1.11 Blutsbande
Bloodlines

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Bra’tac: Niemand hat sich bisher den Goa’uld widersetzt und hat es überlebt. Auf Chulak wurde viel über die Krieger der Erde gesprochen.
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Szene: Zelt, Chulak

Ein Priester trägt ein rundliches aus Glas bestehendes Gefäß. Im Inneren befindet sich eine Goa’uld Larve. Der Priester gesellt sich zu ein paar anderen Priestern, die im Kreis um ein Bett stehen. In diesem Moment betritt Teal’c das Zelt. Er ist gekleidet in seiner Jaffa Rüstung. Auf dem Bett liegt ein Junge. Die Priester klappen Stofffetzen des Gewandes zur Seite und wir sehen, dass der Junge ebenfalls die Öffnung aller Jaffa am Bauch trägt. Einer der Priester hebt das Gefäß mit der Larve über seinen Kopf.

Plötzlich ändert sich das Bild und wir sehen Teal’c auf dem Bett liegen. Er versucht sich aus den Griffen der Priester zu befreien, aber es klappt nicht.

Priester: Teal’c.

Er versucht sich weiterhin zu wehren, ist aber machtlos.

Priester: Teal’c.

Wir sehen, wie die Larve langsam in Teal’cs Bauchöffnung kriecht. Vor Schmerzen und Widerstreben schreit Teal’c auf. In diesem Moment sehen wir den kleinen Jungen um Teal’cs Bett laufen.

Teal’c: Rya’c! Rya’c!


Szene: Krankenstation , SGC

Teal’c: Rya’c! Rya’c!

Teal’c befindet sich auf der Krankenstation. Janet ist bei ihm. Er scheint einen schrecklichen Alptraum gehabt zu haben. Von einem Überwachungsraum aus beobachten Sam, Daniel und Jack das Geschehen.

O’Neill: Teal’c?

Teal’c: Rya’c!

Janet: Ganz ruhig. Es ist alles gut.

Erst jetzt wird erkenntlich, dass er sich nicht nur auf der Krankenstation befindet, sondern in einem Operationssaal. Über seinen Bauch ist ein Metallgerüst gestellt.

Janet: Er kommt zu sich.

Teal’c: Der Goa’uld in mir?

Jack reibt sich einmal betroffen über die Stirn, Sam bedeckt ihren Mund mit der Hand, während Jack einmal zu ihr hinüber schielt und sie kurz den Blick erwidert.

O’Neill: Die mussten Junior wieder einsetzen, Teal’c.

Janet: Wir hätten Sie beinahe verloren. Das Medikament hat nicht gewirkt. Es tut mir Leid.

Daniel: Du hast etwas gerufen: Rya’c. Kannst du damit was anfangen?

Teal’c (schaut kurz zu ihnen hoch): Das bedeutet nichts.

Besorgt tauschen die drei Blicke aus.


CREDITS


Szene: Besprechungsraum, SGC

Janet berichtet von dem Experiment.

Janet: Sobald wir Teal’cs Goa’uld entfernt hatten, hörten seine Organe auf zu arbeiten und er bekam hohes Fieber.

Hammond: Das Medikament hat also versagt?

Janet: Ja. Aber das beweist, der Goa’uld ist Teal’cs Immunsystem. Wenn wir mehr über seine Wirkung erfahren könnten, wäre das für uns von revolutionärer Bedeutung.

Daniel: Allerdings ohne Teal’c damit zu töten.

Hammond: Tja, die Jungs in Langley werden wohl noch eine Weile auf ihren Goa’uld warten müssen.

Teal’c: Es ist trotzdem möglich.

Carter: Teal’c, das ist nicht dein Ernst. Ohne deinen Goa’uld bricht dein Immunsystem zusammen. Wir können dein Leben nicht gefährden.

Teal’c: Auf Chulak gibt es viele hunderte von Goa’uld – Larven.

Hammond: Auf Chulak?

O’Neill (denkt es sei ein Scherz): Ja, klar… das ist ’nen Witz, oder?

Teal’c: Es ist einer der wenigen Planeten in der Galaxis, auf dem wir sicher Goa’uld finden.

Daniel: Ja, aber Teal’c. Wenn du dich daran erinnerst, als wir das letzte Mal…

O’Neill: Wir mussten uns den Weg zurück freischießen. Vielleicht haben die nen schlechten Eindruck von uns.

Hammond: Das kommt nicht in Frage. Ich werde das nicht zulassen.

Teal’c (sieht Hammond mit einer hochgezogenen Augenbraue schief an): Ich werde nicht weiter davon sprechen.

Er steht auf und geht.

Hammond: Wegtreten.

Und auch jetzt erhebt sich der Rest des Teams und warten bis Hammond in seinem Büro verschwunden ist.

Daniel: Was war das?

O’Neill: Keine Ahnung. Ich frag ihn mal.

Er folgt Teal’c.


Szene: Teal’cs Quartier, SGC

Die Kerzen brennen. Teal’c ist offensichtlich in seinem Kelnoreem vertieft. Jack öffnet die Tür und Teal’c schaut ins eine Richtung.

O’Neill: Was dagegen, wenn… (Teal’c antwortet nicht und Jack schließt die Tür) Gut. Hör zu, es tut mir Leid, wenn ich… Du verstehst doch, warum wir unmöglich nach Chulak zurück können, oder? (Hilflos zuckt Jack mit seinen Schultern) Die werden schon rechtzeitig ein Medikament finden, bevor dieses Ding da in dir schlüpft.

Teal’c: Nein, Jack, es geht mir nicht um mein Leben. Ich sorge mich um das Leben meines Sohnes.

O’Neill: Deines Sohnes?

Teal’c: Sein Name ist Rya’c. Ich habe nie von ihm gesprochen – auch nicht von meiner Frau.

O’Neill (muss sich erst einmal setzen): Du hast da drüben noch eine Familie?

Teal’c schweigt und Jack vergräbt sein Gesicht in seinen Händen.

O’Neill: Teal’c, du hast gesagt… nein, du hast dem General geschworen, dass du dort keine Familie hast! Warum hast du uns nicht die Wahrheit gesagt?

Teal’c: Ein Krieger ist verwundbar, wenn seine Familie eine Geisel des Feindes ist.

O’Neill: Du hast gedacht, wir würden dir nicht trauen, wenn wir wüssten… Teal’c, wie zum Teufel sollen wir dir jetzt noch trauen? Hm? Hast du noch mehr Überraschungen für uns?

Teal’c: Mit dir oder allein, Jack. Ich muss nach Chulak zurückkehren.

O’Neill: So oder so, das ist Selbstmord, mein Freund.

Teal’c: In wenigen Tagen erhält mein Sohn die Weihe. Dann wird er am religiösen Leben unserer Welt teilnehmen. An ihm wird die Zeremonie der Einpflanzung vollzogen – der Printa. Der Tag, an dem ein Knabe seinen ersten Goa’uld – Symbionten erhält und ein wahrer Jaffa wird. Genau wie alle anderen Jaffa vor ihm.

O’Neill: Verstehe ich das richtig, dass du das verhindern möchtest?

Teal’c: Mit dieser Zeremonie versklaven die Goa’uld die Jaffa. Ich bin nicht der einzige meines Volkes, der dieser Ansicht ist. Mein erster Lehrer, der Jaffa-Meister Bra’tac, wusste sehr wohl, dass die Goa’uld falsche Götter sind. Aber ich kann nicht. Ich werde nicht zulassen, dass mein Sohn ein Sklave wird.


Szene: Besprechungsraum, SGC

Hammond: Das kommt nicht in Frage.

Carter: Bei allem Respekt, Sir, wir haben über die Risiken nachgedacht.

Hammond: Ist das wahr?

Daniel: Ja, und wir stehen alle hinter Teal’c.

Hammond: Das ist mir schon klar. Aber mir ist nicht klar, wieso?

Carter: Wir glauben, dass wir durch diese Mission mehr gewinnen als nur eine Goa’uld – Larve.

Hammond: Und das wäre?

Daniel: Die Kriegerkaste der Jaffa ist die Grundlage der Macht der Goa’uld. Sie dienen als Wirte für ihren Nachwuchs und stellen ihre Armee. Eine Armee, die durch die Heilkraft der Goa’uld – Larven praktisch unverwundbar ist. Ich meine, es ist buchstäblich ein faustscher Packt.

O’Neill: Teal’c behauptet, dass es noch mehr Jaffa gibt, die sich wie er Freiheit von den Goa’uld wünschen.

Carter: Stellen Sie sich den strategischen Vorteil vor, Sir. Wenn wir die Loyalität der Gruppe unterminieren können, die die Macht der Goa’uld symbolisiert.

Hammond: Wie viele dieser Jaffa haben Sie wohl auf Ihrer Seite?

O’Neill: Ganz sicher sind wir in Bezug auf, ähm… einen Krieger.

Hammond: Einen?

Daniel: Ja. Und, und wo es einen gibt… gibt es auch noch mehr… als einen.

Hammond (wenig begeistert): Das ist schon überzeugend. Colonel, kommen Sie einen Augenblick zu mir in mein Büro.

Hammond steht auf und weist den Weg.

O’Neill: Gern.

Sam und Daniel werfen ihn mitfühlende Blicke zu, als Jack ihren Boss folgt.


Szene: Hammonds Büro, SGC

Jack betritt das Büro.

Hammond: Schließen Sie die Tür. (Jack tut, was ihm gesagt wird) Nehmen Sie Platz, Jack.

Jack setzt sich gegenüber von Hammond auf einen Stuhl. Ihm ist das alles nicht ganz geheuer.

Hammond: Ich lasse mich nur ungern für dumm verkaufen, Colonel.

O’Neill: Sir?

Hammond: Ich hätte wahnsinnig gern eine Goa’uld – Larve für die weißen Kittel in Langley, aber ich schicke meine besten Männer nicht auf eine Mission hinter den feindlichen Linien, wenn es nicht unbedingt notwendig ist.

O’Neill: Ich bin sicher, dass es das ist.

Hammond: Wieso? Sie halten doch damit irgendwas hinterm Berg. Wenn Sie mir das wahre Motiv, das hinter dieser Mission steckt, nicht verraten wollen, schön. Die Mission wird nicht genehmigt. Sie werden dahingehen, wohin ich Sie schicke.

O’Neill: Sir, bitte –

Hammond: Wegtreten!

Jack schielt kurz nach draußen zu Sam und Daniel. Sam hält kurz seinen Blick, bevor sie sich zu Daniel herumdreht. Dann steht Jack auf.

O’Neill: General, Teal’c hat einen Sohn.

Hammond: Was sagen Sie da?

O’Neill: Auf dem Planeten Chulak. Seinem Sohn wird bald bei einer Zeremonie eine von diesen… Larven eingepflanzt und das will Teal’c auf jeden Fall verhindern.

Hammond: Wieso?

O’Neill: Wieso das, Sir?

Hammond: Teal’c war ein feindlicher Soldat. Er ist kompromittiert.

O’Neill: General, er hatte Angst, dass wir ihm nicht trauen, wenn wir wüssten, dass er dort eine Familie hat! Und hatte er nicht Recht? Als Teal’c auf Chulak unser Leben rettete, hat er auf seine Familie verzichtet, Sir. Finden Sie nicht, dass wir ihm etwas schuldig sind?

In diesem Moment geht der Alarm los. Alle begeben sich hinunter in den Kontrollraum. Dort sehen wir Teal’c stehen.

O’Neill: Teal’c! Was machst du da?

Hammond: Was haben Sie vor, Teal’c?

Teal’c trägt seine Rüstung und wählt das Tor an.

Teal’c: Ich kehre nach Chulak zurück, um meinen Sohn zu holen.

Hammond: Nein. Tut mir Leid, das kann ich nicht zulassen.

Soldaten stürmen in den Kontrollraum. Teal’c und Hammond starren sich eine ganze Weile an.

O’Neill: Komm schon, Teal’c. Nicht auf diese Weise.

Teal’c: Ich riskiere damit nur mein Leben. Warum lasst ihr mich nicht zurückkehren?

Hammond: Sie wissen viel zu viel über das Stargate Kommando und über unsere Verteidigungsanlagen. Ich kann nicht zulassen, dass der Feind Zugang zu diesem Wissen erhält.

Teal’c: Ich würde eher sterben als jemanden zu verraten.

Hammond: Verdammt, Teal’c. Genau das wird geschehen, wenn Sie allein durch dieses Tor gehen wollen! (Ein weiterer Kampf der Blicke) Um das zu verhindern, genehmige ich eine weitere Aufklärungsmission nach Chulak. Dann können Sie Ihren Sohn mitbringen.

Teal’c stoppt den Wahlvorgang.

Teal’c (nickt leicht): Danke, General Hammond.

Hammond: Wann soll diese Zeremonie stattfinden?

Teal’c: Noch heute, Sir.


Szene: Torraum, SGC

Das Wurmloch etabliert sich mit dem gewöhnlichen Kwoosh! SG-1 betritt im Priestergewand den Torraum. Doch Jack kann seine heiß geliebte Kappe nicht daheim lassen.

Carter: Daniel, die Brille.

Daniel nimmt die Brille ab. Teal’c steht in seiner Rüstung auf der Rampe.

Teal’c: O’Neill, ich stehe in deiner Schuld.

O’Neill: Ach, vergiss es. (Jetzt nimmt er doch seine Kappe ab)

Teal’cs Helm schließt sich.

O’Neill: Bereit zum Abmarsch, Sir.

Hammond: Möge Gott Sie beschützen.

Walter: Systemcheck abgeschlossen.

Und damit verschwinden sie durch das Tor.


Szene: Chulak

Nach einer aufregenden Fahrt durch das Wurmloch kommen sie alle wieder zusammengesetzt auf der anderen Seite heraus. Dort werden sie jedoch gleich von ein paar Jaffa-Wachen in Begrüßung genommen. Bei ihnen befinden sich zwei Priester, die hervortreten und auf die Neuankömmlinge zugehen. Sie verbeugen sich vor Teal’c.

Teal’c: Das sind Gelehrte vom Hofe Apophis. Ich soll sie zum Tempel geleiten.

Priester: Warum zeigt Ihr nicht euer Gesicht, mein Herr?

Teal’c: Mein Helm wurde im Kampf beschädigt. Er muss repariert werden.

Priester (streckt seine Hand aus): Vielleicht kann ich euch behilflich –

Teal’c (drückt ihn nach unten): Nemet kree! Du wagst es, mich zu berühren, Priester? Ich werde Apophis von deiner Wachsamkeit berichten, Priester. Du sollst belohnt werden.

Er lässt den Priester los und macht sich auf den Weg. Jack, Sam und teal’c folgen ihm.


Szene: Wald, Chulak

Man hat sich der Kostüme entledigt und versteckt sie unter Laub. Sam und Daniel reiben sich die Malerei aus ihrem Gesicht.

Teal’c: Wir gehen zu meinem Haus. Dort müsste die Zeremonie stattfinden.

O’Neill: Alles klar, Teal’c. Geh voran.

Nach einer kurzen Weile haben sie das Haus erreicht. Sie rennen einen kleinen Hügel hinab, doch viel ist nicht mehr von seinem Haus übrig geblieben. Es ist nur noch ein zerfallenes Gemäuer.

O’Neill: Teal’c, ist das dein –

Teal’c: Das war mein Haus. Ein Geschenk von Apophis für viele Jahre treue Dienste.

Teal’c umrundet das Haus und fällt vor einer Wand auf die Knie. Ein großes Zeichen ist über die ganze Hauswand gezeichnet. Weinend kniet Teal’c im Staub.

Daniel: Was bedeutet dieses Zeichen? Das kenn ich nicht.

Teal’c: 'Es war das Haus eines Shol’va’.

Daniel (agiert für die anderen als Übersetzer): Verräter.

O’Neill: Sieht aus als wäre das schon vor einer ganzen Weile geschehen.

Carter: Teal’c, dein Sohn und deine Frau müssen nicht in dem Haus gewesen sein, als es passiert ist.

Teal’c steht auf und geht nach vorne zu dem „Eingang“. Dort reißt er vor Wut einen schiefen Balken hinunter. Er kämpft sich durch weitere Bretter hindurch, bis er sich schließlich erschöpft gegen die Mauer lehnt.

O’Neill: Teal’c, Carter hat Recht. Du weißt nicht, was hier passiert ist.

Doch dann werden sie überrascht. Es ist ein älterer Jaffa.

Jaffa: Obi tan! Shreek! Shreek! Shreek!

Teal’c (kommt aus den Trümmern hervor): Tec’ma’te, Bra’rac.

Bra’tac senkt seine Stabwaffe und dreht sich zu Teal’c um.

Bra’tac: Teal’c.

Teal’c: Es ist schön dich zu sehen, Freund.

Sie fallen sich in die Arme und begrüßen sich einmal herzlich.

Bra’tac: Wäre ich ein Feind, wärst du jetzt tot.

Teal’c: Meine Frau und mein Sohn?

Bra’tac: Man sagt, sie wären dem Feuer entkommen. (Erleichtert schließt Teal’c seine Augen) Ich habe mir gedacht, dass du zur Zeremonie deines Sohnes zurückkehren würdest. Tapfer, aber unklug.

Teal’c: Wenn du meine Rückkehr erwartet hast, tun das vielleicht auch andere.

Bra’tac: Die anderen kennen dich nicht so gut wie ich. Aber ich hatte erwartet, dass du allein kommen würdest.

Teal’c: Das sind Freunde. Colonel O’Neill, Captain Carter, Daniel Jackson. Krieger von großer List und Geschicklichkeit.

Carter: Ah, Teal’c, das ist…

Teal’c: Mein erster Lehrer, Bra’tac. Der größte Jaffa – Meister, den ich kenne.

O’Neill (nimmt sogar seine Sonnebrille ab): Es ist mir eine große Ehre.

Jack streckt ihm die Hand entgegen, aber Bra’tac lässt ihn stehen und geht an ihnen vorbei. Er bleibt vor Sam stehen.

Bra’tac: Du warst unter den Kriegern, die die Palastwachen von Chulak besiegten?

Sam nickt lächelnd.

Bra’tac: Eine menschliche Frau?

Carter (empört): Hey, ich kann nur sagen, ich habe schon viele Leute –

Bra’tac (unterbricht sie, indem er zu Daniel geht): Und du, ein Krieger von großer List und Geschicklichkeit! (Er beißt Daniel in die Hand) Ich könnte deinen Arm brechen wie einen dürren Zweig. Wie konntest du diese Hashack mitbringen?

O’Neill: Hey, hey, hey! Wen nennst du hier Hassick? (Dreht sich zu Daniel um) Was ist ein Hassick?

Bra’tac: Du willst mich herausfordern, Hashack?

O’Neill: Oh nein, wir sind nicht hier, um gegen dich zu kämpfen.

Bra’tac: Wie schade.

Und dann holt er mit seiner Stabwaffe aus und greift Jack an. Aber dieser pariert geübt und schafft es Bra’tac die Stabwaffe aus der Hand zu nehmen und ihn auf den Boden zu schmeißen.

O’Neill (steht über ihn): Wir erfüllen hier eine Mission. Wenn du dich daran nicht beteiligen willst, dann sag es doch einfach.

Bra’tac beginnt zu lachen und Jack zieht die Stabwaffe zurück.

Bra’tac (setzt sich auf): Du hast dir gute Freunde ausgewählt, Teal’c. Obwohl es vielleicht nicht ganz so einfach gewesen wäre, wenn ich hundert Jahre jünger wäre.

O’Neill: Du bist über hundert Jahre alt? Gott, das tut mir Leid.

Er reicht Bra’tac seine Hand, um ihn auf zu helfen, aber Bra’tac nutzt die Gelegenheit, um Jack jetzt auf den Boden zu ziehen. Jetzt ist es Bra’tac, der steht und Jack liegt im Staub.

Bra’tac: Einhundertdreiunddreißig.

O’Neill: Dafür bist du ganz schön fit.

Bra’tac hilft Jack wieder auf die Beine.

Bra’tac: Niemand hat sich bisher den Goa’uld widersetzt und hat es überlebt. Auf Chulak wurde viel über die Krieger der Erde gesprochen.

O’Neill: Wirklich?

Teal’c: Unsere Zeit hier ist begrenzt. Kannst du uns zu meiner Frau und meinem Sohn führen?

Bra’tac: Sie gelten als Kresta – Ausgestoßene. Die Kresta leben in einigen provisorischen Lagern außerhalb der Stadt. Ich weiß allerdings nicht, in welchem deine Familie haust.

Teal’c: Machen wir uns auf die Suche.

O’Neill: Teal’c.

Teal’c: Ich verlasse Chulak nicht ohne meinen Sohn gesehen zu haben.

O’Neill: Captain, ich möchte, dass Sie und Daniel zum Stargate zurückkehren. Verschanzen Sie sich dort, damit Sie uns Feuerschutz geben können, falls das nötig sein wird.

Carter: Jawohl, Sir.

Daniel: Ah, vor einer Minute waren wir noch Krieger von großer List und Geschicklichkeit.

O’Neill: Warten Sie dort vierundzwanzig Stunden auf uns. Wenn wir bis dahin nicht zurück sind, dann kommen wir auch nicht mehr.

Carter: Ja, Sir, wir werden auf Sie warten. Viel Glück, Sir.

Jack nickt und Sam und Daniel machen sich auf den Weg zurück.

Teal’c: Wenn Sie uns entdecken, werden sie uns gemeinsam zu Apophis führen.

O’Neill (setzt seine Brille auf): Tja, damit beschäftigen wir uns dann, wenn es soweit ist.

Bra’tac: Warte. Die Gefahr entdeckt zu werden ist sehr groß.

O’Neill: Na schön, das werden wir ja dann sehen und ähm…

Teal’c: Kel Sha, mein Freund. Gib uns die Ehre uns zu führen.

Bra’tac: Wir gehen Richtung Süden. Dort befinden sich die nächsten Lager. Es wäre möglich, dass man deine Frau dort hingebracht hat.

Teal’c: Ich denke, du hast Recht.

Teal und Bra’tac gehen los. Jack bleibt noch einen Moment stehen.

O’Neill: Süden klingt gut.

Und folgt den beiden.


Szene: Wald, Chulak

Sie gehen einen verlassenen Waldweg entlang.

O’Neill: Hey, Teal’c, vielleicht ist Bra’tac ja ein bisschen müde und will sich mal ausruhen.

Bra’tac: Du wirst folgen. Teal’c und ich gehen voraus.

O’Neill: Ähm, nein, nein, nein. Wie soll ich das sagen? Eigentlich habe ich das Kommando.

Bra’tac: Das Stargate wird gut bewacht. Deine Täuschung wird kein zweites Mal gelingen. Du brauchst meine Hilfe, um am Leben zu bleiben, Mensch.

O’Neill: Na schön, wie ihr meint. Möchte mich nicht streiten.

Bra’tac: Wie Teal’c mir sagte, ist eure Welt ohne Götter. Das ist schwer vorstellbar.

O’Neill: Na ja, sie ist nicht ganz ohne Götter. Viele Leute glauben an einen Gott. Nicht jeder glaubt in derselben Weise an denselben Gott, aber na ja, sagen wir einfach, dass niemand an jemanden mit glühenden Augen und einer Schlange im Kopf, glaubt.

Bra’tac: Dann dienst du niemanden.

O’Neill: Ich diene unter General Hammond, dem Stargate Kommando.

Bra’tac: Dann ist dieser Hammond also –

O’Neill: Nur ein Mensch. Ein sehr guter, ein sehr kahlköpfiger Mensch aus Texas.


Szene: Wald, Chulak

Auf der anderen Seite kämpfen sich Sam und Daniel durch das Gebüsch.

Carter: Armer Teal’c. Uns seine Familie zu verschweigen muss schlimm für ihn gewesen sein.

Sie streckt ihren Arm aus und stoppt Daniel, als sie ein paar Priester auf dem Waldweg sehen. Schnell knien sie sich hin, um weiter im Dickicht zu verschwinden. Die Priester tragen einen großen Behälter mit sich, der an eisernen Ketten hängt.

Daniel: Jaffa – Priester. Das, das ist das Symbol von Apophis.

Carter: Was tragen die da?

Ohne dass die Priester von den beiden Notiz nehmen, gehen sie an ihnen vorbei, als plötzlich ein lauter Gong die Luft durchbricht.

Carter: Was ist das?

Daniel: Klingt wie eine Glocke.

Carter: So eine Art Kirchenglocke?

Daniel: Schon möglich, ja.

Carter (steht auf): Ich war schon ziemlich lange nicht mehr in der Kirche.

Sie verlassen ihren Unterschlupf.


Szene: Wald, Chulak

Bra’tac, Teal’c und Jack gelangen an einen Vorsprung. Darunter befindet sich das Lager. Als die Verstoßenen Teal’c erblicken, rennen sie ängstlich davon. Oberhalb des Lagers auf der anderen Seite steht ein einsames Zelt. Teal’c rennt durch das Lager auf das verlassene Zelt zu.

Im Inneren liegt Rya’c in der Mitte. Ein Priester ist bei ihm. Er hat seine Hand auf Rya’cs Kopg gelegt. Die andere schwebt mit dem Handgerät über Rya’cs Bauch.

Teal’c: Priester. Tritt zurück.

Priester: Teal’c, der Verräter. (Der Priester greift nach einem Messer) Du wagst es dich zu zeigen, Shol’va?

Teal’c (lässt seine Stabwaffe fallen und breitet seine Arme aus): Ich habe nicht den Wunsch dich zu verletzen, Priester. Aber ich lasse nicht zu, dass du an meinem Sohn die Printa vollziehst.

Der Priester geht auf ihn los und greift unseren Jaffa an. Aber als ein Krieger schafft es Teal’c ihn abzuwehren, als sich plötzlich eine weitere Person in das Zelt schleicht. Sie ist von oben bis unten vermummt. Jedoch stürzt sie sich auf Teal’c.

Er schafft es den Priester von sich zu stoßen, der gegen den Altar fällt, auf dem das Gefäß mit der Larve steht. Es zerschellt auf dem Boden. Und er bezwingt auch den anderen Angreifer. Als er die Kapuze zurückzieht, sehen wir, dass es eine Frau ist.

Frau: Teal’c.

Den Moment haben sich Jack und Bra’tac ausgesucht, um ihren Freund unter die Arme zu greifen.

O’Neill: Und das ist wahrscheinlich…

Teal’c: Meine Frau. Dre’auc.

Sie kämpft gegen ihn an, aber Teal’c zieht sie auf die Beine. Sie rennt zu ihrem Sohn. Ihm scheint es wohl ganz gut zu gehen, im Gegensatz zum Priester, der sich mit seinem eigenen Messer erstochen hat. Auch der Larve geht es nicht viel besser. Ein glatter Schnitt durch die Kehle (oder zumindest, was die Kehle / Hals sein könnte)

Dre’auc: Ich musste die Priester anflehen, damit sie die Zeremonie durchführen! Sie brachten die Tafel und das Zelt für die Printa hierher ins Lager. Warum bist du zurückgekehrt?!

Teal’c: Mein Sohn wird kein Sklave werden, Dre’auc. Er wird die Freiheit kosten genau wie ich.

Jack hebt mit seinem Messer die Überreste des Symbionten auf und verzieht angeekelt das Gesicht.

Dre’auc: Freiheit, Teal’c? Du hast deinen Sohn zum Tode verurteilt.


Szene: Lager, Chulak

Jack und Bra’tac schleifen den toten Priester in den Wald, um ihn dort zu verstecken. Dre’auc und Teal’c befinden sich noch ihm Zelt. Sie steht neben ihren Sohn.

Dre’auc: Deine Ketzerei ist eine Abscheulichkeit, Teal’c. Sogar die Ausgestoßenen meiden mich.

Teal’c: Die Abscheulichkeit besteht darin, dass die Goa’uld mein Volk versklaven.

Dre’auc: Wie kannst du die Götter, denen du so lange gedient hast als deine Feinde bezeichnen?

Teal’c: Seid mir die irdischen Menschen die Augen öffneten. Die Printa ist Sklaverei.

Dre’auc: Hast du gesehen, wo ich deinen Sohn großziehe? Ist das besser als das Haus, welches Apophis dir als seinen Diener gewährt hatte?

Teal’c: Das ist es nicht.

Dre’auc: Du hast uns im Stich gelassen und uns verraten. Weißt, was ich alles erlitten habe, um die Priester zu überzeugen, dass wir dennoch loyal sind? Sie standen kurz davor den Bann aufzuheben und uns in die Stadt zurück zu lassen.

Teal’c: Du willst also mehr deinetwegen als für deinen Sohn.

Das war wohl etwas zu viel. Denn sie verpasst ihm eine schallende Ohrfeige. Aber es rührt ihn kein Stück.

Teal’c: Ich werde mit ihm reden.

Dre’auc hält ihn auf.

Dre’auc: Nein! Er denkt, du wärst tot!

Teal’c: Tot?

Dre’auc: Das ist einfacher als die Wahrheit.

Teal’c packt sie, so dass sie ihn ansehen muss.

Teal’c: Was hast du ihm erzählt, Weib?

Dre’auc: Was hätte ich ihm erzählen sollen? Dass sein Vater für Menschen verlassen hat, die er nicht kennt? Die nicht von seinem Blut sind? Erzähl du ihm das, *Gatte*. Werde Zeuge der Schande in seinen Augen.

Teal’c: Dre’auc.

Dre’auc: Komm, trag deine Sohn in die Hütte zurück, die inzwischen sein Zuhause wurde.

Sie verschwindet und lässt Teal’c mit Rya’c alleine zurück. Er nimmt seinen Sohn in die Arme und trägt ihn zu der Hütte.


Szene: Wald, Chulak

Die Priester mit der Lade gelangen zu Apophis’ Festung. Sam und Daniel sind ihnen auf den Fersen. Die Priester tragen die Lade zu eine Art Altar vor der Festung, wo sie sie abstellen. In einem Gefäß befinden sich mehrere schwimmende Larven. Eine Priesterin füllt eine kleine Schüssel mit Flüssigkeit und gießt sie in den Tank. Anschließend verschwinden sie in der Festung.

Carter: Das müssen wir uns aus der Nähe ansehen.


Szene: Lager, Chulak

Rya’c liegt in seinem Zelt. Dre’auc und Teal’c knien neben ihm. Er hustet leicht.

Teal’c: Rya’c.

Der Junge öffnet langsam die Augen und schaut zu seinem Vater auf.

Teal’c: Rya’c.

Rya’c (erstaunt): Vater?

Teal’c nimmt die Hand seines Sohne, bevor er von einem erneuten Hustenanfall geschüttelt wird.

Rya’c (zu seiner Mutter): Ich wusste, dass er nicht tot ist.

Teal’c: Wie lange ist er schon von dieser Krankheit befallen?

Dre’auc: Seit wir aus unserem Haus vertrieben wurden. Verstehst du jetzt endlich? Ohne die heilenden Kräfte der Goa’uld wird er sterben.

Teal’c (schaut hinunter auf seinen Sohn): Was habe ich getan?

Jetzt stoßen Teal’c und Bra’tac zu ihnen.

O’Neill: Wie geht es ihm, Teal’c?

Teal’c: Er liegt im Sterben.

O’Neill: Ich bin zwar kein Arzt, aber dieses Scharlachfieber hatte mein Sohn auch.

Er zieht etwas aus seiner Tasche. Sieht aus wie eine Notfallration der Medizin.

Teal’c: Kann das mit Hilfe eurer irdischen Medizin geheilt werden?

O’Neill: Ja, da gibt es Impfstoffe. Antibiotika.

Er füllt etwas davon in die kleine Wasserschale.

O’Neill: Gib ihm das.

Dre’auc gibt Rya’c das gelbliche Gemisch zu trinken.

Dre’auc: Ich danke dir.

O’Neill: Das wird ihn nicht gesund machen. Dazu habe ich nicht die richtigen Medikamente bei mir.

Teal’c: Was ist mit euren irdischen Ärzten?

O’Neill: Wenn wir ihn durch das Stargate bringen, könnten wir es schaffen.


Szene: Apohis’ Festung, Chulak

Sam und Daniel sehen sich den Tank mal aus der Nähe an.

Daniel: Bingo. Goa’uld – Larven.

Carter: Hier draußen? Einfach so, ohne Wachen?

Daniel: Tja, wer würde so etwas auf Chulak schon stehlen wollen?

Carter: Wir, Daniel.

Daniel: Genau.

Sam übergibt Daniel ihr Gewehr und er reicht ihr dafür seine Thermokanne. Sie gibt ihm den Deckel.

Carter: Hier. Na schön, dann wollen wir mal.

Daniel: Ich bin soweit.

Carter: Na gut. Auf drei. Eins, zwei, drei.

Sie zögert. Sie kann da nicht rein greifen.

Daniel: Na schön, auf vier.

Carter (nickt): Vier.

Und steckt ihren Arm in den Tank. Sie schnappt sich eine Larve und schiebt das fiepende Etwas in die Kanne.

Carter: Bah! Ich hasse diese Dinger! (Sie füllt noch etwas Wasser noch und verschließt die Kanne dann) Alles klar. Gehen wir. (Aber Daniel sieht zurück auf den Tank) Daniel? Was denken Sie gerade?

Daniel: Das jedes dieser kleinen Goa’uld eines Tages einen Menschen das Leben kostet. Und ich könnte jetzt…

Carter: Wenn wir sie töten, während sie so verwundbar sind, wie sie es jetzt sind, wären wir nicht besser als die Goa’uld. Gehen wir.

Sie entfernen sich vom Tank, doch dann wirbelt Daniel herum und feuert auf die Larven, so dass der Tank zerplatzt. Für einen kurzen Moment sieht Sam ihn an und als wir die quietschenden Laute der sterbenden Larven hören, nimmt sie ihm die Waffe ab.


Szene: Wald, Chulak

Dre’auc, Teal’c, der Rya’c in seinen Armen trägt, werden von Bra’tac angeführt, während Jack das Schlusslicht bildet, als sie sich auf den Weg zum Stargate machen.

Dre’auc: Das Fieber wird stärker.

Sie legen Rya’c auf den Boden.

O’Neill: Carter und Daniel müssten bald hier sein.

Dre’auc: Oh, er hat aufgehört zu Atmen, Teal’c!

Teal’c: Rya’c.

O’Neill: Teal’c. Wir sollten versuchen das Sternentor zu erreichen.

Teal’c: Dann wird es zu spät sein. Es gibt nur eine Möglichkeit.

Dre’auc (weinend): Nein, nein, nein…

Teal’c entledigt sich seiner Rüstung.

O’Neill: Teal’c. Das solltest du dir gut überlegen. Ohne dieses Vieh kannst du höchstens nur noch ein paar Stunden existieren.

Bra’tac: Das ist das Vorrecht eines Vaters.

Dre’auc: Was ist mit dir, Teal’c?

Er kniet sich neben seinen Sohn, während Dre’auc das Hemd von Rya’c öffnet, wo die Öffnung zum Vorschein kommt.

Teal’c: Es tut mir Leid, mein Sohn, dass ich derjenige bin, der dir das antun muss. Aber glaube mir, ich tue es, um dein Leben zu retten.

Die Larve kriecht aus seinem Bauch heraus.

Teal’c: Verzeih mir, mein Sohn. Verzeih mir.


Szene: Wald, Chulak

Sam und Daniel eilen durch den Wald, um zu den anderen zu stoßen. Daniel knabbert an einem Schokoriegel.

Daniel: Muss das Ding eigentlich gefüttert werden?

Sam kommt nicht mehr dazu ihm zu antworten, denn da werden sie von ein paar Wachen überrascht. Der erste Schuss schlägt in dem Bauch vor ihm ein.

Carter: Los, los!

Sie beginnen vor de Jaffa, die zahlenmäßig eindeutig überlegen sind, zu fliehen. Sie schmeißen sich hinter einen großen Baum. Daniel zieht seine Waffe.

Daniel: Verdammt, was machen wir jetzt?

Carter: Hinlegen und Kopf einziehen! Jetzt wird’s knapp.

Sie springt auf und wirft eine Granate in den Haufen der Jaffa. Ein gewaltiger Feuerball explodiert und die Jaffa sind vermutlich nur noch ein Haufen Asche. Die beiden schießen aus ihrem Versteck.

Daniel: Das war ganz schön verrückt.

Carter: Wir sollten zum Stargate zurückgehen.


Szene: Wald, Chulak

Dre’auc tupft Rya’c mit einem nassen Tuch ab.

Carter (Funk): Colonel?

O’Neill: Beeilen Sie sich, Captain, wir sind ganz in der Nähe.

Bra’tac: Der Goa’uld in ihm ist stark. Es geht ihm schon besser.

O’Neill: Wann wird er kräftig genug sein, um zu reisen?

Teal’c: Bald, O’Neill. Aber bis dahin werde ich nicht mehr sein. Bra’tac, höre meinen letzten Willen.

Dann kommen endlich Sam und Daniel zu ihnen.

O’Neill: Lass uns doch noch ein Weilchen damit warten.

Carter: Wir müssen sofort los, Sir.

O’Neill: Wir haben da ein kleines Problem. Teal’cs Sohn war zu krank, um die Reise zu schaffen, deswegen hat er ihm seinen Goa’uld gegeben, um ihm das Leben zu retten.

Daniel: Ahm, wir haben noch einen.

O’Neill: Was ist?

Daniel: Wir wollten ihn eigentlich mit zurücknehmen, aber…

Er holt die Thermokanne heraus und Jack schubst ihn in Richtung Teal’c.

Dre’auc: Gelobt sein die Sterne. Beeilt euch!

Carter: Wir haben so etwas Ähnliches wie einen Tempel gefunden.

Bra’tac: Ihr wagt es, was aus dem Heiligtum zu stehlen?

Dre’auc: Das ist eine große Sünde.

O’Neill: Ja, na und? Wird es ihm helfen?

Daniel überreicht Bra’tac die Kanne.

Bra’tac: Es ist jung. Noch nicht bereit zur Einpflanzung, aber wir werden es versuchen.

Dre’auc und Bra’tac legen Teal’c auf den Boden. Bra’tac holt den Symbionten aus der Kanne und er kriecht in Teal’cs Bauch. Angeekelt wenden sich Sam, Daniel und Jack von dem Anblick ab.


Szene: Wald, Chulak

Weitere Jaffa Wachen gelangen zu ihren toten Brüdern. Einer von ihnen bläst in ein Horn. Ein Alarmsignal, welches auch nicht von den Priestern und den Jaffa am Stargate überhört wird.

Priester (zu den Wachen): Na los!

Die Wachen verlassen ihren Posten.


Szene: Wald, Chulak

Teal’c ist wieder stark. Er trägt weiterhin Rya’c als sie schleunigst ihren Weg fortsetzen.

O’Neill: Wie geht es dir, Teal’c?

Teal’c: Mein Körper kommt wieder zu Kräften.

Und auch sie hören das Horn.

Bra’tac: Wir sind entdeckt worden.

O’Neill: Okay, einfach weitergehen.

Rya’c (wacht auf): Vater?

Teal’c: Rya’c.

Er und Dre’auc legen ihn auf den Boden.

Dre’auc: Dein Vater hat dir das Leben geschenkt.

Rya’c: Ein Goa’uld?

Teal’c: Deine Printa. Mehr kann ich dir nicht geben, bevor ich zurückkehre. Folge nur Bra’tac und deiner Mutter, dann wirst du lernen ein großer Krieger zu werden.

Rya’c: Geh nicht.

Teal’c: Ich kann nicht anders. Doch der Tag meiner Rückkehr wird kommen.

Rya’c: Wann?

Teal’c: Es muss noch viel Zeit vergehen, mein Sohn. Doch das Leben eines Jaffa ist lang. Ich weiß der Tag wird kommen, an dem wir Seite an Seite in den Kampf ziehen, um unser Volk von den falschen Göttern zu befreien. Denk immer daran. Denk immer daran.

Rya’c schlingt seine Arme um den Hals seines Vaters. Teal’c steht auf und Dre’auc legt einen Arm um die Schulter ihres Sohnes.

Teal’c: Gib mir vor den Priestern die Schuld. Sag ihnen, ich hätte versucht deinen Sohn zu entführen.

Dre’auc: Wir kommen schon zurecht, Teal’c. Geh nur.

Teal’c: Mein Sohn hat Glück dich zur Mutter zu haben.

Dre’auc: Und sein Vater wird nie zurückkehren, um sein Volk zu befreien, wenn er jetzt nicht geht. Geh jetzt, Teal’c.

Das Horn ertönt erneut und Jack rennt auf Teal’c zu.

O’Neill: Teal’c, wir müssen los.

Er folgt den anderen, dreht sich dann aber ein letztes Mal noch einmal zu seiner Familie um.


Szene: Wald, Chulak

Sie graben ihre Rüstung und ihr Priestergewand wieder aus.

O’Neill: Na schön, der Plan sieht so aus.

Bra’tac: Ihr werdet tun, was ich euch sage.

O’Neill: Okay.

Bra’tac (nimmt Sam das Gewand aus der Hand und schmeißt es auf den Boden): Das könnt ihr vergessen.

Sie folgen Bra’tac. Wie die Ironie es gerne möchte, marschieren sie gerade den Berg hinauf, den sie bereits im Piloten hinaufgelaufen sind, um vor den Jaffa zu flüchten. Das Sternetor ist kaum bewacht – nur eine Wache und die zwei Priester. Teal’c fährt seine Helm hoch.

Die Wache sieht Bra’tac und Teal’c mit Sam, Jack und Daniel den Berg herunterkommen. Die Priester gehen auf sie zu.

Bra’tac: Seht nur, meine Freunde. Die Verräter.

Priester: Halt. Kommt nicht näher.

Bra’tac: Ich soll meine Gefangenen Apophis persönlich vorführen.

Priester: Du darfst nicht passieren, Bra’tac.

Bra’tac: Du kennst mich?

Priester: Natürlich, Master. Du warst einst der größte aller Jaffa. Doch ihr müsst hier warten, bis die Palastgarde erscheint.

Bra’tac: Ich verstehe. Dann warten wir.

Bra’tac wendet sich ab, nur um dann herumzuwirbeln und mit seiner Stabwaffe vor die Füße der Jaffa zu schießen, damit einiges an Staub aufgewirbelt wird. Jack zieht seine Waffe, aber Teal’c hält ihn auf.

Bra’tac erledigt zuerst die Wache und dann nach und nach die Priester. Er ist wirklich gut.

Bra’tac (dreht sich grinsend zu Jack um): Nicht übel für einen Mann von hundertdreiunddreißig Jahren, oder?

O’Neill: Ganz im Gegenteil. Daniel.

Daniel verschwindet, um das Tor anzuwählen.

Carter: Was wird aus dir? Die Priester werden Apophis sagen, dass du ein Verräter bist.

Bra’tac: Ich glaube, darüber denke ich nach, wenn es soweit ist.

Er beginnt zu lachen und schließlich machen sich Sam und Jack auf, um zum Tor zu gehen. Teal’c bleibt bei seinem Master zurück.

Teal’c: Mir fehlen die Worte, um dir zu danken.

Bra’tac: Ich danke dir, Teal’c. Da ist ein junger Krieger, der etwas von mir über die Welt und die falschen Götter erfahren will.

Das Wurmloch etabliert sich.

Bra’tac: Lebwohl, mein Freund.

Teal’c: Lebwohl.

Teal’c gesellt sich zu dem Rest von SG-1.

O’Neill: Salutieren.

Sam und Jack salutieren vor Bra’tac. Dieser hebt siegessicher seine Stabwaffe in die Luft und Daniel winkt. Dann rennen die drei durch das Tor. Teal’c folgt ihnen als letztes.

ENDE

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