1.13 Der Kuss der Göttin
Hathor

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O‘Neill: Sex, Drugs and Rock‘n‘Roll?

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Szene: Eine Pyramide der Atzteken

Wir können noch gar nichts sehen, sondern hören nur Stimmen.

Kleinhouse: Wir haben es bald geschafft! Okay, alle gemeinsam. Und...drücken!

Eine Wand wird aufgebrochen. Mehrere Strahlen von Taschenlampen leuchten in die nun dahinter liegende Grabkammer. Nur ein Objekt befindet sich in dem Raum und das ist ein Sarkophag.

Kleinhouse (betritt die Kammer): Ist das zu fassen...Wir hatten schon vermutet, dass es eine weitere Kammer geben könnte, aber wir durften keine weiteren Grabungen durchführen. Und jetzt das.

Cole: Was ist das? Es sieht aus wie ein Sarkophag.

Kleinhouse: In Tempelhügeln der Maya sind Grabkammern äußerst selten. (Er kniet vor dem Sarkophag und stellt seinen Rucksack ab) Hier, wir müssen nach Inschriften suchen, nach Piktogrammen, nach einem Hinweis darauf, was sich darin befinden könnte.

Beide fegen mit einem Pinsel die Oberfläche frei und halten plötzlich inne.

Kleinhouse (erstaunt): Hieroglyphen?!

Cole: Mein Gott...Sieht aus als wäre es ägyptisch. Aber das ergibt doch gar keinen Sinn. Ägyptische Hieroglyphen in einen Mayatempel?

Kleinhouse: Es gibt einen Artikel von einem jungen Archäologen, wie hieß der noch mal? Äh... Dr. Jackson. Dr. Daniel Jackson. Er hatte allerdings in Archäologenkreisen nicht besonders viel Erfolg mit seiner Theorie. Eine Verbindung zwischen den unterschiedlichsten frühen Kulturen.

Cole: Vielleicht hatte dieser Doktor Jackson gar nicht mal so unrecht. Ich erkenne eins von diesen Piktogrammen. (Sie fegt ein Piktogramm frei, welches eine ägyptische Gottheit zeigt) Das ist die Göttin Hathor. Eine ägyptische Göttin.

Kleinhouse fegt einen roten Stein frei, der sich im Sarkophag befindet. Er berührt ihn und lässt sich drehen. Durch diesen Mechanismus öffnet sich der Sarkophag und was sie dort drinnen finden ist alles andere als eine vertrocknete Mumie. Eine sehr frisch aussehende, in einem Gewandt gekleidete Frau erhebt sich. Erst sehen wir nur ihre lakierten Finger, bevor ihr Oberkörper folgt.

Hathor: Wo ist Ra?

Kleinhouse (verdattert) Ah... ich nehme an... Sie meinen den...Gott Ra.

Hathor: Ihr seid keine Goa‘uld?

Kleinhouse (zu Cole): Was ist denn das?

Ihre Antwort ist eindeutig. Sie hebt ihre Hand und mit dem Handgerät schleudert sie die beiden Archäologen einmal gegen die Wand.


Szene: Torraum, SGC

Vor der Rampe steht jetzt der vergoldete Sarkophag. Daniel, Sam, Teal‘c und Hammond stehen drum herum und begutachten das gute Stück.

Daniel: Dr. Kleinhouse und seine Mitarbeiter wurden ermordet. Die mexikanische Poilzei glaubt, es war die Tat von Grabräubern, die es ebenfalls auf das hier abgesehen hatten. (Er macht eine großzügige Geste Richtung Sarkophag)

Hammond: Hm. Und wer hat uns das geschickt?

Daniel: Ahm... Mitarbeiter von Doktor Kleinhouse, die sich außerhalb der Pyramide befanden. (Jack gesellt sich in diesem Moment zu ihnen.) Sie erkannten die Bedeutung eines ägyptischen Sarkophags in einem Mayatempel. Und weil ich vor einigen Jahren die enge Verbindung von früheren Kulturen untersucht habe, baten sie mich um Hilfe.

O‘Neill (deutet mit einem wedelnden Finger auf das goldene Stück): Ich kenne dieses Ding.

Daniel (seufzend): Ja, ich erkenne es auch wieder.

O‘Neill: Sieht aus wie der Kasten auf Ras Raumschiff, das --

Daniel (nickend): Sha‘re und mich vom Tode erweckt hat.

Hammond: Wie ist denn das möglich?

Daniel: Weiß ich auch nicht. Aber wenn es einem Goa‘uld gehört, würde es einiges erklären. Zum Beispiel warum niemand darin ist. Und warum sich ägyptische Hieroglyphen darauf befinden, statt der Mayaschrift.

In diesem Moment betritt ein Airman den Torraum.

Airman: General Hammond, Sir.

Hammond: Ja, was gibt‘s denn?

Airman: Soeben ist eine Person verhaftet worden, weil sie sich unbefugt am Eingang der Basis aufgehalten hat.

Hammond: Das kommt immer wieder vor. Sie sollten ihn der Polizei übergeben.

Airman: Es ist eine 'sie‘, Sir. Major Lowel meinte, Sie würden vielleicht lieber selbst mit ihr sprechen wollen.

Hammond: Wieso?

Airman: Sir, sie wusste vom Stargate-Raum.

Teal‘c zieht eine Grimasse, Sam, Jack und Daniel kommen dem zwar nicht ganz nahe, aber auch ihnen kann man die Anspannung ansehen.


INTRO


Szene: Korridor, SGC

Hammond, Daniel und Jack gehen gemeinsam den Korridor entlang zu einer Zellentür, vor der ein Soldat steht.

Soldat (salutiert): Sir.

Hammond erwidert den Salut und der Soldat öffnet die Tür. In dem Raum befindet sich Hathor, die ihnen den Rücken zugewandt hat. Sie trägt einen langen Mantel.

Hammond: Ma‘am, General Hammond von der Air Force.

Sie dreht sich zu ihnen um, als sich die Tür schließt.

Hathor: Ja?

Hammond: Und Sie sind?

Hathor: Wir sind Hathor. Ihr solltet uns von den Fesseln befreien und vor eurer Göttin auf die Knie sinken.

O‘Neill (zieht eine Augenbrauen hoch): Nicht schlecht.

Daniel: Hathor.

Hathor: Ja.

O‘Neill: Sagen Sie bloß, Sie kennen sie?

Daniel: Hathor war die ägyptische Göttin der Fruchtbarkeit, des Weins und der Musik.

O‘Neill: Sex, Drugs and Rock‘n‘Roll?

Daniel: So könnte man es auch bezeichnen. Ähm, sind die Handschellen wirklich nötig?

Hammond und Jack tauschen einen Blick aus, bevor Hammond Daniel zu verstehen gibt, dass er sie auch gerne wieder abnehmen kann.

Daniel (murmelnd, als er die Handschellen löst): Mich überrascht‘s dass sie nicht ans Bett gefesselt wurde. Was soll sie tun? Uns zusammenschlagen? (zu Hathor) Tut mir Leid.

Hathor (dreht sich zu ihm um): Danke. Diese Tat wird nicht unbelohnt bleiben.

Jack zuckt nur mit den Schultern. Hathor nimmt Daniels Hand und führt sie zu ihrem Mund, als ob sie sie küssen wolle, doch statt dessen pustet sie leicht und ein violetter Nebel oder Rauch kommt aus ihrem Mund. Daniel sieht sie mit einem merkwürdigen Blick an.

Hammond: Also, Miss Hathor, währen Sie so freundlich uns zu erklären, weshalb Sie in diese Einrichtung eingedrungen sind?

Daniel, noch leicht neben der Spur, setzt sich auf das Bett.

Hathor: Wir sind hier, weil uns das Chaapa‘ai rief.

O‘Neill: Chaapa‘ai? (Mit einem Blick zu Daniel) So nannten doch die Mönche auf Chulak das Sternentor.

Daniel (schüttelt leicht seinen Kopf, um wieder Klarheit zu bekommen): Ähm, ja, so heißt es auch auf abydonisch und altägyptisch.

Hammond: Wie kommen Sie auf die Idee, dass Sie es hier finden, Ma‘am?

Hathor: Das Chaapa‘ai hat uns gerufen.

O‘Neill: *Uns*?

Hathor (genervt sieht sie zu Daniel): Wo ist Ra?

Daniel: Ra ist –

Hammond: Doktor Jackson! Das ist streng geheim.

Daniel (steht wieder auf): Ra ist ein Mythos. In Wirklichkeit existiert er gar nicht.

O‘Neill: Miss...ähm...Hathor... wie kommen Sie darauf, dass dieses Chaapa‘ai hier sein soll?

Hathor: Das Chaapa‘ai war das, was unseren Vater und Gatten Macht verliehen hat.

Hammond: Von wem redet sie, Dr. Jackson?

Daniel: Uhm, in der ägyptischen Mythologie war Hathor sowohl die Tochter als auch die Gattin von Ra, bis Ra sie angeblich missbraucht hat.

Hathor (wütend): Wir sind *nicht* missbraucht worden.

Daniel: Natürlich nicht. Ich wollte nicht respektlos sein.

Hathor: Wir sind die Mutter aller Pharaonen.

O‘Neill (mit einem spöttischen Grinsen): Aber natürlich sind *wir* das. (Zu Hammond): Ähm, General. (Sie entfernen sich ein kleines Stückchen) Wollen *wir* nicht in der psychiatrischen Anstalt anrufen? Vielleicht haben die eine hübsche kleine Gummizelle für unsere Lady?

Hammond: Verrückt oder nicht. Ich will wissen, was sie weiß. Dr. Jackson, sprechen Sie mit ihr. Vielleicht können Sie etwas rauskriegen. Aber verraten sie ihr möglichst nichts.

Daniel: Ist gut.

Hammond und Jack wollen gehen, aber Hathor hält sie auf.

Hathor: Du da, mit dem Marmorschädel.

Die beiden drehen sich überrascht zu ihr um.

O‘Neill: Sie muss... damit Sie meinen, Sir.

Hathor: Du bist hier der Herrscher?

Hammond: Ja, Ma‘am.

Hathor: Dürfen wir deine Hand ergreifen?

Hammond: Wozu?

Hathor: Wir wünschen sie zu küssen, um dich mit Fruchtbarkeit und Freude zu segnen.

O‘Neill: Das können Sie sich unmöglich entgehen lassen, Sir.

Hammond: Doch, das kann ich.

Daniel: Sir? Es würde mir helfen, wenn Sie sie in ihren Wahnvorstellungen unterstützen. Nur, damit sie weiter redet.

Hammond schaut von Daniel zu Jack, der nur die Schultern zuckt, und schließlich geht er auf Hathor zu. Auch hier nimmt sie seine Hand und wie bereits schon bei Daniel kommt aus ihrem Mund dieser violette Nebel. Anschließend geht Hammond zurück zur Tür, Jack schlägt ein paar Mal dagegen, doch Hammond dreht sich noch mal kurz zu Hathor um, bevor die beiden verschwinden. Jetzt ist Daniel allein mit ihr.

Hathor: Also, wo ist Ra?

Daniel: Ra? Euer Mann?

Hathor (ihre Augen glühen auf): Wo. Ist. Ra?

Erschrocken schnappt Daniel nach Luft.

Daniel: Tut mir Leid, dass ich das sagen muss, aber Ra ist tot.

Hathor (runzelt die Stirn; spricht wieder mit normaler Stimme): Wie?

Daniel: Er wurde getötet.

Dann lächelt sie.

Hathor: Das ist wundervoll.

Daniel: Ach wirklich?

Hathor: Wie ist es geschehen?

Daniel: Ähm...wir haben ihn getötet.

Hathor: Dann schulden wir dir in der Tat Dank. (Sie geht um Daniel herum, eine Hand liegt auf seiner Schulter) Vielleicht sollten wir dich zum neuen Geliebten erwählen. Wir sollten das gemeinsam feiern.

Sie entfernt sich von ihm, dreht sich um und öffnet ihren Mantel. Darunter trägt sie ihr freizügiges Gewandt. Sie winkt ihn mit ihren Finger zu sich.

Hathor: Komm.

Wie in Trance geht er auf sie zu. Er beugt sich zu ihr, so als ob er sie küssen wollte und auch hier fließt Nebel aus ihren Mund in seinen. Und dann kleben ihre Lippen aneinander.


Szene: Besprechungsraum, SGC

Jack steht vor dem Fenster mit dem Blick hinunter auf das Stargate.

O‘Neill (dreht sich zu dem Rest um): Sollten wir wirklich annehmen, dass der Frau irgend jemand glauben wird, wenn sie herumgeht und von einem 'Stargate‘ erzählt? Ich glaube ja auch nicht der Frau aus der Nachbarschaft, wenn sie andauernd von diesen kleinen Teufelsmenschen in ihren Haaren erzählt....obwohl ihre Frisur ganz schön teuflisch aussieht.

Sam lächelt leicht.

Teal‘c: Die Frage lautet doch: Woher weiß sie von der Existenz des Tores?

Hammond: Doktor Jackson versucht so eben das herauszufinden.

In diesem Moment kommt Daniel die Treppe herunter.

Daniel: Ich glaube, ich habe es herausgefunden, Sir. Sie weiß verdammt viel. Entweder hat sie die ägyptische Mythologie gründlich studiert oder...

Hammond: Oder was, Dr. Jackson?

Daniel: Oder es ist wahr, was sie sagt.

Hammond: Das heißt?

Daniel: Sie ist ein Goa‘uld, Sir.

Carter (überrascht): *Was*?

O‘Neill: Wie kann sie ein Goa‘uld sein?

Teal‘c: Sie kam bestimmt nicht durch das Stargate. Das wäre uns nicht entgangen.

Daniel: Sie war beinahe zweitausend Jahre lang in einer Grabkammer gefangen.

Jack zieht eine Augenbraue hoch und schaut dann hinüber zu Hammond.

O‘Neill (zu Daniel): Sind Wahnvorstellungen ansteckend?

Daniel: General Hammond, ich glaube, sie ist Hathor. Oder sie ist der Goa‘uld, der sich als Hathor ausgegeben hat.

Carter: Moment Mal. Sie glauben, Sie ist ein Goa‘uld?

Daniel: Ja. Sie dankt uns, weil wir Ra getötet haben, denn sie wollte verhindern, dass er die Erde versklavt. Sie galt immer als eine Freundin der Menschheit. So steht es im Buch der Toten. Hathor war eine über alles geliebte Göttin.

Hammond: Sie glauben, dass sie uns helfen will?

Daniel: Ja. Sie will uns helfen Apophis zu schlagen und uns vor anderen bösen Goa‘uld schützen.

Carter: Und das haben Sie ihr alles abgekauft?

Daniel: General, ich möchte darum bitten Hathor hier Bericht erstatten zu lassen.

Jacks Kopf fliegt nach oben.

O‘Neill: Oh, jetzt reicht es, Daniel! Das ist wohl nicht so sinnvoll.

Daniel: General. (Er geht auf Hammond zu) Ich glaube, Sie spüren dasselbe wie ich. Hathor ist uns freundlich gesonnen.

In Daniels Augen können wir den violetten Nebel aufleuchten sehen.

Hammond: Ja, da muss ich Ihnen Recht geben. (Zur Wache) Bringen Sie sie runter.

Carter: Soll das ein Scherz sein?

O‘Neill: Bitte, General! Sind Sie—

Hammond: Colonel!

O‘Neill (hebt kurz seine Hand): Äh, Sir, sind Sie da sicher?

Hammond: Ja, Colonel.

Er und Sam starren ihn ungläubig an.

Teal‘c: General. (Er geht um den Tisch zu Hammond) Ich habe den Goa‘uld gedient und habe nie einen Guten getroffen.

Hammond: Vielleicht haben Sie ja einfach nur den falschen gedient?

Carter: Sir, wir sollten wenigstens verhindern, dass Sie das Stargate sehen kann.

Hammond nickt einem Soldaten zu, welcher einen Knopf drückt und die Stahlwände fahren vor die Scheibe. Elegant wie eh und je kommt Hathor die Treppe herunter stolziert.

Hathor: Wir danken dir dafür, dass du uns auf deinem Hofe empfängst.

Hammond (lächelnd): Gern geschehen.

Sam sieht ziemlich verwirrt zwischen den beiden hin und her. Auch Jack scheint nicht besonders angetan davon zu sein.

Hathor: Wir wären sehr dankbar für einen Schluck Wasser.

Hammond: Colonel.

O‘Neill (mit hochgezogenen Augenbrauen): General?

Hammond: Colonel, Wasser für die Lady.

Jack lacht leicht.

O‘Neill: Ja, natürlich.

Er schüttet ein Glas Wasser ein und bringt es Hathor.

Hathor: Ich nehme an, du bist der Verantwortliche für die Vernichtung des Schurken Ra?

O‘Neill: Ja, das bin ich wohl.

Hathor (nimmt seine Hand und legt sie auf ihre Brust): Wir werden dir immer einen besonderen Platz gewähren. Hier.

O‘Neill: Ja... das ist schon was...Besonderes. Danke.

Er will seine Hand wegziehen, aber Hathor ergreift sie und vollführt genau dieselbe Prozedur wie schon bei Hammond und Daniel. Er wendet seinen Blick ab, dann schaut er einen Moment wieder zu ihr hinüber und entfernt sich schließlich etwas irritiert von ihr. Dafür geht jetzt Teal‘c auf unsere Göttin zu.

Teal‘c: Sie ist ein Goa‘uld.

Hathor: Jaffa. In Dienste von Apophis, dem Dämonen. Schurkisches Wesen, das er ist.

Teal‘c: Ich stehe nicht mehr im Dienste von Apophis.

Hathor: Wir verabscheuen alles, was Ra, Apophis oder die ihren tun oder glauben.

Daniel: Schon gut. Teal‘c tut das auch.

Hathor: Dann ist euer Feind unser Feind. Und besiegen können wir ihn nur gemeinsam.

Sie nimmt seine Hand.

Teal‘c: Ich werde keinem Goa‘uld mehr dienen.

Auch bei ihm versucht sie sein Glück.

Daniel: Was sagen Sie, General?

Hammond (grinsend): Ich finde, wir sollten dafür sorgen, dass sich diese Lady wohl fühlt. (Sam runzelt die Stirn.) Und sie willkommen heißen.

Carter: General, Sir, ich bin damit nicht einverstanden. (Hammond schaut mit einem Lächeln in ihre Richtung)

Daniel: Hathor. Das ist Captain Carter.

Sam geht auf sie zu, doch im Vorbeigehen wirft sie Daniel noch einen Blick zu, der so viel sagt, dass er mit diesem Schwachsinn aufhören soll.

Hathor: Eine außergewöhnlich schöne Frau.

Carter: Danke... das sind Sie auch. Äh, General Hammond, ich bin der Meinung, wir sollten Miss Hathor unter Hausarrest stellen, bis wir besser einschätzen können—

Hammond: Wir wollen doch nicht unhöflich sein, Captain.

Carter: Unhöflich, Sir? Sie ist ein Goa‘uld!

Hammond: Sie ist zu aller erst unser Gast, Captain.

Carter: General, was soll denn das? Das ergibt doch gar keinen Sinn. Colonel O‘Neill –

Hammond: Ich bin der Kommandeur dieser Basis, Captain Carter, und nicht Colonel O‘Neill, ist das klar?

Carter: Aber Sir—

Hammond: Ob das klar ist?!

Carter: Tja, Sir, bei allem Respekt, ich habe das Gefühl, diese Frau hat alle Männer hier in ihren Bann gezogen.

Hammond: Wollen Sie sich meinen Befehlen widersetzen, Captain?

Carter: Ja, Sir. Ich denke schon. Colonel O‘Neill, kann ich mich auf Sie verlassen?

O‘Neill: Ja, Captain. (Sam nickt erleichtert) Falls es ein Problem geben sollte. (Ungläubig starrt sie ihn an)

Hammond (zufrieden): Danke, Colonel. (Zu Hathor) Also, wenn Sie mir jetzt folgen wollen. Es wäre mir eine Ehre Ihnen diese Basis zu zeigen.

Hathor wirft Sam noch einen letzten Blick zu, bevor sie gemeinsam mit Hammond den Besprechungsraum verlassen. Nacheinander folgen Daniel und Jack ihnen. Sam bleibt als einzige zurück.


Szene: Gästequartier, SGC

Daniel öffnet eine Tür zu einem der VIP-Räumen. Ein Bett, eine Sitzecke und ein paar Bilder an der Wand, so wie ein paar Schränke schmücken den Raum.

Daniel: Das hier ist unser Gästequartier.

Hathor, Hammond und Jack folgen ihm.

Hathor: Das genügt durchaus.

Hammond: Wir werden zwei Wachen vor der Tür postieren.

Hathor: Wachen? Zu Unserem Schutz oder zum Schutz der anderen?

Sie bläst erneut etwas von dem violetten Zeug in seine Richtung.

Hammond: Colonel?

O‘Neill: Sir?

Hammond: Vergessen wir die Wachen.

O‘Neill: Sind Sie sicher, General?

Hathor geht auf Jack zu.

Hathor: Du kannst uns trauen, Colonel.

O‘Neill: Das ist natürlich keine Frage, Ma‘m. Aber es ist bei uns üblich sämtliche Quartiere zu sichern... (Neuer Nebel gelangt in seine Atemwege)...Allerdings... sind die Wachen in diesem Fall... nicht nötig.

Hathor: Wir danken dir.

Die beiden starren sich eine Weile an, bevor Jack abrupt zu Daniel hinüber sieht.

O‘Neill (räuspert sich): Vielleicht sollten wir Ihnen jetzt Gelegenheit geben... sich auszuruhen.

Hammond: Ja.

Er geht zur Tür. Jack atmet einmal durch und folgt Hammond, nur Daniel wird von ihr aufgehalten.

Hathor: Dr. Jackson? Bitte bleibe hier. Wir haben noch weitere Fragen.

Daniel schließt die Tür und dreht sich zu ihr um.

Daniel: Gern.

Hathor: Wir haben entschieden, dass du unser Auserwählter wirst.

Er geht auf sie zu.

Daniel: Auserwählter?

Hathor: Wirst du uns immer ehren?

Daniel (in Trance): Ja.

Hathor: Würdest du für uns in den Tod gehen?

Daniel: In den Tod.... ja.


Szene: Level 25

Sam öffnet eine Tür mit der Aufschrift ‚No Unauthorized Acsess und läuft einen Korridor entlang. Gerade um die Ecke kommt Jack ihr entgegen. Sie macht einmal kehrt und folgt ihm.

Carter: Colonel, da sind Sie ja.

O‘Neill: Ja, was gibt‘s, Captain?

Carter: Wenn es Ihnen nichts ausmacht, dann würde ich gerne mit Ihnen über Hathor sprechen.

O‘Neill: Faszinierende Frau, was?

Carter: Ein bisschen zu faszinierend, oder nicht?

O‘Neill: Wie meinen Sie das?

Carter: Na ja, Sir, hier scheinen alle irgendwie...vernarrt in sie zu sein.

O‘Neill: Wer ist 'alle‘?

Carter: Na ja, die Männer. Finden Sie das nicht ein bisschen riskant einen Goa‘uld so bevorzugt zu behandeln?

O‘Neill: Regen Sie sich ab, Captain. Sie ist auf unserer Seite.

Carter: Das behauptet sie.

Die beiden halten an.

O‘Neill: Captain, wenn ich das mal so sagen darf, Sie behandeln sie genauso, wie die meisten Leute Teal‘c behandeln. Das haben Sie doch bisher abgelehnt, oder?

Carter: Teal‘c hat bewiesen wo er steht, sie nicht.

O‘Neill: Carter, Sie kennen doch die schöne Redensart: Der Feind meines Feindes ist mein Freund.

Carter: Natürlich, Sir. Doch auch, wenn die CIA einem feindlichen Doppelagenten Asyl gewährt, traut sie ihm nie. Man lässt ihn niemals aus den Augen.

O‘Neill: Daniel ist im Augenblick bei ihr.

Sie ist weniger überzeugt. Jack legt eine Hand auf ihre Schulter.

O‘Neill: Keine Angst.

Sam schaut auf die Hand und dann auf ihn, als er verschwindet. Das Gespräch hat sie kein Stück weitergebracht.


Szene: Torraum, SGC

Daniel und Hathor betreten den Torraum. Der Sarkophag befindet sich noch darin. Sie streicht einmal drüber.

Hathor: Verrate uns, Geliebter, welche Fragen bewölken deine Stirn?

Daniel: Als Student habe ich mich jahrelang mit euch beschäftigt. Und jetzt bin ich bei euch. (Sie gehen gemeinsam die Rampe hinauf) Wusstet Ihr, dass Ihr in der Geschichtsschreibung als die schönste Frau aller Zeiten beschrieben wurdet, die die Männer allein durch ihre Schönheit beherrschte?

Hathor (bleibt vor dem Tor stehen): Wir sind beglückt dich zu sehen, alter Freund. Es wird nicht lange dauern, bis du uns wieder dienen wirst. (Sie schaut zu Daniel) Sage uns, hältst du das für wahr, jetzt da du uns kennen gelernt hast?

Daniel: Jedenfalls ist mir jetzt klarer, was damit gemeint ist.

Hathor: Wir sind die Königin der Götter. Wir sind die Mutter aller Götter.

Daniel: Ja.... und was bedeutet das genau?

Hathor: Von uns stammen alle anderen ab.

Daniel: Ich verstehe nicht ganz.

Hathor: Der Jaffa. Er trägt das Kind eines Goa‘uld in seinem Bauch.

Daniel: Eine Larve, ja.

Hathor: Hast du dich je gefragt, woher diese Kinder stammen?

Daniel: Soll das heißen, sie kommen von Euch?

Hathor: Ja. Und von anderen gleich uns.

Daniel: Mein Gott...Ihr seid wie eine Bienenkönigin... Ihr erschafft die Goa‘uld!


Szene: Janets Büro

Janet geht zu Büro, doch sieht Sam am Computer sitzen. Flink geht sie zu ihr.

Janet: Captain Carter, was machen Sie hier?

Carter: Ist Ihnen aufgefallen, wie sich die Männer auf der Basis verhalten?

Janet: Ja, danke. Ist es Ihnen auch aufgefallen?

Carter: Und es hat alles mit dieser merkwürdigen Frau oder was auch immer sie ist, zu tun. Ich versuche gerade etwas über sie im Internet herauszufinden.

Janet: Hatten Sie schon Erfolg?

Carter: Eigentlich ist das Daniels Spezialgebiet. Ich fange also bei null an. Hier stellt ein Akademiker auf einer Webpage die Theorie auf, dass eine ganze Schar von Fruchtbarkeitsgöttinen verschiedener Kulturen alle ein und dieselbe Frau sind – Hathor. Die Griechen bezeichneten sie als 'Aphrodite‘, in Babylon nannte man sie 'Ishtar‘, in Syrien 'Astate‘ und in Rom 'Ceres‘

Janet: Klingt als wäre sie ganz schön rumgekommen.

Carter: Ja, ein Liebling der Mythologie. Sie wurde überall verehrt, abgesehen von einer späten Epoche im Alten Ägypten. Dort wurde sie angeblich von Ra auserwählt die Menschheit zu vernichten, doch er hat seine Meinung geändert und die beiden wurden Feinde.

Janet: Dann ist es vielleicht keine Lüge, wenn sie sagt, dass sie Ras Feindin ist.

Carter: Ja, aber jetzt kommt das Interessante. In all diesen Geschichte verfügt diese Frau gegenüber Männern magische Kräfte. (Janet zieht mit einem 'Das kommt mir doch irgendwie bekannt vor‘ Blick die Augenbrauen hoch) Sie konnte sie dazu verführen alles für sie zu tun. Immer wieder wierd berichtet: 'Die Männer waren trunken von ihrem Anblick‘.

Janet: Tja, genauso würde ich auch unsere Jungs beschreiben.

Carter: Richtig. Deswegen glaube ich sie wendet irgendeine Goa‘uld-Technik an. Sagt Ihnen das was?

Janet: Möglicherweise handelt es sich um irgendeine Chemikalie, die wir bisher noch nicht kennen. Überpheromone in Verbindung mit so etwas wie Natriumpetantol wird vielleicht durch Luft übertragen.

Carter: Na gut. Und was können wir dagegen unternehmen.

Janet: Vielleicht gibt es kein Gegenmittel oder es dauert Jahre eines zu finden.

Carter: So viel Zeit haben wir nicht, um zu verhindern, dass dieser Goa‘uld das tut, was alle Goa‘uld tun.

Janet: Was schlagen Sie vor, Captain?

Carter: Ich schlage vor, wir neutralisieren sie.


Szene: VIP-Raum

Zurück im Gemach. Daniel öffnet die Tür.

Daniel: Ihr könnt tatsächlich die Larven erschaffen? Wie?

Hathor: Zunächst brauchen wir den exakten Code des Lebewesens, das uns als Wirt dienen soll.

Daniel: Den exakten Code?

Hathor: Um sicher zu gehen, dass der Wird das Goa‘uld-Kind nicht abstößt.

Daniel (bleibt wenige Zentimeter vor ihr stehen): DNS. Ihr meint, Ihr braucht die DNS, um eine Abstoßung zu verhindern.

Hathor: Den Schlüssel des Lebens. Und es ist uns immer ein Genuss uns den Schlüssel bei einem von euch zu besorgen.

Sie nimmt seine Brille ab und streicht über seine Wange.

Hathor: Es ist wesentlich angenehmer als vieles andere.

Daniel: Glaub ich gern.

Hathor (zieht seine Jacke aus): Da du unser erster Pharao werden sollst, gebührt dir die Ehre uns als erster den Schlüssel zur Verfügung zu stellen.

Daniel: Ich soll Euch dabei helfen noch mehr Goa‘uld zu erschaffen?

Sie beugt sich zu ihm, um ihn zu küssen, aber er hält sie am Arm fest. Der Widerstand hält nur solange, bis die neue Dosis in ihn eingedrungen ist.

Hathor: Nun da Ra tot ist, haben wir endlich die Freiheit diesen Planeten zu beherrschen. (Sie öffnet seinen Gürtel und löst sein T-Shirt aus dem Bund) Mit dir, unserem Geliebten, an unserer Seite, bis in alle Ewigkeit.

Sie nimmt sein Gesicht in beide Hände und küsst ihn. Wir können uns vorstellen, wie diese Szene weitergehen würde.


Szene: Waffenkammer, SGC

Die wenigen Frauen des Stützpunktes haben sich versammelt und Sam verteilt großzügig ihr ganzes Arsenal. Sie sind alle in Kampfuniform gekleidet, selbst Janet hat ihren Kittel gegen die Uniform eingetauscht.

Carter: Okay, folgendes ist klar: Dieses Wesen, was sich Hathor nennt, ist, wie sie es selbst zugibt, ein Goa‘uld oder eine Art Goa‘uld. Sie verfügt darüber hinaus über außergewöhnliche Verteidigungsmechnismen. Das heißt, wir müssen alle Waffen einsetzen und dürfen nichts unversucht lassen diese Kreatur auszuschalten (Ihre letzte Waffe gibt sie Janet) Sie wissen, wie man damit umgeht?

Janet: Ja schon, ich habe das mal gelernt, aber das ist eine Ewigkeit her.

Carter: Das ist halb so wild. Sie brauchen nur in ihre Richtung zu zielen und achten Sie darauf, dass Sie keinen von unseren Männern verletzten. Sie sind im Augenblick alle ein bisschen verwirrt.

Kaum ausgesprochen, kommt auch schon das erste männliche Wesen auf sie, welches sich mit einem Dutzend Gewehrläufen konfrontiert sieht.

Teal‘c: Captain Carter. Wir müssen über Hathor reden.

Carter: Nimm zuerst die Hände hoch, Teal‘c.

Teal‘c (hebt leicht seine Hände): Traust du mir nicht, Captain Carter?

Carter (geht auf ihn zu): Wenn ich das richtig sehe, dann hat Hathor alle Männer auf dieser Militärbasis in ihren Bann gezogen und tut mir leid, Teal‘c, du bist nun mal ein Mann.

Teal‘c: Ich bin ein Jaffa. Der Goa‘uld, den ich in mir trage, schützt mich vor Hathors Macht. Nur mit vereinten Kräften können wir sie aufhalten.

Carter: Was hat sie vor?

Teal‘c: Die Jaffa glauben fest, dass die Goa‘uld-Larven von Goa‘uld-Königinnen stammen.

Carter: Und du glaubst Hathor ist eine davon?

Teal‘c: Ja. Wenn das zutrifft hat sie diese Basis zu ihrem Nest erkoren. Von hier aus wird sie die neuen Goa‘uld in eure Welt setzen. Das muss ich verhindern. Captain Carter, wir müssen das verhindern.

Sie sieht Teal‘c einen Augenblick nur an, so als ob sie abwägen würde, ob sie ihm vertrauen kann. Schließlich überreicht sie Teal‘c ihre Waffe.

Carter: Ich bin froh, dass du auf unserer Seite stehst, Teal‘c.


Szene: Korridor, SGC

Sam, Teal‘c und Janet sind in einer Gruppe und durchkämmen jetzt den Stützpunkt.

Janet: Ist das wirklich notwendig? Wir könnten doch Unterstützung von außerhalb der Basis anfordern.

Carter: Ja, aber die werden uns Männer schicken und die wird Hathor ganz schnell um den Finger wickeln. Wir müssen es selbst in die Hand nehmen und zwar möglichst schnell.

Sie bleiben vor Hathors Quartier stehen. Sam tritt die Tür ein. Doch sie finden nichts weiter als einen ziemlich verstörten Daniel, der abwesend auf einem durchwühlten Bett sitzt. Sam geht zu ihm hinüber.

Carter: Daniel? Alles in Ordnung? (Er reagiert nicht) Wo ist sie, Daniel?

Eine der Soldatinnen kommt herein.

Soldatin: Captain? Wir haben sie gefunden. Sie ist in eine der Waschräume.

Carter: Gut, gehen wir. (Sie beugt sich zu Daniel hinunter) Daniel? Geht‘s Ihnen nicht gut?

Keine Reaktion.

Soldatin: Captain.

Sie und Janet verlassen das Quartier und machen sich auf den Weg zu den Waschräumen.


Szene: Waschräume, SGC

Mit gezückten Gewehren betreten Sam, Janet und die anderen übrigen die Umkleideräume. Kurz vor den Waschräumen gibt Sam ihnen Zeichen, dass sie sich verteilen sollen. Janet geht in die andere Richtung, während Sam um die Ecke blickt und Hathor sieht, wie sie mit geschlossenen Augen in einer Art Badewann sitzt. Man hört es schon Fiepen. Vorsichtig schleichen sie sich an, doch dann öffnet Hathor ihre Augen.

Hathor: Ren‘tel nok

Männer von der Basis – darunter auch Hammond und Jack – stellen sich wie ein Schutzwall vor ihre Königin.

Hammond: Zurücktreten, Captain Carter. Oder haben Sie vor uns zu töten?

Mehr erschrocken als alles andere senkt Sam leicht ihre Waffe.

O‘Neill: Vergessen Sie nicht, sie ist unser Gast, Captain.

Jetzt tauchen noch Wachen hinter ihnen auf. Jetzt sind sie die Gefangenen, das Blatt hat sich gewendet.


Szene: Zelle, SGC

Die Frauen hat man alle gemeinsam in eine Zelle gesperrt.

Carter: Das muss eine ziemlich heftige Droge sein, die Hathor einsetzt. Colonel O‘Neill ist speziell drauf trainiert sich gegen Psychotechniken zu wehren.

Janet setzt sich auf ein Bett.

Janet: Aber gegen Goa‘uld-Techniken offensichtlich nicht.

Carter: Tja, bei der Armee muss man wahrscheinlich mit so etwas rechnen.

Janet: Allerdings. Mein Exmann hat das auch gesagt: 'Hast du den Verstand verloren, Süße? Die Armee ist immer die Armee des Mannes. Kapiert?‘

Carter: 'Die Armee des Mannes‘? Das hat er wirklich gesagt?

Janet (lacht leicht): Ja, ich habe ihm dann erklärt, dass ich nicht zur Armee gehe, sondern zur Air Force und da gibt‘s schon lange Frauen.

Carter (lacht mit einem Kopfschütteln): Oh Mann. Vielleicht liegt es ja an mir, aber ich kann mir nur schwer vorstellen, wie ich mit diesen Typen gleichgestellt werden soll. Für die bin ich immer die 'Süße‘.

Janet (sieht zu ihr auf): Das ist es!

Carter: Was?

Janet (steht auf und geht zu ihr): Jetzt habe ich eine Idee, wie wir hier rauskommen. Wenn Hathor, wie ich vermute, die Männer hormonell beeinflusst, dann funktioniert das, weil sie die Männer sexuell erregt.

Carter: Na schön... aber ich habe das Gefühl, mir gefällt nicht worauf Sie hinaus wollen.


Szene: VIP-Quartier, SGC

Jack klopft an und betritt den Raum.

O‘Neill: Verzeihen Sie, Ma‘am. Tut, ähm, tut mir leid, dass ich hier so reinplatze, aber ich würde Ihnen gerne ein paar Fragen stellen.

Hathor: Um was geht‘s?

O‘Neill: Um Sie, wenn ich ehrlich sein soll. (Sie geht langsam auf ihn zu) Verstehe Sie, Sie bringen mich etwas aus dem Gleichgewicht und das ist bei mir sehr ungewöhnlich.

Hathor: Derjenige von euch, den ihr Daniel nennt, hat uns gesagt, dass wir durch dich von dem Schurken Ra befreit wurden.

O‘Neill: Ja, darüber haben wir schon gesprochen. Aber im Augenblick würde ich Ihnen gerne ein paar Fragen stellen, wenn es Ihnen nichts ausmacht.

Hathor: Wir müssen dich loben und dir eine große Ehre gewähren.

O‘Neill: Ja, ich bin sicher, das wäre toll, aber jetzt ist äh...

Sie pustet ihn an und er ist erneut in ihren Bann gezogen. Langsam öffnet sie sein Hemd und lässt auch ein Teil ihres Gewands fallen. Um ihren Bauch herum trägt sie eine Art Gürtel mit einem leuchtenden Stein in der Mitte. Sie presst ihren Körper an seinen.

Hathor: Du brauchst keine Angst zu haben. (Wir sehen, dass Jack offensichtlich Schmerzen hat, aber nichts dagegen tun kann) Du wirst reich belohnt für das, was du für uns tun wirst. Fortwährende Gesundheit und ein langes Leben hast du dir verdient.

Als der Schmerz zu groß wird, schafft Jack es sich von ihr loszureißen und prallt hinter ihm gegen die Wand.

Hathor (Goa‘uld-Stimme): Denn du wirst Hathors erster Jaffa sein.

Mit zitternden Händen schaut Jack hinunter auf seinen Bauch und hat dort jetzt genau wie Teal‘c eine Öffnung. Er berührt seinen Bauch und ballt sie dann zu Fäusten.


Szene: Zelle, SGC

Wir sehen zwei Wachen vor der Zelle stehen.

Carter: In meiner langen Ausbildung habe ich nichts darüber gehört wie man Männer verführt.

Janet: Das Pentagon hätte wohl kaum voraussehen können, dass eine viertausend Jahre alte Außerirdische hereinspaziert und alle Männer so manipuliert, dass sie ähm...

Carter: ... stimuliert werden?

Janet (leicht lächelnd): Ja.

Carter: Allerdings wurden wir darauf trainiert die Schwäche unseres Feindes zu nutzen.

Janet: Ganz genau.

Sam atmet einmal tief durch.

Carter: Na schön, fangen wir an.

Janet klopft an die Tür.

Janet: Soldat, öffnen Sie mal. Wir haben was für Sie.

Einer der Soldaten kommt zu dem kleinen Fenster in der Tür.

Soldat: Was denn?

Janet (schaut mit einem Grinsen zu Sam): Kommen Sie doch rein und überzeugen Sie sich selbst.

Soldat: Ausgeschlossen. Wir unterstehen dem persönlichen Befehl von Hathor.

Janet: Na hören Sie mal. Hier drinnen sind fünf sehr aufregende, schöne Frauen.

Sie entfernt sich von der Tür und stellt sich etwas weiter in den Raum.

Carter (kann‘s noch immer nicht fassen und fährt mit ihren Händen übers Gesicht): Ich komme mir so vor, als ob ich in so‘n albernen Frauengefängnisfilm mitspielen würde.

Ein paar der Soldatinnen ziehen ihre Jacken aus und sie stellen sich alle etwas provokant zur Schau. Die Tür öffnet sich.

Soldat: Tja, was liegt an, Ladies?

Janet wirft ihm einen verführerischen Blick zu.

Janet: Was immer du willst, Liebling.

Der Soldat fängt nur an zu grinsen und winkt seinen Kollegen zu sich, der ihm in den Raum folgt. Der Soldat geht zu Janet und sie spielt ihre Rolle hervorragend. Lässt sich sogar von ihm abschlecken. Sam nimmt sich den anderen Soldaten. Sie lächelt ihn an, dreht sein Gesicht in ihre Richtung ... und verpasst ihm einen kräftigen Kinnhaken mit ihrem Ellbogen. Eine andere Soldatin befreit Janet und diese richtet seine Waffe auf ihn.

Carter: Fühlen Sie sich jetzt wie ne Frau, Doc?

Janet wischt einmal mit dem Ärmel über ihren Mund.

Janet: Allerdings.

Carter: Fesselt sie an die Betten.


Szene: Korridor, SGC

Zwei der Soldatinnen gehen einen Gang entlang, als man plötzlich das Geräusch eines Gewehres hört, welches entsichert wird.

Soldat: Halt! Stehen bleiben!

Dieser Soldat wird von einer hinter ihm lauernden Soldatin ausgeschaltet, doch die Freude währt nicht lange.

Hammond: Hände hoch!

Jetzt ist es Sam, die ihren Boss zu Boden schlägt. Bewusstlos bleibt er liegen. Janet kommt angerannt.

Carter: Ah, ja, und damit ist meine Karriere zu ende.

Janet: Nur keine Sorge, ich kann ihn wieder zusammenflicken, wenn das alles hier vorbei ist.

Carter: Na toll, damit er mich vor‘s Militärgericht stellen kann.

Sam schnappt sich den Schlüssel des Soldaten und öffnet damit Teal‘cs Zelle. Janet entwaffnet unterdessen Hammond und fühlt nach seinem Puls.

Janet: Alles klar.

Sam befreit Teal‘c.

Teal‘c: Freut mich dich zu sehen, Captain Carter.

Carter: Wenigstens einer, der sich freut. (Zu einer Soldatin) Die Männer müssen alle eingesperrt werden. Können wir?

Janet: Ja.

Teal‘c will ihnen folgen, doch sieht dann General Hammond bewusstlos auf dem Boden liegen. Er schaut kurz zu der Soldatin und folgt dann den anderen.


Szene: Umkleideraum, SGC

Sie nehmen Position vor dem Umkleideraum ein.

Carter: Okay. Teal‘c und ich gehen voraus.

Janet: Ich habe nichts dagegen.

Carter: Auf drei.

Teal‘c geht los. Die beiden folgen ihm. Und erneut betreten sie den Waschraum, doch diesmal ist keine Hathor anzutreffen. Wir sehen nur eine Wanne voller Goa‘uld-Larven und einen bewusstlosen Jack daneben liegen. Sam fühlt nach seinem Puls. Er rührt sich nicht. Sie steht auf und dann fängt es so richtig in der Wanne an zu brodeln, so als ob jemand auftauchen würde. Schnell verstecken sich die Eindringlinge hinter den Wänden. Welch eine Überraschung, es ist unsere herz allerliebste Hathor. Sie steigt aus der Wanne und geht zu Jack.

Hathor: Keine Sorge, mein Geliebter, bald wirst du deinen Goa‘uld empfangen und dann wirst du dich wieder kräftiger fühlen.

Sie setzt ihn in die Wanne.

Hathor: Die stärkste Larve wird bald ihren Weg in deinen Leib finden und hineinkriechen.

Sie nimmt ein paar der Dinger in ihre Hände und Jack starrt mit einem abwesenden Blick auf die Kreaturen.

Hathor: Von diesem Augenblick an wirst du in unseren Diensten stehen. (Mit Goa‘uld-Stimme) Viel Vergnügen.

Und dann lässt sie ihren Geliebten alleine.

Carter: Wir müssen ihn da raus holen.

Während sie und Janet aufpassen, dass sich ihnen keiner nähert, hievt Teal‘c Jack aus der Wanne.

Carter: Okay, Colonel, wir helfen Ihnen. (Sie und Teal‘c stützen Jack, als sie ihn zu einer Bank tragen) Okay.

Janet (gibt Sam ihre Waffe):Hier halten Sie das.

Sie rollt ihren Ärmel hoch und führt ihre Hand in seinen Bauch. Jetzt kann sie zumindest sagen, sie weiß, wie es in seinem Inneren aussieht. Sie verzieht ein paar Mal ihr Gesicht und gibt ekelnde Geräusche von sich. Dann zieht sie eine mit einer Art Galle überzogene Hand schnell wieder raus.

Janet: Nein, da ist noch nichts drin.

Carter: Das ist doch schon mal ne gute Nachricht.

Janet: Das nehme ich auch an.

Teal‘c: Sein Immunsystem bricht zusammen. Ohne Goa‘uld-Larve wird er bald sterben.

Mehr als bestürzt starren sie alle auf den nicht ansprechbaren Jack.


Szene: Korridor, SGC

Teal‘c trägt Jack über seine Schulter, während Janet und Sam vorne weg gehen.

Janet: Sollten wir ihn nicht lieber ins Lazarett bringen?

Teal‘c: Hier verfügt niemand über die Technik ihm zu helfen.

Janet: Zumindest könnten wir ihn dort besser versorgen.

Teal‘c: Die Goa‘uld haben die Technik und Hathor hat sie uns möglicherweise gebracht.

Sam öffnet mit ihrer Karte die Türen zum Torraum.

Carter: Ja, genau. Der Sarkophag.

Die Tür schließt sich hinter ihnen und sie legen Jack in das Ungetüm hinein.

Teal‘c: Diese Goa‘uld-Kammern können Wunder bewirken.

Er schließt den Sarkophag und wir sehen, wie er zu leuchten beginnt. Kaum ist das Ding geschlossen, öffnet sich die Türen z um Torraum. Die drei wirbeln herum und können sich gerade noch rechtzeitig hinter dem Sarkophag verstecken und den Kugeln entwischen. Janet dreht sich zu ihnen um und beginnt zu feuern, dabei wird sie in den Arm getroffen und geht zu Boden. Genau wie Teal‘c. Nur Sam haben sie noch nicht getroffen, die auf dem Boden herum robbt. Hinter den Soldaten betritt Hathor den Raum, während sich der Sarkophag öffnet.

Hathor: Hört auf!

Die Soldaten stellen das Feuer ein.

Hathor: Ihr schadet unseren neuen Jaffa.

Sie will auf den Sarkophag zugehen, als Jack sich ächzend aufsetzt. Er sieht von seinem offenen Hemd zu Hathor.

O‘Neill: Was ist denn hier los?

Hathor hebt ihre Hand, doch Jack springt aus dem Sarkophag, landet etwas ungünstig neben Sam, bevor Hathor ihn mit dem Strahl des Handgerätes treffen kann.

Carter: Colonel!

Sie gibt ihm eine Waffe. Der Sarkophag beginnt sich aufzuladen und sie sollten lieber so schnell wie möglich verschwinden. Hathor sieht das genauso und macht sich aus dem Staub.

O‘Neill: Wir sollten uns jetzt zurückziehen.

Sie öffnen die Türen hinter ihnen und gerade als es richtig heiß wird, schaffen sie es, sich zu retten. Auch wenn ihnen eine Flamme durch die Tür folgen kann und sie alle zu Boden schmeißt.

O‘Neill: Alles in Ordnung?

Carter: Ja. Schön, dass Sie wieder bei uns sind, Colonel.

Mühsam stehen sie auf.

O‘Neill: Wieso, war ich weg?

Sam öffnet erneut die Tür zum Torraum und der Sarkophag ist nur noch Müll. Nicht mehr zu gebrauchen.

Carter: Wow. (Jack will sich weiter umsehen, aber Sam hält ihn auf) Colonel.

O‘Neill (dreht sich zu ihr um): Ja?

Carter: Dürfte ich es mal sehen?

O‘Neill: Was denn?

Carter (schaut auf seine Brust): Sie sind, ähm... äh...sagen wir, Sie wurden verwundet.

Sie schiebt sein noch immer offenes Hemd zur Seite und Jack folgt ihrem Blick. Aber da ist nichts. Sein Bauch sieht wieder ganz normal aus.

Carter (starrt auf seinen Bauch): Wow. (Jack sieht verwirrt zu ihr hoch) Das ist ein Wunder.

O‘Neill: Äh... kapier ich nicht.

Er sieht sie ziemlich merkwürdig an, nach dem Motto: War das jetzt irgendeine zweideutige Anspielung?

Janet: Schade, dass sie den Sarkophag gesprengt hat, wir könnten eines von den Dingern gut im Lazarett gebrauchen.

O‘Neill: Begeben Sie sich sofort dort hin, Doc.

Sie und Teal‘c verschwinden.

Carter: Und was jetzt?

O‘Neill: Jetzt schnappen wir beide uns diesen Goa‘uld.

Carter: Aber wie? Sie wird von unseren eigenen Männern bewacht. Wir können sie kaum über den Haufen schießen.

Sie verlassen den Torraum.

O‘Neill: Wir werden Betäubungsgewehre benutzen.

Carter: Daran habe ich auch schon gedacht, Sir, aber wir haben keine gefunden.

O‘Neill: Wir sind hier beim Militär, Captain. Wir haben immer mehr als wir brauchen. In Kammer C ist ein Vorrat.

Carter: Wäre gut, wenn mir das vorher jemand gesagt hätte.

O‘Neill: Jetzt wissen Sie, wo Ihre Steuern bleiben.


Szene: Waschraum, SGC

Hathor hat es sich wieder in der Larven-Wanne gemütlich gemacht. Daniel sitzt an ihrer Seite.

Hathor (Goa‘uld-Stimme): Wir verlangen, dass uns die Frau, die du Carter nennst, vorgeführt wird damit wir Rache nehmen können.

Daniel: Captain Carter hat Strafe verdient, meine Königin, aber sie weiß doch gar nicht was sie tut. Ich flehe für sie um Gnade.

Gleichzeitig schleicht sich Jack herein und Sam von der anderen Seite.

Hathor: Sie verdient unsere Gnade nicht. Sie wird dafür mit dem Leben bezahlen.

Jack gibt ihr ein Zeichen und die beiden kommen aus ihren Verstecken. Sie schießen mit den Betäubungsgewehren auf die umgebenden Soldaten.

Carter: Das sehe ich nicht so.

Ziemlich wütend schleudert Hathor sie mit ihrem Handgerät gegen die Wand.

Hathor (zu Jack): Du hast uns enttäuscht, Geliebter. Du wirst uns nie wieder enttäuschen. (Ihre Augen glühen und Jack scheint wie erstarrt zu sein.)

Das Handgerät beginnt bereits zu glühen, doch er rührt sich nicht. Schließlich ist es Sam, die ihr gesamtes Magazin ihrer Handfeuerwaffe leer schießt. Die Wanne geht in Flammen auf.

Daniel: NEIN!

Einzelne Larven, die rausgefallen sind, verbrennen ebenfalls. Jack scheint wieder erwacht zu sein und zusammen mit Sam schafft er die bewusstlosen Soldaten aus dem Raum.

O‘Neill: Wir müssen die Soldaten rausschaffen! Daniel, raus hier! Los!

Aber Daniel rührt sich nicht. Jack kommt zurück, um den nächsten Soldaten zu holen.

O‘Neill: Na los, raus hier! Schnell!

Noch immer keine Regung.

Jack packt ihm an den Arm.

O‘Neill: Kommen Sie, Daniel.

Zusammen mit Sam schafft er ihn nach draußen. Zur selben Zeit kommen ein paar Soldatinnen hereingelaufen und versuchen das Feuer zu löschen.

Stimme (über Lautsprecher): Nicht autorisierte Aktivierung des Stargates. Alle Mannschaften in Alarmbereitschaft. Nicht autorisierte Aktivierung des Stargates

Sam und Jack rennen in den Kontrollraum und mit einem Knopfdruck lässt Sam den Schutzwall nach oben fahren. Vor dem offenen Tor sehen sie Hathor auf der Rampe stehen. Sie wirft ihnen noch einen letzten Blick zu, bevor sie durch das Tor verschwindet.

O‘Neill: Wo ist sie hin?

Carter: Nach Chulak! Wir müssen ihr folgen.

Das Tor schließt sich.

O‘Neill: Das machen wir, aber nicht jetzt.

Daniel taucht plötzlich hinter ihnen auf.

Daniel: Hey. Was ist los? Ich muss das Bewusstsein verloren haben.

Carter: Also, wenn sie euch beherrschen will, muss sie dauernd in eurer Nähe sein.

O‘Neill: Uns beherrschen?

Daniel: Was?

Sam sieht sie beide verwirrt an.

Daniel: Wovon sprechen Sie?


Szene: Waschraum, SGC

Janet nimmt ein paar Proben von den Überresten der verbrannten Larven. Sam hilft ihr dabei, als Jack (in Zivil), Daniel und Teal‘c (im Anzug) den Raum betreten.

O‘Neill: Schon was rausgefunden?

Janet: Nichts was uns weiter bringt. Vielleicht bekommen wir wenigstens eine Zellanalyse der Goa‘uld oder sogar einige DNS Informationen.

Daniel: Die meisten stammen wahrscheinlich von mir.

O‘Neill (verzieht sein Gesicht): Ihnen?

In diesem Moment kommt Hammond herein. Sam und Janet stehen schnell auf.

Daniel: Ja.

Carter: General Hammond, Sir.

Hammond: Stehen Sie bequem, Captain, Sie auch, Doktor.

Carter: Danke, Sir. Das von vorhin würde ich Ihnen gerne erklären, wenn...

Hammond: Captain. Ich möchte Sie und Doktor Fraiser für einen Verdienstorden vorschlagen.

Carter: Tja, danke, Sir, aber ich habe das wirklich—

Erst da versteht sie, was er gesagt hat und sie und Janet tauschen überraschte Blicke aus.

Carter: Wirklich?

Hammond: Hätten Sie sich nicht meinen Befehlen widersetzt und getan was nötig war, dann könnte jetzt der gesamte Planet in Gefahr sein. Gute Arbeit, Ladies.

Carter: Danke, Sir.

Hammond: Tja, das war‘s dann.

Er verschwindet und Sam und Janet müssen damit kämpfen, damit sich nicht ein riesiges Lächeln auf ihren Gesichtern breit macht.

O‘Neill: Gute Arbeit.

Daniel: Ja.

Halb lachend schluckt Sam einmal und schaut amüsiert auf den Boden.


ENDE

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