1.01 Das Tor zum Universum
Children of the Gods

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Carter: Ich bin Officer der Air Force, genau wie Sie, Colonel. Und nur weil sich meine Reproduktionsorgane innen anstatt außen befinden, bedeutet das nicht, dass ich nicht genauso fähig wäre, wie Sie.
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Szene: Torraum, SGC

Alles im Torraum ist mit Planen abgedeckt. Selbst das Stargate ist versteckt unter einer riesigen Hülle. Es erweckt den Eindruck, dass es schon seit langem nicht mehr genutzt wird. Links neben der Rampe ist ein kleiner Pokertisch aufgebaut. Vier Offiziere, eine davon eine Frau, spielen Karten, während ein weiterer ausschenkt. Einer von ihnen hat die Füße auf den Tisch gelegt, während ein anderer eine Zigarre im Mundwickel stecken hat.

Geber: Oh man, meine Karten sind genauso lausig, wie dieser ganze Job hier. (Der fünfte Spieler kommt zu ihnen an den Tisch und setzt sich) Na schön, Leute, macht euren Einsatz.

Chips werden in die Mitte des Tisches geworfen. Die Karten werden sich angesehen.

Raucher: Das gilt auch für dich.

Geber: Sieben zu zwei, Bube zur acht, du hast auch nichts… Dame zum König, könnte vielleicht ein Straight werden… Acht zur acht und der Bube geht zum Ass… Pärchen liegt vorne. (Er legt die Karten weg)

Die Frau dreht sich auf ihren Stuhl um, hinter ihr steht das gigantisch abgedeckte Stargate.

Frau: Habt ihr keine Angst, dass hier mal ein Offizier aufkreuzen könnte?

Raucher: Glaub mir, zu uns kommt nie jemand runter.

Die Plane vom Stargate beginnt ein wenig zu flattern. Bis auf die Frau scheint es niemand bemerkt zu haben.

Frau (zeigt mit ihrem Daumen auf das Tor): Macht das Ding immer so?

Geber: Wie denn?

Frau: Na das da unter der Plane. Ich…da hat sich grade was bewegt.

Raucher: Das einzig besondere an dem Ding ist, dass es viel Geld kostet

Geber: Und das scheint denen langsam auszugehen. Seit Monaten werden hier schon Leute eingespart.

Die Plane bewegt sich wieder. Die Frau schaut erneut über ihre Schulter.

Frau: Im Ernst, Leute, das Ding bewegt sich.

Raucher (nimmt den Glimmstängel aus dem Mund): Wenn du keinen Straight hast, sollstet du passen.

Sie ignoriert die Männer und geht langsam in Richtung Rampe.

Geber: Soll das heißen, du willst passen? (Sie geht weiter, den Blick starr auf das Gate gerichtet, zum Tor) Wir spielen die Runde zu ende. Sie ist raus.

Sie geht langsam die Rampe hinauf, bis sie in der Mitte stehen bleibt, da es von einem Schütteln erfasst wird. Erschrocken läuft sie rückwärts die Rampe wieder hinunter und als auch das Schütteln auf den Tisch der Soldaten übertragen wird, ziehen die ihre Waffen, als sie aufstehen. Die Frau steht jetzt bei den Männern. Sie beobachten, wie die Plane heruntergeweht wird und sich der innere Kreis des Tores zu drehen beginnt. Die Chevronlichter leuchten rot auf. Die fünf trauen ihren Augen kaum.

Frau: Das ist offensichtlich noch nie passier, hä?

Der Offizier mit der Zigarette läuft hinüber zum Notfalltelefon und nimmt den Hörer ab, aber bevor er sprechen kann, wird das Wurmloch aktiviert. Die anderen, die vor der Rampe stehen, werden von dem plötzlichen Kwoosh zu Boden gerissen. Erschrocken lässt der Raucher den Hörer fallen, während die anderen sich bewaffnen. Die Frau ist die Einzige von ihnen, die es wagt, die Rampe wieder zu betreten, die MP im Anschlag, bereit zu schießen.

Geber: Was hast du vor?

Sie ignoriert ihn und mit einem starren Blick auf den Ereignishorizont, macht sie einen Schritt nach den anderen. Der Geber folgt ihr am Fuße der Rampe, aber nach wenigen Schritten bleibt er stehen. Die Frau steht vor dem Wurmloch, langsam streckt sie ihre Hand aus, um die Materie zu berühren, aber bevor sie das machen kann, wird durch das Sternentor ein rundes Gerät geworfen. Sie beugt sich zu dem Objekt hinunter, aber wird in diesem Moment von einem gelben Licht erfasst. Wie ein Scanner fährt es über ihren Körper. Die Männer scheinen große Angst zu haben, aber die Frau beugt sich zu der Kugel hinunter.

Geber (aus dem Hintergrund): Was machst du denn da?

Raucher (aus dem Hintergrund): Fass das ja nicht an!

Typisch Frau, die Neugier ist größer als Vorsicht. Sie berührt es leicht mit ihren Fingerspitzen. Es passiert nichts. Vorsichtig nimmt sie es in die Hand und steht langsam auf. Doch in diesem Moment kommt eine Schlangenwache wie aus dem Nichts durch das Tor und ergreift sie. Die Kugel fällt auf den Boden. Er legt seinen Arm um ihren Hals und hat sie im Würgegriff. Verzweifelt versucht sie sich aus seinem Griff zu befreien. Der Raucher zielt mit seiner Waffe auf die Schlangenwache.

Geber (zu seinen Leuten): Nicht schießen!

Es kommen weitere Schlangenwachen durch das Tor. Der Geber geht rückwärts die Rampe hinunter zu seinen Männern.

Geber: Halt! Stehen bleiben! Wer seid ihr?

Schließlich tritt die letzte Person durchs Tor. Sie hat ebenfalls eine Rüstung an mit einem Schlangenkopf und doch unterscheidet sie sich von den anderen. Sie ist golden. Kaum ist er durchgetreten, verschwindet das Wurmloch hinter ihnen. Er sieht sich kurz um, bevor sein Schlangenkopfhelm verschwindet. Darunter befindet sich ein Mensch, zumindest sieht er so aus. Er ist geschminkt, wie im alten Ägypten.

Apophis (Goa’uld Stimme): Jaffa! Kree!

Der Helm der ersten Wache verschwindet ebenfalls. Zum Vorschein kommt Teal’c, erster Primus von Apophis. Er sieht sich die Waffe der Frau an.

Apophis: Teal’c! Kree!

Etwas widerspenstig wirft er die Waffe zur Seite und übergibt Apophis die Frau.

Frau: Lasst mich gefälligst los!

Apophis hält die Frau so vor sich, dass sie mit ihren Kopf zu ihm aufschaut. Er öffnet seine linke Hand und darunter befindet sich ein Goa’uld Handgerät, welches zu leuchte beginnt, als er es über ihre Stirn hält. Unter Schmerzen fängt die Frau an zu schreien, bis sie schließlich bewusstlos wird.

Geber: Lasst sie los!

Einer der Schlangenwachen richtet ihre Stabwaffe auf ihn, aktiviert sie und schießt. Der Schuss geht daneben in die Wand, aber jetzt setzen die Soldaten zum Gegenfeuer an.

Geber: Okay, Feuer frei!

Mit ihren Mitteln versuchen sie die Schlangenwachen zu überwältigen, aber die Technologie der Goa’uld scheint zu gut zu sein, um ihren Waffen eine Chance zu geben. Die Kugeln prallen an den Rüstungen ab und erst nach einigen Schüssen (die ein Mensch in Stücke zerfetzt hätte), gehen einige zu Boden. Teal’c nimmt die Frau an sich und schützt sie mit seinem Körper. Als eine Wache zu Boden geht, sieht Apophis sehr überrascht aus.
Durch die Schießerei nutzt der Raucher seine Chance und kehrt zum Telefon zurück.

Apophis: Kree tak, Jaffa!

Raucher (ins Telefon): Wir stehen unter Beschuss, wir brauchen dringend…

Er kann den Satz nicht mehr zu Ende führen, denn in diesem Moment wird er von einem Schuss aus der Stabwaffe zum Schweigen gebracht. Einer nach dem anderen fällt. Schließlich hört die Schießerei auf und wir sehen die Soldaten blutüberströmt auf den Boden liegen. Im Hintergrund ist das läuten der Alarmsirene zu hören.

Apophis: Tal shak! Alam’she (?)

Durch die Korrdore des SGC kommen weitere Soldaten gelaufen.

Offizier: Los, los, los! Bewegt euch! Schneller, schneller!

Hinter ihnen schließt sich eine große weiße, dicke Tür.

Offizier: Da unten ist irgendwas passiert!

Im Torraum sehen wir, dass das Wurmloch wieder aktiviert wurde [wie das ohne DHD gehen soll, weiß ich leider nicht, meines Wissens nach haben doch nur die Asgards und die Lichtwesen die Fähigkeit dazu, aber egal, es ist wieder aktiviert].
Es sind nur noch die Frau, Apophis und eine Schlangenwache anwesend. Diese hebt die Kugel von der Rampe auf, während General Hammond und weitere Soldaten den Raum betreten. Geschockt und überrascht irgendwelche Aktivität am Stargate überhaupt zu sehen, starrt er auf die drei Personen. Die Frau ist wieder bei Bewusstsein, aber nicht ansprechbar. Sie hat einen total verklärten Blick.

Hammond: Noch nicht schießen!

Apophis hat seinen Helm zurückgefahren, so dass er Hammond direkt ansehen kann. Langsam versteht er, was für ein Wesen da vor ihm steht. Plötzlich beginnen Apophis seine Augen zu glühen, bevor sich der Helm wieder schließt und er zusammen mit den restlichen Schlangenwachen durch das Tor verschwindet. Das Wurmloch verschwindet.

Die Kamera fährt von hinten durch das Tor, so dass wir sehen können, wie Hammond langsam auf die Rampe zugeht.


INTRO


Szene: Jacks Haus

Es ist abends und ein Wagen der Air Force hält vor seinem Haus. Major Samuels steigt aus. Er geht zur Fordertür und klopft, aber niemand öffnet ihm.

Fahrer: Sir, da drüben ist eine Treppe.

Samuels geht zur Treppe, sie führt auf ein kleines Plateau auf dem Dach. Dort oben findet er Colonel Jack O’Neill, wie er mit einem Teleskop in den Nachthimmel schaut.

Samuels: Colonel Jack O’Neill?

O’Neill: Colonel A.D.

Samuels: Ich bin Major Samuels.

O’Neill (er ist so unhöflich und dreht sich nicht zu ihm um *g*): Air Force?

Samuels: Jawohl, Sir. Ich bin persönlicher Atieudant des Generals.

O’Neill: Soll ich Ihnen einen kleinen Tipp geben, Major? Lassen Sie sich zur NASA versetzen, da geht ihn Zukunft die Action ab. (Durch sein Teleskop können wir einen Nebel mit Sternen sehen) Da draußen.

Samuels: Ich, ähm, ich habe Befehl Sie zu General Hammond zu bringen, Sir.

O’Neill: Wer ist denn das?

Samuels: Der Nachfolger von General West. Es ist überaus wichtig. Es geht um Stargate.

Erst als Jack diesen Namen hört, kann er sich von seinen Sternen losreißen und dreht sich zu Samuels um.


Szene: SGC

Noch am selben Abend fährt ein Auto durch die Kontrolle des Komplexes. In der nächsten Szene sehen wir, wie Jack mit einem weiteren Offizier in einem Fahrstuhl steht. Auf der Schalttafel leuchtet Sublevel 11 auf. Die Fahrstuhltür öffnet sich und der Offizier führt Jack hinaus in einen Korridor.

Es herrscht wieder Leben im Berg. Wissenschaftler und Soldaten laufen herum. Jack geht zu einem weiteren Offizier, um sich einschreiben zu lassen.

Offizier: Von hier aus, müssen wir einen zweiten Lift nehmen, Sir. Es ist sehr weit unten.

Er zieht eine Karte aus seiner Tasche heraus und steckt sie in den Schlitz, damit der Fahrstuhl sich öffnet.

O’Neill: Ja, ich weiß. (Der Offizier sieht ihn erstaunt an) Ich war schon mal hier.

Offizier: Natürlich.

Dir Tür schließt sich und es geht weiter nach unten. Sie werden von Major Samuels erwartet.

Samuels: Hier entlang, Sir.

Der andere Offizier nimmt den Wachposten vor der Tür ein, während Samuels nun Jacks Begleiter ist.


Szene: Hammonds Büro

Es klopft an der Tür. Hammond sitzt an seinem Schreibtisch und sieht ein paar Berichte durch.

Hammond: Herein.

Die Tür öffnet sich. Es ist Samuels mit Jack.

Samuels: General Hammond, Colonel Jack O’Neill.

O’Neill (zu Samuels): Colone A.D

Hammond: Das ist mir bekannt. Das ist auch mein letzter Einsatz. Ich mache mir langsam Gedanken, was danach kommt. Vielleicht schreibe ich. Haben Sie mal daran gedacht über Ihre Abenteuer in der Armee zu schreiben?

O’Neill: Daran gedacht habe ich schon. Aber dann müsste ich dummerweise jeden erschießen, der das Buch liest. (Hammon sieht ihn an und Jack schielt zu Samuels, der hinter ihm steht) War nur ein Scherz. Meine Aufträge unterlagen fast alle der Geheimhaltungspflicht.

Hammond: Ja, natürlich.

O’Neill: Major Samuels erwähnte vorhin Stargate.

Hammond: Sie wollen gleich zum Thema kommen. Soll mir recht sein. (Er steht auf) Folgen Sie mir.

Samuels öffnet ihnen die Tür und sie verlassen das Büro.


Szene: Krankenstation

Die Leiche eine der Jaffa Wachen wird aufgedeckt. Dr. Warner, Jack, Hammond und Samuels stehen um den Leichnam herum.

Hammond: Haben Sie etwas schon einmal gesehen, Colonel?

Warner: Das sind keine Menschen.

O’Neill: Sind Sie sicher?

Der Jaffa hat eine Kreuzförmige Öffnung auf seinen Bauch.

Warner: Soweit wir das erkennen können, ist dieser Schlitz hier ein Brustsack, vergleichbar mit denen von Beuteltieren.

Jack sieht sich das genauer an.

Samuels: Wie bei Kängurus.

Warner: Noch haben wir keine Autopsie vornehmen können.

Hammond: Diese Lebewesen, oder Außerirdischen oder wie Sie sie nennen wollen, kamen hier rein, töteten mit ihren hoch entwickelten Waffen vier von meinen Männern und entführten eine Frau.

O’Neill: Waffen, Sir?

Ein Soldat holt aus einer Ecke eine Stabwaffe und gibt sie Samuels, der sie dann an Hammond weitergibt. Und dieser überreicht sie Jack.

Samuels: Wir konnten leider nicht herausfinden, wie sie zu bedienen sind.

Jack dreht die Waffe in seinen Händen, so dass er mit seinen Daumen einen kleinen Hebel berührt. Er kippt ihn um und die Waffe ist aktiviert. Vorne der Kopf der Waffe teilt sich in vier Teile auf und gelbliche Energie umschließt den Kopf für eine Weile. Dann deaktiviert er sie wieder.

Hammond: Offensichtlich kennen Sie diese Waffen.

O’Neill: Ja, Sir.

Er gibt sie Hammond zurück und dieser an Samuels.

O’Neill: Aber solche Kreaturen gibt es auf Abydos nicht, dort leben nur Menschen. Sie stammen von der Erde. Ra brachte sie vor tausenden von Jahren dort hin.

Hammond: Das habe ich schon gelesen. Aber in Ihren Bericht stand auch, dass dieser Ra in Wirklichkeit ein Außerirdischer ist, der sich in einem menschlichen Körper befindet.

O’Neill: Ja, seine Augen glühten. Das war das wichtigste Indiz.

Hammond: Sind Sie sicher, dass er tot ist, Colonel?

O’Neill: Ein taktischer atomarer Sprengkopf ist direkt vor seine Nase explodiert. Das überlebt niemand. Wieso?

Hammond: Colonel… diese Lebewesen, was auch immer sie sind, bewachten einen anderen Mann, der ebenfalls wieder durch das Stargate verschwunden ist. Ich konnte seine Augen genau erkennen. Sie glühten.


Szene: Korridor

Hammond geht voran, als er sie durch die wirren Gänge des Komplexes führt.

Hammond: Wie denken Sie nach all der Zeit über die Stargate Missionen, Colonel?

O’Neill: Wie meinen Sie das?

Hammond: Na ja, es ist jetzt über ein Jahr her. Hat sich Ihr Standpunkt geändert?

O’Neill: Nun, Sir, ich…

Er bleibt stehen, als er in einem Raum sieht. Die Tür wird sofort geschlossen. Schließlich geht er in Hammonds Büro. Er ist ziemlich skeptisch.

O’Neill: Waren das…?

Hammond: Kawalsky und Ferretti, ja. Sie standen während der ersten Stargate Mission unter Ihrem Kommando (Durch die Glasscheibe können wir sehen, wie die beiden von einem Offizier in den Besprechungsraum geführt werden.) Wie stehen Sie zu Daniel Jackson, Colonel?

O’Neill: Wieso werden meine Männer verhört?

Hammond: Das sind nicht mehr Ihre Männer, Colonel. Sie sind ausgeschieden. Daniel Jackson?

O’Neill (dreht sich von der Scheibe weg): Sie kennen doch den Bericht.

Hammond: Ja.

O’Neill: Da steht alles drin.

Samuels: Ist es so?

O’Neill (schaut zwischen Hammond und Samuels hin und her. Etwas stimmt nicht): Wo liegt das Problem, General?

Hammond: Sie konnten Daniel Jackson nie ausstehen, oder?

O’Neill: Daniel war Wissenschaftler, hat andauernd genießt. Genau genommen war er ein Freak.

Samuels: Dann war er Ihnen nicht sonderlich sympathisch?

O’Neill: Das habe ich nicht gesagt. Er hat mir und meinen Leuten das Leben gerettet und uns zurückgebracht. So was lässt einen durchaus sympathisch erscheinen, klar was ich meine?

Hammond: Laut Einsatzinstruktionen hatten Sie den Befehl Stargate zu durchqueren, mögliche Gefahren für die Erde aufzuspüren und im Notfall einen nuklearen Sprengkopf zu zünden und das Tor auf der anderen Seite zu zerstören.

O’Neill: Ja, Sir.

Samuels: Aber das haben Sie nicht getan, oder?

O’Neill: Das war mir nicht möglich. Meine Leute wurden von Ras Truppen überwältigt und ich konnte die Waffe nicht aktivieren.

Samuels: Aber mit Dr. Jacksons Hilfe konnten Sie das Blatt noch einmal wenden und zündeten die Bombe doch noch, oder?

O’Neill: Ja.

Hammond: Soweit Sie wissen sind also Daniel Jackson und alle anderen, die Sie auf Abydos begleiteten, tot. Korrekt?

O’Neill: Das ist korrekt.

Hammond (steht von seinem Platz auf und geht zur Tür): Gut, dann werden Sie einverstanden sein, wenn ich jetzt das Startsignal für unseren Plan gebe.

Jack sieht ihm hinterher und tauscht mit Kawalsky und Ferretti einen Blick aus, der sagt, dass sie mehr wissen.


Szene: Korridor zum Torraum

Hammond: Dieses Quarzmaterial aus dem die Stargates bestehen, muss verdammt widerstandsfähig sein, wenn es einer Mark Drei standhält.

O’Neill: Nach unserer Rückkehr schickten wir eine Robotersonde raus, Sir. Auf der anderen Seite war alles eingeebnet. (Ein Offizier öffnet mit einer Karte die große Stahltür zum Torraum) Offensichtlich war das Sternentor auf Abydos unter dem Geröll begraben.

Sie betreten den Torraum.

Hammond: Aber irgendwie ist es wieder ausgegraben worden.

Jack bleibt in seinem Schritt stehen, als er die Bombe auf der Rampe stehen sieht.

O’Neill: Oh mein Gott!

Der Zeitzünder wird aktiviert.

O’Neill: Sie wollen Sie noch mal bombardieren?

Hammond: Dieses mal mit einer Mark Fünf. Falls die Wesen das Tor auf Abydos wieder aufgemacht haben, wollen wir es für alle Zeiten schließen.

O’Neill: General. Das dürfen Sie nicht.

Hammond: Der Countdown läuft bereits. (Er hat Jack den Rücken zugedreht und lächelte leicht. Er hat Jack hinters Licht geführt) Es sei denn, Sie wollen uns noch etwas sagen.

Jack geht auf ihn zu.

O’Neill: General Hammond, Sir. Zu meinem Bedauern muss ich Sie davon unterrichten, dass mein Bericht nicht ganz korrekt war.

Hammond: Sie zündeten die Bombe nicht.

O’Neill: Natürlich habe ich die Bombe gezündet und sie befand sich an Bord von Ras Raumschiff. Er wurde vernichtet und die Gefahr für die Erde beseitigt.

Samuels: Allerdings…

O’Neill: Allerdings befand sich das Schiff in der Umlaufbahn des Planeten Abydos. Weder das Tor, sonst noch was auf dem Planeten wurde zerstört. Daniel Jackson ist nicht tot. Er lebt bei den Menschen von Abydos.

Hammond: Sie haben sich einem Befehl widersetzt! Wieso?

O’Neill: Weil die Menschen auf Abydos keine Bedrohung für uns darstellen. Warum sollten wir sie zerstören?

Hammond: Das haben Sie nicht zu entscheiden!

O’Neill: Bei allem nötigen Respekt, Sir, wenn ich nach meiner Rückkehr berichtet hätte, dass das Tor auf der anderen Seite noch intakt ist, hätten Sie eine weitere Bombe gezündet, wie Sie’s vorhatten! Es war nicht nötig diese Menschen sterben zu lassen. Die Bedrohung durch Ra war erledigt.

Samuels: Und die Sonde, die wir ihnen geschickt haben? Sie wurde zerstört.

O’Neill: Nachdem wir glücklich gelandet waren, demontierte Daniel das Tor und machte dadurch eine Rückkehr nach Abydos für immer… unmöglich.

Hammond: Tja, die vier Leichen im Lazarett sprechen für etwas ganz anderes. (Sie schweigen einen Moment, bevor sich Hammond an einen der Techniker wendet) Wir werden die Bombe wie geplant zünden.

O’Neill: General! Das können Sie nicht tun!

Hammond: Ach, das kann ich nicht?!

O’Neill: Auf diesem Planeten befinden sich unschuldige Menschen!

Hammond: Unschuldige Menschen befinden sich hier! Auch ich habe meine Befehle, Colonel! Und ich werde sie befolgen. (Zu den Soldaten) Führen Sie Colonel O’Neill in die Arrestzelle. Dort hat er Zeit zum nachdenken, während ich mir überlege, was ich mit ihm anfangen werde. (Er geht an Jack vorbei)

Samuels: Sergeant.

Zwei Soldaten führen Jack ab.


Szene: Arrestzelle

Kawalsky liegt auf dem Bett und starrt nach oben an die Decke, als die Tür geöffnet wird und ein Soldat Jack hereinführt. Kawalsky ist sofort auf seinen Beinen und salutiert von Jack.

Kawalsky: Colonel O’Neill, Sir.

O’Neill: Ich habe den Dienst quittiert, Kawalsky, hören Sie auf zu salutieren.

Kawalsky nimmt seine Hand runter und lächelt. Dann streckt er sie Jack entgegen und sie schütteln sich die Hände, wie alte Freunde das eben machen.

Kawalsky: Ferretti und ich haben den nichts verraten.

O’Neill: Dafür danke ich euch.

Sie setzten sich an einem kleinen Tisch, wo zwei Stühle an der Wand stehen.

Kawalsky: Diese Kinder auf Abydos haben auch mir das Leben gerettet.

O’Neill: Ja… die Kinder.

Kawalsky: Na ja, ihretwegen haben wir es ja nur geheim gehalten, richtig?

O’Neill: Ja.

Kawalsky: Einer von den Jungs hat Sie vergöttert. Bestimmt erinnern Sie sich. Verrückter Name, wie hieß er doch gleich?

O’Neill: Skaara.

Kawalsky: Genau. Wissen Sie noch, wie er immer vor Ihnen salutiert hat? (Er macht mit seiner Hand die Salutiergeste nach)

O’Neill: Ja. Mein Sohn hat das auch immer getan, als er noch klein war. Skaara hat mich an ihn erinnert.

Kawalsky: Oh Mann, Colonel. Wir haben diese Mission zusammen durch gestanden, aber dass Sie einen Sohn haben, wusste ich nicht.

O’Neill (traurig): Tja, er ist tot. Er starb kurz vor dem Abydos Einsatz.

Kawalsky: Tut mir leid, Sir, ich hatte ja keine Ahnung.

In diesem Moment öffnet sich die Tür und General Hammond kommt herein. Kawalsky springt sofort auf und stellt sich stramm hin. Jack dagegen erhebt sich langsam.

Hammond: Wie viele Menschen, haben Sie gesagt, leben auf Abydos?

O’Neill: Kann ich nicht sicher sagen… vielleicht fünftausend. (Hammond scheint nachzudenken. Kawalsky und Jack tauschen hoffnungsvolle Blicke aus). Soll das bedeuten, Sie wollen es sich noch einmal überlegen, die Bombe zu zünden?

Hammond: Das bedeutet nur, ich bin offen für Vorschläge.

O’Neill: General, lassen Sie mich einen Trupp durch das Tor führen. Dann finden wir heraus, wer diese Außerirdischen sind. Kawalsky und ich waren schon einmal dort, wir kennen und mit den Gegebenheiten da aus.

Hammond: Das denken Sie vielleicht. Jackson könnte tot sein, Sie wissen nicht, was dort auf Sie wartet.

O’Neill: Sir, es gibt eine Möglichkeit das rauszufinden.

Hammond (nickt): Richtig. Wir haben den Sondenprototyp vorbereiten lassen. (Kawalsky grinst)

O’Neill: General, wir brauchen die Sonde nicht.

Kawalskys Lächeln verschwindet. Jack schnappt sich eine Packung Kleenex, die auf dem Tisch steht.

Kawalsky: Wirklich nicht?

O’Neill: Nein, das hier reicht schon.

Er geht an Hammond und Kawalsky vorbei, aus der Zelle. Die beiden sehen ihn etwas überrascht hinterher, bis sie ihm schließlich folgen.


Szene: Kontrollraum, SGC

Hammond, Jack, Samuels und Kawalsky sehen hinunter zum Stargate, während im Torraum zahlreiche Soldaten ihre Position eingenommen haben.

Sgt Davis: Chevron 4 aktiviert.

Hammond (zu Jack): Würden Sie mir erklären, was Sie vorhaben?

Sgt. Davis: Chevron 5 startbereit.

O’Neill: Jackson leidet an einer Allergie.

Kawalsky (grinsend): Allerdings.

O’Neill: Er wird wissen, dass ich ihm das schicke und nicht jemand… (er schaut zu Hammond) bei allem Respekt, Sir, jemand, wie Sie.

Stimme (Hintergrund): Wir gehen auf Computerstart.

Frauenstimme (Hintergrund): Automatiksteuerung vorbereitet.

Sgt. Davis tippt auf der Tastatur herum, deren Beschriftung aus Symbolen besteht.

Sgt. Davis: Chevron 6 startbereit.

Jack macht sich auf den Weg in den Torraum.

Sgt Davis: Chevron 7 startbereit.

Auf dem Bildschirm wird ein COMPLETE angezeigt. Das Wurmloch im Stargate wird aktiviert.

Die Kamera fährt hinter das Tor, so dass wir durch den Ereignishorizont verschwommen Jack sehen können, wie er die Rampe hinaufgeht. Kamerawechsel: Vor dem Tor. Jack bleibt stehen und hält etwas unschlüssig die Kleenexpackung in der Hand, als er sie schließlich durchwirft und sie verschwindet.

Sgt. Davis: Das, ähm, Objekt müsste das Ziel in fünf Sekunden erreicht haben.

Während er spricht, beginnt eine Art Gradmesser auf einer Glasscheibe, auf der die Galaxie mit ihren Planeten und Abydos eingezeichnet ist, zu wandern.

Str Davis: Vier… drei… zwei… eins. (Der Planet wurde lokalisiert. Das Wurmloch verschwindet) Das Objekt müsste nunmehr das Stargate auf Abydos passiert haben.

Hammond: Und was jetzt?

O’Neill (der grade durch die Tür kommt): Jetzt warten wir. Wenn Daniel noch da ist, weiß er, was die Nachricht bedeutet.

Samuels: Und wenn es den Außerirdischen in die Hände fällt?

O’Neill: Tja, möglicherweise putzen sie sich grade die Nasen.

Samuels: Aber vielleicht planen sie auch einen Angriff.

O’Neill: Ach wirklich, Samuels, überlassen Sie mir die Rolle des Zynikers, okay? (Zu Hammond) Sir, es könnte ne Weile dauern.

Hammond verschwindet die Treppe hinauf. Die anderen folgen ihm.


Szene: Besprechungsraum

Während der Wartezeit befinden sich einige Offiziere im Besprechungsraum. Sie reden in kleinen Gruppen miteinander. Hammond sitzt auf seinem Stuhl am Kopfende des Konferenztisches, wo er noch einmal wahrscheinlich Jacks Missionsbericht durchgeht. Etwas weiter entfernt hat es sich Jack auf einem Stuhl bequem gemacht. Plötzlich hört er ein Geräusch und der Tisch fängt an zu wackeln. Das Stargate wird aktiviert. Er steht auf und geht zur Scheibe, von der man aus in den Torraum schauen kann.


Szene: Torraum

Es bildet sich ein Wurmloch und die Soldaten stehen wieder schießbereit vor der Rampe. Durch das Stargate kommt jedoch nur eine kleine Packung Kleenex geflogen. Jack, Hammond, Kawalsky und Samuels betreten den Torraum. Jack läuft die Rampe hoch, kniet sich hin, um die Packung aufzuheben. Er wischt etwas Sand von der Pappe ab und lächelt, als er gelesen hat, was da drauf steht. Er geht zu Hammond zurück und wirft die Packung Samuels zu, der sie auffängt. Auf der Packung steht: Danke, Schickt noch mehr.

O’Neill: Düfte ich jetzt einen Trupp durch das Sternentor führen, Sir?

Hammond: Vorausgesetzt der Präsident ist einverstanden. Die Lagebesprechung beginnt um 0800. Willkommen im aktiven Dienst, Colonel.

Zusammen mit Samuels verschwindet er. Kawalsky und Jack schütteln sich die Hände und Jack klopft ihm einmal auf die Schulter. Dann verlassen auch sie den Torraum.


Szene: Besprechungsraum

Hammond nimmt sich eine Akte von seinem Schreibtisch und geht dann zu den bereits wartenden Anwesenden im Besprechungsraum. Jack ist jetzt ganz formell in seiner Uniform gekleidet, wie der Rest des Stabs. Sie salutieren, als sie Hammond sehen.

Hammond: Meine Herren, nehmen Sie Platz.

Sie setzen sich an den Tisch, ein Stuhl allerdings – gegenüber von Jack – bleibt leer.

Hammond: Wo ist Captain Carter?

Samuels: Grade eingetroffen, Sir.

O’Neill (der noch immer steht): Carter?

Hammond: Sam Carter wurde mit dieser Mission beauftragt.

O’Neill: Ich würde mir gerne meine eigene Mannschaft zusammenstellen, Sir.

Hammond: Nicht bei diesem Einsatz. Ausgeschlossen. Carter ist unser Experte für das Stargate.

O’Neill (schreibt etwas auf): Von welcher Einheit kommt er?

Carter (steht an der Türschwelle): Bisher war *sie* dem Pentagon direkt unterstellt.

Jack schaut auf und wir sehen, wie Sam – ebenfalls in Uniform – hereinkommt. Sie bleibt vor ihrem Platz stehen.

Carter: Wahrscheinlich sind Sie Colonel O’Neill. (Sie salutiert) Captain Samantha Carter zum Einsatz, Sir.

Jack erwidert den Salut.

Kawalsky und Ferretti grinsen. Sie hatten wohl nicht erwartet, dass eine Frau in ihrem Team sein wird.

Kawalsky: Aber alle Welt nennt Sie Sam

Carter: Nur keine Sorge, Major, ich habe mit Puppen gespielt, als ich klein war.

Ferretti beginnt zu kichern und Kawalsky macht große Augen.

Kawalsky: Ken in Uniform?

Carter: Mit Major Matt Mason.

Kawalsky: Oh… (zu Ferretti): Wer?

Ferretti: Major Matt Mason, eine Astronautenpuppe. Hatten Sie die mit den genialen kleinen Flügelchen…?

Hammond (unterbricht sie): Ich würde jetzt gerne anfangen. (Zu Jack) Colonel?

O’Neill: Danke, Sir. (Sam setzt sich auf ihren Platz) Diejenigen, für die das die erste Reise durch das Tor ist, sollten darauf vorbereitet sein, was sie erwartet.

Carter: Ich kenne Ihre Berichte von dem ersten Einsatz praktisch auswendig. Ich kann Ihnen sagen, ich habe mich mein Leben lang darauf vorbereitet. (Jack sieht sie mit einem kleinen Lächeln an)

Kawalsky: Der Colonel wollte damit folgendes sagen: Sind Sie schon einmal während eines simulierten Bomberfluges aus einer F-16 ausgestiegen?

Carter: Ja.

Kawalsky (überrascht; er sieht zu Jack, dieser zieht eine Augenbraue nach oben): Das hier… ist wesentlich schlimmer.

Ferretti: Sobald Sie auf der anderen Seite sind, sind Sie steif gefroren. Als wären Sie in einen Schneesturm geraten… und das nackt.

Kawalsky und Ferretti amüsieren sich köstlich darüber Sam so aufzuziehen.

Carter (gelassen): Die Ursache ist die Molekühlkompression, während der Millisekunden, die für die Rekonstitution erforderlich ist.

O’Neill: Jetzt geht das wieder los. Schon wieder ein Wissenschaftler. (Er zeigt auf Sam) General... bitte.

Carter: Astrophysikerin, wenn’s recht ist. (Jack ist aufgrund ihrer Schlagfertigkeit etwas überrascht)

O’Neill: Was wollen Sie damit sagen?

Hammond: Das bedeutet, dass sie gebildeter ist als Sie, Colonel.

Sam muss sich ein Grinsen verkneifen, sie schaut hinunter auf ihre Unterlagen, während Kawalsky und Ferretti zu lachen beginnen.

Hammond: Vor allem was Dinge betrifft, die sich auf das Sternentor beziehen.

Jack sieht zu den beiden hinüber und sie versuchen mit dem Lachen aufzuhören.

Carter: Colonel, ich hatte die Technologie des Tores bereits zwei Jahre lang studiert, bevor Daniel Jackson es öffnete und Sie hindurchgehen konnten. Ich hätte damals schon dazugehört. Aber, Sir, Sie und ihre Männer (sie schaut zu den beiden hinüber) sollten die Tatsache, dass ich mitkomme, so schnell wie möglich akzeptieren.

O’Neill: Tja, mit allem erforderlichen Respekt, Dr. …

Carter (unterbricht ihn): In der Army wird man mit dem militärischen Rang angesprochen, nicht mit dem akademischen Titel. Also, nennen Sie mich Captain, nicht Doktor.

Jack atmete einmal tief ein.

Hammond: Captain Carters Entsendung in diese Einheit steht nicht zur Debatte, das ist entschieden.

Carter: Ich bin Officer der Air Force, genau wie Sie, Colonel. Und nur weil sich meine Reproduktionsorgane innen anstatt außen befinden, bedeutet das nicht, dass ich nicht genauso fähig wäre, wie Sie.

Jack ist Manns genug, um seinen Mund zu halten. Er setzt sich hin, als er mit einem Lächeln weiter spricht.

O’Neill: Es hat sicher nichts damit zutun, dass Sie eine Frau sind. (Er sieht sie direkt an) Ich mag Frauen. Ich habe nur ein kleines Problem mit Wissenschaftlern.

Carter: Colonel, ich war während es Golfkrieges über 100 Stunden im Lufteinsatz. Ist das genug Qualifikation? Oder müssen wir erst Armdrücken?

Kawalsky und Ferretti beobachten den Schlagabtausch belustigt, sie schauen beide hinüber zu Jack. Er sieht Sam nur mit einem Lächeln und einem kleine Hochzucken seiner Augenbraue an. Am anderen Ende des Tisches räuspert sich Samuels.

Samuels: Auch wenn ich damit Ihrer Begeisterung einen Dämpfer versetzte, ich bin immer noch der Ansicht, es wäre sicherer und logischer das Tor unzugänglich zu machen. Genau wie die alten Ägypter es getan haben, damit wäre eine Rückkehr der Außerirdischen unmöglich.

O’Neill: Es würde nur nichts helfen.

Hammond: Es hat schon einmal geholfen.

O’Neill: Jetzt wissen Sie, wer wir sind. Und wissen, was wir geschafft haben. Wir stellen eine Gefahr für sie da. Sie haben Raumschiffe, General. Ra hatte eines, was so groß ist, wie die alten Pyramiden. Sie brauchen nicht das Sternentor, um hierher zu kommen, das schaffen sie auch auf die altmodische Tour. Also bei allem Respekt vor Mister 'Man sollte nicht immer mit der größten Keule zuschlagen’ (Samuels sieht ihn an, während Sam sich ein weiteres Grinsen verkneifen muss), sollten wir nicht das Sternentor für eine Aufklärungspartroullie benutzen, bevor die zurückkehren? Und wieder zurückschlagen?

Alle Augen richten sich erwartungsvoll auf Hammond.

Hammond: Ich gebe Ihnen genau 24 Stunden Zeit, um entweder zurückzukehren oder eine Nachricht zu schicken und wenn’s geht, möglichst keine Kleenexpackungen, wenn ich bitten darf. (Er steht auf, genau wie die anderen) Andernfalls gehen wir vom schlimmsten aus und wir werden die Bombe zünden.

O’Neill (zufrieden): Verstanden.


Szene: Torraum

Das Wurmloch etabliert sich und Hammond kommt mit dem Aufklärungsteam herein.

Hammond: Und halten Sie sich diesmal an die Befehle, Colonel.

Jack sieht Hammond mit einem 'Tue ich doch immer’-Blick an.

O’Neill: Sir?

Hammond: Diesmal bringen Sie Daniel Jackson mit. Ist das klar?

O’Neill: Jawohl, Sir.

Sie salutieren voreinander.

O’Neill (zu seinen Leuten): Aufstellung.

Vier von seinen Leuten gehen die Rampe hinauf durch das Tor und nur er und Carter bleiben zurück. Sie schaut fasziniert zum Tor hinauf.

O’Neill: Captain?

Carter: Ich werde schon nicht kneifen, keine Sorge.

O’Neill: Gut. Eigentlich wollte ich sagen: Ladies first.

Er geht an ihr die Rampe hinauf, sie folgt ihm.

Carter: Sie werden mich sehr mögen, wenn Sie mich erst einmal ein bisschen besser kennen.

O’Neill: Oh, ich bete Sie jetzt schon an, Captain.

Sie lächelt ihn schief von der Seite an und bleiben dann kurz vor dem Wurmloch stehen.

Carter: Mein Gott! Sehen Sie sich das an! Die Energie, die das Tor freisetzen muss, um einen stabilen Durchgang zu schaffen. Das ist… es ist astronomisch, wenn ich das richtige Wort gebrauchen soll. (Sie berührt leicht die Materie) Hier kann man die Fluktuation des Ereignishorizontes erkennen…

Jack hat genug von diesem wissenschaftlichen Gelaber und schubst sie schließlich durch, bevor er ihr folgt.

Eine unglaublich tolle Reise durchs Wurmloch. Kommt mir vor wie in diesen Simulatoren in den Freizeitparks.


Szene: Abydos

Jack kommt als letzter durchs Tor und man kann ein paar Eiskristalle auf seiner Haut sehen. Alle seine Männer sehen sich bereits um, nur Sam sitzt vornüber gebeugt auf einer Stufe. Er geht zu ihr und berührt ihre Schulter.

Carter: Oh, ich glaub, mir wird schlecht.

O’Neill: Vielleicht hätten Sie vorher nicht so viel essen sollen.

Sie gehen weiter die Stufen herunter, Vor ihnen befindet sich eine Art Lagerstelle mit Essensresten und einer Feuerstelle. Vorsichtig sehen sie sich um. Plötzlich kommen aus ihren Verstecken die Anwohner von Abydos und richten ihr Waffen auf das Team. Es sind ebenfalls MPs und so weiter. Sie sitzen in der Falle. Plötzlich kommt Daniel hervor gesprungen. Er wedelt mit seinen Händen in der Luft.

Daniel: Cha’ari! Cha’ari! Vergesst die Waffen!

Die Männer hinter den Säulen senken ihre Waffen, genau wie Jack und seine Leute. Daniel sieht die Neuankömmlinge überrascht an.

Daniel: Hallo, Jack. Äh… freut mich sehr.

Jack geht in seine Richtung und man sollte annehmen, dass er Daniel begrüßt, aber stattdessen geht er gradewegs an ihm vorbei und bleibt vor einen etwas jüngeren Mann stehen. Dieser salutiert vor ihm und mit einem Lächeln tut Jack es ihm gleich.

O’Neill: Skaara.

Skaara: O’Neill.

Vor Freude sich wiederzusehen fallen sie sich in die Arme und begrüßen sich. Sie lösen sich und Jack berührt mit einer ganz männlichen Geste sein Gesicht.

Skaara: Ich habe schon gedacht, ich würde dich nie wieder sehen.

Jetzt erst richtet er seine Aufmerksamkeit auf Daniel.

O’Neill: Daniel, wie geht’s Ihnen?

Daniel: Ah, gut und Ihnen?

O’Neill: Viel besser, jetzt wo ich sehe, dass es allen gut geht.

Ferretti (macht den Spock-Gruß): Grüße von der Erde, Dr. Jackson.

Daniel (lächelt): Hallo, Ferretti.

Kawalsky (wirft ihm eine Packung Taschentücher zu): Ein kleines Gastgeschenk für Sie, Daniel.

Daniel: Kawalsky.

Hinter einem Vorhang schaut schüchtern Sha’re hervor. Daniel sieht sie.

Daniel: Sha’re, du musst nicht schüchtern sein. (Sie kommt langsam auf ihn zu und Daniel nimmt sie in seine Arme.)

Jack geht auf sie zu und streckt ihr seine Hand hin. Etwas unsicher nimmt sie sie an.

O’Neill: Hi. Schön, dass wir uns wieder sehen.

Daniel: Tja, mir war klar, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis sie herausfinden, dass wir noch immer hier sind.

O’Neill: Ja. Wozu die Wachen? Ist noch jemand durchgekommen?

Daniel: Nein, wir sind nur vorsichtig. Wieso?

Jack will grade antworten, aber fällt Sam ihn ins Wort, die vor dem DHD steht.

Carter: Unglaublich. (Jacks und der Blick der anderen richten sich auf sie) Das ist der Stein, der bei der Ausgrabung in Gizeh gefehlt hat. (Sie fängt vor Freude an zu lachen) So haben die das gesteuert! Wir haben fünfzehn Jahre und drei Megacomputer gebraucht, um das System auf der Erde auszuklügeln (Daniel sieht verwirrt zu Jack, nach dem Motto 'Wer ist das?’, aber dieser zuckt nur mit den Achseln).

O’Neill: Captain?

Carter (hört ihm gar nicht zu): Erstaunlich wie klein das ist.

O’Neill (mit mehr Druck): Captain!

Sie sieht verwirrt auf und er deutet mit seinem Kopf an, dass sie zu ihm kommen soll. Sam geht zu ihm und fängt wieder an zu lächeln, als sie Daniel sieht.

Carter: Ach, natürlich, verzeihen Sie. (Ein Händeschütteln mit Daniel) Dr. Jackson, nehme ich an. Ich bin Dr. Samantha Carter.

Daniel wirft Jack einen weiteren fragenden Blick zu.

O’Neill: Bestehen Sie nicht auf *Captain*?

Sie antwortet ihm nicht.

Daniel (sieht nervös zu Daniel): Was ist hier los, Jack?

O’Neill: Sechs feindliche Wesen haben das Stargate auf der Erde durchquert. Vier Soldaten sind tot, eine Frau wird vermisst.

Kawalsky: Einer von denen hat wie Ra ausgesehen.

Daniel: Jedenfalls kamen sie nicht von hier. Die Jungs wechseln sich mit der Bewachung ab. 36 Stunden am Tag. Wir wüssten, wenn sie durchgekommen wären.

O’Neill: Von irgendwoher müssen sie gekommen sein. Wir müssen uns umsehen, Daniel.

Daniel: Gut. Ich könnte Ihnen dabei behilflich sein, aber das muss warten, bis der Sandsturm vorüber ist. Ah.. wir wollten gerade zu Abend essen und würden Sie gerne einladen.

Draußen fegt ein heftiger Sandsturm über die Dünen.


Szene: Im inneren der Pyramide

Man hat sich um die Lagerstelle gesetzt und Essen, so wie Getränke werden herumgereicht. Vorsichtig bahnt sich Ska’ara seinen Weg durch die Menge, darauf bedacht nichts kaputt zu machen. In seinen Händen hält er eine Kanuförmige Schale. Er bietet sie Jack an, der neben Carter sitzt.

Daniel (über ein Gericht): Das müssen Sie mal versuchen.

Skaara (mit seiner Schale): Das hier auch.

O’Neill: Was ist das?

Skaara: Trink.

Neugierig riecht Jack an dem Gebräu.

O’Neill (überrascht): Mondschein?

Skaara: Mond…schein?

O’Neill: Ja, Selbstgebrannter Whiskey. So heißt der bei uns. Daniel? Was bringen Sie diesen Kids bei?

Jack und Sam sehen Daniel erwartungsvoll an. Dieser sitzt bei Sha’re und wirft ihnen seinen unschuldigsten Blick zu.

Skaara: Kostet es.

O’Neill (sieht kurz zu Sam rüber, die ihn genau beobachtet): Na schön. (Er riecht noch einmal dran) Skaaras Mondschein. Kosten wir mal.

Er nimmt einen Schluck, aber er kommt noch nicht einmal dazu das Zeug herunterzuschlucken, sondern prustet es quer über die Lagerstelle wieder aus.

O’Neill: WHOA!

Alle um ihn herum fangen zu lachen an. Daniel hat sich das belustigt angesehen.

O’Neill (mit heiserer Stimme): Wild. Geht runter wie Öl.

Skaara: Mondschein!

Kawalsky: Die kleinen Soldaten werden allmählich erwachsen, Colonel.

O’Neill (immer noch ein wenige heiser): Ja, ich bin mächtig stolz auf sie. (Er gibt die Schale weiter an Sam) Wow!

Skaara (zieht das Feuerzeug, welches er im Film von Jack bekommen hat, aus seiner Tasche): O’Neill. Dein Feuerzeug.

O’Neill (schüttelt den Kopf): Nein, das gehört dir. Ich habe es dir geschenkt, weißt du nicht mehr?

Skaara sieht ihn für einen Moment unsicher an, nickt dann aber und steckt es wieder ein.

Skaara: Danke.

Er geht.

Daniel: Er hat das Ding die ganze Zeit über nie aus den Augen gelassen.

O’Neill: Ach, wirklich?

Daniel: Also, dieser Mann, der so aussah wie Ra muss durch ein anderes Tor gekommen sein.

Sam und Jack sehen ihn überrascht an. Sie fragen fast gleichzeitig.

Carter: Was für ein anderes Tor?

O’Neill: Ein anderes Sternentor?

Carter: Das Sternentor führt nur hierher.

Daniel (belustigt): Nein… nein, ich glaube, da irren Sie sich.

Carter: Ich war dabei. Wir haben hunderte von Möglichkeiten versucht.

Daniel: Aber Sie hatten nicht das, was dazu nötig war.

O’Neill: Daniel, was soll dieser Blödsinn?

Skaara kommt zurück.

Skaara: Daniel. Der Sturm ist vorbei.

Daniel: Ich zeig es Ihnen. (Er steht auf) Sha’re. Ben ra qui. Jack und seine Freunde. Ich will ihnen den Vila Tao zeigen.

Sha’re (steht ebenfalls auf, sie sieht besorgt aus): Bonni wai?

Daniel: Ich bin bald wieder da.

Er küsst sie auf die Stirn, aber sie zieht seinen Kopf zu sich hinunter und die beiden küssen sich leidenschaftlich. Hinter ihnen bricht das typische Gelächter aus und Jack sieht sie zunächst überrascht, dann aber amüsiert an. Schließlich beendet Sha’re den Kuss. Daniel scheint ein wenig benommen zu sein.

Sha’re: Leb wohl, mein Daniel. (Sie gibt ihm einen weiteren Kuss)

Daniel (kommt wieder zu sich): Bis dann.

O’Neill, so wie Kawalsky und Sam stehen auf.

Kawalsky: Ferretti, Sie halten die Stellung.

Ferretti: Ja, Sir.

Sie verlassen die Pyramide und wir sehen wieder das bekannte Bild aus dem Film. Mitten im Sand ragt die Pyramide heraus, davor auf beiden Seiten zwei große Obelixen.

Kawalsky: Mann, ich kann nicht behaupten, dass mir das Land nicht gefehlt hat.

Daniel: Kommen Sie.

Carter: Das ist unglaublich.

Sie gehen hinaus in die Wüste.


Szene: Tempel

Es ist schon etwas dunkler draußen, als sie ankommen. Ein weiterer Anwohner von Abydos geht voran. Er hat eine Fackel in der Hand, um etwas Licht in die dunklen Gänge zu bringen.

Daniel: Ich habe mir gedacht, dass an diesem Ort noch mehr begraben sein muss, deswegen habe ich angefangen nachzuforschen. Zunächst in der Nähe der Stadt und der Pyramide und nach etwa einem Monat fand ich diesen Ort. Ähm, Captain/Doktor, das wird Ihnen gefallen.

Sie betreten eine große Halle. In der Mitte steht ein Gebilde aus Stein, in dem Feuer brennt. Die Wände sind Meter hoch und voll geschrieben mit Hyroglyphen. An zwei gegenüberliegenden Seiten sind jeweils nebeneinander riesige Statuen aufgebaut. Und gegenüber an der Wand hängt ein übergroßes Auge des Ra.

Carter (total erstaunt): Oh mein Gott! Das ist überwältigend. Das ist die archäologische Entdeckung des Jahrhunderts.

O’Neill: Daniel, ist es Ihnen schon gelungen das zu übersetzen?

Daniel: Ich glaube schon.

O’Neill: Was steht da?

Daniel: Na ja, das bedeutet nichts Besonderes. Eigentlich ist das nur ein… Muster, eine Landkarte… möglicherweise.

O’Neill: Wovon?

Daniel: Tja, es ist mir noch nicht gelungen alles zu analysieren, ich meine… ich meine, sehen Sie sich das an. Es dauert ein Leben lang.

O’Neill: Tja, Daniel, so viel Zeit haben wir nicht. Was stellt die Karte da?

Daniel: Na ja, die Kartuschen scheinen in Kartuschen zusammengefasst zu sein, jede Gruppe ist durch Linien mit den anderen vernetzt. Jede Hyroglyphengruppe enthält sieben Symbole. Das ist offensichtlich worauf es hinausläuft.

O’Neill: Sagen Sie es uns trotzdem.

Daniel: Sämtliche Symbole befinden sich auch auf dem Stargate von Abydos. Es ist mir gelungen einige im Nachthimmel von Abydos zu erkennen, zumindest sind sie sehr ähnlich. Jack, ich denke, dies ist eine Karte von einem riesigen Netz von Sternentoren… Sternentore verteilt in der Galaxie.

Carter: Ich nehme nicht an, dass das möglich ist, Doktor.

Daniel: Wieso denn nicht?

Carter: Nach der Rückkehr von Colonel O’Neill habe ich mit meinem Team hunderte von Symbolkonstelationen ausprobiert mit der Erde als Ausgangspunkt. Das hat nie geklappt.

Daniel: Ich habe dasselbe versucht und es hat auch nicht funktioniert. Aber ich nehme an, meine Ziele waren entweder zerstört oder verschüttet. Aber, ähm, ich meine, ein paar davon muss es immer noch irgendwo geben.

Carter (schüttelt leicht den Kopf): Kann ich mir nicht vorstellen.

Daniel: Wo soll denn dann Ras Nachfolger hergekommen sein?

Jack hat während der Diskussion aufmerksam zwischen den beiden hin und her geschaut. Jetzt sieht er Sam mit einem fragenden Blick an. Sie weiß darauf keine Antwort.

Daniel: Okay, ich will nicht so tun, als würde ich etwas von Astrophysik verstehen, aber könnten sich Planeten nicht ändern? Ich meine… auseinander driften oder irgendwas in der Art. Das bewirkt, dass die Karte nicht mehr stimmt.

Carter (lächelt ihn jetzt an): Ich wusste, Sie würden mir gefallen.

Daniel (überrascht): Sie meinen, ich habe Recht?

Carter: Dem Modell des expandierenden Universums zufolge driftet alle Materie ständig auseinander.

Daniel: Das seit Jahrtausenden von Jahren, seit der Erbauung des Sternentores.

Carter: Sämtliche Koordinaten verändern sich.

Daniel: Aber wieso funktioniert es immer noch zwischen Abydos und der Erde?

Carter: Wahrscheinlich ist Abydos innerhalb des Netzes der Erde am nächsten. Ich meine, je näher sie beieinander sind, desto geringer ist die Differenz ihrer Position aufgrund der Expansion. Noch ein paar tausend Jahre und es wird mit Abydos nicht mehr funktionieren.

Daniel: Es sei denn, man passt sie den Verschiebungen an.

Carter: Genau. Und mit Hilfe dieser Karten dürfte es ganz einfach sein. Man müsste sie nur nach der Dopplerverschiebung korrigieren. (Kawalsky und Jack werfen sich fragende Blicke zu. Es ist offensichtlich, sie verstehen kein Wort von dem, was Sam sagt. Es steht fest, sie ist klüger als alle in diesem Raum zusammen.) Damit könnte ich ein Computerprogramm entwickeln, das die nötigen Änderungen angibt und das Tor funktionsfähig hält.

Kawalsky: Na schön, was haben wir grade herausgefunden?

Carter: Jede Zivilisation, die fortschrittlich genug wäre so ein Netwerk von Toren zu erbauen, müsste auf 50 000 stellare Veränderungen errechnen können.

Jack schaut schweigend zu den ganzen Kartuschen an den Wänden hinauf.

O’Neill: Dann könnte das Sternentor auch zu anderen Orten führen?

Carter: Die Außerirdischen könnten von überall her eindringen.


Szene: Pyramide, Innen

Skaara und noch ein anderer der Jungen ziehen Sha’re wegen den Kuss mit Daniel auf. Sie schubst sie spielerisch weg und steht auf. Ferretti und ein weiterer Soldat schauen ihr fasziniert hinterher, als sie verschwindet.

Ferretti: Also, eins muss man Daniel lassen… das ist wirklich ne schöne Frau.

Der Soldat nickt zustimmend. In diesem Moment jedoch wird das Stargate von Außen aktiviert. Ferretti und die Soldaten springen auf.

Soldat: Wir kriegen Besuch, Leute!

Ferretti: Los, los! Geht alle in Deckung!

Die Menschenmenge löst sich auf und versucht sich schnell zu verstecken.

Ferretti: Na macht schon!

Alle die eine Waffe haben, verstecken sich hinter den Säulen und richten ihre Geschosse auf das Tor, wo sich jetzt das Wurmloch etabliert. Eine Schlangenwache kommt hindurch, gefolgt von weiteren. Als sie noch einzelne Bewohner herumlaufen sehen, schießen sie auf sie. Die Soldaten erwidern das Feuer. Einige der Bewohner, die versuchen die Pyramide zu verlassen, werden von hinten niedergeschossen. Die Schüsse scheinen nur so an den Rüstungen der Wachen abzuprallen. Einer nach den anderen geht zu Boden. Als letztes kommt die goldene Schlange durch das Tor. Mit verschränkten Armen sieht sie sich das Schauspiel an.
Sha’re versucht während des ganzen Spektakel zu fliehen. Sie läuft hinter den Pfeilern her. Skaara kommt mit einer Waffe. Er schießt weiter.

Skaara: Sha’re! Shim rota! Shim rota!

Sie läuft los, aber kommt nicht weit, da sie von einer Schlangenwache gepackt wird. Er bringt sie zu ihrem Anführer, während sie versucht sich zu wehren. Skaara ist die Munition ausgegangen und er versucht die Waffe nachzuladen, während zwei weitere Schlangenwachen auf ihn zu kommen. Sie fasst Skaara an den Hals, als er versucht sich zu wehren. Dann nimmt er die Waffe an sich.

Sha’re: Skaara!!!

Die Wache fährt den Helm runter. Es ist Teal’c.

Teal’c: Das ist nicht deine Waffe. Woher hast du sie?

Skaara spuckt ihm ins Gesicht. Teal’c trägt ihn, immer noch am Hals gepackt, zu seinem Anführer, Apophis. Auch dieser fährt seinen Helm herunter.

Apophis: Gute Wahl, Teal’c. Ein prächtiges Exemplar.

Er hebt seine Hand mit dem Goa’uld Handgerät und hält es über Skaaras Stirn, so dass dieser ohnmächtig wird. Teal’c fängt ihn auf. Die andere Wache bringt Sha’re zu ihm, die sich noch immer wehrt.

Sha’re: Nein, nein! Aufhören! Skaara! Skaara!

Apophis umfasst ihr Gesicht und fährt mit einem Finger über ihre Zähne.

Apophis (seine Augen glühen auf): Vielleicht bist du die Richtige.

Auch bei ihr benutzt er das Handgerät, bis sie leblos in den Armen der Wache liegt. Dann wählt Apophis eine Adresse auf dem DHD an. In der Ecke bewegt sich Ferretti. Sein Gesicht ist mit Blut überströmt. Er streckt so gut es geht seinen Hals, um alles zu beobachten. Als Apophis das Wurmloch aktiviert, verschließt sich sein Helm wieder. Die Schlangewachen und Apophis verschwinden. Danach erst kommen die Überlebenden aus ihren Verstecken gekrochen und sehen sich geschockt um.

In diesem Moment kommen Daniel, Jack, Sam und Kawalsky zurück. Sie sehen das Chaos und rennen auf die Verletze zu.

Daniel (schreit in den Raum): Sha’re!

Sie antwortet ihm nicht. Er läuft in den hinteren Teil, wo sie zu anfangs rausgekommen ist, aber dort ist sie nicht. Er kniet sich neben einen Verletzen.

Daniel: Bolah!

Bolah: Es waren… es waren so viele.

Sam und Jack knien sich neben Ferretti. Sie versorgt ihm so gut sie kann.

Carter: Was?

Bolah: Zu viele…

Daniel: Schon gut, schon gut. Sag mir nur, was passiert ist.

Bolah: Es war Ra.

Jack kommt zu Daniel hinüber

O’Neill: Was soll das heißen?

Daniel: Ra ist tot. Tau’pa Ra!

Bolah: Nein… Ra. Er war es. Er hat Sha’re… er hat Skaara. Sie sind alle im Chaapa’ai.

Jack und Daniel sehen sich geschockt an. Jack springt auf und läuft zu Sam zurück.

Daniel: Wohin? Konntest du was erkennen? Hast du es gesehen?

Er schließt seine Augen. Er ist tot.

Kawalsky (steht jetzt neben Daniel): Was ist los, Daniel? Vielleicht gibt es noch einen Ra?

Daniel: Woher zum Teufel soll ich das wissen? (Er steht auf) Wir hätten das Tor weiter bewachen sollen. Es ist meine Schuld.

Jack prüft in der Zwischenzeit von einem weiteren Soldaten den Puls.

O’Neill: Komm schon! Komm!

Carter (die noch bei Ferretti ist): Colonel, Ferretti muss sofort medizinisch versorgt werden!

Daniel (der jetzt ebenfalls bei einem anderen Verwundeten ist): Okay. Ich schicke Sie gleich wieder zurück.

O’Neill: Diesmal begleiten Sie uns, Daniel. Ich habe einen klaren Befehl.

Daniel: Ihre Befehle sind mir egal, Colonel. Meine Frau ist da draußen und Skaara auch.

O’Neill: Sie können sie nur dann retten, wenn Sie mit uns nach Hause zurückkehren. Ferretti kennt wahrscheinlich die Koordinaten. (Zu Sam) Captain. Das Video? Haben Sie es?

Carter (hält eine Kamera hoch): Ja, es ist hier.

Ferretti: So viele…

Daniel sieht sich um. Überall ist Blut und Verletzte liegen auf dem Boden. Eine Frau umklammert ihren toten Mann. Daniel geht in die Mitte des Raumes und ruft alle zusammen.

Daniel: Leea! Leea!

Sie versammeln sich um ihn.

Daniel: Sobald wir weg sind, müsst ihr den Chaapa’ai wieder verbarrikadieren, so wie wir es schon einmal gemacht haben und dann geht fort.

Junge: Und kommst du zurück?

Daniel: Nein, das kann ich nicht. Niemand darf das. Das will ich damit sagen, zumindest… vorerst nicht mehr. Sobald wir fort sind, müsst ihr das Tor verschließen und verbarrikadiert es mit… einem großen schweren Stein! Nichts gutes, wird jemals durch dieses Tor kommen, hast du mich verstanden?

Junge: Du kamst doch dadurch, Daniel.

Daniel (sieht ihn einen Moment an): Ihr erinnert euch an diese Geschichte? Daran, wie sich die alten Ägypter auf der Erde von Ra trennen mussten und genau das müsst ihr auch tun. Dann in einem Jahr – von heute an in einem Jahr – entfernt ihr die steinerne Verschlussplatte und ich werde versuchen Sha’re mitzubringen, aber wenn ich es nicht schaffe zurückzukehren (Er ist den Tränen jetzt nahe)… wenn ich… wenn ich nicht zurückkehre, dann müsst ihr das Tor für immer verschließen! Cho’qua?

Der Junge nickt. Daniel laufen jetzt die Tränen die Wangen hinunter.

Daniel: Sag Sha’res Vater, in einem Jahr.

Der Junge umarmt ihn und auch die anderen berühren ihn, um sich von ihm zu verabschieden. Nach einem Augenblick löst sich Daniel von ihnen und geht traurig zum DHD, um die Adresse zur Erde anzuwählen.


Szene: Torraum, SGC

Das Stargate beginnt sich zu drehen.

Stimme (über Lautsprecher): Achtung! Achtung! Achtung! Achtung!

Als das Wurmloch erscheint kommen Jack, Kawalksy, Sam und Daniel hindurch, die Ferretti tragen. Sie legen Ferretti auf der Rampe ab. In diesem Moment kommt Samuels mit einem Funkgerät in den Torraum gelaufen.

Kawalsky: Wir brauchen Sanitäter! Sanitäter!

Samuels (ins Funkgerät): Iris schließen! Schließt die Iris.

Eine Metallähnliche Iris fährt über das Wurmloch. Es ist wie ein großes Auge, welches sich spiralförmig schließt. Jack und Co drehen sich überrascht um.

Stimme (Lautsprecher): Durchgang verschlossen.

Als sich Jack wieder umdreht, steht Hammond am Fuße der Rampe.

O’Neill: Was zum Teufel soll das, Sir?

Hammond: Unsere Versicherung gegen weitere Überraschungen. Das ist reines Titan und hoffentlich undurchdringlich. (Die Iris verschwindet wieder mit der spiralförmigen Bewegung. Jetzt ist das Wurmloch verschwunden.)

Ferretti wird auf eine Trage gelegt. Hammond sieht zu ihm.

Kawalsky: Druckverband anlegen. Wir müssen die Blutung am Bein stillen.

Hammond: Was ist passiert, Colonel?

O’Neill: Die Basis wurde angegriffen, während wir auf Erkundungstour waren, Sir.

Hammond: Dieselben Gegner, die uns angegriffen haben?

O’Neill: Ist sehr wahrscheinlich.

Kawalsky hilft einem Soldaten Ferretti wegzutragen.

O’Neill: Jacksons Frau und einer der Jungs wurde entführt.

Hammond: Einer der Jungs?

O’Neill: Von dem früheren Einsatz, Sir.

Daniel (kommt auf Hammond zu gelaufen): General, hallo. Daniel Jackson. (Er streckt ihm die Hand hin, aber Hammond ignoriert sie) Wir kennen uns noch nicht. Ich, ähm, ich würde gerne zu der Mannschaft von Colonel O’Neill gehören

Hammond (wütend): Sie sind leider nicht in der Position Forderungen zu stellen, Jackson.

Er geht an ihm vorbei die Rampe hinauf. Daniel und Jack sehen ihm hinterher, als er zu weiteren verletzten Soldaten geht.


Szene: Chulak, Apophis’ Festung

In einem Verließähnlichen Raum befinden sich viele verängstigte Menschen. Unter ihnen sind auch Sha’re und Skaara. Die zwei großen, schweren Zellentüren öffnen sich und ein paar Schlangenwachen mit zwei Männern mit einem Turban auf dem Kopf kommen herein. Die Menschen drängen sich ängstlich in die hintersten Ecken.

Teal’c: Chel’nok. Sie!

Er zeigt auf Sha’re. Skaara versucht sie zu schützen, während die Männer mit Turban auf sie zu gehen. Aber Skaara wird von den Wachen überwältigt und mehrer Stabwaffen sind auf ihn gerichtet.

Shar’re: Nicht Skaara! Skaara!

Skaara wird auf den Boden geschmissen. Teal’c fährt seinen Helm herunter.

Teal’c: Dein Tod hilft ihr nicht.

Sha’re: Ich habe keine Angst vor euch!

Sie wird von den beiden Männern weggezehrt. Die Schlangenwachen verschwinden und Skaara will ihnen hinterher laufen, aber er wird von einigen anderen Männern aufgehalten. Erst als sie verschwunden sind und sich das Tor schließt, kann er sich befreien, aber es ist zu spät. Er steht vor einer verschlossenen Tür. Wütend rutscht er daran herunter.


Szene: Krankenstation, SGC

Jack, jetzt in Zivil gekleidet, kommt herein und sieht Kawalsky an Ferrettis Bett sitzen.

O’Neill: Der Arzt sagt, er wird es überleben.

Kawalsky (schaut von seiner Zeitung auf): Ja, Sir.

O’Neill: Wollen Sie die ganze Nacht hier wachen?

Kawalsky: Ja, Sir.

Jack nickt und lässt ihn dann alleine. Auf dem Flur, kurz vor dem Fahrstuhl, sieht er Daniel an der Ecke gelehnt stehen. Er geht auf ihn zu. Er ist sehr niedergeschlagen.

O’Neill: Hey.

Daniel (dreht sich zu ihm um): Die wissen nicht, was sie mit mir anfangen sollen… und ich weiß auch nicht, was ich mit mir anfangen soll.

O’Neill (überlegt kurz): Kommen Sie. Verschwinden wir.

Jack geht zurück zum Fahrstuhl und nach kurzem zögern folgt ihm Daniel.


Szene: Jacks Haus

Jack holt aus dem Kühlschrank zwei Bier und geht zurück ins Wohnzimmer, wo Daniel am Kamin auf ihm wartet. Dort sind Jacks Auszeichnungen aufgehängt. Daniel beginnt zu niesen.

O’Neill: Gesundheit.

Daniel (mit einem Taschentuch vor der Nase): Danke, tut mir leid. Interplanetare Reisen sind Gift für mich. (Er putzt sich die Nase, während Jack mit dem Bier vor ihm steht.) Verzeihung. (Er nimmt es an sich)

O’Neill: Also. Was wollten Sie sagen?

Daniel: Na ja, jedenfalls… (Jack lässt sich auf die Couch fallen) schon bald wurde ihnen klar, dass sie frei waren. Die Welt von Abydos gehörte ihnen. Sie mussten sie sich nur nehmen.

O’Neill: Das habt ihr mortzmäßig gefeiert, hm?

Daniel: Ja, ja, ne Supersuperparty. Sie haben mich als ihren Retter betrachtet und es war… peinlich, ja.

O’Neill: Dafür sind Sie erstaunlich normal geblieben.

Daniel: Ohne Sha’re wäre ich vielleicht ausgeflippt, aber so…

Er verstummt und es breitet sich ein Moment des Schweigens zwischen ihnen aus.

Daniel (setzt sich in einen Sessel): Sie war vollkommen anders als die anderen. Jedes Mal hat sie sich vor Lachen auf den Boden gewälzt, wenn ich irgendwas versuchte zu tun, was für sie alltäglich war. Etwa Jafettamehl zu mahlen. Haben Sie schon mal versucht normales Mehl zu mahlen?

O’Neill: Das mit dem Mehl versuche ich mir grade abzugewöhnen.

Daniel (lacht und nimmt einen Schluck von seinem Bier): Das hier haut mich ganz schön um. Wie spät ist es eigentlich? Wahrscheinlich leide ich unter einem Gatelack …

O’Neill: Daniel, also wirklich, Sie haben gerade mal ein Bier getrunken. Sie kann man ja billiger betrunken machen, als meine Frau.

Daniel: Genau, wann lerne ich denn mal Ihre Frau kennen?

O’Neill (schaut hinunter auf sein Bier): Ah, wahrscheinlich… niemals. Als ich nach der ersten Mission von Abydos zurückkam, da war sie schon weg.

Daniel: Tut mir leid.

O’Neill: Ja, mir auch. Ich denke, in ihrem Herzen hat sie mir verziehen, was unserem Sohn passiert ist, sie konnte es nur nicht vergessen.

Daniel: Und wie ist es mit Ihnen?

O’Neill: Genau umgekehrt. Ich werde es mir nie verzeihen können … aber manchmal kann ich es vergessen… manchmal.

Er nimmt einen weiteren Schluck von seinem Bier. Und jetzt sehen wir zwei gebrochene Männer, die versuchen ihren Leben wieder einen Sinn zu geben.


Szene: Apophis’ Festung

In einem Haremählichen Raum sitzen verschiedene Frauen. Sie sind alle in schöne Gewänder gekleidet und haben allen Komfort. Sha’re, genau wie die Frau, die aus dem SGC entführt wurde, sind unter ihnen. Teal’c kommt mit den Männern mit dem Turban herein und die Frauen hören ängstlich auf zu reden. Er zeigt schließlich auf die Soldatin, die an der Wand gepresst sitzt.

Teal’c: Du.

Die Männer gehen zu ihr und zerren sie auf die Beine. Sie versucht sich zu wehren.

Frau: Wo bringt ihr mich hin? Ich bin Sergeant der US Air Force! Ich will wissen, wo ihr mich hinbringt! Lasst mich los! (Teal’c sieht kurz zu ihr, bevor sie weggeschleppt wird und auch er verschwindet.)


Szene: Apophis’ Gemach

Die Frau wird in sein Gemach geführt. Überall an den Wänden hängen schön gewellte Vorhänge, die dem Raum eine wärmere Atmosphäre geben. Die Frau versucht sich noch immer zu wehren.

Frau: Lasst mich los! Was soll denn das?

Sie wird vor eine weitere Tür gebracht, die sich öffnet und Apophis kommt heraus. Er trägt jetzt nicht seine Rüstung, sondern ist etwas dezenter gekleidet. Über seiner nackten Brust hängt ein Umhang auf seinen Schultern und er trägt ein Gewand um seine Hüften, wie es die alten Ägypter damals trugen, natürlich alles in Gold.

Apophis: Komm.

Die beiden Männer führen sie um einen Tisch herum, so dass sie direkt vor Apophis steht.

Apophis: Entzückend. So temperamentvoll.

Er hebt seine Hand mit dem Gerät auf seiner Handfläche und hält es wieder über ihre Stirn.

Apophis: Du könntest die Wirtin für meine zukünftige Wirtin sein.

Sie steht wie in Trance vor ihm, während die beiden Männer ihr, ihr Gewand vom Leib reißt und sie jetzt nackt vor Apophis steht.

Apophis (sieht an ihr runter): Ja… ja, wirklich schön. (Er geht ein Stück um sie herum) Doch am Ende kommt es nicht darauf an, ob du mir gefällst.

Er geht an ihr vorbei und die beiden Männer legen sie auf den Tisch. Teal’c beobachtet die Szene mit einem leicht schmerzerfüllten Blick. Man kann den Widerstand in seinem Blick sehen. Apophis geht zu einem Vorhang, hinter dem sich ein weiterer Raum befindet. Wir sehen eine Frau auf einen Stuhl sitzen. Sie ist genauso prachtvoll gekleidet, wie Apophis.

Apophis: Janita! (Sie hebt ihren Kopf) Kree.

Sie steht auf und geht an ihm vorbei zu der Frau. Aus dem Hintergrund beobachtet Apophis das Geschehen. Die Frau öffnet ihren Mantel und auf ihrem Bauch ist derselbe kreuzförmige Schlitz zu sehen, wie bei der Wache, die zu anfangs getötet wurde. Sie ist eine weibliche Jaffa. Eine Goa’uld Larve kriecht langsam aus der Öffnung und die Soldatin sieht voller Schrecken auf die Kreatur.

Apophis: Gefällt sie dir, meine Liebste?

Die Goa’uld Larve verschwindet wieder im Inneren des Bauches. Apophis ist enttäuscht und wütend zugleich. Die weibliche Jaffa verschwindet wieder und Apophis nimmt ihren Platz vor der Soldatin ein.

Apophis: Ein Jammer.

Er streckt seine Hand über ihren Kopf aus und bringt sie mit dem Handgerät um. Blut läuft aus ihrem Mund. Teal’c kann man nichts anmerken, nur das leichte Zucken seines Kiefers verrät ihn.

Apophis (wendet sich von der Frau ab): Bringt mit eine andere.


Szene: Besprechungsraum, SGC

Major Samuels öffnet die Tür von Hammonds Büro und er kommt heraus.

Samuels: Meine Damen und Herren, General Hammond.

Alle Anwesenden im Raum salutieren.

Hammond: Alles was in diesem Raum besprochen wird, unterliegt der aller strengster Geheimhaltung.

Alle setzten sich an den Konferenztisch, unter ihnen auch Jack, Sam, Daniel und Kawalsky. Hammond sitzt am Kopf des Tisches.

Hammond: Colonel, was wissen wir heute über den Gegner, was wir gestern noch nicht wussten?

O’Neill: Leider nicht viel mehr, General. Die Menschen auf Abydos, die den Angriff überlebt haben, glauben, es wäre Ra gewesen.

Hammond: Ich dachte er wäre tot. Was jetzt Neues?

Daniel: Oh, er ist tot. Hundertprozentig tot. Ich meine, die Bombe… (Zu O’Neill) Ich meine, er muss doch tot sein, oder?

Hammond: Wer kommt dann durch das Sternentor?

Daniel (mehr zu sich selbst, als zu den anderen): Die Götter.

Sam und Jack sehen ihn überrascht an, während Hammond verwirrt zu sein scheint.

Hammond: Was?

Daniel: Nicht Götter… wie wir sie kennen. Ra spielt einen Gott, den Sonnengott. Er nahm Anleihen bei der Kultur der alten Ägypter, die er dann durch das Tor führte, um sie anschließend zu versklaven. Er wollte den Menschen auf Abydos in dem Glauben lassen, er wäre der einzige.

Carter: Sie glauben, dass Ra nicht der letzte seiner Art war?

Kawalsky (scherzend): Vielleicht hat er einen Bruder?

O’Neill: Das fehlt uns grade noch.

Daniel: Moment mal. Es heißt, Ra gehörte zu einem untergehenden Volk. Er überlebte, indem er von dem Körper eines jungen Mannes Besitz nahm. Warum sollten das nicht andere seiner Art auch getan haben? Ich meine, das hätte überall passieren können… überall da, wo ein Tor ist. Ich meine… es könnte jetzt in diesem Augenblick geschehen.

Hammond: Colonel, Sie haben die meiste Erfahrung im Kampf gegen diesen Gegner. Wenn Sie sich im Feld verteidigen müssten, wären Sie dem gewachsen?

O’Neill: Wir haben sie schon mal geschlagen.

Hammond: Es wäre also möglich. Captain Carter, Sie sind sich sicher, dass uns das Stargate mit Hilfe dieser neuen Informationen überall hinbringen kann?

Carter: Na ja, die korrigierten Koordinaten werden im Zielcomputer bereits eingegeben. Die Berechnungen werden einige Zeit dauern, aber pro Monat spuckt er ein bis zwei Zielorte aus.

Hammond: Leute, wir wollen uns nichts vormachen. Diese Angelegenheit ist auf jeden Fall brandgefährlich und wir schlittern damit über verdammt dünnes Eis. Es wäre für uns alle besser, wäre das Stargate für immer verschlossen geblieben.

Carter (unterbricht ihn): Ich bitte Sie, Sir. Wir können doch nicht den Kopf in den Sand stecken. Wir können eine Menge davon lernen und enorm davon profitieren.

Hammond: Genau vor dem, was wir da lernen können, habe ich große Angst, Captain. Zufällig jedoch ist der Präsident der Vereinigten Staaten Ihrer Meinung. (Die anderen sehen sich überrascht an) Falls Ihre Theorien zutreffen, hat er befohlen neun Teams zusammenzustellen, deren Aufgabe darin bestehen wird Aufklärungsarbeit zu leisten und wenn möglich friedlichen Kontakt mit den Völkern der anderen Welten herzustellen (Kawalsky und Jack tauschen einen erstaunten Blick aus) Dies Teams werden verdeckt arbeiten und unterliegen höchster Geheimhaltungsstufe. Niemand wird von ihrer Existenz erfahren, bis auf den Präsidenten und Stabschefs natürlich. Colonel O’Neill?

O’Neill: Sir?

Hammond: Ihr Team läuft unter der Kennung SG-1. Das Team besteht aus Ihnen selbst, Captain Carter…

Daniel (schaut auf den Tisch): … und mir.

Hammond: Dr. Jackson, wir benötigen hier Ihren Rat für die anderen SG-Teams. Ihr Fachwissen über alte Kulturen und Sprachen ist viel zu wertvoll, um…

Daniel (nickt ungeduldig mit dem Kopf): Nein. Hören Sie… ich meine, klar, das ist Ihre Entscheidung, aber ich bin… ähm… muss unbedingt in dieses Team. (Hammond sieht zu O’Neill, der eine Augenbraue hochzieht) Meine Frau ist da draußen, General. Ich kann nicht anders.

Hammond: Ich werde das in Erwägung ziehen. (Er wendet sich an Kawalsky) Major Kawalsky, Sie werden SG-2 anführen.

Kawalsky: Ach wirklich?

Hammond: Colonel O’Neill hat mir gesagt, Sie wären reif für ein eigenes Kommando.

O’Neill: Ich hatte einen schwachen Augenblick.

Ein Soldat übergibt Samuels einen Zettel.

Samuels: Feretti hat das Bewusstsein erlangt, Sir.

Ohne auf irgendwelche Befehle zu warten, springt Jack auf und geht. Die anderen sehen ihn etwas überrascht hinterher.

Hammond (zu den anderen): Wegtreten.

Erst jetzt stehen auch sie auf.


Szene: Krankenstation, SGC

O’Neill, gefolgt von Carter, Daniel und Kawalsky gehen zu Ferretti. Vor ihm auf einem Tisch steht ein Laptop und ein Techniker. Carter tritt an seine Seite.

Carter: Ich übernehme.

Techniker: Schon gut.

Carter: Danke.

Kawalsky: Ferretti.

Carter (sie nimmt seine Hand und schaut auf den Bildschirm des Laptops): Ferretti.

O’Neill: Ferretti, ich weiß, Sie werden sich nicht besonders gut fühlen, aber wir müssen ein paar Fragen stellen.

Ferretti drückt mit seinen Fingern auf ein paar Symbole auf dem Bildschirm.

Carter: Sieht aus, als wäre er Ihnen voraus, Colonel.

Nach und nach gibt Ferretti die Zielkoordinaten ein. Jack geht zu Sam.

O’Neill (nachdem der das letzte Symbol eingegeben hat): Alle sieben Symbole waren zu erkennen? Sie sind dort hingegangen? Ganz sicher?

Ferretti gibt ein Geräusch der Zustimmung von sich. Daniel sieht ihn mit einem entschlossenen Blick an.


Szene: Korridor zum Torraum

SG-1 und SG-2 machen sich auf den Weg, während sie von Samuels begleitet werden.

Samuels: Colonel, ich muss Sie daran erinnern, dass Ihre Aufgabe nicht vorrangig darin besteht Dr. Jacksons Frau retten. Für den Fall, dass sie die Basis nicht innerhalb von 24 Stunden benachrichtigen, wird SG-2 den Einsatz abbrechen und ohne Sie zurückkehren.

O’Neill: Schon verstanden.

Kawalsky: Dazu wird es nicht kommen, Colonel. SG-2 wird nicht ohne Sie gehen.

Jack grinst zufrieden, während Samuels ihn misstrauisch betrachtet.

Samuels (hält in seiner Hand einen Transmitter): Na schön, Transmittercodes. Immer dran denken. Nur der richtige Code öffnet die Iris und ohne Transmitter können sie nicht mehr nach Hause kommen.

Carter (die einen Transmitter um ihr Handgelenk gebunden hat): Verstanden, Sir. (Sie gibt etwas in den Transmitter ein)

Sie betreten den Torraum und zeitgleich etabliert sich das Wurmloch.

Hammond (über Lautsprecher vom Kontrollraum aus): SG-1 und SG-2, wenn Sie nicht innerhalb von 24 Stunden zurückkehren, dann werden Ihre Transmittercodes gesperrt und die Iris ist dann für Sie für immer verschlossen. Von da an wird eine Rückkehr nicht möglich sein. Haben Sie das verstanden?

O’Neill: Jawohl, Sir. (Zu seinen Männern) Vorwärts.

Samuels: Ich wünschte, ich könnte mitkommen.

Kawalsky: Ja? Ich bin ganz froh, dass Sie hier bleiben.

Er geht die Rampe zu seinen Leuten hinauf. Jack ist der letzte, der zurückbleibt. Er wirft Samuels einen Blick zu.

Soldat (off screen): Na dann, gute Reise, Jungs!

Samuels dreht sich zu Jack um, der dann ebenfalls die Rampe hinaufgeht und durchs Tor verschwindet. Ein kleiner Wagen mit weiterer Ausrüstung verschwindet als letztes durch das Tor.

Auf einem Bildschirm im Kontrollraum sehen wir, wir das Gefährt verschwindet. Darunter steht geschrieben: „Molecular Deconstruction IN PROGRESS“ Anschließend sehen wir, wie Silhouetten von Personen abgebildet sind, die ebenfalls verschwinden.

Es folgt eine weitere schöne Reise durch das Wurmloch.


Szene: Chulak

Jack kommt mit einem Salto aus dem Tor geflogen. Er ist wieder genauso zugefroren, wie bei der letzten Reise. Die anderen sind auch alle mehr oder weniger heile angekommen. Jack bleibt neben Daniel und dem DHD liegen. Weitere Soldaten kommen die Stufen runtergekullert.

Kawalsky: Verdammt ist das kalt!

Daniel nimmt seine Brille ab, die vereist ist.

O’Neill (sieht sich etwas um): Okay, packt eure Sachen. Wir marschieren los!

Alle setzen sich in Bewegung, nur Daniel fängt an zu niesen.

Daniel: Hat jemand von euch ein Kleenex?

Jetzt sehen wir, dass vor dem Stargate eine spiralförmige Aufstellung von Steinen beginnt, die zu seinem großen Kreis werden und um das Stargate herumführen. Erinnert irgendwie an die Formen von Kornkreisen, die von UFOs gemacht wurden.


Szene: Apophis’ Festung, Harem

Erneut tritt Teal’c ein und sieht sich um. Sha’re sitzt mit den Rücken zu ihm gewandt. Er zeigt auf sie.

Teal’c: Du.

Sha’re scheint zu wissen, dass sie gemeint ist, denn augenblicklich versteift sich ihre Körper. Die beiden Männer mit den Turban gehen zu ihr und ziehen sie auf die Beine. Sie wehrt sich mit aller Kraft.

Sha’re: Nein! Nein!


Szene: Chulak, am Stargate

Daniel steht vor dem DHD, als Jack zu ihm kommt.

Daniel: Es muss sich um einen Art rituellen Ort handeln. Das Tor ist mit Sicherheit Bestandteil ihrer Religion. Verstehen Sie, das ist ein Ort der Weihe und Verehrung.

O’Neill: Wir sollten besser verschwinden, bevor die auftauchen, die verehrt werden. Wissen Sie schon, wie Sie das Tor ausrichten, damit wir wieder nach Hause kommen?

Daniel: Hm, ja, der Mechanismus funktioniert genau wie auf Abydos. (Er zeigt auf eine Platte auf dem DHD) Dieses Symbol steht für…

O’Neill: Haben Sie Kawalskys Team schon instruiert?

Daniel: Ja. Dieses Symbol steht für…

O’Neill (klopft ihm auf die Schulter, als er geht): Gute Arbeit.

Kawalsky: Wir sollten einen Platz suchen, wo wir bessere Deckung haben, Colonel.

Warren: Sir, ich habe da drüben am Hang so etwas wie einen Pfad entdeckt.

O’Neill: Danke, Sergeant.

Warren verschwindet und in dem Moment kommt Sam auf sie zu.

O’Neill: Carter?

Carter: Ich habe um den Hügel in Intervallen von zehn Meter Mienen ausgelegt.

O’Neill: Na, klingt das vernünftig, Kawalsky?

Kawalsky: Das hält sie auf.


Szene: Apophis’ Gemach

Sha’re wird von den beiden Männern in den Raum gezerrt, genau an die Stelle, an der auch schon die Soldatin gestanden hatte. Apophis kommt aus einem hinteren Raum.

Apophis: Komm.

Sie wird zu ihm nach vorne gezerrt. Sie versucht sich dem mit aller Kraft zu widersetzen.

Sha’re: Nein, nein, nein, nein!

Sie beißt einen der Männer in den Arm. Apophis beginnt amüsiert zu lachen.

Apophis: Sie hat wirklich Temperament.

Er hebt seine Hand mit dem Handgerät und versetzt auch sie in einen Zustand der Trance. Dann reißen ihr die Männer die Kleider vom Leib und sie steht nackt vor Apophis. Er streicht ihr noch einmal über ihr Gesicht, bevor die Männer sie auf den Tisch legen und die weibliche Jaffa wiederkommt. Die Prozedur beginnt von neuem. Sie öffnet ihren Mantel und die Goa’uld-Larve kommt heraus.

Apophis: Gefällt sie dir, meine Liebste?

Anstatt diesmal in den Bauch zurückzukehren, kommt die Larve heraus und landet auf Sha’res Bauch. Mit einer Schleimspur kriecht es an ihr nach oben, bis sie schließlich auf den Rücken gedreht wird, wo die Larve dann durch ihren Nacken in sie eindringen kann. Vor Schmerzen schreit Sha’re auf. Apophis sieht sehr zufrieden aus, Teal’c dagegen nicht.


Szene: Chulak, Wald

SG-1 und SG-2 marschieren durch den Wald.

Kawalsky: Das da drüben sieht nach einer guten Stelle aus.

Sie kommen auf eine kleinere Lichtung.

O’Neill: Na schön. Wenn wir in 20 Stunden nicht zurück sind…

Kawalsky: … na dann kommen wir und retten euern Hintern.

O’Neill: Negativ. Ihr geht mit Hilfe der Kombination, die Daniel euch gerade gezeigt hat durch das Tor zurück, bevor die Iris verschlossen ist.

Kawalsky (salutiert alles andere als begeistert): Jawohl, Sir.

O’Neill (salutiert ebenfalls): Haltet die Stellung.

Kawalsky: Bringen Sie mir ein T-Shirt mit.

SG-1 macht sich weiter auf den Weg.

Carter: Na schön, Dr Jackson, erzählen Sie mir mehr über Sha’re. Wie haben Sie sie kennen gelernt?

Daniel: Sha’re, ähm, na ja, sie ist –

O’Neill (unterbricht ihn): Ein Geschenk.

Daniel: Sie war die Tochter des Ältesten auf Abydos, als ich dort hingekommen bin.

Carter: Sie haben das Geschenk angenommen?

Jack hebt seine Hand hoch, da er etwas gesehen zu haben scheint.

O’Neill: Sekunde mal.

Durch die Blätter hindurch kann man Menschen mit Stabwaffen sehen. Sie sind vermummt unter einem Umhang.

O’Neill: In Deckung.

Die drei verstecken sich hinter dem nahen Gebüsch. Sam und Jack nehmen Position ein, um notfalls zu schießen. Die Männer kommen immer näher und Daniel missachtet Jacks Befehl. Er läuft hinaus aus der Böschung und tritt den Leuten gegenüber.

O’Neill (zu Sam): Na schön, Captain, Sie gehen auf Position und… (in diesem Moment merkt er, dass Daniel nicht mehr neben ihm steht) Ah, verflixt noch mal!

Daniel (hebt begrüßend seine Hand): Hallo.

Die Männer bleiben stehen.

Sam und Jack kommen jetzt auch aus ihrem Versteck heraus.

O’Neill: Der Mann wird sich nie ändern.

Daniel: Wir, wir kommen gerade durch das Stargate. Das ähm… Chaapa’ai.

Aufgeregt beginnen die Männer zu reden.

Mann (ruft ehrfürchtig): Chaapa’ai!

Und sie gehen alle auf die Knie.

Daniel (peinlich berührt): Nein, bitte, das ist wirklich nicht nötig.

O’Neill: Freunde von Ihnen?

Daniel: Ich finde nur, wir sollten nicht die ersten Menschen, die wir auf dem Planeten sehen, erschießen. (Er drückt von Sam und Jack die Waffen hinunter). Das würde nur unserem Ruf schaden. (Er geht zurück den Männern, die noch immer auf dem Boden knien) Ach bitte, ihr müsst das nicht machen. (Er hilft einem von ihnen wieder auf die Beine.)

Der „Anführer“ von ihnen nimmt seine Kapuze ab. Auf seiner Stirn trägt er eine Art Tatoo und zwar das Symbol von Apophis, eine Schlange.

Mann: Chula lasla?

Daniel: Lasla… Wählen? (Zu Jack und Sam) Sie wollen wissen, ob wir hergekommen sind, um zu wählen.

Jack zuckt mit den Schultern nach dem Motto 'Was weiß ich’

Daniel (zu den Männern): Äh, klar, wir wollen wählen… wählen, wählen ist gut. (Er geht zu Sam und Jack) Die Sprache ist wohl verwandt mit dem –

O’Neill (unterbricht ihn genervt): Ja, ja, schon gut, wie dem auch sei. Bitten Sie sie einfach uns zum nächsten Dorf zu bringen.

Daniel (zu den Männern): Ähm, würdet ihr uns zu, ähm,… (Er formt mit seinen Händen ein Dach)… roush. (Der Mann scheint nicht zu verstehen) Roush?

Schließlich nickt er.

Mann: Yah, alla, alla, Chulak.

Die Männer machen ihnen den Weg frei und die drei zögern erst etwas, bevor Jack voran geht.

O’Neill: Chulak, klar.

Die Männer führen sie zu auf einen Hügel. Der Mann streckt seine Hand aus.

Mann: Chulak!

Vor ihnen sehen wir eine alte Stadt. Die Häuser scheinen noch aus alten Steinen gebaut zu sein und die Bauweise erinnert schon sehr an das alte Griechenland.

Daniel: Chulak… das, ähm, klingt gut.

O’Neill: Ja, ich habe gehört da soll es ganz hübsch sein.

Zusammen mit den Männern gehen sie auf die Stadt zu.


Szene: Chulak, Festsaal

Wir sehen, wie Diener großartige Speisen auf den Tisch auftragen. Frauen sitzen auf weichen Kissen um den Tisch herum und amüsieren sich. Alles ist sehr prunkvoll. Die Männer und Frauen sind vergnügt, sie lachen und sind fröhlich. Offensichtlich gibt es einen besonderen Anlass zum feiern. Als ein gebratenes Schwein aufgetragen wird, klatschen alle. Ein Mann mit einer riesigen Tuba bläst zwei drei tiefe Töne. Die Männer führen SG-1 herein. Die Männer und Frauen an dem Tisch drehen sich zu ihnen um.

Mann (zu den Gästen am Tisch): Atohara a lasla.

SG-1 wird von einer etwas älteren Frau zum Kopfende des Tisches hingeführt. Etwas unsicher sehen sich die drei um, während sie von den Gästen erwartungsvoll angesehen werden.

Carter (leise zu Daniel): Wieso behandeln die uns so?

Daniel (als ein Diener einen Kelch vor ihm hinstellt): Sie halten uns für Götter.

Sam nimmt einen Kelch in die Hand und riecht daran. Dann stellt sie ihn wieder zurück.

O’Neill: Na schön. Wir sind Götter. Was jetzt?

Daniel: Ich habe keine Ahnung.

Wieder fängt der Mann mit der Tuba an ein paar Töne zu spielen. Sofort verbeugen sich die Gäste. Daniel macht es ihm nach, während er von Sam und Jack angestarrt wird.

Daniel: Wir sollten dem Beispiel folgen.

Sam und Jack sehen sich noch einmal kurz an, bevor auch sie sich niederknien, Jack äußerst skeptisch. Er senkt seinen Oberkörper, aber sein Blick zeigt nach oben. Er sieht, wie aus dem Hintergrund gegenüber von ihm ein paar Schlangenwachen herauskommen. Daniel schaut jetzt ebenfalls auf, als Apophis zusammen mit Sha’re hereinkommt. Sie trägt ein äußerst aufwendiges, schimmerndes Gewand. Ihr Gesicht ist mit einem Schleier verdeckt, welcher von einer Kopfbedeckung gehalten wird.

Apophis (zu seinen Gästen): Sehet.

Er hebt den Schleier von Sha’re hoch und jetzt erst erkennt Daniel sie genau. Geschockt starrt er sie an.

Apophis: Eure Königin.

Daniel (geschockt): Sha’re….

Jack und Sam sind genauso perplex. Plötzlich springt Daniel auf, um zu ihr zu rennen.

Apophis: Auf die Knie vor eurer Königin.

Daniel stoppt in seiner Bewegung.

Daniel: Sha’re, ich bin’s. (Ihre Augen beginnen zu leuchten, sie erkennt ihn nicht)

Apophis streckt verärgert seine Hand aus und schleudert Daniel mit seinem Handgerät gegen die nächste Wand. Jack und Sam zielen plötzlich mit ihren Waffen auf Apophis, aber Sha’re stellt sich schützend vor ihm. Jack kann das nicht glauben, aber bevor er es überhaupt verarbeiten kann, wird er von hinten von einer Schlangenwache niedergeschlagen.


Szene: Besprechungsraum, SGC

Durch Hammonds Büro kommt Samuels in den Besprechungsraum. Hammond sitzt ganz alleine an dem großen Tisch und schaut hinunter in den Torraum auf das inaktive Stargate.

Samuels: Sie wollten mich sprechen, Sir.

Hammond: Wenn wir die Iris verschließen, können wir dann noch immer Nachrichten von unseren Teams empfangen?

Samuels: Ja, Sir, aber sie könnten dann auch von den Außerirdischen stammen oder von einem unserer Männer, der Verrat begangen hat. Stargate zu verschließen –

Hammond (unterbricht ihn): Wie viel Zeit haben sie noch?

Samuels: Noch knapp zwei Stunden, Sir.


Szene: Verließ, Chulak

Daniel liegt mit geschlossenen Augen auf dem Boden. Carter hockt neben ihm.

Carter: Daniel? Daniel.

Daniel (halb bei Bewusstsein): Oh, Sha’re.

Carter (legt eine Hand auf seine Brust oder Weste): Hey, vorsichtig. Sie waren stundenlang bewusstlos.

Er richtet sich ruckartig auf.

Daniel (verwirrt): Ich habe Sha’re gesehen. Ich habe sie gesehen…

Carter (versucht ihn zu beruhigen): Ich weiß, wir alle haben sie gesehen.

Jack kommt auf sie zu.

O’Neill: Falls es hier einen Ausgang gibt, habe ich ihn noch nicht gefunden. Aber seht mal wen ich gefunden habe.

Er zeigt mit dem Daumen über seine Schulter und Skaara kommt auf sie zu gerannt.

Skaara: Daniel! Geht es dir gut? (Sie umarmen sich)

Daniel: Sieht so aus.

Daniel ist noch immer sehr erschöpft und sinkt langsam wieder auf den Boden. Sam und Jack halten ihn.

O’Neill: Ganz ruhig, Daniel. Willkommen im Lande derer, die wieder bei Bewusstsein sind.

Skaara: O’Neill hat mir von Sha’re erzählt.

Daniel (zu Jack): Helfen Sie mir. Wir können sie wieder finden.

O’Neill: Daniel. Vergessen Sie’s. Wenn wir hier nicht rauskommen, ist diese Mission gescheitert. In nicht einmal neunzig Minuten wird das Tor verschlossen. Komm, Skaara, wir suchen eine Möglichkeit hier rauszukommen.

Jack will grade aufstehen, wird dann aber von einer Schlangenwache am Arm gepackt. Es ist Teal’c. Er schaut skeptisch auf Jacks Uhr.

Teal’c: Was ist das?

O’Neill (unter Schmerzen): Eine Uhr.

Der Helm fährt zurück und wir sehen Teal’cs leicht skeptischen Blick.

Teal’c: Das ist nicht die Technik der Goa’uld. Woher seid ihr?

O’Neill: Von der Erde. Aus Chicago, wenn du es genau wissen willst…

Teal’c: Deine Worte bedeuten nichts. Woher kommt ihr?

Daniel, der noch immer auf dem Boden sitzt, lenkt Teal’cs Aufmerksamkeit auf sich.

Daniel: Ähm, Verzeihung… (Teal’c schaut zu ihm herunter und Daniel malt das Zeichen der Erde in den Sand. Es ist eine Pyramide mit einem Kreis über der Spitze. ) Von dort kommen wir.

Ohne ein weiteres Wort zu sagen, wischt Teal’c die Zeichnung mit seiner Stabwaffe weg und sein Helm fährt wieder hoch. Er dreht sich um und verschwindet.


Szene: Lagerplatz, Chulak

Wir sehen, wie zwei Sonnen aufgehen.

Kawalsky: Warren, los raus aus den Federn! Die Sonne… die Sonnen sind aufgegangen.

Warren kommt aus dem Zelt gekrochen.

Kawalsky: Jetzt haben wir es überstanden.

Warren: Noch so eine Nacht würde ich auch nicht überstehen, Captain.

Kawalsky (reibt sich die Hände): Ja, ganz schön kühl auf diesem Planeten, was? Wieso hat unser Colonel noch keine Funknachricht geschickt?

Warren (zieht seine Weste über): Wann müssen Sie sich entscheiden? (Kawalsky sieht ihn mit einem Lächeln an) Ob wir zum Stargate zurückkehren oder nicht.

Kawalsky: Etwa dann, wenn es in der Hölle anfängt zu gefrieren.

Warren: Damit haben Sie unsere Situation ganz gut beschrieben.

Kawalsky: Wir gehen hier nicht ohne den Colonel weg, ist das klar? Ein weiterer schöner Tag auf dem Planeten, Kawalsky.

Er lässt Warren stehen.


Szene: Verließ, Chulak

Jack klettert an einer Wand zu einem Fenster empor. Es ist mit Eisenstangen versehen. Er rüttelt daran, aber sie lassen sich nicht bewegen. Enttäuscht klettert er wieder nach unten.

Carter: Ra ist also doch nicht tot.

Daniel: Doch, das war nicht Ra. Das war Apophis.

Carter: Wer?

Daniel: Mmm, das ist aus der ägyptischen Mythologie. Ra war der Sonnengott, der über den Tag herrschte, Apophis war der Schlangengott, der über die Nacht herrschte. Es stammt aus dem Buch der Toten. Erstaunlich.

Jack mit Skaara im Anhang, versucht noch immer einen Durchgang durch die Mauer zu finden.

Skaara: Werden wir Sha’re retten?

O’Neill (während er die Wand überprüft): Im Augenblick kann ich dir nichts versprechen.

Skaara: Aber du bist ein großer Krieger! (Er dreht Jack zu sich um) Gemeinsam haben wir Ra geschlagen!

O’Neill: Ja, ich weiß. Aber sieh doch hier mal um. Du siehst doch, womit wir es hier zutun haben.

Skaara sieht ihn niedergeschlagen an und Jack klopft ihm aufmunternd auf die Schulter.

O’Neill: Wir versuchen es.

In diesem Moment öffnen sich die großen Eisentore. Schlangenwachen kommen herein und hinter ihnen kommt Teal’c herein. Er bleibt auf der obersten Stufe stehen.

Teal’c: Sha'ka ha! Kree hol mel, Goa'uld!

O’Neill (zu Skaara): Was hat er gesagt?

Skaara (übersetzt es ihm): Sie werden wählen.

Carter: Was wählen?

Skaara: Wer zu den Kindern der Götter gehören wird.

Hinter Teal’c wird eine große Bahre reingetragen, die von Vorhängen zugezogen ist, so dass man nicht sehen kann, wer sich drin befindet.

Teal’c: Jaffa!

Apophis kommt aus dem Inneren heraus und sieht sich um. Dann dreht er sich zu der Bahre um und öffnet den Vorhang, so dass Sha’re aussteigen kann.

Daniel: Sha’re. (Sie sieht sich mit erhobenem Hauptes um) Jack, helfen Sie mir bitte!

Sam und Jack halten ihn jeweils an seinen Armen fest, um ihn aufzuhalten.

O’Neill: Daniel, nein! Nicht!

Teal’c kommt mit ein paar Wachen im Anhang die Stufen runter und geht durch die Menge hindurch. Die Wachen machen eine Gang frei und Teal’c dreht sich um.

Teal’c: Benah! Ya wan, ya duru!

Die Männer mit dem Turban kommen herunter gelaufen und drücken die Gefangenen auf den Boden.

Teal’c: Kniet nieder vor eurem Herrn!

Auch, Sam und Daniel werden zu Boden gedrückt. Bevor Jack dasselbe Schicksal erfährt, sieht er noch kurz zu Teal’c und dieser nickt ihm unauffällig zu. Schließlich kniet er sich von alleine hin.

O’Neill: Skaara.

Dieser schließt sich den anderen widerwillig an. Die anderen Goa’uld, ebenfalls alle sehr prunkvoll gekleidet, kommen die Stufen herunter und sehen sich die Gefangenen an.

Teal’c: Benah! Ya wan, ya duru! Wählt.

Einer der Männer mit dem Turban auf dem Kopf holt ein kleines Kind aus der Menge und hält es ihnen hin. Der männliche Goa’uld untersucht das Mädchen.

M.G: Nein!

Das Mädchen wird einfach auf den Boden geschmissen. Es schreit vor Schreck auf. Sam wendet ihren Blick ab. O’Neill sieht wieder hinüber zu Teal’c und er kann anhand seines Gesichtsausdruck erkennen, dass ihm diese Prozedur überhaupt nicht gefällt. Zwei der Turbanmänner bringen ein weiters Mädchen zu dem Goa’uld und seiner weiblichen Begleiterin.

M.G: Die da. Wir wählen diese hier.

Das Mädchen versucht sich wehren, aber es kann sich nicht aus dem Griff der Männer befreien. Voller Hass und Wut beobachtet Skaara, wie sie weggebracht wird. Mit einem verletzten Blick schaut Daniel hoch zu Sha’re, aber diese scheint eine ganz andere Persönlichkeit zu sein. Nichts ist mehr von der Wärme in ihren Augen zu sehen. Sie ist kalt und erbarmungslos. Als die beiden Goa’uld an Daniel vorbei gehen, kann er sich nicht mehr zurückhalten und greift einen von ihnen an.

O’Neill: Daniel! (Sie versuchen ihn zurückzuziehen, aber die Schlangenwachen richten ihre aktivierten Stabwaffen auf Sam und Jack)

Daniel wird von zwei Turbanmännern festgehalten.

M.G2: Der hier ist voller Kraft.

Daniel: Was soll ich noch machen, damit ihr mich wählt?

O’Neill: Daniel, was soll das?

Eine der Wache stößt ihn mit der Waffe in die Schulter.

Daniel (unter Tränen): Irgendwas von ihr muss überlebt haben.

Sam sieht ihn mit voller Mitgefühl an. Jack schielt zu Teal’c hinüber, aber dieser schüttelt leicht mit den Kopf. Man kann ihm ansehen, dass er es hasst.

M.G2: Wir wählen….

Er schaut an Daniel vorbei auf Skaara.

M.G2: Ihn.

Geschockt sieht Jack zu Skaara. Dieser wird von zwei Männern ergriffen und schon wie das Mädchen weggezerrt.

Skaara: Na-ney! Na-ney! O’ Neill!

O’Neill: Skaara! (Die Wachen versuchen sie in Schacht zu halten)

Skaara: O’Neill! O’Neill! O’Neill!

O’Neill: Skaara!

Eine der Schlangenwachen haut ihm mit der Stabwaffe ins Gesicht. Er fällt nach hinten zu Boden.

Skaara (als er die Stufen raufgetragen wird): O’Neill! O’Neill! O’Neill! O’Neill! Bitte hilf mir!

Langsam stützt sich Jack wieder auf, aber Skaara ist schon fort. Die Wachen stellen sich vor Apophis und Sha’re.

Apophis: Tötet den Rest!

Die Menschen springen auf und laufen wie wild durcheinander herum. Jeder versucht sich in der hintersten Ecke zu verstecken. Sha’re und Apophis drehen sich um und steigen wieder in die Bahre ein. Sie werden von den Trägern hinausgetragen. Es sind jetzt nur noch die Schlangenwachen und Teal’c da, als sich das Tor hinter ihnen schließt. In einer Reihe gehen die Schlangenwachen auf die Menschen zu. Niemand kann an ihnen vorbei, ohne getötet zu werden. Teal’c geht auf die Schlangenwachen zu, diese aktivieren ihre Stabwaffen und warten nur noch auf seinen Befehl.

O’Neill: Wir können diese Menschen retten! (Abrupt dreht sich Teal’c zu Jack um, seine Waffe auf ihn gerichtet) Hilf mir! (Leiser )Hilf mir.

Teal’c: Das haben schon Viele gesagt.

Ohne jegliche Vorwarnung, wirbelt er zurück zu seinen Wachen und schießt auf eine, die getroffen zu Boden geht.

Teal’c (wirf Jack seine Stabwaffe zu): Aber du bist der erste, dem ich es zutraue.

Ein Feuergefecht zwischen Gut und Böse beginnt. Eine Wache schießt auf die Menge, aber Jack kann ihn mit einem Schuss ausschalten. Teal’c schnappt sich eine Stabwaffe von einem Gefallenen und beginnt ebenfalls mit Jack auf seine früheren Verbündeten zu schießen. Nach und nach schaffen sie es die Wachen auszuschalten. Eine der Gefangenen werden aber dennoch von der Druckwelle der Schüsse zu Boden gerissen. Sam und Daniel konnten sich hinter einem kleinen Steinvorsprung verstecken. Teal’c und Jack laufen die Stufen hoch und fangen an auf die Wachen hinter dem Eisentor zu schießen. Jack dreht sich um.

O’Neill (zu den Menschen): Geht aus dem Weg!

Sie räumen eine Stelle an der Wand, während Jack beim Laufen mehrmals auf die Wand schießt, bis sie schließlich einen kleinen Durchgang haben. Zusammen mit Sam läuft er zum Loch und schaut hinaus, ob die Luft rein ist.

O’Neill: Kommt schon! Hier entlang

Carter: Worauf wartet ihr?

Sie geht hinaus, bleibt aber direkt beim Loch stehen, um den Menschen beim Fliehen zu helfen.

Carter: Los! Los! Los! Wir müssen uns beeilen!

Teal’c läuft langsam die Stufen herunter. Er legt einen Teil seiner Rüstung ab. Hilflos sieht er sich um. Er starrt auf die Leichen, die am Boden liegen. Bei einer Schlangenwache erlischt das rote Leuchten der Augen am Helm. Als der letzte Gefangene durch die Wand geflohen ist, sind nur noch Daniel und Jack übrig.

O’Neill (zu Daniel): Ist alles in Ordnung?

Daniel antwortet ihm nicht, sondern schlüpft durch das Loch hindurch und grade als auch Jack fliehen will, dreht er sich zu Teal’c um.

O’Neill (zu Teal’c):Hey! Komm schon! (Er winkt ihm zu, dass Teal’c ihm folgen soll)

Teal’c: Ich habe nichts, wohin ich gehen könnte.

O’Neill: Das macht nichts. Du kannst bei mir wohnen. Gehen wir!

Teal’c sieht sich zögernd um. So hat sich ihm gegenüber wohl noch niemand verhalten. Schließlich folgt er Jack aus dem Verließ.

O’Neill: Wie ist dein Name?

Teal’c: Teal’c.

O’Neill (als sie sich auf den Weg machen): Teal’c, wohin bringen sie Skaara? Den Jungen?

Teal’c: Zum Stargate. Nachdem sie Wirte für ihre Kinder ausgesucht haben, kehren sie nach Hause zurück.

Teal’c und Jack bilden das Schlusslicht, als sie die jetzt Befreiten wegführen.


Szene: Besprechungsraum, SGC

Man kann sehen, dass sich im Torraum einige Soldaten aufhalten. Hammond steht oben am Fenster und wartet darauf, dass endlich etwas passiert. Samuels kommt zu ihm.

Samuels: Sir, bis zur Deadline ist es nur noch eine Stunde. Wir hätten inzwischen von ihnen hören müssen.

Hammond: In einer Stunde kann eine Menge passieren, Major.


Szene: Chulak

SG-1 und Teal’c führen die Menschen zum Stargate.

O’Neill: Wir haben nur noch knapp eine Stunde. Wie kommen wir voran?

Carter: Einige von ihnen haben es nicht durch den Wald geschafft.

Teal’c: Man wird sie aufspüren und töten. Jeder, der nicht bereit ist den Göttern zu dienen, ist ihr Feind.

O’Neill: Und damit wärst du…?

Teal’c: Ich bin ein Jaffa. Dazu gezüchtet, damit sie leben können.

Daniel: Ich versteh das nicht ganz.

Teal’c bleibt stehen und in seiner Rüstung befindet sich ein Loch. Er öffnet es und heraus kommt eine Goa’uld Larve. Sam drängt sofort die Menschen von ihnen weg.

O’Neill (angeekelt): Was ist denn das?

Teal’c: Das ist ein Goa’uld Kind, die Larvenform der Götter. Seit meiner Kindheit bin ich gezwungen eines zu tragen, wie alle Jaffa.

Der Goa’uld hat sich wieder in Teal’cs Bauch zurückgezogen und sie setzten ihren Weg fort.

O’Neill: Schaff dir das Ding vom Hals.

Teal’c: Dafür, dass er ein Goa’uld Kind bis zur Reife in sich trägt, erhält ein Jaffa völlige Gesundheit und ein langes Leben. Wenn ich es entfernen würde, würde ich irgendwann sterben.

O’Neill: Ah, an deiner Stelle würde ich das Risiko eingehen.


Szene: Vor dem Stargate, Chulak

Ein Raumschiff landet vor dem Stargate.

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O’Neill hinter einem Hügel hat das Raumschiff gesehen.

O’Neill (zu der Menge): Na schön, Leute! Kommt schon. Bewegt euch!

Die Leute fangen an die Hügel hoch zu laufen. Teal’c hält Jack auf.

Teal’c: Der Junge, den du suchst, ist nicht merh der, der er einmal war.

O’Neill: Das will ich nicht hören!

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Am Stargate öffnet sich das Raumschiff und durch Transportringe werden einige Diener von Apophis, so wie Skaara auf die Erde gebeamt. Skaara sieht ernst und kalt aus, genau wie Sha’re. Sie machen ein paar Schritte zur Seite, bevor erneut die Transportringe erscheinen. Diesmal sind es Sha’re und Apophis, umgeben von Schlangenwachen als Schutzschild. Das Schiff schließt sich und fliegt wieder davon.

SG-1, Teal’c und die Menschenmenge laufen jetzt den Pfand entlang zum Sternentor. Über ihnen taucht plötzlich ein Todesgleiter auf. Er beginnt auf sie zu schießen.

O’Neill: Geht in Deckung! Na macht schon!

Die Menschen laufen schreiend auseinander, während sie immer weiter beschossen werden. Jack schmeißt sich auf den Boden und als der Gleiter zum nächsten Angriff ausholt, schießen Teal’c und Jack gemeinsam auf den Gleiter. Aber es scheint nichts zu nützen. Der Gleiter beschießt sie weiter.

Carter: Colonel! Wir sind ein ideales Ziel!

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Vor dem Stargate gehen Sha’re und Apophis zusammen zum DHD und wählen ihre Heimat an. Das Stargate wird aktiviert.

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Jack und Teal’c versuchen erneut den Gleiter aufzuhalten, aber die Stabwaffe ist zu schwach. Über ihnen von einem Berg aus, schießt einer der Soldaten vom SG-Team mit einem Rakenwerfer auf den Gleiter.

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Gerade als Apophis durch das Sternentor gehen will, sieht er, wie der Gleiter in Flammen zu Boden fliegt. Etwas unsicher darüber verschwindet er mit Sha’re durch das Wurmloch.

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Die Menschenmenge jubelt auf. Jack sieht leicht verwirrt aus, da es sein Schuss nicht gewesen sein konnte. Er und Sam drehen sich um, nur um Kawalsky mit seinen Männern auf einem Hügel stehen zu sehen.

O’Neill (erleichtert): Kawalsky. (Er zeigt auf ihn)

Diese heben vor Freude schreiend ihre Arme und Gewehre in die Luft. Sam und Jack tun es ihm gleich.

O’Neill: JA! (Zu den Überlebenden) Kommt schon, Leute! Kommt!

Carter: Beeilt euch!

O’Neill: Hier entlang! Wir müssen da rauf!

Sam und Jack laufen voran den Berg hinauf, während Kawalsky ein paar Schritte auf sie zukommt. Kawalsky zieht Jack an der Hand hoch.

O’Neill: Hervorragender Treffer! Wie viele sind es?

Kawalsky: Ein Dutzend. Vielleicht auch mehr. Sie sind auf dem Weg zum Tor.

O’Neill: Was ist mit Skaara?

Kawalsky: Er ist bei ihnen.

Das reicht Jack als Information. Wie von der Biene gestochen läuft er los den Hügel weiter hinauf.

Kawalsky: Colonel, wir haben nicht mehr viel Zeit, bevor wir ausgesperrt werden.

Sie laufen den Weg weiter hoch. Kawalsky ist vorne.

Kawalsky (zu zwei seiner Männer): Warren, Casey, gebt mir Deckung!

Die beiden legen sich schießbereit auf dem Boden. Als Jack oben ankommt, sind die meisten von Apophis’ Leuten schon durch das Tor. Skaara ist einer der Letzten.

O’Neill: Nein.

Kawalsky bleibt neben ihm stehen.

O’Neill: Nein!

Er rennt den Berg runter.

Kawalsky: Colonel! Sir!

Seine Rufe ignorierend, rennt Jack zum Stargate. Er kann nicht zulassen, dass sie ihnen auch noch Skaara nehmen.

O’Neill: Skaara!

Skaara bleibt stehen. Er dreht sich zu Jack um und geht auf ihn zu. Jack bleibt stehen. Aber anstatt, dass Skaara sich freut O’Neill zu sehen, sieht er ihn nur mit einem höhnischen Grinsen an.

O’Neill: Skaara.

Skaaras Augen beginnen zu leuchten und er hebt seine Hand und wie auch schon Apophis, hat auch er eines dieser Handgeräte. Von der Druckwelle wird Jack einige Meter nach hinten geschleudert.

Zufrieden dreht sich Skaara wieder um und verschwindet mit dem Rest durch das Sternentor. Jack kann nur noch mit ansehen, wie sein Freund und nach ihm das Wurmloch verschwindet.

Hilflos und niedergeschlagen, starrt er auf das Tor, während von hinten Daniel, Kawalsky, Carter und Teal’c auf ihn zugelaufen kommen. Die Menge folgt ihnen.

Daniel: Haben Sie die Symbole erkannt?

Jack schüttelt nur mit dem Kopf.


Szene: Besprechungsraum, SGC

Hammond steht noch immer am Fenster, während Samuels zu ihm kommt.

Samuels: Sir, die 24 Stunden sind vorüber. Stargate steht zum Verschluss bereit, Sir. (Hammond antwortet ihm nicht) Wir warten auf Ihren Befehl, Sir.

Hammond: In einer Minute, Major.


Szene: Chulak

Warren und Casey sind noch immer auf dem Hügel. Casey sieht durch sein Fernglas und sieht durch die Bäume hindurch ein paar Wachen. Er tippt Warren auf die Schulter und deutet in die Richtung der Wachen, während er langsam aufsteht.

Casey (in sein Funkgerät): Sir, zwischen den Bäumen tut sich was. Da sind jede Menge Leute unterwegs.

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Vor dem Tor hören sich SG-1 den Funkspruch an.

Casey (über Funk): Der Gegner ist da, Sir. Der Gegner kommt direkt hier her.

Kawalsky (zu den Männern): Okay, Männer, wir machen einen kleinen Ausflug! (Zu Daniel) Daniel, kümmern Sie sich um Stargate. Wir haben Gesellschaft. (Daniel läuft los. Zu Carter) Captain, machen Sie Ihre Mienen scharf. Casey, Warren und ich gehen als Letzte.

O’Neill: Negativ. (Sam bleibt stehen und sieht ihn fragend an) Das ist mein Job. (Er kniet sich hin, um seine Mütze wieder aufzusetzen) Captain, helfen Sie Daniel. Sobald Sie das Signal geschickt haben, gehen Sie durch.

Er nimmt sich von Teal’c eine Stabwaffe.

O’Neill: Und sagen Sie, wir bringen Besuch mit.

Gemeinsam laufen sie in Richtung Sternentor. Sam zu Daniel, um sich für den Transmittercode bereit zu halten und Jack läuft zu den Zündungen für die Mienen.

Kawalsky (zu den Menschen): Beeilung! Beeilung! Beeilung! Weiter Leute, weiter Leute!

Daniel hat seinen Notizblock herausgekramt und muss erst noch die richtige Adresse suchen. Kawalsky schmeißt sich hinter einen Stein.

Kawalsky (in sein Funkgerät): Warren, wie ist der neuste Stand?

Warren (über Funk): Scheint ein ganzes Bataillon zu sein, Sir. Etwa vierhundert Meter entfernt.

Die Menschen versuchen sich ebenfalls hinter den Steinen zu verstecken, während Kawalsky die Zünder der Minen in die Hand nimmt.

Carter: Dr. Jackson?

Daniel: Ich weiß. Ich hab’s hier irgendwo. Ich hab’s, ich weiß es.

Carter: Beeilung!

Die Wachen kommen aus dem Wald heraus. Casey und Warren legen sich weder hin und zielt auf sie.

Warren (über Funk): Sir, der Feind kommt aus dem Wald raus!

Die Wachen beginnen zu schießen. Warren und Casey erwidern das Feuer. Einige der Wachen können sie ausschalten.


Szene: Besprechungsraum, SGC

Samuels: Sir.

Hammond: Gut, einverstanden. Versiegeln Sie Stargate. Sperren Sie ihre Transmitter.

Samuels: Jawohl, Sir.

Er macht sich auf den Weg in den Kontrollraum.


Szene: Stargate, Chulak

Daniel hat noch immer nicht die Adresse gefunden.

O’Neill: Daniel!

Daniel: Ich hab’s.

Carter: Er hat sie endlich! Los! Los!

Daniel beginnt das Tor anzuwählen, während Casey und Warren versuchen so viele wie möglich von den Wachen aufzuhalten, aber schon bald sind es zu viele.

Casey (über Funk): Wir können sie nicht aufhalten, Sir!

Daniel wählt weiter an.

Daniel: Senden Sie das Signal, sobald es offen ist, Captain.

Er wählt weiter an, während Teal’c und Jack sich hinter ein paar Steinen verstecken.

O’Neill: Die sollen sich zurückziehen!

Kawalsky: Zieht euch zurück! Kommt hierher!

Daniel aktiviert das Gate und Sam sendet den Code.


Szene: Kontrollraum, SGC

Samuels rennt die Treppe zum Besprechungsraum hoch.

Samuels: Sir, so eben wurde auf der anderen Seite ein Durchgang geschaffen.

Hammond (rennt die Treppe runter): Neuer Befehl. Schließen Sie das Tor noch nicht und sperren Sie die Transmittercodes nicht.

Samuels: Jawohl, Sir.

Hammond: Erhalten wir ein Transmittersignal?

Davis: Bisher noch keine Signale erhalten.

Technikerin: Alle Frequenzen freihalten. Wir brauchen noch konkretere Angaben.

Davis: Noch kein Signal, General.


Szene: Stargate, Chulak

Sam hat den Code gesendet.

Daniel: Funktioniert es?

Carter (läuft los): Ja, wollen wir hoffen. Falls nicht, bin ich die erste, die es erfährt.


Szene: Kontrollraum, SGC

Davis: Da ist es ja.

Auf dem Monitor erscheint 'ALERT INCOMING TRAVELER’.

Techniker: Automatische Schaltungen sind in Betrieb. Zusatzaggregate eingeschaltet.

Die Iris öffnet sich.


Szene: Stargate, Chulak

Casey und Warren kommen den Hügel hinunter gelaufen. Sie verstecken sich hinter den ersten Felsen, als die ganze Wachengruppe oben am Abhang erscheint. Sie beginnen auf sie zu schießen.
Sam verschwindet durch das Tor und Daniel hilft den Flüchtlingen.

Daniel: Kommt schon! Schneller, schneller!

Die ersten gehen durch das Tor.


Szene: Torraum, SGC

Soldaten stehen vor dem Tor, um gegebenenfalls zu schießen. Sam kommt hindurch geflogen. Sie rollt die Rampe halb hinunter. Schnell steht sie auf.

Carter (zu den Soldaten, als die ersten Flüchtlinge durchs Tor geflogen kommen): Nicht schießen! Das sind Flüchtlinge!

Hammond (über Lautsprecher): Ich hoffe nur, dass Sie wissen, was Sie tun, Captain.

Sam hilft ihnen auf.


Szene: Stargate, Chulak

Jack schießt mit der Stabwaffe auf ein paar Wachen.

Daniel ist noch mit den Flüchtlingen beschäftigt. .

Daniel: Okay, weiter geht’s. Immer zu zweit.

Die ersten Wachen springen über den Abhang, um den Hügel hinunter zu laufen.

O’Neill: Zündet die Mienen!

Kawalsky zündet die ersten und einige Wachen fliegen zu Boden. Dann die zweite Reihe und dritte.

Daniel (zu den Leuten): Nicht stehen bleiben! Ja, nur keine Angst. Weiter geht’s.

Einer der Flüchtlinge wird von einer Stabwaffe getroffen. Sie fliegt gegen ein paar Steine und rutscht dann zu Boden. Kawalsky springt hinter seinem Stein hervor und beginnt mit seinem Maschinengewehr auf die Wachen zu schießen.

Kawalsky: Aaaah! Kommt her ihr Schweine!!!

Damit verschafft er Daniel die nötige Zeit, um die Restlichen durchzubringen.

Daniel: Wir brauchen hier Deckung! (Zu Jack) Das war’s!

O’Neill (deutet zum Tor): Verschwinde!

Er zögert erst, rennt dann aber doch zurück zum Tor und…


Szene: Torraum, SGC

… Stolpert auf der anderen Seite die Rampe hinunter. Er geht zu Sam, die ihm eine Hand auf den Arm legt.

Carter (besorgt): Kommen die anderen auch?

Daniel: Das hoffe ich doch.


Szene: Stargate, Chulak

Obwohl eigentlich alle Flüchtlinge durch das Tor sind, ist einer noch zurückgeblieben. Mit Steinen versucht er ihnen zu helfen die Wachen aufzuhalten. Die ersten Soldaten laufen zum Tor.

Soldat: Los! Los!

Kawalsky: Colonel! Weitere Gegner auf acht Uhr!

Noch mehr Wachen kommen schießend aus dem Wald gerannt. Schießend laufen sie zurück zum Tor.

Kawalsky: Nichts wie weg hier!

Casey wird von einer Stabwaffe getroffen. Kawalsky rennt auf ihn zu.

Kawalsky: Casey!

Sie können die Wachen kaum noch aufhalten. Der letzte zurückgebliebene Flüchtling schafft es mit bloßen Händen eine Wache umzubringen. Die fällt neben Casey auf den Boden. Der Goa’uld in ihr schlüpft heraus und dringt plötzlich Kawalsky ein.

Teal’c schiebt den letzten Flüchtling durch das Tor, der aussieht, wie ein Urmensch.


Szene: Torraum, SGC

Der Urmensch kommt durch das Tor und die Soldaten richten ihre Waffen auf ihn.

Carter und Daniel: Halt nicht schießen! Auf keinen Fall schießen!

Hinter ihm kommt Teal’c durch das Tor.

Carter: Die gehören zu uns!

Geschockt sieht Hammond Teal’c an.

Sam geht die Rampe zu ihm hinauf. Vor ihm bleibt sie stehen. Dieser übergibt ihr seine Stabwaffe und nickt ihr leicht zu.


Szene: Stargate, Chulak

Jack und Kawalsky tragen Casey durch das Stargate, während ihnen ein paar Wachen folgen.


Szene: Torraum, SGC

Als letztes kommen Jack und Kawalsky mit dem verletzten Casey durch. Sie legen ihn auf die Rampe.

Carter: Jetzt! Schließt das Tor! Schließt es!

Samuels schließt die Iris im Kontrollraum. Man die dumpfen Schläge der dagegen prallenden Wachen hören.

Davis (über Lautsprecher): Keine Durchgangmöglichkeit mehr.

Die Iris öffnet sich wieder und das Wurmloch ist verschwunden. In diesem Moment kommen schon die ersten Sanitäter in den Torraum gelaufen.

Kawalsky: Sanitäter!

O’Neill: Alles in Ordnung?

Sanitäter: Ja, wir haben hin. Danke.

Die Flüchtlinge fallen SG-1 freudig um den Hals. Alle wollen Sie sich bei ihnen bedanken.

Frau: Wir sind Ihnen so dankbar.

Hammond kommt in den Torraum. Verwirrt über das ganze Durcheinander geht er die Rampe hinauf, bis er vor Jack, Sam, Daniel und Teal’c stehen bleibt.

O’Neill (zu den Leute): Ja, wir haben einiges durchgemacht.

Samuels: Kümmern Sie sich um die Verletzten!

Ein weiteres Sanitätsteam kommt herein und Hammond und die anderen machen ihnen Platz.

Samuels: Da sind Verletzte. Bitte schaffen Sie doch Platz für die Verletzten!

Sanitäter (die sich Casey kümmern und ihn auf eine Trage hieven): Auf drei. Eins, zwei, drei… Wir bringen ihn sofort ins Lazarett.

Hammond: Colonel O’Neill? Würden Sie mir das bitte erklären?

Carter: Ähm, wir können das Sternentor benutzen, um diese Leute nach Hause zu schicken, Sir.

Hammond zeigt auf Teal’c.

Hammond (misstrauisch): Was hat *er* hier zu suchen?

Jack geht zu Teal’c.

O’Neill: General Hammond. Das ist Teal’c. Er wird uns helfen.

Hammond (ungläubig): Wissen Sie was er ist?

O’Neill: Ja, Sir, weiß ich. Er ist der Mann, der uns das Leben gerettet hat. Und wenn Sie eine Empfehlung von mir wollen, Sir, sollte er Mitglied von SG-1 sein.

Sam und Daniel sehen ihn überrascht an, als sie das hören.

Hammond: Diese Entscheidung liegt bestimmt nicht bei Ihnen.

Sanitäter: Zurücktreten. Holt die Verletzten von der Rampe

Hammond geht zurück, als Casey raus getragen wird. Kawalsky will sich grade aufrichten, als er sich plötzlich an den Kopf fasst.

O’Neill: Kawalsky, alles in Ordnung?

Kawalsky: Ja, mir geht’s gut. (Er steht auf.)

Hammond: Colonel O’Neill, Major Kawalsky, die mit Sicherheit sehr spannenden Berichte der SG-Einheiten 1 und 2 findet um 0730 statt.

O’Neill: Jawohl, Sir.

Im Anhang mit Samuels verlässt Hammond den Torraum.

Samuels: Na schön, wir bringen diese Leute erst einmal irgendwo unter.

SG-1 und Teal’c stehen noch auf der Rampe.

Daniel (schaut zum Stargate): Sie ist irgendwo da draußen, Jack.

Alle anderen folgen seinem Blick.

O’Neill: Ich weiß. Und Skaara auch.

Daniel: Was machen wir jetzt?

O’Neill: Wir werden Sie weitersuchen.

Er klopft ihm einmal auf die Schulter und geht dann die Rampe hinunter. Die anderen folgen ihm. Kawalsky ist jetzt der letzte im Torraum. Auch er geht die Rampe hinunter, aber als er die Kamera blickt, leuchten seine Augen kurz auf.


ENDE

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