1.09 Im Reich des Donnergottes
Thor’s Hammer


+++++++++++++++

Kendra: Es war sehr schmerzhaft. Wie Nadeln, die in meinen Kopf gestoßen wurden. Mein Goa’uld tat alles, um die Kontrolle zu behalten. Es ist eine Frage der Willenskraft. Viele geben auf.

+++++++++++++++


Szene: Besprechungszimmer, SGC

Hammond: Doktor Jackson, Sie haben eine neue Theorie über das Sternentor aufgestellt?

Hammond und SG-1 sitzen um den Tisch herum.

Daniel: Ahm, ja, Sir. (Er steht auf) Also gut, wenn man sich mit den Mythen dieser Welt beschäftigt, scheint es zwei verschiedene Arten von Sternengöttern zu geben. Tyrannen, die ihre Untertanen wie Vieh behandelten und vollkommenen Gehorsam verlangten und ihr Wissen dazu einsetze, sie zu beherrschen.

Carter: So wie die Goa’uld?

Daniel: Und die kultivierten, die ihr Wissen und ihre Technologie zum Wohle der Menschheit einsetzen.

Hammond: Sie wollen sagen, die Goa’uld waren nicht die einzigen Außerirdischen, die früher die Erde besuchten, aber inwiefern ist das von Bedeutung?

Daniel: Die Goa’uld haben nicht die Sternentore gebaut. Da sie von Natur aus parasitär veranlagt sind, haben sie es nur genutzt, um das Herrschervolk der Galaxis zu werden. Aber einige von den guten Göttern könnten das Sternentorsystem benutzt haben und sind vielleicht immer noch da draußen.

Hammond: Könnten Sie uns sagen, an wen Sie da denken?

Daniel: Zum Beispiel die… (Er drückt eine Taste auf seinem Laptop) Wikinger. (Ein paar skeptische Blicke) Also, in der nordischen Mythologie waren die Götter mächtige Krieger. Die Legende besagt, dass der Gott Thor ein Freund der Menschen war (Wir sehen auf dem Bildschirm eine Abbildung von dem Wikingergott Thor) Er beschützte sie vor den Ettins. Wesen, die große Macht und endloses Wissen besaßen und Feinde der Menschheit waren. Er besaß eine Waffe, die in der Literatur als 'Der Hammer des Thor’ bezeichnet wurde. Also, wenn Thor diesen Hammer schleuderte, dann verursachte er anscheinend Donner und Blitz. Das könnte auf eine Form von fortschrittlicher Energiewaffe hindeuten.

O’Neill: Ahm, Sir, ich glaube, Daniel will damit folgendes sagen: Wenn es da draußen noch andere Außerirdische geben sollte, die Feinde der Goa’uld sind und über gleiche oder überlegende Waffen verfügen, dann sollten wir sie mal besuchen.

Daniel nickt.

Carter: Vielleicht könnten wir Verbündete finden?

Teal’c: Ich habe das Zeichen des Hammers schon mal gesehen. (Das erregte ihre Aufmerksamkeit) Es ist das Symbol einer Welt namens Cimmeria. Alle Jaffa kennen die Symbole, die zu dieser Welt führen.

Hammond: Was ist der Sinn, Teal’c?

Teal’c: Es soll verhindert werden, dass ein Goa’uld dort hingeht. Das ist verbotenes Land. Auf Cimmeria hat sich etwas ereignet über was kein Goa’uld sprechen würde.

O’Neill: Also ich finde das klingt interessant.

Hammond: Ich auch, Colonel. Also gut, Sie haben Startgenehmigung.


Szene: Torraum, SGC

Ein MALP fährt durch das Tor, als Hammond mit einer Box in der Hand den Raum betritt.

Hammond: Colonel, ich möchte Sie bitten, das hier mitzunehmen. Das ist ein Geschenk.

O’Neill: Wirklich, Sir, ich weiß gar nicht was ich sagen soll.

Hammond: Für unsere außerirdischen Freunde. Für den Fall, dass Sie Kontakt zu ihnen herstellen.

Daniel: Oh, Sie haben es. (Er nimmt Jack die Box ab) Das ist toll. Wir hatten das Sagan Institut gebeten sich einen Gruß von der Erde aus zu denken für den hypothetischen Fall, dass da draußen Lebewesen sein könnten. Und das sagt alles über uns. Es beschreibt verschiedene irdische Kulturen, Religionen, alle Arten.

Techniker (über Lautsprecher): Chevron eins gestartet.

Daniel rennt die Rampe hinauf und legt es auf das MALP. Hammond verschwindet in der Zwischenzeit.

Techniker: Chevron zwei gestartet.

O’Neill: Machen wir uns an die Arbeit.


Szene: Cimmeria

Die Kamera fährt eine große Steinskulptur mit Eingravierungen hinauf und die in der Tat wie ein gigantischer Hammer aussieht. Diese Skulptur steht nur wenige Meter vom Sternentor entfernt. Nebenher ziehen ein paar Männer einen Holkarren, als das Tor plötzlich angewählt wird. Erstaunt und erschrocken bleiben die Männer stehen. Als sich das Wurmloch etabliert heben sie schützend die Arme vor ihr Gesicht. Einer von ihnen rennt davon, die anderen umklammern ihr Werkzeug oder gerade das, was sie in der Nähe haben.

Äußerst unglücklich kommt SG-1 durch das Sternentor geflogen. Die Männer beginnen zu lachen, als sie die Bruchlandungen sehen.

Daniel: Das ist mal was anderes.

O’Neill: Daniel? Sie sind dran.

Er gibt ihm eine 'Bitte nach Ihnen’ Geste.

Männer: Thor! Thor!

Immer wieder und wieder wiederholen sie den Namen des Donnergottes. Plötzlich scheint der gigantische Hammer zum Leben zu erwachen. Ein Summen erfüllt die Luft. Etwas lädt sich auf.

Carter: Klingt, als ob sich da was aufladen würde.

O’Neill: Na schön, Daniel, sagen Sie bescheid, wir kehren zurück.

Daniel: Wieso?

O’Neill: Tun Sie’s einfach. Das ist ein Befehl.

Und dann schießt ein blauer Strahl aus dem Hammer. Er scheint Daniel zu scannen, dann Sam, Jack und schließlich Teal’c. Doch der Strahl richtet sich auf Teal’cs Bauch, da wo seine Larve sitzt. Er scheint große Schmerzen zu haben.

O’Neill: Teal’c! Teal’c, geh aus dem Strahl!

Er kann sich nicht bewegen und als Jack ihn rausschupsen will, erfasst der Strahl sie beide und sie verschwinden. Erschrocken rennen die Männer weg, während Sam und Daniel abwechseln von der Skulptur zu dem Fleck, auf dem Teal’c gestanden hatte, schauen.


INTRO


Szene: Cimmeria

Daniel (schaut auf die Skulptur): Ich nehme an, das ist der Hammer von Thor. (Er geht zwei Schritte zurück) Ich… ich glaube, sie sind tot.

Carter: Das will ich nicht hören. Ich dachte, Thor mag Menschen. Er würde seine Waffe nur einsetzen, um sie zu beschützen. Wir gehen zurück, dann kommen wir mit einer Rettungsmannschaft wieder leiten die Suche ein.

Aus dem Hintergrund kann man das Wiehern von Pferden hören.

Daniel: Warten Sie.

Eine Frau (Gairwyn) kommt als Anführerin einen Hügel hinunter geritten und bleibt vor Sam und Daniel stehen.

Gairwyn: Ihr seid ein bisschen klein für Götter.

Sam sieht zu Daniel, während Gairwyn absteigt.

Gairwyn: Aber ihr seid unbeschadet durch’s Tor gelangt. Also müsst ihr aus Thrudvang sein. Thors Heimat in den Sternen. Ich heiße euch willkommen.

Carter: Eigentlich sind wir nicht, äh… Ich bin Captain Samantha Carter, das ist Daniel Jackson.

Gairwyn: Mein Name ist Gairwyn. Ich bin hier die Herrin. Mein Mann ist auf großer Fahrt.

Daniel: Handel treiben, erobern.

Gairwyn: Ah, das war früher einmal. Heutzutage gehen sie in die Städte, um Arbeit zu suchen. Es ist schwierig für Landbesitzer, das Wasser aus den Bergen ist rar, aber ihr seid an meinem Tisch willkommen.

Daniel: Danke.

Carter: Ja, danke. Aber wir haben ein ernstes Problem. Zwei Männer, mit denen wir durch das Tor gekommen sind, sind fort.

Gairwyn: Ja, zwei Ettins gehörten zu eurer Gesellschaft.

Carter (schaut zu Daniel): Ettins?

Daniel (schaut Gairwyn an): Goa’uld? Ihr glaubt Teal’c und Jack wären Goa’uld?

Gairwyn: Ihr habt sie hierher gelockt, um sie loszuwerden, hm?

Carter (entsetzt): Nein! Nein, es sind Freunde. Und wenn sie noch leben müssen wir zu ihnen.

Gairwyn (verstehend): Ihr seid Menschen. Wie wir?

Carter: Ja. Vielleicht haben wir sogar gemeinsame Vorfahren. Wir kommen von einer ganz besondere Welt. Von der Erde.

Daniel: Midgard.

Gairwyin: Dann sind wir eure Brüder und Schwestern. Midgard ist unsere alte Heimat. Thor brachte unser Volk hierher und schuf dies (sie deutet auf den Hammer) damit wir in Sicherheit leben können.

Daniel: Wisst ihr, wisst ihr wie das funktioniert? Sind sie tot?

Gairwyn: Dieser Zauber ist uns nicht zugänglich. Es heißt Thor würde uns eines Tages darin unterrichten, wenn wir älter sind.

Carter: Gairwyn, würde Thor einen Menschen töten, um einen Ettin zu vernichten?

Gairwyn: Niemals. Unsere Götter sind mächtige Krieger, aber sie sind gerecht und stehen zu ihrem Wort.

Daniel: Demnach könnten sie noch leben?

Carter: Gibt es jemanden, der wissen könnte, wo sie sind?

Gairwyn: Nur eine. Wir nennen sie Kendra. Vor fünf Sommern durchschritt sie das Tor und wurde entführt.

Carter: Entführt? Wohin?

Gairwyn (schüttelt mit dem Kopf): Sie wurde im Winter halberfroren von Jägern in den Bergen gefunden.

Carter (zu Daniel): Möglicherweise hat sie der Strahl an eine andere Stelle des Planeten versetzt.

Daniel: Wo, wo finden wir diese Kendra?

Gairwyn: Sie lebt allein. Ich bringe ihr hin und wieder was zu essen. Wir haben nicht genügend Pferde, aber ich kann euch zu Fuß dorthin führen.

Daniel: Ja, bitte, das wäre fantastisch.

Gairwyn: In diese Richtung.

Sie gibt den Männern ein Zeichen und führt Sam und Daniel in die Berge.


Szene: Höhle

Zunächst noch bewusstlos liegen Teal’c und Jack auf dem Boden, bis der Colonel schließlich aufschreckt. Augenblicklich dreht er sich nach allen Seiten, um eine mögliche Gefahr abzuwehren. Doch nichts rührt sich. Dass er bei dieser Dunkelheit noch seine Sonnenbrille trägt ist ziemlich merkwürdig.

O’Neill: Teal’c.

Jetzt kommt auch Teal’c wieder zu sich. Sofort tastet er seinen Bauch ab. Als er sein T-Shirt aufreißt, steckt die Larve ihren Kopf heraus. Angewidert verzieht Jack das Gesicht und nimmt seine Sonnenbrille ab.

O’Neill: Mit Junior alles okay?

Teal’c: Ja. Aber der Strahl hat meinem Goa’uld große Schmerzen zugefügt.

O’Neill: Das ist sehr traurig.

Und dann taucht plötzlich hinter Teal’c etwas auf.

O’Neill: Wow!

Hinter ihnen steht eine Person, ein Wikinger.

O’Neill: Hallo.

Thor: Ich bin Thor. Der oberste Befehlshaber der Flotte von Asgard. Der Hohe Rat von Asgard hat Cimmeria durch einstimmigen Beschluss Ära 40, 73 zum Schutzgebiet für die Entwicklung intelligenter Spezies erklärt. Die Herrscher des Goa’uld – System wurden darüber informiert.

O’Neill: Wir sind keine Goa’uld. (Deutet auf Teal’c) Er schleppt da einen mit sich herum, aber der hat nicht allzu viel zu melden.

Thor: Ihr wusstet, dass euch die Todesstrafe droht, wenn ihr hierher kommen würdet.

O’Neill: Hören Sie. Ich bin Colonel Jack O’Neill von der Erde. Und wenn ich richtig informiert bin, waren Sie selbst –

Thor (unterbricht ihn): Für eure Verbrechen an denjenigen, die ihr ermodert und versklavt habt, werde ihr zum Tode verurteilt.

O’Neill (geht langsam auf ihn zu): Hören Sie, ähm, wir sind hier, um mit Ihnen zu reden. (Er fährt mit seiner Waffe durch Thor. Erst da wird erkenntlich, dass es sich dabei lediglich um ein Hologramm handelt.)

Thor (breitet seine Arme aus): Das hier ist euer Gefängnis. Eure Technik wird hier nicht funktionieren. (Jack fährt mit seiner Hand durch das Hologramm) Es gibt keine Luxusgüter, keine Jaffas, keine Sklaven, die eure –

O’Neill (zu Teal’c): Ich glaube, wir haben nur den Anrufbeantworter erwischt.

Thor:… nur das lebensnotwendigste. Und viel Zeit.

O’Neill: Tja, na dann danke. Danke für die Unterhaltung.

O’Neill will gehen, aber Teal’c streckt die Hand aus.

Teal’c: Wir sollten noch den Rest der Mitteilung hören.

Thor: Wenn ihr des Lebens müde seid, geht zur Halle von Mjollnir und stellt euch dem Hammer. Es gibt kein entrinnen. Nur der Wirt darf diesen Ort lebend verlassen.

Und damit verschwindet das Hologramm.

O’Neill: Eine Goa’uld – Falle?

Teal’c: So klang es jedenfalls. Wenn ich versuche diesen Ort zu verlassen, wird der Goa’uld, den ich in mir trage, vernichtet.

O’Neill: Mit einem Hammer?

Teal’c: Du musst ohne mich fortgehen. Solange ich hier bleibe, bin ich in Sicherheit.

O’Neill: Vergiss es Teal’c. Ich gehe nirgendwo hin. Wir suchen lieber diese Halle von Moher… oder wie die meinetwegen heißt.

Sie machen sich auf den Weg.


Szene: Berge

Gairwyn führt Sam und Daniel durch die steinigen Berge, bis sie zu einer entlegenen Hütte gelangen. Davor brennt ein Feuer und wir sehen eine junge Frau, die ein Kind zu verarzten scheint. Aus ihrer Tasche holt sie ein Gerät, welches sie sich über die Hand schiebt. Es sieht verdächtig nach Goa’uld – Technologie aus. Kurz bevor sie es aktivieren kann, schreit Daniel auf.

Daniel: NICHT!

Sam zieht ihre Waffe, aber Gairwyn gibt ihnen zu verstehen, dass sie ruhig sein sollen.

Gairwyn: Sshh. (Kendra schaut in ihre Richtung) Ist schon in Ordnung.

Kendra setzt ihre Behandlung fort. Ein gelber Schimmer leuchtet von dem Gerät auf und sie führt es zu der Hand des Kindes.

Kendra: Licht der Rune, gib mir dein Herz. Heil meine Hand und nimm den Schmerz.

Dann erlischt das Licht und sie knotet ein Tuch von dem Handgelenk.

Kendra: Also, wenn du dich das nächste Mal prügelst, leg dich nicht mit stärkeren an.

Schnell springt der Junge auf und rennt davon. Schließlich dreht sich Kendra zu den drei Neuankömmlingen um. Sam senkt ihre Waffe und Gairwyn führt sie zu ihr.

Kendra (steht erfreut auf): Gairwyn, meine Freundin. Ich grüße dich, sei willkommen.

Gairwyn: Das hier sind Carter und Daniel.

Daniel: Ich grüße dich.

Carter: Hi… Ich grüße dich.

Gairwyn: Sie sind von Midgard, der alten Heimat, durch das Tor gekommen. Sie benötigen deine Hilfe.

Carter: Was hast du gerade mit dem Jungen angestellt?

Kendra: Er hatte sich verletzt. Ich habe ihn geheilt.

Daniel: Warum ist er davon gerannt?

Kendra (nimmt ihre Haare aus dem Nacken und dreht sich um): Deshalb.

Wir sehen eine lange Narbe in ihren Nacken. Sofort sind Sam und Daniel wieder angriffsbereit.

Kendra: Das ist das Zeichen für das, was ich einmal war.

Carter: Wenn ein Goa’uld in einen Menschen eindringt, dann für immer.

Kendra: Hier nicht. Der Hammer des Thor hat ihn vertrieben und mein wahres Ich wieder hergestellt.

Sam und Daniel tauschen flüchtig einen Blick aus.

Daniel: Der… es… du meinst, der Parasit, der in dir war…

Kendra: … ist fort.

Daniel (flüsternd): Mein Gott.

Carter: Der Hammer des Thor? Der Stein am Tor?

Kendra: Der Hammer befindet sich im inneren dieses Berges. (Sie deutet auf den gigantischen Berg hinter sich)

Gairwyn: Seit ich sie kenne, hat Kendra niemanden etwas zu Leide getan.

Daniel: Meine Frau – Sha’re – ist so wie du es einmal warst. Sie wurde von Goa’uld entführt und wenn das, was du sagst, wahr ist…

Kendra: Es ist wahr.

Daniel: Dann hilf uns.

Carter: Wir müssen unsere Freunde finden.


Szene: Höhle

Die beiden irren weiterhin durch die dunklen Gänge des Berges.

Teal’c: Du hättest nicht versuchen dürfen mich vor den Strahl zu retten. Wenn du es nicht getan hättest, dann wärst du jetzt nicht mehr hier.

O’Neill: Ach, du hättest das auch für mich getan. (Teal’c schaut ihn von der Seite an) Ich hoffe bloß, dass du mich nicht dabei erwischst, wie ich mit einer Goa’uld – Larve im Bauch herumrenne.

Sie gelangen zu einer kleinen Stelle, wo sich Wasser befindet. Doch noch viel interessanter ist das, was sie vor dem Wasserbecken finden. Auf dem Boden liegen Knochen. Es sind Skelette von Goa’uld – Larven.

O’Neill: Autsch.

Teal’c: Diese Goa’uld starben zusammen mit ihren Wirten. Die Spuren an diesen Knochen stammen von einem scharfen Gegenstand, aber nicht aus Metall.

O’Neill: Was dann?

Teal’c: Ich nehme an, es waren äußerst kräftige Zähne. Diese Körper starben nicht eines natürlichen Todes. Sie wurden getötet und dann gefressen.

O’Neill: Tja, offensichtlich hat sich ein wildes Tier hierher verirrt. Sicher gibt es einen Ausgang. Wir versuchen ihn zu finden.

Jack steht auf, berührt einmal leicht Teal’cs Schulter und sie setzen ihren Weg fort. Gerade als sie gegangen sind, sehen wir, wie etwas aus dem Wasser schnellt. Es sieht aus wie ein Fuß, der die ganze Zeit im Schatten verharrt hat.


Szene: Kendras Hütte

Gairwyn, Daniel und Sam sitzen an einem Holztisch, als Kendra mit einem Krug Wasser zu ihnen kommt.

Kendra: Ich nenne es das Labyrinth. (Sie gibt Daniel ein gefülltes Horn mit Wasser) In diesem Berg werden die Goa’uld vernichtet.

Sam riecht an ihrem Horn.

Daniel: Wie ist es geschehen? Hast du es gespürt?

Kendra: Ja.

Daniel: Und war es schmerzhaft?

Kendra (setzt sich neben Gairwyn): Es war nichts im Vergleich zu dem Leiden, was ich anderen zugefügt habe. All die vielen Jahre. Es war furchtbar. Euer menschlicher Freund O’Neill kann das Labyrinth unbeschadet verlassen. Ihr braucht nur auf ihn zu warten.

Carter: Auch Teal’c ist unser Freund. Er ist ein Jaffa. Kein Goa’uld.

Kendra (verächtlich): Jaffa? Ein Freund? Sie sind genauso schuldig, wie denen, den sie dienen.

Carter (schüttelt mit dem Kopf): Dieser Jaffa hat sich für uns entschieden und seine Heimat verlassen, um mit uns gegen die Goa’uld zu kämpfen. Er träumt davon sein Volk zu befreien.

Daniel: Aber wenn die Goa’uld – Larve entfernt wird, wird er sterben. Wenn ein Jaffa erst einmal eine Larve in sich trägt, dann funktioniert sie als sein Immunsystem.

Kendra: Ich weiß alles über die Jaffa, was ich zu wissen wünsche.

Daniel: Natürlich.

Kendra: Wenn der Hammer seinen Goa’uld austreibt und der Goa’uld seinen Tod findet, dann muss es so sein. Das ist die Strafe dafür, dass er den Goa’uld gedient hat.

Entrüstet steht sie auf.

Daniel: Teal’c stand im Dienste von Apophis, aber er hat uns das Leben gerettet und uns geholfen zu entkommen. Er gehört jetzt zu uns.

Das will sie sich nicht weiter anhören. Sie entfernt sich vom Tisch und stellt sich mit dem Gesicht zu den Bergen. Wind umweht ihr Kleid.

Kendra (schreit in den Himmel): Habe ich euren Rat verlangt? (Sie dreht sich zu Sam und Daniel um) Die Walküren reiten auf dem Wind. Sie wollen, dass ich euch helfe. Sie sagen, ihr sprecht die Wahrheit. Und sie befehlen mir euch dorthin zu führen.

Sam will etwas sagen, aber Daniel hebt seine Hand. Stattdessen geht Gairwyn zu ihrer Freundin und fasst sie am Arm.

Gairwyn: Es ist gut so. Geh mit Thor, meine Freundin.

Sie lässt Sam und Daniel bei Kendra zurück, die noch immer nicht mit dieser Entscheidung ganz einverstanden zu sein.

Kendra: Ich führe euch dorthin. Aber zunächst muss ich die Runen befragen.


Szene: Höhle

Teal’c und Jack gelangen in eine Halle, an deren Decke Lampen hängen. In der Mitte steht eine gigantische Säule und die Wände sind zum Teil mit Symbolen verziert.

O’Neill: Teal’c, schieß mal mit deiner Stabwaffe auf die Lampe da.

Gesagt getan. Doch leider funktioniert sie nicht. Sie aktiviert nicht und es kommt kein Schuss heraus.

Teal’c: Sie funktioniert nicht mehr.

O’Neill: Ja, darauf hat er uns ja bereits vorbereitet.

Dann versucht Jack es. Seine Waffe funktioniert. Die Lampe fällt zu Boden. Jetzt erkennen wir, dass ganz in der Nähe - am Wasserbecken – sich ein Wesen aufhält, welches den Schuss gehört hat und auch das Gespräch belauschen kann. Es sieht aus wie ein Ungeheuer.

Teal’c: Dieses Volk sieht eure Feuerwaffen wohl als zu primitiv an, um sich darum zu kümmern.

O’Neill: Ja. (Er gibt Teal’c seine Pistole) Hier.

Dann setzt er sich auf einen kleinen Vorsprung gegen die Wand.

Teal’c: Die Erscheinung sagte, nur der Wirt kann den Ort hier lebend verlassen.

O’Neill: Richtig.

Teal’c: Vielleicht wäre das für diesen Jungen von Nutzen, der einmal dein Freund war.

O’Neill: Ska’ara. Daran dachte ich auch schon.

Teal’c: Und für die Frau von Daniel Jackson. Vielleicht könnte man die Goa’uld, die sie als Wirte gewählt haben, entfernen, wenn man sie hier mit hin bringt.

O’Neill: Ja, vielleicht.

Und dann hören sie ein Geräusch. Als ob jemand durch Wasser gehen würde.

Teal’c: Was ist O’Neill?

O’Neill: Nichts. Schon vorbei. Ich habe nur gedacht.

Das Wesen, welches vorher noch an dem Wasserbecken gesessen hat, ist jetzt verschwunden.


Szene: Kendras Hütte

Kendra legt sich mit Steinen einen Kreis um sich herum und kniet in der Mitte. Sie schaut hinauf zum Himmel.

Kendra: Allmächtiger Thor, Gott des Donners, schwinge deinen Hammer und schütze mich. (Sie dreht sich zu Sam und Daniel um) Wir müssen uns in den Kreis setzen und gemeinsam warten.

Carter: Worauf?

Kendra: Auf ein Zeichen von Thor. (Sie verschwindet kurz)

Carter (legt ihre Waffe ab): Na toll, noch ein Zeichen.

Sie und Daniel setzen sich in den Kreis.

Daniel: Vielleicht hat sie Angst davor dorthin zurückzukehren. Wir müssen sie moralisch unterstützen.

Kendra kehrt zurück.

Daniel: An wie viel erinnerst du dich noch von deinem früheren Leben?

Kendra: An vieles. Ich war ein wunderschönes Kind.

Carter: Warum sagst du das so traurig?

Kendra: Auf Jebanna ist Schönheit ein Fluch.

Carter: Das verstehe ich nicht.

Daniel: Weil die Goa’uld perfekte Wirte suchen?

Kendra: Ja.

Daniel: Was ist passiert?

Kendra: Marduk entdeckte unser Geheimnis und plünderten den Tempel, in dem sie mich versteckt hielten.

Carter: Das tut mir Leid.

Kendra: Aufgrund meiner Ausbildung in dem Tempel, konnte der Goa’uld, der von meinem Körper Besitz ergriffen hatte, nicht vollkommen meinen Geist beherrschen. Ein Teil von mir – von meinem Selbst – blieb erhalten.

Daniel: Etwas von dem Wesen des Wirtes überlebt.

Carter: Wie bist du hier gelandet? Teal’c sagt, für die Goa’uld ist das seit Ewigkeiten ein verbotener Planet.

Kendra: Genauso ist es auch. Aber ich kannte meinen Goa’uld. Er gierte nach Eroberung und ich habe ihn immer weiter provoziert. Ich habe ihn gereizt und flüsterte von Gerüchten, dass Cimmeria große Reichtümer für die bereithaltet, der sie holt.

Daniel: Du konntest tatsächlich den Goa’uld beeinflussen, der von dir Besitz ergriffen hat?

Kendra: Ja. So gelangten wir nach Cimmeria. Ich hoffe nur auf eine schnelle Erlösung. Auf den Tod. Doch man brachte uns in das Labyrinth. Ein dunkler und grauenvoller Ort. (Dann lächelt sie) Doch dann befreite mich der Hammer von Thor. Und seitdem respektiere ich sein Volk und seine Sitten.

Plötzlich donnert es über ihnen. Für manche mag es ein harmloses Gewitter sein, für Kendra ist es ein Zeichen.

Kendra: Das ist das Zeichen von Thor. Jetzt können wir gehen.


Szene: Höhle

Jack hält seine Hand an eine Wand, an der Wasser herabfließt.

O’Neill: Wasser. Wenn es genügend Zeit hat, bringt es Wände zum Einstürzen. Sogar Wände wie diese. In ein schlappen paar hundert Jahren werden wir frei sein.

Und dann sieht Jack einen Schatten im Eingang. Einen großen, hässlichen Schatten. Er fasst Teal’c am Arm und dieser dreht sich ebenfalls um.

O’Neill: Großer Gott, was ist das?

Es ist das Wesen, welches bereits am Wasserbecken war. Es stampft auf sie zu und es ist das erste Mal, dass man so etwas wie Schock in Teal’cs Gesicht erkennen kann. Es ist wirklich hässlich. Hat Ähnlichkeit mit einem übergroßen Reptil und wenn man sogar genau hinschaut, hat es dieselben deformierten Zähne wie die Wraith.

Una: Jaffa. Ich bin Unas. Der Erste.

Teal’c (geht auf ihn zu): Du existierst nicht.

Una: Töte den Menschen.

O’Neill: Entschuldige mal.

Una: Dann veranstalten wir gemeinsam ein Festessen.

Teal’c: Ich diene nicht mehr den Goa’uld.

Una (knurrt): Wir werden ja sehen. (Er kommt weiter in den Raum)

O’Neill: Hey! Bleib wo du bist!

Una (schubst Teal’c zur Seite): Waffen sind hier sinnlos.

Jacks Antwort ist eine Munition Patronen. Der Una taumelt getroffen zurück. Jack schießt weiter, als er erkennt, dass sie nicht so leicht klein zur kriegen sind. Schließlich rutscht er gegen die Wand nach unten. Jack bleibt vor dem Monstrum stehen. Grünes Blut sickert aus seinen Wunden. Teal’c kniet sich vorsichtig neben den Una. Er fühlt nach seinem Puls.

Teal’c: Unas der Erste ist tot.

O’Neill: Na schön, ich habe nichts dagegen. Komm jetzt.

Sie verschwinden aus der Halle und lassen den Una zurück. Nur ist er nicht so tot, wie sie dachten. Seine Augen beginnen zu glühen.


Szene: Kendra Hütte

Die drei machen sich auf den Weg in die Berge. Kendra führt die beiden an. Sie wandern über Stock und Stein, durch Tag und Nacht.


Szene: Höhle

Teal’c wartet auf Jack, der hinter ihm läuft. Er lauscht und plötzlich hört er etwas. Erschrocken wirbelt er herum.

O’Neill: Was? Teal’c, beruhige dich doch endlich. Dieses Monster ist glücklicherweise tot.

Teal’c: Ich glaub, ich habe ein Geräusch gehört.

O’Neill: Vielleicht gibt es noch ein paar von diesen Monstern hier? Was meinst du?

Teal’c: Wenn ja, dann würden sie sich mit Sicherheit gegenseitig zerfleischen.

O’Neill: Was hast du gemeint, als du ihm gesagt hast, er würde nicht existieren?

Teal’c: Es heißt Unas wäre der erste Wirt gewesen, geboren aus den urzeitlichen Gewässern wie der erste Goa’uld. Er wurde zu einem Mythos. Ähnlich euren Vampir.

O’Neill: Dieses Vieh war ein Goa’uld?

Teal’c: Ja.

O’Neill: Ich dachte, die würden menschliche Wirte vorziehen?

Teal’c: Es gibt noch weitere, ältere Spezies, die als Wirte benutzt wurden. Einige sind von unermesslicher Kraft und Wildheit.

O’Neill: Ich würde gerne wissen, wie lange es hier unten schon in der Falle saß.

Teal’c: Möglicherweise tausend Jahre. Unas können lange Schlafperioden einhalten, um zu überleben.

O’Neill: Es ist doch tot, oder? Wir müssen nicht noch mal zurück und ihm einen Pfahl durchs Herz klopfen, oder so was?

Teal’c: Es heißt, Unas besäßen große Fähigkeiten zur Selbstheilung, aber das sind Märchen, die man erzählt, um Kinder zu ängstigen. Es ist ein Mythos. (Jack nickt) Er war tot.

O’Neill: Ah, das ist gut.

Jack geht vor. Teal’c folgt ihm.

Teal’c: Glaub ich jedenfalls.

O’Neill (dreht sich zu Teal’c um): Moment mal. Du *glaubst* es?

Teal’c: Ich bin sicher.

O’Neill: Hundertprozentig?

Teal’c: Allerdings.

O’Neill: Nur ein Mythos?

Teal’c: Ein Mythos.

O’Neill: Gut.


Szene: Berg

Kendra bleibt an einem Abhang stehen. Sie setzt sich hin.

Daniel (lässt sich neben sie fallen): Wir haben uns doch nicht verirrt, oder?

Kendra: Es ist lange her. Damals war hier alles schneebedeckt. Jetzt sieht es anders aus.

Sam geht etwas abseits den Hügel entlang.

Daniel: Kendra, ist ja gut. Lass dir nur Zeit.

Sie schließt ihre Augen, um sich zu besinnen. Sie atmet ein paar Mal tief durch.

Daniel: Kendra, als der Goa’uld in dir vernichtet wurde, was für ein Gefühl ist das gewesen?

Kendra: Deine Frau?

Daniel: Ich muss wissen, ob es noch Hoffnung gibt.

Kendra: Es war sehr schmerzhaft. Wie Nadeln, die in meinen Kopf gestoßen wurden. Mein Goa’uld tat alles, um die Kontrolle zu behalten. Es ist eine Frage der Willenskraft. Viele geben auf.

Daniel: Na ja, Sha’re ist nicht in einem Tempel aufgewachsen, wie du, aber sie hatte Temperament. Sie war eine Kämpfernatur.

Kendra: Du hast sie sehr geliebt, nicht wahr?

Daniel: Ich tue es noch immer. Ich träume von ihr. Es ist, als ob ein Teil von ihr sich nach mir sehnt, aber wer weiß, vielleicht ist es auch nur Wunschdenken.

Kendra. Nein. Ihr seid noch immer verbunden. Wenn du sie findest und hierher bringen könntest, dann gäbe es auch Hoffnung.

Daniel: Danke.

Sam kommt zu ihnen zurück, als Kendra plötzlich aufschreckt.

Kendra: Jetzt bin ich mir sicher. Das ist der Weg.

Sie gehen in die besagte Richtung weiter.


Szene: Höhle

Jack und Teal’c irren im wahrsten Sinne des Wortes durch das Labyrinth.

Inzwischen bemüht sich der Una darum die Kugeln aus seinen Körper zu ziehen. Er begutachtet das Metallgeschoss und beginnt vor Schmerzen zu schreien. Was natürlich nicht von Jack und Teal’c ungehört bleibt.

O’Neill: Na schön. Es ist kein Mythos.

Eine Mischung aus Schrecken und Ekel ziert Jacks Gesicht.


Szene: Wald

Sam, Daniel und Kendra gehen über eine Art Damm, der den Fluss aufteilt. Kendra läuft links, Sam in der Mitte und Daniel rechts.

Kendra: Gairwyn hat mir erzählt, dass Thor dies vor Jahrhunderten erbaut hat. Es bringt das Wasser aus den Bergen zu dem Volk in seinen Städten.

Daniel: Thor ist großzügig.

Kendra: Ja, wir müssen ganz in seiner Nähe sein.

Carter: Daniel, das hat sie schon vor Stunden gesagt. Entweder hat sie sich verirrt oder sie will nicht zugeben, dass –

Daniel: Ich glaube nicht, dass sie uns absichtlich in die Irre führen würde.

Carter: Vielleicht tut sie es nicht mit Absicht. Vielleicht ist es ihr gar nicht bewusst.

Daniel springt auf ihre Seite und bringt sie somit zum Stehen.

Carter. Das, was sie erlitten hat, also noch der Goa’uld in ihr war, würde auf der ganzen Welt als Missbrauch bezeichnet werden.

Daniel: Bedeutet die Tatsache, dass sie Windböen und Donner als Zeichen gedeutet hat denn überhaupt nichts?

Carter: Bestimmt will sich ein Teil von ihr all dem stellen und ein andere Teil will es nicht. Vielleicht hat der Teil, der es nicht will, gewonnen. Wir verschwenden hier kostbare Zeit.

Daniel: Okay. Gairwyn sagte sie wurde von Jägern gefunden. Jäger schlagen nicht unbedingt den direkten Weg ein. Sie folgen dem Wild. Sie wollen Beute machen, nicht den schnellsten Weg gehen.

Carter: Daniel, Ihr Glaube, dass Kendra Ihnen dabei helfen könnte Sha’re zurückzubringen, macht es noch nicht wahr. (Daniel will sich das nicht weiter anhören und geht) Und es macht sie nicht glaubwürdiger!

Daniel (dreht sich plötzlich zu ihr um): Haben Sie noch nie erlebt, dass sich etwas logisch nicht erklären lässt aber es dennoch wahr ist?

Sam und Daniel tauschen Blick aus.

Kendra: Hier entlang.

Daniel hüpft auf Kendras Seite und folgt ihr. Sam gibt sich geschlagen und läuft ihnen nach.


Szene: Höhle

Jack und Teal’c kommen zur nächsten Kreuzung und schlagen einen Gang ein.

O’Neill: Bist du dir sicher, dass wir hier noch nicht waren?

Teal’c: Bestimmt nicht.

O’Neill: Kommt mir irgendwie bekannt vor.

Und dann kommt ihnen der Una entgegen.

Una: Eure Waffen können mich nicht töten. Ich kenne die Geheimnisse des Labyrinths. Ich könnte euch helfen zu entkommen.

O’Neill: Danke, muss nicht sein

Er schießt erneut auf den Una ein. Und Teal’c gesellt sich diesmal dazu. Er taumelt nach hinten, bis er in einem weiteren Gang verschwindet.

O’Neill: Komm schon.

Sie gehen in die andere Richtung. Gerade als sie den Gang verlassen haben, sehen wir eine Hand, die um die Ecke greift. Stöhnend folgt ihnen der Una.


Szene: Wald

Kendra bleibt vor einen Hügel stehen und deutet hinauf.

Kendra: Da.

Sie machen sich auf den Weg den Hügel zu bezwingen. Sie gelangen zu einer Felswand, wo das Symbol des Thors eingemeißelt ist.

Daniel: Der Hammer.

Darunter befindet sich ein Eingang in die Höhle.

Kendra: Ja, hier bin ich rausgekommen.

Carter: Okay, gut. An was erinnerst du dich im Labyrinth? (Sam geht zum Eingang)

Kendra: Es ist schwierig. Mein Goa’uld irrte viele Male vorwärts und rückwärts. Ich erinnere mich noch an den Eingang, wo Thor zu den Goa’uld spricht.

Daniel: Thor ist da drin?

Kendra: Es kam mir so vor, aber er wiederholt immer nur dieselbe Mitteilung. Mein Goa’uld hielt ihn nicht für echt. Es gab dort endlose Gänge, die von einem Raum zum nächsten führten. Und… es ist noch etwas da drin. Etwas Lebendiges.

Daniel: Was?

Kendra: Ich weiß es nicht.

Daniel: Okay. Also, du musst nicht weitergehen, wenn du es nicht willst, ja?

Kendra nickt Dann donnert es über ihnen.

Kendra: Thor verlangt, dass ich es versuche.

Man sieht ihr an, dass sie wirklich Angst hat.


Szene: Höhle

Jack und Teal’c gelangen in den nächsten Raum. Jack geht durch einen Durchgang, der die Form eines Hammers hat. Teal’c bleibt kurz davor stehen. Als Jack weitergeht, dreht sich eine Wand und Jack schaut dahinter.

O’Neill: Ja, hier ist es. Wir können verschwinden! Los, gehen wir.

Aber gerade als Teal’c durchgehen will, wird er von einem roten Energieschild erfasst und schreit vor Schmerzen auf.

O’Neill: Teal’c, geh weg da!

Wie bereits am Anfang kann sich Teal’c nicht rühren. Und so ist es erneut Jack, der ihn zurückschupst. Sie landen beide wieder in den Raum und das Energieschild verschwindet.

Teal’c: Danke, O’Neill.

O’Neill: Ja, ja.

Dann hören sie leider das Geräusch, welches sie nicht hören wollten. Das Stöhnen des Una. Sie sehen, wie der Schatten immer näher kommt.

Teal’c: Wenn ich sterben soll, dann als Krieger im Angesicht meines Feindes.

O’Neill (lädt die Waffe neu): Das letzte Magazin. Na schön, wieso nicht?

Gemeinsam warten sie.


Szene: Vor der Höhle

Sam und Daniel überprüfen ihre Waffen, während Kendra tief durchatmet und sich darauf vorbereitet einen Schritt in ihre Vergangenheit zu gehen.

Carter: Schon gut, bleib hier.

Daniel: Du hast wirklich mehr als genug getan.

Kendra: Im Tempel lehrte man uns, dass Furcht der größte Feind ist. Ich muss mich meiner Angst stellen.

Sam nickt und sie geht voran in das Labyrinth. Daniel und Kendra folgen ihr.


Szene: Kammer

Jack und Teal’c warten noch immer auf ihren Gegner. Jack schaut abwechselnd zu dem Hammer und zu dem Una.

Teal’c: Bist du für dieselbe Taktik wie ich?

O’Neill: Teal’c, bei uns heißt das: Denkst du dasselbe wie ich? Und die Antwort lautet ja.

Una: Mensch. Du kannst dich in Sicherheit bringen. Warum bleibst du?

Langsam kommt der Una näher.

Una: Jaffa, warum verbündest du dich mit einem Sklaven? Einst waren die Goa’uld alle wie Unas. Wir waren wenige, wir herrschten über Millionen. Wir nährten uns von den Schwachen, um selbst stark zu bleiben. Es wird mir ein Vergnügen bereiten euch beide zu töten und zu verschlingen.

Dann greift er sie an. Jack hat weniger Glück. Er wird von dem Una zur Seite geworfen. Teal’c verteidigt sich mit seiner Stabwaffe, aber er scheint nicht stark genug zu sein. Aber schließlich schafft er es durch eine geschickte Drehung die Stabwaffe den Una so auf den Rücken zu verhaken, dass dieser für einen Moment kampfunfähig ist, doch leider nicht für lange. Denn schon bald kann er sich befreien und Teal’c prügelt ihn in Richtung Hammer. Dann schießen sowohl Jack als auch Teal’c auf ihn, dass er taumelnd zurückfällt.


Szene: Höhle

Daniel und Sam hören die Schüsse.

Daniel: Das waren Schüsse!

Carter: Die stecken in Schwierigkeiten!

Daniel und Sam wollen losrennen.

Kendra: Es lebt noch.


Szene: Kammer

Der Una fällt in den Hammer.


Szene: Höhle

Carter: Wir sind ganz dich dran.

Sie drücken sich gegen die Wand, die sich natürlich nicht bewegen lässt.


Szene: Kammer

Jack leert sein Magazin. Aber der Una schafft es sich mit seinen Armen abzustützen, so dass er nicht vollkommen in die Öffnung des Hammers fällt.

O’Neill: Oh mein Gott.


Szene: Höhle

Kendra: Es gibt noch eins, was ich versuchen kann. Ich habe aus den Liedern von Thors Volk gelernt.

Sie geht zur anderen Seite und legt ihre Hände in vorgefertigte Nischen.

Kendra: Schneid den Fluss der Rune, lies die Macht, sieh den Regenbogen, kämpf die Schlacht.

Es hat funktioniert. Die Wand dreht sich und ein Durchgang wird sichtbar. Sam und Daniel ziehen ihre Waffen.


Szene: Kammer

Der Unas richtet sich wieder auf. Er will angreifen, aber Teal’c stützt sich auf ihn und versucht ihn in den Hammer zu treiben, bis er schließlich drin ist, doch leider wird auch unser Liebilings- Jaffa von dem roten Schild erfasst.

O’Neill: Teal’c!

Teal’c: Eine andere… Möglichkeit… gibt es nicht.

Der Una erleidet die schlimmsten Qualen, als von der anderen Seite Sam, Daniel und Kendra kommen. Erschrocken beobachten sie das Schauspiel. Und Jack kann es nicht länger aushalten. Er zieht Teal’c aus den Schild. Der Una jedoch muss die Qualen über sich ergehen lassen. Schließlich fällt er zu Boden und das Schild verschwindet. Teal’c geht auf ihn zu. Wieder einmal fühlt er nach dem Puls.

Jetzt wagen sich auch die drei Neuankömmlinge in die Kammer.

Teal’c: Ohne die Heilkraft des Goa’uld, wird sich sein Körper nicht mehr regenerieren können. Der Schaden ist zu groß.

Kendra: Jetzt verstehe ich, weshalb sie dich ihren Freund nennen.

Carter: Das ist Kendra. Sie hat uns hierher gebracht.

Daniel: Sie hat ihr Wissen aus erster Hand. Sie trug einen Goa’uld in sich. (Er deutet auf den Durchgang) Der Hammer funktioniert. Wisst ihr, was das bedeutet?

O’Neill: Es ist der einzige Weg hier raus zu gelangen.

Daniel (mit Tränen in den Augen): Was das für Sha’re und Ska’ara bedeuten kann?

O’Neill: Teal’c ist jetzt hier.

Teal’c: Und hier werde ich bleiben. Ich gehöre zu denen, die entführt haben, die ihr liebt.

O’Neill: Nein. Jetzt gehörst du zu unserer Familie. Wir lassen dich nicht zurück. (Jack schnappt sich Teal’cs Stabwaffe) Dieses Ding funktioniert hier drinnen nicht. Probieren wir es draußen aus. (Er drückt sie Daniel in die Hand)

Daniel starrt ihn einen Augenblick an, genau wie Teal’c, bevor er sich auf die andere Seite begibt. Alle räumen den Weg. Daniel zielt, schießt aber nicht.

O’Neill: Komm schon.

Doch dann aktiviert er die Waffe und schießt auf den Hammer, welcher von blauer Energie umhüllt wird. Daniel senkt die Waffe, als alles vorbei ist.

Carter: Hat es funktioniert?

O’Neill: Es gibt nur einen Weg das herauszufinden.

Er gestikuliert in Richtung Teal’c und dieser schreitet langsam auf den Hammer zu. Er bleibt kurz stehen und geht dann hindurch. Unbeschadet kann er ihn passieren. Das war dann die letzte Hoffnung für Sha’re und Ska’ara. Der Hammer ist ab sofort nutzlos.

Sam atmet erleichtert aus, genau wie Kendra. Aber man kann nicht die Spur von Bedauern leugnen. Ab jetzt sind sie den Goa’uld gegenüber schutzlos.

Teal’c bleibt neben Daniel stehen.

Teal’c: Ich danke dir, Daniel Jackson.

Daniel gibt ihm seine Stabwaffe zurück.

Daniel: Zumindest wissen wir jetzt, dass es möglich ist.


Szene: Stargate

Kendra geht mit Jack zum Tor.

Kendra: Ich weiß nicht, was wir tun sollen, jetzt wo der Hammer verloren ist.

O’Neill: Euch dürfte nichts geschehen. Die Goa’uld wissen nicht, dass der Hammer zerstört wurde.

Carter:Verschließt die Höhle. Wenn sie wiederkommen, werden sie an einen sicheren Ort verfrachtet.

Kendra: Ich möchte dir dafür danken, dass du mir geholfen hast den Mut zu finden, mich meiner größten Angst zu stellen. (Aus ihren Beutel holt sie einen Stein mit einer Eingravierung) Dies ist ein Andenken an unsere Welt.

Daniel nimmt den Stein entgegen.

Daniel: Danke.

Teal’c: Wir werden es nie vergessen.

Kendra nickt.

Carter: Und wir würden gerne zurückkehren.

Kendra nickt lächelnd.

Daniel: Oh! Beinahe hätte ich es vergessen! (Er rennt zum MALP und holt die Box, die Hammond ihnen am Anfang gegeben hat) Hier. Das ist ein Geschenk. Eigentlich ist es für Thor uns sein Volk, für den Fall, dass sie zurückkehren. Es enthält alles über unser Volk. Wer wir sind und dass wir gerne Freunde wären.

Es beginnt zu donnern. Teal’c zieht eine Augenbraue nach oben.

Kendra: Ah, Thor dankt euch!

O’Neill: Das ist schön. Sag ihm, wir würden ihn gerne eines Tages kennen lernen. Persönlich.

Kendra (nickt): Es ist ungefährlich für euch zu reisen. Ihr solltet jetzt gehen.

O’Neill: Daniel? Willst du nicht zu Hause bescheid sagen? Bevor es anfängt zu regnen?

[Huh, habe ich mich da gerade eben verhört? Seit wann wird denn Daniel in der ersten Staffel geduzt?]

Daniel: Na klar.

Er geht zum DHD. Teal’c nickt Kendra ein letztes Mal zu, bevor er sich seinem Team anschließt. Aus der Ferne wird das Geschehen ebenfalls beobachtet, wie sie durch das Tor schreiten.


ENDE

+[Transcript und Layout by Destiny]+