpft an einem großen Rohr lehnt.

O’Neill: Das will ich schwer hoffen!

Sam und Daniel laufen Harlan hinterher. Sie stehen vor einer verschlossenen Stahltür.

Daniel (wirklich wütend): Harlan! Mach auf!

Sie hämmern gegen die Tür.

Carter: Harlan!

Daniel drückt den Schalter und gemeinsam versuchen sie die Stahltür per Hand von unten aufzudrücken. Und natürlich klappt es. Sie gelangen in eine Art Labor.

Harlan: Nein, nein! Geht weg.

Aber Sam und Daniel denken nicht daran.

Daniel: Harlan, was zum Teufel machst du da?

Harlan: Alles wird gut werden. Bitte…

Wir sehen in eine Art Glaskammer Teal’c liegen. Er ist mit einer glitschigen Flüssigkeit überzogen.

Carter: Er stellt Teal’c synthetisch neu her.

Harlan: Geht wieder in euer Quartier. Ich bringe ihn euch. Ehrlich.

Carter: Wie ist möglich?

Harlan (gerät in Erklärungsnot): Ah, ja, ähm… es waren zwei Seelen in ihm. Er trug noch ein Wesen in sich, verrückt nicht wahr? Ich habe wohl nur das Böse in ihm zum Leben erweckt, deswegen hatte euer Freund eine Funktionsstörung. Ich wusste ja nicht, dass er anders war. Dieser Fehler passiert mir nicht noch mal.

Carter (aufgebracht): Antworte auf meine Frage! Wie kannst du Teal’c synthetisch herstellen, wenn du das Original nicht hast?

O’Neill: Captain Carter? (Jack steht am Eingang des Labors.) Gehen Sie zur Seite. (Langsam kommt er die Treppe herunter) Harlan, schalte die Maschine aus.

Harlan: Der Prozess ist noch nicht abgeschlossen.

O’Neill: Ich sagte, ausschalten! (Harlan tut was er sagt) Und jetzt beantworte ihre Frage.

Harlan (sichtlich nervös): Bitte, wenn du mich zerstörst, dann zerstörst du den letzten Überlebenden eines ganzen Volkes und euch selbst auch.

O’Neill (bleibt direkt vor ihm stehen): Ich stelle diese Frage nur einmal. Existieren wir, unsere richtigen Körper, noch irgendwo?

Harlan (verzieht drucksend das Gesicht): Ja.

Sam und Daniel reißen ihre Augen auf.

O’Neill: Dann schaff uns wieder in unserer Körper. Verstanden?

Harlan: Das könnte ich gar nicht, auch wenn ich es wollte.

Carter: Wieso nicht? Wenn du unser Bewusstsein in diese Roboter transferiert hast, dann müsste das doch auch umgekehrt funktionieren.

Harlan: Nein, es ist unmöglich.

O’Neill (drohend): Wieso?

Harlan (mitten in der Krise): Ich will es euch zeigen.

Eine weitere Tür öffnet sich, wo sie in einen neuen Raum kommen, eine Ausdehnung des Labors.

O’Neill (schockiert): Nein.

Es sieht aus wie das Quartier von den Robotern. Auf den Tischen liegt SG-1. Das richtige SG-1. Ihre Münder sind zugeklebt, sie scheinen unter irgendeinen Einfluss zu stehen. Der richtige Jack hat seine Augen geöffnet, kann sich aber nicht bewegen. Robo-Jack kniet sich neben sein Ebenbild.

Harlan: Ich wollte nichts Böses.

Betroffen über die plötzliche Erkenntnis, dass sie nie ein Mensch waren oder sein werden, schaut Robo-Sam auf ihre menschlichen Doubles.

Harlan: Ich wollte sie wieder durch den Ring schicken, sobald ihr eure Transformation akzeptiert hättet.

Robo-Carter: Dabei ist das gar keine wirkliche Transformation, richtig? Von einem ins andere. Wir sind Kopien.

Harlan: Ja. Genauso gut wie das Original, sogar noch besser. Wenn ihr mich nicht so bedrängt hättet, wärt ihr euch nie begegnet. Wenn die Transformation erfolgreich gewesen wäre, hätte ich eure organischen Gegenstücke wieder in eure Welt zurückgeschickt. (Robo -Daniel sieht ihn an) Ähm, *ihre* Welt. Sie hätten von eurer Existenz nie erfahren. Ich hatte gehofft, dass ihr in der Zwischenzeit eure neue Natur akzeptiert.

Robo-O’Neill (wie in Trance): Wir… können nie wieder zurück.

Harlan: Nein, ihr gehört hier her. Aber ihr seid hier auch willkommen.

Robo-Sam entfernt von Teal’c den Mundschutz.

Robo-Carter: Teal’c?

Teal’c: Captain Carter?

Robo-Carter: Es scheint ihm gut zu gehen.

Robo-O’Neill (starrt noch immer auf sein Double): Das ist schön, Captain.

Doch dann steht er auf und lässt sie alle zurück. Betroffen über diese Wandlung bedeckt Harlan mit einer Hand seinen Mund.

Robo-Daniel geht zu Jack und entfernt den Mundschutz, während Harlan an einer Kurbel dreht und das Licht auf den Tisch erlischt. Jack sieht sich um.

O’Neill: Daniel?

Robo-Daniel: Ah… so ähnlich.

Er verzieht kurz das Gesicht und geht weiter, als Jack sich aufsetzt. Robo-Daniel setzt sich zu seiner Kopie und löst dessen Mundschutz.

Robo-Daniel: Wollen wir mal sehen, was hier los ist.

O’Neill: Harlan? Wo bist du gewesen?

Harlan: Ich hatte ne Menge zu tun.

O’Neill: Ja, das sehe ich. Und was?

Harlan: Oh, äh, synthetische Gegenstücke von euch zu erschaffen, den Planeten retten. Viel, viel Arbeit.

Jack starrt ihn nur an und dann sehen wir, wie die zwei Sams aufeinander treffen. Robo-Sam hat der richtigen Sam gerade das Mundstück entfernt, während sie sich aufsetzt.

O’Neill: Synthetisch?

Harlan: Hm, ja. Tut mir leid, dass ich euch so lange aufgehalten habe. Ich fürchte, mein Plan ist kläglich gescheitert. Aber wie versprochen, könnt ihr wieder zurückkehren.

Harlan nickt ihm nervös lächelnd zu.

Carter: Das ist unmöglich.

Robo-Carter: Aber es ist wahr. Zuerst haben wir nicht gemerkt, dass umgewandelt wurden.

Carter: Die Erschaffung eines Nervensystems dauert viel zu lange und der Wirt –

Robo-Carter: Ich weiß, ich weiß! Und entspricht der Individualität. Aber wir sind identisch. Bis zum letzten Muttermal unseres –

Carter: Hey! Hör auf!

Harlan kichert über diese Auseinandersetzung.

Teal’c: Existiert von mir keine Kopie?

Harlan: Oh, doch. Ahm, ja, ähm, aber, ähm… (Er setzt sich neben Teal’c auf das Metallbett) Die musste ich wieder beseitigen. (Bedrückt wendet Harlan seinen Blick ab)

Teal’c: Verstehe.

Carter: Es ist irgendwie unangenehme.

Jack hat sich inzwischen von den anderen entfernt, um sein Gegenstück zu suchen. Er öffnet die Tür und wir finden Robo-Jack im anderen Teil des Labors, wo er auf den synthetischen, halbfertigen Teal’c starrt.

O’Neill: Hör zu, glaub mir, ich bin auch nicht gerade glücklich darüber.

Robo-O’Neill: Kannst du dir wirklich vorstellen, wie ich mich fühle?

O’Neill: Na ja, ähm, schon. Im Grunde genommen sind wir doch die gleiche, oder?

Robo-O’Neill (deutet auf seine Wunde im Gesicht): Und was ist das?

O’Neill: Au! Sieht nicht gut aus.

Robo-O’Neill: Ja.

O’Neill: Aber was ist hier passiert?

Robo-O’Neill: Jemand hat mir mein Leben gestohlen. Das ist auch schon alles.

O’Neill: Du redest von meinem Leben.

Robo-O’Neill: Hey, ich habe darauf dasselbe Recht wie du. Ich hatte gehofft, dass wir eine Lösung finden, dass ich mich wieder in meinem Körper zurückversetzen kann, wo ich hin gehöre.

O’Neill: Tja, der ist leider schon besetzt. Das geht nicht.

Robo-O’Neill: Habe ich festgestellt. Was wird jetzt aus mir? (Jack antwortet ihm nicht) Was willst du?

O’Neill: Na ja, die unterhalten sich da draußen über den Sinn des Lebens. Die beiden Daniels finden das faszinierend und die Carters streiten sich natürlich. Teal’c fühlt sich ausgeschlossen und wir beide haben auch noch ein paar Dinge zu klären.

Robo-O’Neill: Ich werde nicht darüber diskutieren, wer von uns beiden zurückgeht, falls du das meinst.

O’Neill: Tja, danke.

Robo-O’Neill: Das hat nichts mit Großzügigkeit zutun, glaub mir. Ich kann bloß nicht zurück. Wenn es so wäre, müsste die Geschichte anders aussehen.

O’Neill: Gut, dann ist da nur noch ein Punkt, der zu klären ist. Du weißt alles, was ich über die Erde weiß.

Robo-Jack stöhnt genervt auf.

O’Neill: Codes, Abwehrsysteme.

Robo-O’Neill: Wir werden das Stargate schließen, keine Sorge. Und kommt nicht auf die dumme Idee uns ne Bombe zu schicken.

O’Neill: Das mach ich nicht!

Robo-O’Neill: Doch das machst du. Ich kenn dich.

O’Neill: Ah. Schon gut. Du hast mein Wort, Colonel.

Robo-O’Neill: Nenn mich Jack.

Harlan (wir hören nur die Stimme): Colonel O’Neill?

O’Neill und Robo-O’Neill: Ach, zum Teufel mit ihm.

Die beiden sehen sich einen Moment an.

Robo-O’Neill: Ich kümmere mich darum.

Er lässt Jack stehen, der fassungslos mit dem Kopf schüttelt.


Szene: PX3-989, Auf der Brücke am Stargate

Harlan: Ah, da bist du ja. Ich habe mir schon Sorgen um dich gemacht. Wo ist denn der andere?

Robo-O’Neill: Er… bereitet sich auf die Rückkehr vor.

Harlan: Ja, es ist alles zum Besten. Ich hoffe, du wirst mir irgendwann einmal verzeihen.

Robo-O’Neill: Du hast nur versucht zu überleben.

Harlan: Ja. Das werden wir alle. Es wird allen gut gehen. Du wirst schon sehen.

Robo-O’Neill: Harlan.

Harlan: Hm?

Robo-O’Neill: Der Mensch wurde nicht geschaffen, um ewig zu leben.

Harlan: Möglicherweise nicht, aber wenn du es erst ein paar hundert Jahre versucht hast, dann wirst du deine Meinung ändern, ja? (Robo-Jack nickt nur leicht und Harlan beginnt zu kichern.)

Als Harlan schließlich verschwindet, schüttelt Robo-Jack nur mit dem Kopf. Er hat nichts verstanden.


Szene: PX3- 989, Stargate

Das richtige SG-1 Team und die Roboter stehen vor dem Tor, das Wurmloch ist bereits etabliert.

O’Neill: Also, vergesst nicht das Stargate zu versiegeln.

Robo-O’Neill: Als ob ich das vergessen könnte.

O’Neill: Na dann. (Sie schütteln sich einmal die Hände) Alles Gute und, äh, (Er deutet auf die offene Wunde) daran solltest du etwas tun. Das sieht, ähm… woohoo…

Robo-O’Neill: Lasst es euch gut gehen.

O’Neill: Wir sehen uns.

Und damit dreht sich SG-1 um, um durch das Tor zu gehen. Man winkt sich noch zum Abschied zu, bevor sie zur Erde verschwinden.


ENDE

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