1.05 Das erste Gebot
The First Commandment

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O’Neill: Nein, Sir? Steht auf meiner Uniform nicht irgendwo *Colonel*?
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Szene: Planet

Es ist Nacht, alles nebelig, mitten im tiefen Wald. Dann sehen wir, wie ein dunkelhäutiger Mann (Conner) ein weißer Mann (Frakes) von irgendwas davonlaufen.

Conner: Komm, Frakes! Weiter!

Doch dann lässt Frakes etwas fallen und rennt zurück.

Frakes: Conner! Conner! Ich habe die Fernbedienung verloren!

Sie beide rennen zurück und wühlen danach im Laub. Im Hintergrund sehen wir, Fackeln, die immer näher kommen.

Conner: Ich habe sie!

Jetzt sehen wir Männer mit Masken und weiß-schwarz bemalten Gesichtern, auf ihren Köpfen tragen sie so etwas wie Stroh. Eine schießt mit einem Blasrohr auf die beiden und Frakes wird an der Schulter verletzt. Er geht zu Boden. Conner läuft zum DHD und beginnt mit dem Anwählen. Frakes stolpert und strauchelt Richtung Stargate, seine Verfolger in den Büschen neben und hinter ihm. Und dann stolpert er noch mal zur Seite, fällt auf die Knie und bricht zusammen. Conner hat das Wurmloch etabliert, er gibt den SG-Code ein und bemerkt erst da, dass Frakes nicht mehr hinter ihm ist.

Conner: Frakes!

Er läuft zurück.

Conner: Frakes!

Frakes kniet auf dem Boden, zu schwach, um noch weiterzugehen.

Frakes: Geh! Los!

Die Ureinwohner kommen ihm näher und näher. Conner zögert zunächst noch, aber rennt dann zurück zum Stargate. Im Hintergrund wird die Titelmelodie eingespielt.

Die Gruppe von Männern umrunden Frakes. Aus ihrer Mitte kommt ein Mann (Mann 1), der nicht wie ein Eingeborener aussieht, sondern eher, wie jemand von der Erde. Er packt Frakes am Kopf und zieht ihn an seinen Haaren hoch, ein andere Mann (Mann 2), der ebenfalls so aussieht, als ob er von der Erde stammen würde, steht an seinen Füßen.

Mann 1: Frakes, Frakes, Frakes. Du hast mich schwer enttäuscht, mein Sohn.

Der erste Mann zieht eine Handfeuerwaffe und erschießt Frakes.

Conner, der noch nicht durch das Tor ist, hat den Schuss gehört. Aber viel Zeit zum Überlegen bleibt nicht, denn der erste Erdling hat bereits seine Männer nach ihm ausgeschickt. In der Ferne sieht der erste Mann, wie das Wurmloch verschwindet.

Mann 2: Na schön, Conner hat’s geschafft. Was machen wir mit dem hier?

Mann 1 (dreht sich zu ihm um): Verbrennt ihn.

Sie schütten Benzin über den toten Körper und zünden ihn mit einer Fackel an.


INTRO


Szene: Planet

Diesmal ist es Tag und SG-1 kommt auf den Planet. Jack ist der letzte, der durch das Tor kommt, hinter ihm schließt sich das Wurmloch. Er sieht sich im Wald um.

Daniel: Für einen Planeten, der eine so hohe UV-Strahlung hat, wie der hier, gedeihen die Pflanzen ziemlich gut.

Carter (schmiert sich ihre Hände und Gesicht mit Sonnencreme ein): Vielleicht war Abydos die Ausnahme und nicht die Regel, was Vegetation angeht.

Daniel: Das wäre denkbar. Wenn es auf einem Planeten menschliches Leben gibt, muss es dort auch Kohlenstoff asylimierende Vegetation geben.

Teal’c: Na klar. Die Goa’uld haben schon vor Jahrhunderten viele Stargate-Welten wohnbar gemacht.

O’Neill: Na schön, sehen wir uns mal kurz hier am Tor um, dann machen wir uns auf die Suche nach SG-9.

Jack geht schon mal los.

Carter: So weit können die nicht sein.

Daniel: Ich weiß nicht, dieses Sternentor befindet sich mitten im Nirgendwo. Kaum vorstellbar, dass es in irgendeiner Kultur eine aktive Rolle spielt.

Daniel folgt Jack und Sam geht auch ein paar Schritte, als plötzlich stehen bleibt. Teal’c kommt zu ihr.

Teal’c: Gibt es ein Problem, Captain Carter?

Carter: Keine Vögel.

Sie folgt den anderen und Teal’c schaut nach oben in die Bäume, bevor er sich der Gruppe anschließt. Und sie hat Recht. Alles voller Bäume, aber nicht ein einziges Tier.


Szene: Wald, Planet, etwas später

Daniel irrt durchs Gebüsch.

Daniel: Hier muss es doch irgendwo eine Straße geben oder so etwas. Jack? Leute?

Plötzlich schießt aus dem Laub am Boden Conner. Er packt Daniel und hält ihm eine Pistole an die Kehle.

Daniel: Schon gut! Schon gut! Nicht schießen.

Dann kommt Jack, mit seiner Pistole und hält sie an Conners Hals.

O’Neill: Ein überaus kluger Ratschlag.

Er nimmt Conner die Waffe weg. Conner dreht seinen Kopf in seine Richtung.

Conner (erstaunt und erschöpft): Colonel O’Neill?

O’Neill: Lieutenant Conner?

Dann bricht er zusammen. Daniel befreit sich aus seinem Griff und Jack fängt ihn auf.

O’Neill: Okay, kommen Sie. Gehen wir.


Szene: Stargate, Planet

Jack und Daniel haben Conner zurück zum Stargate gebracht, wo jetzt auch die anderen sind. Er sitzt und liegt halb auf den Stufen.

O’Neill: Na schön, Conner, was ist hier los? Die Kommandozentrale hat vor sechs Stunden Ihr Signal erhalten, aber niemand kam durch. Wieso?

Conner: Hanson.

Carter: Wo ist er? Wir müssen –

Conner (hält seine Hand hoch): Nein! Nicht.

O’Neill: Was ist?

Conner: Frakes… Er…

Plötzlich stolpert er auf und rennt los. Sie folgen ihm. Conner bleibt stehen, aber nichts ist mehr von Franks übrig. Er kniet über den Häufchen Asche.

O’Neill: Conner.

Conner nimmt die Erkennungsmarke von Franks an sich.

O’Neill: Conner, ich will wissen, was passiert ist.

Conner: Habe ich Erlaubnis offen über einen Vorgesetzten zu sprechen, Sir?

O’Neill (überlegt einen Moment): Ja, schießen Sie los.

Conner: Der Kerl ist irre. Er ist durchgedreht.

Carter: Captain Hanson?

Conner: Vielleicht liegt’s an der Sonne, an der Strahlung…

Daniel: Wollen Sie damit sagen, die Sonnenstrahlung hat Frakes das angetan?

Conner: Nein, Sir. Captain Hanson hat Frakes das angetan.

Carter (entsetzt): Was?

Conner: Bei dem Versuch durch das Tor zu gehen.

O’Neill: Das glaube ich nicht.

Conner: Sir, wir wollten der Kommandozentrale berichten, was hier los ist. Die Menschen hier, die glauben, er ist Gott.

Teal’c: Weil ihr durch das Sternentor gekommen seid.

Conner: Nein, nein, Sie verstehen das nicht. Hanson glaubt es selbst!

O’Neill (schaut von Conner zu Sam): Carter?

Die beiden entfernen sich ein Stückchen vom Rest des Teams.

O’Neill: Sie werden Conner durch das Sternentor zurückbringen und erstatten General Hammond Bericht.

Carter: Nein, Sir.

O’Neill (zieht überrascht seine Augenbrauen hoch): Nein, Sir?

Carter: Ich würde gerne dabei sein, wenn Sie Captain Hanson suchen. Er wird auf mich hören.

O’Neill (seine Augenbrauen wandern noch höher): Eins ist klar, *Captain*, entweder wir bringen ihn zurück, dann wird er vor ein Militärgericht gestellt oder nicht. Wir wissen, was das bedeutet.

Carter: Ich kenne den Mann, Colonel.

O’Neill: Das könnte vielleicht das Problem sein.

Carter: Ich habe mich von ihm getrennt, weil ich ihn kenne. Ich weiß wie er denkt und was er vorhat.

O’Neill: Wie gern er immer Gott sein wollte?

Carter: Ich verstehe genauso wenig wie Sie, wie das passieren konnte, aber wenn SG-1 ihn verfolgt, dann komme ich mit.

Conner: Moment mal, nein, das ist unmöglich. Es gibt hunderte, wahrscheinlich tausende von denen. Er ist ihr Gott! Sie würden für ihn sterben und sie würden für ihn töten!

O’Neill: Das ist nicht Ihr Problem, Conner. Also, ich brauche jemanden, der dem General Bericht erstattet und das sind Sie.

Conner: Nein, Sir.

O’Neill (zieht erneut seine Augenbrauen hoch): Nein, Sir? Steht auf meiner Uniform nicht irgendwo *Colonel*?

Conner: Ich kenne den Planeten und die Situation. Es ist sicherlich Wahnsinn, aber wenn Sie gehen, begleite ich Sie, Sir.

Teal’c: Dazu bist du körperlich nicht mehr in der Lage.

Conner: Frakes war mein Freund.

Carter: Hier geht es nicht um Rache.

Conner: Vielleicht für Sie nicht. (Er geht zwischen Sam und Jack an ihnen vorbei) Wir sollten uns auf den Weg machen. Solange es hell ist.

O’Neill (geschlagen): Na schön, gehen wir die Götter besuchen.

Conner: Hoffentlich haben Sie genug Sonnencreme dabei.

Daniel: Wir sind ziemlich gut eingepackt.

Carter: Die ermittelten Daten zeigen, dass weder Schatten noch eine dicke Wolkendecke uns schützen. Es könnte regnen und wir würden einen Sonnenbrand kriegen.

Conner: Sie hat Recht.

O’Neill: Wieso sollten wir dann lieber tagsüber unterwegs sein?

Conner: Das hier ist nicht die Erde. Hier leben die Menschen in Höhlen. Vielleicht waren das mal Minen. Sie kommen nur nachts heraus. Wahrscheinlich sind sie immer noch hinter mir her, Sir.

O’Neill: Los geht’s.

Sie setzten sich ihre Sonnenbrillen auf und machen sich auf den Weg.


Szene: Lager, Planet

Mann 2 aus der ersten Szene entpuppt sich als unser lieber Jonas Hanson und 1 als Baker. Baker steht vor einem Zelt, die Sonne ist am Untergehen. Er hat ein paar Verbrennungen im Gesicht. Er geht zurück ins Zelt, wo er Hanson vorfindet

Baker: Sie hatten Recht. Die haben SG-1 geschickt.

Hanson, der bei einer jungen Frau steht, nimmt seine Erkennungsmarke in die Hand und reißt sich die Kette vom Hals. Achtlos wirft er sie auf den Boden.


Szene: Zeltlager von SG-1, Planet

Es ist inzwischen dunkel und es wurde ein Feuer entfacht. Daniel und Sam sitzen am Feuer und essen etwas.

Daniel: Das schmeckt nach… Hühnchen.

Carter: Was ist dagegen einzuwenden?

Daniel: Das, äh, ist Maccaroni mit Käse.

Sam beäugt ihr Essen und legt es wieder zurück.

Hinter ihnen steht ein Zelt aufgebaut, wo Jack und Teal’c sind.

O’Neill: Teal’c?

Teal’c: Alle Vorkehrungen sind getroffen.

Teal’c wirft einen Stein und Licht und Alarmsirenen gehen an. Jack schaltet sie aus.

O’Neill: Perfekt. Wenn sich irgendwer an uns heranschleichen möchte, sind wir auf jeden Fall gewarnt.

Er geht zum Zelt und Conner setzt sich zu Sam und Daniel.

Carter: Ach, äh, könnte es hier Löwen, Tiger oder Bären geben, für die es sich lohnen würde wach zu liegen?

Conner: Nur die Pflanzen scheinen in der Sonne überleben zu können.

Daniel: Also, wie konnte etwas Derartiges passieren? Ich meine, die SG-Teams bestehen doch aus hervorragend ausgebildeten Profis.

Jack setzt sich neben Daniel.

Conner: Als wir die ersten Höhlenbewohner trafen, verneigten sie sich vor uns, hielten uns für Götter.

Daniel: Das ist ein häufig anzutreffendes Phänomen. Ich meine, das kommt vor.

Conner: Aber Hanson hat es nicht richtig gestellt. Er hielt es für ungefährlicher, wenn wir sie in dem Glauben ließen, dass er ihr Gott sei. Er sagte, dass wäre ihre einzige Möglichkeit ihre Welt wieder in Besitzt zu nehmen.

Daniel: Und, äh, Sie waren damit einverstanden?

Conner: Frakes war unser Anthropologe. Er stimmte Hanson zu, dass es ungefährlicher wäre, aber je länger wir blieben, desto mehr glaubten sie an ihn. Als wir vier Wochen hier waren, hat sich ein kleines Mädchen in den Wäldern verirrt. Hanson hat es gesucht. Er war zwei Tage unterwegs, aber dann kam er zurück. In seinen Armen hielt er das völlig verstörte Kind.

Carter: Dafür liebten ihn die Höhlenbewohner wahrscheinlich.

Conner: Ja, das ist richtig. Danach hat er sich völlig verändert.

Carter: Wollen Sie sagen, die Sonne ließ ihn den Verstand verlieren?

Conner: Es war nicht nur die Sonne. Wenn es so gewesen wäre, hätten Frakes und ich etwas dagegen unternommen… es versucht zu verhindern, bevor…

Teal’c: Bevor was?

Conner: Es gab ein paar Höhlenbewohner, den klar war, dass Hanson auch nur ein Mensch war, wie sie. Dieser Ansicht verdanken sie Frakes und mir. Sie mussten in der Sonne stehen, an Pfähle gebunden, ungeschützt. Wenn sie sieben Tage am leben blieben, durften sie wieder in die Höhlen zurück. (Sam presst ihre Hände geballt zu Fäusten an ihren Mund)

Daniel: Viele bedeutende biblische Ereignisse fanden im Laufe von sieben Tagen statt.

Conner: Bis dahin waren sie blind, die Körper von Brandwunden übersäht. Und bald darauf sind sie gestorben. Also ich würde lieber eine Kugel in den Kopf kriegen.

Jack schaut kurz von Conner zu Sam.

O’Neill: Ich übernehme die erste Wache.


Szene: Lager, Planet

Es ist immer noch nachts. Hanson tritt aus seinem Zelt heraus. Er geht ein paar Schritte zu einem Abhang, der hinunter in eine Arbeitermine führt, wo die Menschen schwer am arbeiten sind.


Szene: Zeltlager von SG-1, Planet

Jack ist wach und hält Ausschau. Conner wacht auf und geht zu ihm.

Conner: Hey, Colonel. Jetzt übernehme ich die Wache.

Dann sieht Jack einen Schatten. Conner sieht es ebenfalls und richtet seine Waffe auf die Schemen. Jack weckt Teal’c , Sam und Daniel. Sie sind umzingelt von den Höhlenmenschen.

O’Neill: Aufwachen. Wir kriegen Besuch.

Daniel: Sind Sie sicher?

In diesem Augenblick landet ein Pfeil nur wenige Zentimeter von seinem Gesicht entfernt in einem Stück Holz.

O’Neill: Ziemlich sicher.

Einer der Höhlenmenschen läuft in die aufgebaute Falle und der Alarm geht los. Jack und Teal’c beginnen zu schießen. Jack trifft einen und Teal’c mit seiner Stabwaffe schießt in einen Baum. Daraufhin verschwinden die Höhlenmenschen.

Teal’c: Sieht so aus, als wären sie weg.

Daniel: Colonel? Colonel!

Er läuft in Daniels Richtung. Jack bleibt bei dem toten Mann stehen und lehnt sich gegen den Baum. So war das wohl nicht geplant gewesen.


Szene: Hansons Lager, Planet

Der nächste Tag ist herangebrochen und unten in der Mine sehen wir, wie etwas aufgebaut wird. Vermutlich eine Art Tempel.

Hanson: Die Erbauung des Tempels dauert mir zu lange.

Baker: Die arbeiten so hart wie sie können.

Hanson: Aber nicht so lange, wie sie können. Teile sie in Schichten ein. Tag und Nacht.

Baker: Das können Sie nicht tun.

Hanson: Was?

Baker: Das ist ihr Tod.

Hanson: Hm. Opfer müssen sein auf dem Weg zur Erlösung.


Szene: Wald, Planet

SG-1 setzen ihren Weg fort. Daniel und Sam unterhalten sich.

Daniel: Wahrscheinlich hatten sie nur den Auftrag, Conner gefangen zu nehmen, um klar zu machen, dass Hanson hier das Sagen hat.

Carter: Das passt zu ihm.

Daniel: Was meinen Sie?

Carter: Er hat gerne das Sagen.

Daniel: Oh. Was haben Sie an ihm gefunden?

Carter: Weiß ich auch nicht. Ich hatte immer ne Schwäche für Leute, die außergewöhnlich waren. (Eine hübsche Einstellung von Jack folgt [Ob sich die Macher der Macht der Shipper da schon bewusst waren?]) Und er war, er war charmant.

Daniel: Na, das ist doch schon mal was. Wenn jemand Charme hat…

Carter: Ich weiß nicht, ich sollte überraschter sein. Aber ich bin es nicht. Das hat schon immer in ihm gesteckt. Das waren zu viele Geheimoperationen.

Daniel: Das ist typisch für die Einschätzung unserer Soldaten durch die Regierung. Je verrückter sie sind, desto extremeren Situationen werden sie ausgesetzt. (Er schielt nach hinten zu Jack)

Carter: Ach, es ist komisch. Er war nicht glücklich über das Ende unserer Beziehung, aber ich fand, er hatte sich wieder im Griff, als wir uns im Stargate-Kommando trafen.

Daniel: Offensichtlich nicht.

Plötzlich sehen wir nur, wie Teal’c, der vorweg gegangen ist, die Hand hebt und sie alle stehen bleiben. Jack geht zu ihm nach vorne.

O’Neill: Was ist, Teal’c?

Teal’c: Es geht da lang.

Sie folgen ihm. Sie kommen an eine Schlucht an, von der man aus die ganze Mine sehen kann. Die Menschen mühen sich bei der UV-Einstrahlung ab. Teal’c wirf Jack ein Fernglas zu und dieser beobachtet das Geschehen aus der Nähe.

Teal’c: Die Straße führt aus dem Tal heraus, Richtung Berg.

Jack sieht, wie ein Mann, bereits vollkommen verbrannt, an einem Pfahl gefesselt ist. Links neben ihm ist ein weiterer Mann gefesselt und noch eine bisschen weiter links, sehen wir Conner gefesselt. Jack schüttelt nur mit dem Kopf und seufzt.

O’Neill (wirft das Fernglas zurück): In einer halben Stunde bin ich wieder da.

Teal’c: Wenn du vorhast Conner zu retten –

O’Neill: Noch nicht. Captain? Wenn es soweit ist, müssen Sie mir helfen die Vordertür zu öffnen.

Carter: Ich bin bereit, Sir.

Jack steht auf und verschwindet.

Teal’c: Wenn das so weitergeht, wird bald keiner mehr übrig sein, um ihn anzubeten.

Sam schaut durch das Ferngals.

Daniel: Die verhalten sich wie Abraham.

Sam und Teal’c werfen ihm einen Seitenblick zu.

Teal’c: Wer ist Abraham?

Daniel: Äh, eine biblische Gestalt. Er gilt als einer der Stammväter der Menschheit. Gott stellt sein Glauben auf die Probe, indem er ihm befahl ein großes Opfer zu bringen, seinen Sohn Isaak.

Teal’c: Und? Hat er seinen Sohn geopfert?

Daniel: Er hat es ernsthaft versucht, bis ein Engel ihn stoppte. Da war es fast zu spät.

Sam schaut erneut durch das Fernglas und wir sehen, wie ein paar Männer an einem schweren Stein zusammenbrechen. Baker sieht es und geht zu ihnen.

Baker: Steht auf!

Mann: Er ist zu erschöpft. Er braucht Schlaf.

Baker: Halt’s Maul! (Zu dem Mann, der am Boden liegt) Soll ich ein Exempel an der statuieren?! Willst du das?!

Als der Mann ihm aus Schwäche nicht antworten kann, schlägt Baker mit seinem Gewehr auf ihn ein. Sam gibt das Fernglas weiter an Teal’c und Daniel.

Carter: Hey. Sehen Sie sich das an.

Noch während Teal’c das Geschehen beobachtet, steht Sam auf.

Daniel: Halt. Wo wollen Sie hin?

Carter: Ich kann nicht dabei zusehen, wie sie einen Mann zu Tode prügeln.

Teal’c: Sie werden dich gefangen nehmen.

Carter (nickt): Ah ha.

Daniel: Das halten Sie für einen klugen Plan?

Carter: Daniel, ich kenne Hanson gut. Das hat der Colonel vorhin gemeint.

Daniel: Können Sie nicht wenigstens so lange warten, bis er wieder zurück ist?

Carter: Bis dahin ist der Mann wahrscheinlich tot.

Sie lässt die beiden sitzen.

Daniel: Wir hätten sie aufhalten sollen.

Teal’c: Das wäre unmöglich gewesen.

Jack pirscht sich in der Zwischenzeit an den Steinbruch heran und beobachtet weiter. Durch sein Fernrohr an dem Gewehr zielt er zu den Gefangenen am Pfahl.

Teal’c auf der anderen Seite beobachtet, wie Baker weiterhin auf dem Mann einschlägt. Sam ist hinter ihm. Sie tippt ihm auf die Schulter und verpasst ihm anschließend einen saftigen Kinnhaken. Benommen fällt er zu Boden.

Carter: Ah, das hat gut getan.

Jack läuft zu Daniel und Teal’c zurück.

O’Neill: Conner sieht schlimm aus. Es sind zwei Wachen da, aber…

Jack sieht jetzt ebenfalls, was Daniel sich durch das Fernglas anschaut.

Baker (im Hintergrund): Ergreift sie!

Sam hebt ihre Hände, legt ihre Waffe ab.

O’Neill: Daniel?

Er zeigt nur auf Sam vor sich, aber er hat keine Ahnung, was er sagen soll.

O’Neill: Na schön, was soll’s? Wahrscheinlich ist das die einzige Möglichkeit ohne ein Feuergefecht hereinzukommen.

Sam wird von Baker abgeführt, vermutlich zu Hanson.


Szene: Höhle

Sam wird von Baker hereingeschubst.

Carter: Ist ja gut, ist ja gut.

Er führt sie zu Hanson, der auf einem steinernen Thron sitzt, umringt von jungen Frauen.

Hanson: Wurde langsam auch Zeit.

Carter: Hallo, Jonas.

Hanson (lacht kurz): Und du hast gedacht, aus mir würde nie etwas. Ein ziemlicher Aufstieg, was? Vom Captain zum –

Carter (schüttelt nur den Kopf): Was ist los mit dir, Jonas?

Hanson: Bitte, nimm Platz.

Sie setzt sich auf einen Stein.

Hanson: Diese Höhlen waren einmal Minen. Sie ziehen sich meilenweit durch die Hügel und diese Leute hier vermehren sich wie die Karnickel. Sie haben nicht die notwendige Technologie sich durch Graben mehr Platz zu schaffen. Sie haben natürlich auch nicht den Mut die Höhlen zu verlassen. Das ist wie ein Land der Dritten Welt kurz vor der Explosion.

Carter: Und jetzt willst du sie retten?

Hanson: Oh, ich weiß, dass ich das mache. (Sam starrt ihn nur an) Die Bewohner dieser Welt sind menschliche Wesen. Sie sind wie wir. Wie könnten wir sie ignorieren? Von unserer Erde entführt, Jahrhunderte lang zur Sklaverei gezwungen.

Carter: Das können wir nicht ändern!

Hanson: Doch! Das können wir! Wir müssen ihnen helfen!

Carter: Wie soll ihnen das helfen, wenn du Gott spielst und sie zu Tode schindest?

Hanson: Ich hasse dieses Wort! Benutze es nicht! Das hier ist kein Spiel. (Sam schüttelt nur mit dem Kopf) Es ist eine Frage der Definition. Mein Volk braucht mich. Es glaubt an mich. Und weil es an sich glaubt, schindet es sich.

Carter: Zu Tode.

Hanson: Wir bauen eine Zivilisation auf, Sam. Ohne Opfer ist so etwas nicht zu machen.

Carter (seufzt nur abwehrend): Ach…

Hanson: Es ist besser, als in der Höhle zu verfaulen. In so erbärmlichen Verhältnissen zu hausen, wie du sie noch nie gesehen hast! Ich erschaffe ein großartiges Volk.

Carter: Nach deiner Vorstellung.

Hanson: Ja. Das wird einfach fantastisch werden! (Sam sieht das nicht so) Du wirst es erleben. Du wirst es erleben.


Szene: Mine, Planet

Die drei anderen von SG-1 schleichen sich an die Felswand, von wo aus Daniel, Teal’c und Sam das ganze Geschehen beobachtet haben. Wir sehen die Arbeiter.

O’Neill: Wir sollten uns einen von denen Schnappen und mit ihm reden.

Teal’c: Er könnte uns verraten.

Daniel: Vielleicht auch nicht.

Daniel beobachtet einen Mitarbeiter, der sich versucht unauffällig von den anderen zu entfernen.

Daniel: Vielleicht nicht. Ich glaube, ich habe da den richtigen Kandidaten gefunden.


Szene: Wald, Planet

Der Arbeiter hat sich an einen kleinen Back gekniet und trinkt eifrig daraus und versucht seine Wunden und Verbrennungen zu säubern und zu lindern. Dann kniet sich Daniel neben ihm und wäscht sich die Hände. Der Arbeiter schaut zu ihm und Daniel winkt ihm zu. Dann stellt sich Jack auf die andere Seite. Er sieht auf, will davonlaufen, aber rennt nur in Teal’c, der seinen Finger auf seine Lippen legt.

Teal’c: Shhh!


Szene: Höhlen, Planet

Jonas erklärt Sam die Geschichte der Menschen. Er sitzt vor einer bemalten Wand.

Hanson: Ich wünschte, ich könnte diese Zeichnungen verstehen.

Carter: Warum fragst du dein Volk nicht?

Hanson (zuckt mit den Schultern): Allwissend.

Lachend geht er von der Wand weg.

Carter: Du wusstest, dass ich kommen würde.

Hanson: Na, das war doch klar. Du als die Heilerin der seelisch Verwundeten. Ich war der einzige, bei dem du versagt hast. Der flügellahme Vogel, der nicht gesund werden wollte.

Carter: Du scheinst ganz gut alleine fliegen zu können.

Hanson: Ich hatte gehofft, du würdest es verstehen.

Er schüttet etwas Wasser auf den Boden. Sam hat genug. Sie greift sich ihre Pistole und zielt damit auf Hanson.

Carter: Ich verstehe es durchaus. Du bist krank und du brauchst Hilfe.

Hanson: Ah, das ist deine Vorstellung von Hilfe?

Carter: Ja. Du kommst mit mir zurück.

Hanson: Tja, dann wirst du sie gebrauchen müssen, Sam. Nur zu. Sie ist immer noch geladen.

Er geht ein paar Schritte auf Sam zu und man sieht ihr an, dass sie zögert. Die Waffe beginnt in ihrer Hand zu zittern, nur ihr Blick bricht nicht.

Hanson: Tu es!

Sie zuckt leicht zusammen.

Hanson: Denn so viel ist sicher! Das ist die einzige Möglichkeit mit aufzuhalten! Was sind ein paar Tote, gemessen am Überleben *meines* Volkes? Wenn du ihren Erlöser umbringst, wären die Menschen verärgert, aber immerhin wäre ich tot.

Sie schafft es nicht abzudrücken. Es fällt ihr immer schwerer die Waffe noch aufrecht zu halten.

Carter: Zwing mich nicht dazu.

Hanson: Mach schon. Warum drückst du nicht ab? Du brauchst doch nur abzudrücken.

Sam steht kurz davor in Tränen auszubrechen, als er langsam seine Hand nach der Waffe ausstreckt und sie ihr abnimmt.

Hanson: Du hattest die Waffe und offensichtlich hattest du auch alle Macht und dennoch behielt ich die Kontrolle. Das ist die Kraft eines Gottes.

Sie weint nicht, nur ihr Lippe beginnt etwas zu zittern.


Szene: Wald, Planet

Der Arbeiter sitzt ängstlich an einen Baum gehockt.

Jamala: Mein Name ist Jamala. Jamala… bitte tötet mich nicht. Bitte…

Daniel: Nein. Das haben wir nicht vor.

Jamala: Jonas hat gesagt, dass ihr kommen würdet. Satane mit derselben Macht wie er. Ihr würdet uns vernichten.

Daniel: Nein. Nein, wir sind keine Satane. (Er nimmt seine Sonnebrille ab, damit Jamala seine Augen sehen kann) Wir sind Mensche wie du. Ich bin Daniel, das ist Jack und das ist Teal’c.

O’Neill (lächelnd): Hi.

Jamala (schaut von ihnen zu Teal’c, der nicht lächelt): Ist er ein Jaffa?

Daniel: Ja.

Jamala: Töte mich nicht! Töte mich nicht!

Daniel: Nein, schon gut. Er ist ein Freund von uns. Er ist unser Freund. (Er geht zu Teal’c und legte seine Hand auf Teal’cs Schulter) Siehst du? Lächle, mach ein freundliches Gesicht.

Eines muss man Teal’c anrechnen. Er hat es immerhin versucht. Aber er scheitert erbärmlich.

O’Neill: Daran musst du noch ne Weile arbeiten.

Daniel: Woher weißt du, dass er ein Jaffa ist. Hast du schon mal einen gesehen?

Jamala (schüttelt den Kopf): Nein. Aber als ich klein war, habe ich Geschichten gehört. Ist schon lange her. Er ist ein Diener der alten Götter, nicht wahr?

O’Neill: Na ja, ja und nein. Er stammt aus einer anderen Welt, genau wie wir.

Jamala: Wie meinst du das?

O’Neill: Na ja, von der Erde. Sie ist weit… weit da draußen. Da kommen wir her. Jonas auch. Und er ist kein Gott. Er ist nur ein Mensch. Ein verrückter Mensch, zugegeben, aber –

Daniel: Okay, okay. Jonas ist böse.

Verängstigt versucht Jamala vor ihnen davon zu krabbeln.

O’Neill: Schon gut, er kann dich nicht hören. Und er kann dir nichts tun.

Daniel: Aber er wird euch vernichten, wenn ihr weiterhin an ihm glaubt und ihm folgt.

Jamala: Er wird uns retten.

Teal’c: Indem er euch in der Sonne schuften lässt?

Jamala: Wenn der Tempel fertig ist, wird Jonas den Himmel orange färben. (Teal’c und Jack tauschen einen Blick aus) Dann können wir gefahrlos in die Sonne gehen und niemand wird mehr krank sein.

O’Neill: Er wird… den Himmel färben?

Jamala: Natürlich. (Er zeigt nach oben) Den Himmel.

O’Neill: Ja, ich weiß, wo der Himmel ist. Wozu?

Jamala: Wenn der Himmel orange ist, ist es gut. Dann gibt es keine Krankheiten.

Teal’c: Und Jonas kann den Himmel orange färben?

Jamala (nickt): Ja. Das kann er.

Teal’c: Woher weißt du das?

Jamala: Er hat es uns gesagt.

O’Neill (zu Teal’c): Weißt du, was er meinen könnte?

Teal’c: Ich glaube schon.


Szene: Lager

Jonas kommt aus seine Höhle, gefolgt von Sam. Er zeigt ihr die Arbeiter und den Tempel.

Hanson: Der Tempel wird überwältigend werden, nicht wahr?

Carter: Was für einen Sinn hat das, Jonas? Wenn er fertig ist, wird niemand mehr da sein, der dich anbetet.

Hanson: Ich bitte dich! Nur naiver und blinder Glaube wird das Überleben dieses Volkes ermöglichen. Pure Hingabe. Sie müssen bedingungslos an mich glauben, wenn ich sie aus der Wüste ins gelobte Land führen soll. Ich trenne doch nur die Spreu vom Weizen. Und abgesehen davon, bin ich doch verrückt, nicht wahr?

Carter: Ich habe nie behauptet du wärst verrückt.

Hanson: Aber du denkst es. (Er beginnt zu lachen) Na, das macht nichts. Ich habe immer noch Vertrauen in dich, auch wenn du nicht an mich glaubst. Noch nicht. Aber du wirst dich noch besinnen.

Carter: Das glaube ich nicht, Jonas.

Hanson (sieht sie einen Moment an und zieht sie dann zurück in die Höhle): Komm mit.


Szene: Wald, Planet

Teal’c malt etwas auf einen kleinen Notizblock. Es eine Halbkugel mit einem Sockel darunter.

Daniel: Was ist das?

Teal’c: Das ist etwas, was ich bei den Goa’uld kennen gelernt habe. Es schafft ein Kraftfeld in der Luft.

Daniel: Wozu? Als Schutz vor der Strahlung, vor der Sonne dieses Planeten?

Teal’c: Das Gerät, welches sie benutzen, schien den Himmel orange zu färben.

Jamala: Die Höhlenmalereien erzählen davon. Sie zeigen dieses Symbol.

O’Neill: Hast du eines dieser Dinger, von denen er spricht, schon mal gesehen?

Jamala nickt.

Daniel: Wo?


Szene: Höhle

Jonas reißt einen Vorhang zur Seite und sichtbar wird ein großer Gegenstand auf dem Boden, der abgedeckt ist. Jonas zieht die Tarndecke ab und zum Vorschein kommt genau das Gerät, von welchem Teal’c gesprochen hatte. Sam sieht es sich genauer an.

Carter: Was ist das?

Hanson: Anscheinend etwas, was die Goa’uld zurückgelassen haben. Wenn ich die Legenden richtig verstanden habe, nutzen es die alten Götter dazu den Himmel orange zu färben, um die Menschen vor der Sonnenstrahlung zu schützen.

Carter: So eine Art Schutzschild.

Hanson: Ja.

Carter: Du weißt nicht, wie man es in Gang setzt.

Hanson: Tja, das ist nicht unbedingt mein Spezialgebiet.

Carter (beginnt verstehend zu lachen): Ich sollte nicht herkommen, damit ich bei dir bin, Jonas, ich sollte nur für dich rauskriegen, wie man das Ding in Gang setzt.

Hanson: Oh nein! Das ist nicht wahr. Ich hoffe aufrichtig, dass du dich eines Tages bereit erklären wirst meine Göttin zu werden.

Sam zuckt leicht nach hinten.

Hanson: Stell das Ding an.

Carter: Und wenn ich es nicht tue?

Hanson: Dann werden wir zusehen, wie auch der letzte Höhlenbewohner in der Sonne gestorben ist, bevor ich uns beide töte. (Er entfernt sich von dem Gerät) Er ließ kein einziges von seinen Worten zur Erde fallen. (Er holt seine Bibel heraus) Die hier trage ich seit Jahren mit mir herum. Die ganze Zeit über habe ich Gott gesucht… jetzt bin ich angekommen.


Szene: Wald

Jack und Jamala haben die Sachen getauscht. Jack trägt jetzt das Arbeitergewand und Jamala Jacks SG-Ausrüstung. Jack schmiert sich eine ganze Tube Sonnenmilch auf seine Haut. Teal’c zeichnet derweil weiter auf dem Block.

Jamala: Dann hast du deine Götter jetzt genauso verraten, wie ich jetzt meine?

Teal’c: Die Wesen, die ich verraten habe, waren keine Götter. Sie hatten Macht, aber Macht allein macht einem nicht zu Gott. Verstehst du das?

O’Neill: Wenn Conner noch einen Tag da draußen steht, wird er sterben.

Daniel: Wenn Teal’c dieses Gerät wirklich bedienen kann, dann können wir Hansons Macht ernsthaft gefährden.

Teal’c: Dein Plan hat bloß einen Hacken, Daniel.

Daniel: Jetzt sag nicht, du weißt nicht, wie man das bedienen muss.

Teal’c: Doch, das kriege ich schon hin. Aber es muss zwei davon geben.

Daniel: Was soll das bedeuten?

Teal’c: Der Mechanismus des Schildes besteht darin, dass ein Kraftfeld zwischen zwei Geräten reflektiert wird.

Jamala: Ich habe aber nur eins in seine Höhle gesehen.

Daniel: Hanson weiß vielleicht noch nicht, dass er ein zweites Gerät braucht.

Teal’c (zeichnet eine Skizze): In diesem Tal sind wir. Hier steht das Sternentor und hier ist der Tempel.

Jamala: Gute Zeichnung.

Teal’c (zieht eine Augenbraue hoch): Danke.

Und es sieht wirklich nach nichts aus. Ein Kreis, ein paar Dreiecke, die das Tal verdeutlichen sollen und ein paar Striche, um den Tempel anzudeuten.

Teal’c: Wo habt ihr das erste Gerät gefunden?

Jamala zeigt auf eine Stelle am Stargate. Teal’c malt sie ein.

Teal’c: Dann muss das zweite Gerät hier sein.

Er malt am Tempel ein Kreuz und verbindet sie dann in einem Bogen miteinander.

O’Neill: Du nimmst an, dass die Goa’uld sie einfach nur ausgeschaltet und dort gelassen haben?

Teal’c: Ja, genau.

O’Neill: Tut mir Leid, Teal’c, aber deine Berechnungen könnten falsch sein. Und Conner kann nicht mehr länger warten. Ich versuche ihn rauszuholen und ihr macht euch auf die Suche nach dem zweiten Gerät. Und ich werde mir Mühe geben zurückzukommen.

Er macht sich auf den Weg.


Szene: Wald

Die drei machen sich auf die Suche nach dem Gerät. Jamala geht ihnen voraus, dann bleibt er kurz stehen. Vor ihm befinden sich ein paar Stufen, die er hinaufgeht. Er kniet sich auf den Boden.

Jamala: Genauso sah die Stelle aus, wo wir auch das andere Gerät gefunden haben.

Daniel kniet sich ebenfalls hin und entfernt die Blätter vom Boden.

Daniel: Ah, das ist massiver Felsen. Da kommen wir nie durch.

Teal’c haut ein paar Mal mit seine Stabwaffe auf den Felsen.

Teal’c: Tretet beiseite.

Daniel schnappt sich Jamala und gemeinsam gehen sie die Stufen wieder runter. Teal’c stellt sich zu ihnen und schießt einmal auf die Platte, welche in tausend Stückchen zerspringt. Daniel kniet sich vor das Loch.

Daniel: Ah… hoffentlich funktioniert es auch noch.


Szene: Lager

Jack schleicht sich in das Lager. Relativ unbemerkt kann er sich bis zu einem großen Felsbrocken schleichen. Er hat ein Blasrohr, womit er eine Wache außer Kraft setzt. Diese fällt bewusstlos die Wand hinunter, genau hinter Conner und den anderen Gefangenen. Jack geht zu ihnen. Er geht zu Conner, welcher seinen Kopf gesenkt hat.

Conner: Töte mich.

O’Neill: Was soll das? Ich bin Ihretwegen hier.

Jack zerschneidet mit einem Messer die Seile

O’Neill: Können Sie laufen?

Conner nickt.

O’Neill: Los jetzt.

Jack tut so als ob er Conner abführen will.

O’Neill: Wäre es vielleicht möglich, dass wir nen Zahn zulegen?

Sie gehen weiter.

Baker: Halt!

Er entsichert seine Waffe. Die beiden bleiben stehen. Jack dreht sich zu ihm um.

O’Neill: Hey! Wie geht’s denn so? Wir würden gerne noch ein bisschen bleibe, aber irgend so ein Hirnamputierter Psychopath wollte meinen Kumpel hier sterben lassen. Deswegen hauen wir ab.

Er verpasst Jack eine Ohrfeige.

O’Neill: Au…

Baker durchsucht Jack und nimmt ihm seine Waffe ab, genau wie sein Messer.

Baker: Vorwärts.

Die beiden werden in Jonas’ Höhle geführt.


Szene: Höhle

Sam stellt Berechnungen an.

Carter: Der Hauptschalter scheint grundsätzlich nach demselben Schaltkreismuster zu funktionieren, wie das Sternentor.

Hanson: Versuch nur das Ding in Gang zu bringen.

Carter: Was ist, wenn ich es nicht kann?

In diesem Moment wird Jack und Conner hereingeführt.

Carter: Colonel O’Neill.

O’Neill: Captain, wenn ich das richtig sehen, läuft alles nach Plan.

Jonas geht auf ihn zu und macht irgendwas mit seinen Handgelenken.

Hanson: Erschießt ihn.

Carter: Nein! Also gut, ich…

Sie kniet sich zurück auf den Boden und wendet sich dem Gerät zu.

O’Neill: Glauben Sie, Sie können das Ding in Gang setzen?

Hanson: Tu es jetzt. Wenn es funktioniert, werde ich ihn verschonen.

Sie schaut zurück zu Jack, welcher nur mit den Schultern zuckt und dem Kopf nickt. Bleibt wohl nichts anderes übrig. Er deutet mit seinen gefesselten Händen an, dass sie ruhig arbeiten soll. Sam legt einen Schalter um und ein roter Strahl schießt nach oben.

Hanson: Es ist unglaublich!


Szene: Wald

Daniel und Teal’c befreien in der Zwischenzeit das andere Gerät vom Laub.

Daniel: Wird es funktionieren?

Teal’c: Das weiß ich nicht.

Jamala kommt auf sie zu gerannt.

Jamala: Alle werden gezwungen sich um den Ring der Götter zu versammeln.

Daniel: Das Sternentor.


Szene: Stargate, Planet

Sie haben sich alle versammelt. Jack und Conner knien als Gefangene auf dem Boden. Jonas spielt weiterhin Gott. Das Tor steht jetzt nicht mehr aufrecht, sondern wurde auf den Boden gelegt.

Hanson: Meine Kinder! Heute ist ein großartiger Tag. Die Sonne blieb stehen mitten am Himmel und fast einen ganzen Tag lang verzögerte sie ihren Untergang. Ich habe die Macht zu helfen und zu zerstören. Fürchtet euch nicht. Steht fest und sehet, was der Herr heute für ein Heil für euch tun wird! Heute werden wir das Tor vergraben, was die Dämonen ausspeit, die uns zu vernichten drohen. (Sam ist ebenfalls gefesselt und wird von ein paar Speerspitzen in Schacht gehalten) Aber zunächst werde ich diese schurkischen Feinde, die in unsere Welt eingedrungen sind, wieder in die Hölle zurückschicken, aus der sie kamen.

Er beginnt damit das Tor anzuwählen.

Hanson: Fürchtet euch nicht, denn ich, der Herr, euer Gott, bin der Herrscher über das Tor zur Unterwelt.

Er aktiviert das Wurmloch. Wie eine Fontäne schießt es aus dem liegenden Tor heraus. Erstaunt und ängstlich gehen die Einwohner in die Knie.

Carter: Du hast versprochen sie nicht umzubringen.

Hanson: Das mache ich auch nicht. Ich schicke sie zurück zur Erde.

Carter: Aber wenn nicht vorher das Signal gesendet wird, sterben sie.

Hanson: Hm, bitte, Sam. Das ist ein wichtiger Augenblick für mich.

Er schubst sie leicht an der Schulter und geht ein paar Stufen hinauf.

Hanson: Ich bin der Herr, euer Gott, und es gibt nichts, was ich nicht tun kann. Niemand ist größer als ich! Niemand hat größere Macht. (Zu Baker) Stoß sie hinein.

Baker schubst Jack und Conner nach vorne, Richtung Tor. Es wurde sogar eine provisorische Rampe aus Stein gebaut, auf der Jack und Conner nun stehen. Sie gehen bis zum Vorsprung, doch dann kommt Daniel aus der Menge gesprungen.

Daniel: Halt! Wartet noch!

Jamala schießt mit Teal’cs Stabwaffe auf Baker.

Jamala: Aus dem Weg!

Jonas zieht seine Waffe, aber Sam schaftt es ihm mit einem sehr schönen Sprung sie ihm aus der Hand zu schlagen. Daraufhin schlägt er sie und sie geht zu Boden. Jack funkelt ihn böse an, während Jonas weiter schlägt und Sam versucht sich zu wehren. Doch dann schießt Jamala auf ihn. Der Schuss geht daneben, aber Jonas hört auf. Sam scheint Schmerzen zu haben.

Daniel: Hört mir zu! Ganz egal, was Jonas euch gezeigt oder für euch getan hat, er ist kein Gott!

Hanson: Hört nicht auf ihn! Das sind Dämonen! Helfer des Teufels! Ich, ich bin euer Retter!

O’Neill: Wir sind keine Dämonen! Was soll dieser Unsinn?

Daniel (nimmt eine Pistole): Und das, das hier, das ist keine magische Kraft. Das ist nichts anderes als eine Pistole. (Er entfernt das Magazin)

Hanson: Tut, was ich euch sage! Oder ihr werdet alle sterben!

O’Neill: Tut, was er sagt und ihr werdet wirklich sterben!

Hanson: Ihr habt mich verraten! Nach allem, was ich für euch getan habe! (Jack schafft es langsam seine Fesseln zu öffnen) Ich habe versprochen euch aus den Höhlen hinauszuführen ins Licht. Und heute kann ich dieses Versprechen erfüllen! (Er geht zu dem Gerät) Seht nur, die Zauberkraft, die eurem Gott inne wohnt. Ich schenke euch die Sonne, ich schenke euch die Welt! (Er aktiviert das Gerät und der rote Strahl schießt nach oben, aber nichts passiert. Jack konnte sich inzwischen befreien, verharrt aber in seiner Position: Jonas geht zu Sam und rüttelt sie) Was ist passiert?

Carter: Das weiß ich nicht.

Hanson (zieht sie unsanft hoch): Reparier das!

Daniel: Das ist eine Maschine! Ich kann sie in Gang setzen, das könnt ihr auch, genau wie Jamala mit diesem Stock schießen kann. Ich zeige euch, wie das geht. Es gibt zwei Geräte und beide müssen in Betrieb sein, damit ein Schutzschild errichtet wird. Ich zeig es euch.

Er nickt Jamala zu und dieser feuert einmal mit seine Stabwaffe in den Himmel, so dass Teal’c, der am anderen Gerät steht, den Schuss sehen und das andere Gerät aktivieren kann. Er tut es, auch hier schießt ein roter Strahl empor und der Himmel färbt sich orange. Jonas greift nach Sam und schleift sie zu Jack und Conner auf die Rampe. Doch bevor er etwas machen kann, springt Jack auf ihn los. Er schlägt ihn von der Rampe, so dass er auf den Boden fällt. Alle Einwohner rennen auf ihn zu. Sie nehmen ihn und tragen ihn die Rampe hinauf. Dort schmeißen sie ihn durch das Stargate. Sam sieht nur traurig, wie ihr Ex-Verlobter in den Tod geschmissen wird.


Szene: Stargate, Planet

Das Stargate steht wieder an Ort und Stelle. SG-1 ist vor Ort, genau wie die anderen Überlebenden und ein paar Bewohner.

Carter: Ähm, ich denke, wir sind soweit.

O’Neill: Sollten wir ihnen sagen, dass sie das Tor zuschütten sollten, sobald wir fort sind?

Carter: Teal’c glaubt, dass die Goa’uld nicht zurückkommen.

Daniel: Aber vielleicht sollten wir zurückkehren und nach diesen Leuten sehen.

Carter: Finden Sie nicht, wir haben genug getan?

Daniel gibt ihr schweigend Recht. Er geht zurück zu Teal’c. Sam sieht so aus, als ob sie noch was sagen will.

O’Neill: Haben Sie noch was auf dem Herzen?

Carter: Ich hatte die Gelegenheit ihn zu töten, Colonel. Er hat mich fast darum gebeten.

O’Neill: Es ist keine besondere Ehre jemanden zu töten, Captain.

Carter: Ich weiß.

O’Neill (hält Jonas’ Bibel in der Hand): Hören Sie, ich bin kein besonderer Experte, was diese Dinge angeht, aber ich erinnere mich dunkel an ein Gebot, ich glaube, es ist das erste.

Carter: Ich bin der Herr, dein Gott, und du sollst keine anderen Götter neben mir haben.

O’Neill: Na schön, dann ist es nicht das erste. Ich meine das mit dem 'Nicht töten’. Immer wenn man dagegen verstößt – egal aus welchem Grund – geht man einen Schritt in Richtung Hanson.

Carter (den Tränen nahe?): Danke.

Jack nickt ihr zu und gibt ihr die Bibel. Er geht zu Daniel und Teal’c.

O’Neill (zu Jamala): Und ihr werdet zu recht kommen?

Jamala: Ja. (Sie schütteln die Hände) Die Welt außerhalb der Höhlen… sie ist überwältigend, oder?

Daniel: Ja. Sie ist größer, als du es dir vorstellen kannst.

Auch sie schütteln kurz die Hände, bevor Daniel zum DHD geht und das Tor anwählt. Nachdem das Wurmloch etabliert ist, sendet Sam das Signal. Gemeinsam mit Conner verlässt SG-1 den Planeten.

ENDE

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